Dündar, Can

Can Dündar während der netzwerk-recherche-Jahreskonferenz 2016 | Foto: © Jörg Wagner
Can Dündar während der netzwerk-recherche-Jahreskonferenz 2016 | Foto: © Jörg Wagner

„Reporter ohne Grenzen“


Die türkische Zeitung „Cumhuriyet“ („Republik“) hatte Ende Mai 2015 Indizien vorgelegt, die nahelegten, dass der türkische Geheimdienst Waffen an Islamisten in Syrien geliefert habe. Waffen, die möglicherweise in die Hände von IS-Terroristen gefallen sein könnten. Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan drohte im TRT-Fernsehen, Can Dündar werde einen hohen Preis für die Veröffentlichung bezahlen und nicht ungestraft davonkommen. Im Frühjahr 2016 wurde Can Dündar und seinem Kollegen Erdem Gül ein Prozess gemacht. 5 Jahre 10 Monate bzw. 5 Jahre Gefängnis das Urteil. Am 08.07.2016 ehrte die Journalistenvereinigung netzwerk recherche Can Dündar mit dem „Leuchtturm für besondere publizistische Leistungen“ für die mutigen Recherchen seiner Zeitung, sowie für seinen Kampf um die Pressefreiheit.

Wer:
* Can Dündar, Schriftsteller und Chefredakteur der türkischen Zeitung „Cumhuriyet“
* Christian Mihr, Geschäftsführer “Reporter ohne Grenzen” Deutschland
Was: Interview am Rande der Jahreskonferenz netzwerk recherche
Wo: Hamburg, NDR-Fernsehen, Hugh-Greene-Weg 1
Wann: 08.07.2016, 19:22 Uhr; veröffentlicht am 09.07.2016, 18:20 Uhr im radioeins-Medienmagazin und in einer Kurz-Fassung im rbb Inforadio 10.07.2016, 10:44/15:24 Uhr


Vgl.:
* Erdogan will zweimal lebenslänglich für Journalisten, welt.de, 02.06.2015
* Laudatio auf Can Dündar
von Martin Schulz, Präsident des Europa-Parlaments








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