Medienmagazin vom 21.10.2017

Gesamt-PodCast:


Download (verlinkte Audio-Quelle bis zum 21.10.2018: rbb, radioeins)

[00:00] INTRO: Rainer Robra | [02:21] Ministerpraesidentenkonferenz (1) Reiner Haseloff, Winfried Kretschmann, Bodo Ramelow| [10:17] Ministerpraesidentenkonferenz (2) Bjoern Boehning | [20:30] Rundfunkstrukturdebatte 1994, 2003 | [30:04] Babylon Berlin | [37:30] Bonus: #r1MM 15.11.2003, SMS-Papier 2003 | [37:30] Bonus: Ausschnitte aus der MPK-Pressekonferenz 20.10.2017


Schloss Halberg mit Sendemast beim SR | Foto: © Werner Lange
Schloss Halberg mit Sendemast beim SR | Foto: © Werner Lange

INTRO: Keine Reduktion der ARD
O-Ton: Rainer Robra, Staatsminister, Chef der Staatskanzlei und Minister für Kultur (CDU), Sachsen-Anhalt

1. Ministerpräsidenten-Konferenz in Saarbrücken
Die seit Mittwoch in Saarbrücken tagenden Länderchefs berieten über Sparvorschläge von ARD, ZDF und Deutschlandradio als Ergebnis einer umfassenden Strukturreform, sowie über die Zukunft der öffentlich-rechtlichen Telemedienangebote. Dabei sorgten die Verweildauer und Lizenzierungen von Sendungen in Mediatheken und die Ausgestaltung der Onlineangebote unter dem Stichwort Presseähnlichkeit besonders bei der privaten Konkurrenz für Kritik.
Interviews, Statements am Rande des Treffens in Saarbrücken mit:
* Reiner Haseloff, MP Sachsen-Anhalt (CDU)
* Winfried Kretschmann, MP Baden-Württemberg (Bündnis 90/Die Grünen)
* Bodo Ramelow, MP Freistaat Thüringen (Die Linke)
Autor: Werner Lange (honorarpflichtig)
Telefoninterview mit:
* Björn Böhning, Chef der Senatskanzlei Berlin, Staatssekretär für Medien (SPD) (live)
O-Ton: Malu Dreyer, MP Rheinland-Pfalz (SPD), Vorsitzende Rundfunkkommission der Länder

2. Medien historisch: Pläne zur Reduktion der ARD haben Tradition
Das Erste der ARD müsse man mittelfristig zu einem Schaufenster der Regionen umbauen unter Aufgabe des nationalen Anspruchs. Die Konsequenz z. B.: Einstellung der tagesschau in der bekannten Form. Aber auch der Verzicht von Hollywoodfilmen. Keine Ausstrahlung von TV-Duellen. Der nationale Sender wäre dann nur das ZDF. So kann man die Sparvorschläge zusammenfassen, die der Chef der Magdeburger Staatskanzlei Rainer Robra (CDU) am Dienstag der Mitteldeutschen Zeitung anvertraute. Doch das Engagement von Politikern, die ARD auf eine lokale und regionale Ebene zurückzustutzen ist nicht neu. Bereits 1994 unternahmen die Ministerpräsidenten Bayerns und Sachsens, Stoiber und Biedenkopf den Versuch, das Erste Programm der ARD “einzusparen”.
Historische O-Töne:
* Tagesschau, 28./30.01.1995
* Kurt Biedenkopf, MP Freistaat Sachsen (1990-2002), CDU
* Edmund Stoiber, MP Freistaat Bayern (1993-2007), CSU

3. „Win – Win – Situation für alle“
Mit der Ausstrahlung der koproduzierten Serie „Babylon Berlin“ zuerst im Bezahlsender sky letzte Woche, gab es nicht nur Lob. BILD sprach vom großen Betrug am Gebührenzahler. Und auch Zeit Online schrieb: “Ein Jahr auf eine zu großen Teilen von der ARD finanzierte Serie warten zu müssen – das wirkt befremdlich.” Warum die ARD bei der aktuellen Serienproduktion mit sky kooperiert
Studiogespräch mit O-Tönen von:
• Volker Herres, ARD- Programmdirektor
• Sascha Schwingel, Redaktionsleiter bei der ARD-Tochter degeto
• Nico Hofmann, Produzent, u.a der RTL-Serie „Deutschland 83“
Autor: Michael Meyer (honorarpflichtig)

PodCast-Bonus:
1. Ministerpräsidenten wollen ARD/ZDF-Reform (1)
Interviews und Statements von: Dieter Althaus, MP Thüringen; Wolfgang Böhmer,
MP Sachsen-Anhalt; Peer Steinbrück, MP NRW; Roland Koch, MP Hessen; Harald
Ringstorff, MP MVP; Henning Scherf, BM Bremen
Autor: Werner Lange

2. Ministerpräsidenten wollen ARD/ZDF-Reform (2)
Interviews mit Dieter Althaus, MP Thüringen; Roland Koch, MP Hessen
Autor: Werner Lange

3. Ministerpräsidenten wollen ARD/ZDF-Reform (3)
Statements: Harald Ringstorff, MP MVP; Kurt Beck, MP Rheinland-Pfalz
Autor: Werner Lange

4. Woher kommt eigentlich die Rundfunkgebühr?
Telefoninterview mit dem Rundfunkhistoriker Dr. Hans-Ulrich Wagner,
Hans-Bredow-Institut, Hamburg

5. Pressekonferenz im Anschluss der Ministerpräsidentenkonferenz
Zusammenschnitt der Medienthemen
Saarbrücken, 20.10.2017








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4 thoughts on “Medienmagazin vom 21.10.2017

  1. Übrigens jetzt haben wir auch die Diskussion das die ARD Gebührengelder verschwendet da sie erst ein Jahr nach Sky senden obwohl sie mehr als das doppelte zur Finanzierung beitragen. Ich finde es besser die ARD sendet was und lässt sich deswegen Gebührenverschwendung vorwerfen als sie sendet erstmal nichts und wird deswegen der Verschwendung angeklagt. 😉

  2. Nein ich lasse das nicht gelten. Beim Kino haben sich die Menschen daran gewöhnt und akzeptieren das. (aber auch immer weniger) Deshalb werden die Zeiten auch geringer und die Weltweiten Veröffentlichungen sind zeitnaher. Und dort sind es verschiedene Abspielwege Kino, DVD, Fernsehen. Hier geht es ums Fernsehen wo ein Jahr dazwischen liegt. Die ARD handelt wiedermal als befinden wir uns 1990 und nicht 2017.
    Es geht ja auch nicht um 40 Millionen sondern um 5 Millionen die Sky gezahlt hat. Die ARD hat über 6500 Millionen jedes. Jahr zu Verfügung. Selbst wenn es um 40 Millionen ginge wäre das ca 0,6% von ihrem Budget und das bekommen sie nicht hin um mitzuhalten mit der Konkurrenz. Aber hier ging es nicht um 40 Millionen sondern um 12 (ohne Sky) oder 17 mit Sky. Wegen den paar Millionen sowas zu machen ist einfach Unfähigkeit. Genau deswegen geht doch die Akzeptanz fűr das System zurück.

    Hätte man 5 Millionen mehr ausgegeben dann hätte man vielleicht bei Zuschauern die normalerweise Sky oder Netflix schauen punkten können und Akzeptanz dazugewinnen können. Aber man hat die Chance in den Sand gesetzt und viele Vorurteile wieder bestätigt.
    Wieviel hundert Millionen hat man jetzt für Uefa Rechte ausgegeben? Da sind immer rießige Geldmittel da.

  3. Das ist in der Kette der Verwertung nicht ungewöhnlich. Siehe Spielfilme. Erst Kino. Dann DVD oder ähnliches. Dann wie bei „Lola rennt“ arte. Dann „Das Erste“. Mitunter sind sogar zwei Jahre Abstand zur Free-TV-Premiere nicht ungewöhnlich. Ok. Das lässt Du nicht gelten. Nur weil man sich beim Kino vom Sofa wegbewegen muss? Fakt ist, für die ARD wären 40 Mio. allein nicht finanzierbar gewesen. Ich hätte gern in diesem Fall die Diskussion gehört, wie man den Rundfunkbeitrag nur so extrem verschwenden könne und dem Pivat-TV Konkurrenz machen würde. Die Öffis dürfen quasi nur das machen, was die Privaten nicht wollen. Japanische Opern mit finnischen Untertiteln. Ich übertreibe, aber es wird IMMER Kritik geben. Selbst wenn ARD/ZDF nicht mehr da sein würden, wäre die Kritik, dass es nur noch Mist zu gucken gäbe.

  4. Ich würde es nicht Betrug an Beitragszahlern nennen sonder einfach Dummheit der Ör. Wegen den läppischen 5 Millionen von Sky lässt man Sky den Ruhm der Erstveröffentlichung und lässt die ARD Zuschauer ein Jahr warten. Man hat nichts exklusives mehr das mit den Ör assoziiert wird sondern spielt die zweite Geige aus der Sicht der Zuschauer. Wenn man ganz großes Pech hat wird es vielleicht in Amerika sogar vor der ARD ausgestrahlt. Und dann erklären die Intendanten das sie ihr Geld wert wären…
    Das mit dem Kino ist halt auch kein guter Vergleich weil es hier um Fernsehen geht. Babylon Berlin läuft nicht im Kino sondern im Fernsehen… Nur nicht bei der ARD. Man stelle sich mal vor Sky würde bei der Ausstrahlung von Walking Dead ein Jahr warten nach der US Ausstrahlung. Das ist doch heute nicht mehr denkbar. Die Menschen wollen aktuell dabei sein und mitreden. Wenn die Inhalte schon ein Jahr bekannt sind dann ist das ein alter Hut und viel Spannung ist weg.
    Die ARD hat die Chance verpasst sich eine exklusive Serie zu sichern die international mithalten kann. Jetzt kommt es so rüber das die ARD nicht allein was Qualitatives produzieren kann. Sondern nur als junior Partner agiert…. Und dies wird noch von den Verantwortlichen gefeiert.

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