Ministerpräsidentenkonferenz in Saarbrücken

Björn Böhning | Foto: © Jörg Wagner
Björn Böhning | Foto: © Jörg Wagner

Die in Saarbrücken tagenden Länderchefs (18.-20.10.2017) berieten über Sparvorschläge von ARD, ZDF und Deutschlandradio als Ergebnis einer umfassenden Strukturreform, sowie über die Zukunft der öffentlich-rechtlichen Telemedienangebote. Dabei sorgten die Verweildauer und Lizenzierungen von Sendungen in Mediatheken und die Ausgestaltung der Onlineangebote unter dem Stichwort Presseähnlichkeit besonders bei der privaten Konkurrenz für Kritik.


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Wer: Björn Böhning, Chef der Senatskanzlei Berlin, Staatssekretär für Medien (SPD)
Was: Telefoninterview zur Ministerpräsidentenkonferenz in Saarbrücken
Wann: 21.10.2017, 18:23 Uhr im radioeins-Medienmagazin (rbb); in gekürzter Fassung 22.10.2017, 10:44/15:24 im rbb Inforadio

Vgl.:
* Berliner Mediendiskurse: „Strukturreform des öffentlich-rechtlichen Rundfunks“


(wörtliches Transkript – Auszug)

(…)

[3:53] Wir wollen eine 30-Tage-Regelung schaffen. Also die 7-Tage-Regelung wird dann dementsprechend abgeschafft. Wir wollen es ermöglichen, dass die Nachrichtensendungen, Nachrichtenformate, aber die anderen Programme eben auch im Internet abgebildet werden können und das entspricht, glaube ich, auch den Wünschen der Beitragszahler, weil die haben bezahlt für ein Programm und wünschen, dass es länger als nur sieben Tage im Internet zur Verfügung steht.

[4:14] Ja, eigentlich auch länger als 30 Tage, aber das nur nebenbei. Aber es gibt eine kleine Einschränkung. Die Lockerung muss “aufwendungsneutral” ausfallen. Es dürfen keine neuen Kosten entstehen. Wo soll denn die ARD, wo soll das ZDF dann sparen?

[4:31] Erstmal ist es, glaube ich, richtig, dass wenn man beispielsweise Nachrichtenformate im Internet bereitstellt, dass man nicht riesige zusätzliche Online-Redaktionen geschafft, die dann OnTop zudem kommen, was derzeit Nachrichtenredaktionen für das lineare Fernsehen schaffen. Das ist, glaube ich, eine relativ banale Geschichte. Auf der anderen Seite ist es so, dass natürlich aber auch die Produzentinnen und Produzenten einen Beitrag dafür wollen, dessen, dass die Mediatheken genutzt werden.
(…)








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