{"id":10889,"date":"2011-11-13T02:01:35","date_gmt":"2011-11-13T01:01:35","guid":{"rendered":"http:\/\/www.wwwagner.tv\/?p=10889"},"modified":"2020-04-15T23:20:16","modified_gmt":"2020-04-15T21:20:16","slug":"broder-henryk-m","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.wwwagner.tv\/?p=10889","title":{"rendered":"Broder, Henryk M."},"content":{"rendered":"<h1><span style=\"font-size: large;\">&#8222;Ich bin kein Therapeut!&#8220;<\/span><\/h1>\n<div style=\"height: 10px;\"><\/div>\n<p><figure id=\"attachment_10893\" aria-describedby=\"caption-attachment-10893\" style=\"width: 600px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.wwwagner.tv\/wp-content\/uploads\/broder_m_henryk_600.jpg\" alt=\"\" width=\"600\" height=\"447\" class=\"size-full wp-image-10893\" srcset=\"https:\/\/www.wwwagner.tv\/wp-content\/uploads\/broder_m_henryk_600.jpg 600w, https:\/\/www.wwwagner.tv\/wp-content\/uploads\/broder_m_henryk_600-300x223.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-10893\" class=\"wp-caption-text\">Henryk M. Broder | Screenshot: ZDF<\/figcaption><\/figure><br \/>\n<span style=\"font-size: 11pt; font-family: tahoma,arial,helvetica,sans-serif;\"><\/p>\n<div style=\"height: 30px;\"><\/div>\n<p> <audio   controls > <source src=\"https:\/\/www.wwwagner.tv\/audio\/mm20111112_2.mp3\" type='audio\/mpeg' \/> <object   type=\"application\/x-shockwave-flash\"  data=\"https:\/\/www.wwwagner.tv\/wp-content\/plugins\/wphtml5player\/inc\/flowplayer.swf\"  width=\"400\"  height=\"30\"> <param name=\"movie\" value='https:\/\/www.wwwagner.tv\/wp-content\/plugins\/wphtml5player\/inc\/flowplayer.swf' \/><param name=\"allowfullscreen\" value='false' \/><param name=\"cachebusting\" value='true' \/><param name=\"bgcolor\" value='#000000' \/><param name=\"flashvars\" value='config={\"plugins\":{\"controls\":{\"height\":30,\"autoHide\":false,\"fullscreen\":false}},\"clip\":{\"autoPlay\":false,\"url\":\"https:\\\/\\\/www.wwwagner.tv\\\/audio\\\/mm20111112_2.mp3\"},\"playlist\":[{\"autoPlay\":false,\"url\":\"https:\\\/\\\/www.wwwagner.tv\\\/audio\\\/mm20111112_2.mp3\"}],\"play\":{\"opacity\":0}}' \/>  No audio playback capabilities, please download the audio below<br \/><strong>Download Audio:<\/strong> Closed Format: <a href=\"https:\/\/www.wwwagner.tv\/audio\/mm20111112_2.mp3\">MP3<\/a> <\/object> <!-- Generated by HTML5 Multimedia Framework (http:\/\/code.google.com\/p\/html5videoplayer) --> <\/audio>  <br \/>\n<a href=\"http:\/\/download.radioeins.de\/mp3\/medienmagazin\/mm20111112_2.mp3\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Download<\/a><\/p>\n<div style=\"height: 20px;\"><\/div>\n<p><u>Was<\/u>: Telefoninterview anl\u00e4sslich des Ausfalls von KenFM am 06.11.2011 auf Fritz\/rbb<br \/>\n<u>Wer<\/u>: Henryk M. Broder, Publizist\/Journalist + J\u00f6rg Wagner<br \/>\n<u>Wo<\/u>: Potsdam\/Berlin, Live-Telefonat<br \/>\n<u>Wann<\/u>: 12.11.2011 im radioeins-Medienmagazin, rbb<\/p>\n<div style=\"height: 10px;\"><\/div>\n<p><u>Vgl<\/u>.: <a href=\"http:\/\/www.wwwagner.tv\/?p=10834\">Reaktionen<\/a> von Claudia Nothelle, rbb-Programmdirektorin und Ken Jebsen, Fritz-Moderator<\/p>\n<div style=\"height: 40px;\"><\/div>\n<div id='stb-container-9230' class='stb-container-css stb-custom-container stb-no-caption stb-image-none stb-ltr stb-border stb-side'><aside class='stb-icon'><img src='http:\/\/www.wwwagner.tv\/wp-content\/plugins\/wp-special-textboxes\/themes\/stb-dark\/heart.png'><\/aside><div id='stb-box-9230' class='stb-custom_box stb-box' ><\/p>\n<blockquote><p>\n<u>J\u00f6rg Wagner<\/u>: <strong>So, jetzt begr\u00fc\u00dfe ich am Telefon Henryk M. Broder, der den Stein des Ansto\u00dfes f\u00fcr die Aussetzung der Sendung KenFM ins Wasser warf. Herr Broder, Sie sind ja ein meinungsstarker und polarisierender Mann, auch dem radioeins-Publikum bekannt durch Ihre Morgenkommentare. Helfen Sie uns bitte mit Ihrer Sicht auf die Dinge. Kennen Sie die Sendung KenFM? Kennen Sie den Moderator?<\/strong><\/p>\n<p><u>Henryk M. Broder<\/u>: Nein, ich kenne ihn nicht. Ich habe ihn pers\u00f6nlich nie getroffen. Und ich habe auch bis vor zwei, drei Wochen den Namen noch nie geh\u00f6rt, obwohl ich relativ viel Radio h\u00f6re. Er war f\u00fcr mich ein Noname.<\/p>\n<p><u>J\u00f6rg Wagner<\/u>: <strong>Wie haben Sie von dem kritikw\u00fcrdigen Umstand geh\u00f6rt, dass aus Ihrer Sicht Antisemitismus verbreitet w\u00fcrde?<\/strong><\/p>\n<p><u>Henryk M. Broder<\/u>: Die Geschichte ist ganz einfach. Und um woanders anzusetzen, ich war sehr \u00fcberrascht, als aus dem Kreise der rbb-H\u00f6rer unglaubliche verschw\u00f6rungstheoretische Geschichten aufgebracht wurden und zwar aus dem Kreise der Ken-Fans. Die Geschichte ist so gelaufen: vor etwa drei Wochen habe ich eine Mail bekommen von einem Leser unseres Blogs &#8222;Die Achse des Guten&#8220;. Und dieser Leser schickte mir <a href=\"http:\/\/www.achgut.com\/dadgdx\/index.php\/dadgd\/article\/ich_weis_wer_den_holocaust_als_pr_erfunden_hat\/\">diese Mail<\/a>, die Ken Jebsen ihm geschrieben hatte und schilderte mir den Zusammenhang. Dieser Leser hatte sich bei Jebsen \u00fcber eine seiner Sendungen beschwert. Es gab daraus eine kleine Korrespondenz. Und in dieser Korrespondenz bekam der Leser oder der H\u00f6rer vom rbb diese Mail, die er mir dann schickte. Diese Mail habe ich dann an den rbb weitergeschickt, an meinen Redakteur Jochen Wittig, der die Sendung betreut, an der ich gelegentlich mitarbeite, n\u00e4mlich den &#8222;Sch\u00f6nen Morgen&#8220;. Und hab&#8216; Jochen Wittig gebeten, sich mal drum zu k\u00fcmmern. Ich hab&#8216; dann eine Weile nichts geh\u00f6rt und dann kam eine Mail an mich vom rbb mit der Bitte, dem rbb doch noch eine Chance zu geben. Und darauf hin hab ich erstmal gar nichts gemacht, hab mir aber im Internet die Auftritte von Ken angeguckt. Und das ist alles ein ziemlich horrendes Zeug. Es ist nicht wirr, es ist rechtsradikales, verschw\u00f6rungstheoretisches Zeug. Es ist ein horrender Unsinn, mal ganz davon abgesehen, dass er der einzige ist, der offenbar Nachrichten dekodieren kann und ganz genau wei\u00df, was von Afghanistan bis Bitburg in dieser Welt los ist. Und dann hab ich immer noch nichts vom rbb geh\u00f6rt. Und dann habe ich diese Mail online gestellt. Und dann ging der Zirkus los. Das ist alles, was passiert ist.<\/p>\n<p><u>J\u00f6rg Wagner<\/u>: <strong>Was war das Ziel? Sie h\u00e4tten ja auch &#8230; es gibt ja das Mittel der Programmbeschwerde beim Rundfunkrat. Wollten Sie \u2026<\/strong><\/p>\n<p><u>Henryk M. Broder<\/u>: Ich wollte mich ja gar nicht beschweren. Ich wollte einfach nur zeigen, was heute in einem \u00f6ffentlich-rechtlichen Sender l\u00e4uft. Es ist kein Mittel, kein Zweck, keine Absicht. Einfach Transparenz schaffen. Und ich fand es auch ungeheuerlich, dass ein H\u00f6rer des rbb sich an den rbb wendet, sich beschwert, keine Antwort bekommt. Und nat\u00fcrlich springt der Laden dann erst ein, wenn so etwas \u00f6ffentlich wird. Und das wollte ich m\u00f6glich machen: die \u00d6ffentlichkeit herstellen bei einem unglaublichen Vorgang, der besonders unglaublich ist, weil er von einem \u00f6ffentlich-rechtlichen Sender kommt.<\/p>\n<p><u>J\u00f6rg Wagner<\/u>: <strong>Also, Sie wollten also einen Stein reinwerfen \u2013 ich k\u00fcrze hier mal ab &#8211; und sehen, was dann f\u00fcr Wellen draus schlagen?<\/strong><\/p>\n<p><u>Henryk M. Broder<\/u>: Genau.<\/p>\n<p><u>J\u00f6rg Wagner<\/u>: <strong>Ich spiele Ihnen nochmal ganz kurz Ken Jebsen ein.<\/strong><\/p>\n<p>O-Ton: <em>&#8222;Den Holocaust habe ich in zahlreichen Beitr\u00e4gen thematisiert und als das schlimmste Verbrechen der Menschheit verurteilt. Seit 545 Sendungen wird bei KenFM f\u00fcr mehr Menschlichkeit und Gleichberechtigung geworben.&#8220;<\/em><\/p>\n<p><u>J\u00f6rg Wagner<\/u>: <strong>Ja, das ist die Aussage von Ken Jebsen.<\/strong><\/p>\n<p><u>Henryk M. Broder<\/u>: Ich hab&#8217;s geh\u00f6rt. Der hat das auf <a href=\"http:\/\/youtu.be\/QZ1T9KmNt6M\">Youtube<\/a> gestellt. Das Statement ist 1,20 Minuten lang.<\/p>\n<p><u>J\u00f6rg Wagner<\/u>: <strong>Und w\u00e4re es dann nicht vielleicht auch m\u00f6glich gewesen &#8211; Sie sind ja Journalist, Sie interessieren sich auch f\u00fcr Geschichten &#8211; die Geschichte hinter Ken Jebsen, warum redet er so? Warum macht er das? Ist er nicht vielleicht doch ein Aktionsk\u00fcnstler, der provozieren will, so wie Sie?<\/strong><\/p>\n<p><u>Henryk M. Broder<\/u>: Entschuldigen Sie, ich bin kein Therapeut! Ich bin kein Sozialarbeiter!<\/p>\n<p><u>J\u00f6rg Wagner<\/u>: <strong>Sie sind Journalist.<\/strong><\/p>\n<p><u>Henryk M. Broder<\/u>: Nein, ja. Genau. Ich besch\u00e4ftige mich mit dem Produkt. Und ich habe z. B. ein Statement gelesen &#8211; ich glaube von der Programmdirektorin des rbb, Frau Nothelle, ist sie Programmdirektorin?<\/p>\n<p><u>J\u00f6rg Wagner<\/u>: <strong>Ja.<\/strong><\/p>\n<p><u>Henryk M. Broder<\/u>: Oder bringe ich etwas durcheinander ?<\/p>\n<p><u>J\u00f6rg Wagner<\/u>: <strong>Nein. Nein.<\/strong><\/p>\n<p><u>Henryk M. Broder<\/u>: Sie hat gesagt, Ken Jebsen hat diese Mail, die den ganzen Vorgang ausgel\u00f6st hat, offenbar unter Druck geschrieben. Was heisst das &#8218;unter Druck geschrieben&#8216;? Hatte er gerade Redaktionsschluss? Musste er schnell auf\u00b4s Klo oder war er auf dem Weg zum Zug? In dieser Mail stehen ungeheure Sachen drin.<\/p>\n<p><u>J\u00f6rg Wagner<\/u>: <strong>Ja, aber Sie h\u00e4tten doch als Journalist jetzt recherchieren k\u00f6nnen. Sie recherchieren doch \u00f6fter mal &#8222;ungeheuerliche Dinge&#8220;.<\/strong><\/p>\n<p><u>Henryk M. Broder<\/u>: Ja, aber was soll ich recherchieren? Seinen Psychozustand? Seine Notlage, warum er so etwas schreiben muss?<\/p>\n<p><u>J\u00f6rg Wagner<\/u>: <strong>Die Geschichte hinter der Geschichte. Mich interessiert, warum Sie mehr oder weniger so ein bisschen abseits da stehen, etwas hineinplumpsen lassen und dann sehen, was dann passiert. Kann es sein &#8230;<\/strong><\/p>\n<p><u>Henryk M. Broder<\/u>: Die Geschichte hinter der Geschichte? Dieser Mann hat zehn Jahre lang seinen rechtsradikalen Schwachsinn live \u00fcber den \u00f6ffentlich-rechtlichen Sender verbreitet.<\/p>\n<p><u>J\u00f6rg Wagner<\/u>: <strong>Das ist Ihre Interpretation.<\/strong><\/p>\n<p><u>Henryk M. Broder<\/u>: Nein, das ist das Ergebnis dessen, was er gemacht hat. Das ist nicht meine Interpretation. Wenn er stundenlang Geschichten dar\u00fcber macht, dass der 9\/11 ein Insiderjob macht, wenn er sich dar\u00fcber ausl\u00e4sst, dass er hofft, es werde demn\u00e4chst in Pal\u00e4stina ein Yad Vashem geben, wo die Verbrechen der Israelis an den Pal\u00e4stinensern dokumentiert werden, wenn er diese Gleichsetzung macht von Israel und Drittem Reich, dann brauche ich da nicht viel zu interpretieren. Und dann ist die Geschichte hinter der Geschichte, das, was er macht. Und genau das hab ich transparent gemacht. Und deswegen hat es diesen Skandal gegeben. Es ist nicht mein Job, auch nicht mein Job als Journalist, mich darum zu k\u00fcmmern, aus welcher Notlage heraus oder aus welcher psychologischen Situation heraus, er so etwas macht.<\/p>\n<p><u>J\u00f6rg Wagner<\/u>: <strong>Also, ich hab Journalismus immer so verstanden, dass man auch die Quellen genau recherchiert. Woher kommt das? Was sind da f\u00fcr Motive dahinter?<\/strong><\/p>\n<p><u>Henryk M. Broder<\/u>: Die Quelle habe ich, die Quelle ist eindeutig. \u00dcbrigens hat Ken Jebsen mit keinem einzigen Wort, er hat sich nur gedr\u00fcckt, er hat nicht dementiert, dass die Mail nicht von ihm ist. Er hat sich nur dazu nicht ge\u00e4u\u00dfert.<\/p>\n<p><u>J\u00f6rg Wagner<\/u>: <strong>Doch, doch. Gerade eben. Sie haben das eben nicht &#8230;<\/strong><\/p>\n<p><u>Henryk M. Broder<\/u>: Die durchgeknallten Fans haben mir geschrieben, ich h\u00e4tte diese Mail erfunden, um ihm zu schaden.<\/p>\n<p><u>J\u00f6rg Wagner<\/u>: <strong>Nein, nein. Das hat er gerade &#8211; das k\u00f6nnen wir wirklich abk\u00fcrzen &#8211; gerade, bevor wir hier angefangen haben zu telefonieren, in diesem kleinen Interview zugegeben, dass das unter sehr gro\u00dfem &#8230;<\/strong><\/p>\n<p><u>Henryk M. Broder<\/u>: Jetzt hat er das zugegeben, nachdem die Geschichte seit \u00fcber einer Woche g\u00e4rt, hat er es die ganze Zeit offenen gelassen &#8230;<\/p>\n<p><u>J\u00f6rg Wagner<\/u>: <strong>Ja, die Sendung ist jetzt nun mal so \u2026 also Sie k\u00f6nnen &#8230;<\/strong><\/p>\n<p><u>Henryk M. Broder<\/u>: In dem Statement, was sie gerade eingespielt haben, sagte er nur, er habe sich gegen den Holocaust ausgesprochen. Ich meine, wenn das schon ein Nachweis von Anstand ist. Jeder anst\u00e4ndige Nazi spricht sich heute gegen den Holocaust aus, weil das das Entrebillet ist, die erste Station, um hinterher antisemitische Propaganda zu betreiben. Das ist einfach eine Selbstverst\u00e4ndlichkeit. Ich rechne es keinem hoch an, dass er sich gegen Holocaust ausspricht. Ich rechne es auch keinem hoch an, dass er vielleicht seine Frau und seine Kinder NICHT pr\u00fcgelt. Das sind Selbstverst\u00e4ndlichkeiten. Er geht mit etwas hausieren \u2026 er hat \u00fcbrigens auch gesagt, aufgrund seiner Biographie kann er so etwas schon mal nicht gemacht haben. Ich meine, der Vater ist Perser, die Mutter ist Deutsche, was soll das hei\u00dfen aufgrund seiner Biografie?<\/p>\n<p><u>J\u00f6rg Wagner<\/u>: <strong>Fragen Sie ihn, fragen Sie ihn selbst! Er hat &#8230;<\/strong><\/p>\n<p><u>Henryk M. Broder<\/u>: Nein. Ich hab keine Lust mit ihm zu reden.<\/p>\n<p><u>J\u00f6rg Wagner<\/u>: <strong>Er hat die \u2026<\/strong><\/p>\n<p><u>Henryk M. Broder<\/u>: Warum sollte ich mit ihm reden? Entschuldigen Sie bitte!<\/p>\n<p><u>J\u00f6rg Wagner<\/u>: <strong>Er hat Ihnen die Hand ausgestreckt.<\/strong><\/p>\n<p><u>Henryk M. Broder<\/u>: Ich rede auch mit Horst Mahler nicht. Warum sollte ich mit ihm reden? Es reichen mir seine Produkte. Ich gehe doch auch nicht zur irgendeiner Neonazi-Gruppe und rede mit denen. Ich schaue mir an, was sie in die Welt setzen, genauso wie ich das bei Ken Jebsen gemacht habe. Warum wollen Sie aus mir einen Therapeuten machen, der mit ihm reden soll?<\/p>\n<p><u>J\u00f6rg Wagner<\/u>: <strong>Nein das nicht. Aber h\u00f6ren Sie doch \u2026 h\u00f6ren Sie doch einfach mal zu!<\/strong><\/p>\n<p><u>Henryk M. Broder<\/u>: Der Mann hat kein privates Problem &#8230;<\/p>\n<p>O-Ton: <em>&#8222;Ich lade Sie recht herzlich ein mit mir in meiner Sendung KenFM \u00fcber Rassismus und Antisemitismus zu diskutieren! Ich freu mich drauf. Ihr Ken Jebsen.&#8220;<\/em><\/p>\n<p><u>J\u00f6rg Wagner<\/u>: <strong>Das kennen Sie? Also, diese Einladung kennen Sie?<\/strong><\/p>\n<p><u>Henryk M. Broder<\/u>: Ja.<\/p>\n<p><u>J\u00f6rg Wagner<\/u>: <strong>Sie nehmen die nicht an?<\/strong><\/p>\n<p><u>Henryk M. Broder<\/u>: Nein, ich nehme die nat\u00fcrlich nicht an. Verstehen Sie, er will sich einfach mit mir schm\u00fccken und ich werde nicht einen durchgeknallten Irren, der entweder ein linksradikaler oder ein rechtsradikaler Antisemit ist, auch noch mit meiner Anwesenheit ehren. Es ist mir auch v\u00f6llig egal, warum er das macht. \u00dcbrigens ist mir auch v\u00f6llig egal, ob er weiter im Sender bleibt oder nicht. Das ist das Problem, mit dem sich der Sender herumschlagen muss, aber dass er mich &#8230; wissen Sie, es gibt auch so Selbsterfahrungsgruppen von Frauen, die sich mit Vergewaltigern unterhalten. Michel Friedman hat sich mal mit Horst Mahler unterhalten. Das muss alles nicht sein. Ich bin kein Masochist! Ich bin auch kein Sozialarbeiter. Ich bin auch nicht jemand, der Leute aus ihren pers\u00f6nlichen N\u00f6ten hilft. Ich habe gesehen, was er macht. Ich habe mir das Programm angesehen, das wirklich ein Drecksplatz f\u00fcr einen \u00f6ffentlich-rechtlichen Sender ist, wenn es so etwas im \u00f6ffentlich-rechtlichen Sender gibt, dann muss sich der Sender daf\u00fcr rechtfertigen. Aber ich bin nicht aufgefordert, mit dem Produzenten mich an einen Tisch zu setzen.<\/p>\n<p><u>J\u00f6rg Wagner<\/u>: <strong>\u2026 meint Henryk M. Broder, er ist Publizist und der streitbare Initiator der ganzen Wellen jetzt um KenFM. Ich bedanke mich, dass Sie mir wenigstens zugeh\u00f6rt haben und Antwort und Rede standen.<\/strong><\/p>\n<p><u>Henryk M. Broder<\/u>: Das mache ich doch gerne.<\/p>\n<p><u>J\u00f6rg Wagner<\/u>: <strong>Dankesch\u00f6n. Tsch\u00fcss.<\/strong><\/p>\n<p><u>Henryk M. Broder<\/u>:  Danke Ihnen. Tsch\u00fcss.\n<\/p><\/blockquote>\n<p><\/div><\/div>\n<div style=\"height: 20px;\"><\/div>\n<hr \/>\n<div style=\"height: 5px;\"><\/div>\n<p><html><br \/>\n     <head><\/p>\n<style type=\"text\/css\">\n       body {\n                     background: #DADADA;\n       }\n      <\/style>\n<p>     <\/head><br \/>\n     <body><br \/>\n<\/body><br \/>\n    <\/html><br \/>\n<script src=\"https:\/\/apis.google.com\/js\/plusone.js\" type=\"text\/javascript\">\/\/ < ![CDATA[ {lang: 'de'} \/\/ ]]><\/script><br \/>\n<script src=\"http:\/\/twittercounter.com\/embed\/?username=medienmagazin&amp;style=avatar\" type=\"text\/javascript\"><\/script><\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#8222;Ich bin kein Therapeut!&#8220; No audio playback capabilities, please download the audio belowDownload Audio: Closed Format: MP3 Download Was: Telefoninterview anl\u00e4sslich des Ausfalls von KenFM am 06.11.2011 auf Fritz\/rbb Wer: Henryk M. 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