{"id":24831,"date":"2014-05-07T20:04:28","date_gmt":"2014-05-07T19:04:28","guid":{"rendered":"http:\/\/www.wwwagner.tv\/?p=24831"},"modified":"2018-03-13T23:08:34","modified_gmt":"2018-03-13T22:08:34","slug":"50-geburtstag-von-dt64","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.wwwagner.tv\/?p=24831","title":{"rendered":"50. Geburtstag von DT64"},"content":{"rendered":"<figure id=\"attachment_39544\" aria-describedby=\"caption-attachment-39544\" style=\"width: 1100px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"http:\/\/www.wwwagner.tv\/wp-content\/uploads\/20140508_DSC_0054_kinobabylon_1100\u2006\u00d7\u2006782.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.wwwagner.tv\/wp-content\/uploads\/20140508_DSC_0054_kinobabylon_1100\u2006\u00d7\u2006782.jpg\" alt=\"DT64-Festival 2014 im Kino Babylon | Foto: \u00a9 J\u00f6rg Wagner\" width=\"1100\" height=\"782\" class=\"size-full wp-image-39544\" srcset=\"https:\/\/www.wwwagner.tv\/wp-content\/uploads\/20140508_DSC_0054_kinobabylon_1100\u2006\u00d7\u2006782.jpg 1100w, https:\/\/www.wwwagner.tv\/wp-content\/uploads\/20140508_DSC_0054_kinobabylon_1100\u2006\u00d7\u2006782-300x213.jpg 300w, https:\/\/www.wwwagner.tv\/wp-content\/uploads\/20140508_DSC_0054_kinobabylon_1100\u2006\u00d7\u2006782-768x546.jpg 768w, https:\/\/www.wwwagner.tv\/wp-content\/uploads\/20140508_DSC_0054_kinobabylon_1100\u2006\u00d7\u2006782-1024x728.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 1100px) 100vw, 1100px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-39544\" class=\"wp-caption-text\">DT64-Festival 2014 im Kino Babylon | Foto: \u00a9 J\u00f6rg Wagner<\/figcaption><\/figure>\n<div id='stb-container-5759' class='stb-container-css stb-custom-container stb-no-caption stb-image-none stb-ltr stb-border stb-side'><aside class='stb-icon'><img src='http:\/\/www.wwwagner.tv\/wp-content\/plugins\/wp-special-textboxes\/themes\/stb-dark\/heart.png'><\/aside><div id='stb-box-5759' class='stb-custom_box stb-box' >\n<blockquote>\n<h4>Gastbeitrag von Kai Ludwig im Mai 2014<\/h4>\n<div style=\"height: 10px;\"><\/div>\n<p>Vom 15. bis 18.05.1964 sendete der Rundfunk der DDR ein Sonderprogramm zum \u201eDeutschlandtreffen der Jugend\u201c in Berlin. Die gro\u00dfe Resonanz auf diese Sendungen m\u00fcndete in das Nachmittagsmagazin \u201eJugendstudio DT64\u201c, das vom 29.06.1964 an regelm\u00e4\u00dfig im Berliner Rundfunk lief. Zwischen 1981 und 1987 wurde daraus schlie\u00dflich ein ganzt\u00e4giges f\u00fcnftes Programm aufgebaut.<\/p>\n<p>Der somit bevorstehende 50. Geburtstag f\u00fchrte zu erneutem Interesse am Thema DT64. Allerdings scheint es sich dabei in gr\u00f6\u00dferem Ma\u00dfe um jene Spielart der Ostalgie zu handeln, die sich bereits 2013 in umfangreichen Beitr\u00e4gen \u00fcber die Serie von Konzerten \u00e4u\u00dferte, die 1988 in Berlin-Wei\u00dfensee stattfand. In diesem Zusammenhang bemerkt ein Fernsehprofi zu vor kurzem ausgestrahlten Sendungen \u00fcber die Jugendkultur in der DDR: \u201eDie gezeigten Filmschnipsel sind allesamt weitestgehend bekannt.\u201c<\/p>\n<p>Ins Auge f\u00e4llt dabei einmal mehr, wie DT64 als alleinstehendes Ph\u00e4nomen gesehen wird, ohne den Gesamtkontext des Rundfunks in der Berliner Nalepastra\u00dfe zu betrachten. Besonders interessant ist dann der Umgang mit der Umbenennung von DT64 in MDR Sputnik (entgegen anderen Darstellungen handelte es sich um eine solche, vollzogen zum 01.05.1993). Sp\u00e4testens an dieser Stelle wird deutlich, wie Details der Geschichte des Rundfunks der DDR auch in Bezug auf die heutige Medienlandschaft interessanter sind, als es im ersten Moment scheinen k\u00f6nnte.<\/p>\n<p>Weitgehend ignoriert werden bei alldem die \u00c4nderungen, die bereits vom Herbst 1990 an im Programm von DT64 vorgenommen wurden. Sie \u00e4u\u00dferten sich im Verschwinden erheblicher Teile des Wortprogramms und im September 1991 dann auch einer deutlichen \u00c4nderung der Musikfarbe.<\/p>\n<p>Was dabei offensichtlich verdr\u00e4ngt wird ist der Umstand, wie hier bereits jene Entwicklungen begannen, die nach der \u00dcbernahme des Programms durch den Mitteldeutschen Rundfunk schlie\u00dflich in deutliche Kritik des bisherigen Publikums m\u00fcndeten. Charakteristisch daf\u00fcr ist eine zuf\u00e4llige Runde, die sich Ende 1993 am Rande einer Produktion des Deutschlandsenders Kultur in das still daliegende Studio K13 zur\u00fcckzog und dort \u201ewir interessieren den Sender nicht mehr\u201c konstatierte.<\/p>\n<p>Auff\u00e4llig ist \u00fcberdies, wie wenig im Vorfeld des anstehenden Geburtstags von den Mitarbeitern des \u201ealten\u201c DT64 die Rede ist. Dem Vernehmen nach wollen diese das Jubil\u00e4um durchaus begehen \u2013 ohne die \u00d6ffentlichkeit, in den verbliebenen R\u00e4umen des Funkhauses Nalepastra\u00dfe.<\/p>\n<p>Es w\u00fcrde dabei auch abseits der Realit\u00e4ten liegen, Formulierungen wie \u201eunvergessen\u201c zu verwenden. Dies zeigt beispielhaft der Fall zweier Moderatoren der ersten Stunde, Karl-Heinz \u201eKalle\u201c Neumann und Gretel Ortner. Der Tod von Kalle Neumann vor rund einem Jahrzehnt blieb unbekannt, bis Veteranen des Berliner Rundfunks gezielt befragt wurden. Gretel Ortner schlie\u00dflich ist selbst aus dem Gesichtsfeld dieses harten Kerns spurlos verschwunden.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlich gew\u00fcrdigt wird der bevorstehende 50. Geburtstag von DT64 mit einer dreit\u00e4gigen Veranstaltung im Berliner Kino Babylon. In diesem Rahmen gibt es Konzerte sowie sich teilweise wiederholende Vorf\u00fchrungen von Filmen und Archivmaterial. Hinzu kommen einzelne Diskussionsrunden mit G\u00e4sten aus dem Kreis jener Personen, die \u00fcberhaupt noch an dieses Thema erinnert werden wollen (was eher die Ausnahme als die Regel zu sein scheint).<\/p>\n<p>Auch \u00fcber den Veranstaltungsort hinaus wirksam wird dieses Festival mit einem Sonderprogramm vom 08.05.2014, 06:00 Uhr, bis zur Nacht zum 11.05.2014, 02:00 Uhr. Terrestrisch zu h\u00f6ren sein wird dieses Programm allerdings nur am ersten Tag ab 19:00 Uhr, und zwar im Rahmen des Sendeplatzes von Pi-Radio im Sammelkanal \u201e88vier\u201c der Medienanstalt Berlin-Brandenburg.<\/p>\n<p>\u201e88vier\u201c l\u00e4uft auf UKW nur in Mono, was ironischerweise wieder an einen Aspekt von DT64 erinnert, n\u00e4mlich das Problem fehlender \u00dcbertragungsleitungen, durch das auch noch 1986 in Teilen der DDR nur in Mono gesendet werden konnte. Speziell dort, wo BRD-Sender problemlos in Stereo zu empfangen waren, wirkte das zu diesem Zeitpunkt nur noch peinlich. Entsprechend \u00fcbte das Staatliche Komitee f\u00fcr Rundfunk anscheinend massiven Druck auf die Deutsche Post aus, um eine durchg\u00e4ngige Stereoverbreitung von DT64 durchzusetzen.\n<\/p><\/blockquote>\n<p><\/div><\/div><br \/>\n<figure id=\"attachment_39543\" aria-describedby=\"caption-attachment-39543\" style=\"width: 1100px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"http:\/\/www.wwwagner.tv\/wp-content\/uploads\/20140508_DSC_0137_leitner_olaf_1100\u2006\u00d7\u2006731.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.wwwagner.tv\/wp-content\/uploads\/20140508_DSC_0137_leitner_olaf_1100\u2006\u00d7\u2006731.jpg\" alt=\"DT64-Sympathisant Olaf Leitner (Ex-RIAS-Musikjournalist) beim 50. 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DT64-Geburtstag im Kino Babylon | Foto: \u00a9 J\u00f6rg Wagner<\/figcaption><\/figure><\/p>\n<div style=\"height: 10px;\"><\/div>\n<hr \/>\n<div style=\"height: 5px;\"><\/div>\n<p><html><br \/>\n     <head><\/p>\n<style type=\"text\/css\">\n       body {\n                     background: #DADADA;\n       }\n      <\/style>\n<p>     <\/head><br \/>\n     <body><br \/>\n<\/body><br \/>\n    <\/html><br \/>\n<script src=\"https:\/\/apis.google.com\/js\/plusone.js\" type=\"text\/javascript\">\/\/ < ![CDATA[ {lang: 'de'} \/\/ ]]><\/script><br \/>\n<script src=\"http:\/\/twittercounter.com\/embed\/?username=medienmagazin&amp;style=avatar\" type=\"text\/javascript\"><\/script><\/p>\n<p><noscript><a href=\"http:\/\/twittercounter.com\/medienmagazin\">medienmagazin on Twitter Counter<\/a><\/noscript><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>medienmagazin on Twitter Counter<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_monsterinsights_skip_tracking":false,"_monsterinsights_sitenote_active":false,"_monsterinsights_sitenote_note":"","_monsterinsights_sitenote_category":0,"footnotes":""},"categories":[17],"tags":[471],"class_list":["post-24831","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-aktuell","tag-dt64"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.wwwagner.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/24831","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.wwwagner.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.wwwagner.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.wwwagner.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.wwwagner.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=24831"}],"version-history":[{"count":13,"href":"https:\/\/www.wwwagner.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/24831\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":39547,"href":"https:\/\/www.wwwagner.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/24831\/revisions\/39547"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.wwwagner.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=24831"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.wwwagner.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=24831"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.wwwagner.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=24831"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}