{"id":28048,"date":"2015-07-11T18:37:08","date_gmt":"2015-07-11T17:37:08","guid":{"rendered":"http:\/\/www.wwwagner.tv\/?p=28048"},"modified":"2025-09-29T22:51:16","modified_gmt":"2025-09-29T20:51:16","slug":"politikmagazine-repolitisieren-kritik-an-einer-studie","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.wwwagner.tv\/?p=28048","title":{"rendered":"Politikmagazine repolitisieren? &#8211; Kritik an einer Studie"},"content":{"rendered":"<figure id=\"attachment_39119\" aria-describedby=\"caption-attachment-39119\" style=\"width: 1100px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"http:\/\/www.wwwagner.tv\/wp-content\/uploads\/20150710_borgmann_reinhard_mittext_1100\u2006\u00d7\u2006550.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.wwwagner.tv\/wp-content\/uploads\/20150710_borgmann_reinhard_mittext_1100\u2006\u00d7\u2006550.jpg\" alt=\"Reinhard Borgmann | Foto: \u00a9 rbb [M]\" width=\"1100\" height=\"550\" class=\"size-full wp-image-39119\" srcset=\"https:\/\/www.wwwagner.tv\/wp-content\/uploads\/20150710_borgmann_reinhard_mittext_1100\u2006\u00d7\u2006550.jpg 1100w, https:\/\/www.wwwagner.tv\/wp-content\/uploads\/20150710_borgmann_reinhard_mittext_1100\u2006\u00d7\u2006550-300x150.jpg 300w, https:\/\/www.wwwagner.tv\/wp-content\/uploads\/20150710_borgmann_reinhard_mittext_1100\u2006\u00d7\u2006550-768x384.jpg 768w, https:\/\/www.wwwagner.tv\/wp-content\/uploads\/20150710_borgmann_reinhard_mittext_1100\u2006\u00d7\u2006550-1024x512.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 1100px) 100vw, 1100px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-39119\" class=\"wp-caption-text\">Reinhard Borgmann | Foto: \u00a9 rbb [M]<\/figcaption><\/figure>\n<div style=\"height: 20px;\"><\/div>\n<blockquote><p><em>\u201cWer ist Herr G\u00e4bler?\u201d<\/em><\/p><\/blockquote>\n<div style=\"height: 20px;\"><\/div>\n <audio   controls > <source src=\"http:\/\/www.wwwagner.tv\/audio\/mm20150711_3.mp3\" type='audio\/mpeg' \/> <object   type=\"application\/x-shockwave-flash\"  data=\"https:\/\/www.wwwagner.tv\/wp-content\/plugins\/wphtml5player\/inc\/flowplayer.swf\"  width=\"400\"  height=\"30\"> <param name=\"movie\" value='https:\/\/www.wwwagner.tv\/wp-content\/plugins\/wphtml5player\/inc\/flowplayer.swf' \/><param name=\"allowfullscreen\" value='false' \/><param name=\"cachebusting\" value='true' \/><param name=\"bgcolor\" value='#000000' \/><param name=\"flashvars\" value='config={\"plugins\":{\"controls\":{\"height\":30,\"autoHide\":false,\"fullscreen\":false}},\"clip\":{\"autoPlay\":false,\"url\":\"http:\\\/\\\/www.wwwagner.tv\\\/audio\\\/mm20150711_3.mp3\"},\"playlist\":[{\"autoPlay\":false,\"url\":\"http:\\\/\\\/www.wwwagner.tv\\\/audio\\\/mm20150711_3.mp3\"}],\"play\":{\"opacity\":0}}' \/>  No audio playback capabilities, please download the audio below<br \/><strong>Download Audio:<\/strong> Closed Format: <a href=\"http:\/\/www.wwwagner.tv\/audio\/mm20150711_3.mp3\">MP3<\/a> <\/object> <!-- Generated by HTML5 Multimedia Framework (http:\/\/code.google.com\/p\/html5videoplayer) --> <\/audio>  \n<div style=\"height: 10px;\"><\/div>\n<p><span style=\"font-size: 11pt; font-family: tahoma,arial,helvetica,sans-serif;\"><br \/>\n<b>Wer<\/b>: Reinhard Borgmann, Redaktionsleiter \u201eKontraste\u201c, rbb<br \/>\n<b>Was<\/b>: Gespr\u00e4ch \u00fcber die Studie der Otto-Brenner-Stiftung <a href=\"https:\/\/www.otto-brenner-stiftung.de\/wissenschaftsportal\/informationsseiten-zu-studien\/studien-2015\/den-maechtigen-unbequem-sein\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">&#8222;&#8230; den M\u00e4chtigen unbequem sein&#8220; Anspruch und Wirklichkeit der TV-Politikmagazine<\/a><br \/>\n<b>Wann<\/b>: rec.: 10.07.2015, 16:00 Uhr; ver\u00f6ffentlicht am 11.07.2015, 18:37 Uhr im radioeins-Medienmagazin (rbb) und in einer gek\u00fcrzten Fassung im rbb Inforadio, 12.07.2015, 10:44, 15:24 Uhr<br \/>\n<b>Vgl<\/b>.:<br \/>\n* Prof. Bernd G\u00e4bler: <a href=\"http:\/\/bit.ly\/1tPPOKa\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">\u201eGlanz und Elend der Politik-Magazine\u201c<\/a>, 28.10.2014<br \/>\n* Diskussion: <a href=\"http:\/\/bit.ly\/1tzfsmI\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">&#8222;Wie politisch sind die Politik-Magazine (noch)?&#8220;<\/a>, 28.10.2014<br \/>\n* <a href=\"http:\/\/bit.ly\/1HUtEj5\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Interview<\/a> mit Prof. Bernd G\u00e4bler im Medienmagazin vom 04.07.2015<br \/>\n* <a href=\"https:\/\/daserste.ndr.de\/panorama\/aktuell\/Politikmagazine-immer-unpolitischer,ottobrennerstudie102.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Politikmagazine immer unpolitischer?<\/a><br \/>\nAnja Reschke, Volker Steinhoff und Andrej Reisin, NDR, 07.07.2015<br \/>\n* <a href=\"http:\/\/www.rbb-online.de\/kontraste\/themen\/otto-brenner-stiftung-fuellt-das-sommerloch.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Otto-Brenner-Stiftung f\u00fcllt das Sommerloch<\/a> &#8211; Redaktion Kontraste, 08.07.2015<br \/>\n* Pressemitteilung, rbb, 04.07.2015<br \/>\nrbb: &#8222;Kontraste&#8220; hat festen Platz im politischen Diskurs<br \/>\n<span style=\"font-size: 11pt; font-family: tahoma,arial,helvetica,sans-serif;\"><br \/>\nBerlin &#8211; Eine am Samstag ver\u00f6ffentlichte Studie der Otto-Brenner-Stiftung \u00fcber politische Magazine im TV empfiehlt unter anderem, das Magazin &#8222;Kontraste&#8220; vom Rundfunk Berlin-Brandenburg (rbb) im &#8222;Ersten&#8220; einzustellen und nur noch regional auszustrahlen. Insgesamt solle sich die ARD auf zwei politische Magazine im &#8222;Ersten&#8220; beschr\u00e4nken. Dazu rbb-Chefredakteur Christoph Singelnstein: &#8222;Im Fall der politischen Magazine ist Weniger eben nicht Mehr, denn die unterschiedlichen Handschriften der Sendungen sind keine Schw\u00e4che, sondern eine St\u00e4rke der Magazin-Flotte der ARD. Es geht hier auch um Meinungsvielfalt, nicht nur um Zuspitzung. Kontraste arbeitet, anders als in der Untersuchung behauptet, kontinuierlich und erfolgreich investigativ, j\u00fcngst zu sehen bei Recherchen zu Asylverfahren und zu Rentenbeitr\u00e4gen. Seit Jahren ist es aber in den politischen Magazinen wie im gesamten Journalismus Pflicht, neben der &#8222;Enth\u00fcllung&#8220; vor allem zu erkl\u00e4ren und einzuordnen. Wenn die Studie aus dieser Tatsache und den daraus resultierenden Beitr\u00e4gen und Pr\u00e4sentationsformen mangelndes politisches Gewicht ableitet, dann ignoriert sie schlicht das redaktionelle Konzept. &#8222;Kontraste&#8220; hat &#8211; das belegen die Zuschauerzahlen und das publizistische Echo auf die Sendungen &#8211; seinen festen Platz im politischen Diskurs und beim Fernsehpublikum. Daran ist nichts zu r\u00fctteln, auch nicht durch diese Studie.&#8220;(Rundfunk Berlin-Brandenburg, 04.07.2015)<\/p>\n<div style=\"height: 10px;\"><\/div>\n<div id='stb-container-6703' class='stb-container-css stb-custom-container stb-no-caption stb-image-none stb-ltr stb-border stb-side'><aside class='stb-icon'><img src='http:\/\/www.wwwagner.tv\/wp-content\/plugins\/wp-special-textboxes\/themes\/stb-dark\/heart.png'><\/aside><div id='stb-box-6703' class='stb-custom_box stb-box' ><br \/>\n(w\u00f6rtliches Transkript)<br \/>\n<span style=\"font-size: 11pt; font-family: tahoma,arial,helvetica,sans-serif;\"><\/p>\n<blockquote><p>\n<span style=\"font-size: 11pt; font-family: tahoma,arial,helvetica,sans-serif;\"><br \/>\n00:00<br \/>\n<em>\u201eDie wichtigste These ist: bei der Beobachtung, Beschreibung, Analyse, Kategorisierung der politischen Magazine kommt raus: es gibt viel zu viele Beitr\u00e4ge, die Service sind, Beitr\u00e4ge, die von einem einfachen Dualismus handeln, Betroffene bekommen irgendeine Forderung, sagen wir Schmerzmittel, die sie brauchen oder sonst irgendwas nicht und dann gibt es gro\u00dfe b\u00f6se Institutionen, die dagegen sind. Man k\u00f6nnte sagen Betroffenheitskitsch, wenn es b\u00f6se formuliert wird. Und das hei\u00dft, es ist zu wenig von dem drin, was versprochen wird. Und darum fordere ich, vielleicht etwas plakativ, eine Re-Politisierung der politischen Magazine.\u201c<\/em><br \/>\n<span style=\"font-size: 11pt; font-family: tahoma,arial,helvetica,sans-serif;\"><br \/>\n00:38<br \/>\n<strong>J\u00f6rg Wagner<\/strong>: So Professor Bernd G\u00e4bler letzte Woche hier im Medienmagazin vom Treffen der Journalistenvereinigung Netzwerk Recherche, wo er eine Studie der Otto-Brenner-Stiftung vorgestellt hat unter dem Titel: \u201e&#8230; den M\u00e4chtigen unbequem sein &#8211; Anspruch und Wirklichkeit der TV-Politmagazine\u201c. Mit untersucht wurde auch das rbb-Politikmagazin Kontraste. Sein Leiter ist jetzt aus Berlin zugeschaltet, Reinhard Borgmann, ein halbes Jahr Analyse auch Ihrer Sendung, k\u00f6nnen Sie der These von Herrn G\u00e4bler etwas konstruktives abgewinnen?<br \/>\n<span style=\"font-size: 11pt; font-family: tahoma,arial,helvetica,sans-serif;\"><br \/>\n01:38<br \/>\n<b>Reinhard Borgmann<\/b>: Na, konstruktiv w\u00fcrde ich gerne damit umgehen. Das f\u00e4ngt schon aber damit an, die Schwierigkeit das zu tun, es ist ja kein halbes Jahr Analyse, sondern es waren nur eine wenige Sendungen, die er untersucht hat. Sein Fazit ist ja, er fordert eine Re-Politisierung, aber was meint Herr G\u00e4bler damit? Das ist eine ganz pers\u00f6nliche Auffassung von Politikmagazinen, die er gern vorstellt und die er auch sehen will oder wieder sehen will im Rahmen seiner Untersuchung. Und er stellt dann fest, die Magazine sind nicht so, wie sie sein sollten nach seinem Bild. Und ich frag mich, was ist das eigentlich f\u00fcr ein Politikverst\u00e4ndnis, was bei ihm dahinter steckt? Aus meiner Sicht ist diese ganze Studie ein bisschen aus der Zeit gefallen. Also, das kn\u00fcpft so an: an ideologische Auseinandersetzungen, an sechziger und siebziger Jahren. Das gibt\u2019s links und rechts und oben und unten und da knallt es denn heftig und dann macht man eine Sendung und am Ende tritt ein Minister zur\u00fcck oder irgendetwas besonderes passiert. Die Zeit ist l\u00e4ngst vorbei. Die Medienlandschaft hat sich ge\u00e4ndert. Die Magazin-Landschaft hat sich ge\u00e4ndert. Wir sind in einer anderen Wettbewerbssituation und insofern haben sich auch die Magazine ge\u00e4ndert. Wir sind nicht mehr wie Monitor und auch nicht wie Kontraste in den siebziger und achtziger Jahren, sondern wir sind im Wettbewerb mit einer Vielzahl von anderen investigativen Kr\u00e4ften auch innerhalb der ARD und wir m\u00fcssen uns dementsprechend auch anpassen und ver\u00e4ndern. Und das tun wir anscheinend anders, als Herr G\u00e4bler sich das vorstellt und insofern kann ich nur sagen, dieser Angriff, der geht eigentlich vorbei. Er geht daneben. Er reflektiert nicht die Medienwirklichkeit in unserer Zeit.<br \/>\n<span style=\"font-size: 11pt; font-family: tahoma,arial,helvetica,sans-serif;\"><br \/>\n02:44<br \/>\n<b>J\u00f6rg Wagner<\/b>: Wie ist denn die Medienwirklichkeit in Ihrer konkreten Kontraste-Zeit? Was ist Ihre Agenda? Wie bewerten Sie Relevanz?<br \/>\n<span style=\"font-size: 11pt; font-family: tahoma,arial,helvetica,sans-serif;\"><br \/>\n02:53<br \/>\n<b>Reinhard Borgmann<\/b>: Wir bewerten Relevanz nach einer gesellschaftlichen Relevanz. Das muss nicht die klassische Politik-Politik-Relevanz sein. Also, es muss nicht jedes Thema, was wir behandeln im Bundestag vorkommen, obwohl wir uns dar\u00fcber freuen nat\u00fcrlich, wenn wir auch solche tagespolitischen Dinge aufgreifen. Wir wollen aber auch Hintergrundberichterstattung liefern. Wir wollen auch ethische Probleme aufwerfen k\u00f6nnen und diskutieren k\u00f6nnen, auch kontrovers diskutieren k\u00f6nnen. Es ist nicht immer mehr so einfach, eine Meinung zu haben in dem Sinne, das ist gut &#8211; das ist schlecht, sondern wir versuchen auch zu differenzieren und wir sehen, dass wir mit unserem Modell sehr erfolgreich sind auch bei unseren Zuschauern. Immerhin war im Untersuchungszeitraum von Herrn G\u00e4bler das Kontraste-Magazin das besteingeschaltete Donnerstags-Magazin innerhalb der ARD. Und ich find\u2019, da kann man auch zurecht stolz darauf sein.<br \/>\n<span style=\"font-size: 11pt; font-family: tahoma,arial,helvetica,sans-serif;\"><br \/>\n03:43<br \/>\n<b>J\u00f6rg Wagner<\/b>: H\u00f6ren wir mal, welches Kriterium Bernd G\u00e4bler anlegt:<br \/>\n<span style=\"font-size: 11pt; font-family: tahoma,arial,helvetica,sans-serif;\"><br \/>\n04:02<br \/>\n<em>\u201eIch muss bei aller Liebe wirklich sagen, in dem Zeitraum, den ich beobachtet habe &#8211; also ein halbes Jahr lang habe ich alle Sendungen protokolliert, aufgenommen, durchgestoppt usw. &#8211; gab es von den netten Freunden, Leuten von Kontraste keine einzige, durchgehende eigene Recherche, die irgendeine Durchschlagskraft hatte.\u201c<\/em><br \/>\n<span style=\"font-size: 11pt; font-family: tahoma,arial,helvetica,sans-serif;\"><br \/>\n03:43<br \/>\n<b>J\u00f6rg Wagner<\/b>: \u201eDurchschlagskraft\u201c &#8211; also nicht Einschaltquote. Ich vermute mal, er meint damit, dass \u00fcber das Thema gesprochen wird, dass heftig diskutiert wird, dass sich vielleicht sogar etwas \u00e4ndert.<br \/>\n<span style=\"font-size: 11pt; font-family: tahoma,arial,helvetica,sans-serif;\"><br \/>\n04:12<br \/>\n<b>Reinhard Borgmann<\/b>: Ja. Das wollen wir nat\u00fcrlich mit unseren Beitr\u00e4gen tun. Und da liegt der Herr G\u00e4bler schlicht falsch. Ich bleib nochmal dabei, Herr G\u00e4bler hat nicht alle Politikmagazine der ARD \u00fcber sechs Monate untersucht, sondern teilweise war der Untersuchungszeitraum sehr viel k\u00fcrzer. Aber das ist nur ein Detail. Er bezieht sich vor allen Dingen auch auf einen Beitrag, den wir gemacht haben \u00fcber die so genannten Krankenhauskeime. Da haben wir sehr viel Recherchekompetenz \u00fcber Jahre gezeigt und auch sehr viel Durchschlagskraft. Wir sitzen seit 2006, sitzen unsere Leute an diesen Themen dran, haben immer wieder durch Beitr\u00e4ge versucht, die Praxis in den Krankenh\u00e4usern besser zu machen, die Politiker dazu zu zwingen, die gesetzlichen Vorgaben zu \u00e4ndern. Und man kann sagen, inzwischen hat das ganze Erfolg. Das ist auch eine Durchschlagskraft von Magazinen, die wir sicher nicht allein gemacht haben, da gab&#8217;s weitere politische Berichterstattung auch drumherum, aber Kontraste hat dort korrekt gearbeitet. Er behauptet auch, wir h\u00e4tten Fehler gemacht in der Berichterstattung. Das trifft einfach nicht zu. Es ist \u00fcberhaupt mein Eindruckt, dass die Beitr\u00e4ge, die G\u00e4bler kritisiert, dass er die vielleicht gar nicht so genau angeschaut hat.<br \/>\n<span style=\"font-size: 11pt; font-family: tahoma,arial,helvetica,sans-serif;\"><br \/>\n05:15<br \/>\n<b>J\u00f6rg Wagner<\/b>: Die Forderung von Professor G\u00e4bler ist aber unmissverst\u00e4ndlich auch f\u00fcr das Politmagazin Fakt des Mitteldeutschen Rundfunks &#8230;<br \/>\n<span style=\"font-size: 11pt; font-family: tahoma,arial,helvetica,sans-serif;\"><br \/>\n05:22<br \/>\n<em>\u201eUnd dann sage ich z. B., diese beiden Formate sind so schwach, die muss man nicht unbedingt in der ARD haben.\u201c<\/em><br \/>\n<span style=\"font-size: 11pt; font-family: tahoma,arial,helvetica,sans-serif;\"><br \/>\n05:27<br \/>\n<b>J\u00f6rg Wagner<\/b>: Sie werden das naturgem\u00e4\u00df anders sehen, aber bei den Kulturmagazinen hatte man in der ARD auch die Kr\u00e4fte geb\u00fcndelt und tritt nur noch unter einer Marke auf. Bei den Talkshows verzichtet man mit dem Weggang von G\u00fcnther Jauch auf eine Sendung. W\u00e4re es tats\u00e4chlich nicht wirklich besser, man k\u00f6nnte Geld b\u00fcndeln durch Reduktion von zwei Politmagazinen?<br \/>\n<span style=\"font-size: 11pt; font-family: tahoma,arial,helvetica,sans-serif;\"><br \/>\n05:46<br \/>\n<b>Reinhard Borgmann<\/b>: Na, wer ist Herr G\u00e4bler, dass er fordert Magazin-Sendungen abzuschaffen? Wir haben in der Bundesrepublik eine Entwicklung insbesondere bei den Tageszeitungen, dass die Meinungsvielfalt immer geringer wird. Immer mehr Printmedien m\u00fcssen um ihre Existenz k\u00e4mpfen. Warum sollen denn jetzt von den sechs Magazinen, die es gibt in der ARD, dazu kommt noch Frontal als \u00f6ffentlich-rechtliches Magazin, welche abgeschafft werden? Wer ist Herr G\u00e4bler? Ist er der oberste Zensor. Ich sehe das als einen Eingriff in die Pressefreiheit. Ich sehe das als einem Eingriff in die Meinungsvielfalt an und ich find\u2019 aufgrund dieser Studie, die wissenschaftlichen Anspr\u00fcchen in keiner Weise gen\u00fcgt, einen solchen Schluss zu ziehen und dann auch noch solche Forderung aufzustellen, gelinde gesagt nicht nachvollziehbar.<br \/>\n<span style=\"font-size: 11pt; font-family: tahoma,arial,helvetica,sans-serif;\"><br \/>\n06:29<br \/>\n<b>J\u00f6rg Wagner<\/b>: Ist es, wenn schon kein ja Vorschlag im seri\u00f6sen Sinne, aber dennoch eine Gelegenheit \u00fcber Politmagazine im Fernsehen zu diskutieren, Ihre Arbeit vielleicht doch durch eine Diskussion besser zu machen?<br \/>\n<span style=\"font-size: 11pt; font-family: tahoma,arial,helvetica,sans-serif;\"><br \/>\n06:42<br \/>\n<b>Reinhard Borgmann<\/b>: Das wollen wir doch. Wir machen doch die Kritik, wir haben doch st\u00e4ndig die Kritik. Und die Diskussion um eine Reduzierung der politischen Magazine in der ARD ist nicht neu. Also, ich bin bei Kontraste seit, ich glaube, inzwischen 24 Jahren. Von Anfang an wollten politische Kr\u00e4fte, interessierte Politiker oder Medienleute uns versuchen abzuschaffen. Wir sind halt unbequem. Die Leute wollen uns nicht. Und wer in so einer Position st\u00e4ndig unbequeme Berichterstattung macht, der macht sich damit keine Freunde. Damit m\u00fcssen wir leben. Und die Situation hat sich auch f\u00fcr uns nicht ver\u00e4ndert. Wir haben eine journalistische Durchschlagskraft. Wir machen eigenst\u00e4ndige, politische Recherchen. Wir sorgen daf\u00fcr, dass bestimmte Dinge in unserem Land besser werden. Wir k\u00e4mpfen auch daf\u00fcr, dass die Leute zu ihrem Recht kommen und wir kl\u00e4ren auf \u00fcber gesellschaftliche Hintergr\u00fcnde, die vielleicht in der aktuellen, politischen Berichterstattung zu kurz kommen. Das ist unsere gro\u00dfe Qualit\u00e4t und damit sind wir bisher gut gefahren und wollen es auch weiter tun. Das hindert uns nat\u00fcrlich nicht daran, selbstkritisch mit unseren einzelnen Berichten umzugehen. Das macht die ARD insbesondere mit Kritik-Schalten untereinander. Die sechs Magazine, die sind ja in st\u00e4ndigen Kontakt und Austausch miteinander, auch mit externen Kritikern. Also, wir gehen gerne auf Kritik ein, doch dann muss man sich wenigstens mit den Berichten besch\u00e4ftigen, die man dort kritisiert und nicht selbst Falschbehauptungen aufstellen \u00fcber Berichte, die Kontraste gemacht.<br \/>\n<span style=\"font-size: 11pt; font-family: tahoma,arial,helvetica,sans-serif;\"><br \/>\n<b>J\u00f6rg Wagner<\/b>:<br \/>\n&#8230; meint Reinhard Borgmann. Er ist Redaktionsleiter der Sendung Kontraste beim rbb. Vielen Dank.<br \/>\n<span style=\"font-size: 11pt; font-family: tahoma,arial,helvetica,sans-serif;\"><br \/>\n<\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/p><\/blockquote>\n<p><\/span><br \/>\n<\/div><\/div>\n<div style=\"height: 10px;\"><\/div>\n<hr \/>\n<div style=\"height: 5px;\"><\/div>\n<p><html><br \/>\n     <head><\/p>\n<style type=\"text\/css\">\n       body {\n                     background: #DADADA;\n       }\n      <\/style>\n<p>     <\/head><br \/>\n     <body><br \/>\n<\/body><br \/>\n    <\/html><br \/>\n<script src=\"https:\/\/apis.google.com\/js\/plusone.js\" type=\"text\/javascript\">\/\/ < ![CDATA[ {lang: 'de'} \/\/ ]]><\/script><br \/>\n<script src=\"http:\/\/twittercounter.com\/embed\/?username=medienmagazin&amp;style=avatar\" type=\"text\/javascript\"><\/script><\/p>\n<p><noscript><a href=\"http:\/\/twittercounter.com\/medienmagazin\">medienmagazin on Twitter Counter<\/a><\/noscript><br \/>\n<\/span><\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u201cWer ist Herr G\u00e4bler?\u201d No audio playback capabilities, please download the audio belowDownload Audio: Closed Format: MP3 Wer: Reinhard Borgmann, Redaktionsleiter \u201eKontraste\u201c, rbb Was: Gespr\u00e4ch \u00fcber die Studie der Otto-Brenner-Stiftung &#8222;&#8230; den M\u00e4chtigen unbequem sein&#8220; Anspruch und Wirklichkeit der TV-Politikmagazine Wann: rec.: 10.07.2015, 16:00 Uhr; ver\u00f6ffentlicht am 11.07.2015, 18:37 Uhr im radioeins-Medienmagazin (rbb) und in [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_monsterinsights_skip_tracking":false,"_monsterinsights_sitenote_active":false,"_monsterinsights_sitenote_note":"","_monsterinsights_sitenote_category":0,"footnotes":""},"categories":[17],"tags":[879,598,88],"class_list":["post-28048","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-aktuell","tag-kontraste","tag-politikmagazine","tag-rbb"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.wwwagner.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/28048","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.wwwagner.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.wwwagner.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.wwwagner.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.wwwagner.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=28048"}],"version-history":[{"count":23,"href":"https:\/\/www.wwwagner.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/28048\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":54780,"href":"https:\/\/www.wwwagner.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/28048\/revisions\/54780"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.wwwagner.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=28048"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.wwwagner.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=28048"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.wwwagner.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=28048"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}