{"id":29198,"date":"2015-11-16T20:10:20","date_gmt":"2015-11-16T19:10:20","guid":{"rendered":"http:\/\/www.wwwagner.tv\/?p=29198"},"modified":"2020-04-13T17:24:27","modified_gmt":"2020-04-13T15:24:27","slug":"obs-studie-wir-sind-das-publikum","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.wwwagner.tv\/?p=29198","title":{"rendered":"OBS-Studie: &#8222;Wir sind das Publikum!&#8220;"},"content":{"rendered":"<p><figure id=\"attachment_29199\" aria-describedby=\"caption-attachment-29199\" style=\"width: 600px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.wwwagner.tv\/wp-content\/uploads\/20151117_wolf_fritz_mS_600.jpg\" alt=\"\" width=\"600\" height=\"300\" class=\"size-full wp-image-29199\" srcset=\"https:\/\/www.wwwagner.tv\/wp-content\/uploads\/20151117_wolf_fritz_mS_600.jpg 600w, https:\/\/www.wwwagner.tv\/wp-content\/uploads\/20151117_wolf_fritz_mS_600-300x150.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-29199\" class=\"wp-caption-text\">Fritz Wolff | Foto: \u00a9 J\u00f6rg Wagner<\/figcaption><\/figure><br \/>\n<span style=\"font-size: 11pt; font-family: tahoma,arial,helvetica,sans-serif;\"><\/p>\n<div style=\"height: 20px;\"><\/div>\n<blockquote><p><em>&#8222;Das geht nie wieder weg!&#8220;<\/em><\/p><\/blockquote>\n<div style=\"height: 30px;\"><\/div>\n <audio   controls > <source src=\"http:\/\/www.wwwagner.tv\/audio\/20151117_wolf_fritz_64.mp3\" type='audio\/mpeg' \/> <object   type=\"application\/x-shockwave-flash\"  data=\"https:\/\/www.wwwagner.tv\/wp-content\/plugins\/wphtml5player\/inc\/flowplayer.swf\"  width=\"400\"  height=\"30\"> <param name=\"movie\" value='https:\/\/www.wwwagner.tv\/wp-content\/plugins\/wphtml5player\/inc\/flowplayer.swf' \/><param name=\"allowfullscreen\" value='false' \/><param name=\"cachebusting\" value='true' \/><param name=\"bgcolor\" value='#000000' \/><param name=\"flashvars\" value='config={\"plugins\":{\"controls\":{\"height\":30,\"autoHide\":false,\"fullscreen\":false}},\"clip\":{\"autoPlay\":false,\"url\":\"http:\\\/\\\/www.wwwagner.tv\\\/audio\\\/20151117_wolf_fritz_64.mp3\"},\"playlist\":[{\"autoPlay\":false,\"url\":\"http:\\\/\\\/www.wwwagner.tv\\\/audio\\\/20151117_wolf_fritz_64.mp3\"}],\"play\":{\"opacity\":0}}' \/>  No audio playback capabilities, please download the audio below<br \/><strong>Download Audio:<\/strong> Closed Format: <a href=\"http:\/\/www.wwwagner.tv\/audio\/20151117_wolf_fritz_64.mp3\">MP3<\/a> <\/object> <!-- Generated by HTML5 Multimedia Framework (http:\/\/code.google.com\/p\/html5videoplayer) --> <\/audio>  \n<div style=\"height: 10px;\"><\/div>\n<p><u>Wer<\/u>: Fritz Wolf, <a href=\"http:\/\/www.wolfsiehtfern.de\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Fernsehkritiker<\/a> und langj\u00e4hrig Mitglied in Grimmepreis-Jurys<br \/>\n<u>Was<\/u>: Interview zur Studie der <a href=\"https:\/\/www.otto-brenner-stiftung.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Otto-Brenner-Stiftung<\/a>: <a href=\"https:\/\/www.otto-brenner-shop.de\/uploads\/tx_mplightshop\/AH84_Publikum_WEB.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">&#8222;Wir sind das Publikum!&#8220;<\/a><br \/>\n<u>Wann<\/u>: rec.: 17.11.2015\/20:10 Uhr; ver\u00f6ffentlicht: <a href=\"https:\/\/www.wwwagner.tv\/?p=29239\" rel=\"noopener noreferrer\" target=\"_blank\">21.11.2015<\/a>, im radioeins-Medienmagazin und in einer gek\u00fcrzten Fassung im rbb Inforadio, 22.11.2015, 10:44, 15:24 Uhr<\/p>\n<div style=\"height: 10px;\"><\/div>\n<hr \/>\n<div style=\"height:10px;\"><\/div>\n<div id='stb-container-3298' class='stb-container-css stb-custom-container stb-no-caption stb-image-none stb-ltr stb-border stb-side'><aside class='stb-icon'><img src='http:\/\/www.wwwagner.tv\/wp-content\/plugins\/wp-special-textboxes\/themes\/stb-dark\/heart.png'><\/aside><div id='stb-box-3298' class='stb-custom_box stb-box' ><\/p>\n<p>(w\u00f6rtliches Transkript, H\u00f6rverst\u00e4ndnisfehler vorbehalten)<\/p>\n<div style=\"height: 20px;\"><\/div>\n<blockquote>\n<p>00:00<br \/>\n<u>Fritz Wolf<\/u>: Mein Name ist Fritz Wolf, ich bin Medienkritiker seit vielen Jahren und arbeite sowohl aktuell publizistisch und dann eben dann immer wieder auch mal an kleineren Studien. In diesem Fall ist es die dritte f\u00fcr die Otto-Brenner-Stiftung und die Idee hinter dieser Studie jetzt, war die Beobachtung, die ich nicht allein habe, sondern die schon viele Leute mit mir teilen, dass es zwischen dem Journalisten und den Lesern, H\u00f6rern oder Zuschauen, zwischen den Medien und dem Publikum ein doch ziemlich gest\u00f6rtes Verh\u00e4ltnis gibt in den letzten Jahren, das gewachsen ist. Mit der Politikverdrossenheit ist auch die Medienverdrossenheit gewachsen. Das ist meine Beobachtung und eben auch nicht nur meine und die Frage dieser Studie war, mal dem nachzugehen, woher kommen diese Irritationen, woher kommt die Beziehungskrise und gibt es Wege, wie man sich k\u00fcnftig wieder besser vertragen kann?<\/p>\n<p>00:55<br \/>\n<u>J\u00f6rg Wagner<\/u>: <strong>Nun haben die Zeitschriftenverleger auf ihrem Kongress dem publishers\u2019 summit vor 14 Tagen Professor Renate K\u00f6cher zu Gast gehabt vom Institut f\u00fcr Demoskopie Allensbach und die sagte, erstaunlicherweise ist aber das Grundvertrauen, nach ihren Umfragen, der Bev\u00f6lkerung in die Medien ziemlich hoch. Es gibt nur eine Irritation, dass es immer mal dann doch Ausrei\u00dfer gibt in den Medien, aber im Grunde genommen vertraut die deutsche Bev\u00f6lkerung den Medien. Wie ist Ihr Befund?<\/strong><\/p>\n<p>01:25<br \/>\n<u>Fritz Wolf<\/u>: Also, mein Befund ist etwas anders. Ich glaube nicht, dass die Rede von der L\u00fcgenpresse blo\u00df eine vor\u00fcbergehende Zeiterscheinung oder der Ausdruck blo\u00df einer Minderheit ist. Ich glaube, das Denken dar\u00fcber, dass die Medien auf irgendeine Art und Weise verschw\u00f6rerisch von oben gelenkt, bestimmt, diktiert werden, das ist weiter verbreitet. Ich glaube, das reicht bis in die Mitte der Gesellschaft rein. Dann ist es auch oft unterschiedlich je nach Themen. Wenn ich zum Beispiel denke an die Berichterstattung \u00fcber den Germanwings-Absturz, \u00fcber die schnellen Urteile, die schnellen Erkl\u00e4rungen. Da war, glaube ich, der Unmut \u00fcber die Berichterstattung, auch \u00fcber die Frage, wenn die Journalisten dann sofort in die Schulen gegangen sind, sofort versuchten haben an die Kindern ran zukommen, da ist der Unmut, glaube ich, in der Gesellschaft sehr weit verbreitet. Also, es ist ein sehr gemischtes Gef\u00fchl, also mir ist das Bild von Frau K\u00f6cher, erscheint mir zu positiv zu sein.<\/p>\n<p>02:17<br \/>\n<u>J\u00f6rg Wagner<\/u>: <strong>Wie ist Ihre wichtigste Erkenntnis, Ihre wichtigste These der Studie?<\/strong><\/p>\n<p>02:21<br \/>\n<u>Fritz Wolf<\/u>: Eigentlich habe ich gar keine wichtige These. Eigentlich ist es eine, sozusagen ein Querschnitt zu der Frage, wie es dazu kommen konnte. Ein wichtiger Ansatzpunkt oder sagen wir mal der wichtigste Ansatzpunkt ist der: das Publikum hat mit den neuen Medien &#8211; und ich sage jetzt das Publikum immer unter Anf\u00fchrungszeichen, weil es gibt das Publikum eigentlich nicht &#8211; also das \u201cPublikum\u201d hat mit den neuen Medien pl\u00f6tzlich neue M\u00f6glichkeiten sich auszudr\u00fccken. Der Stammtisch kann digital werden und der Stammtisch hat pl\u00f6tzlich gro\u00dfe Verbreitungswege. Und die wichtigste Erkenntnis, die ich bei der Besch\u00e4ftigung mit diesem Thema habe: das geht nie wieder weg.<\/p>\n<p>03:00<br \/>\n<u>J\u00f6rg Wagner<\/u>: <strong>Sind Sie da bei Ihren Untersuchungen auf etwas Verschw\u00f6rungstheoretisches gekommen, also gibt es tats\u00e4chlich so etwas wie einen Gleichklang der Presse?<\/strong><\/p>\n<p>03:10<br \/>\n<u>Fritz Wolf<\/u>: Also, auf etwas Verschw\u00f6rungstheoretisches bin ich nicht gekommen. Einen gewissen Gleichklang, einen gewissen schmaler werdenden Mainstream, den, glaube ich, gibt es schon. Der ist deutlich zu beobachten. Ich sehe da auch eine deutliche Koinzidenz zu einem gewissen Gleichklang in der gro\u00dfen Politik, die keine Opposition mehr hat. Und ich sehe, dass die Medien da auf diesem Weg sehr stark weitergehen.<\/p>\n<p>03:32<br \/>\n<u>J\u00f6rg Wagner<\/u>: <strong>Nun, das interessante an Ihrer Studie ist, dass Sie nicht nur eine Bestandsaufnahme machen und eine Analyse anbieten, sondern auch, dass Sie auch L\u00f6sungsvorschl\u00e4ge machen. Nennen Sie so zwei, drei wichtige Sachen aus dieser Erkenntnis der Studie \u201cWir sind das Publikum\u201d &#8211; das klingt ja so ein bisschen wie:  \u201cWir sind das Volk!\u201d Was kann man machen, um sozusagen aus dieser ganzen Vertrauenskrise vielleicht herauszukommen?<\/strong><\/p>\n<p>03:54<br \/>\n<u>Fritz Wolf<\/u>: Also, der Titel sollte nat\u00fcrlich auch so klingen. Die L\u00f6sungsvorschl\u00e4ge \u2026 da bin ich, glaube ich, sogar eher sch\u00fcchtern vorgegangen und eher sehr vorsichtig vorgegangen. Sie richten sich zum Teil an die Sender und an die Journalisten. Auch das ist keine Erkenntnis von mir. Da ist aber festzustellen, dass es tats\u00e4chlich eigentlich viel schlechtere Verbindungen zum Publikum gibt, als man so denkt. Die gibt es zwar in Form der Quote. Die gibt es in Form von Verkaufszahlen. Die gibt es aber sehr viel weniger zu dem Publikum als B\u00fcrger, als politisch handelnder Citoyen, wenn man so will. Da gibt es sehr viel weniger und da finde ich, k\u00f6nnen die Sender sehr viel tun. Die Journalisten m\u00fcssen da auch ihre Arbeit mehr offenlegen. Das ganze Gerede von der L\u00fcgenpresse wird nur widerlegbar sein, wenn man genauer wei\u00df und kennenlernt wie Journalisten arbeiten, unter welchen Bedingungen, auch mit welchen Begrenzungen, mit welchen Ideen. Das ist die eine Seite \u2026 <\/p>\n<p>04:48<br \/>\n<u>J\u00f6rg Wagner<\/u>: <strong>Also mehr Transparenz sozusagen und auch mehr Medienkritik f\u00f6rdern?<\/strong><\/p>\n<p>04:52<br \/>\n<u>Fritz Wolf<\/u>: Mehr Transparenz. Mehr Medienkritik. Und ein Punkt, den ich gar nicht gro\u00df Fortf\u00fchren kann, ist das, dass ich gesucht habe nach Mechanismen, die sich vielleicht auf die Medien \u00fcbertragen k\u00f6nnen, sich mal damit zu besch\u00e4ftigen, es gibt auf der Ebene der Stadtplanung, auf der Ebene der kommunalen Politik, auf der Ebene der kommunalen Finanzpolitik durchaus heute viele M\u00f6glichkeiten, B\u00fcrger mit einzubeziehen und ich finde da k\u00f6nnten die Medien was davon lernen und drittens, ich finde, wir d\u00fcrfen uns nicht davon abschrecken lassen, dass das Internet und die vielen Trolle im Internet jetzt die h\u00e4ssliche Seite zeigen. Ich finde, man sollte auf das demokratische Potenzial achten und sich nicht davon abbringen lassen, dass in diesen technischen M\u00f6glichkeiten auch, ja demokratische Potenz drinnen steckt, die zu entwickeln w\u00e4re gegen die Ver\u00e4chter der Medien.<\/p>\n<div style=\"height: 10px;\"><\/div>\n<p><a href=\"https:\/\/www.otto-brenner-shop.de\/uploads\/tx_mplightshop\/AH84_Publikum_WEB.pdf\">Studie als PDF<\/a> (rechter Mausklick, Ziel speichern unter)<\/p>\n<div style=\"height: 10px;\"><\/div>\n<\/blockquote>\n<p><\/div><\/div>\n<div style=\"height:10px;\"><\/div>\n<div style=\"height: 20px;\"><\/div>\n<hr \/>\n<div style=\"height: 5px;\"><\/div>\n<p><html><br \/>\n     <head><\/p>\n<style type=\"text\/css\">\n       body {\n                     background: #DADADA;\n       }\n      <\/style>\n<p>     <\/head><br \/>\n     <body><br \/>\n<\/body><br \/>\n    <\/html><br \/>\n<script src=\"https:\/\/apis.google.com\/js\/plusone.js\" type=\"text\/javascript\">\/\/ < ![CDATA[ {lang: 'de'} \/\/ ]]><\/script><br \/>\n<script src=\"http:\/\/twittercounter.com\/embed\/?username=medienmagazin&amp;style=avatar\" type=\"text\/javascript\"><\/script><\/p>\n<p><\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#8222;Das geht nie wieder weg!&#8220; No audio playback capabilities, please download the audio belowDownload Audio: Closed Format: MP3 Wer: Fritz Wolf, Fernsehkritiker und langj\u00e4hrig Mitglied in Grimmepreis-Jurys Was: Interview zur Studie der Otto-Brenner-Stiftung: &#8222;Wir sind das Publikum!&#8220; Wann: rec.: 17.11.2015\/20:10 Uhr; ver\u00f6ffentlicht: 21.11.2015, im radioeins-Medienmagazin und in einer gek\u00fcrzten Fassung im rbb Inforadio, 22.11.2015, 10:44, [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_monsterinsights_skip_tracking":false,"_monsterinsights_sitenote_active":false,"_monsterinsights_sitenote_note":"","_monsterinsights_sitenote_category":0,"footnotes":""},"categories":[17],"tags":[237],"class_list":["post-29198","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-aktuell","tag-otto-brenner-stiftung"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.wwwagner.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/29198","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.wwwagner.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.wwwagner.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.wwwagner.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.wwwagner.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=29198"}],"version-history":[{"count":15,"href":"https:\/\/www.wwwagner.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/29198\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":46352,"href":"https:\/\/www.wwwagner.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/29198\/revisions\/46352"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.wwwagner.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=29198"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.wwwagner.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=29198"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.wwwagner.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=29198"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}