{"id":29514,"date":"2016-01-02T18:12:02","date_gmt":"2016-01-02T17:12:02","guid":{"rendered":"http:\/\/www.wwwagner.tv\/?p=29514"},"modified":"2016-01-08T23:53:51","modified_gmt":"2016-01-08T22:53:51","slug":"neujahrsgespraech-2016-dagmar-reim","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.wwwagner.tv\/?p=29514","title":{"rendered":"Neujahrsgespr\u00e4ch 2016: Dagmar Reim"},"content":{"rendered":"<div style=\"height: 70px;\"><\/div>\n<p><span style=\"color: #ffa500;\"><span style=\"font-size: medium;\"><em>&#8222;Ich h\u00f6re auf, weil ich denke, die Zeit daf\u00fcr ist gekommen.&#8220;<\/em><\/span><\/p>\n<div style=\"height: 10px;\"><\/div>\n<p><a href=\"http:\/\/www.wwwagner.tv\/wp-content\/uploads\/2011_reim_dagmar_sessel_600.jpg\" rel=\"attachment wp-att-11645\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.wwwagner.tv\/wp-content\/uploads\/2011_reim_dagmar_sessel_600.jpg\" alt=\"2011_reim_dagmar_sessel_600\" width=\"600\" height=\"380\" class=\"alignnone size-full wp-image-11645\" srcset=\"https:\/\/www.wwwagner.tv\/wp-content\/uploads\/2011_reim_dagmar_sessel_600.jpg 600w, https:\/\/www.wwwagner.tv\/wp-content\/uploads\/2011_reim_dagmar_sessel_600-300x190.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px\" \/><\/a><\/p>\n<div style=\"height: 20px;\"><\/div>\n <audio   controls > <source src=\"http:\/\/www.wwwagner.tv\/audio\/20151214_reim_dagmar_64.mp3\" type='audio\/mpeg' \/> <object   type=\"application\/x-shockwave-flash\"  data=\"https:\/\/www.wwwagner.tv\/wp-content\/plugins\/wphtml5player\/inc\/flowplayer.swf\"  width=\"400\"  height=\"30\"> <param name=\"movie\" value='https:\/\/www.wwwagner.tv\/wp-content\/plugins\/wphtml5player\/inc\/flowplayer.swf' \/><param name=\"allowfullscreen\" value='false' \/><param name=\"cachebusting\" value='true' \/><param name=\"bgcolor\" value='#000000' \/><param name=\"flashvars\" value='config={\"plugins\":{\"controls\":{\"height\":30,\"autoHide\":false,\"fullscreen\":false}},\"clip\":{\"autoPlay\":false,\"url\":\"http:\\\/\\\/www.wwwagner.tv\\\/audio\\\/20151214_reim_dagmar_64.mp3\"},\"playlist\":[{\"autoPlay\":false,\"url\":\"http:\\\/\\\/www.wwwagner.tv\\\/audio\\\/20151214_reim_dagmar_64.mp3\"}],\"play\":{\"opacity\":0}}' \/>  No audio playback capabilities, please download the audio below<br \/><strong>Download Audio:<\/strong> Closed Format: <a href=\"http:\/\/www.wwwagner.tv\/audio\/20151214_reim_dagmar_64.mp3\">MP3<\/a> <\/object> <!-- Generated by HTML5 Multimedia Framework (http:\/\/code.google.com\/p\/html5videoplayer) --> <\/audio>  \n<div style=\"height: 20px;\"><\/div>\n<div style=\"height: 10px;\"><\/div>\n<p><span style=\"color: #ffa500;\">Wer:<\/span> Dagmar Reim, Intendantin, Rundfunk Berlin-Brandenburg<br \/>\n<span style=\"color: #ffa500;\">Was:<\/span> Neujahrsgespr\u00e4ch<br \/>\n<span style=\"color: #ffa500;\">Wann:<\/span> ver\u00f6ffentlich am 02.01.2016, 18:12-18:25 Uhr im radioeins-Medienmagazin und in einer Vier-Minutenfassung im rbb Inforadio vom 03.01.2015, 10:44\/15:24 Uhr<br \/>\n<span style=\"color: #ffa500;\">Wo:<\/span> Berlin, Intendanz, Masurenallee<\/p>\n<div style=\"height: 20px;\"><\/div>\n<p>00:00<br \/>\n<span style=\"color: #ffa500;\">J\u00f6rg Wagner:<\/span> Dagmar Reim, die obligate zweiteilige Neujahrsgespr\u00e4chsfrage zu Beginn: wor\u00fcber haben Sie sich im letzten Jahr, im Jahre 2015 gefreut und was meinen Sie, ist Ihnen oder dem Haus noch nicht so gelungen, dass es ein Jahr 2016 braucht?<\/p>\n<p>00:17<br \/>\n<span style=\"color: #ffa500;\">Dagmar Reim:<\/span> <span style=\"color: #c0c0c0;\"> Es sind ja immer die kleinen Dinge, an die wir uns besonders intensiv erinnern. Bei mir sind es 2015 die F\u00fcchse gewesen. Es war mir schon klar, dass die Berlinerinnen und Brandenburger besondere Beziehungen zu F\u00fcchsen pflegen jenseits derer, die aus Reinickendorf kommen, aber es gab ein wunderbares Projekt, trimedial, online, im Radio, im Fernsehen: \u201cDie F\u00fcchse in der Stadt\u201d. Das hat mich begeistert. Viele Zuschauerinnen und H\u00f6rer auch, bis hin zu einem echt f\u00fcchsisch, pfiffigen Fuchslogo. Das hat mir sehr gut gefallen 2015. Wir k\u00f6nnten jetzt zwei Stunden dar\u00fcber reden, was nicht so gut gelungen ist, aber ich halte das eher f\u00fcr fruchtlos, denn, wenn man den Eindruck hat, es sei schon alles gelungen, sollte man dringend aufh\u00f6ren.<\/span><\/p>\n<p>01:09<br \/>\n<span style=\"color: #ffa500;\">J\u00f6rg Wagner:<\/span> Das machen Sie ja im Jahre 2016. Ist das eine Art der Zufriedenheit, die Sie damit dokumentieren?<\/span><\/p>\n<p>01:15<br \/>\n<span style=\"color: #ffa500;\">Dagmar Reim:<\/span> <span style=\"color: #c0c0c0;\"> Nein, ich h\u00f6re nicht auf, weil ich zufrieden bin. Ich h\u00f6re auch nicht auf, weil ich unzufrieden bin. Ich h\u00f6re auf, weil ich denke, die Zeit daf\u00fcr ist gekommen. Jeder Mensch muss das sehen, h\u00f6ren, sp\u00fcren, f\u00fchlen und bei mir ist es nun an der Zeit, denke ich.<\/span><\/p>\n<p>01:36<br \/>\n<span style=\"color: #ffa500;\">J\u00f6rg Wagner:<\/span> Das ist aber eine vorfristige Aufgabe des Amtes. Sie waren f\u00fcr l\u00e4nger gew\u00e4hlt, bis 2018. Nun beobachtet man gerade in der ARD in letzter Zeit, dass es vielleicht so eine Art Muster gibt: Frau Piel ist vorzeitig aus dem Amt gegangen, Helmut Reitze beim Hessischen Rundfunk h\u00f6rt vorzeitig auf. Praktisch Ihr Amtsvorg\u00e4nger G\u00fcnther von Lojewski am SFB damals hat auch eher aufgegeben. Ist das etwas, was man vielleicht mit dem Amt verbinden kann, dass das ein besonders kr\u00e4ftezehrendes Amt ist?<\/span><\/p>\n<p>02:10<br \/>\n<span style=\"color: #ffa500;\">Dagmar Reim:<\/span> <span style=\"color: #c0c0c0;\"> Das halte ich f\u00fcr nicht zutreffend. Das Amt ist ebenso wenig kr\u00e4ftezehrend, wie viele andere. Und es macht gro\u00dfe Freude, hier zu arbeiten. Wenn ich gehen werde, werde ich hier 13 Jahre verbracht haben und das, denke ich, ist l\u00e4nger als alle meine Vorg\u00e4nger in diesem Amt.<\/span><\/p>\n<p>02:32<br \/>\n<span style=\"color: #ffa500;\">J\u00f6rg Wagner:<\/span> Sie haben private Gr\u00fcnde angegeben. Wieviel darf davon die \u00d6ffentlichkeit erfahren? Ist das eine sehr starke Doppelbelastung f\u00fcr Sie oder ist das tats\u00e4chlich etwas, was uns als Nutzer des rbb &#8211; ja man kann sagen &#8211; nichts angeht?<\/span><\/p>\n<p>02:47<br \/>\n<span style=\"color: #ffa500;\">Dagmar Reim:<\/span> <span style=\"color: #c0c0c0;\"> Ich habe dazu alles gesagt, was es zu sagen gibt, wiederhole aber gern: es liegt in keiner Weise an der Arbeit, die mich nach wie vor so begeistert, wie am ersten Tag. Es ist mir nur ein- und aufgefallen, dass vielleicht nicht mehr f\u00fcr alles im Leben endlos Zeit sein wird. Dazu geh\u00f6rt in erster Linie die Familie.<\/span><\/p>\n<p>03:10<br \/>\n<span style=\"color: #ffa500;\">J\u00f6rg Wagner:<\/span> Sie haben SFB und ORB vereinigt. Ich will jetzt kein Bilanz-Interview machen, aber ist das, was Sie sich seinerzeit vorgenommen haben, f\u00fcr den, der Ihnen nachfolgt, eine Frau oder ein Mann, abgeschlossen? W\u00fcrden Sie sagen, er \u00fcbernimmt ein gut fusioniertes Haus?<\/span> <\/p>\n<p>03:28<br \/>\n<span style=\"color: #ffa500;\">Dagmar Reim:<\/span> <span style=\"color: #c0c0c0;\"> In einem Sender sind die Dinge immer im Fluss. Das liegt in der Natur der Sache. Aber ich denke, dass wir gemeinsam, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und ich, in diesen 13 Jahren doch eine gute Grundlage gelegt haben f\u00fcr alles, was kommt. Der Sender ist finanziell konsolidiert. Wir nagen nicht am Hungertuch. Wir fordern von niemandem Finanzausgleich. Der Sender ist inhaltlich gut pr\u00e4pariert auf alles, was kommt, weil wir uns fr\u00fchzeitig eingestellt haben auf eine multimediale Zukunft, fr\u00fcher als die meisten anderen.<\/span><\/p>\n<p>04:05<br \/>\n<span style=\"color: #ffa500;\">J\u00f6rg Wagner:<\/span> Mit Ihnen verbindet man auch, dass Sie es geschafft haben, ohne Frauenquote, weibliche F\u00fchrungskr\u00e4fte zu etablieren, in die Strukturen zu bringen oder daf\u00fcr zu sorgen, dass das auch einen nat\u00fcrlichen Gang geht. Hat es m\u00f6glicherweise sich dann ger\u00e4cht, dass Sie es nicht irgendwie fixiert haben, wenn Sie gehen? K\u00f6nnen Sie sich drauf verlassen, dass Ihre Nachfolger das ja nicht wieder aushebeln?<\/span><\/p>\n<p>04:27<br \/>\n<span style=\"color: #ffa500;\">Dagmar Reim:<\/span> <span style=\"color: #c0c0c0;\"> Ich kann mich auf gar nichts verlassen. Und das ist auch gut. Ich kann nur das hinterlassen, was ich hier gemeinsam mit den Kolleginnen und Kollegen veranstaltet habe. Ich brauchte keine Quotenvorgabe f\u00fcr Frauenf\u00f6rderung. Es ist mir selbstverst\u00e4ndlich und absolut wichtig, dass Frauen, die die Mehrzahl unserer Bev\u00f6lkerung stellen gleicherma\u00dfen in F\u00fchrungspositionen arbeiten wie M\u00e4nner. Dazu bedarf es meiner Meinung nach keinerlei Vorgabe, sondern eines kurzen intensiven Nachdenkens.<\/span><\/p>\n<p>05:02<br \/>\n<span style=\"color: #ffa500;\">J\u00f6rg Wagner:<\/span> Ich kann mir vorstellen, dass der Rundfunkrat darauf achtet, aber was w\u00fcrden Sie aus Ihrer pers\u00f6nlichen Erfahrungen sagen, was muss ein Intendant des rbb mitbringen, auch vielleicht um gleich Illusionen zu zerst\u00f6ren, die manch\u2019 ein Bewerber haben k\u00f6nnte, wenn er sich an diesem Hause bewirbt? <\/span><\/p>\n<p>05:19<br \/>\n<span style=\"color: #ffa500;\">Dagmar Reim:<\/span> <span style=\"color: #c0c0c0;\"> Ich bin keine Illusionsk\u00fcnstlerin und keine Illusionszerst\u00f6rerin. Was f\u00fcr mich wichtige Eigenschaften sind, das ist: Humor, Abenteuerlust, Entdeckungsfreude, Neugier und die F\u00e4higkeit, die Kreativit\u00e4t anderer Menschen zu erkennen.<\/span><\/p>\n<p>05:36<br \/>\n<span style=\"color: #ffa500;\">J\u00f6rg Wagner:<\/span> Hat es sich f\u00fcr Sie ausgezahlt, dass Sie Journalistin sind an der Spitze solch\u2019 eines Hauses? Oder sagen Sie, ich w\u00fcrde dem n\u00e4chsten empfehlen, es vielleicht dann anderen nach zu tun in der ARD: Jurist zu sein oder in der Verwaltung gut zu sein?<\/span><\/p>\n<p>05:50<br \/>\n<span style=\"color: #ffa500;\">Dagmar Reim:<\/span> <span style=\"color: #c0c0c0;\"> Es gibt in unserem sch\u00f6nen Beruf keine exakte Berufsbeschreibung. Es gibt gute Journalisten-Intendanten und schlechte. Es gibt gute Verwaltungs-Menschen in diesem Amt und schlechte. Es gibt gute Juristen und schlechte. Das bedeutet: darin liegt auch eine Chance. F\u00fcr mich selbst war es g\u00fcnstig, davon etwas zu verstehen, was meine Kolleginnen und Kollegen hier machten. Ich h\u00e4tte also, wenn Not an der Frau gewesen w\u00e4re, jederzeit eine Sendung machen k\u00f6nnen. Das hat vielleicht bei manchen Kollegen das Gespr\u00e4ch erleichtert.<\/span><\/p>\n<p>06:26<br \/>\n<span style=\"color: #ffa500;\">J\u00f6rg Wagner:<\/span> Sie stehen einem Medienunternehmen vor, das auch ins Jahr 2016 mit H\u00f6hepunkten geht wahrscheinlich. Aber Sie sagen, es gibt m\u00f6glicherweise wichtigere Dinge als der Medienkonsum oder ein Medium zu leiten. Nehmen wir manchmal das ganze Fernsehprogramm zum Beispiel nicht zu wichtig mit den Quoten und auch mit den Erfolgen, mit dem Inszenieren um uns selbst?<\/span><\/p>\n<p>06:48<br \/>\n<span style=\"color: #ffa500;\">Dagmar Reim:<\/span> <span style=\"color: #c0c0c0;\"> Jeder Mensch, der etwas mit Leidenschaft betreibt, m\u00f6chte gern, dass das, was er macht, gut ist. Das ist bei einem Brieftr\u00e4ger nicht anders, als bei einer Chemikerin. Und deswegen erwarte ich von uns das, was eine Rundfunkr\u00e4tin mal ganz am Anfang unseres fusionierten Senders als \u2018Anstrengungsbereitschaft\u2019 gekennzeichnet hat. Wir haben die Chance, Programme anzubieten. Und wir sollten das Beste machen, was wir k\u00f6nnen. Darum rei\u00dfen sich sehr, sehr viele meiner Kolleginnen und Kollegen. Und das finde ich wichtig, dass nicht fehlt an Bereitschaft, das Bestes zu geben.<\/span><\/p>\n<p>07:26<br \/>\n<span style=\"color: #ffa500;\">J\u00f6rg Wagner:<\/span> Welchen Stellenwert hat f\u00fcr Sie der unabh\u00e4ngige Journalismus? Gerade flammt wieder so eine Diskussion auf beim Mitteldeutschen Rundfunk durch eine ja dann doch eher nicht verfassungsgem\u00e4\u00dfe Zusammensetzung, wie stark der Staatseinfluss, der Parteieneinfluss sein kann. Sie sind eigentlich als damals Au\u00dfenseiterin hier in den rbb gekommen, aufgrund der Tatsache, dass es Bewerber gab, die sich nicht unabh\u00e4ngig zeigten und hatten damit eine Chance, dem zu trotzen. Ist es aber nicht so, dass man dennoch die Vertreter des Staates von Parteien und auch von Kirchen mit einbeziehen muss?<\/span><\/p>\n<p>08:02<br \/>\n<span style=\"color: #ffa500;\">Dagmar Reim:<\/span> <span style=\"color: #c0c0c0;\"> Die politische Unabh\u00e4ngigkeit des \u00f6ffentlich-rechtlichen Rundfunks ist das gr\u00f6\u00dfte Gut, dass uns die Alliierten nach der Katastrophe des Dritten Reiches geschenkt haben. Wir sollten sie h\u00fcten. Wir sollten Sie bewahren. Wir sollten sie verteidigen. Das ist im rbb sehr gut gelungen. Ich trenne dies vollst\u00e4ndig von der Thematik, dass in einem Rundfunkrat, der alle Schichten der Gesellschaft repr\u00e4sentieren soll, meiner Meinung nach auch Vertreterinnen und Vertreter von Parteien, von Gewerkschaften, von Kirchen, von Elternverb\u00e4nden sitzen sollen und k\u00f6nnen. Es geht ja um einen Querschnitt. Es geht nur darum &#8211; und da ist die kritische Grenze erreicht und deswegen war das ZDF-Urteil des Bundesverfassungsgerichtes so wertvoll &#8211; es geht nur darum, dass Vertreterinnen und Vertreter politischer Interessengruppen niemals die Mehrheit in einem solchen Gremium haben oder durch Hinzuziehung ihnen geneigter freier, also \u2018grauer\u2019 Gruppen erringen k\u00f6nnen. Darum geht es. Das ist wichtig.<\/span><\/p>\n<p>09:12<br \/>\n<span style=\"color: #ffa500;\">J\u00f6rg Wagner:<\/span> Nun k\u00f6nnte man ja meinen, also die politische Kultur h\u00e4tte sich auch ein St\u00fcck weit verbessert, gerade auch durch solche Rundfunkurteile. Jetzt mal Hand auf\u2019s Herz:  wieviel Politiker wollten mit Ihnen fr\u00fchst\u00fccken und wieviel Bisch\u00f6fe?<\/span><\/p>\n<p>09:23<br \/>\n<span style=\"color: #ffa500;\">Dagmar Reim:<\/span> <span style=\"color: #c0c0c0;\"> Der eine oder die andere. Damit hab\u2019 ich auch \u00fcberhaupt kein Problem. Ob man mit jemandem fr\u00fchst\u00fcckt, mit jemandem spricht, mit jemandem streitet, mit jemandem diskutiert, das alles geh\u00f6rt zu meiner Aufgabenbeschreibung. Was nicht dazugeh\u00f6rt, ist, Einfl\u00fcsse anzunehmen. Aber da ist es wie immer im Leben: it takes two to tango. Einer muss es versuchen und einer muss es machen.<\/span><\/p>\n<p>09:48<br \/>\n<span style=\"color: #ffa500;\">J\u00f6rg Wagner:<\/span> Und einer wird es ab Mitte 2016 machen m\u00fcssen. Aber zuvor k\u00f6nnen Sie, glaube ich, noch guten Gewissens sagen, was denn die ersten sechs Monate Ihre Lieblingsprojekte sind, auch eingedenk der Tatsache, was Sie jetzt gerade gesagt haben zur Unterhaltung und zum Journalismus.<\/span><\/p>\n<p>10:04<br \/>\n<span style=\"color: #ffa500;\">Dagmar Reim:<\/span> <span style=\"color: #c0c0c0;\"> Ich freue mich auf allerhand. Ich freue mich selbstverst\u00e4ndlich auf \u2018Gutes Wedding, schlechtes Wedding\u2019. Das ist eine Urberlinische &#8211; wie soll ich sagen &#8211; Theaterleistung, die wir jetzt ins Fernsehen bringen. Die hat sehr viel Sitcom-Charakter und ich bin sehr gespannt darauf, wie sie unser Publikum annimmt. Ich freue mich auf die Rainald-Grebe-Schau aus Brandenburg. Wie ich ihn kenne, wird er auf sehr Grebische Art wieder sehr, sehr beleidigend werden und dar\u00fcber k\u00f6nnen wir dann von Herzen lachen. Auf der politischen Agenda steht viel. Das Thema Fl\u00fcchtlinge ist ein Thema, bei dem sich die Qualit\u00e4ten des \u00f6ffentlich-rechtlichen Rundfunks wie aller Qualit\u00e4ts-Medien beweisen m\u00fcssen. In Zeiten, in denen wir der \u2018L\u00fcgenpresse\u2019, des Vorwurfs \u2018L\u00fcgenpresse\u2019 ausgesetzt sind, kommt es genau darauf an, wie wir hier die Themen setzen, wie wir unsere Quellen nennen und wie wir jene zu Wort kommen lassen, die sich vielleicht schon nicht mehr durch uns repr\u00e4sentiert und verstanden f\u00fchlen. Es ist wichtig, alle Seiten zu bedenken, gerade bei diesem Thema. Aber ich habe den Eindruck und das ist noch der R\u00fcckblick auf 2015, dass es uns hier sehr, sehr gut gelungen ist, Qualit\u00e4tsstandards zu zeigen.<\/span><\/p>\n<p>11:29<br \/>\n<span style=\"color: #ffa500;\">J\u00f6rg Wagner:<\/span> M\u00f6chten Sie auch die Quantit\u00e4t steigern? Oder ist Ihnen das letzten Endes egal, weil Sie damit auch keine Werbung einfahren?<\/span><\/p>\n<p>11:35<br \/>\n<span style=\"color: #ffa500;\">Dagmar Reim:<\/span> <span style=\"color: #c0c0c0;\"> Ja, selbstverst\u00e4ndlich m\u00f6chten wir die Quantit\u00e4t steigern. Immer. Je mehr Menschen unsere Programme sehen, h\u00f6ren und klicken, desto besser. Da m\u00f6chte ich mal jemanden kennen lernen, der sagt, es macht mir nichts aus, wenn es nur meine drei Freunde und die Schw\u00e4gerin sehen oder h\u00f6ren. Nein, wir sind daran interessiert, m\u00f6glichst viel Publikum zu gewinnen.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #ffa500;\">J\u00f6rg Wagner:<\/span> Dazu w\u00fcnsche Ihnen viel Erfolg. Dankesch\u00f6n.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #888888;\">(w\u00f6rtliches Transkript)<\/span><\/p>\n<div style=\"height: 50px;\"><\/div>\n<div style=\"height: 70px;\"><\/div>\n<p><span style=\"color: #888888;\">(\u00a9 Foto: rbb\/Oliver Wia)<\/span><\/p>\n<div style=\"height: 70px;\"><\/div>\n<p><script type=\"text\/javascript\" src=\"https:\/\/apis.google.com\/js\/plusone.js\">\n  {lang: 'de'}\n<\/script><g:plusone><\/g:plusone><br \/>\n<script type=\"text\/javascript\" src=\"http:\/\/twittercounter.com\/embed\/?username=medienmagazin&#038;style=avatar\"><\/script><noscript><a href=\"http:\/\/twittercounter.com\/medienmagazin\">medienmagazin on Twitter Counter<\/a><\/noscript><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#8222;Ich h\u00f6re auf, weil ich denke, die Zeit daf\u00fcr ist gekommen.&#8220; No audio playback capabilities, please download the audio belowDownload Audio: Closed Format: MP3 Wer: Dagmar Reim, Intendantin, Rundfunk Berlin-Brandenburg Was: Neujahrsgespr\u00e4ch Wann: ver\u00f6ffentlich am 02.01.2016, 18:12-18:25 Uhr im radioeins-Medienmagazin und in einer Vier-Minutenfassung im rbb Inforadio vom 03.01.2015, 10:44\/15:24 Uhr Wo: Berlin, Intendanz, Masurenallee [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_monsterinsights_skip_tracking":false,"_monsterinsights_sitenote_active":false,"_monsterinsights_sitenote_note":"","_monsterinsights_sitenote_category":0,"footnotes":""},"categories":[17],"tags":[88],"class_list":["post-29514","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-aktuell","tag-rbb"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.wwwagner.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/29514","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.wwwagner.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.wwwagner.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.wwwagner.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.wwwagner.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=29514"}],"version-history":[{"count":6,"href":"https:\/\/www.wwwagner.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/29514\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":29521,"href":"https:\/\/www.wwwagner.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/29514\/revisions\/29521"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.wwwagner.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=29514"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.wwwagner.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=29514"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.wwwagner.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=29514"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}