{"id":31219,"date":"2016-07-26T02:09:59","date_gmt":"2016-07-26T01:09:59","guid":{"rendered":"http:\/\/www.wwwagner.tv\/?p=31219"},"modified":"2021-08-02T01:14:12","modified_gmt":"2021-08-01T23:14:12","slug":"parallelwelten-und-medienkompetenz","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.wwwagner.tv\/?p=31219","title":{"rendered":"Parallelwelten und Medienkompetenz"},"content":{"rendered":"<p><figure id=\"attachment_35492\" aria-describedby=\"caption-attachment-35492\" style=\"width: 1100px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"http:\/\/www.wwwagner.tv\/wp-content\/uploads\/20160727_krueger_thomas_mS_1100-x-546.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.wwwagner.tv\/wp-content\/uploads\/20160727_krueger_thomas_mS_1100-x-546.jpg\" alt=\"Thomas Kr\u00fcger | Foto: \u00a9 J\u00f6rg Wagner\" width=\"1100\" height=\"546\" class=\"size-full wp-image-35492\" srcset=\"https:\/\/www.wwwagner.tv\/wp-content\/uploads\/20160727_krueger_thomas_mS_1100-x-546.jpg 1100w, https:\/\/www.wwwagner.tv\/wp-content\/uploads\/20160727_krueger_thomas_mS_1100-x-546-300x149.jpg 300w, https:\/\/www.wwwagner.tv\/wp-content\/uploads\/20160727_krueger_thomas_mS_1100-x-546-768x381.jpg 768w, https:\/\/www.wwwagner.tv\/wp-content\/uploads\/20160727_krueger_thomas_mS_1100-x-546-1024x508.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 1100px) 100vw, 1100px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-35492\" class=\"wp-caption-text\">Thomas Kr\u00fcger | Foto: \u00a9 J\u00f6rg Wagner<\/figcaption><\/figure><br \/>\n<span style=\"font-size: 11pt; font-family: tahoma,arial,helvetica,sans-serif;\"><\/p>\n<div style=\"height: 30px;\"><\/div>\n <audio   controls > <source src=\"http:\/\/www.wwwagner.tv\/audio\/20160726_krueger_thomas_64.mp3\" type='audio\/mpeg' \/> <object   type=\"application\/x-shockwave-flash\"  data=\"https:\/\/www.wwwagner.tv\/wp-content\/plugins\/wphtml5player\/inc\/flowplayer.swf\"  width=\"400\"  height=\"30\"> <param name=\"movie\" value='https:\/\/www.wwwagner.tv\/wp-content\/plugins\/wphtml5player\/inc\/flowplayer.swf' \/><param name=\"allowfullscreen\" value='false' \/><param name=\"cachebusting\" value='true' \/><param name=\"bgcolor\" value='#000000' \/><param name=\"flashvars\" value='config={\"plugins\":{\"controls\":{\"height\":30,\"autoHide\":false,\"fullscreen\":false}},\"clip\":{\"autoPlay\":false,\"url\":\"http:\\\/\\\/www.wwwagner.tv\\\/audio\\\/20160726_krueger_thomas_64.mp3\"},\"playlist\":[{\"autoPlay\":false,\"url\":\"http:\\\/\\\/www.wwwagner.tv\\\/audio\\\/20160726_krueger_thomas_64.mp3\"}],\"play\":{\"opacity\":0}}' \/>  No audio playback capabilities, please download the audio below<br \/><strong>Download Audio:<\/strong> Closed Format: <a href=\"http:\/\/www.wwwagner.tv\/audio\/20160726_krueger_thomas_64.mp3\">MP3<\/a> <\/object> <!-- Generated by HTML5 Multimedia Framework (http:\/\/code.google.com\/p\/html5videoplayer) --> <\/audio>  \n<div style=\"height: 30px;\"><\/div>\n<p><u>Wer<\/u>: Thomas Kr\u00fcger, Pr\u00e4sident des <a href=\"https:\/\/www.dkhw.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Deutschen Kinderhilfswerks<\/a> und Pr\u00e4sident der <a href=\"http:\/\/www.bpb.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Bundeszentrale f\u00fcr politische Bildung<\/a><br \/>\n<u>Was<\/u>: Interview \u00fcber mediale Paralellwelten und Medienkompetenz<br \/>\n<u>Wann<\/u>: rec.: 26.07.2016, 14:55 Uhr, ver\u00f6ffentlicht in Ausschnitten: Hintergrund, DLF, <a href=\"http:\/\/bit.ly\/2aGPxXB\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">29.07.2016<\/a>, 18:40 Uhr und in gek\u00fcrzter Fassung: im Medienmagazin vom rbb Inforadio 31.07.2016, 10:44\/15:24 Uhr<\/p>\n<div style=\"height: 10px;\"><\/div>\n<hr \/>\n<p><span style=\"font-size: 11pt; font-family: tahoma,arial,helvetica,sans-serif;\"><br \/>\n<br \/>\n(w\u00f6rtliches Transkript)<\/p>\n<blockquote>\n<p>00:00<br \/>\n<u>Thomas Kr\u00fcger<\/u>: Ja, Thomas Kr\u00fcger, ich bin Pr\u00e4sident des Deutschen Kinderhilfswerks und Pr\u00e4sident der Bundeszentrale f\u00fcr politische Bildung.<\/p>\n<p>00:06<br \/>\n<u>J\u00f6rg Wagner<\/u>: <strong>Gibt es wissenschaftlich relevante Erkenntnisse, wie sich Kinder und Jugendliche ein mediales Bild von der Welt machen?<\/strong> <\/p>\n<p>00:16<br \/>\n<u>Thomas Kr\u00fcger<\/u>: Also, es gibt schon eine Reihe von empirischen Erkenntnissen vor allem dergestalt, dass Kinder qualitativ befragt werden, was bestimmte Ereignisse \u00fcber die mediale Vermittlung mit ihnen machen. Und es ist mit H\u00e4nden zu greifen, dass da eine ganze Reihe von Traumatisierungserfahrung tats\u00e4chlich stattfinden. Und aufl\u00f6sbar sind die Sachen nur, in dem man als Eltern, als Lehrer mit den Kindern \u00fcber diese Ereignisse spricht, d. h. Einordnungssicherheiten schafft. Und das kriegen Kinder sozusagen als Angebot sehr wohl mit und gut auf die Reihe. Ansonsten versuchen sie Ereignisse, wenn sie kein Gespr\u00e4chsangebot haben, selber zu verarbeiten. Und das ist sehr schwer auf einen Nenner zu bringen: das passiert wie \u00fcberall und mit allen Dingen, bei dem einen Kind so, bei dem andern v\u00f6llig anders.<\/p>\n<p>01:02<br \/>\n<u>J\u00f6rg Wagner<\/u>: <strong>Noch einmal zur\u00fcck zu der Art und Weise, wie sich Kinder und Jugendliche die Medienwelt erschlie\u00dfen oder die Welt medial erschlie\u00dfen. Welche bevorzugten Informationsr\u00e4ume nutzen Kinder und Jugendliche? Gibt es dar\u00fcber gesicherte Erkenntnisse?<\/strong><\/p>\n<p>01:14<br \/>\n<u>Thomas Kr\u00fcger<\/u>: Also, Kinder sind \u00fcberall da, wo Medien neue Formen anbieten. Was man insgesamt sagen kann, ist dass Kinder st\u00e4rker tendieren zu audiovisuellen Angeboten. Also Kognition, Erkenntnisse, die man gewinnt, passieren nicht mehr wie in der Gutenberg-Galaxis textbasiert oder in klassischen Erkl\u00e4rungmodellen, sondern es ist viel st\u00e4rker bildgetrieben, es sind bildgetriebene Erkenntnisprozesse, was Vor- und Nachteile hat. Und Kinder, die sozusagen jetzt zu Medien greifen, Medien nutzen, versuchen nat\u00fcrlich die Medien f\u00fcr sich zu nutzen, die diese audiovisuellen Erkenntnisse und Lernprozesse unterst\u00fctzen und auch Unterhaltung bieten dabei. Deshalb sind sie sehr intensiv auf allen Videoplattform unterwegs, auch selbst als Akteure. Sie nutzen sowas wie Snapchat, f\u00fcr schnelle Kommunikation whatsapp. Eigentlich sind sie immer einen Medienschritt weiter, als wir, die wir uns sozusagen die neuen Medien quasi als Erwachsene aneignen. Also, wenn wir einmal begriffen haben, wie Facebook funktioniert, dann bleiben wir den n\u00e4chsten f\u00fcnf Jahren bei Facebook, w\u00e4hrenddessen die Kinder nach einem halben Jahr whatsapp f\u00fcr sich entdeckt haben und nat\u00fcrlich sozusagen jedes Medium danach abklopfen, was ihnen am meisten etwas bringt und taugt. Snapchat ist eine reine spielerische, kreative Geschichte, also, was man sozusagen, wie man unter Freunden, was man fr\u00fcher auf dem Spielplatz gemacht hat, sich ein bisschen \u00e4rgern, st\u00e4nkern, kann kleine Wettbewerbe, Kreationen, die \u00fcber snapchat laufen, Fotos, die man sich gegenseitig schickt, die dann sofort wieder gel\u00f6scht werden. Das ist eigentlich auch so ein intermedi\u00e4res Kommunikationsangebot, was Kinder nat\u00fcrlich f\u00fcr ihren Spa\u00df, f\u00fcr ihre Vorlieben sofort nutzen. Man muss einfach sagen, dass Kinder in Sachen Medien immer uptodate sind, sich jede neue Sache sofort anschauen, ausprobieren, unterwegs sind und was es uns so schwerer macht, eigentlich in Sachen Medienkompetenz, uns immer schon Schritt voraus sind. Und das ist f\u00fcr die Elterngeneration deshalb so schwierig, weil damit ihre Erziehungskompetenzen und auch ihre Autorit\u00e4ten immer im R\u00fcckstand sind. D. h. sozusagen, man muss sich alles das, wo Kinder schon unterwegs sind, erst erarbeiten, um seine Orientierungskraft \u00fcberhaupt erst zur\u00fcckzugewinnen und deshalb ist sozusagen dieses, diese ganze Auseinandersetzung mit Medien in der Schule und auch im Elternhaus so kompliziert und schwierig. Wenn Sie einen, meistens Jungen in ihrer Familie zuhause haben, werden Sie mit dem Thema Gaming fr\u00fcher oder sp\u00e4ter zu tun bekommen und die sind in Sachen Gaming so aufgestellt, dass sie alle Debatten, die in der \u00d6ffentlichkeit stattfinden, von Jugendschutzdebatten \u00fcber die Inkriminierung von so genannten Killerspielen durch Politiker alles sofort untereinander abgleichen, miteinander reflektieren und zum Ergebnis kommen, die haben sowieso keine Ahnung. Meistens stimmt das auch.<\/p>\n<p>04:27<br \/>\n<u>J\u00f6rg Wagner<\/u>: <strong>Nun kann ich mich erinnern, dass es immer schon ein Abgrenzen von Jugendlichen gab, dass man sich eigene Kommunikationsr\u00e4ume als Jugendlicher oder als Kind geschaffen hat. In den sechziger Jahren war das das Aufkommen des transportablen Radios, dass man sich dann ja auch aus dem Elternhaus wegbewegen konnte. Inwieweit spielen denn aber &#8211; und das war ja auch immer auch das Anliegen auch von Jugendlichen fr\u00fcher &#8211; Erwachsen sein zu wollen und dann eben doch auf erwachsene Medien zur\u00fcckzugreifen, in wieweit spielt denn die Welt der &#8211; ich sage mal erwachsende Medien &#8211; f\u00fcr Kinder und Jugendliche heute \u00fcberhaupt noch eine Rolle? Auch um sich aufzuladen in der Bedeutung als jemand, der ja nicht mehr Kind und Jugendlicher sein will, sondern ja auch dazugeh\u00f6ren will zu den Erwachsenen?<\/strong><\/p>\n<p>05:10<br \/>\n<u>Thomas Kr\u00fcger<\/u>: Ja, das ist vielleicht die entscheidende Medienrevolution, die zur Zeit stattfindet, dass eigentlich die Medien die Erwachsene nutzen, komplett an Attraktivit\u00e4t verloren haben f\u00fcr Kinder. Schauen Sie sich an: die Tageszeitung als wichtiges Medium, der H\u00f6rfunk, das Fernsehen &#8211; das sind f\u00fcr Kinder heute alles alte Medien. Das sind nicht Medien, die Geschwindigkeiten aufnehmen, die nicht die Individualisierung bei den Medien-Rezeptionen aufgreifen \u2026 das sind sozusagen \u2026 alles das, was neue Medien und neue Kan\u00e4le eigentlich leisten, leisten die alten Medien nur indirekt oder nur mit viel zus\u00e4tzlicher M\u00fche und sie sind immer Kopie und nie Original. Und das ist &#8230; das macht es sehr schwierig, weil wir sozusagen in unseren Lebensverb\u00fcnden, in den Familien nicht mehr dieselben Medien konsumieren und die Nachrichten, die transportiert werden \u00fcber die unterschiedlichen Medienkan\u00e4le auch eine unterschiedliche Konnotation und unterschiedliche Assoziationsr\u00e4ume schaffen. Wenn ich st\u00e4rker bildbasiert wahrnehme, dann ist es was anderes, als wenn ich Nachrichten oder Kommentare oder Meinungst\u00fccke und Reportagen in einer Zeitung lese. D. h. die Bilder erzielen letztendlich eine andere Wirkung und haben auch einen Nachrichtenwert, aber ich rede nicht mehr \u00fcber dasselbe und das macht es so schwer heute, wenn Eltern mit ihren Kindern, wenn Lehrer mit ihren Sch\u00fclern reden, weil dieser Generationsbruch, der da ist, der spiegelt sich heute in also zwischen den alten klassischen Medien und den neuen Medienangeboten dramatisch wieder und f\u00fchrt auch zu einem, wenn man so will, zu einem strukturellen Missverst\u00e4ndnis zwischen den Generationen. Und das sozusagen zu begreifen als Eltern und nicht zwingend festzuhalten an den alten Medien, sondern sich mit den neuen Medien wirklich zu besch\u00e4ftigen, halte ich f\u00fcr das Gebot der Stunde. Eigentlich geht es nicht darum, Kinder medienkompetent zu machen, sondern es geht darum die Erwachsenenwelt medienkompetent zu machen.<\/p>\n<p>07:18<br \/>\n<u>J\u00f6rg Wagner<\/u>: <strong>Was machen whatsapp, Snapchat, Periscope in Krisensituationen mit Kindern und Jugendlichen, wenn sie ungefiltert auch, Situation miterleben, die &#8211; ich behaupte mal &#8211; vielleicht von Erwachsenen leichter weggesteckt werden k\u00f6nnen?<\/strong><\/p>\n<p>07:34<br \/>\n<u>Thomas Kr\u00fcger<\/u>: Das ist in der Tat so, dass Kinder in diesen neuen Medien voll unterwegs sind und die Wucht der Bilder sie nat\u00fcrlich erreicht und nat\u00fcrlich Verst\u00f6rung, Traumatisierung usw. ausl\u00f6sen. Das, was wir als Erwachsene in einer Nachrichtenwelt, die sozusagen auf jahrzehntelange Erfahrung zur\u00fcckblickt, die Einordnungswissen nachsichzieht, haben, haben Kinder eben nicht. Sie sind klein. Sie haben noch nicht so viel Erfahrung gesammelt und brutale Bildwelten, also auch die, die in Echtzeit passieren und die real auf die Kinder einstr\u00f6men, f\u00fchren zu gro\u00dfer Verunsicherung, zu \u00c4ngsten, zu Traumatisierung sogar und das schwierige ist eben, dass Kindern einen Ansprechpartner in diesen Situationen fehlt, weil viele diese neuen Medien und diese Bildwelten eben nicht oder nur indirekt wahrnehmen. Und das ist eben sozusagen die gro\u00dfe Herausforderung. Wenn solche Ereignisse passieren, m\u00fcssen eigentlich Lehrer, Eltern, alle, die als Multiplikatoren ja eine Orientierungskraft haben und diese auch einsetzen sollten, eben auf Kinder zu gehen, mit Ihnen \u00fcber das Rezipierte, das Gesehene, das Erlebte zu reden, um tats\u00e4chlich sowas wie Einordnungsunterst\u00fctzung oder Orientierungsunterst\u00fctzung zu geben und damit auch \u00c4ngste zu nehmen. Also, wir haben das immer wieder diskutiert bei dem Einsturz der Twintowers. Das wird ja dann in den Nachrichten in Endlosschleifen wiederholt. Du siehst ist pro Stunde die Flugzeuge x mal in die T\u00fcrme rasen und das sozusagen zu verarbeiten, ist ganz schwierig f\u00fcr Kinder und da brauchen sie eben tats\u00e4chlich Diskurs, Angebote, face-to-face-Kommunikation. Und wenn man sie mit Medien allein l\u00e4sst, dann denke ich, unterl\u00e4sst man auch das, was man eigentlich als Aufgabe an Eltern und Lehrern hat vors\u00e4tzlich. Und das darf nicht sein. Deshalb m\u00fcssen wir uns als erwachsene Generation mit diesen neuen Medien, mit diesen Bildwelten besch\u00e4ftigen und eben das Gespr\u00e4ch suchen, Angebote unterbreiten, reflektieren. Wir werden nie mit Verbotsp\u00e4dagogik zum Ziel kommen. Das wird einfach nicht klappen. Zum Gl\u00fcck auch sind diese Zeiten vorbei. Aber was Kinder erwarten und nicht immer artikulieren, ist, dass sie das Gespr\u00e4ch, den Dialog, die Reflexion \u00fcber das, was sie erleben suchen. Selbst wenn sie es nicht zugeben, sie brauchen das und alle Erkenntnisse, die wir aus solchen qualitativen Befragungen haben, deuten eigentlich in diese Richtung. Und das ist eigentlich \u00fcberhaupt nicht mehr umstritten in der Medienwirkungsforschung. Was sozusagen umstritten ist, ist wie Medien direkt ja auf Handeln von Kindern Einfluss haben. Und da streiten sich die Geister bis heute. Ich geh\u00f6re da eher zu denjenigen, die auf keinen Fall Pauschalurteile f\u00e4llen, weil wir wissen von Kindern, f\u00fcr die ja Medienwirkung in tats\u00e4chlich Handeln \u2026 also ver\u00e4ndertes Handeln induziert. Wir wissen aber auch von Kindern, die sehr wohl wissen, das Medienwelten und Realit\u00e4t ihre Unterschiede haben und dass es sozusagen zur Souver\u00e4nit\u00e4t des eigenen Handelns geh\u00f6rt, diese beiden Welten voneinander zu abstrahieren.<\/p>\n<p>11:04<br \/>\n<u>J\u00f6rg Wagner<\/u>: <strong>Aber, Sie haben auch gesagt, dass Kinder meist oder Jugendliche einen Schritt den Erwachsenen voraus sind. Inwieweit haben Sie denn Erkenntnisse dar\u00fcber, dass vielleicht auch Kinder, Jugendliche Erwachsenen helfen k\u00f6nnen, diese mediale Welt zu verarbeiten, die sich ja dann durch Social-Media-Elemente seltsamerweise dann auch wieder finden dann auch in herk\u00f6mmlichen Medien. Also, man sieht dann ja auch Originalaufnahmen aus dem Netz. Und wie weit sind auch Kinder und Jugendliche in der Lage sozusagen F\u00e4lschungen zu erkennen oder auch zu sagen, das ist ja, ich sag mal, gar nicht so grausam, weil  ich ja durch meine Killerspiele eine gewisse Immunit\u00e4t habe. W\u00e4hrend Du, Papa vielleicht das zum ersten Mal siehst, aber wir ballern uns ja t\u00e4glich ab<\/strong>.<\/p>\n<p>11:45<br \/>\n<u>Thomas Kr\u00fcger<\/u>: Ja, das ist eine sehr spannende Geschichte. Nehmen wir einmal ein ganz einfaches Beispiel. Es gab sozusagen vor einigen Jahren eine heftige Diskussion \u00fcber die sogenannten Skripted-Reality-Formate im Fernsehen, also d. h. sozusagen, es wird eine Serie vorgespielt, die so tut, als wenn das sozusagen alles ja &#8230;alles improvisiert mit Laien usw. ist, aber alles, jeder Dialog ist auf jedes Komma ist durchgeschrieben, gescripted und das wurde sozusagen von den Jugendsch\u00fctzern als gef\u00e4hrliches Format an die Wand gemalt. Man hat dann irgendwann die Kinder oder die Jugendlichen befragt, ob sie das denn durchschauen dieses Format und auch die \u2026 die Art und Weise, wie diese Sendungen gemacht sind und die \u00fcbergro\u00dfe Anzahl hat das komplett durchschaut und decodiert. Und deshalb d\u00fcrfen wir uns nichts vormachen. Also viele dieser Medienformate werden von den allermeisten, allerdings nicht von allen Kindern und Jugendlichen durchschaut. Und Unterst\u00fctzungsleistungen und Reflexionshilfen sind nat\u00fcrlich besonders da angebracht und angezeigt, wo Kinder eben nicht souver\u00e4n mit diesen Angeboten umgehen, wo sie tats\u00e4chlich irritiert, traumatisiert oder auch verst\u00f6rt auf solche Angebote reagieren. F\u00fcr uns als erwachsene Generation geh\u00f6rt es dazu, eben diese neuen Formate und die Diskussion dar\u00fcber aufmerksam zu begleiten und eben nicht in Alarmstimmung zu verfallen, sondern tats\u00e4chlich das Gespr\u00e4ch, den Austausch zu suchen und selber erstmal zu begreifen, was geht da eigentlich ab bei diesem oder jenem Format. Und wenn man sich die politischen oder &#8230; oder auch die sozialwissenschaftlichen Diskussionen, die von den einen oder anderen Akteuren, die dann immer wieder interviewt werden zu Computerspielefragen usw. anschaut, hat man den systematischen Eindruck, dass es da eigentlich nur um Warnungsrhetorik, um Alarmismus geht, aber nie wirklich begriffen wird, was in diesen Medien stattfindet, also im Grunde genommen ist sozusagen ein Shooterspiel, das sagt die Forschung ganz breit heute \u2026 das ist so wie fr\u00fcher Einkriege spielen. Und sozusagen ein \u2026 ein Effekt, der von einem Shooter auf eigenes Handeln feststellbar ist, ist nur in sehr wenigen F\u00e4llen als Verst\u00e4rkereffekt, also nur als Verst\u00e4rkereffekt einer Grunddisposition, die sowieso da ist, festzustellen. Und das aber nicht bei allen. Die meisten k\u00f6nnen das komplett voneinander trennen, reflektieren das auch. Sie diskutieren das vor allem mit ihren gleichaltrigen Leuten in den jeweiligen peer groups, aber eben nicht mit den Eltern und Erwachsenen, weil die verstehen ja sowieso nichts. Das ist immer sozusagen der Punkt, auf den man in dem Zusammenhang wieder st\u00f6\u00dft. Und das finde ich eigentlich relativ dramatisch, weil wenn wir uns angucken, wie Bildung heute stattfindet, das Wissen von einer Generation in die n\u00e4chste weitergegeben wird und das eigentlich ein R\u00fcstzeug f\u00fcrs Leben ist, sozusagen st\u00f6\u00dft man immer wieder auf diese Leerstelle und dieses Defizit der Medienbildung. Medienbildung ist nicht strukturiertes Unterrichtsfach. Es sollte eigentlich querfeldbeet reflektiert werden von Lehrern. Aber in Deutschland kannst Du heute Lehrer werden, ohne dich auch nur ein einziges Mal mit dem Medienthema zu besch\u00e4ftigen. Und ich finde, das geht gar nicht. Also, man kann ja, wenn man in die Landschaft guckt, feststellen, dass sehr viele Bem\u00fchungen von Landesmedienanstalten zum Beispiel in Sachen Medienkompetenz ergriffen worden sind. Es gibt Medienkompetenzzentren. Es gibt Bildungsserver usw. Aber was auff\u00e4llig ist, ist, dass diese Sachen immer ja quasi outgesourced werden, d.h. sie werden sozusagen organisiert als Angebote und ich kann als Lehrer im Zweifel trotzdem so tun, als wenn es die Sachen nicht gibt. Das hei\u00dft, meine Routinen, das von mir Erprobte und Erlernte einsetzen, ohne dass ich mich auch nur einmal mit diesem Thema besch\u00e4ftige, weil das machen ja diese Medienkompetenzzentren. Und das ist sozusagen ein kapitaler Irrtum. Man muss die Personen, die vor den Sch\u00fclern stehen im Unterricht, die m\u00fcssen sozusagen durch diese Schule durch und sich mit diesen Medienbildungsfragen besch\u00e4ftigen, um \u00fcberhaupt ja Ansprechpartner, ansprechf\u00e4hig f\u00fcr Kinder und Jugendliche zu sein. Und das Gebot der Stunde ist eben die Kurrikula der p\u00e4dagogischen Ausbildungsberufe so zu ver\u00e4ndern, dass es verpflichtende Leistungsnachweise f\u00fcr Lehrer gibt. Kein Biologielehrer, kein Deutschlehrer, kein Englischlehrer darf die Ausbildung \u2026 darf auf die Sch\u00fcler losgelassen werden, wenn er sich nicht mit diesen Medienfragen ausf\u00fchrlich besch\u00e4ftigt hat. Also, da bin ich auch als Pr\u00e4sident des Deutschen Kinderhilfswerks dezidiert der Meinung, ein Lehrer darf die Universit\u00e4t nicht verlassen, wenn er nicht verbindliche Leistungsnachweise in Medienbildungsfragen, medienp\u00e4dagogischen Fragen erbracht hat und dieses auch dokumentiert ist. Ohne solche Leistungsnachweise darf man einfach die Leute nicht in die Schulen, auf die Kinder loslassen.<\/p>\n<p>17:10<br \/>\n<u>J\u00f6rg Wagner<\/u>: <strong>Nun haben Sie ja mit der Bundeszentrale f\u00fcr politische Bildung auch ein Instrumentarium, um \u2026 ja auszugleichen durch Angebote. Inwieweit machen Sie das? Was haben Sie da m\u00f6glicherweise auch an Ressourcen?<\/strong><\/p>\n<p>17:23<br \/>\n<u>Thomas Kr\u00fcger<\/u>: Also, wir haben in den letzten Jahren sehr viel in diesem Bereich unternommen. Es gibt Plattformen, die wir zielgerichtet f\u00fcr \u00e4ltere Multiplikatoren entwickelt haben. Die Seite  kinofenster.de ist ein filmschulisches Angebot, wo jeweils ein aktuell in den Kinos laufender Film mit p\u00e4dagogischem Material vorgestellt wird, so dass man dazu auch was im Unterricht machen kann. Wir haben eine eigene Seite \u00fcber Computerspielespiele spielbar.de, die sich sowohl an User als auch an Eltern, als auch an Lehrer richtet und entsprechende Angebote unterbreitet. Wir \u00fcberlegen zur Zeit, wie wir Infrastruktur im Medienbildungsbereich insgesamt schaffen k\u00f6nnen. Aber der entscheidende Punkt ist, was machen wir denn mit den Kindern und Jugendlichen? Und da ist sozusagen das Stichwort \u201cPartizipation\u201d das erste Gebot. Wir haben zum Beispiel im Bereich der Rechtsextremismuspr\u00e4vention mit sogenannten Peers zusammengearbeitet, die YouTube-Videos hergestellt haben. Diese Aktion ist sehr stark kommuniziert worden. Die Beteiligung findet also sozusagen auf zwei Ebenen statt; einmal, indem man kommentiert, diskutiert in den Kommentarkan\u00e4len der YouTuber, die ja f\u00fcr einen selber die gro\u00dfen Stars sind. Und unser Projekt war im Grunde genommen \u2026 also wir w\u00fcrden sozusagen \u2026 als Erwachsenengeneration w\u00fcrden wir sagen \u2026 das sind cover versions zu einem bekannten Rapperhits gewesen. Der ist von Blumio, einem D\u00fcsseldorfer Rapper komponiert und getextet worden. \u201cHey Mr. Nazi\u201d hei\u00dft der Song und andere bekannte YouTuber wie \u201calbertoson\u201d, wie \u201cdie Au\u00dfenseiter\u201d wie \u201cLeFloyd\u201d haben eben ihre Varianten dazu ins Netz gestellt und dann diskutieren die unterschiedlichen Anh\u00e4nger und communities \u00fcber das Thema Rechtsextremismus, \u00fcber Vorurteile, wie man mit Vorurteilen umgeht und das sind sehr lebendigen Diskussionen. In der zweiten Ebene des Projektes wurde die Community aufgerufen, selber eine cover version herzustellen. Und es haben sich Hunderte von Leuten beteiligt. Und es gab nat\u00fcrlich \u2026 es ist als contest ausgelobt worden. Man konnte dann eben sozusagen als Gewinner, von einer Jury gekr\u00f6nter Sieger eines solchen \u2026 einer solchen cover version eben diese YouTube-Leute selber kennen lernen, mit denen reden usw., sich austauschen. Und in der dritten Phase des Projekts sind wir dann offline gegangen, n\u00e4mlich auf Rock Festivals, wo wir dieses Projekt vorgestellt und r\u00fcckgespielt haben. Und Sie glauben \u2026 Sie glauben es nicht, die Leute kannten das Ding. Die waren alle da unterwegs. Auf den Seiten hat\u2019s gebrummt innerhalb von dreieinhalb Wochen viereinhalb Millionen Abrufe und Downloads, innerhalb von dreieinhalb &#8230; in der kalten Jahreszeit und die Kampagne hat sich weiter entwickelt und weitere reproduziert und das verr\u00fcckte an der Geschichte ist, dass sozusagen in keiner Regionalzeitung, \u00fcberregionalen Zeitungen, in keinem H\u00f6rfunkangebot, in keinem Fernsehangebot ist \u00fcberhaupt zur Kenntnis genommen worden, dass es so eine Aktion gab. Also heute w\u00fcrde man, wenn die Regierung eine Initiative ergreift, eine Kampagne gegen Vorurteile gegen Rechtsextremismus macht, w\u00fcrde man in jeder Tageszeitung was lesen dar\u00fcber, wie diese Kampagne vorgestellt worden ist, welche Teile sie hat usw. Diese Sache haben wir halt nur im Netz laufen lassen. Es ist tats\u00e4chlich kein einziger Bericht dar\u00fcber erschien. Und das ist \u2026 das zeigt sozusagen, wie sie segregiert mittlerweile Medien voneinander laufen. Wie segregiert Medien-Welten zueinanderstehen. Das hei\u00dft, man nimmt gar nicht gegenseitig wahr, wo man unterwegs ist. Ich glaube, das ist sozusagen die gro\u00dfe Herausforderung, mit der wir uns besch\u00e4ftigen m\u00fcssen. Wir haben zum Thema Islamismus auch ein solches YouTube-Format entwickelt und haben da als erste peer auf eine beauty-Bloggerin zur\u00fcck gegriffen, weil wir uns \u00fcberlegt haben \u2026 ja, wenn wir bei jungen Muslimas ansetzen, kriegen wir vielleicht zu subkutan die Auseinandersetzung mit der Religion Islam anders angetriggert und in die Szene eingespielt, als wenn wir sozusagen mit der T\u00fcr ins Haus fallen. Sondern wir haben uns ganz stark auf \u2026 auf peers konzentriert, die eine eigene Glaubw\u00fcrdigkeit haben. Und Hatice Schmidt, die ist mit einem Deutschen verheiratet, die ist 21 Jahre, eine bekannte beauty-Bloggerin hat eben Begriffe des Islam erkl\u00e4rt. In Erkl\u00e4rvideos und Dialogvideos. Und das hat dann sozusagen durchs Netz seinen \u2026 seinen Lauf genommen und nat\u00fcrlich kamen auch die Salafisten. Und nat\u00fcrlich kamen auch streng gl\u00e4ubige Muslime, die widersprochen haben, die gesagt haben, das ist in Wirklichkeit ganz anders gemeint. Aber wir haben zum erstmal \u00fcberhaupt eine kontroverse Diskussion hingekriegt, wie sie in der \u00d6ffentlichkeit so gar nicht stattfindet, sondern da hast Du immer nur den Islam und das zweite Bild, was dazu erscheint, ist der Terrorist sozusagen, aber diese ganze Bandbreite, die vielen Spielarten des Islam, der Religion des Islam und auch seine \u2026 seine gesellschaftstiftenden Funktionen, die kommen eigentlich sozusagen eher nicht vor in der \u00f6ffentlichen Debatte, aber in diesem Netz-Projekt hat das gut geklappt und es ist nicht kontroverslos abgegangen, aber es ist eben auch innerhalb relativ kurzer Zeit \u2026 gab es \u00fcber 600.000 Seitenabrufe von diesen Videos und Lehrer, die davon erfahren haben, haben h\u00e4nderingend darum gebeten, dann Arbeitsmaterial noch zu zu bekommen und das ist sozusagen dann unsere Strategie aus solchen Projekten die \u00dcbersetzung in p\u00e4dagogische Formate hinzu bekommen. Also Sie sehen, wir sind in diesem Feld unterwegs. Wir sind selber Anf\u00e4nger m\u00fcssen viel ausprobieren. Aber ohne Partnerschaften, ohne Lernpartnerschaft mit denjenigen, die man erreichen will, geht gar nichts. Also man muss sich sozusagen auf diese Medienwelten voll einlassen und man muss die Kompetenzen der Leute aufnehmen und ernst nehmen. <\/p>\n<p>23:24<br \/>\n<u>J\u00f6rg Wagner<\/u>: <strong>Wer ist eigentlich genau in der Pflicht, wenn es darum geht, also auch diese Parallelwelten zu \u00fcberwinden? Also d. h. einerseits  Erwachsene in den Diskurs mit Jugendlichen zu zwingen, sage ich mal, dass sie eben schneller angeschlossen sind an die mediale Entwicklung, andererseits auch Kinder und Jugendliche vielleicht zu interessieren f\u00fcr das, was wir herk\u00f6mmliche Medien nennen, denn irgendwann, das zeigt ja auch die Erfahrung, wenn man dann vielleicht Kinder kriegt und zu Hause bleibt und den Fernseher entdeckt, dann ist es auch vielleicht ganz gut, wenn man schon ein bisschen vororientiert ist.<\/strong><\/p>\n<p>23:55<br \/>\n<u>Thomas Kr\u00fcger<\/u>: Ja, also ich glaube, in der Pflicht sind zu allererst diejenigen, die st\u00e4ndig mit Kindern und Jugendlichen zu tun haben. Und das sind zwei Gruppen: zum einen die Eltern und zum andern die Lehrer. Und das Riesendilemma ist, dass du heute Lehrer werden kannst in Deutschland, ohne dich auch nur einmal verpflichtend mit den Medien und Medienkompetenz-Fragen zu besch\u00e4ftigen. Das hei\u00dft also in den Kurrikula der Ausbildung von Lehrern kommt nicht zwingend Leistungsnachweise in medienp\u00e4dagogischen Fragen vor. Und das muss sich \u00e4ndern, damit Lehrer \u00fcberhaupt wieder in der Lage sind von Medien zu verstehen, die sie selber gar nicht nutzen. Und dasselbe trifft eigentlich auf die Eltern zu. Die Eltern, die Autorit\u00e4t haben, die ihren Kindern Orientierung geben, Perspektive geben, die ihn ein wichtiger Ratgeber sind, die m\u00fcssen auch sich mit den Medien ihrer Kinder, die ihre Kinder nutzen deshalb besch\u00e4ftigen, um \u00fcberhaupt noch satisfaktionsf\u00e4hig zu sein, um \u00fcberhaupt ernst genommen zu werden von Kindern. Kinder nutzen sozusagen immer die Medien, die am neuesten sind, die am spannendsten sind, womit man was ausprobieren kann. Kinder tendieren dazu, Medien auch interaktiv zu nutzen, d.h. also etwas mit ihnen anzustellen. Und w\u00e4hrenddessen wir eigentlich mit Medien aufgewachsen sind, die eher passive Rezeption von Tageszeitung bis hin zum Fernsehen bedeuten. Heute ist es so, dass sich diese Medienwelten voneinander absetzen, unterscheiden. Medienwelten existieren nebeneinander her ohne, dass man irgendetwas wahrnimmt. Wir haben selber in unserer Arbeit in der Bundeszentrale gen\u00fcgend Erfahrungen damit gesammelt. Und unterm Strich muss man einfach sagen, braucht es f\u00fcr die Kinder Ansprechpartner. Und diese Ansprechpartner m\u00fcssen sich mit den neuen Medien besch\u00e4ftigen. Um es auf den Punkt zu bringen: nicht Kinder brauchen Medienkompetenzausbildung, sondern Eltern und Lehrer brauchen Medienkompetenz-Ausbildung, damit sie \u00fcberhaupt ihre klassischen Funktionen wie Orientierung geben, Wissen vermitteln, einsetzen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>26:06<br \/>\n<u>J\u00f6rg Wagner<\/u>: <strong>Das hie\u00dfe, die Kultusministerien sind daf\u00fcr verantwortlich? Oder wen k\u00f6nnte man da gezielt sozusagen auch in die Pflicht nehmen?<\/strong><\/p>\n<p>26:14<br \/>\n<u>Thomas Kr\u00fcger<\/u>: Die Kultusministerien bzw. die KMK muss sich Gedanken machen, wie man in den Ausbildungsg\u00e4ngen der p\u00e4dagogischen Berufe zwingend medienp\u00e4dagogische Leistungsnachweise einbaut. Das ist eigentlich Gebot der Stunde und diese Aufgabe liegt eigentlich schon lange auf dem Tisch. Passiert ist bisher eben nur da etwas, wenn ein Bundesland gesagt haben: wir \u2026 wir wollen dort mehr tun als bisher. Aber es gibt keine fl\u00e4chendeckenden, verbindlichen Verabredungen der L\u00e4nder in diese Richtung. Und deshalb finde ich, muss da was passieren.\n<\/p><\/blockquote>\n<p><\/p>\n<div style=\"height: 10px;\"><\/div>\n<hr \/>\n<div style=\"height: 5px;\"><\/div>\n<p><html><br \/>\n     <head><\/p>\n<style type=\"text\/css\">\n       body {\n                     background: #DADADA;\n       }\n      <\/style>\n<p>     <\/head><br \/>\n     <body><br \/>\n<\/body><br \/>\n    <\/html><br \/>\n<script src=\"https:\/\/apis.google.com\/js\/plusone.js\" type=\"text\/javascript\">\/\/ < ![CDATA[ {lang: 'de'} \/\/ ]]><\/script><br \/>\n<script src=\"http:\/\/twittercounter.com\/embed\/?username=medienmagazin&amp;style=avatar\" type=\"text\/javascript\"><\/script><\/p>\n<p><noscript><a href=\"http:\/\/twittercounter.com\/medienmagazin\">medienmagazin on Twitter Counter<\/a><\/noscript><\/p>\n<p><\/span><\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>No audio playback capabilities, please download the audio belowDownload Audio: Closed Format: MP3 Wer: Thomas Kr\u00fcger, Pr\u00e4sident des Deutschen Kinderhilfswerks und Pr\u00e4sident der Bundeszentrale f\u00fcr politische Bildung Was: Interview \u00fcber mediale Paralellwelten und Medienkompetenz Wann: rec.: 26.07.2016, 14:55 Uhr, ver\u00f6ffentlicht in Ausschnitten: Hintergrund, DLF, 29.07.2016, 18:40 Uhr und in gek\u00fcrzter Fassung: im Medienmagazin vom rbb [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_monsterinsights_skip_tracking":false,"_monsterinsights_sitenote_active":false,"_monsterinsights_sitenote_note":"","_monsterinsights_sitenote_category":0,"footnotes":""},"categories":[17],"tags":[675],"class_list":["post-31219","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-aktuell","tag-medienkompetenz"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.wwwagner.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/31219","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.wwwagner.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.wwwagner.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.wwwagner.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.wwwagner.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=31219"}],"version-history":[{"count":18,"href":"https:\/\/www.wwwagner.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/31219\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":50133,"href":"https:\/\/www.wwwagner.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/31219\/revisions\/50133"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.wwwagner.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=31219"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.wwwagner.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=31219"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.wwwagner.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=31219"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}