{"id":31965,"date":"2016-10-29T18:09:01","date_gmt":"2016-10-29T17:09:01","guid":{"rendered":"http:\/\/www.wwwagner.tv\/?p=31965"},"modified":"2017-04-20T23:52:18","modified_gmt":"2017-04-20T22:52:18","slug":"neustart-berliner-verlag","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.wwwagner.tv\/?p=31965","title":{"rendered":"Umbau Berliner Verlag"},"content":{"rendered":"<div class=\"BorlabsCookie\"><div class=\"_brlbs-content-blocker\"> <div class=\"_brlbs-embed _brlbs-video-youtube\"> <img class=\"_brlbs-thumbnail\" src=\"https:\/\/www.wwwagner.tv\/wp-content\/plugins\/borlabs-cookie\/images\/cb-no-thumbnail.png\" alt=\"YouTube\"> <div class=\"_brlbs-caption\"> <p>Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerkl\u00e4rung von YouTube.<br><a href=\"https:\/\/policies.google.com\/privacy\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener noreferrer\">Mehr erfahren<\/a><\/p> <p><a class=\"_brlbs-btn _brlbs-icon-play-white\" href=\"#\" data-borlabs-cookie-unblock role=\"button\">Video laden<\/a><\/p> <p><label><input type=\"checkbox\" name=\"unblockAll\" value=\"1\" checked> <small>YouTube immer entsperren<\/small><\/label><\/p> <\/div> <\/div> <\/div><div class=\"borlabs-hide\" data-borlabs-cookie-type=\"content-blocker\" data-borlabs-cookie-id=\"youtube\"><script type=\"text\/template\">PHA+PGlmcmFtZSBsb2FkaW5nPSJsYXp5IiB3aWR0aD0iMTEwMCIgaGVpZ2h0PSI2MTkiIHNyYz0iaHR0cHM6Ly93d3cueW91dHViZS1ub2Nvb2tpZS5jb20vZW1iZWQvQ0lnVjQ2VTFnVzA\/cmVsPTAmYW1wO3Nob3dpbmZvPTAiIGZyYW1lYm9yZGVyPSIwIiBhbGxvd2Z1bGxzY3JlZW4+PC9pZnJhbWU+PC9wPg==<\/script><\/div><\/div>\n<div style=\"height: 30px;\"><\/div>\n<p><span style=\"font-size: 11pt; font-family: tahoma,arial,helvetica,sans-serif;\"><br \/>\nDie gute Nachricht: Berliner Zeitung und Berliner Kurier bleiben als eigenst\u00e4ndige Zeitungen erhalten. Aber der Verlag, die DuMont Mediengruppe wagt einen radikalen Neuanfang, verl\u00e4sst das alte Verlagsgeb\u00e4ude und trennt sich im ersten Schritt von allen Mitarbeitern. Diese m\u00fcssen sich neu bewerben, eine \u00dcbernahmegarantie ist nicht vorgesehen.<\/span><\/p>\n<p><u>Wer<\/u>: Jens Kauerauf, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Berliner Verlag, <a href=\"http:\/\/www.dumont.de\/index.html\" target=\"_blank\">DuMont Mediengruppe<\/a><br \/>\n<u>Was<\/u>: Interview zum Umzug und Umbau des Berliner Verlags (Langfassung)<br \/>\n<u>Wo<\/u>: Berlin, Berliner Verlag, 11. Etage<br \/>\n<u>Wann<\/u>: rec.: 28.10.2016, ca. 10:40 Uhr; ver\u00f6ffentlicht in zwei bearbeiteten Radio-Fassungen im Medienmagazin von radioeins, rbb vom <a href=\"http:\/\/bit.ly\/2fwdbsO\" target=\"_blank\">29.10.2016<\/a> um 18:15 Uhr und im rbb-Inforadio am <a href=\"http:\/\/bit.ly\/2ebF7jE\" target=\"_blank\">30.10.2016<\/a> um 10:44 und 15:24 Uhr<\/p>\n<div style=\"height: 20px;\"><\/div>\n<p><u>Vgl<\/u>.:<\/p>\n<div class=\"BorlabsCookie\"><div class=\"_brlbs-content-blocker\"> <div class=\"_brlbs-embed _brlbs-video-youtube\"> <img class=\"_brlbs-thumbnail\" src=\"https:\/\/www.wwwagner.tv\/wp-content\/plugins\/borlabs-cookie\/images\/cb-no-thumbnail.png\" alt=\"YouTube\"> <div class=\"_brlbs-caption\"> <p>Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerkl\u00e4rung von YouTube.<br><a href=\"https:\/\/policies.google.com\/privacy\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener noreferrer\">Mehr erfahren<\/a><\/p> <p><a class=\"_brlbs-btn _brlbs-icon-play-white\" href=\"#\" data-borlabs-cookie-unblock role=\"button\">Video laden<\/a><\/p> <p><label><input type=\"checkbox\" name=\"unblockAll\" value=\"1\" checked> <small>YouTube immer entsperren<\/small><\/label><\/p> <\/div> <\/div> <\/div><div class=\"borlabs-hide\" data-borlabs-cookie-type=\"content-blocker\" data-borlabs-cookie-id=\"youtube\"><script type=\"text\/template\">PHA+PGlmcmFtZSBsb2FkaW5nPSJsYXp5IiB3aWR0aD0iNjAwIiBoZWlnaHQ9IjMzOCIgc3JjPSJodHRwczovL3d3dy55b3V0dWJlLW5vY29va2llLmNvbS9lbWJlZC9fRG9WYjdxeWswUT9yZWw9MCZhbXA7c2hvd2luZm89MCIgZnJhbWVib3JkZXI9IjAiIGFsbG93ZnVsbHNjcmVlbj48L2lmcmFtZT48L3A+<\/script><\/div><\/div>\n<div style=\"height: 20px;\"><\/div>\n<p><u>Wer<\/u>: Renate Gensch, Betriebsratsvorsitzende Berliner Verlag (Berliner Zeitung), ReGe 2 (alle tariflosen Neueinstellungen\/Versetzungen, die in der BLZ arbeiten) und f\u00fcr den Berliner Kurier<br \/>\n<u>Was<\/u>:Interview zum Umzug und Umbau des Berliner Verlags (Langfassung)<br \/>\n<u>Wo<\/u>: Berlin, Berliner Verlag, 2. Etage<br \/>\n<u>Wann<\/u>: rec.: 28.10.2016, ca. 15:40 Uhr; ver\u00f6ffentlicht in zwei bearbeiteten Radio-Fassungen im Medienmagazin von radioeins, rbb vom <a href=\"http:\/\/bit.ly\/2fwdbsO\" target=\"_blank\">29.10.2016<\/a> um 18:25 Uhr und im rbb-Inforadio am <a href=\"http:\/\/bit.ly\/2ebF7jE\" target=\"_blank\">30.10.2016<\/a> um 10:44 und 15:24 Uhr<\/p>\n<div style=\"height: 20px;\"><\/div>\n<hr \/>\n<div style=\"height: 10px;\"><\/div>\n<div id='stb-container-9621' class='stb-container-css stb-grey-container stb-no-caption stb-image-none stb-ltr stb-border stb-side'><aside class='stb-icon'><img src='http:\/\/www.wwwagner.tv\/wp-content\/plugins\/wp-special-textboxes\/themes\/stb-dark\/gears.png'><\/aside><div id='stb-box-9621' class='stb-grey_box stb-box' ><br \/>\n(W\u00f6rtliches Transkript)<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.wwwagner.tv\/wp-content\/uploads\/20161031_1247_20161028_kauerauf_jens_mS_600.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.wwwagner.tv\/wp-content\/uploads\/20161031_1247_20161028_kauerauf_jens_mS_600.jpg\" alt=\"20161031_1247_20161028_kauerauf_jens_ms_600\" width=\"600\" height=\"300\" class=\"alignnone size-full wp-image-32004\" srcset=\"https:\/\/www.wwwagner.tv\/wp-content\/uploads\/20161031_1247_20161028_kauerauf_jens_mS_600.jpg 600w, https:\/\/www.wwwagner.tv\/wp-content\/uploads\/20161031_1247_20161028_kauerauf_jens_mS_600-300x150.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px\" \/><\/a><\/p>\n<div style=\"height: 10px;\"><\/div>\n<blockquote><p>00:11<br \/>\n<u>J\u00f6rg Wagner<\/u>: Am 27.10. hat die DuMont-Mediengruppe offiziell bekannt gegeben, was sie plant in diesem neuen Redaktionsgeb\u00e4ude in Berlin-Kreuzberg und auch was mit den Besch\u00e4ftigten passieren wird, die bisher im Berliner Verlag gearbeitet haben. Vielleicht bevor wir zu den Details kommen, es ist ja immer so: never change a running system, sagt man. Und da ich annehme, dass Sie nichts \u00e4ndern, wenn alles l\u00e4uft. Was hat Sie denn zu dieser dann doch Umstrukturierung gebracht? Wie sah Ihre Analyse, der Befund aus? Wie geht\u2019s dem Berliner Verlag?<\/p>\n<p>00:44<br \/>\n<u>Jens Kauerauf<\/u>: Ja, man muss da eigentlich die Jahre zur\u00fcckdenken. Seit \u00dcbernahme der DuMont Gruppe 2009 haben wir es nicht geschafft, diese Gruppe mit Sanierungsma\u00dfnahmen, kleineren Sanierungsma\u00dfnahmen dorthin zu f\u00fchren, dass wir positive und schwarze Zahlen schreiben. Wir haben im Grunde genommen immer Ergebniskosmetik betrieben, auch  leider mit Personalabbau. Und der Strukturwandel, der Medienwandel insgesamt, insbesondere in dieser Hauptstadt &#8211; schwieriger Markt, sehr kompetitiver Markt, kompetitivster Markt in Europa &#8211; hat uns dazu dann die \u00dcberlegung gebracht, wie kriegen wir ein zukunftsf\u00e4higes Modell hierhin? Es  gibt auch die Diskussion oder es gab die Diskussion auch aus diesem Berliner Markt auszusteigen. Das ist ja auch wie in den Medien, auch in den Zeitungen auch nichts mehr ungew\u00f6hnliches. Das ist in der Historie \u2026  hat\u2019s ja schon auch Ausstieg aus dem Gesch\u00e4ft gegeben. Die FTD eingestellt worden, kleinere Zeitungen sind eingestellt worden. Und das ist ein klares Bekenntnis auch zu diesem Standort. Aber uns war klar, nachdem wir die Analyse betrieben haben, dass wir, wie wir es bisher gemacht haben, leider so nicht weitermachen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>01:55<br \/>\n<u>J\u00f6rg Wagner<\/u>: Nun gibt es ja Zeitungsbeispiele, zum Beispiel \u201cDie Welt\u201c, die jahrelang defizit\u00e4r war, aber da war es wichtig f\u00fcr den Verlag dort ja dann Geld rein zu stecken, auch wenn die Zeitung lange Zeit nichts verdient hat. Warum \u2013 ich nehme mal an, die Zahlen stimmen von der DuMont-Mediengruppe, dass sie Gewinn macht \u2013 warum habe sich nicht entschlossen weiter zu subventionieren und mehr oder weniger dann doch immer wieder an Stellschrauben fein zu justieren bis es dann vielleicht irgendeinmal klappt?<\/p>\n<p>02:23<br \/>\n<u>Jens Kauerauf<\/u>: Also, die Mediengruppe macht gut 500 Millionen \u20ac Umsatz. Wir haben letztes Jahr ein EBITDA von gut 10 Millionen gemacht. Das gibt f\u00fcr Investitionen, f\u00fcr Umbau, f\u00fcr Neuk\u00e4ufe wenig Raum. Das muss man mal ganz klar so sagen. Ich finde, es ist eine unternehmerische Entscheidung, auch eine verlegerische Entscheidung, zu \u00fcberlegen, wie kann man ein tragf\u00e4higes Zukunftskonzept machen? Da ist die Perspektive Wachstum vom Konzern ausgesprochen worden. Da ist eine klare Strategie dahinter. Und da geh\u00f6rt eben auch dazu, dass die regionalen Medienh\u00e4user gegr\u00fcndet sind und auch ein St\u00fcck weit auf eigenen Beinen stehen m\u00fcssen. Und Berlin, das kann man schon so sagen, ist \u00fcber die letzten Jahre defizit\u00e4r gewesen und ist dann auch aus den Gewinnen aus anderen Medienh\u00e4usern, ich sage mal, quersubventioniert worden. Und das kann\u2019s ja eigentlich auch unternehmerisch nicht sein auf Dauer, sondern muss auf eigenen Beinen stehen. Und deshalb halte ich diesen Schritt auch f\u00fcr sinnvoll, der jetzt in diesem Jahr \u2013 wir haben da sehr lange daran gearbeitet \u2013 zu \u00fcberlegen, wie kann dieses Medienhaus als klares Bekenntnis auch zum Standort Berlin auf eigenen Beinen stehen?<\/p>\n<p>03:29<br \/>\n<u>J\u00f6rg Wagner<\/u>: Dann verraten Sie uns mal so ein paar Details, mit denen Sie glauben, dass das Defizit\u00e4re dann letztenendes verschwindet und gleichzeitig aber die journalistische Qualit\u00e4t entweder sichert oder ausbaut?<\/p>\n<div style=\"height: 10px;\"><\/div>\n<p><a href=\"http:\/\/www.wwwagner.tv\/wp-content\/uploads\/20161007_1315__DSC5504_berlinerverlag_alex_400.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.wwwagner.tv\/wp-content\/uploads\/20161007_1315__DSC5504_berlinerverlag_alex_400.jpg\" alt=\"Berliner Verlag am Alexanderplatz\" width=\"400\" height=\"250\" class=\"alignleft size-full wp-image-31985\" srcset=\"https:\/\/www.wwwagner.tv\/wp-content\/uploads\/20161007_1315__DSC5504_berlinerverlag_alex_400.jpg 400w, https:\/\/www.wwwagner.tv\/wp-content\/uploads\/20161007_1315__DSC5504_berlinerverlag_alex_400-300x188.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px\" \/><\/a> (Foto: Berliner Verlag am Alexanderplatz)<\/p>\n<div style=\"height: 10px;\"><\/div>\n<p>03:40<br \/>\n<u>Jens Kauerauf<\/u>: Ja, also wenn man sich dieses Haus hier anguckt, alleine wenn man \u00fcberlegt, wie man heute multimedial im Newsroom arbeiten m\u00f6chte, dann wird man sehen, wenn man in diesem Haus ist, es ist ein altes Haus, die technische Infrastruktur, die IT-Infrastruktur, die dazu gebaut werden m\u00fcsste, w\u00e4re kostenm\u00e4\u00dfig hier in diesem Geb\u00e4ude gar nicht abbildbar gewesen. Und das geh\u00f6rt dazu. Und wir als Mediengruppe, insbesondere weil wir drei Zeitungen herausgeben &#8211; die Berliner Zeitung, den Berliner Kurier und auch ein Anzeigenblatt &#8211; sind nat\u00fcrlich stark in den Prozessen, wie wir fr\u00fcher gearbeitet haben: wir geben ein Printprodukt heraus. Und wenn sie in einer Gro\u00dfstadt wie Berlin sind, die wirklich sehr umk\u00e4mpft ist, sehr viele Medien hat. Also, wir reden auch immer nur von Zeitungen. Es gibt hier diverse Radiosender. Es gibt diverse Digitalangebote. Es ist die StartUp-Szene in Deutschland. Da muss man sich \u00fcberlegen, wo sind unsere Leser, aber wo sind auch unsere User, also unsere Nutzer, die diese Medienmarken nutzen wollen? Und das ist \u2026 wir sind heute so aufgestellt, dass wir stark auf Papier agieren. Das k\u00f6nnen wir auch. Das k\u00f6nnen wir auch gut. Das ist unbestritten. Aber der Wandel. Und der Wandel, der muss mitgegangen werden. Und daher hei\u00dft es eben stark in Infrastruktur auch zu investieren und in neue R\u00e4ume zu investieren, in neue B\u00fcror\u00e4ume, in neue Prozesse zu investieren. Und das ist hier nicht m\u00f6glich gewesen. Daher auch die Entscheidung, sich f\u00fcr zehn Jahre zu committen. Das muss man auch mal sagen, hier hat sich ein Konzern zehn Jahre committed mit einem v\u00f6llig neuen Geb\u00e4ude, mit einer v\u00f6llig neuen Atmosph\u00e4re auch, auch Kultur, wenn man das Geb\u00e4ude sieht. Es wird auch einen Kulturwandel geben. Wir wollen flache Hierarchien haben. Wir wollen Transparenz schaffen. Digitalisierung hei\u00dft auch Transparenz. Das wird auch immer untersch\u00e4tzt von vielen. Und das bietet uns das. Und das ist jetzt ein Neuanfang. Das ist ein Neustart. Und der Kern sind unsere Redaktionen, das sind die Produkte: Berliner Zeitung und Berliner Kurier. Und deshalb haben wir uns entschieden zu diesem Neuanfang. Und sind auch sehr optimistisch, dass wir das hinkriegen.<\/p>\n<div style=\"height: 10px;\"><\/div>\n<p><a href=\"http:\/\/www.wwwagner.tv\/wp-content\/uploads\/20161007_1506__DSC5517_berlinerverlag_altejakobstra\u00dfe_400.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.wwwagner.tv\/wp-content\/uploads\/20161007_1506__DSC5517_berlinerverlag_altejakobstra\u00dfe_400.jpg\" alt=\"Das neue Verlagsgeb\u00e4ude\" width=\"400\" height=\"266\" class=\"alignleft size-full wp-image-31999\" srcset=\"https:\/\/www.wwwagner.tv\/wp-content\/uploads\/20161007_1506__DSC5517_berlinerverlag_altejakobstra\u00dfe_400.jpg 400w, https:\/\/www.wwwagner.tv\/wp-content\/uploads\/20161007_1506__DSC5517_berlinerverlag_altejakobstra\u00dfe_400-300x200.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px\" \/><\/a> (Foto: Das neue Verlagsgeb\u00e4ude)<\/p>\n<div style=\"height: 10px;\"><\/div>\n<p>05:41<br \/>\n<u>J\u00f6rg Wagner<\/u>: Wenn ich das, was bisher ver\u00f6ffentlicht wurde, richtig verstanden habe, dann wird von einer Kernmannschaft \u2026  werden zwei Produkte gemacht? Ist das richtig oder sitzen die blo\u00df nur zusammen?<\/p>\n<p>05:54<br \/>\n<u>Jens Kauerauf<\/u>: Naja, das ist ja immer so, wenn man jetzt was Neues macht, da gibt es ja erst einmal Bedenken. Und das kann ich auch total nachvollziehen. Und die haupts\u00e4chlichen Bedenken sind ja, Boulevard mit einer regionalen Abo-Zeitung zu verbinden. So ganz ist es ja nicht mehr. Die Welt sieht ja so gar nicht da drau\u00dfen mehr aus. Wenn man jetzt die Digital-Angebote sich anguckt von der Berliner Zeitung und die Leser analysiert, dann haben die mit den Printlesern wenig zu tun. D.h. also die Angebote, die wir in Print produziert haben von der Redaktion qualitativ, die wir eins zu eins reinstellen in die Berliner Zeitung m\u00fcssen nicht genauso gut funktionieren. \u00dcbrigens beim Boulevard ist es genau das gleiche. Wir haben also die Herausforderung, dass wir starke Marken haben, aber diese starken Marken von unterschiedlichen Usern und Lesern genutzt werden. Die Herausforderung ist: wir haben einen klassischen Inhalt und der muss entsprechend aufbereitet werden, fachlich aufbereitet werden f\u00fcr die jeweiligen Marken. Und das, glaube ich, geht nur noch mit einem gemeinsamen Newsroom. Und das ist nat\u00fcrlich nicht so, wie die gro\u00dfen \u00c4ngste sind, auch Ger\u00fcchte, die hier verbreitet worden sind, wir werden also mit der Berliner Zeitung uns nicht auf den reinen Marzahn oder sublokale Einheiten zur\u00fcckziehen. Das stimmt nicht. Und es ist auch nicht so geplant, dass wir boulevardesker werden aus der Sicht der Berliner Zeitung. Das ist f\u00fcr mich das entscheidende. Und das ist auch nicht der Plan. Der Plan ist zu sagen: wir wollen multimedial arbeiten und dazu geh\u00f6rt eben Print. Dazu geh\u00f6rt auch ePaper, ein wichtiges Produkt, wo wir in den letzten zwei Jahren sehr positive Erfahrungen gemacht haben. Auch dieses Produkt muss anders produziert werden, anders technisch produziert werden. Und nat\u00fcrlich unsere online- und Webauftritte. Und was  auch noch immer dazu kommt. Im Bereich der Apps sind wir relativ weit hinten. Auch hier wird sehr viel ausprobiert. Und da muss man sagen, das kann man nur aus einem Newsroom machen mit entsprechenden technischen Daten, die wir ermitteln. Wir sind Partner, prefered partner mit Google, die uns sehr viel Technik zur Verf\u00fcgung stellen, wo wir eben auswerten k\u00f6nnen, welcher Artikel gut genutzt wird, wie das ranking ist, wie verh\u00e4lt ein User sich auf der Homepage? Und das sind wichtige Daten, um eben auch das Angebot zu optimieren f\u00fcr unsere Leser, User und Nutzer.<\/p>\n<p>08:12<br \/>\n<u>J\u00f6rg Wagner<\/u>: Aber, es wird schon so sein, dass ein Journalist f\u00fcr beide Zeitungen arbeitet und sagen wir mal, f\u00fcr den Berliner Kurier die etwas schnell konsumierbare Variante bietet und f\u00fcr die Berliner Zeitung meinetwegen den Hintergrund-Artikel schreibt?<\/p>\n<div style=\"height: 10px;\"><\/div>\n<p><a href=\"http:\/\/www.wwwagner.tv\/wp-content\/uploads\/20161030_2046_Screenshot-2016-10-30-20.46.58_1579-x-916.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.wwwagner.tv\/wp-content\/uploads\/20161030_2046_Screenshot-2016-10-30-20.46.58_1579-x-916.jpg\" alt=\"Quelle: berliner-zeitung.de, 27.10.2016, 12:30 Uhr\" width=\"400\" height=\"232\" class=\"alignleft size-full wp-image-31987\" srcset=\"https:\/\/www.wwwagner.tv\/wp-content\/uploads\/20161030_2046_Screenshot-2016-10-30-20.46.58_1579-x-916.jpg 400w, https:\/\/www.wwwagner.tv\/wp-content\/uploads\/20161030_2046_Screenshot-2016-10-30-20.46.58_1579-x-916-300x174.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px\" \/><\/a> (Foto-Quelle: berliner-zeitung.de, 27.10.2016, 12:30 Uhr)<\/p>\n<div style=\"height: 10px;\"><\/div>\n<p>08:25<br \/>\n<u>Jens Kauerauf<\/u>: Ja, also ganz wichtig: wir haben dort Chefredakteure, die [eine] ganz klare Markenverantwortung haben und das Gesicht auch renommiert: Herr Arnzt, bei der S\u00fcddeutschen Zeitung gewesen, der ganz klar f\u00fcr die Berliner Zeitung steht. Elmar Jehn, der ganz klar f\u00fcr den Berliner Kurier steht, viel Erfahrung auch im Boulevardjournalismus hat und vor allen Dingen f\u00fcr die digitale Strategie ist eben Thilo Knott zust\u00e4ndig. Und das nat\u00fcrlich einmalig, dass man dort drei Chefredakteure hat, die im Grunde genommen die Idee, die wir haben, miteinander verkn\u00fcpfen. Da hat auch keiner den lead, wie das immer kolportiert wird, sondern das ist ein Dreigestirn gleichberechtigt. Das wird sicherlich auch Herausforderung sein, wenn man sich neue Regeln \u00fcberlegen muss. Wie geht man damit um? Wie geht man auch mit Entscheidungen um? Aber entscheidend ist eigentlich bei der ganzen Sache, dass wir uns auf den Markt ausrichten. Der Markt hat verschiedene User, verschiedene Leser, auch einen verschiedenen Bedarf auch zu verschiedenen Zeitpunkten. Das darf man auch nicht untersch\u00e4tzen. Und da versuchen wir mit diesem gemeinsamen Newsroom entsprechend diese Leser zu befriedigen, mit dem Content und mit den Marken, wie sie es gerne haben m\u00f6chten.<\/p>\n<p>09:27<br \/>\n<u>J\u00f6rg Wagner<\/u>: Meine Erfahrung ist &#8211; auch weil ich seit \u00fcber 25 Jahren Medienkongresse besuche, wo gerade auch solche Strategien immer wieder auch vorgestellt werden und dann auch Fehlerkorrekturen Jahre sp\u00e4ter gemacht werden in der Erkenntnisauswertung, dass man tats\u00e4chlich dieses Gesch\u00e4ft als trial and error verstehen muss. Aber weswegen die DuMont-Mediengruppe jetzt so ein bisschen in den Schlagzeilen ist, dass man mit der erstens der Kommunikationstrategie ja hart ins Gericht geht, dass solange die Mitarbeiter im Unklaren gelassen wurden, auch die Leser im Unklaren gelassen wurden, was Sie planen und dass offenbar auch Sie nicht alle Mitarbeiter mitnehmen in dieses neue Projekt bzw., dass die Arbeitsverh\u00e4ltnisse auf eine etwas unelegante Weise gel\u00f6st werden oder auf eine elegante aus der Sicht des Verlages. Wie gehen Sie mit solcher Kritik um?<\/p>\n<div style=\"height: 10px;\"><\/div>\n<p><a href=\"http:\/\/www.wwwagner.tv\/wp-content\/uploads\/20161030_2108_Screenshot-2016-10-30-21.08.12_1595-x-915-2.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.wwwagner.tv\/wp-content\/uploads\/20161030_2108_Screenshot-2016-10-30-21.08.12_1595-x-915-2.jpg\" alt=\"Quelle: berliner-zeitung.de, 19.05.2016, 14:17 Uhr\" width=\"400\" height=\"229\" class=\"alignleft size-full wp-image-32001\" srcset=\"https:\/\/www.wwwagner.tv\/wp-content\/uploads\/20161030_2108_Screenshot-2016-10-30-21.08.12_1595-x-915-2.jpg 400w, https:\/\/www.wwwagner.tv\/wp-content\/uploads\/20161030_2108_Screenshot-2016-10-30-21.08.12_1595-x-915-2-300x172.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px\" \/><\/a> (Foto-Quelle: berliner-zeitung.de, 19.05.2016, 14:17 Uhr)<\/p>\n<div style=\"height: 10px;\"><\/div>\n<p>10.20<br \/>\n<u>Jens Kauerauf<\/u>: Mit Kritik muss man umgehen k\u00f6nnen. Zur Kommunikation ist es eigentlich ganz klar. Wir haben am 19. Mai verk\u00fcndet, dass wir umziehen. Und auch in diesem Rahmen haben wir verk\u00fcndet, unser Vorstandsvorsitzender, dass wir uns Ende Oktober dazu kommunizieren, wie wir das machen. Es gab dieses Projekt. Das wurde angek\u00fcndigt: wie arbeiten wir in der Alten Jakobstra\u00dfe, da steht das neue Geb\u00e4ude, in den Redaktionen weiter? Da gibt es ein klares commitment. Was dann passiert ist, ist, \u2013 und das ist eine Frage, ob man Deutungshoheit haben m\u00f6chte, wer m\u00f6chte als erstes informieren  \u2013 dass Ger\u00fcchte verbreitet worden sind. Und da muss man nat\u00fcrlich sagen, jetzt kann man zu jedem Ger\u00fccht nat\u00fcrlich irgendwie Stellung beziehen, aber wir haben uns ganz klar committed: Ende Oktober werden wir die Mitarbeiter informieren. Und man muss nat\u00fcrlich auch fairerweise sagen, wenn man [das] so ein bisschen Revue passiert und auch recherchiert, dann wird man feststellen, dass ganz viele Sachen, die dort vor Monaten, vor Wochen kolportiert worden sind, einfach schlichtweg auch unwahr sind. Wenn Sie jetzt dazu alles Stellung genommen h\u00e4tten, h\u00e4tten Sie im Grunde genommen das Tohuwabohu noch verst\u00e4rkt. Ich will mal nur ein Beispiel nennen: also die Funke-Gruppe liefert den Mantel. <\/p>\n<div style=\"height: 10px;\"><\/div>\n<p><a href=\"http:\/\/www.wwwagner.tv\/wp-content\/uploads\/20161031_0038_Screenshot-2016-10-31-00.38.45_1920-x-1080.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.wwwagner.tv\/wp-content\/uploads\/20161031_0038_Screenshot-2016-10-31-00.38.45_1920-x-1080.jpg\" alt=\"Jens Kauerauf im Interview\" width=\"400\" height=\"225\" class=\"alignleft size-full wp-image-31995\" srcset=\"https:\/\/www.wwwagner.tv\/wp-content\/uploads\/20161031_0038_Screenshot-2016-10-31-00.38.45_1920-x-1080.jpg 400w, https:\/\/www.wwwagner.tv\/wp-content\/uploads\/20161031_0038_Screenshot-2016-10-31-00.38.45_1920-x-1080-300x169.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px\" \/><\/a><\/p>\n<div style=\"height: 10px;\"><\/div>\n<p>Es ist ein klares Bekenntnis an die Hauptstadt-Redaktion, die zieht eins zu eins um f\u00fcr unsere Kunden. Das Produkt wird weiterlaufen. Wir werden die Frankfurter Rundschau beliefern. Wir werden den Weser Kurier beliefern. Wenn man, sagen wir mal, ein bisschen recherchiert, was da vor ein paar Wochen kolportiert worden ist aus den Medien, wer auch immer oder vielleicht auch aus dem eigenen Haus, dann ist das auch ein bisschen gesch\u00e4ftssch\u00e4digend. Wir haben uns aber an diesen Spekulationen &#8230; wir haben dar\u00fcber nachgedacht, da etwas zu tun, nicht zu beteiligen. Es gibt viele andere Sachen. Es wurden Ger\u00fcchte verbreitet, das ganze Verlagsbereiche hier von heute auf morgen eingestellt werden. Auch das haben wir gestern klar gesagt, dass da \u00fcberhaupt keine Entscheidung stattfindet auch zum Thema GWB-Novelle [<a href=\"https:\/\/www.bmwi.de\/BMWi\/Redaktion\/PDF\/G\/neunte-gwb-novelle,property=pdf,bereich=bmwi2012,sprache=de,rwb=true.pdf\" target=\"_blank\">Novelle des Gesetzes gegen Wettbewerbsbeschr\u00e4nkungen<\/a>]. Da werden sehr viele Sachen sehr spekuliert und das macht die Mitarbeiter nat\u00fcrlich auch entsprechend verr\u00fcckt. Ich will jetzt keine Medienschelte anfangen, aber man h\u00e4tte das auch einfacher l\u00f6sen k\u00f6nnen, h\u00e4tte auch sagen k\u00f6nnen, wir nehmen Stellung dazu, wenn die Gesch\u00e4ftsf\u00fchrung informiert so wie versprochen Ende Oktober und dann kommunizieren wir dazu. Und werden uns dazu positionieren.<\/p>\n<p>12:24<br \/>\n<u>J\u00f6rg Wagner<\/u>: Darf ich ganz kurz dazwischen gehen? Der Betriebsrat hatte oder der Verlagsbetriebsrat hatte kritisiert, dass bereits klar war, welche Teppich-Farbe ausgelegt wird in dem neuen Geb\u00e4ude, aber die Mitarbeiter \u00fcberhaupt nicht wussten, wie es aussieht mit der Zukunft der Redaktionen. Also, warum haben Sie nicht wenigstens intern die Mitarbeiter eingebunden in den neuen Prozess?<\/p>\n<p>12:46<br \/>\n<u>Jens Kauerauf<\/u>: Also, wir waren nat\u00fcrlich in der Situation, das hat auch etwas mit dem neuen Geb\u00e4ude zu tun, es gab ganz viele Geschichten im neuen Geb\u00e4ude, die sind auch von dem Vermieter festgelegt worden und da muss man einfach sagen, das mussten wir auch so akzeptieren. Das ist jetzt nicht schlimm \u2026<\/p>\n<p><u>J\u00f6rg Wagner<\/u>: Zum Beispiel?<\/p>\n<p><u>Jens Kauerauf<\/u>: \u2026 naja die Teppichfarbe war jetzt nicht das entscheidende und ich glaube auch, dass der Betriebsrat sich an der Teppichfarbe aufh\u00e4ngt, kann ich mir nicht vorstellen, dass das das entscheidende Thema war, zumal er damit eingebunden war. Ich glaube, entscheidend ist etwas anderes. Das Geb\u00e4ude, was wir kommuniziert haben am 19. Mai, haben wir relativ kurzfristig &#8230; wir haben sehr lange gesucht, wir haben uns sehr lange Gedanken gemacht, den Vertrag unterschrieben. Wir haben dann innerhalb von drei Wochen an die Mitarbeiter den Umzug kommuniziert. Wir haben dann entschieden und auch formuliert, wie es weitergeht. Wir haben gesagt: es wird ein Redaktionsprojekt geben und wir werden uns die neuen R\u00e4ume, die zu der Zeit in einem  Rohbauzustand waren, werden wir entsprechend \u00fcberlegen, wie das ganze gemacht wird. Und wir haben auch vorher schon gesagt, dass [wir] auf jeden Fall ein neues Raumkonzept machen &#8211; also, dass das Ganze tendenziell go\u00dfr\u00e4umiger ist. Wenn man Newsroom-Konzepte  \u2013 und das war klar, dass es in diese Richtung laufen muss, war \u00fcbrigens auch eine Forderung des Betriebsrats, wir brauchen einen vern\u00fcnftigen Newsroom, es war auch immer Forderung der Redaktion, unbestritten  \u2013 dann wei\u00df man eigentlich, dass das keine Einzelzellen sein d\u00fcrfen, so wie das hier heute auch teilweise ist. Hier werden einfach Sachen miteinander vermischt. Das ist nicht in Ordnung. Wir haben eigentlich relativ verbindlich und klar immer kommuniziert, dass wir Ende Oktober das Projekt vorstellen werden und dann in die Diskussion gehen. Warum man dieser Sache nicht gefolgt ist, ist nicht meine Aufgabe, weil ich bin auf der ganz klaren Seite: wir haben das klar gemacht. Und da geht es um Deutungshoheit, um Interpretation. Da an diesen Spekulationen m\u00f6chten wir uns auch nicht beteiligen, werden wir auch in Zukunft nicht.<\/p>\n<div style=\"height: 10px;\"><\/div>\n<p><a href=\"http:\/\/www.wwwagner.tv\/wp-content\/uploads\/20161030_2301_Screenshot-2016-10-30-23.01.54_1562-x-920-2.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.wwwagner.tv\/wp-content\/uploads\/20161030_2301_Screenshot-2016-10-30-23.01.54_1562-x-920-2.jpg\" alt=\"Quelle: horizont.net, 28.10.2016\" width=\"400\" height=\"259\" class=\"alignleft size-full wp-image-31993\" srcset=\"https:\/\/www.wwwagner.tv\/wp-content\/uploads\/20161030_2301_Screenshot-2016-10-30-23.01.54_1562-x-920-2.jpg 400w, https:\/\/www.wwwagner.tv\/wp-content\/uploads\/20161030_2301_Screenshot-2016-10-30-23.01.54_1562-x-920-2-300x194.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px\" \/><\/a> (Foto-Quelle: horizont.net, 28.10.2016)<\/p>\n<div style=\"height: 10px;\"><\/div>\n<p>14:39<br \/>\n<u>J\u00f6rg Wagner<\/u>: Bleibt jetzt noch die Kritik an der Art und Weise, wie die Besch\u00e4ftigungsverh\u00e4ltnisse gel\u00f6st oder \u00fcberf\u00fchrt werden in die neue Gesellschaft. Da wird Ihnen jetzt von einem ehemaligen Chefredakteur der Berliner Zeitung, Uwe Vork\u00f6tter,  der jetzt f\u00fcr Horizont arbeitet, vorgeworfen, das sei unanst\u00e4ndig aus seiner Perspektive. Das h\u00e4tte Alfred Neven DuMont nicht so gemacht. Er hat lieber Chefredakteure, einschlie\u00dflich seiner Person, entfernt, aber sein Heiligtum waren die Redaktionen. Nun sieht es so aus, als ob die Redaktionen sich neu bewerben m\u00fcssen und dass auch nicht alle wirklich Platz finden, weil wenn Sie die Stellen neu ausschreiben, kann es nat\u00fcrlich auch sein, dass Sie auch v\u00f6llig neue Leute mit einstellen und somit der Eindruck entsteht, dass Sie hier bestimmte Sozialleistungen einfach nicht auszahlen wollen. Was sagen Sie zu diesem Vorwurf der Unanst\u00e4ndigkeit?<\/p>\n<p>15:31<br \/>\n<u>Jens Kauerauf<\/u>: Also, das muss ich ganz entschieden zur\u00fcckweisen. Das hat auch unser Vorstandsvorsitzender gestern noch einmal ganz klar gesagt, dass wir als DuMont-Mediengruppe uns ein klares commitment auch geben. Wenn Mitarbeiter leider nicht mitgenommen werden k\u00f6nnen, dass wir da mit den Betriebsr\u00e4ten vern\u00fcnftige Diskussionen, vern\u00fcnftige L\u00f6sungen finden: Sozialplan. Was auch immer. Das ist Punkt eins. Punkt zwei ist, muss ich immer entschieden zur\u00fcckweisen, dass das auch keine Billiglohngesellschaft ist. Wir werden uns an den Manteltarif anlehen. Man muss auch wissen, dass da also auch klare Vorschl\u00e4ge dann auf dem Tisch liegen werden und die Besch\u00e4ftigten werden da nicht schlechter gestellt. Auch das ist kommuniziert worden. Das wird einfach nicht erw\u00e4hnt. Das dritte Thema ist mir auch nochmal ganz wichtig: ja &#8211; wir werden nicht alle mitnehmen. Das war und ist der Redaktion, auch glaube ich, in dem Zustand in dem wir hier sind, auch bekannt gewesen. Wenn Sie einen Neustart machen, und das ist wirklich ein Neustart, wir l\u00f6sen ja im Grunde genommen alle Strukturen auf. Wir bauen im Grunde genommen v\u00f6llig neu. Wir bauen Teams. Wir bauen \u2026  wir haben keine Ressorts mehr, sondern wir haben Themen. Also das, was den Leser interessiert. Dann hat das nat\u00fcrlich eine Skepsis zur Folge. Weil das v\u00f6llig neu ist. So hat das vielleicht auch noch keiner in der Form gemacht. Das ist uns alles sehr wohl bewusst. Aber daf\u00fcr brauchen wir auch im Zweifel andere Leute. Aber es ist auch ganz klar: wir brauchen auch die Leute, die hier diese Inhalte und diese Jobs machen k\u00f6nnen. Und es ist ganz klar: jeder kann sich bewerben. Und das m\u00f6chte ich an dieser Stelle auch noch einmal formulieren: und f\u00fcr uns ist die Zukunft &#8211;  und es geht um die Zukunft auch aller Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen &#8211;  entscheidend. Und es geht um ein Zukunftskonzept. Und ja, Ver\u00e4nderungen sind auch manchmal harte Einschnitte. Und das m\u00f6chte man vielleicht auch gar nicht h\u00f6ren. Aber wir m\u00fcssen auch immer das positive sehen. Das positive ist: es gibt ein klares commitment f\u00fcr diesen Standort und f\u00fcr die Zukunft und auch f\u00fcr viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Es stand auch zur Debatte \u2013 das wird auch vergessen \u2013 auch das ist klar kommuniziert worden vom Konzern, dass die Zeitungen und dass wir uns aus Berlin zur\u00fcckziehen. Das muss man auch noch einmal wirklich sagen: hier wird auch sehr viel Geld investiert. Es wird in Technik investiert. Es wird in Arbeitsatmosph\u00e4re investiert und es ist ein Neuanfang. Und das ist an dieser Stelle sehr, sehr positiv auch zu bewerten aus unserer Sicht.<\/p><\/blockquote>\n<div style=\"height: 10px;\"><\/div>\n<p>(w\u00f6rtliches Transkript)<\/p>\n<div style=\"height: 20px;\"><\/div>\n<p><a href=\"http:\/\/www.wwwagner.tv\/wp-content\/uploads\/20161007_1315__DSC5505_600\u2006\u00d7\u2006371.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.wwwagner.tv\/wp-content\/uploads\/20161007_1315__DSC5505_600\u2006\u00d7\u2006371.jpg\" alt=\"20161007_1315__dsc5505_600%e2%80%86x%e2%80%86371\" width=\"600\" height=\"371\" class=\"alignnone size-full wp-image-31966\" srcset=\"https:\/\/www.wwwagner.tv\/wp-content\/uploads\/20161007_1315__DSC5505_600\u2006\u00d7\u2006371.jpg 600w, https:\/\/www.wwwagner.tv\/wp-content\/uploads\/20161007_1315__DSC5505_600\u2006\u00d7\u2006371-300x186.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px\" \/><\/a><br \/>\n<\/div><\/div>\n<div style=\"height: 10px;\"><\/div>\n<hr \/>\n<p>(\u00a9 Video+Fotos: J\u00f6rg Wagner; Screenshots siehe Quellenangabe in Foton\u00e4he)<\/p>\n<div style=\"height: 5px;\"><\/div>\n<p><html><br \/>\n     <head><\/p>\n<style type=\"text\/css\">\n       body {\n                     background: #DADADA;\n       }\n      <\/style>\n<p>     <\/head><br \/>\n     <body><br \/>\n<\/body><br \/>\n    <\/html><br \/>\n<script src=\"https:\/\/apis.google.com\/js\/plusone.js\" type=\"text\/javascript\">\/\/ < ![CDATA[ {lang: 'de'} \/\/ ]]><\/script><br \/>\n<script src=\"http:\/\/twittercounter.com\/embed\/?username=medienmagazin&amp;style=avatar\" type=\"text\/javascript\"><\/script><\/p>\n<p><noscript><a href=\"http:\/\/twittercounter.com\/medienmagazin\">medienmagazin on Twitter Counter<\/a><\/noscript><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerkl\u00e4rung von YouTube.Mehr erfahren Video laden YouTube immer entsperren Die gute Nachricht: Berliner Zeitung und Berliner Kurier bleiben als eigenst\u00e4ndige Zeitungen erhalten. 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