{"id":33424,"date":"2017-01-18T18:00:23","date_gmt":"2017-01-18T17:00:23","guid":{"rendered":"http:\/\/www.wwwagner.tv\/?p=33424"},"modified":"2017-01-30T05:54:08","modified_gmt":"2017-01-30T04:54:08","slug":"bild-digital-klagt-gegen-focus-online","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.wwwagner.tv\/?p=33424","title":{"rendered":"BILD Digital klagt gegen FOCUS ONLINE"},"content":{"rendered":"<figure id=\"attachment_33425\" aria-describedby=\"caption-attachment-33425\" style=\"width: 1024px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"http:\/\/www.wwwagner.tv\/wp-content\/uploads\/20170118_DSC8905_reichelt_julian_1024\u2006\u00d7\u2006657.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" style=\"border: 2px solid #000000;\" src=\"http:\/\/www.wwwagner.tv\/wp-content\/uploads\/20170118_DSC8905_reichelt_julian_1024\u2006\u00d7\u2006657.jpg\" alt=\"Julian Reichelt | \u00a9 Foto: J\u00f6rg Wagner\" width=\"1024\" height=\"657\" class=\"size-full wp-image-33425\" srcset=\"https:\/\/www.wwwagner.tv\/wp-content\/uploads\/20170118_DSC8905_reichelt_julian_1024\u2006\u00d7\u2006657.jpg 1024w, https:\/\/www.wwwagner.tv\/wp-content\/uploads\/20170118_DSC8905_reichelt_julian_1024\u2006\u00d7\u2006657-300x192.jpg 300w, https:\/\/www.wwwagner.tv\/wp-content\/uploads\/20170118_DSC8905_reichelt_julian_1024\u2006\u00d7\u2006657-768x493.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-33425\" class=\"wp-caption-text\">Julian Reichelt | \u00a9 Foto: J\u00f6rg Wagner<\/figcaption><\/figure>\n<div style=\"height: 10px;\"><\/div>\n<p>FOCUS ONLINE (FOCUS Online Group GmbH\/Burda) ver\u00f6ffentliche systematisch Inhalte mit Werbung kombiniert, die im Netz bei BILD+ selbst recherchiert hinter einer Paywall kostenpflichtig angeboten w\u00fcrden. So der Vorwurf von BILD Digital (Axel Springer SE). Nach Sammlung umfangreicher Beweise sucht Springer jetzt den Rechtsweg.<\/p>\n<div style=\"height: 10px;\"><\/div>\n <audio   controls > <source src=\"http:\/\/www.wwwagner.tv\/audio\/20170118_reichelt_julian_128.mp3\" type='audio\/mpeg' \/> <object   type=\"application\/x-shockwave-flash\"  data=\"https:\/\/www.wwwagner.tv\/wp-content\/plugins\/wphtml5player\/inc\/flowplayer.swf\"  width=\"400\"  height=\"30\"> <param name=\"movie\" value='https:\/\/www.wwwagner.tv\/wp-content\/plugins\/wphtml5player\/inc\/flowplayer.swf' \/><param name=\"allowfullscreen\" value='false' \/><param name=\"cachebusting\" value='true' \/><param name=\"bgcolor\" value='#000000' \/><param name=\"flashvars\" value='config={\"plugins\":{\"controls\":{\"height\":30,\"autoHide\":false,\"fullscreen\":false}},\"clip\":{\"autoPlay\":false,\"url\":\"http:\\\/\\\/www.wwwagner.tv\\\/audio\\\/20170118_reichelt_julian_128.mp3\"},\"playlist\":[{\"autoPlay\":false,\"url\":\"http:\\\/\\\/www.wwwagner.tv\\\/audio\\\/20170118_reichelt_julian_128.mp3\"}],\"play\":{\"opacity\":0}}' \/>  No audio playback capabilities, please download the audio below<br \/><strong>Download Audio:<\/strong> Closed Format: <a href=\"http:\/\/www.wwwagner.tv\/audio\/20170118_reichelt_julian_128.mp3\">MP3<\/a> <\/object> <!-- Generated by HTML5 Multimedia Framework (http:\/\/code.google.com\/p\/html5videoplayer) --> <\/audio>  \n<div style=\"height: 10px;\"><\/div>\n<p><strong><u>Wer<\/u><\/strong>: Julian Reichelt, Chefredakteur BILD Digital<br \/>\n<strong><u>Was<\/u><\/strong>: Interview zur Klage gegen FOCUS ONLINE<br \/>\n<strong><u>Wo<\/u><\/strong>: Berlin, Redaktionsgeb\u00e4ude, Axel-Springer-Stra\u00dfe 65<br \/>\n<strong><u>Wann<\/u><\/strong>: rec.: 18.01.2017, ca. 17:55 Uhr; ver\u00f6ffentlicht mit einzelnen Aussagen:<br \/>\n* &#8222;T\u00f6ne, Texte, Bilder&#8220;, WDR 5, 21.01.2017, 12:05 Uhr<br \/>\n* rbb-Medienmagazin, radioeins, 21.01.2017, 18:05 Uhr | Inforadio, 22.01.2017, 10:44\/15:24 Uhr<\/p>\n<div style=\"height: 10px;\"><\/div>\n<p>Erw\u00fcnschte \u00dcbernahme:<\/p>\n<blockquote class=\"twitter-tweet\" data-lang=\"de\">\n<p lang=\"de\" dir=\"ltr\">Was ich noch nachtragen muss: Dank an alle Kollegen, die unser <a href=\"https:\/\/twitter.com\/BILD\">@BILD<\/a>-Interview mit Donald <a href=\"https:\/\/twitter.com\/hashtag\/Trump?src=hash\">#Trump<\/a> so sauber &amp; gro\u00dfz\u00fcgig zitiert haben! <a href=\"https:\/\/t.co\/bemFcPfzae\">pic.twitter.com\/bemFcPfzae<\/a><\/p>\n<p>&mdash; Kai Diekmann (@KaiDiekmann) <a href=\"https:\/\/twitter.com\/KaiDiekmann\/status\/823592131868639238\">23. Januar 2017<\/a><\/p><\/blockquote>\n<p><script async src=\"\/\/platform.twitter.com\/widgets.js\" charset=\"utf-8\"><\/script><\/p>\n<hr \/>\n<div id='stb-container-2012' class='stb-container-css stb-grey-container stb-no-caption stb-image-none stb-ltr stb-border stb-side'><aside class='stb-icon'><img src='http:\/\/www.wwwagner.tv\/wp-content\/plugins\/wp-special-textboxes\/themes\/stb-dark\/gears.png'><\/aside><div id='stb-box-2012' class='stb-grey_box stb-box' ><\/p>\n<blockquote><p>\n(w\u00f6rtliches Transkript)<\/p>\n<p>00:00<br \/>\n<u>Julian Reichelt<\/u>: Mein Name ist Julian Reichelt. Und ich bin Chefredakteur BILD Digital.<\/p>\n<p>00:03<br \/>\n<u>J\u00f6rg Wagner<\/u>: <strong>Wenn Sie das Gesch\u00e4ftsmodell von FOCUS ONLINE beschreiben w\u00fcrden, was f\u00e4llt Ihnen als erstes ein? Ganz charakteristisch, was machen die?<\/strong><\/p>\n<p>00:11<br \/>\n<u>Julian Reichelt<\/u>: Werbevermarktung von Reichweite ist das Gesch\u00e4ftsmodell von FOCUS ONLINE, was als solches v\u00f6llig legitim ist, allerdings nur dann, wenn das mit eigenen selbst produzierten Inhalten geschieht und das ist etwas, was FOCUS ONLINE nicht macht.<\/p>\n<p>00:25<br \/>\n<u>J\u00f6rg Wagner<\/u>: <strong>Sie sind ja selbst eine Digital-Verl\u00e4ngerung, sage ich mal, einer Printmarke. Genauso wie die Kollegen von FOCUS ONLINE, aber warum schreiben die nicht bei sich selbst ab? Was vermuten Sie?<\/strong><\/p>\n<p>00:35<br \/>\n<u>Julian Reichelt<\/u>: Also ersteinmal, ist das nat\u00fcrlich unsere Geschichte, dass wir die Digital-Verl\u00e4ngerung einer Printmarke sind, aber ich w\u00fcrde sagen, dass wir dar\u00fcber l\u00e4ngst hinaus gewachsen sind. Wir sind eine Medienmarke, die bekannteste Medienmarke in Deutschland und eine der bekanntesten tats\u00e4chlich der Welt und wir finden auf diversen Plattformen statt und wir versuchen all diese Plattform so gut wie m\u00f6glich mit unseren Inhalten zu bespielen. So sehen wir uns. Das ist extrem aufw\u00e4ndig. Das verlangt extrem viele Inhalte, die auf diese Plattform auch zugeschnitten sind. Daf\u00fcr braucht man viele Leute, viele gute Leute, die diese Inhalte recherchieren, aufbereiten. Und das ist etwas, was FOCUS ONLINE weder in der Online-Redaktion, noch in der Magazin-Redaktion mit \u00e4hnlicher oder vergleichbarer Manpower leisten kann. Deswegen hat FOCUS ONLINE, weil sie weniger Reporter haben und meiner Meinung nach auch l\u00e4ngst nicht so gute Reporter, weniger gute Geschichten. Und dar\u00fcber helfen sie sich selber hinweg, indem sie einfach die Geschichten unserer Reporter nehmen.<\/p>\n<p>01:30<br \/>\n<u>J\u00f6rg Wagner<\/u>: <strong>Nun stehen Sie ja im Widerspruch zu einer eigentlichen Statistik, die ihr immer wieder gef\u00fchrt wird: der meistzitierte zu sein, das meistzitierte Medium. Da gibt es so ein Ranking. Darauf sind Sie auch stolz, die Nummer eins zu sein, auch auf Facebook zum Beispiel. In dieser Woche, als Sie nun Klage eingereicht haben, wurde ja auch das Kai-Diekmann-Interview mit Donald Trump massiv auch in anderen Bl\u00e4ttern nachgedruckt, nacherz\u00e4hlt. Wie gehen Sie denn mit diesem Widerspruch um: einerseits nat\u00fcrlich zitiert werden zu wollen, aber dann andererseits anderen verbieten zu wollen, Inhalte nach zu nutzen?<\/strong><\/p>\n<p>01:54<br \/>\n<u>Julian Reichelt<\/u>: Wie gehen damit um, indem wir erst einmal da \u00fcberhaupt keinen Widerspruch sehen. Nat\u00fcrlich sind extrem stolz darauf, das meistzitierte Medium in Deutschland zu sein. Auch daf\u00fcr arbeiten sehr viele Leute sehr hart, meistens im Bereich Politik, teilweisem Bereich Sport, aber der Gro\u00dfteil dieser Zitate geht auf die Politik zur\u00fcck. Deswegen haben bei dieser Klage ausdr\u00fccklich, dass was wir selber als Nachrichtenversorgung, als Nachrichten-Grundversorgung empfinden, v\u00f6llig ausgenommen. Wir haben auch in dieser Klage nichts eingebunden oder ber\u00fccksichtigt, was wir zum Beispiel selber an die Agenturen gegeben haben, weil etwas an die Agenturen zu geben, besagt ganz klar: bitte \u00fcbernehmt das liebe Kollegen. Wir sind daran interessiert, dass unsere Inhalte, nachrichtliche Inhalte \u00fcbernommen werden, wir sind stolz darauf, dass unsere exklusiven Nachrichten \u00fcbernommen werden, aber bei dieser Klage geht es uns um etwas anderes. Bei dieser Klage geht es um Features, um Analysen, um Hintergr\u00fcnde, um all das, was nicht zur nachrichtlichen Grundversorgung geh\u00f6rt. Da ist zum Beispiel eine Geschichte drin \u00fcber die Farbe von Haaren, ja was einfach eine Nachrichten- &#8230; eine Servicegeschichte ist, wo aufbereitet ist, wie sich Haare im weitesten Sinne l\u00e4nger ihre Farbe behalten. Das ist nun nicht nachrichtliche Grundversorgung, ist aber in vollem Umfang und voller Sch\u00f6nheit \u00fcbernommen worden von den Kollegen. Wir haben ganz klar und bewusst diese Trennung gemacht, weil wir eben niemanden verbieten wollen unsere Nachrichten zu \u00fcbernehmen. Im Gegenteil. Ich bin der gr\u00f6\u00dfte Verfechter davon, dass Nachrichten verbreitet werden und Verbreitung finden und betrachte das als elementaren Bestandteil von Pressefreiheit. Uns geht es darum, das systematisch, das ist es ganz wichtig, systematisch Berichte \u00fcbernommen werden, die nichts mit nachrichtlicher Grundversorgung oder Nachrichtenlage zu tun haben und optimiert werden auf ein anderes Gesch\u00e4ftsmodell, w\u00e4hrend wir ganz klar erkl\u00e4rt haben, was unser Gesch\u00e4ftsmodell ist, n\u00e4mlich Paid Content, dass f\u00fcr Journalismus bezahlt wird, glaubt man bei FOCUS ONLINE daran nicht, was v\u00f6llig o.k. ist, niemand muss daran glauben, aber dann sollen sie\u2019s bitte mit den eigenen Inhalten machen. Und sie optimieren unsere Inhalte auf Ihr Gesch\u00e4ftsmodell: die Vermarktung von Reichweite. Das ist in etwa so, als w\u00fcrden Sie in den Kiosk gehen und sich eine Bild-Zeitung kaufen, die 5.000 mal kopieren, die Inhalte ein bisschen umstellen, darauf Anzeigen verkaufen und sie an der n\u00e4chsten Ecke als Gratiszeitung verteilen. Das ist ganz offenkundig nicht in Ordnung. Das ist die Nutzung unserer Leistung zum eigenen Gewinn. Und dagegen wehren wir uns.<\/p>\n<p>04:23<br \/>\n<u>J\u00f6rg Wagner<\/u>: <strong>Nun ist das juristisch sicherlich nicht so einfach zu trennen, was ist nachrichtlich, was hat m\u00f6glicherweise aber einen Charakter, der eine Woche h\u00e4lt, einen Monat h\u00e4lt oder vielleicht Lebensberatung gibt. Wie sind Sie nun konkret in der juristischen Formulierung gegen FOCUS ONLINE vorgegangen? Was werfen Sie den Kollegen dort genau vor?<\/strong><\/p>\n<p>04:43<br \/>\n<u>Julian Reichelt<\/u>: Was wir Ihnen vorwerfen, ist die Systematik. In allererster Linie die Systematik. Wir k\u00f6nnen, das ist unsere \u00dcberzeugung, anhand der Beweisf\u00fchrung ganz klar belegen, dass man bei FOCUS ONLINE sozusagen die Schw\u00e4chen eines Paid-Content-Modells klar identifiziert hat, n\u00e4mlich dass sie reichweitenbeschr\u00e4nkt sind, weil sie hinter einer Paywall stehen und damit sich nat\u00fcrlich in der Vermarktung nicht so gut monetarisieren lassen wie Reichweite. Gleichzeitig sind es nat\u00fcrlich unsere besten Inhalte. D.h. es w\u00e4ren eigentlich die Inhalte, die am meisten Reichweite erzeugen w\u00fcrden. Diese Systematik macht sich Focus zu nutzen, in dem man exakt diese Inhalte \u00fcbernimmt, sie auf der eigenen Seite ausspielt auf Positionen, die besonders attraktiv sind, zu Zeitpunkten, die besonders attraktiv sind, am liebsten unsere Inhalte, die wir  abends Online stellen am Morgen zum Fr\u00fchst\u00fcck, wenn ein Traffic Peak, ein Trafric-H\u00f6hepunkt da ist. Da ist eine ganz klare Systematik nachweisbar und das ist das, was f\u00fcr denen vorwerfen. Es geht nicht darum, dass mal ein Artikel \u00fcbernommen worden ist. Es geht nicht mal im Detail darum, dass vielleicht Formulierungen \u00fcbernommen werden, was ich als Journalist als unlauter betrachten w\u00fcrde, ja? Aber es geht in dem Fall nicht mal konkret darum. Es geht darum, dass ein Gesch\u00e4ftsmodell betrachtet wird, dass die Schw\u00e4che dieses Modells, n\u00e4mlich dass es reichweitenbeschr\u00e4nkt ist, identifiziert worden ist. Dass dieses Gesch\u00e4ftsmodell kannibalisiert, ausgeraubt, ausgenommen wird und dann optimiert wird auf ein eigenes Gesch\u00e4ftsmodell, wo \u00fcber Reichweite Geld verdient wird. Und wie gesagt, \u00fcber Reichweite Geld verdienen, ist v\u00f6llig legitim, wenn es mit den eigenen Inhalten geschieht, aber nicht mit den Inhalten f\u00fcr die bei uns Hunderte von Reportern jeden Tag sehr hart arbeiten.<\/p>\n<p>06:21<br \/>\n<u>J\u00f6rg Wagner<\/u>: <strong>Aber meines Wissens bem\u00fchen Sie nicht das Urheberrecht daf\u00fcr.<\/strong><\/p>\n<p>06:24<br \/>\n<u>Julian Reichelt<\/u>: Genau darum, ohne da jetzt in die rechtlichen Details ganz tief hinab zu steigen, weil sich damit die Juristen immer noch besser auskennen, als ich, geht es. Es geht eben \u2026 es geht sozusagen um die wettbewerbsrechtliche Komponente. Es geht darum, dass wir ein erkl\u00e4rtes und gesch\u00fctztes Gesch\u00e4ftsmodell haben. Ja, da sind wir wieder beim Laden. Im Laden steht jemand und verhindert, dass geklauten wird. Der Laden ist besch\u00fctzt. Unser Gesch\u00e4ftsmodell ist besch\u00fctzt. Da ist eine Paywall davor. Da muss man sich einloggen. Es gibt da Allgemeine Gesch\u00e4ftsbedingungen. Wir haben ganz klargemacht, woran wir glauben, womit wir Geld verdienen wollen, welche Leistungen wir selber erbringen, um Geld zu verdienen, n\u00e4mlich erstens die Recherche unserer Reporter und zweitens aber auch all die technischen Voraussetzungen f\u00fcr die wir Millionen investiert haben, um diese Inhalte, die wir f\u00fcr das wertvollste halten, was wir haben, was alle Journalisten haben, was das wertvollste in unserem ganzen Beruf ist, um diese Inhalte zu sch\u00fctzen. Das wird bewusst und sehr dreist jeden Tag sehr systematisch \u00fcberwunden, um damit Geld zu verdienen. Es ist auch v\u00f6llig klar, dass es da, wenn sie sich die Auswahl der Artikel dann eines Tages anschauen werden in der Klage, es ist total klar, dass es da nicht um die Unterrichtung der Allgemeinheit, um einen Bildungsauftrag, um wie gesagt Nachrichten der Grundversorgung geht. Es ist v\u00f6llig klar, dass man sich das nimmt, was \u2026 von dem man wei\u00df, dass es am besten funktioniert, weil es ja auch bei uns gut positioniert ist, dass man unsere top-Newsletter, aus denen hervorgeht, was sind unsere Topgeschichten bei BILD+, dass man pr\u00e4zise diese Geschichten ausw\u00e4hlt und diese Geschichten auf Reichweite optimiert. Es geht also nur darum, mit der Leistung anderer Geld zu verdienen und das ist nicht in Ordnung.<\/p>\n<p>08:19<br \/>\n<u>J\u00f6rg Wagner<\/u>: <strong>W\u00fcrden Sie ausschlie\u00dfen, dass bei BILD auch schon mal so etwas passiert ist?<\/strong><\/p>\n<p>08:01<br \/>\n<u>Julian Reichelt<\/u>: Ich w\u00fcrde niemals grunds\u00e4tzlich ausschlie\u00dfen in so einem gro\u00dfen Apparat, dass sowas passiert und auch wieder passieren kann. Was ich aber mit Sicherheit sagen kann ist, dass ich in jedem einzelnen Fall, in dem ich davon erfahre, es erstens sofort unterbinde, es niemals zu unserem Gesch\u00e4ftsmodell erheben w\u00fcrde, es niemals propagieren w\u00fcrde und es extrem scharf sanktioniere. Wenn ich bei uns jemanden beim Abschreiben zum eigenen Vorteil erwische, wird das hart sanktioniert. Egal, was der eigene Vorteil dann sein mag. Image, Ego, Geld. Egal, was eigene Vorteil sein mag: Abschreiben zum eigenen Vorteil wird bei uns sanktioniert und ist bei uns ganz sicher weder bei Bild, noch bei Axel Springer Gesch\u00e4ftsmodell.<\/p>\n<\/blockquote>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/bit.ly\/2jLoMDp\" target=\"_blank\">http:\/\/www.wwwagner.tv\/?p=33424<\/a><br \/>\n<\/div><\/div>\n<hr \/>\n<blockquote><p>\n\u201eDas Wertvollste, was wir haben\u201c: BILD klagt gegen Inhalte-Diebstahl<\/p>\n<p>    Wettbewerbs- und urheberrechtliche Klage gegen Focus Online \/ exklusive BILDplus-Inhalte systematisch reproduziert<\/p>\n<p>BILD hat beim Landgericht K\u00f6ln eine wettbewerbs- und urheberrechtliche Klage gegen Focus Online eingereicht. Mit der Klage wendet sich BILD dagegen, dass Focus Online systematisch exklusive Bezahl-Inhalte von BILDplus abschreibt und zum Teil des eigenen Gesch\u00e4ftsmodells macht, das Journalismus reichweitenorientiert vermarktet. Grundlage der Klage ist die gezielte Behinderung des Gesch\u00e4ftsmodells von BILDplus sowie eine Verletzung des Datenbankrechts.<\/p>\n<p>Nachdem immer wieder Einzelf\u00e4lle aufgefallen waren, hat BILD \u00fcber mehrere Monate s\u00e4mtliche BILDplus-Artikel und deren exklusive Inhalte mit den kostenlosen Inhalten von Focus Online abgeglichen. Das Ergebnis: Focus Online verwertet systematisch und oft schon unmittelbar nach der Erstver\u00f6ffentlichung die exklusiven BILDplus- Geschichten auf der eigenen Homepage. Mit der Klage verlangt BILD Unterlassung, Auskunft und Schadensersatzfeststellung.<\/p>\n<p>Julian Reichelt, Chefredakteur BILD Digital: \u201eF\u00fcr uns geht es hier um das Wertvollste, was wir als journalistische Marke haben: unsere mit eigenen Ressourcen recherchierten Inhalte. Wir haben einzelne F\u00e4lle gegen\u00fcber Focus Online zun\u00e4chst im Guten kritisiert \u2013 ohne Erfolg. Leider mussten wir dann feststellen, dass Focus Online systematisch vorgeht und unsere exklusiven Geschichten stiehlt und verwertet, um auf diese Weise kosteng\u00fcnstig, ohne jedes redaktionelle Investment, die eigene Reichweite zu erh\u00f6hen. Mit diesem Verhalten greift Focus Online das Gesch\u00e4ftsmodell einer ganzen Branche an \u2013 dagegen m\u00fcssen wir uns wehren.\u201c<\/p>\n<p>Pressemitteilung Axel Springer SE (<a href=\"http:\/\/www.axelspringer.de\/presse\/-Das-Wertvollste-was-wir-haben-BILD-klagt-gegen-Inhalte-Diebstahl_30441838.html\" target=\"_blank\">17.01.2017<\/a>)\n<\/p><\/blockquote>\n<hr \/>\n<div style=\"height: 5px;\"><\/div>\n<p><html><br \/>\n     <head><\/p>\n<style type=\"text\/css\">\n       body {\n                     background: #DADADA;\n       }\n      <\/style>\n<p>     <\/head><br \/>\n     <body><br \/>\n<\/body><br \/>\n    <\/html><br \/>\n<script src=\"https:\/\/apis.google.com\/js\/plusone.js\" type=\"text\/javascript\">\/\/ < ![CDATA[ {lang: 'de'} \/\/ ]]><\/script><br \/>\n<script src=\"http:\/\/twittercounter.com\/embed\/?username=medienmagazin&amp;style=avatar\" type=\"text\/javascript\"><\/script><\/p>\n<p><noscript><a href=\"http:\/\/twittercounter.com\/medienmagazin\">medienmagazin on Twitter Counter<\/a><\/noscript><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>FOCUS ONLINE (FOCUS Online Group GmbH\/Burda) ver\u00f6ffentliche systematisch Inhalte mit Werbung kombiniert, die im Netz bei BILD+ selbst recherchiert hinter einer Paywall kostenpflichtig angeboten w\u00fcrden. 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