{"id":35991,"date":"2017-05-09T14:39:38","date_gmt":"2017-05-09T13:39:38","guid":{"rendered":"http:\/\/www.wwwagner.tv\/?p=35991"},"modified":"2017-05-09T20:09:37","modified_gmt":"2017-05-09T19:09:37","slug":"im-streit-verleger-vs-google-ist-eugh-gefragt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.wwwagner.tv\/?p=35991","title":{"rendered":"Im Streit Verleger vs. Google ist EuGH gefragt"},"content":{"rendered":"<p><figure id=\"attachment_35997\" aria-describedby=\"caption-attachment-35997\" style=\"width: 1100px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"http:\/\/www.wwwagner.tv\/wp-content\/uploads\/20170509_bremer_ralf_mS2_1100-x-546.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.wwwagner.tv\/wp-content\/uploads\/20170509_bremer_ralf_mS2_1100-x-546.jpg\" alt=\"Ralf Bremer | Foto: \u00a9 J\u00f6rg Wagner\" width=\"1100\" height=\"546\" class=\"size-full wp-image-35997\" srcset=\"https:\/\/www.wwwagner.tv\/wp-content\/uploads\/20170509_bremer_ralf_mS2_1100-x-546.jpg 1100w, https:\/\/www.wwwagner.tv\/wp-content\/uploads\/20170509_bremer_ralf_mS2_1100-x-546-300x149.jpg 300w, https:\/\/www.wwwagner.tv\/wp-content\/uploads\/20170509_bremer_ralf_mS2_1100-x-546-768x381.jpg 768w, https:\/\/www.wwwagner.tv\/wp-content\/uploads\/20170509_bremer_ralf_mS2_1100-x-546-1024x508.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 1100px) 100vw, 1100px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-35997\" class=\"wp-caption-text\">Ralf Bremer | Foto: \u00a9 J\u00f6rg Wagner<\/figcaption><\/figure><br \/>\n<span style=\"font-size: 11pt; font-family: tahoma,arial,helvetica,sans-serif;\"><br \/>\nIm Rechtsstreit einer Verwertungsgesellschaft gegen Google Inc. hielt das Landgericht Berlin am 09.05.2017 f\u00fcr erforderlich, dazu Entscheidungen des EuGH einzuholen. In einer ersten Stellungnahme hei\u00dft es von Google:<\/span><\/p>\n<div style=\"height: 20px;\"><\/div>\n<blockquote><p><em>&#8222;Die Entscheidung vom Landgericht Berlin hat jetzt ein weiteres Mal gezeigt, dass es im Zusammenhang mit dem Leistungsschutzrecht noch zahlreiche ungekl\u00e4rte Fragen, auch Widerspr\u00fcche gibt, die es aufzukl\u00e4ren gilt. Und wir von Google haben jetzt schon viele Male gesagt, wir m\u00f6chten eben lieber mit Presseverlagen und Journalistinnen und Journalisten  zusammenarbeiten, digitalen Journalismus entwickeln, neue Modelle entwickeln, neue Gesch\u00e4ftsmodelle und daran arbeiten wir weiter.&#8220;<\/em><\/p><\/blockquote>\n<div style=\"height: 20px;\"><\/div>\n <audio   controls > <source src=\"http:\/\/www.wwwagner.tv\/audio\/20170509_bremer_ralf_128.mp3\" type='audio\/mpeg' \/> <object   type=\"application\/x-shockwave-flash\"  data=\"https:\/\/www.wwwagner.tv\/wp-content\/plugins\/wphtml5player\/inc\/flowplayer.swf\"  width=\"400\"  height=\"30\"> <param name=\"movie\" value='https:\/\/www.wwwagner.tv\/wp-content\/plugins\/wphtml5player\/inc\/flowplayer.swf' \/><param name=\"allowfullscreen\" value='false' \/><param name=\"cachebusting\" value='true' \/><param name=\"bgcolor\" value='#000000' \/><param name=\"flashvars\" value='config={\"plugins\":{\"controls\":{\"height\":30,\"autoHide\":false,\"fullscreen\":false}},\"clip\":{\"autoPlay\":false,\"url\":\"http:\\\/\\\/www.wwwagner.tv\\\/audio\\\/20170509_bremer_ralf_128.mp3\"},\"playlist\":[{\"autoPlay\":false,\"url\":\"http:\\\/\\\/www.wwwagner.tv\\\/audio\\\/20170509_bremer_ralf_128.mp3\"}],\"play\":{\"opacity\":0}}' \/>  No audio playback capabilities, please download the audio below<br \/><strong>Download Audio:<\/strong> Closed Format: <a href=\"http:\/\/www.wwwagner.tv\/audio\/20170509_bremer_ralf_128.mp3\">MP3<\/a> <\/object> <!-- Generated by HTML5 Multimedia Framework (http:\/\/code.google.com\/p\/html5videoplayer) --> <\/audio>  \n<div style=\"height: 10px;\"><\/div>\n<p><u>Was<\/u>: Statement zum Beschluss des Landgerichts Berlin vom 09.05.2017<br \/>\n<u>Wer<\/u>: Dr. Ralf Bremer, Leiter Politische PR, Unternehmenssprecher, Google Deutschland Berlin<br \/>\n<u>Wo<\/u>: Station Berlin, am Rande der re:publica 2017<br \/>\n<u>Wann<\/u>: 09.05.2017, 14:39 Uhr<\/p>\n<div style=\"height: 10px;\"><\/div>\n<p><u>Vgl<\/u>.:<\/p>\n<div style=\"height: 20px;\"><\/div>\n<blockquote><p>Landgericht Berlin:<br \/>\nEntscheidung des Europ\u00e4ischen Gerichtshofs erforderlich im Rechtsstreit gegen Google wegen Leistungsschutzrechten (PM 25\/2017)<br \/>\n<a href=\"http:\/\/bit.ly\/2q2TdZe\" target=\"_blank\">Pressemitteilung vom 09.05.2017<\/a><\/p>\n<p>Der Pr\u00e4sident des Kammergerichts<br \/>\nEl\u00dfholzstra\u00dfe 30-33, 10781 Berlin<\/p>\n<p>Landgericht Berlin: Entscheidung des Europ\u00e4ischen Gerichtshofs erforderlich im Rechtsstreit gegen Google wegen Leistungsschutzrechten<\/p>\n<p>Die Zivilkammer 16 des Landgerichts Berlin h\u00e4lt in dem Rechtsstreit einer Verwertungsgesellschaft, die Leistungsschutzrechte f\u00fcr Presseverleger wahrnimmt und Klage gegen das Unternehmen Google Inc. erhoben hat, eine Entscheidung des Europ\u00e4ischen Gerichtshofes (EuGH) f\u00fcr notwendig und legt diesem zwei Rechtsfragen vor.<\/p>\n<p>Die Verwertungsgesellschaft hat Klage gegen Google Inc. erhoben. Es soll festgestellt werden, dass das Unternehmen Google Inc. ihr dadurch zum Schadensersatz verpflichtet sei, dass es \u00fcber die Online-Angebote \u201eGoogle Suche\u201c Textausschnitte, Bilder etc. aus Presseerzeugnissen in einer Ergebnisliste anzeigt. Denn nach Eingabe des Suchwortes und Ausl\u00f6sung der Suchfunktion erscheint u.a. ein kurzer Text oder Textausschnitt (Snippet); sofern man die Funktion \u201eBildersuche\u201c nutzt, erscheinen Bilder, die auf andere Internetseiten verweisen. Durch diese Arten der Vorschau soll dem Nutzer erm\u00f6glicht werden, die Relevanz der angezeigten Internetseiten f\u00fcr sein konkretes Informationsbed\u00fcrfnis abzusch\u00e4tzen. In Bezug auf die von der Beklagten ebenfalls angebotenen Dienste \u201enews.google.de\u201c oder \u201enews.google.com\u201c werden Nachrichten in der Art eines Magazins aus einem beschr\u00e4nkten Kreis von Nachrichtenquellen anzeigt. Hier besteht der sog. \u201cSnippet\u201d aus einer Kurzzusammenfassung der Website, vielfach unter Verwendung der einleitenden S\u00e4tze. Aufgrund dieser Nutzung der \u201eSnippets\u201c verlangt die Kl\u00e4gerin weiterhin von Google Auskunft \u00fcber die H\u00f6he der Werbeanzeigen Dritter auf eigenen oder fremden Internetseiten und den sich aus der Auskunft ergebenden Schadensersatz; diese Werbeanzeigen vermittelt Google kostenpflichtig \u00fcber weitere Dienste.<\/p>\n<p>Die Kl\u00e4gerin beruft sich im Rechtlichen auf das seit August 2013 geltende Leistungsschutzrecht nach dem Urheberrechtsgesetz (UrhG). Die ma\u00dfgeblichen Normen sind \u00a7\u00a7 87f \u2013 87h UrhG. Der deutsche Gesetzgeber hat kein Notifizierungsverfahren vor dem EuGH f\u00fcr diese Normen veranlasst. Der Begriff der Notifizierung beschreibt ein Verfahren, in dem die EU-Mitgliedstaaten die Europ\u00e4ische Kommission, teilweise auch die anderen Mitgliedstaaten, \u00fcber ein Gesetz informieren und teilweise auch Gelegenheit zur \u00dcberpr\u00fcfung geben m\u00fcssen, bevor das Gesetz im eigenen Staat wirksam wird.<\/p>\n<p>Die Zivilkammer 16 geht davon aus, dass die Klage teilweise begr\u00fcndet w\u00e4re, wenn die Vorschriften des UrhG anwendbar seien. Das sei aufgrund der Rechtsprechung des EuGH jedoch nur dann der Fall, wenn ein solches Notifizierungsverfahren durchgef\u00fchrt worden w\u00e4re. Das Landgericht k\u00f6nne nicht selbst diese Entscheidung treffen, so dass dem EuGH die Rechtsfragen vorzulegen seien.<\/p>\n<p>Ma\u00dfgeblich sei die Richtlinie 98\/34\/EG des Europ\u00e4ischen Parlaments und des Rates vom 20. Juli 1998. Anbieter von Suchmaschinen w\u00fcrden eine Dienstleistung der Informationsgesellschaft im Sinne des Art. 1 Nr. 2 der Richtlinie erbringen, und zwar im Fernabsatz, da die Vertragspartner nicht gleichzeitig physisch anwesend seien. Die Regelung in Art. 1 Nr. 2 der Richtlinie richte sich u.a. an Anbieter von Suchmaschinen und Anbieter von Diensten, die Inhalte von Webseiten entsprechend aufbereiten wie z.B. \u201eGoogle News\u201c. Nur wenn die Regelung sich reflexartig, also im Sinne von zuf\u00e4llig, auf die vorgenannten Suchmaschinenanbieter auswirke, w\u00fcrde sie nicht unter den Anwendungsbereich der Richtlinie fallen. Davon gehe das Landgericht jedoch nicht aus.<\/p>\n<p>Daher m\u00fcsse weiterhin gekl\u00e4rt werden, ob es sich bei den Leistungsschutzrechten um \u201etechnische\u201c Vorschriften im Sinne von Art. 1 Nr. 11 der Richtlinie handele. Nach Auffassung des Landgerichts seien alle Normen umfasst, die sich auf diese Dienste rechtlich oder faktisch auswirken w\u00fcrden.<\/p>\n<p>Die schriftlichen Gr\u00fcnde des Beschlusses liegen vor und sind nachstehend verf\u00fcgbar.<\/p>\n<p>Landgericht Berlin, Aktenzeichen 16 O 546\/15, Beschluss vom 9. Mai 2017<\/p><\/blockquote>\n<div style=\"height:10px;\"><\/div>\n<hr \/>\n<div style=\"height: 5px;\"><\/div>\n<p><html><br \/>\n     <head><\/p>\n<style type=\"text\/css\">\n       body {\n                     background: #DADADA;\n       }\n      <\/style>\n<p>     <\/head><br \/>\n     <body><br \/>\n<\/body><br \/>\n    <\/html><br \/>\n<script src=\"https:\/\/apis.google.com\/js\/plusone.js\" type=\"text\/javascript\">\/\/ < ![CDATA[ {lang: 'de'} \/\/ ]]><\/script><br \/>\n<script src=\"http:\/\/twittercounter.com\/embed\/?username=medienmagazin&amp;style=avatar\" type=\"text\/javascript\"><\/script><\/p>\n<p><noscript><a href=\"http:\/\/twittercounter.com\/medienmagazin\">medienmagazin on Twitter Counter<\/a><\/noscript><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im Rechtsstreit einer Verwertungsgesellschaft gegen Google Inc. hielt das Landgericht Berlin am 09.05.2017 f\u00fcr erforderlich, dazu Entscheidungen des EuGH einzuholen. 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