{"id":36448,"date":"2017-06-09T16:05:10","date_gmt":"2017-06-09T15:05:10","guid":{"rendered":"http:\/\/www.wwwagner.tv\/?p=36448"},"modified":"2020-04-22T13:53:36","modified_gmt":"2020-04-22T11:53:36","slug":"raue-stefan","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.wwwagner.tv\/?p=36448","title":{"rendered":"Raue, Stefan"},"content":{"rendered":"<p><figure id=\"attachment_36469\" aria-describedby=\"caption-attachment-36469\" style=\"width: 1100px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"http:\/\/www.wwwagner.tv\/wp-content\/uploads\/20170610_raue_stefan_mS_1100-x-546-1.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.wwwagner.tv\/wp-content\/uploads\/20170610_raue_stefan_mS_1100-x-546-1.jpg\" alt=\"Stefan Raue | Foto: \u00a9 MDR\/Marco Prosch\" width=\"1100\" height=\"546\" class=\"size-full wp-image-36469\" srcset=\"https:\/\/www.wwwagner.tv\/wp-content\/uploads\/20170610_raue_stefan_mS_1100-x-546-1.jpg 1100w, https:\/\/www.wwwagner.tv\/wp-content\/uploads\/20170610_raue_stefan_mS_1100-x-546-1-300x149.jpg 300w, https:\/\/www.wwwagner.tv\/wp-content\/uploads\/20170610_raue_stefan_mS_1100-x-546-1-768x381.jpg 768w, https:\/\/www.wwwagner.tv\/wp-content\/uploads\/20170610_raue_stefan_mS_1100-x-546-1-1024x508.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 1100px) 100vw, 1100px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-36469\" class=\"wp-caption-text\">Stefan Raue | Foto: \u00a9 MDR\/Marco Prosch<\/figcaption><\/figure><br \/>\n<span style=\"font-size: 11pt; font-family: tahoma,arial,helvetica,sans-serif;\"><\/p>\n<div style=\"height: 20px;\"><\/div>\n <audio   controls > <source src=\"http:\/\/www.wwwagner.tv\/audio\/20170609_raue_stefan_64.mp3\" type='audio\/mpeg' \/> <object   type=\"application\/x-shockwave-flash\"  data=\"https:\/\/www.wwwagner.tv\/wp-content\/plugins\/wphtml5player\/inc\/flowplayer.swf\"  width=\"400\"  height=\"30\"> <param name=\"movie\" value='https:\/\/www.wwwagner.tv\/wp-content\/plugins\/wphtml5player\/inc\/flowplayer.swf' \/><param name=\"allowfullscreen\" value='false' \/><param name=\"cachebusting\" value='true' \/><param name=\"bgcolor\" value='#000000' \/><param name=\"flashvars\" value='config={\"plugins\":{\"controls\":{\"height\":30,\"autoHide\":false,\"fullscreen\":false}},\"clip\":{\"autoPlay\":false,\"url\":\"http:\\\/\\\/www.wwwagner.tv\\\/audio\\\/20170609_raue_stefan_64.mp3\"},\"playlist\":[{\"autoPlay\":false,\"url\":\"http:\\\/\\\/www.wwwagner.tv\\\/audio\\\/20170609_raue_stefan_64.mp3\"}],\"play\":{\"opacity\":0}}' \/>  No audio playback capabilities, please download the audio below<br \/><strong>Download Audio:<\/strong> Closed Format: <a href=\"http:\/\/www.wwwagner.tv\/audio\/20170609_raue_stefan_64.mp3\">MP3<\/a> <\/object> <!-- Generated by HTML5 Multimedia Framework (http:\/\/code.google.com\/p\/html5videoplayer) --> <\/audio>  \n<div style=\"height: 10px;\"><\/div>\n<p><u>Was<\/u>: Interview \u00fcber die Wahl zum Deutschlandradio-Intendanten am 08.06.2017<br \/>\n<u>Wer<\/u>: Stefan Raue, mdr-Chefredakteur, ab September 2017 Deutschlandradio-Intendant<br \/>\n<u>Wann<\/u>: rec.: 09.06.2017, ca. 16 Uhr; ver\u00f6ffentlicht im radioeins-Medienmagazin (rbb) vom 10.06.2017, 18:44 Uhr und in einer gek\u00fcrzten Fassung im rbb-Inforadio am 11.06.2017, 10:44 und 15:24 Uhr<\/p>\n<div style=\"height: 20px;\"><\/div>\n<div class=\"BorlabsCookie\"><div class=\"_brlbs-content-blocker\"> <div class=\"_brlbs-embed _brlbs-video-youtube\"> <img class=\"_brlbs-thumbnail\" src=\"https:\/\/www.wwwagner.tv\/wp-content\/plugins\/borlabs-cookie\/images\/cb-no-thumbnail.png\" alt=\"YouTube\"> <div class=\"_brlbs-caption\"> <p>Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerkl\u00e4rung von YouTube.<br><a href=\"https:\/\/policies.google.com\/privacy\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener noreferrer\">Mehr erfahren<\/a><\/p> <p><a class=\"_brlbs-btn _brlbs-icon-play-white\" href=\"#\" data-borlabs-cookie-unblock role=\"button\">Video laden<\/a><\/p> <p><label><input type=\"checkbox\" name=\"unblockAll\" value=\"1\" checked> <small>YouTube immer entsperren<\/small><\/label><\/p> <\/div> <\/div> <\/div><div class=\"borlabs-hide\" data-borlabs-cookie-type=\"content-blocker\" data-borlabs-cookie-id=\"youtube\"><script type=\"text\/template\">PHA+PGlmcmFtZSBsb2FkaW5nPSJsYXp5IiB3aWR0aD0iNjAwIiBoZWlnaHQ9IjMzOCIgc3JjPSJodHRwczovL3d3dy55b3V0dWJlLW5vY29va2llLmNvbS9lbWJlZC8xQmYzZXRkSjRaOD9yZWw9MCZhbXA7c2hvd2luZm89MCIgZnJhbWVib3JkZXI9IjAiIGFsbG93ZnVsbHNjcmVlbj48L2lmcmFtZT48L3A+<\/script><\/div><\/div>\n<div style=\"height: 20px;\"><\/div>\n<hr \/>\n<div id='stb-container-4312' class='stb-container-css stb-custom-container stb-no-caption stb-image-none stb-ltr stb-border stb-side'><aside class='stb-icon'><img src='http:\/\/www.wwwagner.tv\/wp-content\/plugins\/wp-special-textboxes\/themes\/stb-dark\/heart.png'><\/aside><div id='stb-box-4312' class='stb-custom_box stb-box' ><\/p>\n<p>(w\u00f6rtliches Transkript)<\/p>\n<div style=\"height: 20px;\"><\/div>\n<blockquote><p>\n[0:00] <u>J\u00f6rg Wagner<\/u>: <strong>Und ich bin jetzt verbunden mit dem Chefredakteur des Mitteldeutschen Rundfunks, Stefan Raue. Sie wurden am Donnerstag vom H\u00f6rfunkrat des Deutschlandradios zum neuen Intendanten des Deutschlandradios gew\u00e4hlt. Die besten Gl\u00fcckw\u00fcnsche f\u00fcr diese neue Herausforderung!<\/strong><\/p>\n<p><u>Stefan Raue<\/u>: Ja, ganz herzlichen Dank. <\/p>\n<p>[0:14] <u>J\u00f6rg Wagner<\/u>: <strong>Vielleicht zur Chronologie, Herr Raue, zu der geh\u00f6rt, dass der jetzige Amtsinhaber, Willi Steul vorfristig aus dem Amt scheidet und eigentlich schon die Intendanten-Zimmerschl\u00fcssel l\u00e4ngst h\u00e4tte \u00fcbergeben wollen. Wie wurden Sie denn gefunden?<\/strong><\/p>\n<p>[0:28] <u>Stefan Raue<\/u>: Ja, zum Finden geh\u00f6rt ja erst einmal ein Suchen. Und ich nehme mal an, man hat &#8230; die Findungskommission, die Verwaltungsr\u00e4te haben sich in der Szene umgeschaut, haben sich umgeh\u00f6rt, haben herumgefragt, haben viele Menschen angesprochen.<br \/>\nUnd zu den vielen Menschen, die angesprochen worden sind, ob sie sich denn sowas vorstellen k\u00f6nnten, geh\u00f6rte auch ich. Mich haben mehrere Vertreter des Verwaltungsrats in der Findungskommission angesprochen, ob ich daran Interesse h\u00e4tte und ob ich mir das vorstellen k\u00f6nnte. Und ich gestehe es, dass ich ohne langes Z\u00f6gern ja gesagt hab\u2019.<\/p>\n<p>[1:00] <u>J\u00f6rg Wagner<\/u>: <strong>Also, es war keine aktive Bewerbung von Ihnen, sondern Sie waren echt \u00fcberrascht?<\/strong><\/p>\n<p>[1:05] <u>Stefan Raue<\/u>: Ja, nach \u2018nem \u2026 doch jahrzehntelangen Berufsleben ist man selten \u00fcberrascht, aber ich war positiv \u00fcberrascht. Das ist schon richtig.<\/p>\n<p>[1:15] <u>J\u00f6rg Wagner<\/u>: <strong>\u2026 weil es gab ja im Vorfeld auch Spekulationen darum, wie die Kandidaten gefunden werden. Die eine Spekulation war auch, dass man eine bestimmte politische Farbenlehre einhalten wolle. CDU- und SPD-Anspr\u00fcche wurden als m\u00f6glich diskutiert. Lassen Sie sich denn parteipolitisch verorten?<\/strong><\/p>\n<p>[1:32] <u>Stefan Raue<\/u>: Ich bin immer politischer Journalist gewesen. Ich bin 1986 Journalist geworden. Ich bin ein politischer Mensch. Ich hab\u2019 in meinem Leben mich auch f\u00fcr demokratische Parteien engagiert. Das war in meiner fr\u00fchen Jugend: die Jungen Union, die Sch\u00fclerunion und die CDU und ich bin beim R\u00fccktritt von Helmut Schmidt SPD-Mitglied geworden, habe in einem Ortsverein Bielefeld-Gro\u00dfdornberg in der Juso AG f\u00fcr Zebrastreifen und Ampelanlagen gesorgt und bin 1986, als ich Journalist wurde, in den passiven Zustand dann gewechselt und habe gesagt, das vertr\u00e4gt sich nicht mit meinem journalistischen Job, aktiv Politik zu machen. Aber ich bin ein hochpolitischer Mensch. Und ich mache auch keinen Hehl daraus, dass ich meine politischen \u00dcberzeugungen habe, aber meiner Arbeit hat man das bisher nicht angemerkt, zumindest habe ich das bisher nicht wahrgenommen.<\/p>\n<p>[2:23] <u>J\u00f6rg Wagner<\/u>: <strong>Womit wollten Sie denn dann den H\u00f6rfunkrat \u00fcberzeugen? Ich nehme mal an mit Inhalten. Was wissen Sie letztenendes, was von Ihrer Rede bei Ihrem Bewerbungsgespr\u00e4ch tats\u00e4chlich dann auch \u00fcberzeugt hat?<\/strong><\/p>\n<p>[2:35] <u>Stefan Raue<\/u>: Der H\u00f6rfunkrat war sehr neugierig, wissbegierig, was mein F\u00fchrungsstil angeht.<br \/>\nDa hatte man sich schon rumgeh\u00f6rt und hatte gefragt, was ist das f\u00fcr einer? Ist das einer, der eher autorit\u00e4r f\u00fchrt? Ist das einer, der kooperativ f\u00fchrt? Bin nun ein Vertreter der kooperativen Schule. Ich versuche F\u00fchrungskr\u00e4fte und Mitarbeiter, Mitarbeiterinnen fr\u00fchzeitig einzubeziehen in wichtige Entscheidungen, bin sehr neugierig auch auf die Perspektiven und Einsch\u00e4tzungen der Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen. Ich glaube, dass die ganzen Entwicklungsprozesse dadurch wesentlich besser werden, vielf\u00e4ltiger, interessanter, spannender und man hat sehr viel Wert drauf gelegt, was ich f\u00fcr Vorstellungen hab\u2019, was die digitale Zukunft angeht und was ich mit dem klassischen Radio nat\u00fcrlich vorhabe.<\/p>\n<p>[3:20] <u>J\u00f6rg Wagner<\/u>: <strong>Ja und da haben Sie in Ihrem ersten Interview beim Deutschlandfunk gesagt, dass Sie die User oder die H\u00f6rer bekommen wollen, die mit RTL sozialisiert wurden. Schlie\u00dft sich das nicht aus wie Feuer und Wasser?<\/strong><\/p>\n<p>[3:35] <u>Stefan Raue<\/u>: Nein, das ist \u2026 habe ich auch lange geglaubt. Das will ich schon zugeben. Ich meine damit die Generation, die erwachsen wurde oder jugendlich war als RTL, Sat.1 in das Privatradio, in das Privatfernsehen auf den Markt kamen, die damit aufgewachsen sind, die gesehen haben, dass auch die Privaten Nachrichten anbieten, auch Informationen anbieten, dass die in manchen Dingen sehr viel schneller, sehr viel frecher, sehr viel aggressiver sind, als wir \u00f6ffentlich-rechtlichen und denen man nicht mehr mit der Gr\u00fcndungsgeschichte des \u00f6ffentlich-rechtlichen nach dem Krieg kommen kann. Die glauben, dass es einen guten Grund daf\u00fcr gibt, dass es \u00f6ffentlich-rechtliche gibt, die sehen die Schwerpunkte dort bei Politik und Kultur, aber alles andere k\u00f6nnen die Privaten wesentlich besser und diese Generation oder diese Generationen ja inzwischen schon, die muss man anders ansprechen, als die \u00c4lteren und auch als die ganz jungen, die gar nicht mehr so sehr zu dieser Generation RTL geh\u00f6ren, die ganz andere Interessen haben. Also, ich sage mal 29- bis 59j\u00e4hrige, das ist eine schwierige Generation. Das sehen wir beim Fernsehen in den Einschaltquoten, dass da wir unterdurchschnittlich abschneiden. Und \u2026 aber das sind auch Beitragszahler. Und das sind ganz interessante Menschen. Das sind \u00fcberhaupt nicht Menschen, die nur irgendwelche Dschungelcamps gucken wollen. Die orientieren sich in der Welt genauso wie unsereins \u00f6ffentlich-rechtlich, aber ich glaube, dass wir denen spezielle Angebote machen m\u00fcssen und dass wir auch denen zeigen m\u00fcssen, dass wir sie als Beitragszahler und als \u201cKunden\u201d ernst nehmen.<\/p>\n<p>[5:07] <u>J\u00f6rg Wagner<\/u>: <strong>Aber liegt der Erfolg des Deutschlandradios nicht genau darin, dass er nicht den \u00c4sthetikmustern des kommerziellen Funks folgt, sondern konservativ beim Deutschlandfunk geblieben ist, beim Deutschlandfunk Kultur eher moderat, aber eigenst\u00e4ndig experimentiert und bei Nova total neue Wege als Radio geht?<\/strong><\/p>\n<p>[5:07] <u>Stefan Raue<\/u>: Ja, ich finde das, diesen Kurs auch v\u00f6llig richtig. Ich bin auch nicht als jemand angetreten, der das in irgendeiner Weise abqualifiziert, was bisher gemacht worden ist. Ich bin danach gefragt worden, wie das weiterentwickelt werden kann. Und darauf habe ich geantwortet, dass wir st\u00e4rker auf diese Generation gucken m\u00fcssen. Das betrifft nicht nur Deutschlandradio, das betrifft alle. Und ich bin auch sehr dagegen praktisch mit der Wurst nach dem Speck zuwerfen. Also, ich bin sehr dagegen auch das Profil von Deutschlandradio mit seinen Angeboten zu verw\u00e4ssern. Aber vielleicht hat ja diese Generation andere Themen. Vielleicht sind f\u00fcr die andere Themen wichtig. Vielleicht sind \u2026 ist f\u00fcr die manchmal auch eine andere Ansprache wichtig. Vielleicht sind wir manchmal zu &#8211; und damit meine ich nicht das Deutschlandradio speziell &#8211; sind wir Medien, wir politischen Redakteure oder Kultur-Redakteure zu &#8230; vielleicht abgehoben. Vielleicht haben wir uns dem offiziellen Jargon zu sehr angepasst. Vielleicht m\u00fcssen wir dort etwas direkter, etwas nahbarer sein in vielen F\u00e4llen. Also, ich glaube, da gibt&#8217;s \u2018ne breite Palette an Ver\u00e4nderungsm\u00f6glichkeiten. Es geht nicht darum, sich anzupassen. Dann wird man sowieso nicht akzeptiert. Das sind ja keine Menschen, die nur wollen, dass man im Prinzip RTL oder Sat.1 oder wen auch immer kopiert. Nein, die wollen schon einen eigenst\u00e4ndig \u00f6ffentlich-rechtlichen, aber wir m\u00fcssen denen st\u00e4rker signalisieren, dass wir ihre Themen und ihre Art, Medien zu beurteilen auch ernst nehmen. <\/p>\n<p>[6:49] <u>J\u00f6rg Wagner<\/u>: <strong>Vielleicht liegt ja die Zukunft des Radios auch im Bild. Sie sind ja trimedialer Chefredakteur beim Mitteldeutsche Rundfunk. Vielleicht war das ja  auch der entscheidende Punkt.<\/strong><\/p>\n<p>[6:59] <u>Stefan Raue<\/u>: Ich bin da auch nach gefragt worden. Und ich hab\u2019 da auch ganz ehrlich gesagt \u2026 ist jetzt nicht der letzte Stand meiner Erkenntnis, aber mein jetziger Stand ist, dass die Bebilderung von H\u00f6rfunkangeboten au\u00dferordentlich komplex ist und ich sie eher skeptisch beurteile. Es sieht mit Verlaub immer ein bisschen wie Fernsehen f\u00fcr Arme aus. Die Bildsprache im Internet hat eine ganz andere Dramaturgie. Wir verwenden auch eigentlich kaum noch ureigene Fernsehbeitr\u00e4ge f\u00fcr die Nutzung im Online-Angebot. Da helfen auch die klassischen Fernsehangebote nicht. Ich halte sehr viel davon, die Schwerpunkte oder die Schnittmengen zwischen H\u00f6rfunk und Online-Angeboten st\u00e4rker zu beobachten. Die Schnittmengen sind n\u00e4mlich: Schnelligkeit, die M\u00f6glichkeit des Begleitmediums und die Interaktion. Vor allem das letztere hat ja Fernsehen relativ wenig. Das hat ja immer was sehr k\u00fcnstliches, sehr gestelltes. Fernsehen ist viel zu schwerf\u00e4llig f\u00fcr Beteiligungsformate und f\u00fcr Interaktion. Und in diesem Bereich, glaube ich, sind die gro\u00dfen Chancen f\u00fcr einen H\u00f6rfunk-Anbieter im Online-Bereich mit \u2018nem sehr selbstbewussten Engagement in den sozialen Netzwerken, bei Portalen, in Chatforen. Wir m\u00fcssen Angebote machen. Wir m\u00fcssen das pflegen und betreiben. Man kann nicht davon ausgehen, dass man nur die Marke ins Schaufenster h\u00e4ngt und dann kommen die Menschen schon angelaufen. Nein, man muss seine Fans sich auch erarbeiten. Das zeigt dann sehr, sehr gute Erfolge. <\/p>\n<p>[8:23] <u>J\u00f6rg Wagner<\/u>: <strong>F\u00fcr mich ist Visual Radio gar nicht so sehr das arme Fernsehen, sondern das ehrlichere Fernsehen, weil weniger inszeniert und dass deswegen auch die N\u00e4he zum Nutzer st\u00e4rker ist. Aber, wenn Sie jetzt tats\u00e4chlich mal in die Glaskugel gucken, wohin wollen Sie mit dem Deutschlandradio? Denn es ist eigentlich sehr gut aufgestellt.<\/strong><\/p>\n<p>[8:44] <u>Stefan Raue<\/u>: Ja, zweifellos. Zweifellos. Und ich habe \u00fcberhaupt keine Sekunde daran Zweifel gelassen in allen Gespr\u00e4chen, in allen Vorstellungen, die ich dort zu absolvieren hatte. Nein das ist ein ganz tolles Radio, was dort angeboten wird. Man kann da mit gro\u00dfem Stolz den ganzen Tag durchh\u00f6ren und h\u00f6rt immer wieder neue Aspekte, neue Zug\u00e4nge.<br \/>\nNein das ist \u2026 ich habe \u00fcberhaupt keinen \u2026 keinen Ansatz, dort irgendwie die Dinge v\u00f6llig auf den Kopf zu stellen. Mein Interesse ist es, in den n\u00e4chsten f\u00fcnf Jahren dieses Radio mit seinen Angeboten weiter zu entwickeln und meine Ideen dort einzubringen. Ich hoffe, dass ich die Diskussionen, die im Haus ohne hingef\u00fchrt werden, bereichern kann mit meinen Erfahrungen, multimedialen Erfahrungen, meinen Erfahrungen mit der digitalen Welt, meine Erfahrung aber auch in der Diskussion mit den Nutzern und mit den Menschen in den Regionen. Also, ich glaube, dass ich in der Diskussion dort schon etwas dazu bringen kann. Aber ich habe nicht die Idee dort, die Dinge praktisch v\u00f6llig umzuw\u00e4lzen. Nein, das ist ein ganz tolles Radio, mit ganz tollen Angeboten. <\/p>\n<p>[9:53] <u>J\u00f6rg Wagner<\/u>: <strong>\u2026 meint der designierte Deutschlandradio-Intendant Stefan Raue, noch Chefredakteur beim Mitteldeutschen Rundfunk. Ja, dann viel Energie und Gl\u00fcck f\u00fcr Ihre Aufgabe.<\/strong><\/p>\n<p><u>Stefan Raue<\/u>: Gerne. Vielen Dank.<\/p>\n<\/blockquote>\n<p><\/div><\/div>\n<hr \/>\n<div style=\"height: 5px;\"><\/div>\n<p><html><br \/>\n     <head><\/p>\n<style type=\"text\/css\">\n       body {\n                     background: #DADADA;\n       }\n      <\/style>\n<p>     <\/head><br \/>\n     <body><br \/>\n<\/body><br \/>\n    <\/html><br \/>\n<script src=\"https:\/\/apis.google.com\/js\/plusone.js\" type=\"text\/javascript\">\/\/ < ![CDATA[ {lang: 'de'} \/\/ ]]><\/script><br \/>\n<script src=\"http:\/\/twittercounter.com\/embed\/?username=medienmagazin&amp;style=avatar\" type=\"text\/javascript\"><\/script><\/p>\n<p><noscript><a href=\"http:\/\/twittercounter.com\/medienmagazin\">medienmagazin on Twitter Counter<\/a><\/noscript><\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>No audio playback capabilities, please download the audio belowDownload Audio: Closed Format: MP3 Was: Interview \u00fcber die Wahl zum Deutschlandradio-Intendanten am 08.06.2017 Wer: Stefan Raue, mdr-Chefredakteur, ab September 2017 Deutschlandradio-Intendant Wann: rec.: 09.06.2017, ca. 16 Uhr; ver\u00f6ffentlicht im radioeins-Medienmagazin (rbb) vom 10.06.2017, 18:44 Uhr und in einer gek\u00fcrzten Fassung im rbb-Inforadio am 11.06.2017, 10:44 und [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_monsterinsights_skip_tracking":false,"_monsterinsights_sitenote_active":false,"_monsterinsights_sitenote_note":"","_monsterinsights_sitenote_category":0,"footnotes":""},"categories":[114,119],"tags":[47],"class_list":["post-36448","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-a-z","category-r","tag-deutschlandradio"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.wwwagner.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/36448","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.wwwagner.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.wwwagner.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.wwwagner.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.wwwagner.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=36448"}],"version-history":[{"count":16,"href":"https:\/\/www.wwwagner.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/36448\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":46665,"href":"https:\/\/www.wwwagner.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/36448\/revisions\/46665"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.wwwagner.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=36448"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.wwwagner.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=36448"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.wwwagner.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=36448"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}