{"id":38193,"date":"2017-10-24T15:30:14","date_gmt":"2017-10-24T14:30:14","guid":{"rendered":"http:\/\/www.wwwagner.tv\/?p=38193"},"modified":"2020-02-25T03:27:46","modified_gmt":"2020-02-25T01:27:46","slug":"anke-schaeferkordt-media-trust-machines","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.wwwagner.tv\/?p=38193","title":{"rendered":"Anke Sch\u00e4ferkordt: Media.Trust.Machines"},"content":{"rendered":"<figure id=\"attachment_38196\" aria-describedby=\"caption-attachment-38196\" style=\"width: 1100px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"http:\/\/www.wwwagner.tv\/wp-content\/uploads\/20171024_15.32.43_schaeferkordt_anke_1100\u2006\u00d7\u2006617.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.wwwagner.tv\/wp-content\/uploads\/20171024_15.32.43_schaeferkordt_anke_1100\u2006\u00d7\u2006617.jpg\" alt=\"Anke Sch\u00e4ferkordt | Foto: \u00a9 J\u00f6rg Wagner\" width=\"1100\" height=\"617\" class=\"size-full wp-image-38196\" srcset=\"https:\/\/www.wwwagner.tv\/wp-content\/uploads\/20171024_15.32.43_schaeferkordt_anke_1100\u2006\u00d7\u2006617.jpg 1100w, https:\/\/www.wwwagner.tv\/wp-content\/uploads\/20171024_15.32.43_schaeferkordt_anke_1100\u2006\u00d7\u2006617-300x168.jpg 300w, https:\/\/www.wwwagner.tv\/wp-content\/uploads\/20171024_15.32.43_schaeferkordt_anke_1100\u2006\u00d7\u2006617-768x431.jpg 768w, https:\/\/www.wwwagner.tv\/wp-content\/uploads\/20171024_15.32.43_schaeferkordt_anke_1100\u2006\u00d7\u2006617-1024x574.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 1100px) 100vw, 1100px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-38196\" class=\"wp-caption-text\">Anke Sch\u00e4ferkordt | Foto: \u00a9 J\u00f6rg Wagner<\/figcaption><\/figure>\n<div style=\"height: 20px;\"><\/div>\n<div style=\"height: 10px;\"><\/div>\n <audio   controls > <source src=\"http:\/\/www.wwwagner.tv\/audio\/20171024_schaeferkordt_anke_keynote__96.mp3\" type='audio\/mpeg' \/> <object   type=\"application\/x-shockwave-flash\"  data=\"https:\/\/www.wwwagner.tv\/wp-content\/plugins\/wphtml5player\/inc\/flowplayer.swf\"  width=\"400\"  height=\"30\"> <param name=\"movie\" value='https:\/\/www.wwwagner.tv\/wp-content\/plugins\/wphtml5player\/inc\/flowplayer.swf' \/><param name=\"allowfullscreen\" value='false' \/><param name=\"cachebusting\" value='true' \/><param name=\"bgcolor\" value='#000000' \/><param name=\"flashvars\" value='config={\"plugins\":{\"controls\":{\"height\":30,\"autoHide\":false,\"fullscreen\":false}},\"clip\":{\"autoPlay\":false,\"url\":\"http:\\\/\\\/www.wwwagner.tv\\\/audio\\\/20171024_schaeferkordt_anke_keynote__96.mp3\"},\"playlist\":[{\"autoPlay\":false,\"url\":\"http:\\\/\\\/www.wwwagner.tv\\\/audio\\\/20171024_schaeferkordt_anke_keynote__96.mp3\"}],\"play\":{\"opacity\":0}}' \/>  No audio playback capabilities, please download the audio below<br \/><strong>Download Audio:<\/strong> Closed Format: <a href=\"http:\/\/www.wwwagner.tv\/audio\/20171024_schaeferkordt_anke_keynote__96.mp3\">MP3<\/a> <\/object> <!-- Generated by HTML5 Multimedia Framework (http:\/\/code.google.com\/p\/html5videoplayer) --> <\/audio>  \n<div style=\"height: 10px;\"><\/div>\n<p><u>Was<\/u>: Keynote &#8222;Media.Trust.Machines \u2013 Der Wert der Medien in der digitalen Gesellschaft&#8220;<br \/>\n<u>Wer<\/u>: Anke Sch\u00e4ferkordt, CEO Mediengruppe RTL Deutschland \/ Vorstand Bertelsmann<br \/>\n<u>Wann<\/u>: 24.10.2017, 15:30 Uhr<br \/>\n<u>Wo<\/u>: Messe M\u00fcnchen, Saal 14b<\/p>\n<div style=\"height: 10px;\"><\/div>\n<figure id=\"attachment_38194\" aria-describedby=\"caption-attachment-38194\" style=\"width: 600px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"http:\/\/www.wwwagner.tv\/wp-content\/uploads\/20171024_15.33.50_schaeferkordt_anke_600\u2006\u00d7\u2006440.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.wwwagner.tv\/wp-content\/uploads\/20171024_15.33.50_schaeferkordt_anke_600\u2006\u00d7\u2006440.jpg\" alt=\"Anke Sch\u00e4ferkordt | Foto: \u00a9 J\u00f6rg Wagner\" width=\"600\" height=\"440\" class=\"size-full wp-image-38194\" srcset=\"https:\/\/www.wwwagner.tv\/wp-content\/uploads\/20171024_15.33.50_schaeferkordt_anke_600\u2006\u00d7\u2006440.jpg 600w, https:\/\/www.wwwagner.tv\/wp-content\/uploads\/20171024_15.33.50_schaeferkordt_anke_600\u2006\u00d7\u2006440-300x220.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-38194\" class=\"wp-caption-text\">Anke Sch\u00e4ferkordt | Foto: \u00a9 J\u00f6rg Wagner<\/figcaption><\/figure>\n<div style=\"height: 20px;\"><\/div>\n<div style=\"height:10px;\"><\/div>\n<div id='stb-container-1184' class='stb-container-css stb-custom-container stb-no-caption stb-image-none stb-ltr stb-border stb-side'><aside class='stb-icon'><img src='http:\/\/www.wwwagner.tv\/wp-content\/plugins\/wp-special-textboxes\/themes\/stb-dark\/heart.png'><\/aside><div id='stb-box-1184' class='stb-custom_box stb-box' ><br \/>\n<span style=\"font-size: 11pt; font-family: tahoma,arial,helvetica,sans-serif;\"><br \/>\n(w\u00f6rtliches Transkript, H\u00f6rverst\u00e4ndnisfehler vorbehalten)<\/p>\n<div style=\"height: 20px;\"><\/div>\n<blockquote><p>\n[0:00] Sehr geehrte Frau Ministerin Aigner, sehr geehrter Herr Pr\u00e4sident Schneider. sehr geehrte Damen und Herren. Liebe Kolleginnen und Kollegen unserer Branche. <\/p>\n<p>Ganz herzlichen Dank f\u00fcr die besondere Ehre, hier im Rahmen der 31. Medientage M\u00fcnchen zu Ihnen sprechen zu d\u00fcrfen. Zuerst einmal m\u00f6chte auch ich nach Klaas Heufer-Umlauf und Frau Aigner den Veranstaltern in diesem Jahr zur Titelauswahl gratulieren.<\/p>\n<p>Media.Trust.Machines spannt meines Erachtens hervorragend den Bogen von den aktuellen gesellschaftlichen Debatten \u00fcber Segen und Fluch der digitalen \u00d6ffentlichkeit zu den wesentlichen Herausforderungen der Medien. Sei es Print, sei es H\u00f6rfunk, sei es TV. <\/p>\n<p>Um die Themen-Palette der wichtigsten Fragen f\u00fcr uns Medienschaffenden in Zeiten des digitalen Wandels jedoch vollst\u00e4ndig abzubilden, fehlt der richtige und wichtige Begriff \u201cValue.\u201d Denn die Fragen, wie Wertsch\u00f6pfung in den privaten Medien in Zukunft funktioniert, welche Chancen die Unternehmen dazu bekommen, liebe Frau Aigner, oder welche Gesch\u00e4ftsmodelle sich durchsetzen werden, k\u00f6nnen in der Diskussion der Rolle der Medien im gesellschaftlichen Meinungsbildungsprozess nicht au\u00dfer Acht gelassen werden.<\/p>\n<p>Zweifelsohne wir leben in einer spannenden Zeit. Die Digitalisierung und die digitale Transformation ziehen im Ver\u00e4nderungsprozess nach sich, die wir alle t\u00e4glich sp\u00fcren: gesellschaftlich, politisch und auch wirtschaftlich.<\/p>\n<p>[1:37] Digitaler Wandel ist dabei aus sich heraus weder gut noch schlecht. Er bringt Chancen und Risiken mit sich, die weder apokalyptischen Zukunftsvisionen einer vollst\u00e4ndigen Maschinen gesteuert Medienwelt, noch das idealisierte Bild einer besseren Welt durch die Demokratisierung der Verbreitung z. B. durch SocialMedia von Informationen gerecht werden.<\/p>\n<p>Um die Medienbranche weiterzuentwickeln &#8211; und wir haben es eben schon richtig geh\u00f6rt &#8211; m\u00fcssen wir weg vom schwarz-wei\u00df. Wir m\u00fcssen dahin, wo es ab und zu auch mal wehtut: in die inhaltliche Diskussion, in die tiefe Auseinandersetzung und zwar sowohl innerhalb unserer Unternehmen, als auch vor allen Dingen in der medienpolitischen Auseinandersetzung.<\/p>\n<p>Wir m\u00fcssen lernen, mit der neuen, mit der steigenden Komplexit\u00e4t zu leben und unsere bisherigen Erfolgsstrategien zu hinterfragen. Differenzierung tut an dieser Stelle dringend Not. Dabei sitzen wir, die Medienschaffenden der unterschiedlichen Branchen, im selben Boot. Auch wenn wir das im intensiven Wettbewerb t\u00e4glich leugnen und vielleicht in den einzelnen Aspekten der digitalen Transformation, die Gattungen unterschiedlich stark betroffen sind.<\/p>\n<p>Wir alle erleben &#8211; und wir haben es eben schon geh\u00f6rt &#8211; die Fragmentierung unserer M\u00e4rkte, das ver\u00e4nderte Nutzerverhalten in Richtung digitaler Medien und die scheinbar unaufhaltsam steigende Bedeutung der gro\u00dfen Digital-Plattformen aus dem Silicon Valley f\u00fcr die Auffindbarkeit unserer digitalen Informationen und Angebote und deren Dominanz im digitalen Werbemarkt. Die deutschen Mediaagenturen haben in diesen Tagen eine Ver\u00f6ffentlichung rausgebracht, in der sie sch\u00e4tzen, dass rund 70% des Digital-Marktes inklusive Search und rund 90 % des Wachstums f\u00fcr dieses Jahr zu Google und Facebook gehen. Diese wiederum, das wissen Sie, sie schweigen sich zu den Markt-Verh\u00e4ltnissen aus. Viele Medien-Anbieter f\u00fchlen sich der unerbittlichen Plattform-Logik des Netzwerkeffektes nahezu ausgeliefert. Denn je mehr Nutzer die Plattform haben, desto wichtiger scheint es, dort pr\u00e4sent zu sein. Je mehr Medien aber ihre Inhalte zur Verf\u00fcgung stellen, desto st\u00e4rker werden diese Plattform genutzt und damit wieder wichtiger.<\/p>\n<p>[4:08] Antworten auf die Fragen nach der ausk\u00f6mmlichen Monetarisierung der digitalen Inhalte auf diesen Plattformen sind bisher nicht gefunden, zumindest nicht f\u00fcr die Medien-Veranstalter.<\/p>\n<p>F\u00fcr Google und Facebook schon. Pessimisten unseres Faches stellen inzwischen die Frage, ob es langfristig eigenst\u00e4ndige Medien jenseits der gro\u00dfen geschlossenen \u00d6kosysteme \u00fcberhaupt noch geben wird oder ob die Mega-Internetplattformen alles dominieren werden.<br \/>\nMir pers\u00f6nlich ist dieses Bild deutlich zu schwarz, denn wir Medien haben starke Wettbewerbsvorteile.<\/p>\n<p>[4:49] Wirtschaftsexperten f\u00fchren in dieser Diskussion gerne die Marktkapitalisierung der gr\u00f6\u00dften b\u00f6rsennotierten Unternehmen weltweit an, um die Dominanz der Plattform\u00f6konomie zu belegen.<\/p>\n<p>[5:03] W\u00e4hrend 2008 noch \u00d6l- und Energiekonzerne an der Spitze des Rankings der wertvollsten internationalen Unternehmen standen, stehen inzwischen Apple, Alphabet, Microsoft, Facebook und Amazon an der Spitze. Mit ihrer Gr\u00f6\u00dfe geht in Europa derzeit erstmals eine intensive Diskussion auch der negativen Aspekte der Internetplattform einher.<br \/>\nSo wurden Kartell-Fragen, Marktmissbrauch und Steuergerechtigkeit ebenso diskutiert, wie der Umgang mit dem Ph\u00e4nomen der Hassrede auf Social-Media-Plattformen.<\/p>\n<p>[5:43] Als die gesellschaftlichen Folgen durch Hassrede und die Enthemmung im Netz mehr als augenscheinlich waren, hat auch in Deutschland eine hitzige politische Diskussion eingesetzt, von der ich nicht wei\u00df, ob sie ohne anstehende Bundestagswahl denselben Ausgang gehabt h\u00e4tte. N\u00e4mlich dass die Rolle der Plattform erstmalig zu einer politischen Entscheidung gef\u00fchrt hat und Facebook und YouTube seit Beginn dieses Monats auch explizit reguliert werden. So positiv es ist, dass damit die Plattform nicht mehr au\u00dferhalb eines Verantwortungsrahmens stehen, so gibt es beim sogenannten Netzwerkdurchsetzungsgesetz gleichwohl auch negative Aspekte. Weil z. B. m\u00f6gliche Auswirkungen auf die Berichterstattungsfreiheit, wie durch etwaiges vorsorgliches L\u00f6schen durch die Plattformen nicht ausreichend bedacht wurden.<\/p>\n<p>[6:42] Die Diskussion im Internet und die Folgen von hate speech sind f\u00fcr uns eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, die auch von den Medienunternehmen ein ganzheitliches Herangehen erfordert. Die Mediengruppe RTL ist von diesem Ph\u00e4nomen in erster Linie auf ihren redaktionellen Seiten bei Facebook, also als Inhalte-Anbieter auf einer Social-Media-Plattform betroffen.<\/p>\n<p>[7:08] Neben dem L\u00f6schen rechtswidriger Inhalte werden wir Verst\u00f6\u00dfe daher k\u00fcnftig auch st\u00e4rker verfolgen. Wichtig ist, dass Online, ebenso wie in unseren Programmen onair dar\u00fcber gesprochen wird, dass das Internet kein rechtsfreier Raum ist. Es gilt das Thema in die Breite zu tragen und Bewusstsein zu schaffen. Daher beteiligen wir uns auch an der nordrhein-westf\u00e4lischen Initiative \u201cVerfolgen statt nur L\u00f6schen\u201d in einem Pilotprojekt mit Medienunternehmen, Strafverfolgungsbeh\u00f6rden und der Medienanstalt lfm.<\/p>\n<p>[7:46] Mindestens so h\u00e4ufig wie zu hate speech wird in diesen Tagen zu fake news diskutiert. Gelogen &#8211; das wissen wir alle &#8211; wurde schon immer. Doch im digitalen Zeitalter, in dem die Inhalte-Verbreitung nicht nur im Positiven, sondern auch im Negativen demokratisiert ist, verbreiten sich auch L\u00fcgen in Windeseile. Bedenklich ist daher, dass nach einer aktuellen Forschung bereits 23% der 14- bis 24 j\u00e4hrigen jungen Menschen sich nur \u00fcber soziale Medien und Blogs informieren und das als Hauptquelle f\u00fcr sich ausmachen. Und wenn entsprechende Algorithmen dann daf\u00fcr sorgen, dass nur die Informationen durchdringen, die dem pers\u00f6nlichen Interesse folgen und damit die eigenen Vorurteile nur best\u00e4tigen, dann tr\u00e4gt diese Information meines Erachtens nicht zu einem m\u00fcndigen demokratischen Meinungsbildungsprozess bei. Vor allem nicht &#8211; und das haben wir eben geh\u00f6rt &#8211; wenn news und fake news sich dabei vermischen. Das beste Mittel gegen fake news ist nach wie vor sauberes journalistisches Handwerk. Um ihrer gesellschaftlichen Rolle gerecht zu werden, m\u00fcssen die Medien jeden Tag das Vertrauen ihrer Leser, ihrer H\u00f6rer, ihre Zuschauer verdienen. Wir von der Mediengruppe RTL erreichen mit unseren diversen journalistischen Magazinen und Nachrichten von n-tv bis RTL t\u00e4glich im Durchschnitt 10,7 Millionen Menschen.<\/p>\n<p>[9:20] Monatlich haben 65 Millionen Menschen Kontakt zu unseren Sendern. Daraus erw\u00e4chst eine besondere Verantwortung und wir m\u00fcssen uns, ebenso wie alle Medienunternehmen, ob TV oder Print permanent hinterfragen und Automatismen oder Tendenzen in der Berichterstattung entgegenwirken. Gerade bei den Themen des letzten Jahres muss man analysieren, ob wir die Medien nicht auch Fehler gemacht haben. Haben wir die unterschiedlichen Meinungen wirklich umfassend ausgeleuchtet? Haben wir immer die Informationen bereitgestellt, die dem Zuschauer eine breite Meinungsbildung erlauben? Ich pers\u00f6nlich glaube, das ist uns meist, aber leider nicht immer gelungen, wenn ich mir z. B. die Berichterstattung zu den Fl\u00fcchtlingsstr\u00f6men oder zum US-Wahlkampf anschaue.<\/p>\n<p>[10:19] Dass sich politische Berichterstattung in den Medien in einem Spannungsfeld bewegt, zeigt auch die j\u00fcngste Diskussion zu den Wahlerfolge der AfD. Bildet man eine Partei angeblich nicht hinreichend ab, ist man Teil des sogenannten Schweigekartells, bildet man sie ab, leistet man angeblich Vorschub oder macht sie erst stark.<\/p>\n<p>Diesen Vorwurf einiger Politiker nehmen wir, die Medien, explizit nicht an. Was wir uns aber fragen m\u00fcssen, ist, ob wir immer das umfassendste Bild gezeichnet haben oder ob der eine oder andere aus unseren Kreisen sich bei der Auswahl von Bildern und zu berichtenden Fakten auch mal von seiner eigenen Idealvorstellung unserer Gesellschaft hat leiten lassen.<\/p>\n<p>[11:09] Medien m\u00fcssen auch der Differenzierung und der Kontroverse ein Forum bieten und die Diskussionen unterschiedlicher Standpunkte intern in den Redaktionen, wie extern gegen\u00fcber Politik und \u00d6ffentlichkeit nicht nur zulassen, sondern aktiv f\u00f6rdern.<\/p>\n<p>[11:27] Wichtig ist, nicht nur die Symptome bestimmter gesellschaftlicher Entwicklung darzustellen, sondern auch den Ursachen auf den Grund zu gehen. Wenn wir nah am Menschen sein wollen, wir Medien, dann k\u00f6nnen wir nur durch st\u00e4ndiges \u00dcberpr\u00fcfen und Hinterfragen auch unserer eigenen Arbeit, das Vertrauen unserer Zuschauer und Nutzer erhalten.<\/p>\n<p>[11:51] Die aktuellen Diskussionen bieten uns Medienschaffenden die Chance, uns im Wettbewerb mit den Internetplattform klar zu differenzieren. Die Mediengruppe RTL besch\u00e4ftigt z. B. 700 Kolleginnen und Kollegen in journalistischen Funktionen. Medien investieren in gro\u00dfem Umfang in eigene Inhalte, in Journalismus, genauso wie in Unterhaltung.<\/p>\n<p>Als werbefinanzierte Unternehmen bieten sie damit den Werbungtreibenden attraktive und verifizierte Qualit\u00e4tsumfelder und gew\u00e4hrleisten brand safety, also sichere Pl\u00e4tze f\u00fcr die Markenkommunikation, die das Markenimage st\u00e4rken. Die klassischen Medien haben starke vertrauensw\u00fcrdige Marken aufgebaut, die es weiterzuentwickeln und zu sch\u00fctzen gilt. Wir m\u00fcssen daher in diesen H\u00e4usern und in unseren H\u00e4usern die richtigen Rahmenbedingungen f\u00fcr Kreativit\u00e4t schaffen und wir m\u00fcssen innovative Konzepte f\u00f6rdern.<\/p>\n<p>Wir m\u00fcssen auch unsere Gesch\u00e4ftsmodelle weiterentwickeln und uns zukunftsf\u00e4hig aufstellen. Dazu geh\u00f6rt auch die technologischen Entwicklungen in unseren M\u00e4rkten aktiv mitzugestalten. Technologie, also Machines, spielt f\u00fcr das Mediengesch\u00e4ft eine immer gr\u00f6\u00dfere Rolle bei der Verbreitung unserer Inhalte, bei der Frage ob und wie sie auf Plattformen \u00fcberhaupt auffindbar sind und nat\u00fcrlich bei der Werbevermarktung. Datengetriebene Gesch\u00e4ftsmodelle und die Adressierbarkeit von Werbung sind die Zukunft der Onlinevermarktung.<\/p>\n<p>[13:30] Und hier macht den amerikanischen Plattformen &#8211; das m\u00fcssen wir zugeben &#8211; so schnell keiner was vor. Skaleneffekte auf globaler Ebene erlauben Technologie-Investitionen in Gr\u00f6\u00dfenordnungen, die f\u00fcr deutsche Anbieter schier undenkbar sind. Und der Zugang zu umfangreichen Daten, sowie die tiefe Kenntnis ihrer Nutzer verschaffen diesen Plattformen einen deutlichen Vorsprung.<\/p>\n<p>[13:57] Waren bisher Google und Facebook in der Vermarktung die gr\u00f6\u00dften Player, steht mit den aktuellen, diskutierten Initiativen von Amazon ein Wettbewerber in den Startl\u00f6chern, der nicht nur sehr, sehr tiefe Einblicke in die Pr\u00e4ferenzen seiner Kunden hat, sondern diese in seinem geschlossenen \u00d6kosystemen auch entsprechend bedienen will. In einem solchen Werbemarkt m\u00fcssen die deutschen Medienanbieter meines Erachtens \u00fcber Allianzen und Partnerschaften anders nachdenken, als sie das bisher getan haben. <\/p>\n<p>Im Digitalgesch\u00e4ft kann keiner von uns allein ein Gegengewicht zu den amerikanischen Playern sein. Wir m\u00fcssen jetzt erkennen, in welchen Bereichen Allianzen mit bisherigen Wettbewerbern unumg\u00e4nglich sind und die Weichen f\u00fcr eine z\u00fcgige Umsetzung stellen, wenn man uns denn l\u00e4sst.<\/p>\n<p>[14:54] Erste Schritte f\u00fcr Partnerschaften sind bereits getan. Ein Beispiel im Bereich Datenmanagement ist die Log-in-Allianz f\u00fcr mehr Nutzer-Souver\u00e4nit\u00e4t, die wir gemeinsam mit united internet und ProSiebenSat.1 angek\u00fcndigt haben und bei der Zalando erster Partner ist. Kurz gefasst bedeutet das, den Nutzern mit einem Login- und ein Passwort Zugang f\u00fcr ganz verschiedene Internet-Dienste anzubieten und ihm ein transparentes Einwilligungs-Management zu erm\u00f6glichen.<\/p>\n<p>[15:26] Die ersten Reaktionen auf diese Initiative sind in der Branche und vor allen Dingen auch in der Politik \u00fcberaus erfreulich ausgefallen. Leider schl\u00e4gt sich das im konkreten politischen Handeln gar nicht nieder.<\/p>\n<p>[15:41] Im Spannungsfeld von Media.Trust.Machines und Value haben wir Medien also einige Hausaufgaben zu erledigen. Wir m\u00fcssen investieren in Inhalte. Wir m\u00fcssen das Vertrauen in unsere journalistischen Angebote weiter st\u00e4rken, technologische Entwicklung fr\u00fchzeitig erkennen und vor allen Dingen aktiv angehen, unsere Gesch\u00e4ftsmodelle weiterentwickeln, Partnerschaften und Allianzen neu denken. Das sind die Themen, die wir uns auf die Agenda geschrieben haben. Wir wollen uns dem Wettbewerb stellen. Doch dazu brauchen wir faire Rahmenbedingungen. Und ich bin sicher, die Vertreter von Regulierung und Politik haben auf dieses Stichwort wirklich schon gewartet und hier kommt es auch: Wir brauchen ein level playing field.<\/p>\n<p>[16:31] Stattdessen werden uns aber im Spiel noch Kn\u00fcppel zwischen die Beine geworfen. Um im Wettbewerb zu re\u00fcssieren, ben\u00f6tigen wir die folgenden Rahmenbedingungen:<\/p>\n<p>* Mehr Kooperationsm\u00f6glichkeiten f\u00fcr nationale Unternehmen und eine Anpassung der Marktbetrachtung und vor allem der Marktabgrenzung an die reale heutige Wettbewerbssituation.<\/p>\n<p>* Ein Update des Medien-Konzentrationsrechtes, das immer noch rein fernsehzentriert ist. Eine Verzweiflungsregulierung der nationalen Player kann dabei nun wirklich kein Ansatz sein.<\/p>\n<p>* Wir ben\u00f6tigen eine schnelle Entscheidung zur Plattformregulierung, die Zugang und Auffindbarkeit von Medieninhalten strukturell, aber vor allen Dingen f\u00fcr public-value-Angebote sichert und Investitionen in Inhalte damit sch\u00fctzt. Und bei Plattformen meine ich hier alle Oberfl\u00e4chen, die mit einem eigenen Netz, mit eigener Infrastruktur oder ohne die Auswahl \u00fcber audiovisuelle Inhalte steuern, also z. B. auch Endger\u00e4tehersteller wie Samsung. Ich kann absolut nicht nachvollziehen, warum Dritte unsere Programme ohne unsere Zustimmung mit Empfehlung entweder f\u00fcr ihre eigenen Dienste oder sogar mit Werbung \u00fcberblenden d\u00fcrfen und damit als Trittbrettfahrer auf unseren Inhalten Geld verdienen.<\/p>\n<p>* Wir brauchen endlich auch eine Werbeliberalisierung und eine Flexibilisierung des Rundfunks in der neuen AVMD-Richtlinie, die weitere Werbeverbote vermeidet.<\/p>\n<p>* Wir brauchen den Stopp von Eingriffen in unsere Vertragsfreiheit, wie beispielsweise bei der SatCab-Verordnung, weil sie unseren zweiten Erl\u00f6sstrom neben der Werbefinanzierung erheblich gef\u00e4hrdet.<\/p>\n<p>[18:25] Lassen sie mich auf einen Punkt noch ganz besonders eingehen und Frau Aigner hatte auch eben einige Ausf\u00fchrungen zu diesem Thema. Denn seit Ende letzter Woche bin ich der festen \u00dcberzeugung, es ist aktueller denn je.<\/p>\n<p>Das Thema Daten ist &#8211; und wir haben es eben geh\u00f6rt &#8211; vor allem im Zusammenhang mit dem Mittelstand und der Industrie 4.0 in der Politik zunehmend als Wettbewerbs- und Zukunftsthema erkannt. Mehr und mehr steigt das Bewusstsein, dass Daten das neue \u00d6l oder das neue Benzin der Gesch\u00e4ftsmodelle sein werden. Leider rei\u00dft in der politischen Diskussion aber der Faden, sobald es um Daten geht, die im Zusammenhang mit der Nutzung von Medienangeboten entstehen. Selbst wenn sie nicht personenbezogen sind, sondern nur eine Zuordnung zu allgemeinen Kriterien oder Zielgruppen erm\u00f6glichen. Sobald Daten und Medien sich in einer Schnittmenge begegnen, kommt der Verbraucherschutz ins Spiel. Und dann ist es vorbei mit Business Intelligence und Smart Data. Nun ist es aber so, dass die gesamte hier sitzende Branche &#8211; und das gilt wirklich f\u00fcr die gesamte Digitalwirtschaft &#8211; sich ausschlie\u00dflich in dieser Schnittmenge bewegt.<\/p>\n<p>[19:48] Denn wir werden perspektivisch immer noch keine mittelst\u00e4ndischen Maschinenbauer oder Zulieferer sein. Und darum m\u00fcssen auch f\u00fcr unsere Branche zukunftstaugliche Regelungen f\u00fcr den Datenschutz gefunden werden, die das Vertrauen des Nutzers wahren, keine Frage, aber dennoch digitale Entwicklung und eine Optimierung des Produktes, wie Sie sie eben genannt haben, auch erm\u00f6glichen.<\/p>\n<p>[20:15] Das Gef\u00e4lle der verf\u00fcgbaren Daten \u00fcber den einzelnen Zuschauer oder Nutzer zwischen den gro\u00dfen Datengiganten und uns ist heute schon riesig. Und durch europ\u00e4ische Anbieter nur ganz schwer aufzuholen. Die politischen Bekundungen, uns dabei zu unterst\u00fctzen, sind momentan sehr deutlich vernehmbar, gleichwohl entspricht das nicht dem konkreten Handeln. Die jetzt auf EU-Ebene angedachte E-Privacy-Verordnung schwingt die ganz gro\u00dfe Keule des Verbraucherschutzes und setzt so strikte Einwilligungsvorbehalte, dass f\u00fcr europ\u00e4ische Unternehmen der Anschluss an die internationalen Wettbewerber nicht nur verhindert w\u00fcrde, sondern ihr digitales Werbegesch\u00e4ft, wie wir es heute kennen, vollkommen zusammenbrechen w\u00fcrde. Die amerikanischen Datenplattformen sind gegen\u00fcber den europ\u00e4ischen Medien Anbietern klar im Vorteil, weil sie eine Einwilligung des Nutzers bei der Registrierung schon eingeholt haben oder sogar zur Voraussetzung gemacht haben, ihre Dienste \u00fcberhaupt nutzen zu d\u00fcrfen.<\/p>\n<p>[21:21] Ich muss es gerade nach der aktuellen Beschlusslage im Europ\u00e4ischen Parlament so deutlich formulieren: Politische Fensterreden zu europ\u00e4ischen Champions im EU-Binnenmarkt helfen uns jetzt nicht mehr weiter. Diese werden zwar als Leitbild proklamiert, die konkreten Vorschl\u00e4ge \u00f6ffnen dann aber die \u00dcberholspur der Datenautobahn einzig und allein den gro\u00dfen amerikanischen Internetkonzernen. Bund und L\u00e4nder m\u00fcssen sich daher in den kommenden Wochen verst\u00e4rkt in die europ\u00e4ische Entscheidungsfindung einbringen und diesen Kurs korrigieren.<\/p>\n<p>[21:59] Eine Anmerkung noch zur nationalen Situation, die Sie wahrscheinlich wenig \u00fcberraschen wird, die aber nicht minder n\u00f6tig ist. Die Marktverzerrung durch mehr als acht Milliarden Euro Rundfunkbeitrag bei ARD und ZDF muss endlich einged\u00e4mmt werden. Wie die Ergebnisse der Ministerpr\u00e4sidentenkonferenz vorige Woche zeigen, ist die Verflechtung von Politik, Gremien und Anstalten unver\u00e4ndert eng. Keiner traut sich an die dringend notwendigen, wirklichen Ver\u00e4nderungen heran. Weder der Gesamtumfang des Angebotes, noch die Konkretisierung des Auftrages oder die Werbefreiheit bei ARD und ZDF werden konkret in Angriff genommen. Wir brauchen aber eine solche echte Struktur-Debatte und ein klares Bekenntnis zum Dualen System. Aber auch zur privaten Seite des dualen Mediensystems. Stattdessen wird weiterhin eine deutliche Ausweitung des Telemedien-Auftrages diskutiert und damit u. a. \u00f6ffentlich-rechtliche Produktionen f\u00fcr Dritt-Plattformen wie Facebook oder YouTube.<\/p>\n<p>[23:13] Lassen Sie sich das, meine sehr verehrten Damen und Herren, bitte auf der Zunge zergehen: Der \u00f6ffentlich-rechtliche Rundfunk soll den &#8211; nicht die M\u00f6glichkeit &#8211; den Auftrag bekommen mit Beitragsgeldern die amerikanischen Plattformen durch kostenlose Zurverf\u00fcgungstellung origin\u00e4rer Produktionen, diese Plattformen zu st\u00e4rken. W\u00e4hrend die privaten Medien und \u00fcbrigens nicht die Presse allein, sondern auch TV mit diesen Plattformen \u00fcber tragf\u00e4hige Gesch\u00e4ftsmodelle verhandeln. Hut ab an dieser Stelle vor dieser Spitze der Wettbewerbsverzerrung. Nimmt man all diese Entwicklung zusammen, w\u00fcrde es mich doch sehr wundern, wenn nach den Diskussionen der letzten Wochen auf den medienpolitischen Ebenen, die Manager der internationalen Internetplattformen vor Lachen \u00fcberhaupt noch abends in den Schlaf kommen.<\/p>\n<p>[24:09] (Beifall)<\/p>\n<p>[24:14] Es ist wirklich an der Zeit, dass die vielen losen Enden der einzelnen Regulierungsvorhaben und ihre Konsequenzen f\u00fcr die deutsche Medienlandschaft und die Medienunternehmen endlich verstanden und vor allen Dingen zu einem stimmigen Gesamtansatz zusammengef\u00fchrt werden. Deutschland hat eine starke und enorme vielfaltgepr\u00e4gte Medienindustrie. Der Beitrag der Medien darf aber nicht auf die Vielfalt reduziert werden, sondern muss endlich auch die Wirtschaftskraft, die vielen hundert tausend Arbeitspl\u00e4tze, die Investitionen und die Innovationen der Branche ber\u00fccksichtigen.<br \/>\nDenn wir sind keine Eh-da-Industrie, die auch in den kommenden Jahrzehnten automatisch Inhalte liefern wird, wenn nicht alle Seiten ihre Hausaufgaben machen. Wo Werte geschaffen werden, muss auch Wertsch\u00f6pfung erm\u00f6glicht werden. Wir k\u00f6nnen und wir d\u00fcrfen uns als Medienbranche trauern, den Value unserer Branche, ob Print, H\u00f6rfunk oder TV k\u00fcnftig st\u00e4rker als Beitrag zur Vielfalt und zur Wirtschaft wahrzunehmen, den es zu fordern, auf der einen Seite aber auch zu f\u00f6rdern gilt. <\/p>\n<p>Ich bedanke mich sehr herzlich f\u00fcr Ihre Aufmerksamkeit und w\u00fcnsche den Medientagen gutes Gelingen und vor allen Dingen viele spannende Diskussionen und vielleicht auch ein paar Ergebnisse zu den anstehenden Problemen. Ganz herzlichen Dank.<\/p>\n<p>(Beifall)<\/p><\/blockquote>\n<p><\/div><\/div>\n<div style=\"height: 10px;\"><\/div>\n<hr \/>\n<div style=\"height: 5px;\"><\/div>\n<p><html><br \/>\n     <head><\/p>\n<style type=\"text\/css\">\n       body {\n                     background: #DADADA;\n       }\n      <\/style>\n<p>     <\/head><br \/>\n     <body><br \/>\n<\/body><br \/>\n    <\/html><br \/>\n<script src=\"https:\/\/apis.google.com\/js\/plusone.js\" type=\"text\/javascript\">\/\/ < ![CDATA[ {lang: 'de'} \/\/ ]]><\/script><br \/>\n<script src=\"http:\/\/twittercounter.com\/embed\/?username=medienmagazin&amp;style=avatar\" type=\"text\/javascript\"><\/script><\/p>\n<p><\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>No audio playback capabilities, please download the audio belowDownload Audio: Closed Format: MP3 Was: Keynote &#8222;Media.Trust.Machines \u2013 Der Wert der Medien in der digitalen Gesellschaft&#8220; Wer: Anke Sch\u00e4ferkordt, CEO Mediengruppe RTL Deutschland \/ Vorstand Bertelsmann Wann: 24.10.2017, 15:30 Uhr Wo: Messe M\u00fcnchen, Saal 14b<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_monsterinsights_skip_tracking":false,"_monsterinsights_sitenote_active":false,"_monsterinsights_sitenote_note":"","_monsterinsights_sitenote_category":0,"footnotes":""},"categories":[53],"tags":[836,93],"class_list":["post-38193","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-dokument","tag-public-value","tag-rtl"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.wwwagner.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/38193","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.wwwagner.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.wwwagner.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.wwwagner.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.wwwagner.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=38193"}],"version-history":[{"count":19,"href":"https:\/\/www.wwwagner.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/38193\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":45569,"href":"https:\/\/www.wwwagner.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/38193\/revisions\/45569"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.wwwagner.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=38193"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.wwwagner.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=38193"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.wwwagner.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=38193"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}