{"id":38407,"date":"2017-11-07T13:30:59","date_gmt":"2017-11-07T12:30:59","guid":{"rendered":"http:\/\/www.wwwagner.tv\/?p=38407"},"modified":"2020-02-25T03:23:13","modified_gmt":"2020-02-25T01:23:13","slug":"neuer-vdz-praesident-dr-rudolf-thiemann","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.wwwagner.tv\/?p=38407","title":{"rendered":"Neuer VDZ-Pr\u00e4sident: Dr. Rudolf Thiemann"},"content":{"rendered":"<figure id=\"attachment_38415\" aria-describedby=\"caption-attachment-38415\" style=\"width: 1100px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"http:\/\/www.wwwagner.tv\/wp-content\/uploads\/20171107_DSC9615_thiemann_rudolf_1100\u2006\u00d7\u2006665.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.wwwagner.tv\/wp-content\/uploads\/20171107_DSC9615_thiemann_rudolf_1100\u2006\u00d7\u2006665.jpg\" alt=\"Dr. Rudolf Thiemann | Foto: \u00a9 J\u00f6rg Wagner\" width=\"1100\" height=\"665\" class=\"size-full wp-image-38415\" srcset=\"https:\/\/www.wwwagner.tv\/wp-content\/uploads\/20171107_DSC9615_thiemann_rudolf_1100\u2006\u00d7\u2006665.jpg 1100w, https:\/\/www.wwwagner.tv\/wp-content\/uploads\/20171107_DSC9615_thiemann_rudolf_1100\u2006\u00d7\u2006665-300x181.jpg 300w, https:\/\/www.wwwagner.tv\/wp-content\/uploads\/20171107_DSC9615_thiemann_rudolf_1100\u2006\u00d7\u2006665-768x464.jpg 768w, https:\/\/www.wwwagner.tv\/wp-content\/uploads\/20171107_DSC9615_thiemann_rudolf_1100\u2006\u00d7\u2006665-1024x619.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 1100px) 100vw, 1100px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-38415\" class=\"wp-caption-text\">Dr. Rudolf Thiemann | Foto: \u00a9 J\u00f6rg Wagner<\/figcaption><\/figure>\n<div style=\"height: 30px;\"><\/div>\n<div style=\"height: 10px;\"><\/div>\n <audio   controls > <source src=\"http:\/\/www.wwwagner.tv\/audio\/20171107_thiemann_rudolf_interview_128.mp3\" type='audio\/mpeg' \/> <object   type=\"application\/x-shockwave-flash\"  data=\"https:\/\/www.wwwagner.tv\/wp-content\/plugins\/wphtml5player\/inc\/flowplayer.swf\"  width=\"400\"  height=\"30\"> <param name=\"movie\" value='https:\/\/www.wwwagner.tv\/wp-content\/plugins\/wphtml5player\/inc\/flowplayer.swf' \/><param name=\"allowfullscreen\" value='false' \/><param name=\"cachebusting\" value='true' \/><param name=\"bgcolor\" value='#000000' \/><param name=\"flashvars\" value='config={\"plugins\":{\"controls\":{\"height\":30,\"autoHide\":false,\"fullscreen\":false}},\"clip\":{\"autoPlay\":false,\"url\":\"http:\\\/\\\/www.wwwagner.tv\\\/audio\\\/20171107_thiemann_rudolf_interview_128.mp3\"},\"playlist\":[{\"autoPlay\":false,\"url\":\"http:\\\/\\\/www.wwwagner.tv\\\/audio\\\/20171107_thiemann_rudolf_interview_128.mp3\"}],\"play\":{\"opacity\":0}}' \/>  No audio playback capabilities, please download the audio below<br \/><strong>Download Audio:<\/strong> Closed Format: <a href=\"http:\/\/www.wwwagner.tv\/audio\/20171107_thiemann_rudolf_interview_128.mp3\">MP3<\/a> <\/object> <!-- Generated by HTML5 Multimedia Framework (http:\/\/code.google.com\/p\/html5videoplayer) --> <\/audio>  \n<div style=\"height: 10px;\"><\/div>\n<p><u>Was<\/u>: Interview<br \/>\n<u>Wer<\/u>: Dr. Rudolf Thiemann, VDZ-Pr\u00e4sident seit 05.11.2017<br \/>\n<u>Wo<\/u>: Berlin, Alexanderplatz, bcc, Gro\u00dfer Saal<br \/>\n<u>Wann<\/u>: 07.11.2017, 13:30 Uhr<\/p>\n<div style=\"height:10px;\"><\/div>\n<div id='stb-container-1620' class='stb-container-css stb-custom-container stb-no-caption stb-image-none stb-ltr stb-border stb-side'><aside class='stb-icon'><img src='http:\/\/www.wwwagner.tv\/wp-content\/plugins\/wp-special-textboxes\/themes\/stb-dark\/heart.png'><\/aside><div id='stb-box-1620' class='stb-custom_box stb-box' ><br \/>\n<span style=\"font-size: 11pt; font-family: tahoma,arial,helvetica,sans-serif;\"><br \/>\n(w\u00f6rtliches Transkript, H\u00f6rverst\u00e4ndnisfehler vorbehalten)<\/p>\n<div style=\"height: 20px;\"><\/div>\n<blockquote><p>\n[0:00] <u>Dr. Rudolf Thiemann<\/u>: Mein Name ist Rudolf Thiemann. Ich bin 62 Jahre alt, verheiratet habe vier Kinder. Und ich bin seit etwa 30 Jahren in verantwortlicher Position der Liborius-Verlagsgruppe. Wir verlegen konfessionelle Zeitschriften, im wesentlichen katholische Zeitschriften, allerdings nicht von oder f\u00fcr die Kirche, sondern f\u00fcr unsere Leser. Wir sind ein privatwirtschaftlicher Betrieb. Ich bin in der vierten Generation t\u00e4tig. Das Liborius-Blatt beispielsweise hat mein Ur-Gro\u00dfvater gegr\u00fcndet 1899. Das gibt es heute noch.<\/p>\n<p>[0:34] <u>J\u00f6rg Wagner<\/u>: S<strong>ie wurden am Sonntag gew\u00e4hlt zum neuen VDZ-Pr\u00e4sidenten. Es gab einen <a href=\"http:\/\/clap-club.de\/blog\/author\/bulopeter\/\" rel=\"noopener noreferrer\" target=\"_blank\">Gegenkandidaten<\/a>, der, ich glaube, sowas wie der Gegenentwurf ist zu Ihnen. Also eher jemand, der satirisch auf dem Gebiete der Karikatur unterwegs ist, der mit dem Clap-Magazin eher so das eitle und lustige repr\u00e4sentiert. Womit haben Sie, glauben Sie, die Delegierten \u00fcberzeugen k\u00f6nnen, Sie zu w\u00e4hlen? Was haben Sie ihnen versprochen?<\/strong><\/p>\n<p>[1:00] <u>Dr. Rudolf Thiemann<\/u>: Ich habe den Delegierten gar nichts versprochen, sondern die Delegierten haben mich gekannt, weil ich selber seit 20 Jahren Mitglied der Delegiertenversammlung bin und genau so lange, viele Jahre Vizepr\u00e4sident dieses Verbandes war. Und das war in der Zeit, wo Hubert Burda, den jeder kennt, der Pr\u00e4sident dieses Verbandes war und ich hatte mit Hubert Burda eine mehr oder weniger offen ausgesprochene Abrede, dass ich den Verband nach innen f\u00fchre und er hat ihn nach au\u00dfen vertreten. Deswegen kannte ich mich eben sehr gut aus mit den Strukturen und der VDZ ist ja ein Dachverband. Er wird getragen von f\u00fcnf Landesverb\u00e4nden. Und wenn man in diesem VDZ eine Position einnehmen will, dann muss man letztendlich irgendwie von den Landesverb\u00e4nden oder von den Fachverb\u00e4nden hier in Berlin vorgeschlagen werden. Und das ist in meinem Fall passiert.<\/p>\n<p>[2:02] <u>J\u00f6rg Wagner<\/u>: <strong>Dann kann man sagen, wenn Sie den Verband nach innen repr\u00e4sentiert haben, dass Sie eher dann doch die, ja man sagt immerso, \u201cSchwarzbrot\u201d-Aufgaben hatten, w\u00e4hrend Hubert Bruder nat\u00fcrlich in der Au\u00dfendarstellung auch durch seine \u00fcberzeugende Verleger-Figur, ja ich sage mal, das Glamour\u00f6se gesucht hat. Jetzt m\u00fcssen Sie raus. Wie gef\u00e4llt Ihnen diese Rolle?<\/strong><\/p>\n<p>[2:22] <u>Dr. Rudolf Thiemann<\/u>: Die gef\u00e4llt mir ganz gut. Ich habe mich ja dazu jetzt nicht breitschlagen lassen oder dahin qu\u00e4len lassen. Ich bin gefragt worden. Habe mir das \u00fcberlegt ob ich nach fast 20 Jahren in der zweiten Reihe, ob ich das gerne machen m\u00f6chte. Wenn ich\u2019s nicht gerne machen w\u00fcrde, dann w\u00e4re ich auch der falsche Mann.<\/p>\n<p>[2:43] <u>J\u00f6rg Wagner<\/u>: <strong>Gut. Es h\u00e4tte ja auch so\u2019n gewisses Pflichtgef\u00fchl sein k\u00f6nnen, zu sagen nach der Aff\u00e4re mit Stephan Holthoff-Pf\u00f6rtner, der in die Politik wechselte, brauchen wir jetzt Disziplin, wir m\u00fcssen klar nach au\u00dfen hin zeigen, der Verband hat eine starke F\u00fchrung.<\/strong><\/p>\n<p>[2:58] <u>Dr. Rudolf Thiemann<\/u>: Ja, es ist so, dass ich vor \u2026 als es mal nicht klar war, vor zehn, elf Jahren ob Hubert Burda noch mal antritt f\u00fcr eine weitere Amtszeit, der ist insgesamt f\u00fcnfmal wiedergew\u00e4hlt werden, da bin ich auch schon gefragt worden, ob ich mir das vorstellen kann und auch damals habe ich gesagt, ja kann ich mir vorstellen. Also, das nach Au\u00dfen zu gehen und den Verband nach au\u00dfen zu repr\u00e4sentieren macht mir gro\u00dfen Spa\u00df. Es ist eine tolle Aufgabe. Ich freue mich \u00fcber das Vertrauen der Verleger. Und ich glaube auch, dass die Einstimmigkeit, die sich bei dem bei der Wahl ergeben hat vorgestern nat\u00fcrlich auch irgendwie aussagt, der kann das wirklich. Wir vertrauen ihm dieses Amt an, weil er das kann.<\/p>\n<p>[3:43] <u>J\u00f6rg Wagner<\/u>: <strong>Man hat mit gro\u00dfer Aufmerksamkeit Ihre erste Rede verfolgt am ersten Tag des Publishers\u2019 Summit. Sie haben sehr viel Zeit verwendet, um auch Gefahren zu beschreiben. Was ist ihre Hauptaufgabe jetzt als Verbandspr\u00e4sident?<\/strong><\/p>\n<p>[3:57] <u>Dr. Rudolf Thiemann<\/u>: Wir m\u00fcssen immer daran denken, dass in dieser sich ver\u00e4ndernden Welt also im Zuge der Digitalisierung die Gesch\u00e4ftsmodelle noch Bestand haben werden. Also das alte Gesch\u00e4ftsmodelle bedeutet \u201cPaid Content\u201d, wie wir es heute ausdr\u00fccken, bezahlter Inhalt, unsere Zeitschriften werden verkauft im Abonnement oder im Handel. Und jetzt gibt es einen einen Zug hin zum zum Internet nat\u00fcrlich und wir wissen alle, das war der ber\u00fchmte Satz von Hubert Burda: im Internet verdienen wir an Werbung nur lousy Pennys. Das ist die gro\u00dfe Aufgabe: wie kriegen wir unsere Inhalte, die wir ins Internet stellen, bezahlt? Wenn aber diese Inhalte von den gro\u00dfen Suchmaschinen von Google oder im Facebook, wie das leider passiert, kostenlos dargeboten werden und die Werbeeinnahmen landen bei Facebook und bei Google, die haben n\u00e4mlich 75 bis 80% der Werbeeinnahmen im digitalen Markt schon bei sich und profitieren vom Wachstum \u00fcber 90%. Dann wird f\u00fcr die Verleger alter Pr\u00e4gung nichts \u00fcbrig bleiben und das ist ein gro\u00dfes Problem. Was den \u00f6ffentlich-rechtlichen Rundfunk betrifft, wir sind ja das Duopol gew\u00f6hnt. Fr\u00fcher war das Fernsehen, sagen wir mal &#8211; der wichtigste Wettbewerber um die Anzeigen-Erl\u00f6se, aber man muss heute sich klar machen, der \u00f6ffentlich-rechtliche Rundfunk nutzt nat\u00fcrlich das Internet auch. Und der Rundfunkstaatsvertrag sagt ja im Wesentlichen aus, es m\u00fcssen eben sendungsbezogene Inhalte sein und nicht eine eigene Presse, die dort veranstaltet wird. Wenn diese Presse dort steht, warum soll denn der User, ja, sich nicht bei den \u00f6ffentlich-Rechtlichen informieren? Die machen ja hervorragenden Journalismus. Das ist \u00fcberhaupt keine Frage. Aber er ist nicht zu fairen Wettbewerbsbedingungen, weil da gibt es eine Haushaltszwangsabgabe, mit der das finanziert wird das Ganze, also die ARD muss sich keine Gedanken dar\u00fcber machen, im freien Wettbewerb Gelder zu verdienen und deswegen, es ist nicht kostenlos, was da ist, sondern ist ja &#8230;<\/p>\n<p>[5:59] <u>J\u00f6rg Wagner<\/u>: <strong>\u2026 Ja, aber werbefrei.<\/strong><\/p>\n<p>[6:01] <u>Dr. Rudolf Thiemann<\/u>: Ja, werbefrei w\u00e4re ganz sch\u00f6n, aber es hei\u00dft jetzt nicht, es w\u00e4re ein Trugschluss zu glauben, wenn die jetzt keine Werbung machen d\u00fcrften oder die d\u00fcrfen keine Werbung machen, dann d\u00fcrfen sie ihm alles andere machen. Das ist nicht gut. Es ist letztendlich so, es ist \u00fcber die Haushaltsabgabe finanziert. Und es ist nicht kostenlos. Es erscheint dem Nutzer nur kostenlos. Es gibt ja eine neue Studie, der Herr Scherzer, unser Hauptgesch\u00e4ftsf\u00fchrer hat es gestern auch in der Pressekonferenz gesagt, ich habe die Zahl nicht mehr ganz genau im Kopf, aber sie ist etwa so ein Prozentsatz von 45% des Medienbudget eines durchschnittlichen Menschen in Deutschland geht in die Haushaltsabgabe. Das ist fast die H\u00e4lfte.<\/p>\n<p>[7:32] <u>J\u00f6rg Wagner<\/u>: <strong>Sie haben in Ihrer Rede betont, dass Sie mit dem BDZV Seite an Seite stehen bei der Auseinandersetzung mit dem \u00f6ffentlich-rechtlichen Rundfunk. Der hat auch diese selben Argumente, die Sie erw\u00e4hnten nat\u00fcrlich auf seiner Agenda aber. Aber es wird \u00fcberschattet zur Zeit durch diese Diskussion um \u201cStaatespresse\u201d, \u201cStaatsfunk\u201d und so weiter. Sehen Sie das dann \u00e4hnlich wie Herr D\u00f6pfner?<\/strong><\/p>\n<p>[7:32] <u>Dr. Rudolf Thiemann<\/u>: Na er hat also &#8230; ich \u2026 es ist jetzt immer schwierig jemand anders interpretieren zu m\u00fcssen, aber ich versuche es mal. Er hat ja auch von Nordkorea gesprochen, ja also wir haben nat\u00fcrlich keine Verh\u00e4ltnisse wie in Nordkorea. Das hat ja auch nicht gesagt und hat es auch sicherlich nicht so gemeint. Er hat nur gesagt, wenn das  \u2026 die \u2026 die Medienwirtschaft sich dahin entwickelt, das freier, privatwirtschaftlich finanzierter Journalismus nicht mehr m\u00f6glich ist, dann wird am Ende nur noch der \u00f6ffentlich-rechtliche Rundfunk \u00fcbrig bleiben und dann haben wir einen Staatfunk, ja. Also \u00e4hnlich denke ich mal, so \u00e4hnlich hat er gedacht.<\/p>\n<p>[7:45] <u>J\u00f6rg Wagner<\/u>: <strong>Und wie denken Sie?<\/strong><\/p>\n<p>[7:46] <u>Dr. Rudolf Thiemann<\/u>: Ich glaube nicht, dass es so schnell passiert.<\/p>\n<p>[7:49] <u>J\u00f6rg Wagner<\/u>: <strong>Manfred Braun, der Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der Funke-Gruppe sagte hier auf dem Kongress, dass der erste gr\u00f6\u00dfere Einbruch kam f\u00fcr die Zeitschriften als das Privatfernsehen sich etablierte und in der Regel Managementfehler hinter Umsatzeinbr\u00fcchen stehen. Inwieweit spielt das \u00fcberhaupt in der Innensicht der Verbandsmitglieder eine Rolle, dass man auch mal ja guckt, wie viel Fehler machen heutzutage die Manager und weniger wieviel Druck \u00fcbt Google aus oder wie fern ist das Medienbudget f\u00fcr das \u00f6ffentlich-rechtliche Fernsehen und den H\u00f6rfunk ausschlaggebend f\u00fcr die Ums\u00e4tze eines Unternehmens.<\/strong><\/p>\n<p>[8:26] <u>Dr. Rudolf Thiemann<\/u>: Das sind ja jetzt mehrere, mehrere \u00dcberlegungen \u2026<\/p>\n<p>[8:27] <u>J\u00f6rg Wagner<\/u>: <strong>Oder anders gefragt, gibt es tats\u00e4chlich diese Monokausalit\u00e4t zwischen den Ums\u00e4tzen und tats\u00e4chlich dieser \u00dcbermacht an diesem internationalen Konzernen?<\/strong><\/p>\n<p>[8:39] <u>Dr. Rudolf Thiemann<\/u>: Ja. Das, also das ist, das ist eindeutig, das ist eindeutig belegt auch &#8230;<br \/>\nich glaube, dass diese Unternehmen wie Facebook und Google, bei Google wei\u00df es nicht genau, aber Facebook, als es gegr\u00fcndet wurde, da gab es ja ein ganz anderes Motiv. Da sollten sich \u2026 die haben \u2026 die haben M\u00e4dchen gesucht, so ungef\u00e4hr. Also wie Mark Zuckerberg das Ding erfunden hat. Und das ist ja so unglaublich gewachsen und ist eine solche Geldmaschine geworden. Die haben ja gerade Zahlen ver\u00f6ffentlicht. Die machen ja 55% Nettorenditen und es w\u00e4chst. Das war neulich mal ganz gut in einem Artikel in der Welt am Sonntag beschrieben: erratisch. Das ist w\u00e4chst, zerfasert und w\u00e4chst und w\u00e4chst und w\u00e4chst und produziert immer mehr Geld. Und gleichzeitig f\u00fchren sie sich auf wie supranationale Wohlfahrtsunternehmen, ja. Und verbinden auch einen bestimmten gesellschaftspolitischen Anspruch damit. Und weil diese \u00dcberlegenheit da ist, auch die \u00dcberlegenheit des Geldes da ist und bei Google siehts man besonders. Die f\u00fchren sich eben auch missbr\u00e4uchlich auf. Deswegen gab es die Kartellstrafe, weil man nachweisen konnte, sie haben ihre Marktmacht missbraucht und da muss man hinterher sein, sonst guckt man in die R\u00f6hre.<\/p>\n<p>[9:46] <u>J\u00f6rg Wagner<\/u>: <strong>Aber noch mal die Frage, gibt es Managementfehler, die diskutiert werden?<\/strong><\/p>\n<p>[9:49] <u>Dr. Rudolf Thiemann<\/u>: Ja, nat\u00fcrlich gibt &#8230; ich glaube, wir sind jetzt hier nicht der Verband der sich selbst zerfleischt, weil wir permanent \u00fcber unsere Fehler nachdenken, aber Manfred Braun ist ja viele Jahre auch dankenswerterweise der Sprecher der Publikumszeitschriften gewesen und Manfred Braun ist ja bekannt daf\u00fcr, kommt ja aus dem Bauer-Stall und \u2026 und ist jetzt seit l\u00e4ngerer Zeit schon in der Funke-Mediengruppe, ist bekannt daf\u00fcr, dass er ein Handwerker ist, ja. Er sagt, es gibt ganz klassische Handwerker-Fehler, die man bei der Gr\u00fcndung und beim Betrieb von Zeitschriften machen kann.<\/p>\n<p>[10:27] <u>J\u00f6rg Wagner<\/u>: <strong>Aber das wird hier nicht diskutiert auf solchen Foren, sondern eher \u2026 <\/strong><\/p>\n<p>[10:28] <u>Dr. Rudolf Thiemann<\/u>: Nein, das ist ja eher eine politische Veranstaltung hier. Aber es wird nat\u00fcrlich in unseren Arbeitsgruppen, wir haben ja viele Aussch\u00fcsse, in denen ja die einzelnen Verlage vertreten sind oder ihre Manager da hinschicken und da werden \u2026 wird \u00fcber Handwerk schwache Nerven Man darf nie vergessen Medien zu machen ist sehr viel Handwerk, ja man darf nie vergessen, Medien zu machen ist sehr viel Handwerk.<\/p>\n<\/blockquote>\n<p><\/div><\/div>\n<div style=\"height: 10px;\"><\/div>\n<hr \/>\n<div style=\"height: 5px;\"><\/div>\n<p><html><br \/>\n     <head><\/p>\n<style type=\"text\/css\">\n       body {\n                     background: #DADADA;\n       }\n      <\/style>\n<p>     <\/head><br \/>\n     <body><br \/>\n<\/body><br \/>\n    <\/html><br \/>\n<script src=\"https:\/\/apis.google.com\/js\/plusone.js\" type=\"text\/javascript\">\/\/ < ![CDATA[ {lang: 'de'} \/\/ ]]><\/script><br \/>\n<script src=\"http:\/\/twittercounter.com\/embed\/?username=medienmagazin&amp;style=avatar\" type=\"text\/javascript\"><\/script><\/p>\n<p><noscript><a href=\"http:\/\/twittercounter.com\/medienmagazin\">medienmagazin on Twitter Counter<\/a><\/noscript><br \/>\n<\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>No audio playback capabilities, please download the audio belowDownload Audio: Closed Format: MP3 Was: Interview Wer: Dr. Rudolf Thiemann, VDZ-Pr\u00e4sident seit 05.11.2017 Wo: Berlin, Alexanderplatz, bcc, Gro\u00dfer Saal Wann: 07.11.2017, 13:30 Uhr medienmagazin on Twitter Counter<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_monsterinsights_skip_tracking":false,"_monsterinsights_sitenote_active":false,"_monsterinsights_sitenote_note":"","_monsterinsights_sitenote_category":0,"footnotes":""},"categories":[17],"tags":[225,100],"class_list":["post-38407","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-aktuell","tag-bdzv","tag-vdz"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.wwwagner.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/38407","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.wwwagner.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.wwwagner.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.wwwagner.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.wwwagner.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=38407"}],"version-history":[{"count":10,"href":"https:\/\/www.wwwagner.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/38407\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":45564,"href":"https:\/\/www.wwwagner.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/38407\/revisions\/45564"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.wwwagner.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=38407"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.wwwagner.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=38407"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.wwwagner.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=38407"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}