{"id":39852,"date":"2018-04-20T09:00:23","date_gmt":"2018-04-20T08:00:23","guid":{"rendered":"http:\/\/www.wwwagner.tv\/?p=39852"},"modified":"2020-02-25T03:10:09","modified_gmt":"2020-02-25T01:10:09","slug":"dr-schulte-kellinghaus-das-wichtigste-ist-relevanz","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.wwwagner.tv\/?p=39852","title":{"rendered":"Dr. Schulte-Kellinghaus: Das wichtigste ist Relevanz."},"content":{"rendered":"<figure id=\"attachment_39853\" aria-describedby=\"caption-attachment-39853\" style=\"width: 1100px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"http:\/\/www.wwwagner.tv\/wp-content\/uploads\/20180420_DSC_4503_kellinghaus-schulte_jan_1100\u2006\u00d7\u2006586.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.wwwagner.tv\/wp-content\/uploads\/20180420_DSC_4503_kellinghaus-schulte_jan_1100\u2006\u00d7\u2006586.jpg\" alt=\"Jan Schulte-Kellinghaus | Foto: \u00a9 J\u00f6rg Wagner\" width=\"1100\" height=\"586\" class=\"size-full wp-image-39853\" srcset=\"https:\/\/www.wwwagner.tv\/wp-content\/uploads\/20180420_DSC_4503_kellinghaus-schulte_jan_1100\u2006\u00d7\u2006586.jpg 1100w, https:\/\/www.wwwagner.tv\/wp-content\/uploads\/20180420_DSC_4503_kellinghaus-schulte_jan_1100\u2006\u00d7\u2006586-300x160.jpg 300w, https:\/\/www.wwwagner.tv\/wp-content\/uploads\/20180420_DSC_4503_kellinghaus-schulte_jan_1100\u2006\u00d7\u2006586-768x409.jpg 768w, https:\/\/www.wwwagner.tv\/wp-content\/uploads\/20180420_DSC_4503_kellinghaus-schulte_jan_1100\u2006\u00d7\u2006586-1024x546.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 1100px) 100vw, 1100px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-39853\" class=\"wp-caption-text\">Jan Schulte-Kellinghaus | Foto: \u00a9 J\u00f6rg Wagner<\/figcaption><\/figure>\n<div style=\"height: 30px;\"><\/div>\n<div style=\"height: 10px;\"><\/div>\n <audio   controls > <source src=\"http:\/\/www.wwwagner.tv\/audio\/20180420_schulte-kellinghaus_jan_128.mp3\" type='audio\/mpeg' \/> <object   type=\"application\/x-shockwave-flash\"  data=\"https:\/\/www.wwwagner.tv\/wp-content\/plugins\/wphtml5player\/inc\/flowplayer.swf\"  width=\"400\"  height=\"30\"> <param name=\"movie\" value='https:\/\/www.wwwagner.tv\/wp-content\/plugins\/wphtml5player\/inc\/flowplayer.swf' \/><param name=\"allowfullscreen\" value='false' \/><param name=\"cachebusting\" value='true' \/><param name=\"bgcolor\" value='#000000' \/><param name=\"flashvars\" value='config={\"plugins\":{\"controls\":{\"height\":30,\"autoHide\":false,\"fullscreen\":false}},\"clip\":{\"autoPlay\":false,\"url\":\"http:\\\/\\\/www.wwwagner.tv\\\/audio\\\/20180420_schulte-kellinghaus_jan_128.mp3\"},\"playlist\":[{\"autoPlay\":false,\"url\":\"http:\\\/\\\/www.wwwagner.tv\\\/audio\\\/20180420_schulte-kellinghaus_jan_128.mp3\"}],\"play\":{\"opacity\":0}}' \/>  No audio playback capabilities, please download the audio below<br \/><strong>Download Audio:<\/strong> Closed Format: <a href=\"http:\/\/www.wwwagner.tv\/audio\/20180420_schulte-kellinghaus_jan_128.mp3\">MP3<\/a> <\/object> <!-- Generated by HTML5 Multimedia Framework (http:\/\/code.google.com\/p\/html5videoplayer) --> <\/audio>  \n<div style=\"height: 10px;\"><\/div>\n<p><u>Was<\/u>: Interview zum 15. Geburtstag des Rundfunks Berlin-Brandenburg (rbb)<br \/>\n<u>Wer<\/u>: Dr. Jan Schulte-Kellinghaus, rbb-Programmdirektor<br \/>\n<u>Wo<\/u>: Haus des Rundfunks, Masurenallee, Berlin<br \/>\n<u>Wann<\/u>: rec.: 20.04.2018, 09:00 Uhr; ver\u00f6ffentlicht im radioeins-Medienmagazin vom 28.04.2018, 18:18 Uhr und in einer gek\u00fcrzten Fassung im rbb Inforadio vom 29.04.2018, 10:44\/15:24 Uhr<\/p>\n<div style=\"height: 10px;\"><\/div>\n<p><u>Vgl<\/u>.: <a href=\"http:\/\/bit.ly\/2Fym8KM\" rel=\"noopener noreferrer\" target=\"_blank\">Interview<\/a> mit Patricia Schlesinger<\/p>\n<div style=\"height: 10px;\"><\/div>\n<div id='stb-container-1199' class='stb-container-css stb-custom-container stb-no-caption stb-image-none stb-ltr stb-border stb-side'><aside class='stb-icon'><img src='http:\/\/www.wwwagner.tv\/wp-content\/plugins\/wp-special-textboxes\/themes\/stb-dark\/heart.png'><\/aside><div id='stb-box-1199' class='stb-custom_box stb-box' ><br \/>\n<span style=\"font-size: 11pt; font-family: tahoma,arial,helvetica,sans-serif;\"><\/p>\n<blockquote>\n<div style=\"height: 10px;\"><\/div>\n<p>[00:00:00] <u>Jan Schulte-Kellinghaus<\/u>: Mein Name ist Jan Schulte-Kellinghaus. Ich bin Programmdirektor des rbb. Und das bin ich seit dem 15. M\u00e4rz letzten Jahres, also jetzt knapp ein Jahr im Amt. <\/p>\n<p>[00:00:10] <u>J\u00f6rg Wagner<\/u>:<strong> Der rbb wird 15 Jahre alt am 1. Mai. Sie kommen sozusagen frisch rein. Damit haben Sie auch, sagen wir mal, nicht die B\u00fcrde der historischen Last, sondern k\u00f6nnen nach vorne blicken. Und das m\u00f6chte ich ganz gern mit Ihnen machen, weil man bekommt so schon mit, im Fernsehen tut sich was. Es ist auch frischer im Marketingauftritt. Aber wenn Sie jetzt programmlich doch vielleicht die letzten Wochen zur\u00fcckblicken, hat das, was Sie schon angeschoben haben, irgendeinen Effekt? Kann man das messen, zum Beispiel in Reichweite, in Zuschauerakzeptanz, Zuh\u00f6rerakzeptanz? Es gab vor kurzem auch die Media-Analyse.<\/strong> <\/p>\n<p>[00:00:46] <u>Jan Schulte-Kellinghaus<\/u>: Ja, klar kann man das messen. Aber einmal vorab. Normalerweise wird uns ja immer vorgeworfen, dass wir immer nur auf die Quote gucken. Und das erstaunt mich so. Immer, wenn mich jemand nach der Bilanz des letzten Jahres fragt, kommt immer sofort: Kann man es messen? Wie war die Quote? Also, obwohl wir ja eigentlich nicht so auf die Quote gucken sollen, ja man kann das Messen und das Programm wird erfolgreicher. Also, von im Jahresschnitt 5,6 Prozent sind wir jetzt fast auf 6 gesprungen, was ein deutlicher Schritt ist. Und jetzt im April sind wir mit dem Fernsehen sogar bei 6,4 Prozent, also erfolgreicher als der WDR in seinem Sendegebiet oder der SWR oder der hr. Aber das ist nat\u00fcrlich auch jetzt im April erst mal nur eine Momentaufnahme. Aber man sieht in den langfristigen Trends, dass die Ver\u00e4nderungen, die wir angesto\u00dfen haben, dass die auch bei den Zuschauern ankommen und dass die gut finden. <\/p>\n<p>[00:01:35] <u>J\u00f6rg Wagner<\/u>:<strong> Vielleicht noch ein Wort zum Radio?<\/strong> <\/p>\n<p>[00:01:37] <u>Jan Schulte-Kellinghaus<\/u>: Also, die Radios stehen ja stabil da und es hat ja auch Gewinne gegeben bei radioBerlin [88,8] und bei Fritz. Und Antenne [Brandenburg] ist nach wie vor Marktf\u00fchrer in Berlin und Brandenburg. Also, das ist eine tolle starke Position der Radios des rbb. Gleichwohl finde ich, dass wir auch da, wie wir es schon im Fernsehen begonnen haben, uns Gedanken machen m\u00fcssen, was man anders machen kann und sollte. <\/p>\n<p>[00:02:01] <u>J\u00f6rg Wagner<\/u>:<strong> Weil Sie meine Frage ganz kurz kritisch gestreift sind, aber was gibt&#8217;s denn noch f\u00fcr M\u00f6glichkeiten, Erfolg zu messen als Programmmacher? Au\u00dfer, dass man dann tats\u00e4chlich guckt, wie l\u00e4sst sich das mathematisch vielleicht eingrenzen in Zielgruppen, in Zuschauer-Akzeptanz gemessen in tats\u00e4chlich dann Quoten? Was gibt es da noch?<\/strong> <\/p>\n<p>[00:02:22] <u>Jan Schulte-Kellinghaus<\/u>: Naja, das ist ja das, was eigentlich unsere Hauptaufgabe ist, um die wir immer ringen: Das ist die Programmqualit\u00e4t. Die l\u00e4sst sich nat\u00fcrlich nicht schematisch in irgendwelchen Checklisten abfragen. Aber nat\u00fcrlich kann man mit Programm-Erfahrung sagen: Das ist ein gutes Programm gewesen oder das ist ein weniger gutes Programm gewesen. Und wir machen nat\u00fcrlich &#8211; und das ist f\u00fcr mich das Eigentliche &#8211; wir haben jetzt begonnen, hier Workshops zu machen, regelm\u00e4\u00dfige Workshops mit externen und internen Kritikern, die sich mit den Redaktionen auseinandersetzen und ihre Sicht der Dinge auf ihr Programm geben. Und wie das immer so ist im Leben, da werden Finger in Wunden gelegt, die man selber eigentlich schon kennt, die man ein bisschen ignoriert hat. Und jetzt hei\u00dft es: Kommt bewegt euch! Da k\u00f6nnt ihr auch noch besser werden. Und auf dem Weg sind wir. <\/p>\n<p>[00:03:08] <u>J\u00f6rg Wagner<\/u>:<strong> Jetzt bin ich ja neugierig geworden. Welche Finger legen Sie in welche Wunden?<\/strong><\/p>\n<p>[00:03:11] <u>Jan Schulte-Kellinghaus<\/u>: Na, nicht ich pers\u00f6nlich, sondern ich &#8230; mir ist wichtig, dass sich die Programme immer wieder neu erfinden und sich immer wieder fragen: Ist das wirklich das Beste, was wir hier liefern konnten? Das gilt auch f\u00fcr radioeins. Auch mit radioeins werden wir solche Workshops machen, wo wir Kollegen auch einladen werden, die Radiomacher sind, aber nicht vom rbb kommen und sich &#8230; keine Ahnung &#8230; das Fr\u00fchprogramm von radioeins anh\u00f6ren und sagen: H\u00e4tte ich jetzt vielleicht anders gemacht an der und an jener Stelle. Und das ist ein total produktiver Dialog. Und da gibt&#8217;s keine Schulnoten f\u00fcr Programmqualit\u00e4t, aber da kann man sehen, an welchen Stellen man arbeiten kann und muss. Und setzt sich auch auseinander mit Kollegen \u00fcber das, was man tut. Und das ist total wichtig. <\/p>\n<p>[00:03:54] <u>J\u00f6rg Wagner<\/u>:<strong> Dann splitten wir mal kurz Radio und Fernsehen. Bleiben wir ganz kurz beim Radio. Die Mediaanalyse, Sie sagten selber jetzt, wenn man es mathematisch misst, da wird ja das Erinnerungsverm\u00f6gen der Bev\u00f6lkerung abgefragt und gar nicht so sehr die Qualit\u00e4t, ob man&#8217;s gut findet. Aber dennoch gibt es ja die erfreuliche Tendenz, dass radioBerlin [88,8] und Fritz gewonnen haben. Aber genau diese beiden Programme, wenn ich das richtig bemerkt habe, wollen Sie tats\u00e4chlich ver\u00e4ndern: Fritz ausbauen zu &#8217;ner Multimedia-Plattform und radioBerlin [88,8] j\u00fcnger machen in der Akzeptanz. Warum haben Sie sich genau diese beiden Programme jetzt vorgenommen?<\/strong> <\/p>\n<p>[00:04:29] <u>Jan Schulte-Kellinghaus<\/u>: Weil die beiden erstens einen guten Job gemacht haben. Das sieht man ja an den MA-Ergebnissen, dass die in dem Segment, in dem sie arbeiten, erfolgreicher sind, ich aber finde oder wir gemeinsam beschlossen haben, dass wir die Aufgabenstellung dieser beiden Wellen ver\u00e4ndern sollten. Und &#8230; weil wir gesehen haben &#8211; und das haben wir nat\u00fcrlich auch untersucht &#8211; wir haben 1.800 Berliner und Brandenburger gefragt nach ihren Radio-Vorlieben und vor allem nach ihren Musikvorlieben und haben denen unterschiedliche Musikstile vorgespielt. Und ein wesentlicher Teil der Menschen in Berlin und Brandenburg, die unter 50 sind, haben gesagt, sie finden in dem Radioangebot des rbb keine Musik, die sie wirklich begeistert. Und das war f\u00fcr uns der Punkt zu sagen, da m\u00fcssen wir was \u00e4ndern. Und wir wollen jetzt nicht irgendwie ein Radio neu erfinden, aber wir haben ja erfolgreiche Radios. Und haben gesagt, lasst uns die Aufgabenstellung f\u00fcr radioBerlin [88,8] so \u00e4ndern, dass wir sagen, ihr m\u00fcsst euch auch attraktiv machen f\u00fcr die 40j\u00e4hrigen in Berlin und Brandenburg. Und Fritz muss sich nochmal neu erfinden, weil der alternative Mix, den die bieten, der ist ein sehr spezielles Segment. Und da ist die Frage, kann man nicht, wenn man Fritz als Digital-Marke neu denkt, die Vielfalt in der digitalen Welt erhalten und sich dann gesondert Gedanken machen, wie ein lineares Radioprogrammen dazu aussehen k\u00f6nnte? <\/p>\n<p>[00:05:58] <u>J\u00f6rg Wagner<\/u>:<strong> Das hei\u00dft m\u00f6glicherweise, dass Sie auch daran denken, dass man Fritz dann gar nicht mehr terrestrisch verbreitet?<\/strong><\/p>\n<p>[00:06:04] <u>Jan Schulte-Kellinghaus<\/u>: Doch unbedingt. Wir fanden es nur nicht mehr modern in Zeiten, in denen immer davon gesprochen wird, dass die jungen Leute vor allem Streamingdienste benutzen und immer weniger UKW h\u00f6ren, jetzt singul\u00e4r dar\u00fcber nachzudenken, wie man eine UKW-Welle modernisiert, sondern wir fanden es zeitgem\u00e4\u00df, zu sagen, lasst uns mal von dem Gedanken &#8222;Wof\u00fcr steht die Marke Fritz&#8220; ausgehen und was kann man publizistisch bieten in der digitalen Welt und zus\u00e4tzlich in dem linearen Ausspielweg Radio? Das ist ein anderer Denkansatz. <\/p>\n<p>[00:06:38] <u>J\u00f6rg Wagner<\/u>:<strong> &#8230; der dann sich konkret wie anh\u00f6rt? Also, ist das dann tats\u00e4chlich mehr Radio on demand? Wird der Live-Anteil zur\u00fcckgehen oder hei\u00dft das Dekonstruktion des eigentlichen linearen Programms in viel st\u00e4rkere H\u00e4ppchen, die man dann irgendwie, was wei\u00df ich, ausgespielt, atomisiert irgendwo findet?<\/strong><\/p>\n<p>[00:06:55] <u>Jan Schulte-Kellinghaus<\/u>: Also, wenn ich ganz ehrlich bin, kann ich das noch nicht beantworten, weil wir auch gesagt haben, wir wollen als rbb nicht immer nur fertige Beschl\u00fcsse kommunizieren, sondern wir sagen auch, dass wir auf dem Weg sind. Und wir haben jetzt gesagt, wir begeben uns auf den Weg und mit der Redaktion zusammen und die Redaktion selber unterst\u00fctzt durch Studien und Beratung, aber die Redaktion selber soll da eine Idee entwickeln, deshalb will ich der nicht irgendwie vorgreifen. Wenn Sie mich jetzt pers\u00f6nlich fragen, w\u00fcrd&#8216; ich sagen, dass f\u00fcr mich die Marke Fritz im Moment f\u00fcr Musik-Kompetenz steht, f\u00fcr Kommunikation steht, f\u00fcr Events steht. Und wenn man das so sagt, fallen einem viele digitale M\u00f6glichkeiten ein, das umzusetzen. Also, das k\u00f6nnte zum Beispiel sein, dass man sagt, wir haben sehr viele unterschiedliche Live-Streams in ganz unterschiedlichen Musikrichtungen, die man m\u00f6glicherweise kombinieren kann mit den Nachrichten von Fritz und sich sein eigenes Radio zusammenstellen kann. Das ist jetzt mal nur so eine Idee. Aber in diese Richtung wollen wir gehen, dass man also im Digitalen sehr viel mehr M\u00f6glichkeiten hat mit dieser Vielfalt der Fritz-Welt umzugehen und dass wir trotzdem noch eine lineare Ausspiel-Welle haben, die popul\u00e4r auf das hinweist, was wir alles machen. <\/p>\n<p>[00:08:10] <u>J\u00f6rg Wagner<\/u>:<strong> Blieben jetzt noch in einer zumindest Bouquet-Wahrnehmung: Kulturradio, radio eins und Inforadio. Sind das Marken, wo Sie sagen, da muss man gar nicht so viel schrauben oder haben Sie nur noch nicht die Zeit gehabt, dar\u00fcber nachzudenken?<\/strong><\/p>\n<p>[00:08:24] <u>Jan Schulte-Kellinghaus<\/u>: Nein, das sind Marken, von denen ich sagen w\u00fcrde, die sind sehr gut positioniert und die haben ihren Fan-Kreis und darum muss man da nicht grunds\u00e4tzlich was dran ver\u00e4ndern. Sondern jeder muss sich nat\u00fcrlich immer fragen, wie kann ich irgendwie interessanter werden und wie kann ich dem &#8222;Blo\u00df nicht langweilen&#8220;-Motto des rbb irgendwie entsprechen und wie kann ich daf\u00fcr sorgen, dass ich nicht immer wieder das Gleiche mache? Aber radioeins ist eine tolle Marke. Und das Kulturradio auch und Inforadio sowieso als die gro\u00dfe Informationsmarke in Berlin und Brandenburg. <\/p>\n<p>[00:09:07] <u>J\u00f6rg Wagner<\/u>:<strong> Dann jetzt nochmal tats\u00e4chlich einen kurzen Blick auf das Fernsehprogramm. Sie haben sehr viel vorgelegt, das Abendprogramm erneuert, also die Konzentration auf 20:15 [Uhr]. Es gibt nat\u00fcrlich viel geschm\u00e4cklerisches, Stichwort &#8222;Abendshow&#8220;. Aber wenn Sie jetzt Vision\u00e4res vielleicht formulieren k\u00f6nnten am Geburtstag des rbb, 15 Jahre nun nicht voraus geblickt, aber doch f\u00fcr einen l\u00e4ngeren Zeitraum: Wohin entwickelt sich das Fernsehprogramm, gerade in einer Welt, die Sie eben auch angesprochen haben, dass man m\u00f6glicherweise auch j\u00fcngere Leute gewinnen m\u00f6chte, die andere Medienrezeptionsbedingungen vorfinden? Also auch Stichwort wieder mehr f\u00fcr &#8222;Mediatheken&#8220; arbeiten zum Beispiel als Stichwort. Ist das der Trend?<\/strong><\/p>\n<p>[00:09:50] <u>Jan Schulte-Kellinghaus<\/u>: Naja, das Wichtigste f\u00fcr uns ist, relevant werden und relevant bleiben f\u00fcr die Menschen in Berlin und Brandenburg und nat\u00fcrlich nicht nur f\u00fcr die \u00fcber 60-J\u00e4hrigen, sondern f\u00fcr die Gesamtbev\u00f6lkerung. So und deshalb m\u00fcssen wir ein vielf\u00e4ltiges Angebot machen. Und das tun wir auch schon. Uns gelingt es nur nicht so, das an Mann und Frau zu bringen, dass die Leute wissen, dass wir ein H\u00f6rspiel zu &#8222;Unter Leuten&#8220; produzieren mit dem Kulturradio, dass wir f\u00fcr &#8222;Babylon Berlin&#8220; ein H\u00f6rspiel machen. Wir fangen jetzt mit einer Podcast-Serie f\u00fcr Fritz an. Also, Ziel ist f\u00fcr die unterschiedlichen Lebenswelten der Berliner und Brandenburger was zu produzieren, was sie sowohl im Linearen, im Fernsehen und im Radio finden, als auch dann in den Media- oder Audiotheken, damit jeder selber entscheiden kann in der Situation, in der er ist, wann er das h\u00f6ren oder sehen will, was wir ihm da anbieten. <\/p>\n<p>[00:10:47] <u>J\u00f6rg Wagner<\/u>:<strong> Mein Lieblingsspruch ist: Das Leben ist ein Pendel. Ausgehend von der Tatsache, dass man mitunter, auch im eigenen Leben, feststellt, dass man sich auf bestimmte Sachen konzentriert und daf\u00fcr andere Sachen vernachl\u00e4ssigen muss. Jetzt ist Ihnen auch deutlich geworden mit bestimmten gesellschaftspolitischen Entwicklungen, dass man wieder viel mehr, st\u00e4rker vor Ort sein muss. Das ist urspr\u00fcnglich in der Erfindung des Rundfunks und Fernsehens drin gewesen. Weil man weniger Aufzeichnen konnte, war man naturgem\u00e4\u00df viel st\u00e4rker live vor Ort. Gibt es da irgendwie neue Konzepte? Erfinden Sie da m\u00f6glicherweise den Publikumskontakt neu? Gibt&#8217;s da Ideen?<\/strong><\/p>\n<p>[00:11:24] <u>Jan Schulte-Kellinghaus<\/u>: Naja, es ist nicht die Neuerfindung des Fernsehens, aber wir merken nat\u00fcrlich &#8211; und das haben wir neulich gemerkt, als wir mit so einer &#8230; eigentlich einem ganz klassischen Vor-Ort-Format in Cottbus waren und \u00fcber Thema Migration, Integration, Fl\u00fcchtlinge gesprochen haben &#8211; und da so eine Aufmerksamkeit hatten, aber dann auch so ein positives Feedback von allen Seiten, die sagten, es ist zumindest mal wieder eine Kommunikationsplattform geschaffen worden, dass wir gesagt haben: Ja, klar, das m\u00fcssen wir eigentlich viel mehr machen. Daraus erw\u00e4chst jetzt nicht, dass wir jetzt jede Woche \u00fcberall hinfahren und fragen: Wer hat jetzt noch ein Problem? Aber dass wir schon in regelm\u00e4\u00dfigen Abst\u00e4nden zu unterschiedlichen Themen, von denen wir sagen, das bewegt die Leute jetzt wirklich, vor Ort sind und solche Gespr\u00e4chsformate anbieten. <\/p>\n<\/blockquote>\n<p><\/div><\/div>\n<p>(w\u00f6rtliches Transkript)<\/p>\n<div style=\"height: 10px;\"><\/div>\n<hr \/>\n<div style=\"height: 5px;\"><\/div>\n<p><html><br \/>\n     <head><\/p>\n<style type=\"text\/css\">\n       body {\n                     background: #DADADA;\n       }\n      <\/style>\n<p>     <\/head><br \/>\n     <body><br \/>\n<\/body><br \/>\n    <\/html><br \/>\n<script src=\"https:\/\/apis.google.com\/js\/plusone.js\" type=\"text\/javascript\">\/\/ < ![CDATA[ {lang: 'de'} \/\/ ]]><\/script><br \/>\n<script src=\"http:\/\/twittercounter.com\/embed\/?username=medienmagazin&amp;style=avatar\" type=\"text\/javascript\"><\/script><\/p>\n<p><noscript><a href=\"http:\/\/twittercounter.com\/medienmagazin\">medienmagazin on Twitter Counter<\/a><\/noscript><\/p>\n<p><\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>No audio playback capabilities, please download the audio belowDownload Audio: Closed Format: MP3 Was: Interview zum 15. 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