{"id":41548,"date":"2018-11-19T17:18:52","date_gmt":"2018-11-19T16:18:52","guid":{"rendered":"http:\/\/www.wwwagner.tv\/?p=41548"},"modified":"2018-11-22T17:31:57","modified_gmt":"2018-11-22T16:31:57","slug":"otto-brenner-preis-2018-festrede-armin-wolf","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.wwwagner.tv\/?p=41548","title":{"rendered":"Otto-Brenner-Preis 2018: Festrede Armin Wolf"},"content":{"rendered":"<figure id=\"attachment_41569\" aria-describedby=\"caption-attachment-41569\" style=\"width: 1100px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"http:\/\/www.wwwagner.tv\/wp-content\/uploads\/20181119_wolf_armin_obs_1100-x-619.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.wwwagner.tv\/wp-content\/uploads\/20181119_wolf_armin_obs_1100-x-619.jpg\" alt=\"Armin Wolf | Foto: \u00a9 J\u00f6rg Wagner\" width=\"1100\" height=\"619\" class=\"size-full wp-image-41569\" srcset=\"https:\/\/www.wwwagner.tv\/wp-content\/uploads\/20181119_wolf_armin_obs_1100-x-619.jpg 1100w, https:\/\/www.wwwagner.tv\/wp-content\/uploads\/20181119_wolf_armin_obs_1100-x-619-300x169.jpg 300w, https:\/\/www.wwwagner.tv\/wp-content\/uploads\/20181119_wolf_armin_obs_1100-x-619-768x432.jpg 768w, https:\/\/www.wwwagner.tv\/wp-content\/uploads\/20181119_wolf_armin_obs_1100-x-619-1024x576.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 1100px) 100vw, 1100px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-41569\" class=\"wp-caption-text\">Armin Wolf | Foto: \u00a9 J\u00f6rg Wagner<\/figcaption><\/figure>\n<div style=\"height: 20px;\"><\/div>\n<div class=\"BorlabsCookie\"><div class=\"_brlbs-content-blocker\"> <div class=\"_brlbs-embed _brlbs-video-youtube\"> <img class=\"_brlbs-thumbnail\" src=\"https:\/\/www.wwwagner.tv\/wp-content\/plugins\/borlabs-cookie\/images\/cb-no-thumbnail.png\" alt=\"YouTube\"> <div class=\"_brlbs-caption\"> <p>Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerkl\u00e4rung von YouTube.<br><a href=\"https:\/\/policies.google.com\/privacy\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener noreferrer\">Mehr erfahren<\/a><\/p> <p><a class=\"_brlbs-btn _brlbs-icon-play-white\" href=\"#\" data-borlabs-cookie-unblock role=\"button\">Video laden<\/a><\/p> <p><label><input type=\"checkbox\" name=\"unblockAll\" value=\"1\" checked> <small>YouTube immer entsperren<\/small><\/label><\/p> <\/div> <\/div> <\/div><div class=\"borlabs-hide\" data-borlabs-cookie-type=\"content-blocker\" data-borlabs-cookie-id=\"youtube\"><script type=\"text\/template\">PHA+PGlmcmFtZSBsb2FkaW5nPSJsYXp5IiB3aWR0aD0iNjAwIiBoZWlnaHQ9IjMzOCIgc3JjPSJodHRwczovL3d3dy55b3V0dWJlLW5vY29va2llLmNvbS9lbWJlZC9udWx4OVQ4Tms5USIgZnJhbWVib3JkZXI9IjAiIGFsbG93PSJhY2NlbGVyb21ldGVyOyBhdXRvcGxheTsgZW5jcnlwdGVkLW1lZGlhOyBneXJvc2NvcGU7IHBpY3R1cmUtaW4tcGljdHVyZSIgYWxsb3dmdWxsc2NyZWVuPjwvaWZyYW1lPjwvcD4=<\/script><\/div><\/div>\n<div style=\"height: 20px;\"><\/div>\n<p><u>Was<\/u>: Festrede beim Otto-Brenner-Preis 2018<br \/>\n<u>Wer<\/u>: Armin Wolf, Journalist, Pr\u00e4sentator der ORF-Sendung ZIB 2<br \/>\n<u>Wo<\/u>: Hotel Pullman Schweizer Hof, Berlin<br \/>\n<u>Wann<\/u>: 19.11.2018, 17:18 Uhr<br \/>\n<u>Vgl<\/u>.: <a href=\"http:\/\/bit.ly\/2KkQBA2\" rel=\"noopener\" target=\"_blank\">Redemanuskript<\/a> auf dem Blog von Armin Wolf<\/p>\n<div style=\"height:20px;\"><\/div>\n<div id='stb-container-3127' class='stb-container-css stb-custom-container stb-no-caption stb-image-none stb-ltr stb-border stb-side'><aside class='stb-icon'><img src='http:\/\/www.wwwagner.tv\/wp-content\/plugins\/wp-special-textboxes\/themes\/stb-dark\/heart.png'><\/aside><div id='stb-box-3127' class='stb-custom_box stb-box' ><\/p>\n<p>(w\u00f6rtliches Transkript, H\u00f6rverst\u00e4ndnisfehler vorbehalten)<\/p>\n<div style=\"height: 20px;\"><\/div>\n<blockquote>\n<p>[0:00] (Beifall) Ja, guten Abend. Vielen Dank f\u00fcr die Einladung und f\u00fcr die freundliche Einf\u00fchrung. Ich habe aber bissel Angst, dass ich Ihnen in den n\u00e4chsten zwanzig Minuten nicht unbedingt eine gro\u00dfe Freude machen werde. Ich bringe n\u00e4mlich schlechte Nachrichten.<\/p>\n<p>[0:30] Ich m\u00f6chte \u00fcber die Krise des Journalismus sprechen, die ja schon ganz zu Beginn kurz angesprochen wurde und diese Krise w\u00e4re ja schon dramatisch genug f\u00fcr uns Journalisten und Journalistinnen zumindest, aber ich f\u00fcrchte, sie ist vor allem ein Symptom f\u00fcr etwas noch viel bedrohlicheres, n\u00e4mlich f\u00fcr eine Krise der Demokratie. Und diese Krise des Journalismus, \u00fcber die ich sprechen m\u00f6chte, ist, glaube ich, eine dreifache, eine \u00f6konomische, eine politische und eine, die ich \u2018essentielle Krise\u2019 nennen m\u00f6chte. \u00dcber die \u00f6konomische Krise muss ich Ihnen ja nicht viel erz\u00e4hlen. \u00dcber das reden wir seit \u00fcber zehn Jahren und es gibt leider noch immer sehr viel Diagnose und leider sehr wenig Therapie. Ich hab\u2019 leider auch keine, aber das traditionelle Gesch\u00e4ftsmodell professioneller Medien: &#8218;wir verkaufen unsere Inhalte an unser Publikum und unser Publikum an unsere Werbekunden&#8216;, das wurde durch die Digitalisierung bis an die Grenzen seiner Tragf\u00e4higkeit disruptiert, wie die Verlagsleute gerne sagen, die schon mal auf Betriebsbesuch im Silicon Valley waren oder zumindest ein Buch dar\u00fcber gelesen haben.<\/p>\n<p>[1:41] Der Medienwissenschaftler Klaus Meier hat vor einigen Jahren ja die Auflagenentwicklung deutscher Zeitungen einfach extrapoliert und vorhergesagt, dass in Deutschland die letzte gedruckte Tageszeitung im Jahr 2034 erscheinen werde. Mir schien das damals sehr pessimistisch. Mittlerweile f\u00fcrchte ich, dass es gar nicht mehr so lange dauern wird. Doch \u00fcber diese \u00f6konomische Disruption wird ohnehin so viel diskutiert, dass ich mich &#8211; und vor allem Sie &#8211; nicht l\u00e4nger damit aufhalten m\u00f6chte, obwohl sie allein bereits die tiefste Krise der Medienbranche seit vielen Jahrzehnten ausmachen w\u00fcrde, aber das war nur der Anfang. Denn ein intaktes Gesch\u00e4ftsmodell ist ja nur eine der fundamentalen Voraussetzungen, damit Journalismus \u00fcberhaupt stattfinden kann. <\/p>\n<p>[2:28] Eine andere, wohl noch wichtigere, ist eine politische Voraussetzung: Pressefreiheit n\u00e4mlich. Jetzt k\u00f6nnte man argumentieren: So viel Pressefreiheit wie heute war noch nie. Jeder, der halbwegs alphabetisiert ist und ein Smartphone mit Datenvertrag besitzt, kann innerhalb weniger Stunden sein eigenes Medium gr\u00fcnden, das ohne gro\u00dfen Kapitaleinsatz oder weitere Ressourcen zum Massenmedium werden kann. Mit Hunderttausenden oder sogar Millionen Abonnenten als Blog, auf YouTube, auf Twitter, auf Facebook oder Instagram. Bibis Palace l\u00e4sst gr\u00fc\u00dfen.<\/p>\n<p>[3:06] Gleichzeitig war seit vielen Jahren nicht mehr so wenig Pressefreiheit. Und ich will hier gar nicht \u00fcber L\u00e4nder wie Russland oder die T\u00fcrkei sprechen. Dass autorit\u00e4re Regime Medien und Journalisten verfolgen und unterdr\u00fcckten, ist ja nichts weiter Neues. Aber innerhalb der Europ\u00e4ischen Union, also eines Vereins, dem laut seinen Statuten ausschlie\u00dflich Vorzeige-Demokratien beitreten d\u00fcrfen, wurden im letzten Jahr zwei Journalistinnen und ein Journalist ermordet: auf Malta, in der Slowakei und in Bulgarien.<\/p>\n<p>[3:41] In Polen hat die Regierung durch neues Mediengesetz den \u00f6ffentlichen Rundfunk v\u00f6llig unter ihre Kontrolle gebracht und zu einem reinen Propagandasender umgebaut. Kritischen Zeitungen werden \u00f6ffentliche Inserate und Abo-Auftr\u00e4ge gestrichen. <\/p>\n<p>[3:55] Ein noch schlimmeres Bild zeigt Ungarn. Es gibt dort kein einziges landesweites regierungskritisches Medium mit nennenswerter Reichweite mehr. Die gesamte Medienlandschaft wird entweder direkt von der Regierung kontrolliert oder von Oligarchen aus dem Umfeld des Ministerpr\u00e4sidenten. <\/p>\n<p>[4:14] In der Slowakei bezeichnete der fr\u00fchere Regierungschef Journalisten als &#8218;dreckige, anti-slowakische Huren&#8216;. Der tschechische Pr\u00e4sident besitzt eine Gewehr-Attrappe, auf der die Worte &#8218;F\u00fcr Journalisten&#8216; eingraviert sind. Und er scherzt mit Wladimir Putin gern dar\u00fcber, Reporter zu liquidieren.<\/p>\n<p>[4:35] In Deutschland fantasiert die gr\u00f6\u00dfte Oppositionspartei st\u00e4ndig von &#8218;L\u00fcgenpresse&#8216;, &#8218;Systemmedien&#8216; und &#8218;Staatsfunk&#8216;. Der Innenminister sieht sich von angeblichen &#8218;fake-news&#8216; verfolgt. Und im Osten des Landes k\u00f6nnen Kamerateams und Reporter nicht mehr ohne Security-Teams von Demonstrationen berichten. <\/p>\n<p>[4:51] Im j\u00fcngsten Pressefreiheitsindex von Freedom House werden 7 der 27 EU-Mitgliedstaaten, 7 von 27, nur mehr als &#8218;partly free&#8216; eingestuft, also nur mehr als teilweise frei: Italien, Polen, Rum\u00e4nien, Kroatien, Bulgarien, Griechenland und an letzter Stelle der EU-L\u00e4nder: Ungarn, hinter Mali und der Mongolei.<\/p>\n<p>[5:18] In meinem Heimatland \u00d6sterreich hat der damalige FP\u00d6-Chef J\u00f6rg Haider schon vor 25 Jahren damit gedroht, wenn er einmal etwas zu sagen habe, werde er &#8211; Zitat &#8211; \u2018daf\u00fcr sorgen, dass in den Redaktionen in Zukunft weniger gelogen wird\u2019. Seine Nachfolger an der FP\u00d6-Spitze haben nun etwas zu sagen. Sie sitzen seit einem Jahr in der Regierungskoalition und haben als Aufsichtsratschef des \u00d6sterreichischen Rundfunks einen fr\u00fcheren FP\u00d6-Vorsitzenden installiert. Der hat angek\u00fcndigt, von den Auslandskorrespondenten des ORF &#8211; Zitat &#8211; &#8218;ein Drittel zu streichen, wenn diese sich nicht korrekt verhalten&#8216;. Weil er die Berichterstattung \u00fcber die Parlamentswahlen in Ungarn zu einseitig fand. Kritische Fragen an Regierungsmitglieder nennt er &#8218;unbotm\u00e4\u00dfig&#8216;. Die ORF-Journalisten m\u00f6chte ja gerne &#8218;erziehen&#8216; und jene die gegen Social-Media-Vorgaben versto\u00dfen, will er zun\u00e4chst verwarnen \u2018und dann entlassen&#8216;. Lauter w\u00f6rtliche Zitate. <\/p>\n<p>[6:22] Vor wenigen Tagen hat der Generalsekret\u00e4r der FP\u00d6 \u00f6ffentlich die Entlassung einer ORF-Moderatorin verlangt, weil ihm eine Interviewfrage nicht gefiel und ein anderer f\u00fchrender FP\u00d6-Politiker, immerhin Regierungsmitglied in einem Bundesland, einem gro\u00dfen Bundesland hat gar die &#8211; Zitat &#8211; &#8218;Neutralisierung des \u00f6ffentlich-rechtlichen Rundfunks&#8216; gefordert. Das Zitat geht weiter. &#8218;Auch auf die Gefahr hin, dass uns eine sogenannte Orbanisierung vorgeworfen wird. Das m\u00fcssen wir durchziehen&#8216;. War \u00fcbrigens bei einem Vortrag vor der AfD Th\u00fcringen. <\/p>\n<p>[6:57] Anfang dieses Jahres hat der FP\u00d6-Parteiobmann und Vizekanzler, Heinz-Christian Strache auf seine Facebook-Seite gepostet &#8211; Zitat &#8211; &#8218;Es gibt einen Ort, an dem L\u00fcgen zu Nachrichten werden. Das ist der ORF.&#8216; Illustriert war dieses Posting mit meinem Foto und meinem Namen. Ich hab\u2019 dem Vizekanzler deswegen geklagt. Er hat sich daraufhin \u00f6ffentlich entschuldigt, seine Behauptung als unwahr zur\u00fcckgezogen und eine Entsch\u00e4digung von 10.000 \u20ac bezahlt, die ich der wichtigsten \u00f6sterreichischen Forschungsstelle f\u00fcr Rechtsextremismus gespendet habe. (Beifall)<\/p>\n<p>[7:40] Laut ihrem Regierungsprogramm will die \u00d6VP\/FP\u00d6-Koalition demn\u00e4chst ein neues ORF-Gesetz vorlegen und auch die Aufsichtsbeh\u00f6rden \u00fcber den Rundfunk neu organisieren. Die FP\u00d6 fordert dabei die Abschaffung der Rundfunkgeb\u00fchren und die Finanzierung des ORF aus dem staatlichen Budget.<\/p>\n<p>[8:00] Das w\u00e4re eine de-facto-Verstaatlichung des mit weitem Abstand gr\u00f6\u00dften Medienunternehmens \u00d6sterreich. Jedes Jahr m\u00fcsste der ORF bei jener Regierung um Geld betteln, \u00fcber die er jeden Tag angeblich &#8218;unbotm\u00e4\u00dfig&#8216; berichtet. Die Redakteurs-Vertretung des ORF hat erst letzte Woche eine Resolution verabschiedet, in der sie vor der gr\u00f6\u00dften existenziellen Krise und der absichtlichen Zerst\u00f6rung des \u00f6ffentlich-rechtlichen Rundfunks in \u00d6sterreich warnt. Und wohin eine Staatsfinanzierung anstelle von Rundfunkgeb\u00fchren auch f\u00fchrt, das kann man \u00fcbrigens in D\u00e4nemark besichtigen, wo nach einer entsprechenden Gesetzes\u00e4nderung auf Druck der D\u00e4nischen Volkspartei nun drei \u00f6ffentlich-rechtliche Fernsehsender und drei Radiosender eingestellt und 400 von etwa 3.000 Mitarbeitern abgebaut werden. Ein &#8218;Massaker&#8216; nennt das die d\u00e4nische Journalistengewerkschaft.<\/p>\n<p>[8:55] Und dann w\u00e4re da noch Donald Trump. Er war ja kurz angesprochen am Anfang. Dessen fr\u00fcherer Chefstratege Steve Bannon hat die Medien ja von Anfang an zur Opposition erkl\u00e4rt. Der Pr\u00e4sident selbst nennt alles, was nicht \u00fcber sein \u2018stabiles Genie\u2019 jubelt, grunds\u00e4tzlich \u2018Fake News\u2019 und \u2018Feinde des Volkes\u2019. Und einen dieser Feinde hat er vor wenigen Tagen formell aus dem Wei\u00dfen Haus verbannt. Vor Gericht hat er deswegen verloren, zumindest vorl\u00e4ufig. Jetzt will das Wei\u00dfe Haus aber allen Ernstes \u2018Verhaltensregeln\u2019 f\u00fcr Journalisten erlassen, hat die Pressesprecherin erst am Wochenende angek\u00fcndigt.<\/p>\n<p>[9:34] Er sei mit den Medien \u2018im Krieg\u2019, hat Trump gleich zu Beginn seiner Amtszeit verk\u00fcndet. Dementsprechend werden auf seinen Kundgebungen Reporter von tausenden aufgehetzten Menschen beschimpft, verh\u00f6hnt und bedroht, bis vor wenigen Wochen ein durchgeknallter Trump-Fan reihenweise Briefbomben verschickt hat, gleich drei davon allein an CNN.<\/p>\n<p>[9:56] Das alles ist f\u00fcr entwickelte Demokratien ziemlich neu und erschreckend. Aber f\u00fcr noch gravierender als diese Attacken auf die Pressefreiheit halte ich die dritte, die essentielle Krise. Diese essentielle Krise m\u00f6chte ich so nennen, weil es dabei tats\u00e4chlich um die Essenz unserer T\u00e4tigkeit geht, um den wichtigsten Rohstoff, den Journalismus hat, der aber offenbar zunehmend bedeutungslos wird: um Fakten n\u00e4mlich.<\/p>\n<p>[10:28] Die wichtigste Aufgabe von Medien besteht ja darin, die gesellschaftliche Wirklichkeit zu beschreiben und eine gemeinsame Faktenbasis bereitzustellen f\u00fcr den \u00f6ffentlichen Diskurs dar\u00fcber, wie wir diese Wirklichkeit gemeinsam gestalten wollen.<\/p>\n<p>[10:46] Ein ungeschriebener Verfassungsgrundsatz deliberativer Demokratien lautet deshalb seit jeher: \u2018Du hat jedes Recht auf deine eigene Meinung, aber du hast kein Recht auf deine eigenen Fakten.\u2019 Doch diese Regel wird immer \u00f6fter in Frage gestellt oder gar au\u00dfer Kraft gesetzt.<\/p>\n<p>[11:05] Die Washington Post hat Donald Trump vom Tag seiner Angelobung an bis Anfang November gez\u00e4hlte 6.420 falsche oder irref\u00fchrende Behauptungen nachgewiesen. Das sind 9,9 an jedem einzelnen Tag. Er ist Pr\u00e4sident. Im Wahlkampf f\u00fcr die midterm elections waren es durchschnittlich 30 Unwahrheiten pro Tag. Die Erkl\u00e4rung f\u00fcr diese Steigerung ist \u00fcbrigens sehr einfach: Je mehr \u00f6ffentliche Auftritte, umso mehr L\u00fcgen.<\/p>\n<p>[11:35] Jetzt sind Politiker mit der Wahrheit nat\u00fcrlich schon immer selektiv und sagen wir mal eher zielorientiert umgegangen. Und nat\u00fcrlich haben Politiker auch in der Vergangenheit gelogen. Aber im Normalfall haben sie versucht, sich dabei nicht erwischen zu lassen. Wurden ihnen L\u00fcgen nachgewiesen, war das \u00fcblicherweise peinlich, mitunter sogar das Ende einer politischen Karriere, jedenfalls meist ein Imageschaden. Bei Donald Trump spielt das keine Rolle. Der Mann l\u00fcgt v\u00f6llig schamlos und offensiv. Und das gleichzeitig Faszinierende, wie Unheimliche und Besorgniserregende daran ist: Es schadet ihm nicht.<\/p>\n<p>[12:18] Schon im Wahlkampf 2016 hat Tim Dickinson, ein Reporter des Rolling Stone, dieses Ph\u00e4nomen in einem Tweet ganz pr\u00e4zise zusammengefasst. Er hat geschrieben: \u2018Trump, das ist ein Gef\u00fchl. Und wenn Sie dieses Gef\u00fchl haben, spielen Fakten keine Rolle mehr.\u2019 Und es sieht so aus, als h\u00e4tten sehr, sehr viele Menschen dieses Gef\u00fchl.<\/p>\n<p>[12:41] F\u00fcr Journalisten ist das aber eine einigerma\u00dfen ausweglose Situation. Unser Gesch\u00e4ft ist es ja, Fakten zu recherchieren. Aber wenn die Fakten keine Rolle mehr spielen, was ist dann unsere Rolle?<\/p>\n<p>[12:55] Hannah Arendt hat 1951 den ber\u00fchmten Satz formuliert, ich zitiere: \u2018Die idealen Untertanen totalit\u00e4rer Herrschaft sind Menschen, f\u00fcr die die Unterscheidung zwischen Fakten und Fiktion und zwischen wahr und falsch nicht mehr existiert.\u2019 Dass man die Unterscheidung zwischen Wahrheit und L\u00fcge aufheben kann, das war bisher tats\u00e4chlich ein Merkmal von Diktaturen, nirgendwo besser beschrieben als im Slogan der Partei in Orwells 1984: \u2018Krieg ist Frieden. Freiheit ist Sklaverei. Unwissenheit ist St\u00e4rke\u2019. Voraussetzung f\u00fcr derartigen Neusprech waren allerdings rigorose Zensur, die zentrale Steuerung aller Nachrichten und das Ende jeder Pressefreiheit.<\/p>\n<p>[13:43] Aber heute ist es geradezu die praktisch grenzenlose Pressefreiheit, die die Aufhebung von Wahrheit und L\u00fcge m\u00f6glich macht. Donald Trump braucht keine Zensur. Er braucht auch keine seri\u00f6sen Medien, um seine alternativen Fakten an die W\u00e4hler zu bringen. Und er braucht kein Propaganda-Ministerium. Was er braucht, ist sein Twitter-Account, Fox News, ein paar rechte Radio-Talkshows und jede Menge Blogs und Social-Media-Auftritte, die von konservativen Aktivisten betrieben werden. Abermillionen Amerikaner bekommen ihre Informationen aus diesen alternativen Medien.  <\/p>\n<p>[14:20] Der Netztheoretiker Michael Seemann spricht von einer \u2018Deregulierung des Wahrheitsmarktes\u2019, vergleichbar mit der Deregulierung der Finanzm\u00e4rkte vor dem Jahr 2008 und mindestens \u00e4hnlich gef\u00e4hrlich. Jedenfalls hat die Social-Media-Revolution die Deutungshoheit professioneller Medien im \u00f6ffentlichen Diskurs beendet.<\/p>\n<p>[14:44] Donald Trump hat seine eigenen Medien. Und er verbreitet seine eigenen Fakten. So wie es mittlerweile unz\u00e4hlige andere politische Akteure auch tun, von den industriell organisierten Fake News-, Bot- und Troll-Fabriken in St. Petersburg oder Riyad \u00fcber die WhatsApp-L\u00fcgenkampagnen des neuen brasilianischen Pr\u00e4sidenten bis zum sogenannten Newsroom der AfD.<\/p>\n<p>[15:09] In \u00d6sterreich hat die FP\u00d6 ein kleines eigenes Medienimperium aufgebaut rund um den Facebook-Account von Parteiobmann Strache. Dieser Facebook-Account hat rund 800.000 Fans in einem Land mit weniger als neun Millionen Einwohnern. Daneben gibt es einen eigenen FP\u00d6-Fernsehkanal, vor allem aber immer mehr online-Magazine, die erstaunlich quotenstark sind. Offiziell sind das unabh\u00e4ngige, aber rechte Plattformen. Die hei\u00dfen &#8218;wochenblick&#8216;, &#8218;info-direkt&#8216;, &#8218;unzensuriert.at&#8216; oder &#8218;alles roger&#8216; und erzielen vor allem \u00fcber Facebook ganz enorme Reichweiten. Unter den zehn \u00f6sterreichischen Medien, deren Postings auf Facebook am h\u00e4ufigsten geteilt werden, unter den ersten zehn sind drei dieser FP\u00d6-nahen Plattformen. Die st\u00e4rkste davon auf Platz drei gleich hinter den beiden gr\u00f6\u00dften Boulevard-Zeitungen des Landes.<\/p>\n<p>[16:04] Das Online-Magazin unzensuriert.at, das auch in Deutschland immer popul\u00e4rer wird, ist laut \u00f6sterreichischem Verfassungsschutz, ich zitiere, &#8218;zum Teil \u00e4u\u00dferst fremdenfeindlich&#8216;. Es zeige &#8218;antisemitische Tendenzen, verschw\u00f6rungstheoretische Ans\u00e4tze und eine prorussische Ideologie&#8216;. Zitat Ende. Einer der Gr\u00fcnder und fr\u00fchere Chefredakteur dieser Plattform leitet heute die Kommunikationsabteilung des \u00f6sterreichischen Innenministeriums.<\/p>\n<p>[16:37] Diese Kommunikationsabteilung besch\u00e4ftigt nach eigener Auskunft 58 Mitarbeiter, 21 davon allein f\u00fcr Social Media. Das beeindruckt Sie jetzt vielleicht nicht so, aber wir sind ein kleines Land. Keine einzige innenpolitische Redaktion in \u00d6sterreich besch\u00e4ftigt auch nur ann\u00e4hernd so viele Journalistinnen und Journalisten wie die Kommunikationsabteilung des Innenministeriums. W\u00e4hrend die \u00f6konomische Krise traditionelle Medien zu immer neuen Einsparungen zwingt, investieren politische Akteure immer mehr Mittel in ihre PR-Arbeit.<\/p>\n<p>[17:14] Jetzt gibt&#8217;s auch manche Beobachter, die sagen, diese Entwicklung w\u00fcrde professionellen Medien auch n\u00fctzen, weil sie zeigt, wie wichtig unsere Arbeit ist. Und sie verweisen dabei zum Beispiel gern auf die steigenden Abozahlen der New York Times oder die Rekord-Reichweiten von CNN in Amerika.<\/p>\n<p>[17:31] Jetzt m\u00f6chte ich Sie nicht noch weiter frustrieren, als ich es eh schon gemacht habe in der letzten Viertelstunde, aber nur, um das mal in Relation zu setzen, CNN hat im Schnitt 700.000 Zuseher am Tag in einem Land von 330 Millionen Menschen. Die New York Times hat, Digital und Print, vier Millionen Abonnenten weltweit. Das ist ein historischer Rekord f\u00fcr die New York Times. Der Twitter-Account @realDonaldTrump hat 56 Millionen Abonnenten. Er ist auch billiger.<\/p>\n<p>[18:08] Die \u00f6konomische Krise der Medien wird das n\u00e4mlich alles tats\u00e4chlich nicht besser machen. Wir alle wissen ja, dass es wirtschaftlich der vielleicht schlimmste Fehler unserer Branche war, 15 Jahre lang unseren teuer hergestellten Journalismus im Netz zu verschenken. Und wir alle w\u00fcnschen uns, dass m\u00f6glichst bald Bezahlmodelle funktionieren. Denn irgendwoher m\u00fcssen ja die Mittel f\u00fcr unsere Arbeit kommen.<\/p>\n<p>[18:28] Demokratiepolitisch ist das aber gar nicht so einfach. Denn dass Medien wie Der Spiegel hier in Deutschland, der britische Guardian oder Der Standard in \u00d6sterreich die h\u00f6chsten Reichweiten ihrer Geschichte verzeichnen, liegt ja keineswegs daran, dass sie mehr Zeitungen verkaufen w\u00fcrden, sondern daran, dass sie ihre Inhalte, jedenfalls gro\u00dfteils, noch immer online verschenken. Ob vor allem j\u00fcngere Menschen aber je bereit sein werden, f\u00fcr politische Nachrichten im Netz nennenswerte Betr\u00e4ge zu bezahlen, das wissen wir alle nicht. Und ich bin, ehrlich gesagt, ziemlich skeptisch. Ein Beispiel. Ein Print-Abonnement der S\u00fcddeutschen Zeitung kostet au\u00dferhalb Bayerns 64,90 Euro. Das ist ziemlich viel Geld. Ein Digital-Abo der SZ kostet 34,90. Jetzt wei\u00df ich nicht genau, ob eine Generation, die gelernt hat, dass sie s\u00e4mtliche Musik der Welt via Spotify um 9,90 im Monat h\u00f6ren kann und fast alle Serien und Filme der Welt via Netflix um 7,90 monatlich sehen kann, ob diese Generation bereit sein wird, f\u00fcr ein einziges Medium ein Vielfaches dieses Betrages oder dieser Betr\u00e4ge auszugeben.<\/p>\n<p>[19:41] Wenn aber sehr viele dazu nicht bereit sind &#8211; und ich f\u00fcrchte, das k\u00f6nnte so sein &#8211; dann werden sie sich ihre Informationen &#8211; oder was sie daf\u00fcr halten &#8211; weiter gratis holen. Von Informationsquellen, die kein Geld verdienen m\u00fcssen, weil sie n\u00e4mlich einen anderen Unternehmenszweck haben: nicht Aufkl\u00e4rung, sondern Propaganda. Und das kann ja was kosten. FP\u00d6-TV wird immer gratis sein. So wie der Facebook-Auftritt der AfD oder der Twitter-Account von Donald Trump.<\/p>\n<p>[20:13] Das hei\u00dft nat\u00fcrlich, dass professionelle Medienunternehmen neue Gesch\u00e4fts- und Vertriebsmodelle entwickeln m\u00fcssen, mit denen sie diese Generation trotzdem noch erreichen. Es hei\u00dft aber auch, dass ein Mediensektor, den viele vielleicht f\u00fcr zunehmend \u00fcberholt halten, ganz besonders bedeutsam werden kann: \u00f6ffentlich-rechtliche Medien n\u00e4mlich.<\/p>\n<p>[20:36] Einst mussten sie die mediale Grundversorgung bereitstellen, weil es zu wenige Kan\u00e4le gab. K\u00fcnftig k\u00f6nnten sie die journalistische Grundversorgung bereitstellen, weil es so viele Kan\u00e4le gibt. \u00d6ffentlich-rechtliche Medien als ein f\u00fcr alle offenes, verl\u00e4ssliches Informationsangebot zwischen Propaganda und Paywalls.<\/p>\n<p>[21:02] Diese Aufgabe k\u00f6nnen sie nat\u00fcrlich nur erf\u00fcllen, wenn man sie politisch unabh\u00e4ngig arbeiten l\u00e4sst. \u00d6ffentlich-rechtliche Medien, die von Regierungen und Regimen als Propaganda- und Machtinstrumente missbraucht werden, sind nicht nur nutzlos, sondern demokratiepolitisch gef\u00e4hrlich, wie man jederzeit in Ungarn und Polen besichtigen kann. Deshalb ist die Verteidigung ihrer Unabh\u00e4ngigkeit auch so eminent wichtig.<\/p>\n<p>[21:29] Aber was k\u00f6nnen professionelle Medien in dieser Situation der dreifachen Krise noch tun? Mal abgesehen von unserem Job, den Marty Baron, der Chefredakteur der Washington Post kurz nach dem Amtsantritt von Donald Trump in einem kurzen Satz perfekt beschrieben hat: \u2018Wir sind nicht im Krieg. Wir sind an der Arbeit.\u2019<\/p>\n<p>[21:50] Auch mit politischen Akteuren, die Medien und Journalisten als ihre Gegner sehen, sind wir nicht im Krieg, sondern wir machen unsere Arbeit. Wir m\u00fcssen sie so zuverl\u00e4ssig, so fehlerfrei, so kompetent und auch so transparent wie nur m\u00f6glich machen. Wir m\u00fcssen sie mehr erkl\u00e4ren als fr\u00fcher und wir m\u00fcssen auch \u00f6fter erkl\u00e4ren, warum unsere Arbeit wichtig ist und vor allem m\u00fcssen wir unsere Arbeit auch an ein Publikum bringen, egal, wo dieses Publikum ist.<\/p>\n<p>[22:21] Ich glaube deshalb, dass wir, professionelle Journalistinnen und Journalisten, dass wir Social Media nicht den Propagandisten, Fake News-Produzenten und Troll-Fabriken \u00fcberlassen d\u00fcrfen. Wenn Abermillionen Menschen ihre Informationen auf Facebook, YouTube, Twitter oder Instagram beziehen, dann muss irgendwer daf\u00fcr sorgen, dass sie dort auch die Chance haben, auf verl\u00e4ssliche, nicht von Interessen gesteuerte Informationen zu treffen.<\/p>\n<p>[22:49] Ich wei\u00df, wie ambivalent das ist. Diese Plattformen sind ja gleichzeitig auch die gr\u00f6\u00dfte Konkurrenz professioneller Medien, zum einem um Aufmerksamkeit, zum anderen um Werbeeinnahmen. Und journalistische Arbeit muss auch bezahlt werden. Das hei\u00dft, wir werden Mischformen finden m\u00fcssen. Wie wir auf Social Media pr\u00e4sent sind und dort seri\u00f6sen Journalismus verbreiten, auch mit intelligenten Bezahlmodellen, die aber vielleicht technisch und finanziell niederschwelliger sind als bisher.<\/p>\n<p>[23:18] Auch hier zeigt sich \u00fcbrigens, dass \u00f6ffentlich-rechtliche Medien heute noch wichtiger sein k\u00f6nnen als fr\u00fcher. Unsere Arbeit wurde ja bereits finanziert \u00f6ffentlich von den Geb\u00fchrenzahlerinnen und -zahlern. Dementsprechend k\u00f6nnen und m\u00fcssen wir unseren Journalismus auch der \u00d6ffentlichkeit zur Verf\u00fcgung stellen, wo immer wir sie erreichen.<\/p>\n<p>[23:40] M\u00f6glicherweise muss man irgendwann auch dar\u00fcber nachdenken, derzeit private Medien, die seri\u00f6sen Journalismus herstellen, auch st\u00e4rker \u00f6ffentlich, zumindest mitzufinanzieren, wenn es gar nicht mehr anders geht, so wie wir uns als Gesellschaft Opernh\u00e4user und Theater leisten, weil sie sich am Markt alleine bekanntlich nicht finanzieren lassen, so sollten wir uns jedenfalls auch anst\u00e4ndige Medien leisten. F\u00fcr unsere Demokratie sind sie mindestens so wichtig wie Theater. Apropos Theater. Der Job von Journalistinnen und Journalisten ist es, die Inszenierungen auf der politischen B\u00fchne zu beschreiben, die Drehb\u00fccher zu kritisieren, die Rollen-Besetzungen zu hinterfragen und die Bilanzen zu kontrollieren.<\/p>\n<p>[24:25] Diese Arbeit ist in der beschriebenen dreifachen Krise nicht einfacher geworden. Sie ist aber ganz sicher nicht weniger wichtig geworden. Was ich Ihnen gesagt habe in den letzten 20 Minuten, klingt ein wenig nach Cassandra. Das bessere Bild ist vielleicht trotzdem: Sisyphus. Der Berg ist steil. Der Stein ist schwer. Manchmal wirkt&#8217;s ein bissel sinnlos, aber wir m\u00fcssen uns Journalistinnen und Journalisten trotzdem als gl\u00fcckliche Menschen vorstellen.<\/p>\n<p>[24:58] Vor allem nat\u00fcrlich jene, die heute Abend f\u00fcr ihre gro\u00dfartige Arbeit zu recht hier ausgezeichnet werden. Herzlichen Gl\u00fcckwunsch Ihnen allen schon vorweg und einen sch\u00f6nen Abend noch. Vielen Dank!<\/p>\n<p>(Beifall)<\/p>\n<\/blockquote>\n<p><\/div><\/div>\n<div style=\"height: 20px;\"><\/div>\n<hr \/>\n<div style=\"height: 5px;\"><\/div>\n<p><html><br \/>\n     <head><\/p>\n<style type=\"text\/css\">\n       body {\n                     background: #DADADA;\n       }\n      <\/style>\n<p>     <\/head><br \/>\n     <body><br \/>\n<\/body><br \/>\n    <\/html><br \/>\n<script src=\"https:\/\/apis.google.com\/js\/plusone.js\" type=\"text\/javascript\">\/\/ < ![CDATA[ {lang: 'de'} \/\/ ]]><\/script><br \/>\n<script src=\"http:\/\/twittercounter.com\/embed\/?username=medienmagazin&amp;style=avatar\" type=\"text\/javascript\"><\/script><\/p>\n<p><noscript><a href=\"http:\/\/twittercounter.com\/medienmagazin\">medienmagazin on Twitter Counter<\/a><\/noscript><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerkl\u00e4rung von YouTube.Mehr erfahren Video laden YouTube immer entsperren Was: Festrede beim Otto-Brenner-Preis 2018 Wer: Armin Wolf, Journalist, Pr\u00e4sentator der ORF-Sendung ZIB 2 Wo: Hotel Pullman Schweizer Hof, Berlin Wann: 19.11.2018, 17:18 Uhr Vgl.: Redemanuskript auf dem Blog von Armin Wolf medienmagazin on Twitter Counter<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_monsterinsights_skip_tracking":false,"_monsterinsights_sitenote_active":false,"_monsterinsights_sitenote_note":"","_monsterinsights_sitenote_category":0,"footnotes":""},"categories":[17,53],"tags":[781],"class_list":["post-41548","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-aktuell","category-dokument","tag-obs"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.wwwagner.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/41548","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.wwwagner.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.wwwagner.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.wwwagner.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.wwwagner.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=41548"}],"version-history":[{"count":24,"href":"https:\/\/www.wwwagner.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/41548\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":41618,"href":"https:\/\/www.wwwagner.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/41548\/revisions\/41618"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.wwwagner.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=41548"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.wwwagner.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=41548"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.wwwagner.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=41548"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}