{"id":47992,"date":"2020-09-11T12:25:29","date_gmt":"2020-09-11T10:25:29","guid":{"rendered":"https:\/\/www.wwwagner.tv\/?p=47992"},"modified":"2023-02-27T15:54:48","modified_gmt":"2023-02-27T13:54:48","slug":"rbb-auf-sparkurs-intendantin-patricia-schlesinger-nach-der-wiederwahl","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.wwwagner.tv\/?p=47992","title":{"rendered":"rbb auf Sparkurs &#8211; Intendantin Patricia Schlesinger nach der Wiederwahl"},"content":{"rendered":"<p><figure id=\"attachment_47993\" aria-describedby=\"caption-attachment-47993\" style=\"width: 1100px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.wwwagner.tv\/wp-content\/uploads\/20200911_interview_schlesinger_1100\u00d7620.jpg\" alt=\"\" width=\"1100\" height=\"620\" class=\"size-full wp-image-47993\" srcset=\"https:\/\/www.wwwagner.tv\/wp-content\/uploads\/20200911_interview_schlesinger_1100\u00d7620.jpg 1100w, https:\/\/www.wwwagner.tv\/wp-content\/uploads\/20200911_interview_schlesinger_1100\u00d7620-300x169.jpg 300w, https:\/\/www.wwwagner.tv\/wp-content\/uploads\/20200911_interview_schlesinger_1100\u00d7620-768x433.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1100px) 100vw, 1100px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-47993\" class=\"wp-caption-text\">Patricia Schlesinger | Foto: \u00a9 J\u00f6rg Wagner<\/figcaption><\/figure><br \/>\n<span style=\"font-size: 11pt; font-family: tahoma,arial,helvetica,sans-serif;\"><\/p>\n<div style=\"height: 20px;\"><\/div>\n <audio   controls > <source src=\"https:\/\/www.wwwagner.tv\/audio\/20200911_schlesinger_patricia.mp3\" type='audio\/mpeg' \/> <object   type=\"application\/x-shockwave-flash\"  data=\"https:\/\/www.wwwagner.tv\/wp-content\/plugins\/wphtml5player\/inc\/flowplayer.swf\"  width=\"400\"  height=\"30\"> <param name=\"movie\" value='https:\/\/www.wwwagner.tv\/wp-content\/plugins\/wphtml5player\/inc\/flowplayer.swf' \/><param name=\"allowfullscreen\" value='false' \/><param name=\"cachebusting\" value='true' \/><param name=\"bgcolor\" value='#000000' \/><param name=\"flashvars\" value='config={\"plugins\":{\"controls\":{\"height\":30,\"autoHide\":false,\"fullscreen\":false}},\"clip\":{\"autoPlay\":false,\"url\":\"https:\\\/\\\/www.wwwagner.tv\\\/audio\\\/20200911_schlesinger_patricia.mp3\"},\"playlist\":[{\"autoPlay\":false,\"url\":\"https:\\\/\\\/www.wwwagner.tv\\\/audio\\\/20200911_schlesinger_patricia.mp3\"}],\"play\":{\"opacity\":0}}' \/>  No audio playback capabilities, please download the audio below<br \/><strong>Download Audio:<\/strong> Closed Format: <a href=\"https:\/\/www.wwwagner.tv\/audio\/20200911_schlesinger_patricia.mp3\">MP3<\/a> <\/object> <!-- Generated by HTML5 Multimedia Framework (http:\/\/code.google.com\/p\/html5videoplayer) --> <\/audio>  \n<div style=\"height: 10px;\"><\/div>\n<p><u>Wer<\/u>:<br \/>\n* Patricia Schlesinger, rbb-Intendantin<br \/>\n* Daniel Bouhs, Freier Medienjournalist<br \/>\n* J\u00f6rg Wagner, Freier Medienjournalist<br \/>\n<u>Was<\/u>: Interview nach der Wiederwahl als Intendantin<br \/>\n<u>Wann<\/u>: rec.: 11.09.2020\/ 12:25 Uhr, ver\u00f6ffentlicht in einer 11:04-Fassung im radioeins-Medienmagazin am 12.09.2020, 18:20 Uhr und stark gek\u00fcrzt am 13.09.2020, 10:44\/17:44\/22:44 Uhr im rbb Inforadio<\/p>\n<div style=\"height: 10px;\"><\/div>\n<div style=\"height: 20px;\"><\/div>\n<div id='stb-container-1730' class='stb-container-css stb-custom-container stb-no-caption stb-image-none stb-ltr stb-border stb-side'><aside class='stb-icon'><img src='http:\/\/www.wwwagner.tv\/wp-content\/plugins\/wp-special-textboxes\/themes\/stb-dark\/heart.png'><\/aside><div id='stb-box-1730' class='stb-custom_box stb-box' ><\/p>\n<p>(w\u00f6rtliches Transkript, H\u00f6rverst\u00e4ndnisfehler vorbehalten)<\/p>\n<div style=\"height: 20px;\"><\/div>\n<blockquote><p>\n[00:00:00]<br \/>\n<u>Daniel Bouhs<\/u>: <strong>Frau Schlesinger, herzlichen Gl\u00fcckwunsch auch von uns zur Wiederwahl, Sie sind ja auch unsere Intendantin.<\/strong> <\/p>\n<p>[00:00:04]<br \/>\n<u>Patricia Schlesinger<\/u>: Herzlichen Dank! <\/p>\n<p>[00:00:05]<br \/>\n<u>Daniel Bouhs<\/u>: <strong>Ist Ihre T\u00e4tigkeit allerdings so unbeliebt, dass es keine ernsthaften Wettbewerberinnen oder Wettbewerber gab? Was wissen Sie?<\/strong> <\/p>\n<p>[00:00:15]<br \/>\n<u>Patricia Schlesinger<\/u>: Ich wei\u00df, es gab drei, die durchaus etwas vorzuweisen hatten. Aber mehr wei\u00df ich auch nicht. Das ist ja Sache der Wahlkommission. Die haben mir gesagt drei, darunter gab es auch Frauen oder zumindest eine Frau. Mehr kann ich Ihnen dazu nicht sagen. Das ist ja bei uns ein Verfahren, wie es in anderen Sendern nicht stattfindet. Wir m\u00fcssen ausschreiben, selbst bei der Wiederwahl. Das ist in anderen H\u00e4usern wesentlich leichter geregelt &#8230; <\/p>\n<p>[00:00:37]<br \/>\n<u>Daniel Bouhs<\/u>: <strong>&#8230; immerhin kann man sich bewerben.<\/strong> <\/p>\n<p>[00:00:38]<br \/>\n<u>Patricia Schlesinger<\/u>: Immerhin kann man sich bewerben. Das, finde ich, ist durchaus transparent. Und die Bewerbung war ver\u00f6ffentlicht in der &#8222;Zeit&#8220; und auch online und im &#8222;Tagesspiegel&#8220;, glaube ich, und in der &#8222;M\u00e4rkischen Allgemeinen&#8220;, wenn ich es richtig im Kopf habe. Und es haben sich drei beworben, aber ich kann Ihnen dazu nichts sagen, weil da gilt nat\u00fcrlich Datenschutz. Das wurde mir nicht mitgeteilt. Nur dass es drei waren. Darunter gab es auch, zumindest eine Frau. <\/p>\n<p>[00:00:57]<br \/>\n<u>J\u00f6rg Wagner<\/u>: <strong>Aber was hat Ihnen der Rundfunkrat zur\u00fcckgespiegelt, warum er Ihre Amtszeit verl\u00e4ngert wissen will? Womit haben Sie gepunktet? <\/strong><\/p>\n<p>[00:01:04]<br \/>\n<u>Patricia Schlesinger<\/u>: Gepunktet habe ich, glaube ich, damit, dass ich meine Zusagen eingehalten habe. Und die Zusagen waren damals die richtigen. Ich habe gesagt, wir m\u00fcssen die Marke rbb anders darstellen, den Sender st\u00e4rker machen, lauter werden, deutlicher werden, den Sender bekannter machen. Er ist immerhin ein Hauptstadtsender in einer spannenden Region. Also Berlin-Brandenburg hat so viel anzubieten und es eigentlich gar nicht einzusehen, dass dieser Sender nicht so richtig wahrgenommen wurde &#8211; Vergangenheit, Pr\u00e4teritum &#8211; nicht so richtig wahrgenommen wurde, sowohl in der ARD, aber vor allen Dingen nicht bei den Userinnen und Usern, Zuschauerinnen, H\u00f6rern. Dass der Sender st\u00e4rker wahrgenommen wird, war das erste Versprechen. Das zweite war, sich dem Fernsehprogramm zu widmen, was damals, als ich antrat, auf einem von der Quote her, das hei\u00dft also auch vom Zuspruch her, auf dem historischen Tiefstand war von 5,4 Prozent. Ich habe gesagt, das kann nicht sein. Es kann auch nicht sein, dass in der Primetime, das hei\u00dft da, wo die K\u00fcche am hei\u00dfesten ist, dieser Sender fast ausschlie\u00dflich Wiederholungen oder \u00dcbernahmen aus anderen Dritten oder aus dem Ersten Programm sendet. Um eine eigene Identit\u00e4t zu haben, muss man selber Programm produzieren und zwar nicht in den Randzeiten, sondern da, wo es vielleicht am schwersten ist zu bestehen, aber da, wo die Leute es auch wahrnehmen. Und der Dritte Punkt war Multimedialit\u00e4t. Der Weg muss geebnet werden in die Multimedialit\u00e4t. Das alles ist erfolgt. Ich k\u00f6nnte Ihnen jetzt zu jedem einzelnen Punkt dazu etwas sagen, aber das w\u00fcrde, glaube ich, die Zeit sprengen. <\/p>\n<p>[00:02:25]<br \/>\n<u>Daniel Bouhs<\/u>: <strong>Wir sind ja seit sechs Monaten in einer besonderen Zeit. Sie haben den Slogan gepr\u00e4gt &#8222;Der rbb macht&#8217;s&#8220;. Kultur trotz Corona, da hat der rbb viel \u00fcbertragen und auch Sichtbarkeit geschaffen f\u00fcr die Kultur. Es gab viel Beifall, konnte man registrieren, aus der Region daf\u00fcr. Sie haben das Fernsehprogramm angesprochen: Die &#8222;Abendschau&#8220;, &#8222;Brandenburg aktuell&#8220; sind gefragt wie nie. Rekordwerte. Und auch der Marktanteil des rbb-Fernsehens ist gestiegen. Also es gab nicht nur zahlenm\u00e4\u00dfig einen Anstieg, sondern auch im Konzert mit den anderen Sendern wird der rbb st\u00e4rker wahrgenommen. Haben Sie denn nach Corona noch Ziele \u00fcbrig?<\/strong> <\/p>\n<p>[00:03:06]<br \/>\n<u>Patricia Schlesinger<\/u>: Gemeine Frage! Ich glaube, dass die Menschen gemerkt haben, was in schwierigen Zeiten der gute Freund, ein Sender, der immer da ist, auch in schwierigen Zeiten, liefern kann, leisten kann. Und das ist ein Versprechen, was wir geben, weil wir werden \u00f6ffentlich bezahlt. Von daher haben wir gesagt: Wir sind genau daf\u00fcr da. Der rbb macht&#8217;s und wir haben getan, was wir konnten in der Krise. Um da anzusetzen: Haben ja nicht nur im Sinne von ausschlie\u00dflich Kultur gemacht, sondern wir haben auch Gottesdienste \u00fcbertragen, wir haben auch Sport gemacht. Also wir haben das ganze Programm eigentlich umgestellt, haben auch gestreamt. Daf\u00fcr sind wir da: Wenn es schwierig wird, den Menschen nicht nur im Sinne von ausschlie\u00dflich wieder zu erkl\u00e4ren, was passiert hier, also Orientierung geben, Hintergr\u00fcnde, Analysen zu liefern und zwar im H\u00f6rfunk wie im Fernsehen und online, sondern tats\u00e4chlich auch zu sagen: Zerstreuung, aber auch die M\u00f6glichkeit, sich in dem kleiner werdenden Raum, wenn man zu Hause eingesperrt war, so haben sich ja viele Menschen gef\u00fchlt w\u00e4hrend des Lockdowns, den Raum wieder etwas gr\u00f6\u00dfer zu machen und die Welt ein St\u00fcck n\u00e4her r\u00fccken zu lassen. Und das geht \u00fcber die verschiedenen Bereiche, \u00fcber die verschiedenen Angebote. Das hat gut funktioniert. Daraus haben wir auch etwas gelernt. Die Ziele, die \u00fcbrig sind, kann ich Ihnen genau sagen: Wir werden wesentlich digitaler werden m\u00fcssen und wir werden das hinkriegen m\u00fcssen bei sinkenden Einnahmen. Das hei\u00dft, gleichzeitig m\u00fcssen wir sparen. <\/p>\n<p>[00:04:19]<br \/>\n<u>Daniel Bouhs<\/u>: <strong>Also Programm streichen?<\/strong> <\/p>\n<p>[00:04:21]<br \/>\n<u>Patricia Schlesinger<\/u>: Nein, warten Sie mal! Wir m\u00fcssen sparen. Das ist ein wichtiger Punkt. Und das m\u00fcssen wir mit den Mitarbeitenden hier gemeinsam tun. Und das ist echt schwierig. Das hei\u00dft, wir reiten die ber\u00fchmten zwei Pferde, die ich immer wieder zitiere: das digitale Pferd, das neue junge Fohlen, was ein Rennpferd werden wird irgendwann &#8211; wahrscheinlich schon ist und wir ganz schnell umsteigen m\u00fcssen &#8211; und das lineare Pferd, was im Grunde momentan noch ein Dressurpferd ist, was gut funktioniert, aber irgendwann wird es auf die Weide kommen und wir sagen, das gibt&#8217;s noch, aber es ist nicht mehr so wichtig. Das hei\u00dft, wir m\u00fcssen Geld ins Digitale investieren und m\u00fcssen gleichzeitig sparen. Das ist f\u00fcr uns alle ein harter Prozess, der vor uns steht. Sie haben gefragt, ob wir im Programm sparen. Ich glaube, wir werden das Programm nicht auslassen k\u00f6nnen. Wir haben in der Vergangenheit angebremst, wie mein Verwaltungsdirektor immer v\u00f6llig zurecht es nennt. Wir haben angefangen zu sparen, haben das so gemacht, dass man es bisher im Programm kaum merkt, kaum merkt, haben auch daf\u00fcr nicht nur Zuspruch gehabt, auch aus den Reihen der Mitarbeitenden. Nat\u00fcrlich findet es niemand lustig, wenn sein Etat kleiner wird. Selbstverst\u00e4ndlich nicht! Aber wir werden da weiter gucken m\u00fcssen, wo wir was gezielt rausnehmen, was wir uns leisten k\u00f6nnen. Hei\u00dft: <\/p>\n<p>[00:05:30]<br \/>\nWir werden priorisieren m\u00fcssen. Wir werden gucken m\u00fcssen, was ist uns wirklich im Kernbereich wichtig und bei welchen Dingen sagen wir &#8222;Na ja, das ist gut zu haben, nice to have, aber wir m\u00fcssen es nicht unbedingt machen&#8220;. Das wird die n\u00e4chsten Wochen und Monate und wahrscheinlich Jahre bestimmen. Und ich sage immer wieder: Wir werden mit weniger Menschen und weniger Geld Programm machen m\u00fcssen. Das hei\u00dft, wir m\u00fcssen anders produzieren, wenn wir auch nur im Ansatz die Quantit\u00e4t &#8211; Programm &#8211; und die Qualit\u00e4t im Programm aufrechterhalten wollen. Das wird schwer genug werden. Das wird schwer genug werden. Aber da hat uns Corona &#8211; Sie haben die Krise angesprochen &#8211; eher geholfen, auch mal Dinge auszuprobieren, die uns vorher auch in den Redaktionen nicht m\u00f6glich erschienen &#8230; <\/p>\n<p>[00:06:10]<br \/>\n<u>Daniel Bouhs<\/u>: <strong>&#8230; die man sich nicht getraut hat.<\/strong> <\/p>\n<p>[00:06:11]<br \/>\n<u>Patricia Schlesinger<\/u>: Die man sich nicht getraut hat. Und jetzt sehen wir: Es geht. Und es gibt ja viele Menschen, auch in diesem Sender, die es k\u00f6nnen, die ganz anders produzieren k\u00f6nnen. Und das m\u00fcssen wir st\u00e4rken. <\/p>\n<p>[00:06:20]<br \/>\n<u>J\u00f6rg Wagner<\/u>: <strong>Der rbb muss nicht nur sparen, wenn der Rundfunkbeitrag genehmigt wird, der von der KEF vorgeschlagene 18,36 Euro, sondern er muss dann noch mehr sparen, wenn dieses Paket nicht durchkommt, weil der Landtag in Sachsen-Anhalt &#8211; so zumindest die &#8222;Mitteldeutsche Zeitung&#8220; &#8211; ist bei den Parteien CDU und auch bei den Linken, sowie bei der AfD eher daf\u00fcr, da so eine Art Moratorium einzuziehen. Die AfD zweifelt an der Ernsthaftigkeit der ARD. &#8222;Wer sich Intendanten mit astronomischen Geh\u00e4ltern leistet, kann nicht von Konsolidierung reden.&#8220; Ist das im Kreis Ihrer Kolleginnen und Kollegen diskutiert worden? <\/strong><\/p>\n<p>[00:06:57]<br \/>\n<u>Patricia Schlesinger<\/u>: Wir haben dar\u00fcber diskutiert, selbstverst\u00e4ndlich. Wobei: Wir sind da fein. Wir sind nicht mit solchen astronomischen &#8211; wie es hei\u00dft, das ist ein Zitat! &#8211; Geh\u00e4ltern unterwegs hier im rbb, insgesamt nicht, muss man sagen. Das ist diskutiert worden, ja. <\/p>\n<p>[00:07:11]<br \/>\n<u>J\u00f6rg Wagner<\/u>: <strong>Mit welchem Resultat? Gehen Sie mit so einer Art Selbstverpflichtung an die \u00d6ffentlichkeit? Die KEF hatte so was zum Beispiel im Vorfeld ihres letzten Berichtes, also die Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs, angedeutet, dass man sich das auch w\u00fcnschen w\u00fcrde.<\/strong> <\/p>\n<p>[00:07:24]<br \/>\n<u>Patricia Schlesinger<\/u>: Ja, das stimmt. Mit der KEF kann man \u00fcber so etwas verhandeln. Das geht f\u00fcr die n\u00e4chste Runde. K\u00f6nnte man. Konjunktiv. Was nicht geht, ist, dass die Politik uns Bedingungen stellt f\u00fcr eine Erh\u00f6hung. Das hat der Gesetzgeber damals definitiv so nicht angelegt, so nicht gewollt, dass eine Beitragserh\u00f6hung, die von der KEF empfohlen wird &#8211; mehr ist es ja nicht -, gekn\u00fcpft wird an politische Bedingungen. Das ist extra so nicht gewollt. Deswegen wird es so in der Form das nicht geben. <\/p>\n<p>[00:07:53]<br \/>\n<u>Daniel Bouhs<\/u>: <strong>Wie sinnvoll ist dann aus Ihrer Sicht, dass das \u00fcberhaupt durch die Parlamente geht? Also, haben die Parlamente \u00fcberhaupt noch einen Spielraum?<\/strong> <\/p>\n<p>[00:08:01]<br \/>\n<u>Patricia Schlesinger<\/u>: Klar, die haben immer einen Spielraum. Das sieht man ja gerade. Den nutzen Sie ja auch. Das ist schon so. Es ist sinnvoll, es ist richtig, weil das muss von der breiten Bev\u00f6lkerung, aber auch tats\u00e4chlich demokratisch legitimiert getragen werden. Also, ich halte das schon f\u00fcr ein gutes, f\u00fcr ein richtiges System. Ich glaube, es liegt an uns, immer wieder zu werben, um wahrzunehmen, was wir eigentlich tun. Was da passiert, ist ja auch durchaus Politisches &#8211; ich sage mal  &#8211; handlen. Warum passiert das gerade dort in Sachsen-Anhalt? Warum mit den von Ihnen genannten Parteien, den Fraktionen? Das ist ja auch ein politisches Gesch\u00e4ft, was hier betrieben wird. Da wird auch der \u00f6ffentlich-rechtliche Rundfunk mitbenutzt. Und genau das sollte eben nicht passieren. Der Gesetzgeber hat genau das eigentlich ausgeschlossen. <\/p>\n<p>[00:08:45]<br \/>\n<u>Daniel Bouhs<\/u>: <strong>Was sagt denn Ihr Bauchgef\u00fchl? Wird Sachsen-Anhalt am Ende zustimmen oder m\u00fcssen Sie bzw. der Vorsitz am Ende nach Karlsruhe und sich das Geld dort erstreiten?<\/strong> <\/p>\n<p>[00:08:55]<br \/>\n<u>Patricia Schlesinger<\/u>: Ich glaube, das geht nicht um Bauchgef\u00fchl. Das ist beides m\u00f6glich. Das sage ich auch meinen Mitarbeitenden hier. Das ist nicht Gesetz, dass es klappt, und es ist genausowenig Gesetz, dass es nicht klappt. Es kann schief gehen &#8211; und dann gehen wir nach Karlsruhe. <\/p>\n<p>[00:09:07]<br \/>\n<u>Daniel Bouhs<\/u>: <strong>Sie sagten schon, Sie m\u00fcssen so oder so sparen. Was m\u00fcssen Sie sich dann verkneifen? Also Sie wollen ins Digitale letztlich investieren, verst\u00e4rkt, wie alle Sender. Wo machen Sie gezielt f\u00fcr die n\u00e4chsten vier Jahre denn Abstriche? Machen Sie das so wie Ihr fr\u00fcherer Sender, der NDR, der im Zuge eines gr\u00f6\u00dferen Sparpakets sehr offensiv gesagt hat: Wir ziehen auch Geld, Budgets, aus dem Ersten raus, aus dem Gemeinschaftsprogramm, um das im Norden in dem Fall zu erhalten, was uns wichtig ist. Ist das auch Ihr Weg? <\/strong><\/p>\n<p>[00:09:36]<br \/>\n<u>Patricia Schlesinger<\/u>: Das muss jeder Sender wirklich selber sehen, wo der eigene Weg ist, denn es gibt ja auch Sender, die leisten \u00fcberproportional viel f\u00fcr die ARD. Es gibt andere, die leisten deutlich weniger f\u00fcr die ARD, also auch weniger, als sie eigentlich sollten&#8230; <\/p>\n<p>[00:09:47]<br \/>\n<u>J\u00f6rg Wagner<\/u>: <strong>&#8230; geben Sie das &#8222;Mittagsmagazin&#8220; wieder ab? <\/strong><\/p>\n<p>[00:09:49]<br \/>\n<u>Patricia Schlesinger<\/u>: Nein. <\/p>\n<p>[00:09:49]<br \/>\n<u>J\u00f6rg Wagner<\/u>: <strong>Aber Sie sparen bei rbb Kultur. <\/strong><\/p>\n<p>[00:09:51]<br \/>\n<u>Patricia Schlesinger<\/u>: Der n\u00e4chste Satz w\u00e4re gewesen: Wir werden definitiv nicht im Ersten wieder sparen. Wir haben uns da mit M\u00fche, einen Platz erk\u00e4mpft, und den werden wir versuchen, mit allem, was geht, zu halten. <\/p>\n<p>[00:10:00]<br \/>\n<u>J\u00f6rg Wagner<\/u>: <strong>Aber Sie sparen bei rbb Kultur. Eine Million &#8230; <\/strong><\/p>\n<p>[00:10:04]<br \/>\n<u>Patricia Schlesinger<\/u>: &#8230; ja, und das sind zehn Prozent des Budgets. rbb Kultur, die Radiowelle, ist die teuerste Kulturradiowelle der ARD. Da kann man schon fragen: Vielleicht geht es auch etwas preiswerter, etwas schlanker? Und der eigentliche Punkt ist und das hatte mit der Sparaufgabe erst mal gar nichts zu tun: Wir haben weit davor dar\u00fcber geredet, was machen wir denn mit rbb Kultur, denn wir haben gesehen, dass der Zuspruch in den Marktanalysen immer weiter runtergeht. Da haben wir gesagt: Da muss doch was passieren. Und dann haben wir uns die Zahlen mal angeguckt, wie viele Menschen arbeiten da, wie viel Geld ist da? Und die Zahlen gehen trotzdem runter. Also, das ist ein ganzes Paket. Und wir haben jetzt ja nicht in erster Linie ein Sparpaket &#8211; es ist auch ein Sparpaket, aber in erster Linie ein Reformpaket auf den Weg gebracht, was ab Mitte des Monats greift. Das ist ja gleich. Also n\u00e4chste Woche &#8230; <\/p>\n<p>[00:10:49]<br \/>\n<u>J\u00f6rg Wagner<\/u>: <strong>&#8230; k\u00f6nnen Sie da schon etwas verraten?<\/strong><\/p>\n<p>[00:10:49]<br \/>\n<u>Patricia Schlesinger<\/u>: Das ist die erste Tranche. Die zweite Tranche kommt im Dezember. Das ist eine leichte Coronaverz\u00f6gerung. Wir hatten eigentlich gedacht, wir kriegen ist alles gleichzeitig fr\u00fcher hin. Es ist, wie es ist. Wir machen es jetzt in zwei Tranchen, aber noch in diesem Jahr. Ja, es wird andere &#8230; es wird nicht weniger Wort geben. Es wird andere Zeiten geben, zu denen bestimmte Sendungen zu h\u00f6ren sind. Es wird neue Sendungen geben. Ich kann Ihnen das en d\u00e9tail auch geben. Wir haben dazu eine Auflistung, was wann gesendet wird. Wenn Sie das haben m\u00f6chten, bekommen Sie das sehr gerne. Und ehrlich gesagt, was ich gerade wahrnehme bei den Mitarbeitenden: Das ist nat\u00fcrlich nicht f\u00fcr alle fr\u00f6hlich. Das ist nicht f\u00fcr alle fr\u00f6hlich, weil sie andere Dinge tun m\u00fcssen, weil sie vielleicht nicht mehr moderieren, weil sie auch was Neues finden m\u00fcssen, besonders f\u00fcr freie Mitarbeitende. Und das nehme ich wirklich sehr ernst. Wir m\u00fcssen uns da weiter bem\u00fchen, da m\u00f6glichst viel Besch\u00e4ftigung f\u00fcr diejenigen, die betroffen sind, zu finden. Aber ich nehme auch wahr und ernst, dass in dieser Redaktion viele sind, die sagen: Endlich, da muss was passieren, wir werden endlich etwas moderner, etwas ansprechender, etwas w\u00e4rmer, etwas zugewandter. Also, das sehe ich auch.<\/p>\n<p>[00:11:53]<br \/>\n<u>J\u00f6rg Wagner<\/u>: <strong>Aber Sie w\u00fcrden die Vokabel &#8222;ausd\u00fcnnen&#8220; von sich weisen bei diesem Programm?<\/strong> <\/p>\n<p>[00:11:57]<br \/>\n<u>Patricia Schlesinger<\/u>: Ja! Wir d\u00fcnnen nicht aus. Wir d\u00fcnnen nicht aus. Es bleibt ein Kulturradio &#8211; mit viel Musik, aber auch mit viel Wortanteilen. Wir machen mal was anders. Und das Andere wird nat\u00fcrlich immer misstrauisch be\u00e4ugt. Aber ich glaube, es ist h\u00f6chste Zeit. <\/p>\n<p>[00:12:09]<br \/>\n<u>Daniel Bouhs<\/u>: <strong>Bei der Kulturwelle muss man sparen, es bleibt aber eine Kulturwelle. Man muss gleichzeitig mit der Kultur auch st\u00e4rker ins Digitale. Da gibt es eine Parallelit\u00e4t zu Frankfurt am Main. Stichwort: hr2. Da gibt es einen \u00e4hnlichen Vorgang, der auch sehr kritisch von der oft ja auch gut organisierten Kulturszene begleitet wurde. Das hei\u00dft bei den Kulturwellen offensichtlich wird in der ARD &#8211; man kann ja fast sagen fast fl\u00e4chendeckend, weil andere Sender das auch zum Teil gemacht haben &#8211; gespart. W\u00e4re es da nicht sinnvoll, st\u00e4rker in die Gemeinsamkeit zu gehen, so eine Art Rahmenprogramm zu haben mit regionalen Fenstern? Ist das eine Option f\u00fcr Sie? <\/strong><\/p>\n<p>[00:12:45]<br \/>\n<u>Patricia Schlesinger<\/u>: Ich m\u00f6chte nicht vergleichen, was wir machen mit dem hr. Das m\u00f6chte ich einfach nicht. Ich glaube, wir sind von ganz unterschiedlichen Standpunkten ausgegangen und das Ergebnis ist auch ganz unterschiedlich. Und wenn Sie sich das en d\u00e9tail angucken &#8211; das will ich nicht kommentieren -, werden Sie das selber feststellen. Wir haben eine ganz andere Voraussetzung gehabt. Wir sind mit ganz anderen Zielen in den Reformprozess gegangen als der Hessische Rundfunk. Das muss jeder selber wissen. Die eigentliche Frage ist ein Rahmenprogramm f\u00fcr die Kultur. Ich glaube, es w\u00fcrde uns hier, speziell in dieser Region und \u00fcber die kann ich am besten reden in dem Fall, in Berlin und Brandenburg ganz schlecht tun, wenn wir das t\u00e4ten. Denn wir sind eine ganz starke Kulturregion, wenn nicht die st\u00e4rkste in Deutschland, zumindest eine der zwei, drei ganz gro\u00dfen starken. Ich glaube, es tut uns gut, ein Vollprogramm als Kulturwelle zu haben. Und ich freue mich vor allen Dingen auf das, was im Netz passiert in Zukunft. <\/p>\n<p>[00:13:35]<br \/>\n<u>Daniel Bouhs<\/u>: <strong>Das hei\u00dft, Sie verteidigen sozusagen die Eigenst\u00e4ndigkeit auch dieser Welle, wenngleich ja im H\u00f6rfunk auch gr\u00f6\u00dfere Kooperationen Stichwort &#8222;Infonacht&#8220; oder auch &#8222;Popnacht&#8220; &#8211; ja eigentlich gelernt sind. Warum soll die Kultur davon ausgenommen sein?<\/strong> <\/p>\n<p>[00:13:50]<br \/>\n<u>Patricia Schlesinger<\/u>: Weil es hier so viele Kulturangebote gibt, so viele, so unterschiedliche, so prall, diese Region ist so prall gef\u00fcllt mit Kultur und wir haben so viele Kooperationen zum Beispiel auch, feste Medienpartnerschaften mit Kulturinstitutionen hier in Berlin, aber auch in Brandenburg, dass ich sage: Mir w\u00fcrde es sehr, sehr schwer fallen. Das ist f\u00fcr mich ein letzter Schritt. Das m\u00f6chte ich eigentlich \u00fcberhaupt nicht andenken m\u00fcssen. Nein, ich glaube, eine eigene Kulturwelle ist wirklich was Gutes, was Richtiges, was auch im Kern der DNA unseres Senders liegt und auch bleiben sollte. <\/p>\n<p>[00:14:20]<br \/>\n<u>J\u00f6rg Wagner<\/u>: <strong>Nun haben Sie ja angek\u00fcndigt, ein Digitales Medienhaus zu errichten. Es gab ein Architekturwettbewerb. Das sieht auch sehr schick aus alles. Aber nun hat Corona gezeigt, dass eine Konzentration auf einem Fleck eher hinderlich ist. Der Campusstil des rbb in Potsdam zum Beispiel zeigt, da hat jedes Haus eine eigene Funktion: das Radiohaus, das Fernsehhaus, ein Verwaltungshaus, die Intendanz ist extra. Dass das in &#8211; ich sage mal auch &#8211; Krisenzeiten, wof\u00fcr der Rundfunk ja auch mal urspr\u00fcnglich erdacht wurde, sehr gut funktioniert: Kann man Digitalit\u00e4t nicht so verstehen, dass digitales Arbeiten, vernetztes Arbeiten hei\u00dft, egal, wo man ist, und dass man hier dann die Summe, die Sie da investieren, lieber wieder ins Programm zur\u00fcckflie\u00dfen l\u00e4sst? <\/strong><\/p>\n<p>[00:15:00]<br \/>\n<u>Patricia Schlesinger<\/u>: So einfach ist es nicht. Das ist ja ein anderer Topf. Wir kriegen daf\u00fcr ein extra Geld. Wir sparen daf\u00fcr auch. Das ist nicht so einfach, dass man sagt, das ist Geld, was man eins zu eins nicht verbaut, sondern es geht dann ins Programm. Das funktioniert so nicht. Also, wenn Sie sich die Systematik unserer Finanzierung angucken, geht das so nicht. Das ist das eine. Sie haben ja zwei Fragen in einer gestellt. Nat\u00fcrlich kann man im Digitalen anders arbeiten. Ich habe vorhin erz\u00e4hlt, im Vorgespr\u00e4ch, dass wir Doppelmoderationen hatten: Der eine Moderator sa\u00df zu Hause auf dem Sofa oder an seinem Schreibtisch und der andere stand hier im Studio. Bei radioeins zum Beispiel. Da geht viel&#8230; <\/p>\n<p>[00:15:31]<br \/>\n<u>J\u00f6rg Wagner<\/u>: <strong>&#8230; sogar aus dem Bett moderieren geht.<\/strong> <\/p>\n<p>[00:15:34]<br \/>\n<u>Patricia Schlesinger<\/u>: Ich habe auch schon auf der Bettkante Interviews gegeben. Das geht alles wunderbar. Das finde ich auch sehr gut. Und ich glaube, da haben wir auch viel gelernt. Ich glaube dennoch, dass es Sinn macht, wenn wir uns organisieren nicht mehr \u00fcber Ausspielwege, sondern \u00fcber Inhalte. Wir nennen das Content-Boxen, Inhalts-Boxen. Ich glaube, dass da ganz viel geht, eben weil wir digitalisieren, dass Menschen, die miteinander sitzen, m\u00f6glichst schnell entscheiden: Das ist wichtig, das brauchen wir, wir brauchen es f\u00fcr die Welle so, f\u00fcr die n\u00e4chste Welle anders, f\u00fcrs Fernsehen noch mal anders. Aber dass zum Beispiel die Planung gemeinsam stattfindet, das ist, glaube ich, ein gro\u00dfes Asset und ich habe vorhin gesagt, wir m\u00fcssen mit weniger Menschen auskommen in Zukunft. Wir werden nicht mehr Stellen kriegen, sondern kontinuierlich werden wir &#8211; das ist auch eine Vorgabe der KEF &#8211; Stellen abbauen. Das hei\u00dft, wir werden mit weniger Menschen auskommen m\u00fcssen. Das hei\u00dft nicht, mit keinen Menschen. Ich bin keine Freundin von gro\u00dfen Algorithmen. Wir werden auch die brauchen, aber menschengemachtes Programm ist immer noch eigenkuratiertes, kluges, menschlich gemachtes Programm. Davon halte ich eine ganze Menge. Und das ist mir auch wichtig, gerade im Journalismus, weil ich glaube nicht, dass eine k\u00fcnstliche Intelligenz eins zu eins Menschen da ersetzen kann. Aber ich glaube daran, dass wir, wenn wir st\u00e4rker zusammenarbeiten, zum Beispiel die Planung gemeinsam machen, die Planung zum Beispiel von der &#8222;Abendschau&#8220; und von Inforadio st\u00e4rker miteinander verkn\u00fcpfen, um mal ein Beispiel zu geben, und das &#8222;Mittagsmagazin&#8220; passt da auch noch rein. Dass man die Planer zumindest in die N\u00e4he setzt, dass man sagt, wie geht das, dass man da sagt, wir k\u00f6nnen auch mit weniger Menschen genauso gutes Programm machen. Das ist das Ziel. Und dann war Ihre Frage, die hatte ja noch einen Layer: Wie gehen wir in Krisen- und Coronazeiten damit um, dass Menschen nah beieinander sitzen im Gro\u00dfraumb\u00fcro? Und man muss sich ja auch fragen, wenn man gelernt hat, Digitalit\u00e4t macht einen mobil und unabh\u00e4ngig vom Ort &#8211; unabh\u00e4ngiger, nicht ganz unabh\u00e4ngig -, was hei\u00dft das f\u00fcrs Fl\u00e4chenmanagement? Wie viel Fl\u00e4che braucht man eigentlich? Daran arbeiten wir gerade. Wir haben eine Arbeitsgruppe, die \u00fcberlegt, was sind tats\u00e4chlich die Lehren aus Corona: M\u00fcssen wir noch so gro\u00df denken oder k\u00f6nnen wir unser Medienhaus im Newsroom auch vielleicht ein bisschen kleiner machen? Da gibt es inzwischen auch Modelle zwischen 10 bis 40 Prozent weniger Raum. Dar\u00fcber denken wir gerade nach. Das wird gerade evaluiert. Das halte ich f\u00fcr extrem wichtig. <\/p>\n<p>[00:17:40]<br \/>\n<u>J\u00f6rg Wagner<\/u>: <strong>Nun hat man schon von Anfang an beim rbb auf Multimedialit\u00e4t gesetzt. Hier war man Pionier in der ARD. Das ist auch bei diesem Standort Berlin mit der langen Tradition bis zum Funkturm 1924, ich sage mal, auch immer wieder ein Symbol, da nichts zu verschlafen. Aber man hatte ja jetzt im Sommer den Eindruck, dass sozusagen die menschliche Weiterbildung im rbb so ein bisschen hinkt, also die menschlich-politische, rhetorische, inhaltliche, strukturelle insofern, dass man den Eindruck hatte, man ist nicht mehr auf dem h\u00f6chsten Standard der journalistischen Qualifikation. Stichwort &#8222;Kalbitz-Interview&#8220;. Nun haben Sie auch da inzwischen ein Signal gesetzt, dass es einen Wechsel in der Chefredaktion gibt. Aber es ist ja wie beim menschlichen K\u00f6rper: Der Kopf denkt ja nicht immer f\u00fcr alles mit bis in die Zehenspitzen, sondern da gibts auch autonome Organe. Die Leber arbeitet ordentlich, die Milz arbeitet unabh\u00e4ngig vom Gehirn. Ist es nicht auch Zeit, sagen wir mal, das Bewusstsein in den Redaktionen zu schaffen, hier nachzubessern, sich auf das rhetorische Niveau der politischen Anforderungen zu stellen?<\/strong> <\/p>\n<p>[00:18:41]<br \/>\n<u>Patricia Schlesinger<\/u>: Ihre Frage beinhaltet zwei Punkte, die ich so nicht sehe beziehungsweise einen Punkt und der andere ist richtig falsch. Falsch ist, dass der Chefredakteur aufh\u00f6rt wegen des Kalbitz-Interviews. Das ist definitiv nicht der Fall. Wir reden seit Dezember dar\u00fcber &#8211; es ist auch aktenkundig sogar &#8211; seit Dezember dar\u00fcber, dass er aufh\u00f6rt. Und zweitens: Manchmal \u00e4ndern sich auch die Zeiten, die Zust\u00e4nde, die Gespr\u00e4che. Es hatte mit dem Kalbitz-Interview &#8211; darauf gebe ich Ihnen mein Wort &#8211; nichts zu tun. Das eine Koinzidenz der Ereignisse und ich habe immer sehr deutlich darauf hingewiesen, das hat nichts miteinander zu tun. Nichtsdestotrotz haben wir trotzdem personelle Konsequenzen getroffen. Das hei\u00dft, wir haben strukturelle und auch &#8211; wir ver\u00e4ndern in der Struktur der Redaktion etwas &#8211; und auch personelle Konsequenzen getroffen. Der Chefredakteur hat damit nichts zu tun. Das war die eine Geschichte. Das war richtig falsch. Das Zweite ist, das teile ich so nicht, dass wir grunds\u00e4tzlich nicht auf der H\u00f6he, der rhetorischen, inhaltlichen und journalistischen Qualit\u00e4tsh\u00f6he sind, die es braucht, um tats\u00e4chlich exzellenten Journalismus zu machen. \u00dcber das Kalbitz-Interview habe ich gesagt: Das war eine journalistische Minderleistung, die ein klassischer Managementfehler war. Und das darf uns nie wieder unterlaufen. Ich glaube, es hat sich niemand mehr ge\u00e4rgert als ich dar\u00fcber. Vielleicht noch die Betroffenen selber, aber definitiv ich. ich war wirklich &#8230; es ist so misslich, kann ich gar nicht anders sagen. Das darf uns nicht passieren! <\/p>\n<p>[00:20:00]<br \/>\nWarum ist das passiert? Das ist passiert, weil eine Redaktion wie ein kleines Dorf &#8211; um bei Asterix zu bleiben &#8211; nur ein kleines Dorf bei sich geblieben ist und nicht daran gedacht hat, nicht drauf gekommen ist, dass ein Kalbitz-Interview Gr\u00f6\u00dferes beinhaltet, dass man da vielleicht sich anders vorbereitet als ein Interview mit dem Ministerpr\u00e4sidenten zu f\u00fchren oder aber auch mit Frau Nonnemacher zu f\u00fchren. Das ist was anderes, wenn man einen Kalbitz vor sich hat. Wir haben eine junge Kollegin, die eine sehr gute Reporterin ist, die sich auch mit der AfD schon besch\u00e4ftigt hatte, die, weil sie &#8211;  mein Bild war immer: eine gute Sportlerin ist, eine gute Marathonl\u00e4uferin ist, hat man sie in den Boxring gestellt. Die konnte da gar nicht re\u00fcssieren. Das ist passiert, weil die Redaktion nicht darauf gekommen ist, dass wir vielleicht hier im Haus Menschen haben, die das besser k\u00f6nnten, sondern eine kleine Redaktion arbeitet alles bei sich ab. Wagenburg. Das darf nicht passieren. Content-Boxen werden so etwas in Zukunft verhindern. Wir werden immer wissen, wenn wir in einer Content-Box &#8222;Information&#8220; sitzen und arbeiten, werden wir immer wissen: Aha, es kommt ein Kalbitz-Interview bei &#8222;Brandenburg aktuell&#8220;, wer macht es denn? Und die eigentliche Frage ist: Wer ist daf\u00fcr am besten geeignet? Und was mich da \u00e4rgert, ist: Hier im Haus haben wir Menschen, die das k\u00f6nnten. Mir fallen auf der Stelle drei Leute ein, die das Interview besser h\u00e4tten machen k\u00f6nnen. Weil: Wer hat denn \u00fcber Herrn Kalbitz berichtet? Wer hat denn herausgefunden \u00fcber seine Vergangenheit, die ja nun eher dunkel ist, wer hat das ans Licht gezerrt? Wer hat im Grunde daf\u00fcr gesorgt, dass Herr Kalbitz seinen Job so nicht mehr hat? Das ist der rbb gewesen! Also, wir haben die Expertise. Wir haben exzellente Interviewer hier. Man hat einfach die falsche Person in den Ring gestellt, was mir vor allen Dingen f\u00fcr die junge Kollegin wirklich leid tut, denn die ist eigentlich gut, die kann es. Aber es konnte so nicht gelingen. Man hat ja nicht mal die Expertise angefordert zur Vorbereitung. H\u00e4tte man ja auch tun k\u00f6nnen. Auch das ist nicht passiert. Ich habe gesagt: Wagenburgmentalit\u00e4t. Die m\u00fcssen wir rauskriegen, da muss was anderes sein. Und da erhoffe ich eben, dass das, wenn wir in Content-Boxen arbeiten, nie wieder so passiert. Also Sie merken an meinem Engagement, es hat mich wirklich ge\u00e4rgert.<\/p>\n<p>[00:21:59]<br \/>\n<u>Daniel Bouhs<\/u>: <strong>Das wirkte jetzt so ein bisschen so, als w\u00e4re sozusagen die Redaktion nicht auf die Idee gekommen &#8211; ich sage es mal ein bisschen konkreter &#8211; bei &#8222;Kontraste&#8220; oder bei Olaf Sundermeyer anzufragen &#8222;K\u00f6nnt ihr uns da briefen, k\u00f6nnt ihr vielleicht das Interview f\u00fchren, whatever&#8220;. Es geht ja um zwei Richtungen. Hat man sich vielleicht auch &#8211; ich sage mal &#8211; in der Zentrale, so f\u00fchlt sich das hier im Fernsehzentrum ja bisweilen an, dann nicht ausreichend daf\u00fcr informiert, was der Rest des rbb macht?<\/strong><\/p>\n<p>[00:22:21]<br \/>\n<u>Patricia Schlesinger<\/u>: Das kann man immer sagen. Man kann auch sagen &#8211; auch das haben wir aufgearbeitet -, wie sind denn die Kommunikationstr\u00e4nge. Es waren noch mehr Stellen nicht informiert \u00fcber dieses Kalbitz-Interview. Zum Beispiel unsere Social-Media-Redaktion. Man wei\u00df, egal wie man wie man ein Kalbitz-Interview f\u00fchrt oder ein Interview dieser G\u00fcte f\u00fchrt, sagen wir es mal allgemeiner: Es wird immer Reaktionen auf Social Media geben. Also, ob es ein gutes Interview ist, ein starkes Interview oder ein eher schwaches Interview &#8211; Social Media ist an dem Tag, in der Nacht darauf st\u00e4rker gefordert. Die wurden gar nicht informiert, dass es das gibt. Also, von daher: Da muss man vorbeugen, ganz anders arbeiten, die Informationsketten anders erarbeiten. Ich sage Ihnen: So wird es nie wieder passieren. Hoffe ich jedenfalls. Wir haben jedenfalls eine Menge daf\u00fcr getan, dass das nicht mehr passiert.<\/p>\n<p>[00:23:14]<br \/>\n<u>Daniel Bouhs<\/u>: <strong>War offensichtlich ein Wachr\u00fctteln. Dann vielleicht &#8230;<\/strong> <\/p>\n<p>[00:23:16]<br \/>\n<u>Patricia Schlesinger<\/u>: Ja. Entspricht aber auch wirklich nicht den Usancen und den Qualit\u00e4ten &#8211; von daher, Herr Wagner, das meinte ich vorhin, das sehe ich \u00fcberhaupt nicht &#8211; der Qualit\u00e4t der Interviews, die dieses Haus sonst f\u00fchrt. Wir k\u00f6nnen das. Es einmal richtig missgl\u00fcckt. Das kann man auch nicht sch\u00f6nreden. Wir haben es aufgearbeitet und damit ist das auch f\u00fcr uns jetzt&#8230; <\/p>\n<p>[00:23:32]<br \/>\n<u>J\u00f6rg Wagner<\/u>: <strong>&#8230; ja, aber die Sommerinterview sind abgeschafft als Format. Aber nun gibt es ja auch noch Vorw\u00fcrfe generell, dass in Talks zu wenig ausgewogen wird nach politischen Gruppierungen. Ich erinnere mich noch: Fr\u00fcher wurde bei der ARD immer mit einer Stoppuhr dagesessen und man hat geguckt, wie viel Sendezeit hatte die CDU &#8230;<\/strong> <\/p>\n<p>[00:23:49]<br \/>\n<u>Patricia Schlesinger<\/u>: &#8230; genau. <\/p>\n<p>[00:23:49]<br \/>\n<u>J\u00f6rg Wagner<\/u>: <strong>Und da gibt es sogar einen interessanten, lustigen Sketch von Loriot da zu diesem Thema. Aber es gibt nat\u00fcrlich trotzdem immer noch wieder gro\u00dfe Aufmerksamkeit in der Bev\u00f6lkerung, wenn man das Gef\u00fchl hat, hier kommen auch bestimmte relevante Gruppen gar nicht vor. Gibt es da bei Ihnen ein neues Nachdenken, wie man das k\u00fcnftig organisiert, dass das gesamte Spektrum in den rbb kommt? <\/strong><\/p>\n<p>[00:24:12]<br \/>\n<u>Patricia Schlesinger<\/u>: Was meinen Sie denn mit dem gesamten Spektrum? Wir reden ja \u00fcber die AfD und wir reden nat\u00fcrlich auch mit der AfD. <\/p>\n<p>[00:24:19]<br \/>\n<u>Daniel Bouhs<\/u>: <strong>Aber auch gesellschaftliche Gruppen. Die Studie, die jetzt vorgestellt wurde, moniert ja letztlich durch eine Ausz\u00e4hlung, dass viele auch gesellschaftlich hoch anerkannte Gruppen, NGOs zum Beispiel, so gut wie nicht stattfinden in Talkshows. Also es geht nicht nur um sozusagen das politische Muster. Es geht auch darum, dass gesellschaftlich engagierte Gruppen kommen &#8230; <\/strong><\/p>\n<p>[00:24:28]<br \/>\n<u>Patricia Schlesinger<\/u>: Also auch NGO&#8217;s &#8230;<\/p>\n<p>[00:24:28]<br \/>\n<u>J\u00f6rg Wagner<\/u>: <strong>&#8230; aber auch das Stichwort &#8222;linksgr\u00fcn-versifft&#8220;, Ihnen ja nicht unbekannt, dass man hier gerechter wird, dass man also auch mal rechte Kommentare zul\u00e4sst. <\/strong><\/p>\n<p>[00:24:36]<br \/>\n<u>Patricia Schlesinger<\/u>: Ich wei\u00df, was Sie meinen jetzt. Ja. Ich glaube, da war Raum f\u00fcr Verbesserungen. Ich glaube aber, die Lektion ist gelernt. Wenn ich unseren Sender angucke: Wir machen zum Beispiel eine Sendung im Dritten, die hei\u00dft &#8222;Wir m\u00fcssen reden&#8220;. Da kommen Menschen zu Wort, Gruppierungen zu Wort, die, so glaube ich, sonst nicht &#8211; ich sage mal Widerhall finden&#8230; <\/p>\n<p>[00:24:55]<br \/>\n<u>Daniel Bouhs<\/u>: <strong>&#8230; wie Herr Ballweg, zum Beispiel gerade.<\/strong> <\/p>\n<p>[00:24:57]<br \/>\n<u>Patricia Schlesinger<\/u>: Zum Beispiel. Ganz genau. Und wir haben nat\u00fcrlich auf der anderen Seite dann sofort den Vorwurf: Bieten wir eine B\u00fchne? Bieten wir eine B\u00fchne f\u00fcr irgendwelche Versprengten, in Klammern vielleicht sogar rechten Gruppierungen? Ich sage, man muss reden. Man muss mit denen reden. Man muss auch die zu Wort kommen lassen. \u00dcbrigens noch einmal: Kalbitz-Interview. Wenn wir sagen, wir machen alle Fraktionsvorsitzenden, machen wir nat\u00fcrlich auch Herrn Kalbitz. Selbstverst\u00e4ndlich. Da gab es auch Stimmen, das h\u00e4tte man nicht machen d\u00fcrfen. Falsch! Wir m\u00fcssen mit Menschen, die anders denken, reden. Wir m\u00fcssen sie zu Wort kommen lassen, sowohl in Social Media als auch tats\u00e4chlich im linearen Fernsehen oder H\u00f6rfunk. Selbstverst\u00e4ndlich. Ich glaube, da hat sich schon eine Menge bewegt. Auch gerade in den H\u00f6rfunkwellen h\u00f6re ich gerade auch sehr viele Interviews &#8211; oder sehr viele, ich h\u00f6re einige Interviews, wo ich mich manchmal auch selber frage, muss man denen jetzt so viel Raum gew\u00e4hren? Ja, ich glaube, man muss, weil die Gesellschaft ist so divers geworden, dass man nicht mehr sagen kann, wir haben einen Mainstream, ob der nun der einen oder der anderen Richtung zuneigt, sondern wir m\u00fcssen uns mit dem gesamten Spektrum besch\u00e4ftigen. Sobald es in irgendeiner Form wirklich relevant wird, sobald es gr\u00f6\u00dfer wird, muss man sagen: Was ist das? Wo kommt das her? Wie kann das sein? Manche Dinge sind absurd. Muss man auch sagen. Manche sind auch politisch f\u00fcr uns unverst\u00e4ndlich. Aber das hat man ja auch gerade bei den Corona-Demos, mit den Kritikern von Corona-Ma\u00dfnahmen &#8211; muss man vorsichtig formulieren &#8211; gesehen. Ich glaube, man muss da miteinander reden. Es hat keinen Sinn zu sagen, die sind klein, den h\u00f6ren wir nicht zu oder das sind &#8222;Covidioten&#8220;. Davon halte ich gar nichts, sondern das sind Menschen, die sich anders orientieren. Man muss fragen: Was ist los? Wo kommt es her? Unverst\u00e4ndnis kommt ja h\u00e4ufig durch Unwissen, also muss man reden. <\/p>\n<p>[00:26:29]<br \/>\n<u>Daniel Bouhs<\/u>: <strong>Vielleicht abschlie\u00dfend nochmal der Ausblick auf Ihre jetzt zweite Amtszeit: Wird das die Amtszeit werden, in der Sie auch den ARD-Vorsitz \u00fcbernehmen m\u00f6chten? <\/strong><\/p>\n<p>[00:26:39]<br \/>\n<u>Patricia Schlesinger<\/u>: Ich w\u00fcrde das gerne tun. Das habe ich auch bereits kundgetan. Aber es ist \u00fcberhaupt noch nicht amtlich, denn das wird nat\u00fcrlich innerhalb der Intendantenrunde abgesprochen. Das wird ausgew\u00e4hlt. Es gibt eine gewisse Reihenfolge da und ich sehe das eher positiv im Moment. Wenn nichts weiter dagegen spricht, m\u00f6chte ich sehr gern, dass der rbb das tut. Das ist ja keine One-Woman-Show, sondern es trifft das gesamte Haus und auch vor allen Dingen die Gesch\u00e4ftsleitung, die dann f\u00fcr zwei Jahre &#8211; erst einmal eins und dann vielleicht nochmal plus eins &#8211; ganz andere Aufgaben \u00fcbernimmt f\u00fcr die ARD. Ich halte das f\u00fcr eine gro\u00dfe Aufgabe, der ich auch mit Respekt und Demut entgegen gucke, aber wo ich sage, es ist auch eine wichtige Aufgabe. Und warum sollte ein Hauptstadtsender nicht daf\u00fcr mal die Hand heben? <\/p>\n<p>[00:27:18]<br \/>\n<u>Daniel Bouhs<\/u>: <strong>Tom Buhrow wird ja sozusagen in diesem Jahr das vielleicht anstrengendste Jahr und auch forderndste Jahr bislang in der Geschichte der ARD als Vorsitzender &#8211; Stichwort &#8222;Widerstand gegen die Erh\u00f6hung des Rundfunkbeitrags&#8220;, wir haben es besprochen &#8211; hinter sich haben. Wird das in Anf\u00fchrungszeichen im Vergleich eher ein &#8222;Wellnessvorsitz&#8220; werden? Was wird die gro\u00dfe Herausforderung sein?<\/strong><\/p>\n<p>[00:27:38]<br \/>\n<u>Patricia Schlesinger<\/u>:<br \/>\nWissen Sie was? Der n\u00e4chste Berg ist immer der h\u00f6chste. Das ist so. Wei\u00df ich nicht. Kann ich Ihnen nicht sagen. Wir haben da einiges vor uns, was tats\u00e4chlich einfach abl\u00e4uft. Also die n\u00e4chste Geb\u00fchrenperiode oder Beitragsperiode kommt dann ja auch wieder. Das ist noch zu lange hin. Ich bin gestern schon gefragt worden, was werden denn Ihre Ziele sein? Das kann ich dann sagen, wenn es tats\u00e4chlich so weit ist, wenn wir dran sind, wenn wir wirklich wissen, wir werden es und wenn wir uns dann dar\u00fcber klar geworden sind. Wir arbeiten daran, wir denken schon dran, wir \u00fcberlegen uns schon, wie wir uns aufstellen, inhaltlich wie personell, was wir genau da tun. Aber das ist wirklich noch eine Runde zu fr\u00fch. <\/p>\n<p>[00:28:15]<br \/>\n<u>J\u00f6rg Wagner<\/u>: <strong>Wir klopfen sp\u00e4testens dann wieder bei Ihnen an. <\/strong><\/p>\n<p>[00:28:17]<br \/>\n<u>Patricia Schlesinger<\/u>: Sehr gerne, Sie sind herzlich willkommen! <\/p>\n<p>[00:28:18]<br \/>\n<u>J\u00f6rg Wagner<\/u>: <strong>Vielen Dank f\u00fcr dieses Interview. Wir w\u00fcnschen Ihnen viel Gl\u00fcck und Energie f\u00fcr Ihre Amtsverl\u00e4ngerung.<\/strong> <\/p>\n<p>[00:28:22]<br \/>\n<u>Patricia Schlesinger<\/u>: Vielen herzlichen Dank! <\/p>\n<p>[00:28:24 ]<br \/>\n<u>Daniel Bouhs<\/u>: <strong>Danke f\u00fcr Ihre Zeit!<\/strong><\/p>\n<p><u>Patricia Schlesinger<\/u>: Ich nehme alle guten W\u00fcnsche. Danke.<\/p>\n<\/blockquote>\n<p><\/div><\/div>\n<div style=\"height: 30px;\"><\/div>\n<hr \/>\n<div style=\"height: 5px;\"><\/div>\n<p><html><br \/>\n     <head><\/p>\n<style type=\"text\/css\">\n       body {\n                     background: #DADADA;\n       }\n      <\/style>\n<p>     <\/head><br \/>\n     <body><br \/>\n<\/body><br \/>\n    <\/html><br \/>\n<script src=\"https:\/\/apis.google.com\/js\/plusone.js\" type=\"text\/javascript\">\/\/ < ![CDATA[ {lang: 'de'} \/\/ ]]><\/script><br \/>\n<script src=\"http:\/\/twittercounter.com\/embed\/?username=medienmagazin&amp;style=avatar\" type=\"text\/javascript\"><\/script><\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>No audio playback capabilities, please download the audio belowDownload Audio: Closed Format: MP3 Wer: * Patricia Schlesinger, rbb-Intendantin * Daniel Bouhs, Freier Medienjournalist * J\u00f6rg Wagner, Freier Medienjournalist Was: Interview nach der Wiederwahl als Intendantin Wann: rec.: 11.09.2020\/ 12:25 Uhr, ver\u00f6ffentlicht in einer 11:04-Fassung im radioeins-Medienmagazin am 12.09.2020, 18:20 Uhr und stark gek\u00fcrzt am 13.09.2020, [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_monsterinsights_skip_tracking":false,"_monsterinsights_sitenote_active":false,"_monsterinsights_sitenote_note":"","_monsterinsights_sitenote_category":0,"footnotes":""},"categories":[17],"tags":[1197,950,88,423],"class_list":["post-47992","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-aktuell","tag-digitales-medienhaus","tag-diversitaet","tag-rbb","tag-rundfunkbeitrag"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.wwwagner.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/47992","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.wwwagner.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.wwwagner.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.wwwagner.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.wwwagner.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=47992"}],"version-history":[{"count":10,"href":"https:\/\/www.wwwagner.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/47992\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":52678,"href":"https:\/\/www.wwwagner.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/47992\/revisions\/52678"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.wwwagner.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=47992"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.wwwagner.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=47992"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.wwwagner.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=47992"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}