{"id":48596,"date":"2020-12-11T18:00:57","date_gmt":"2020-12-11T16:00:57","guid":{"rendered":"https:\/\/www.wwwagner.tv\/?p=48596"},"modified":"2020-12-13T23:39:03","modified_gmt":"2020-12-13T21:39:03","slug":"karola-wille-beitragsstabilitaet-finden-sie-nicht-im-rundfunkrecht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.wwwagner.tv\/?p=48596","title":{"rendered":"Karola Wille: Beitragsstabilit\u00e4t finden Sie nicht im Rundfunkrecht"},"content":{"rendered":"<p><figure id=\"attachment_48598\" aria-describedby=\"caption-attachment-48598\" style=\"width: 1100px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.wwwagner.tv\/wp-content\/uploads\/20201211_wille_karola_mS_1100x546.jpg\" alt=\"\" width=\"1100\" height=\"546\" class=\"size-full wp-image-48598\" srcset=\"https:\/\/www.wwwagner.tv\/wp-content\/uploads\/20201211_wille_karola_mS_1100x546.jpg 1100w, https:\/\/www.wwwagner.tv\/wp-content\/uploads\/20201211_wille_karola_mS_1100x546-300x149.jpg 300w, https:\/\/www.wwwagner.tv\/wp-content\/uploads\/20201211_wille_karola_mS_1100x546-768x381.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1100px) 100vw, 1100px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-48598\" class=\"wp-caption-text\">Karola Wille | Foto: \u00a9 J\u00f6rg Wagner<\/figcaption><\/figure><br \/>\n<span style=\"font-size: 11pt; font-family: tahoma,arial,helvetica,sans-serif;\"><\/p>\n<div style=\"height: 20px;\"><\/div>\n <audio   controls > <source src=\"https:\/\/www.wwwagner.tv\/audio\/20201211_1800_wille_karola_192.mp3\" type='audio\/mpeg' \/> <object   type=\"application\/x-shockwave-flash\"  data=\"https:\/\/www.wwwagner.tv\/wp-content\/plugins\/wphtml5player\/inc\/flowplayer.swf\"  width=\"400\"  height=\"30\"> <param name=\"movie\" value='https:\/\/www.wwwagner.tv\/wp-content\/plugins\/wphtml5player\/inc\/flowplayer.swf' \/><param name=\"allowfullscreen\" value='false' \/><param name=\"cachebusting\" value='true' \/><param name=\"bgcolor\" value='#000000' \/><param name=\"flashvars\" value='config={\"plugins\":{\"controls\":{\"height\":30,\"autoHide\":false,\"fullscreen\":false}},\"clip\":{\"autoPlay\":false,\"url\":\"https:\\\/\\\/www.wwwagner.tv\\\/audio\\\/20201211_1800_wille_karola_192.mp3\"},\"playlist\":[{\"autoPlay\":false,\"url\":\"https:\\\/\\\/www.wwwagner.tv\\\/audio\\\/20201211_1800_wille_karola_192.mp3\"}],\"play\":{\"opacity\":0}}' \/>  No audio playback capabilities, please download the audio below<br \/><strong>Download Audio:<\/strong> Closed Format: <a href=\"https:\/\/www.wwwagner.tv\/audio\/20201211_1800_wille_karola_192.mp3\">MP3<\/a> <\/object> <!-- Generated by HTML5 Multimedia Framework (http:\/\/code.google.com\/p\/html5videoplayer) --> <\/audio>  \n<div style=\"height: 10px;\"><\/div>\n<p><u>Wer<\/u>:<br \/>\n* Prof. Dr. Karola Wille, mdr-Intendantin seit 2011<br \/>\n* <a href=\"https:\/\/www.daniel-bouhs.de\" rel=\"noopener noreferrer\" target=\"_blank\">Daniel Bouhs<\/a>, Freier Medienjournalist<br \/>\n* J\u00f6rg Wagner, Freier Medienjournalist<br \/>\n<u>Was<\/u>: Schaltgespr\u00e4ch zur Rundfunkbeitragsdiskussion<br \/>\n<u>Wann<\/u>: rec.: 11.12.2020, 18:00 Uhr, ver\u00f6ffentlicht in einer 14:32-Fassung am 12.12.2020, 18:09 Uhr im radioeins-Medienmagazin und in einer 5:12-Minuten-Fassung am 13.12.2020, 10:44\/17:44 Uhr im rbb Inforadio<\/p>\n<div style=\"height: 10px;\"><\/div>\n<div style=\"height: 20px;\"><\/div>\n<div id='stb-container-5456' class='stb-container-css stb-custom-container stb-no-caption stb-image-none stb-ltr stb-border stb-side'><aside class='stb-icon'><img src='http:\/\/www.wwwagner.tv\/wp-content\/plugins\/wp-special-textboxes\/themes\/stb-dark\/heart.png'><\/aside><div id='stb-box-5456' class='stb-custom_box stb-box' ><\/p>\n<p>(w\u00f6rtliches Transkript, H\u00f6rverst\u00e4ndnisfehler vorbehalten)<\/p>\n<div style=\"height: 20px;\"><\/div>\n<blockquote>\n<p>[00:00:00]<br \/>\n<u>J\u00f6rg Wagner<\/u>: <strong>Zugeschaltet ist uns jetzt die mdr-Intendantin Prof. Dr. Karola Wille. Guten Abend!<\/strong> <\/p>\n<p>[00:00:05]<br \/>\n<u>Prof. Dr. Karola Wille<\/u>: Sch\u00f6nen guten Abend! <\/p>\n<p>[00:00:05]<br \/>\n<u>Daniel Bouhs<\/u>: <strong>Guten Abend!<\/strong> <\/p>\n<p>[00:00:07]<br \/>\n<u>J\u00f6rg Wagner<\/u>: <strong>Bevor wir uns das aktuelle Schadensbild in Magdeburg genauer ansehen, m\u00f6chte ich mal einen Spruch zitieren: \u201eWer die Vergangenheit nicht kennt, kann die Gegenwart nicht verstehen und die Zukunft nicht gestalten.\u201c Dieser sehr philosophische Gedanke entsprang auch schon aus der CDU, n\u00e4mlich 1995. Da sagte ihn der Bundesvorsitzende der CDU und Bundeskanzler Helmut Kohl. Dass die sachsen-anhaltische CDU-Landtagsfraktion also gegenw\u00e4rtig mit einem Koalitions-Beschluss aus dem Jahr 2016 <a href=\"https:\/\/www.mdr.de\/sachsen-anhalt\/landespolitik\/video-469360_box-1720059427412444222_zc-6b0660f8.html\" rel=\"noopener\" target=\"_blank\">argumentiert<\/a>, der eine Beitragsstabilit\u00e4t festlegt, war Ihnen, Frau Prof. Wille, sicher damals auch schon bekannt. Sie waren in dieser Zeit ARD-Vorsitzende. H\u00e4tte man also nicht schon vor vier Jahren damit rechnen m\u00fcssen, dass eine Beitragserh\u00f6hung scheitern w\u00fcrde? <\/strong><\/p>\n<p>[00:00:54]<br \/>\n<u>Prof. Dr. Karola Wille<\/u>: Der Begriff Beitragsstabilit\u00e4t ist ja nicht allein in dem Land Sachsen-Anhalt in der Vergangenheit verwandt worden. Wir erinnern uns sehr gut, dass alle Bundesl\u00e4nder gestartet sind mit dem Thema \u201eAuftrag und Strukturoptimierung des \u00f6ffentlich-rechtlichen Rundfunks\u201c und mit dem Ziel, eine Beitragsstabilit\u00e4t auch dadurch sicherzustellen. Das war ein politisches Ziel. Es ist ja dazu auch eine Menge passiert, beispielsweise im Bereich der Strukturreform durch den \u00f6ffentlich-rechtlichen Rundfunk. Und dann geh\u00f6rt nat\u00fcrlich auch dazu, dass es ein rundfunkrechtliches und verfassungsrechtlich gesch\u00fctztes Verfahren gibt, was die konkrete H\u00f6he des Beitrages f\u00fcr eine bestimmte Periode X festlegt. Und da kann es nicht mehr um politische Zielstellungen gehen, sondern dann geht es um rechtliche Rahmenbedingungen, um Rundfunkfreiheit zu sichern. <\/p>\n<p>[00:01:43]<br \/>\n<u>Daniel Bouhs<\/u>: <strong>Wir m\u00f6chten an dieser Stelle auch gern eine passende H\u00f6rer-Bitte weiterreichen. Thoralf Winkler aus Elbenau &#8211; das liegt passenderweise in Sachsen-Anhalt &#8211; hat uns \u00fcber facebook.com\/medienmagazin gebeten, mal ausf\u00fchrlicher zu erkl\u00e4ren, wie das mit der Festsetzung des Rundfunkbeitrags eigentlich l\u00e4uft. Das machen wir nat\u00fcrlich gerne und bei dieser Gelegenheit auch mit Ihnen. Wie kommen in diesem Fall die 18,36 Euro als Empfehlung zustande? Wer redet da alles mit?<\/strong> <\/p>\n<p>[00:02:10]<br \/>\n<u>Prof. Dr. Karola Wille<\/u>: Das erkl\u00e4r ich gern. Ich versuche mich kurz zu fassen, weil es ist ja immer ein l\u00e4ngerer Prozess. Also, geregelt hat die Frage der Festsetzung der H\u00f6he des Rundfunkbeitrags der Gesetzgeber. Der Gesetzgeber hat dazu ein rundfunkrechtliches Verfahren entwickelt. Das ist im Rundfunkfinanzierungsstaatsvertrag geregelt. Das beginnt mit der Anmeldung durch die Rundfunkanstalten. Die Rundfunkanstalten definieren, wie ihr Bedarf f\u00fcr die n\u00e4chsten vier Jahre aussieht im Bereich der Personalkosten, der Sachkosten, im Investitionsbereich. Und diese Anmeldungen gehen dann geschlossen von ARD, ZDF, Deutschlandradio an eine Kommission. Das ist die Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs. Die besteht aus 16 Vertretern, Experten. Experten, aus den unterschiedlichsten Bereichen: Das sind Wirtschaftspr\u00fcfer, Rechnungshofvertreter. Also alle Facetten, die da bei der Pr\u00fcfung eine Rolle spielen k\u00f6nnen. Und die schauen sich die Anmeldungen der Rundfunkanstalten genau an. Sie pr\u00fcfen, wie es hei\u00dft, die Wirtschaftlichkeit. Und gucken, ob das, was angemeldet ist im Rahmen des Programmauftrages, den der Gesetzgeber ja auch gegeben hat, sich h\u00e4lt. Also genau schauen: Personalkostenbereich okay, die Steigerungen. Was ist angemeldet? Ist das wirtschaftlich? Gibt&#8217;s Effizienzpotenziale? Sind die Personalkosten zu hoch? Die pr\u00fcfen eine ganze Weile. Das ist ein intensiver Prozess. Monate. Und dann gibt es aus dem Prozess heraus eine Empfehlung. Da kam eben beispielsweise f\u00fcr die n\u00e4chste Beitragsperiode heraus: 18,36 Euro. Das war das, was man als bedarfsgerecht und wirtschaftlich seitens der KEF sieht, dieser unabh\u00e4ngigen Kommission. Und dann geht es zu den Parlamenten und da sind wir jetzt. 16 Landesparlamente m\u00fcssen dann dieser Empfehlung zustimmen und die Parlamente sind nicht frei in ihrer Entscheidung, weil eben nicht durch politische Entscheidungen die Freiheit, Unabh\u00e4ngigkeit und die Sicherung des Auftrages wieder ausgehebelt werden darf. Und deshalb gibt es nur wenige Gr\u00fcnde, wo Parlamente dann berechtigt sind, von dieser Empfehlung abzuweichen. Und wenn 16 Landtage zugestimmt haben, dann steht fest: Der Rundfunkbeitrag ist ab 1. Januar, jetzt 2021 f\u00fcr die n\u00e4chsten vier Jahre &#8211; das ist in der Regel die Beitragsperiode &#8211; dann so fix. <\/p>\n<p>[00:04:10]<br \/>\n<u>J\u00f6rg Wagner<\/u>: <strong>Welche Rolle spielt denn dabei die \u201eAG Beitragsstabilit\u00e4t\u201c der Ministerpr\u00e4sidentinnen und -pr\u00e4sidenten? Ich meine, die tr\u00e4gt ja quasi im Namen eben keine Erh\u00f6hung.<\/strong> <\/p>\n<p>[00:04:21]<br \/>\n<u>Prof. Dr. Karola Wille<\/u>: Also Beitragsstabilit\u00e4t finden Sie nicht im Rundfunkrecht und das finden Sie auch nicht im Verfassungsrecht. Also es ist ehrlich gesagt \u2026 wenn Sie mal googlen, finden Sie es im Krankenversicherungsrecht. Das ist sozusagen, dass die Leistung stabil gehalten werden sollte. Der Beitrag, der da gezahlt wird. Es ist ein politisches Ziel. Es ist die \u00dcberlegung und das kann ich nachvollziehen, dass man auch den Rundfunkbeitrag in der Gesellschaft akzeptiert, dass die H\u00f6he von den B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrgern akzeptiert wird, dass das Akzeptanz findet. Und deswegen sollte das so niedrig wie m\u00f6glich nat\u00fcrlich sein. Aber die L\u00e4nder bestimmen den Auftrag und das, was man alles leisten soll, wie viele Programme es gibt, welche inhaltliche Ausrichtung &#8211; also Information, Unterhaltung, Kultur &#8211; all das geben die L\u00e4nder ja vor. <\/p>\n<p>[00:05:03] Und wenn man einen Auftrag hat, muss man ihn ordentlich erf\u00fcllen und das ist alles, was der Gesetzgeber entscheiden kann. Denn er gestaltet ja letztlich die Rundfunkordnung. Dazu geh\u00f6rt aber &#8211; das ist sozusagen das Gegenst\u00fcck, wenn Sie so wollen &#8211; die Programmautonomie der Rundfunkanstalten. Und die Rundfunkanstalten entscheiden eben selber \u00fcber ihre Inhalte. Es darf keinen staatlichen Eingriff geben. Sie sind frei. Sie sind unabh\u00e4ngig. Und genau das ist ja der gro\u00dfe Unterschied zum Staatsfunk und deswegen muss auch das Finanzverfahren unabh\u00e4ngig sein, sonst k\u00f6nnte man \u00fcber den goldenen finanziellen Hebel oder Z\u00fcgel, k\u00f6nnte das alles wieder aushebeln und gibt eben weniger Geld, um durchzusetzen, dass es weniger Nachrichten, weniger internationale Berichterstattung gibt. Und das genau deswegen ist die Programmautonomie ein hohes Gut, was auch durch das KEF-Verfahren letztlich mit gesichert wird. <\/p>\n<p>[00:05:49]<br \/>\n<u>Daniel Bouhs<\/u>: <strong>K\u00f6nnen Sie denn nachvollziehen, dass einzelne Politiker wie Markus Kurze in Magdeburg, aber auch Reiner Haseloff hatte ja entsprechende Anmerkungen jetzt die Tage gemacht, dass einzelne Politiker sagen: Na ja, warum landet das denn dann bei den Parlamenten, wenn wir nicht das Recht in Anspruch nehmen k\u00f6nnen, auch Nein zu sagen? Also welche Rolle haben wir da \u00fcberhaupt? <\/strong><\/p>\n<p>[00:06:09]<br \/>\n<u>Prof. Dr. Karola Wille<\/u>: Also ich kann das nachvollziehen, dass die Parlamente sagen, wir sollen uns damit intensiv befassen, wir kriegen das auf unserem Tisch, wir m\u00fcssen das parlamentarisch ja dann auch legitimieren und m\u00fcssen den B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrgern Rede und Antwort stehen k\u00f6nnen. So wie es jetzt geregelt ist, haben es die Landesgesetzgeber ja aber selbst entschieden. Also alle 16 Bundesl\u00e4nder haben in dem Staatsvertrag geregelt, dass das Verfahren so ausgestaltet ist und dass die Parlamente am Ende des Weges die Entscheidung treffen. Es steht den Landesgesetzgebern frei, es anders zu regeln. Und darauf hat das Bundesverfassungsgericht aufmerksam gemacht. Beispielsweise k\u00f6nnte die Beitragsentscheidung auch durch Rechtsverordnung getroffen werden. Es gibt auch andere Gestaltungsm\u00f6glichkeiten. Die m\u00fcssten dann die 16 Bundesl\u00e4nder eben ausgestalten. <\/p>\n<p>[00:06:51]<br \/>\n<u>Daniel Bouhs<\/u>: <strong>Wir unterhalten uns weiterhin mit der Intendantin des Mitteldeutschen Rundfunks, Prof. Dr. Karola Wille, \u00fcber die derzeitige Situation zum Stichwort Rundfunkbeitrag. Frau Wille, Medienrechtler wie Bernd Holznagel von der Universit\u00e4t M\u00fcnster haben uns auch hier im Medienmagazin gesagt, dass die Sender gute Karten h\u00e4tten in Karlsruhe. Es haben ja inzwischen tats\u00e4chlich ARD, ZDF und Deutschlandradio Klage eingereicht, flankiert mit Eilantr\u00e4gen, damit der Beitrag vielleicht schon zum 1. Januar steigt. Man wei\u00df aber ja nie, wie ein Gericht urteilt. Es k\u00f6nnte also doch so sein, dass zum 1. Januar der Beitrag nicht steigt. Die Sender haben aber ihre Budgets entsprechend ausgerichtet und auch die R\u00fccklagen nicht mehr, die einst bei der Umstellung von der Geb\u00fchr auf den Beitrag entstanden waren. Wo strukturell gesehen k\u00f6nnten \u00f6ffentlich-rechtliche Sender kurzfristig sparen?<\/strong> <\/p>\n<p>[00:07:41]<br \/>\n<u>Prof. Dr. Karola Wille<\/u>: Also, wenn die Beitragsh\u00f6he nicht 18,36 Euro zum 1. Januar 2021 w\u00e4re, dann ist ja klar, dann sind wir alle nicht bedarfsgerecht finanziert. \u201eNicht bedarfsgerecht finanziert\u201c hei\u00dft, das bleibt nicht ohne Auswirkungen auch auf das Programm. Und ich habe f\u00fcr den Mitteldeutschen Rundfunk das berechnen lassen, in welcher Gr\u00f6\u00dfenordnung uns dann f\u00fcr die n\u00e4chsten vier Jahre Geld fehlen w\u00fcrde. F\u00fcr uns sind das 165 Millionen Euro, die sozusagen nicht vorhanden w\u00e4ren, um das, was die KEF, als diese Kommission festgestellt hat, was notwendig ist, um den Auftrag zu erf\u00fcllen. Und deswegen ist die Dimension immens. Also das ist f\u00fcr vier Jahre ein Landesfunkhaus finanziert. Ich werde es nicht schlie\u00dfen, aber wo dann generell dann konkrete Entscheidungen getroffen werden, da sind wir in der Gesch\u00e4ftsleitung dabei, uns dazu zu verst\u00e4ndigen. Aber eins ist Fakt: Wir gucken nat\u00fcrlich erst einmal nach Karlsruhe jetzt. <\/p>\n<p>[00:08:34]<br \/>\n<u>J\u00f6rg Wagner<\/u>: <strong>Ja, aber man h\u00f6rt ja schon, dass es Programmk\u00fcrzungen geben soll. Und Ihr Vorg\u00e4nger im Amt, Udo Reiter, hatte 2005, als es um 88 Cent Rundfunkgeb\u00fchren, damals noch Rundfunkgeb\u00fchrenerh\u00f6hung ging, noch eine andere M\u00f6glichkeit ins Spiel gebracht. Medienmagazin 5. Februar 2005:<\/strong><\/p>\n<p>O-Ton: <em>&#8222;Sollte freilich auch diese abgesenkte Erh\u00f6hung scheitern, dann w\u00e4re das f\u00fcr uns &#8211; und das ist jetzt keine rhetorische Figur, sondern Tatsache &#8211; dann w\u00e4re das f\u00fcr uns der Super-GAU. Ich mag mir die Konsequenzen gar nicht ausmalen. Jedenfalls k\u00e4men wir dann &#8211; das kann ich f\u00fcr den mdr erkl\u00e4ren &#8211; um betriebsbedingte K\u00fcndigungen nicht mehr herum \u2026&#8220;<\/em><\/p>\n<p>[00:09:12]<br \/>\n<u>J\u00f6rg Wagner<\/u>: <strong>Ja, auch wenn Sie vielleicht mit einer rechtsstaatlichen Zuversicht ausgestattet sind, Frau Professor Wille und den Worst Case nicht laut denken m\u00f6gen, aber es ist doch bestimmt interessant f\u00fcr die H\u00f6rerschaft, was aktuell hier quasi der Streitwert ist. Sie haben rund 2.000 festangestellte Mitarbeiter beim Mitteldeutschen Rundfunk. Wie viel m\u00fcssten zum Jahresende gehen?<\/strong> <\/p>\n<p>[00:09:32]<br \/>\n<u>Prof. Dr. Karola Wille<\/u>: Ich schaue auch mal zur\u00fcck, weil ich das jetzt in den letzten Tagen getan habe, was eigentlich damals beim Mitteldeutschen Rundfunk passiert ist zwischen 2004 und 2008. Wir haben damals in der Tat, das erwirkte ja f\u00fcr die Zukunft dann die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts und es waren deutlich geringere Erl\u00f6se. Wir hatten f\u00fcr den Mitteldeutschen Rundfunk in diesen vier Jahren dann 100 Millionen Euro aus dem Haushalt weniger zur Verf\u00fcgung. Wir haben damals einen Einstellungsstopp sofort veranlasst. Es gab damals durchaus Streichungen im Sendungsbereich. Es ging damals ein \u201eTatort\u201c verloren. Es sind bestimmte Sendungen nicht mehr in der Zeit gelaufen. Also wir hatten in der Tat weitreichende Konsequenzen, aber betriebsbedingte K\u00fcndigungen gab es nicht. <\/p>\n<p>[00:10:12]<br \/>\n<u>Daniel Bouhs<\/u>: <strong>Bremen und das Saarland unterst\u00fctzen die Klagen der Sender. In einer gemeinsamen Erkl\u00e4rung der beiden Landesregierungen ist davon die Rede. Die Sender k\u00f6nnten die L\u00e4nder in Haftung nehmen, nach dem Motto: Es waren ja die L\u00e4nder, die die Programme und Plattformen beauftragt haben. Und sie m\u00fcssten jetzt auch f\u00fcr die Deckung sorgen. Ist das denn f\u00fcr Sie, Frau Wille, eine Option, sich an die Regierung Ihrer drei L\u00e4nder in dem Fall Sachsen, Th\u00fcringen und nat\u00fcrlich auch Sachsen-Anhalt zu wenden und bildlich gesprochen im Notfall die Hand aufzuhalten? <\/strong><\/p>\n<p>[00:10:41]<br \/>\n<u>Prof. Dr. Karola Wille<\/u>: Also, schwierige Frage. Was zutreffend ist, dass, wenn L\u00e4nder Rundfunkanstalten gr\u00fcnden, dann sind sie die Mutter Gemeinwesen. Und die m\u00fcssen auch daf\u00fcr sorgen, die L\u00e4nder dann, dass sie auftragsgerecht finanziert werden k\u00f6nnen. Kann ich also im Moment f\u00fcr uns noch nicht erkennen. Aber wir werden nat\u00fcrlich die Lage genau sondieren m\u00fcssen in den n\u00e4chsten Tagen und Wochen. <\/p>\n<p>[00:11:03]<br \/>\n<u>Daniel Bouhs<\/u>: <strong>Gibt es denn so was wie fl\u00fcssige Mittel, sag ich jetzt mal? Also k\u00f6nnten Sie, auch wenn das Bundesverfassungsgericht ein paar Monate braucht, um zu urteilen, diese Zeit \u00fcberbr\u00fccken? Oder m\u00fcssten Sie, wenn der Beitrag nicht steigt, zum 1.1. tats\u00e4chlich hart reingehen mit K\u00fcrzungen?<\/strong> <\/p>\n<p>[00:11:18]<br \/>\n<u>Prof. Dr. Karola Wille<\/u>: Also wir haben uns \u00fcberlegt, wenn 165 Millionen: Was hei\u00dft das eigentlich? Und wir gehen davon aus &#8211; wir m\u00fcssten da ernsthaft dr\u00fcber nachdenken &#8211; das w\u00e4re ja f\u00fcr das erste Jahr 20 Millionen, die wir noch zus\u00e4tzlich aus dem Haushalt rausholen m\u00fcssen. Wir sind ja jetzt schon dabei. Der Mitteldeutsche Rundfunk muss f\u00fcr die n\u00e4chsten vier Jahre mit 18,36 Euro 40 Millionen insgesamt einsparen und haben dort auch ein Stufenspar-Szenario schon entwickelt, dass wir St\u00fcck f\u00fcr St\u00fcck realisieren werden. Und deswegen w\u00e4re nat\u00fcrlich \u2026 also es sind Programmentscheidungen, dabei bleibe ich, dann unausweichlich f\u00fcr das, was da, wenn es so k\u00e4me, vor uns liegt. <\/p>\n<p>[00:11:53]<br \/>\n<u>J\u00f6rg Wagner<\/u>: <strong>Parallel muss man sicherlich nachdenken \u00fcber ein zuk\u00fcnftiges Verfahren. Weil ehe das medienpolitisch sich durchsetzen kann, vergehen ja auch wesentlich mehr Jahre, als man immer denkt. Der ARD-Vorsitzende Tom Buhrow hat gerade dem <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/ard-chef-tom-buhrow-wir-haben-verstanden-wir-muessen-uns-erklaeren-a-00000000-0002-0001-0000-000174419288\" rel=\"noopener\" target=\"_blank\">Spiegel<\/a> ein Interview gegeben. Darin hat er gefordert, dass nach den Erfahrungen in Magdeburg k\u00fcnftig nicht mehr alle 16 Landtage sich einig sein m\u00fcssten, wenn es um die Erh\u00f6hung des Rundfunkbeitrags geht. Also weg vom Einstimmigkeitsprinzip, was alle 16 L\u00e4nder wiederum einstimmig entscheiden m\u00fcssten. W\u00fcnschten Sie sich das? Und f\u00fcr wie realistisch halten Sie das?<\/strong> <\/p>\n<p>[00:12:27]<br \/>\n<u>Prof. Dr. Karola Wille<\/u>: Also in der Tat, wenn man das System wechselt &#8211; und ich hatte ja eingangs verschiedene Varianten genannt, dann m\u00fcssten Sie bei dem Systemwechsel erst mal wieder die Zustimmung aller 16 Bundesl\u00e4nder zu diesem Systemwechsel haben. Man kann &#8211; und das ist auch damals in dieser Entscheidung angedeutet worden \u2013 Geb\u00fchren \u2026 also damals hie\u00df es noch Geb\u00fchr, solche Entscheidungen auch mit Mehrheitsentscheidungen erm\u00f6glichen. Also es wirft eine ganze Reihe von Fragen auf und ich finde, der Einheitsbeitrag f\u00fcr alle L\u00e4nder ist auch ein hohes Gut. <\/p>\n<p>[00:12:55]<br \/>\n<u>Daniel Bouhs<\/u>: <strong>Der Hebel der L\u00e4nder ist ja letztlich die Beauftragung der Sender, eben nicht die Finanzausstattung. Die ist ja \u00fcber die KEF dann unabh\u00e4ngig gel\u00f6st. Da k\u00f6nnten die Intendantinnen und Intendanten, also auch Sie, auch Vorschl\u00e4ge machen, wie das k\u00fcnftig aussehen k\u00f6nnte. Vielleicht zeitgem\u00e4\u00dfer. Das hat es ja schon einmal gegeben. \u201eZDF Kultur\u201c und \u201eARD Plus\u201c wurden eingestellt, damit es das junge Angebot \u201eFunk\u201c im Gegenzug kostenneutral geben kann, also ohne den Beitrag daf\u00fcr erh\u00f6hen zu m\u00fcssen. Welche Vorschl\u00e4ge planen Sie denn vielleicht diesmal? Oder wollen Sie das den L\u00e4ndern \u00fcberlassen, die ja eine Arbeitsgruppe eingerichtet haben und 2022 einen neuen Auftrag und eine neue Struktur vorschlagen wollen?<\/strong> <\/p>\n<p>[00:13:34]<br \/>\n<u>Prof. Dr. Karola Wille<\/u>: Tom Buhrow, der ARD-Vorsitzende hat ja in all den Gespr\u00e4chen auch immer wieder gesagt, es g\u00e4be ja eine klare Vorstellung aufseiten der L\u00e4nder, dass man bis zum Jahr 2022 Vorschl\u00e4ge erarbeiten will zum k\u00fcnftigen Auftrag in der digitalen Welt. Und wir haben immer gesagt, wir werden uns daran konstruktiv beteiligen, wenn es um die Rolle im Digitalen f\u00fcr den \u00f6ffentlich-rechtlichen Rundfunk geht. Dazu werden wir in den n\u00e4chsten Wochen, Monaten nat\u00fcrlich in der ARD eine intensive Diskussion f\u00fchren, wie wir uns sehen. Und ich finde, wir brauchen in der Tat eine zeitgem\u00e4\u00dfe Debatte auch mit der Gesellschaft \u00fcber Stellenwert, Funktion in einer Zeit, wo sich die Kommunikation, die Kommunikationsr\u00e4ume, aber auch \u2026 also ver\u00e4ndern und auch Gef\u00e4hrdungen f\u00fcr den Meinungs- und Willensbildungsprozess vorhanden sind, sich st\u00e4rken. Also wir brauchen beispielsweise ja nur da hinzuschauen, was passiert eigentlich in den sozialen Netzwerken? Ich finde, Fake News und Desinformation haben ein demokratiegef\u00e4hrdendes Potenzial. Und was hei\u00dft Gegengewicht des \u00f6ffentlich-rechtlichen Rundfunks durch den \u00f6ffentlich-rechtlichen Rundfunk? Was das Bundesverfassungsgericht in seiner letzten Entscheidung gefordert hat. Wir m\u00fcssen ein Gegengewicht sein. Was hei\u00dft das konkret? Und dar\u00fcber m\u00fcssen wir diskutieren. <\/p>\n<p>[00:14:48]<br \/>\n<u>Daniel Bouhs<\/u>: <strong>Haben Sie eine Idee, einen konkreten Vorschlag?<\/strong> <\/p>\n<p>[00:14:49]<br \/>\n<u>Prof. Dr. Karola Wille<\/u>: Naja, also die Zeit des reinen Sendens ist sicherlich vorbei. Wir m\u00fcssen dar\u00fcber nachdenken, wie wir ein Kommunikationsnetzwerk, das einen Kommunikationsraum sichert, der an gemeinwohlorientierten Zielen ausgerichtet ist, also was hei\u00dft das f\u00fcr die weitere Ver\u00e4nderung des gesamten Verbundes? Und ja was hei\u00dft das f\u00fcr die Zusammenarbeit? Und ich glaube schon, dass die ARD ein Wahnsinnspotenzial hat, tats\u00e4chlich so ein Gegengewicht zu bilden. Auch vernetzt, verlinkt mit ZDF, Deutschlandradio. Also den Gemeinwohl-Kommunikationsgedanken mit dem Netzwerk zu verbinden, lohnt sich tiefer nachzudenken. <\/p>\n<p>[00:15:28]<br \/>\n<u>J\u00f6rg Wagner<\/u>: <strong>Dieser Satz \u201eDie Finanzierung folgt dem Auftrag\u201c \u2026 diesen Satz kann ich schon nicht mehr h\u00f6ren. Der wird jahrelang schon gesprochen. Ich bin also ein bisschen skeptisch, ob da was kommt, weil ja alle Interessen haben, alle Bundesl\u00e4nder. Und das auszutarieren wird schwierig werden.<\/strong> <\/p>\n<p>[00:15:44]<br \/>\n<u>Prof. Dr. Karola Wille<\/u>: Wie haben Sie gerade gesagt: Auftrag und Finanzierung h\u00e4ngen zusammen und Finanzierung folgt Auftrag. Ich finde, wir brauchen diese spannende, also innovative, kr\u00e4ftige Auftragsdiskussionen im Sinne eben dessen, was ich angedeutet habe. Und ich finde mit dem <a href=\"https:\/\/www.zdf.de\/zdfunternehmen\/positionen-102.html\" rel=\"noopener\" target=\"_blank\">\u201eLeipziger Impuls\u201c<\/a>, den wir da mit zahlreichen Kolleginnen und Kollegen aus dem \u00f6ffentlich-rechtlichen Verbund <a href=\"https:\/\/www.mdr.de\/unternehmen\/informationen\/gemeinwohl\/europaeische-public-value-konferenz-102.html\" rel=\"noopener\" target=\"_blank\">ver\u00f6ffentlicht<\/a> haben letzten Jahres, da haben wir schon ein St\u00fcck \u2026 ja gezeigt, was wir diskutieren m\u00fcssen miteinander.<\/p>\n<p>[00:16:11]<br \/>\n<u>J\u00f6rg Wagner<\/u>: <strong>\u2026 meint die Intendantin des Mitteldeutschen Rundfunks, Prof. Dr. Karola Wille. Vielen Dank f\u00fcr das Gespr\u00e4ch.<\/strong> <\/p>\n<p>[00:16:16]<br \/>\n<u>Prof. Dr. Karola Wille<\/u>: Vielen Dank an Sie beide. <\/p>\n<p>[00:16:17]<br \/>\n<u>Daniel Bouhs<\/u>: <strong>Vielen Dank f\u00fcr Ihre Zeit.<\/strong> <\/p>\n<p>[00:16:19]<br \/>\n<u>Prof. Dr. Karola Wille<\/u>: Dankesch\u00f6n.\n<\/p><\/blockquote>\n<p><\/div><\/div>\n<div style=\"height: 10px;\"><\/div>\n<div style=\"height: 30px;\"><\/div>\n<hr \/>\n<div style=\"height: 5px;\"><\/div>\n<p><html><br \/>\n     <head><\/p>\n<style type=\"text\/css\">\n       body {\n                     background: #DADADA;\n       }\n      <\/style>\n<p>     <\/head><br \/>\n     <body><br \/>\n<\/body><br \/>\n    <\/html><br \/>\n<\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>No audio playback capabilities, please download the audio belowDownload Audio: Closed Format: MP3 Wer: * Prof. Dr. Karola Wille, mdr-Intendantin seit 2011 * Daniel Bouhs, Freier Medienjournalist * J\u00f6rg Wagner, Freier Medienjournalist Was: Schaltgespr\u00e4ch zur Rundfunkbeitragsdiskussion Wann: rec.: 11.12.2020, 18:00 Uhr, ver\u00f6ffentlicht in einer 14:32-Fassung am 12.12.2020, 18:09 Uhr im radioeins-Medienmagazin und in einer 5:12-Minuten-Fassung [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_monsterinsights_skip_tracking":false,"footnotes":""},"categories":[17],"tags":[30,47,193,423,1172,50],"class_list":["post-48596","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-aktuell","tag-ard","tag-deutschlandradio","tag-mdr","tag-rundfunkbeitrag","tag-sachsen-anhalt","tag-zdf"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.wwwagner.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/48596","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.wwwagner.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.wwwagner.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.wwwagner.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.wwwagner.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=48596"}],"version-history":[{"count":16,"href":"https:\/\/www.wwwagner.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/48596\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":48626,"href":"https:\/\/www.wwwagner.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/48596\/revisions\/48626"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.wwwagner.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=48596"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.wwwagner.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=48596"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.wwwagner.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=48596"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}