{"id":49232,"date":"2021-02-27T18:45:33","date_gmt":"2021-02-27T16:45:33","guid":{"rendered":"https:\/\/www.wwwagner.tv\/?p=49232"},"modified":"2021-11-02T18:43:56","modified_gmt":"2021-11-02T16:43:56","slug":"stefan-foerster-zur-novellierung-des-rbb-staatsvertrags","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.wwwagner.tv\/?p=49232","title":{"rendered":"Stefan F\u00f6rster zur Novellierung des rbb-Staatsvertrags"},"content":{"rendered":"<p><figure id=\"attachment_49237\" aria-describedby=\"caption-attachment-49237\" style=\"width: 1100px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.wwwagner.tv\/wp-content\/uploads\/20210224_medienausschuss_foerst_stefan_mS_1100x546.jpg\" alt=\"\" width=\"1100\" height=\"546\" class=\"size-full wp-image-49237\" srcset=\"https:\/\/www.wwwagner.tv\/wp-content\/uploads\/20210224_medienausschuss_foerst_stefan_mS_1100x546.jpg 1100w, https:\/\/www.wwwagner.tv\/wp-content\/uploads\/20210224_medienausschuss_foerst_stefan_mS_1100x546-300x149.jpg 300w, https:\/\/www.wwwagner.tv\/wp-content\/uploads\/20210224_medienausschuss_foerst_stefan_mS_1100x546-768x381.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1100px) 100vw, 1100px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-49237\" class=\"wp-caption-text\">Stefan F\u00f6rster | Screenshot: Berliner Abgeordnetenhaus<\/figcaption><\/figure><br \/>\n<span style=\"font-size: 11pt; font-family: tahoma,arial,helvetica,sans-serif;\"><\/p>\n<div style=\"height:10px;\"><\/div>\n<div style=\"height:10px;\"><\/div>\n <audio   controls > <source src=\"http:\/\/www.wwwagner.tv\/audio\/mm20210227_foerster_stefan_128.mp3\" type='audio\/mpeg' \/> <object   type=\"application\/x-shockwave-flash\"  data=\"https:\/\/www.wwwagner.tv\/wp-content\/plugins\/wphtml5player\/inc\/flowplayer.swf\"  width=\"400\"  height=\"30\"> <param name=\"movie\" value='https:\/\/www.wwwagner.tv\/wp-content\/plugins\/wphtml5player\/inc\/flowplayer.swf' \/><param name=\"allowfullscreen\" value='false' \/><param name=\"cachebusting\" value='true' \/><param name=\"bgcolor\" value='#000000' \/><param name=\"flashvars\" value='config={\"plugins\":{\"controls\":{\"height\":30,\"autoHide\":false,\"fullscreen\":false}},\"clip\":{\"autoPlay\":false,\"url\":\"http:\\\/\\\/www.wwwagner.tv\\\/audio\\\/mm20210227_foerster_stefan_128.mp3\"},\"playlist\":[{\"autoPlay\":false,\"url\":\"http:\\\/\\\/www.wwwagner.tv\\\/audio\\\/mm20210227_foerster_stefan_128.mp3\"}],\"play\":{\"opacity\":0}}' \/>  No audio playback capabilities, please download the audio below<br \/><strong>Download Audio:<\/strong> Closed Format: <a href=\"http:\/\/www.wwwagner.tv\/audio\/mm20210227_foerster_stefan_128.mp3\">MP3<\/a> <\/object> <!-- Generated by HTML5 Multimedia Framework (http:\/\/code.google.com\/p\/html5videoplayer) --> <\/audio>  \n<div style=\"height:10px;\"><\/div>\n<p><u>Was<\/u>: Leitungsgespr\u00e4ch zur Novellierung des rbb-Staatsvertrags<br \/>\n<u>Wer<\/u>:<br \/>\n* Stefan F\u00f6rster, FDP, Mitglied des Abgeordnetenhauses seit 27.10.2016, Mitglied im Ausschuss f\u00fcr Europa- und Bundesangelegenheiten, Medien<br \/>\n* <a href=\"https:\/\/daniel-bouhs.de\/\" rel=\"noopener\" target=\"_blank\">Daniel Bouhs<\/a>, Freier Medienjournalist<br \/>\n* J\u00f6rg Wagner, Freier Medienjournalist<br \/>\n<u>Wann<\/u>: Live am <a href=\"https:\/\/www.wwwagner.tv\/?p=49155\" rel=\"noopener\" target=\"_blank\">27.02.2021<\/a>, 18:45 Uhr im radioeins-Medienmagazin (rbb) und in einer 4:32-Fassung im rbb Inforadio am 28.02.2021, 10:44\/17:44 Uhr<\/p>\n<div style=\"height: 10px;\"><\/div>\n<hr \/>\n<div style=\"height:20px;\"><\/div>\n<div id='stb-container-3732' class='stb-container-css stb-custom-container stb-no-caption stb-image-none stb-ltr stb-border stb-side'><aside class='stb-icon'><img src='http:\/\/www.wwwagner.tv\/wp-content\/plugins\/wp-special-textboxes\/themes\/stb-dark\/heart.png'><\/aside><div id='stb-box-3732' class='stb-custom_box stb-box' ><\/p>\n<p>(w\u00f6rtliches Transkript, H\u00f6rverst\u00e4ndnisfehler vorbehalten)<\/p>\n<div style=\"height: 20px;\"><\/div>\n<blockquote>\n<p>[00:00:00]<br \/>\n<u>Daniel Bouhs<\/u>: <strong>In der Leitung begr\u00fc\u00dfen wir jetzt Stefan F\u00f6rster, f\u00fcr die FDP Mitglied im Berliner Abgeordnetenhaus, seit 2016 zudem Mitglied im Ausschuss f\u00fcr Europa- und Bundesangelegenheiten und &#8211; und hier kommen wir ins Spiel &#8211; Medien. Guten Abend.<\/strong> <\/p>\n<p>[00:00:15]<br \/>\n<u>Stefan F\u00f6rster<\/u>: Hallo und guten Abend. <\/p>\n<p>[00:00:16]<br \/>\n<u>J\u00f6rg Wagner<\/u>: <strong>Guten Abend!<\/strong> <\/p>\n<p>[00:00:17]<br \/>\n<u>Daniel Bouhs<\/u>: <strong>Herr F\u00f6rster. Die Politik in Berlin und Brandenburg besch\u00e4ftigt sich mit dem formal staatsfernen aufgesetztem rbb und schreibt einen neuen rbb-Staatsvertrag. Wer ist hier Initiator und wie l\u00e4uft das demokratische Prozedere ab? Warum ist der Entwurf z. B. nicht \u00f6ffentlich oder finden wir ihn nur nicht?<\/strong> <\/p>\n<p>[00:00:34]<br \/>\n<u>Stefan F\u00f6rster<\/u>: Die Staatsvertr\u00e4ge regeln ja die in der Regel die Zusammenarbeit der Bundesl\u00e4nder beim Rundfunk. Nun ist es so, dass wir in Berlin und Brandenburg ja zwei Bundesl\u00e4nder zu ber\u00fccksichtigen haben. Beim NDR, wir haben ja gerade den ehemaligen Intendanten geh\u00f6rt, w\u00e4ren es sogar vier. Und deshalb haben sich die Staatskanzlei in Potsdam und die Senatskanzlei in Berlin darauf verst\u00e4ndigt, einen neuen Rundfunkstaatsvertrag auszuarbeiten. Der alte war acht Jahre alt. In der Regel ist es bei Staatsvertr\u00e4gen gar nicht \u00fcblich, dass die Parlamente vorher sich damit befassen, sondern sie kriegen einen fertigen Entwurf vorgelegt. So ein bisschen nach dem Motto: Vogel friss oder stirb. Und das ist so auch eine Kritik, die ich h\u00e4tte. Transparenz k\u00f6nnte man eher dadurch herstellen, indem man die Entw\u00fcrfe fr\u00fchzeitig auch \u00f6ffentlich diskutiert. Das ist bisher leider nicht der Fall. <\/p>\n<p>[00:01:09]<br \/>\n<u>Daniel Bouhs<\/u>: <strong>Die Anh\u00f6rung dazu immerhin im Medien-Ausschuss, die war \u00f6ffentlich, sogar live gestreamt. Wahrscheinlich auch coronabedingt.<\/strong> <\/p>\n<p>[00:01:16]<br \/>\n<u>J\u00f6rg Wagner<\/u>: J<strong>a. Und besonders aufgefallen sind uns zwei Streitpunkte, die wir mit Ihnen gerne besprechen wollen. Zum einen w\u00fcnscht sich der rbb mehr Flexibilit\u00e4t in der Form, auch der Formate Internet, UKW. H\u00f6ren wir mal die rbb-Intendantin Patricia Schlesinger am 24. Februar 2021 w\u00e4hrend der Anh\u00f6rung vor Ihrem Medienausschuss, Herr F\u00f6rster.<\/strong> <\/p>\n<p>[00:01:36]<br \/>\n<u>Patricia Schlesinger<\/u>: <em>Die Rundfunkgesetze und auch der rbb-Staatsvertrag haben in weiten Teilen und vor allem in Bezug auf den \u00f6ffentlich-rechtlichen Rundfunk noch ein sehr \u00fcberkommenes, man k\u00f6nnte auch sagen ein \u00e4ltliches Medienverst\u00e4ndnis. Der rbb-Staatsvertrag beispielsweise beauftragt uns mit der Veranstaltung von exakt sieben Radios, linear und \u00fcber UKW. Die sind genau benannt. Welche Ausrichtung sie haben, das steht genau im Gesetz. Nach diesem gesetzlichen Auftrag, linear und UKW first, Internet unter ferner liefen, richten sich bei uns &#8211; und nicht nur bei uns im rbb &#8211; sondern bei allen \u00d6ffentlich-Rechtlichen die Finanzierung, die Struktur, der Personalaufwand, mithin alle Ressourcen. Nur leider entspricht diese Reihenfolge nicht mehr der medialen Realit\u00e4t. Als der rbb-Staatsvertrag 2002 geschrieben wurde, gab es noch kein iPhone. Es wurde erst f\u00fcnf Jahre sp\u00e4ter erfunden. Es gab noch kein Facebook, kein Netflix. Das hei\u00dft, Netflix war ein DVD-Verleih in Los Gatos in Kalifornien. <\/em><\/p>\n<p>[00:02:39]<br \/>\n<u>J\u00f6rg Wagner<\/u>: <strong>Ja, man liest aus dem Referentenentwurf oder zumindest aus einem Entwurf heraus, die Journalisten so teilweise doch dann streuen und irgendwie rangekommen sind, dass man bereit w\u00e4re, f\u00fcnf Radioprogramme, au\u00dfer 88,8 und Antenne Brandenburg aus der UKW-Pflicht zu entlassen. Wie ist diese Idee bei Ihnen im Ausschuss aufgenommen worden, Herr F\u00f6rster?<\/strong> <\/p>\n<p>[00:02:58]<br \/>\n<u>Stefan F\u00f6rster<\/u>: Also wir fanden das partei\u00fcbergreifend merkw\u00fcrdig. Ich glaube, auch da muss die Politik am Ende auch das Primat haben, um das zu regeln. Wir m\u00fcssen ja die Interessen der gesamten Bev\u00f6lkerung auch abbilden. Und die Mehrzahl der Menschen h\u00f6rt nun mal noch UKW, vielleicht k\u00fcnftig Digitalradio, DAB+. Aber wir k\u00f6nnen ja nicht davon ausgehen, dass alle Leute sich nur noch k\u00fcnftig um Apps k\u00fcmmern und das Radio digital im Internet h\u00f6ren wollen. Abgesehen davon, wir machen uns damit abh\u00e4ngig von den gro\u00dfen amerikanischen Internetkonzernen. Wir m\u00fcssen \u00fcberall fl\u00e4chendeckend 5G anbieten, kostenfrei. Das wird auch nicht so schnell der Fall sein. Ich glaube, hier stiehlt sich der rbb ein bisschen aus seiner Verantwortung, wenn er fordert und Kosten einsparen will hier, indem man die UKW-Programme bald abschalten kann. <\/p>\n<p>[00:03:34]<br \/>\n<u>J\u00f6rg Wagner<\/u>: <strong>Also ich hab\u2018 das nicht so geh\u00f6rt, dass da Kosten eingespart werden sollen, sondern dass man tats\u00e4chlich Flexibilit\u00e4t hat, weil man bef\u00fcrchtet, dass ehe der n\u00e4chste Staatsvertrag auf die Pipeline gegeben wird, dann wieder acht oder zehn Jahre vergehen und dass man dann aber schneller sein will. Weil, es hei\u00dft ja doch sehr oft &#8211; und dann k\u00f6nnen Sie uns auch wahrscheinlich das best\u00e4tigen &#8211; die Politik ist manchmal oder sehr oft der Realit\u00e4t hinterher.<\/strong> <\/p>\n<p>[00:03:55]<br \/>\n<u>Stefan F\u00f6rster<\/u>: Ja, aber bei den Staatsvertr\u00e4gen ist das ja eigentlich kein Problem. Auch die Medien-Staatsvertr\u00e4ge auf Bundesebene kommen ja mittlerweile in einer hohen Schlagzahl zu uns in die Parlamente. Und wir w\u00e4ren damit, glaube ich, nicht \u00fcberfordert, auch \u00f6fter solche Staatsvertr\u00e4ge zu beraten, wenn denn die entsprechenden W\u00fcnsche signalisiert werden. Also zu sagen, wir m\u00fcssen jetzt acht Jahre warten, ist, glaube ich, Unsinn. Wir k\u00f6nnten auch jedes Jahr oder alle zwei Jahre einen beraten. Das ist, glaube ich, nicht das Thema. <\/p>\n<p>[00:04:15]<br \/>\n<u>Daniel Bouhs<\/u>: <strong>Zweiter Streitpunkt ist der Stellenwert der Filmf\u00f6rderung. Es gibt die Idee, den rbb aus der Pflicht zu entlassen, in seinem Programm f\u00fcr die Ausstrahlung gef\u00f6rderter Projekte eine Lizenzgeb\u00fchr zu bezahlen. Sie vertreten ja als FDP auch ausdr\u00fccklich immer Mittelst\u00e4ndler wie z.B. ja eben Filmproduktionsfirmen. Wie wird das in dieser Szene diskutiert?<\/strong> <\/p>\n<p>[00:04:37]<br \/>\n<u>Stefan F\u00f6rster<\/u>: Das ist ein verheerendes Signal. Man muss ja immer davon ausgehen, dass die Leute, die dort ihre kreative Leistung investieren, in diese entsprechenden Produktionen, am Ende auch davon leben m\u00fcssen. Und wenn es in keiner Weise mehr honoriert wird oder sie quasi das ehrenamtlich zur Verf\u00fcgung stellen sollen f\u00fcr die Ausstrahlung, ist das nat\u00fcrlich auch kein Anreiz, dass k\u00fcnftig solche Produktionen weiter entstehen. Und das schw\u00e4cht doch eher den Produktionsstandort Berlin-Brandenburg. <\/p>\n<p>[00:04:57]<br \/>\n<u>J\u00f6rg Wagner<\/u>: <strong>Ja, aber was kann man jetzt nun tun? Also Sie sitzen jetzt im Medienausschuss mit anderen Kolleginnen und Kollegen, beraten ihn. Und wie geht es jetzt weiter? Also das muss ja dann vielleicht umgeschrieben werden. Da m\u00fcssen Mehrheiten organisiert werden. Es gibt ja noch mehr Streitpunkte. Ob z.B. freie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter durch den Personalrat vertreten werden sollen, wie die Machtverteilung im Rundfunk- und Verwaltungsrat ist usw. Also wie geht das jetzt rein praktisch voran?<\/strong> <\/p>\n<p>[00:05:23]<br \/>\n<u>Stefan F\u00f6rster<\/u>: Also wir haben ja deutlich gemacht, auch im Medienausschuss am Mittwoch, dass wir seitens des Parlaments Nachbesserungsbedarf sehen und zwar \u00fcber Fraktionsgrenzen hinweg. Auch Opposition\/Koalition sind sich da eigentlich ziemlich einig. Und dass wir solche Punkte wie das Thema UKW-Verbreitung versus Internet-Verbreitung, das Thema Filmf\u00f6rderung, das Thema auch Intendantenwahl, das Thema Amtsdauer in den Gremien, aber auch das Thema Freienvertretung versus Verankerung im Personalrat des rbb nochmal diskutieren m\u00fcssen. Und wir haben auch einige Punkte ja mit auf den Weg gegeben, wo wir erwarten, dass der Staatsvertrag entsprechend angepasst wird. Sonst sehe ich es als schwierig an, dass das noch in dieser Legislaturperiode in Berlin verabschiedet werden kann. <\/p>\n<p>[00:05:59]<br \/>\n<u>Daniel Bouhs<\/u>: <strong>Wie ist denn eigentlich Ihr Eindruck? Ich habe ja am Anfang auch erw\u00e4hnt, also nat\u00fcrlich sind die Sender formal staatsfern aufgesetzt, aber wer arbeitet eigentlich zu welchem Zeitpunkt an so einem Referentenentwurf? Ist das eher ein Miteinander aus Verantwortlichen aus den Sendern und den entsprechenden Regierungen in Berlin und Brandenburg? Also wie nehmen Sie das wahr aus Ihrer Position?<\/strong> <\/p>\n<p>[00:06:21]<br \/>\n<u>Stefan F\u00f6rster<\/u>: Also ich nehme es leider so wahr, dass oftmals im stillen K\u00e4mmerlein der Senatskanzlei in Berlin und der Staatskanzlei in Potsdam im jeweiligen Medien-Referat ausget\u00fcftelt wird, danach der rbb zur Stellungnahme aufgefordert wird. Auch die privaten Rundfunksender haben hier eine Stellungnahme abgegeben und erst danach im besten Falle noch vor der Beschlussfassung die entsprechenden Aussch\u00fcsse der beiden Parlamente einbezogen werden. Und deswegen ist das mehr oder weniger eine Ausarbeitung auf Ministerialebene bis jetzt. <\/p>\n<p>[00:06:46]<br \/>\n<u>J\u00f6rg Wagner<\/u>: <strong>Und gibt es da so etwas wie ein eindeutig identifizierbares Kr\u00e4fteparallelogramm? Dass Sie sagen: Also selbst ich als FDP-Mitglied &#8211; also ich meine Sie damit &#8211; werde da nicht durchkommen, werde nicht geh\u00f6rt? Oder haben Sie schon das Gef\u00fchl, dass es ein gemeinsames Bem\u00fchen aller ist?<\/strong> <\/p>\n<p>[00:07:01]<br \/>\n<u>Stefan F\u00f6rster<\/u>: Also wir haben in Berlin die Situation im Berliner Abgeordnetenhaus, das will ich ausdr\u00fccklich sagen, dass gerade auch die Kolleginnen und Kollegen von CDU, SPD, Linken und Gr\u00fcnen auch mit mir als FDP-Mitglied sehr gut zusammenarbeiten und wir uns da in vielen Fragen einig sind und gut abstimmen. Und da hat man ein anderes Gewicht, auch in der entsprechenden Regierung. Und am Ende muss das Parlament ja die Regierung kontrollieren, egal ob man in der Koalition oder in der Opposition ist. Dass wir da doch ein ganz gutes Gegengewicht bilden k\u00f6nnen und auch Punkte setzen k\u00f6nnen, die dann auch aufgegriffen werden. Aber es geht eigentlich nur, wenn sich das Parlament auch weitgehend einig ist. <\/p>\n<p>[00:07:29]<br \/>\n<u>Daniel Bouhs<\/u>: <strong>Und vielleicht von den \u00d6ffentlich-Rechtlichen kurz wegzugehen. Sie haben ja gesagt, die privaten Sender, der Verband VAUNET der Privatsender konnte auch eine Stellungnahme abgeben, war ja auch bei der Anh\u00f6rung dabei und hat darauf hingewiesen, w\u00e4hrend \u00f6ffentlich-rechtliche Sender mit den kontinuierlich auch flie\u00dfenden Rundfunkbeitr\u00e4gen weiter plakatieren konnten, konnten das die Privaten nicht, die ja massive Werbeeinbr\u00fcche hatten. Vor allen in der ersten Phase der Corona-Zeit im vergangenen Fr\u00fchjahr und Sommer.<\/strong> <\/p>\n<p>[00:07:56]<br \/>\n<u>J\u00f6rg Wagner<\/u>: <strong>Mit der Einschr\u00e4nkung, dass der rbb 50 Prozent nur plakatiert hat, wenn ich das richtig verstanden habe. Aber die Privaten eben gar nicht, die haben v\u00f6llig darauf verzichtet. <\/strong><\/p>\n<p>[00:08:02]<br \/>\n<u>Daniel Bouhs<\/u>: <strong>Das war zumindest die Aussage.<\/strong> <\/p>\n<p>[00:08:04]<br \/>\n<u>J\u00f6rg Wagner<\/u>: <strong>Genau.<\/strong> <\/p>\n<p>[00:08:04]<br \/>\n<u>Daniel Bouhs<\/u>: <strong>Wie sieht es denn aus Ihrer Perspektive mit der F\u00f6rderung oder mit Hilfen f\u00fcr private Sender hier in der Region aus?<\/strong> <\/p>\n<p>[00:08:11]<br \/>\n<u>Stefan F\u00f6rster<\/u>: Es ist nat\u00fcrlich so, dass die Corona-Krise auch die privaten Radiosender massiv beeintr\u00e4chtigt hat. Es gibt das Bundesprogramm Neustart Kultur, was auch entsprechende Hilfen ausgereicht hat. Das war aber eine einmalige Zahlung f\u00fcr das Jahr 2020, wo die entsprechenden Werbeverluste nachgewiesen werden mussten. Und ansonsten sehe ich eher die Gefahr darin, dass auch in dem jetzigen Entwurf des neuen Medien-Staatsvertrages keine Obergrenzen f\u00fcr die rbb-Werbung eingezogen sind. Es gibt ja beim NDR z.B. die Regelung, ein Programm, das ist in dem Fall NDR 2 darf am Tag 60 Minuten Werbung ausstrahlen. Das finde ich auch in Ordnung. So eine analoge Regelung w\u00fcrde ich mir f\u00fcr den rbb w\u00fcnschen und dann w\u00e4re auch das Wettbewerbsverh\u00e4ltnis zu dem privaten Rundfunkanbietern besser geregelt. <\/p>\n<p>[00:08:47]<br \/>\n<u>J\u00f6rg Wagner<\/u>: <strong>Urspr\u00fcnglich war ja mal &#8211; wenn ich Sie daran erinnern darf und alle und uns doch mal vielleicht die Diskussion wieder befeuern &#8211; mit der Einf\u00fchrung des Rundfunkbeitrags der Erfinder, das war der Professor aus Heidelberg, Professor Kirchhoff, der sagte, er m\u00f6chte ganz gerne, dass \u00fcberhaupt der \u00f6ffentlich-rechtliche Rundfunk werbefrei sein soll, damit also die Beitragsbezahl-Legitimit\u00e4t, sag ich das mal jetzt so, steigen soll. Und dass es auch einen ganz klaren Unterschied gibt, weil Werbung ja auch eine \u00c4sthetik mit bef\u00f6rdert, die im Programmumfeld ja wieder aufgegriffen wird und so weiter und sofort. Wird das diskutiert oder ist das grunds\u00e4tzlich weg?<\/strong> <\/p>\n<p>[00:09:25]<br \/>\n<u>Stefan F\u00f6rster<\/u>: Nein, das ist immer noch in der Diskussion. Ich finde es auch prinzipiell vom Ansatz her begr\u00fc\u00dfenswert. Aber die pragmatische Regelung der privaten Radio- und Fernsehsender, die sagen, damit die Gattung Radio auch im Media-Mix noch ihre Bedeutung hat und die Gattung Fernsehen und nicht alles ins Internet abdriftet, muss man ja auch eine gewisse Reichweite in der Fl\u00e4che auch darstellen k\u00f6nnen. Und das finde &#8230; deswegen finde ich das als Kompromiss ganz vern\u00fcnftig zu sagen, wir beschr\u00e4nkten das und schreiben das gesetzlich fest als ersten Schritt. Als langfristige Ma\u00dfnahme ist, glaube ich, auch das Alleinstellungsmerkmal als \u00f6ffentlich-rechtlichen Rundfunks schon seine Werbefreiheit. Gerade auch sind das ja hochqualitative Angebote, die dann auch entsprechend besser und ohne Unterbrechung ausgestrahlt werden k\u00f6nnen. <\/p>\n<p>[00:09:57]<br \/>\n<u>J\u00f6rg Wagner<\/u>: <strong>Wir haben jetzt gerade keine Werbung. Das ist auch mal ganz interessant. Normalerweise haben wir ja wenigstens ein, zwei Clips kurz vor 19 Uhr, Stefan F\u00f6rster. Deswegen haben wir Sie so lange ausreden lassen.<\/strong> <\/p>\n<p>[00:10:06]<br \/>\n<u>Stefan F\u00f6rster<\/u>: Vielen Dank. <\/p>\n<p>[00:10:06]<br \/>\n<u>J\u00f6rg Wagner<\/u>: <strong>Stefan F\u00f6rster ist Mitglied des Abgeordnetenhauses f\u00fcr die FDP seit Oktober, seit 27. Oktober 2016 und Mitglied im Ausschuss f\u00fcr Europa- und Bundesangelegenheiten, Medien. Und wir sprachen \u00fcber die Novellierung des rbb-Staatsvertrages.<\/strong> <\/p>\n<p>[00:10:22]<br \/>\n<u>Daniel Bouhs<\/u>: <strong>Danke f\u00fcr Ihre Zeit.<\/strong> <\/p>\n<p>[00:10:24]<br \/>\n<u>Stefan F\u00f6rster<\/u>: Danke f\u00fcr das Gespr\u00e4ch. <\/p>\n<p>[00:10:24]<br \/>\n<u>J\u00f6rg Wagner<\/u>: <strong>Sch\u00f6nen Abend.<\/strong><\/p>\n<p>[00:10:25]<br \/>\n<u>Stefan F\u00f6rster<\/u>: Ebenso. Danke sch\u00f6n.<\/p>\n<div style=\"height:20px;\"><\/div>\n<\/blockquote>\n<p><\/div><\/div>\n<div style=\"height: 10px;\"><\/div>\n<div style=\"height: 10px;\"><\/div>\n<hr \/>\n<div style=\"height: 5px;\"><\/div>\n<p><html><br \/>\n     <head><\/p>\n<style type=\"text\/css\">\n       body {\n                     background: #DADADA;\n       }\n      <\/style>\n<p>     <\/head><br \/>\n     <body><br \/>\n<\/body><br \/>\n    <\/html><br \/>\n<script src=\"https:\/\/apis.google.com\/js\/plusone.js\" type=\"text\/javascript\">\/\/ < ![CDATA[ {lang: 'de'} \/\/ ]]><\/script><br \/>\n<script src=\"http:\/\/twittercounter.com\/embed\/?username=medienmagazin&amp;style=avatar\" type=\"text\/javascript\"><\/script><\/p>\n<p><noscript><a href=\"http:\/\/twittercounter.com\/medienmagazin\">medienmagazin on Twitter Counter<\/a><\/noscript><\/p>\n<p><\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>No audio playback capabilities, please download the audio belowDownload Audio: Closed Format: MP3 Was: Leitungsgespr\u00e4ch zur Novellierung des rbb-Staatsvertrags Wer: * Stefan F\u00f6rster, FDP, Mitglied des Abgeordnetenhauses seit 27.10.2016, Mitglied im Ausschuss f\u00fcr Europa- und Bundesangelegenheiten, Medien * Daniel Bouhs, Freier Medienjournalist * J\u00f6rg Wagner, Freier Medienjournalist Wann: Live am 27.02.2021, 18:45 Uhr im radioeins-Medienmagazin [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_monsterinsights_skip_tracking":false,"_monsterinsights_sitenote_active":false,"_monsterinsights_sitenote_note":"","_monsterinsights_sitenote_category":0,"footnotes":""},"categories":[17],"tags":[88,1254,84],"class_list":["post-49232","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-aktuell","tag-rbb","tag-staatsvertrag","tag-ukw"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.wwwagner.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/49232","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.wwwagner.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.wwwagner.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.wwwagner.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.wwwagner.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=49232"}],"version-history":[{"count":12,"href":"https:\/\/www.wwwagner.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/49232\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":50802,"href":"https:\/\/www.wwwagner.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/49232\/revisions\/50802"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.wwwagner.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=49232"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.wwwagner.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=49232"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.wwwagner.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=49232"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}