{"id":49937,"date":"2021-07-02T08:20:13","date_gmt":"2021-07-02T06:20:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.wwwagner.tv\/?p=49937"},"modified":"2021-07-23T17:55:05","modified_gmt":"2021-07-23T15:55:05","slug":"prof-dobusch-ueber-den-zdf-fernsehrat","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.wwwagner.tv\/?p=49937","title":{"rendered":"Prof. Dobusch zur Farbenlogik im ZDF-Fernsehrat"},"content":{"rendered":"<p><figure id=\"attachment_49941\" aria-describedby=\"caption-attachment-49941\" style=\"width: 1100px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.wwwagner.tv\/wp-content\/uploads\/20210702_DSC6046_dobusch_leonhard_mS_1100\u200a\u00d7\u200a618.jpg\" alt=\"\" width=\"1100\" height=\"618\" class=\"size-full wp-image-49941\" srcset=\"https:\/\/www.wwwagner.tv\/wp-content\/uploads\/20210702_DSC6046_dobusch_leonhard_mS_1100\u200a\u00d7\u200a618.jpg 1100w, https:\/\/www.wwwagner.tv\/wp-content\/uploads\/20210702_DSC6046_dobusch_leonhard_mS_1100\u200a\u00d7\u200a618-300x169.jpg 300w, https:\/\/www.wwwagner.tv\/wp-content\/uploads\/20210702_DSC6046_dobusch_leonhard_mS_1100\u200a\u00d7\u200a618-768x431.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1100px) 100vw, 1100px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-49941\" class=\"wp-caption-text\">Leonhard Dobusch | Foto: \u00a9 J\u00f6rg Wagner<\/figcaption><\/figure><br \/>\n<span style=\"font-size: 11pt; font-family: tahoma,arial,helvetica,sans-serif;\"><\/p>\n<div style=\"height: 20px;\"><\/div>\n<div style=\"height:30px;\"><\/div>\n <audio   controls > <source src=\"http:\/\/www.wwwagner.tv\/audio\/20210702_dobusch_leonhard_192.mp3\" type='audio\/mpeg' \/> <object   type=\"application\/x-shockwave-flash\"  data=\"https:\/\/www.wwwagner.tv\/wp-content\/plugins\/wphtml5player\/inc\/flowplayer.swf\"  width=\"400\"  height=\"30\"> <param name=\"movie\" value='https:\/\/www.wwwagner.tv\/wp-content\/plugins\/wphtml5player\/inc\/flowplayer.swf' \/><param name=\"allowfullscreen\" value='false' \/><param name=\"cachebusting\" value='true' \/><param name=\"bgcolor\" value='#000000' \/><param name=\"flashvars\" value='config={\"plugins\":{\"controls\":{\"height\":30,\"autoHide\":false,\"fullscreen\":false}},\"clip\":{\"autoPlay\":false,\"url\":\"http:\\\/\\\/www.wwwagner.tv\\\/audio\\\/20210702_dobusch_leonhard_192.mp3\"},\"playlist\":[{\"autoPlay\":false,\"url\":\"http:\\\/\\\/www.wwwagner.tv\\\/audio\\\/20210702_dobusch_leonhard_192.mp3\"}],\"play\":{\"opacity\":0}}' \/>  No audio playback capabilities, please download the audio below<br \/><strong>Download Audio:<\/strong> Closed Format: <a href=\"http:\/\/www.wwwagner.tv\/audio\/20210702_dobusch_leonhard_192.mp3\">MP3<\/a> <\/object> <!-- Generated by HTML5 Multimedia Framework (http:\/\/code.google.com\/p\/html5videoplayer) --> <\/audio>  \n<div style=\"height:10px;\"><\/div>\n<p><span style=\"font-size: 11pt; font-family: tahoma,arial,helvetica,sans-serif;\"><br \/>\n<u>Was<\/u>: Interview \u00fcber die Struktur und Freundeskreis-Logik des ZDF-Fernsehrates<br \/>\n<u>Wer<\/u>:<br \/>\n* Prof. Dr. Leonhard Dobusch, Uni Innsbruck, ZDF-Fernsehratsmitglied (roter Freundeskreis)<br \/>\n* Daniel Bouhs, Freier Medienjournalist<br \/>\n* J\u00f6rg Wagner, Freier Medienjournalist<br \/>\n<u>Wo<\/u>: Rheingoldhalle, Mainz<br \/>\n<u>Wann<\/u>: rec.: 02.07.2021, 08:20 Uhr; ver\u00f6ffentlicht in einer 8:37-Fassung am <a href=\"https:\/\/www.wwwagner.tv\/?p=49909\" rel=\"noopener\" target=\"_blank\">03.07.2021<\/a>, 18:10 Uhr im radioeins-Medienmagazin (rbb) und in einer Kurz-Fassung im rbb Inforadio am 04.07.2021, 10:43\/17:43 Uhr<\/p>\n<div style=\"height: 10px;\"><\/div>\n<p><span style=\"font-size: 11pt; font-family: tahoma,arial,helvetica,sans-serif;\"><br \/>\n<div id='stb-container-4314' class='stb-container-css stb-custom-container stb-no-caption stb-image-none stb-ltr stb-border stb-side'><aside class='stb-icon'><img src='http:\/\/www.wwwagner.tv\/wp-content\/plugins\/wp-special-textboxes\/themes\/stb-dark\/heart.png'><\/aside><div id='stb-box-4314' class='stb-custom_box stb-box' ><\/p>\n<p>(w\u00f6rtliches Transkript, H\u00f6rverst\u00e4ndnisfehler vorbehalten)<\/p>\n<div style=\"height: 20px;\"><\/div>\n<blockquote><p>\n<strong>Prof. Dr. Leonhard Dobusch<\/strong> [00:00:00] Mein Name ist Leonhard Dobusch. Ich bin Professor f\u00fcr Betriebswirtschaftslehre an der Universit\u00e4t Innsbruck und seit 2016 f\u00fcr das Internet Mitglied im <a href=\"https:\/\/www.zdf.de\/zdfunternehmen\/zdf-fernsehrat-mitglieder-100.html\" rel=\"noopener\" target=\"_blank\">ZDF-Fernsehrat<\/a>. <\/p>\n<p><strong>Daniel Bouhs<\/strong> [00:00:10] <strong>Leonhard Dobusch, bekannt auch unter anderem als Fernsehrats-Transparent-<a href=\"https:\/\/netzpolitik.org\/author\/leonido\/\" rel=\"noopener\" target=\"_blank\">Blogger<\/a> bei netzpolitik.org und uns interessiert nat\u00fcrlich auch die Politisierung, die es immer rund um diese Wahlen bei Gremien des \u00f6ffentlich-rechtlichen Rundfunks gibt. Es teilt sich ja die Mitglieder des Fernsehrats &#8211; 60 St\u00fcck sind&#8217;s &#8211; teilen sich ja auf, auf einen roten und einen schwarzen Freundeskreis. Und Sie ordnen sich, wenn wir das richtig verstanden haben, dem roten Freundeskreis zu. K\u00f6nnen Sie uns netterweise einmal erkl\u00e4ren, warum der rote Freundeskreis und warum \u00fcberhaupt diese Freundeskreise? Wie funktioniert die Logik?<\/strong> <\/p>\n<p><strong>Prof. Dr. Leonhard Dobusch<\/strong> [00:00:42] Prinzipiell ist es so: Wer neu in den Fernsehrat kommt, erh\u00e4lt eine Einladung zu zwei Vor-Beratungen. Die hei\u00dfen nicht rot oder schwarz, sondern die sind benannt nach der Person, die diese Vorberatungen einl\u00e4dt. Das ist der ehemalige Verteidigungsminister Jung auf der einen Seite CDU und auf der anderen Seite der ver.di-Vorsitzende Frank Werneke, die jeweils einen Freundeskreis moderieren, sagen wir das so. Und diese Freundeskreise dienen der Vorberatung der Sitzungen. Und da werden die einzelnen Tagesordnungspunkte durchbesprochen und es wird dort diskutiert. Es werden Fragen gestellt. Das ist eigentlich ein bisschen \u00e4hnlich wie auch in einer Fraktion, in einem Parlament. Allerdings, und das m\u00f6chte ich schon betonen, ist es nicht so stark parteipolitisch. Nat\u00fcrlich sind auch Rundfunkgremien politisch, weil Gesellschaftspolitik nat\u00fcrlich eine Rolle spielt. Wir repr\u00e4sentieren gesellschaftliche Gruppen.<\/p>\n<p><strong>Daniel Bouhs<\/strong> [00:01:28] <strong>Es sitzen ja auch Politikerinnen und Politiker in diesen Freundeskreisen. Also Jung hatten wir schon, CDU. Es gibt die ehemalige Bildungsministerin z. B. im CDU-Kreis. Heike Raab, die Leiterin der Staatskanzlei Rheinland-Pfalz, also ganz klar rot, im roten Freundeskreis. Also Politikerinnen und Politiker teilen sich schon auf?<\/strong><\/p>\n<p><strong>Prof. Dr. Leonhard Dobusch<\/strong> [00:01:47] Es ist aber auch so, dass z. B. der gr\u00fcne Gesundheitsminister aus Hessen im Fernsehrat sitzt. Und der ist Teil des schwarzen Freundeskreises, weil er Teil einer schwarz-gr\u00fcnen Landesregierung ist. Also so eindeutig ist diese weltanschauliche Zuordnung im Fernsehrat nicht. Und auch es gibt in den Parlamenten viel mehr Parteien als nur zwei. Also man sieht schon, dass es da eher um eine grobe weltanschauliche Zuordnung geht, die dann im Einzelfall auch mehr oder weniger stark ausgepr\u00e4gt ist.<\/p>\n<p><strong>J\u00f6rg Wagner<\/strong> [00:02:12] <strong>Nun gibt es in anderen Aufsichtsgremien des \u00f6ffentlich-rechtlichen Rundfunks auch so etwas wie die Grauen. Warum haben die sich jetzt nicht vielleicht zu einem Extra-Freundeskreis formiert? Ist das sinnvoll aus Ihrer Erfahrung, da auch denen eine Chance zu geben, sich abzustimmen? Quasi.<\/strong><\/p>\n<p><strong>Prof. Dr. Leonhard Dobusch<\/strong> [00:02:29] Ich habe sehr lange und sehr viel mit Kollegen z. B. vom WDR-Rundfunkrat mich auch genau dar\u00fcber unterhalten, weil ich selbst sich als Vertreter einer gesellschaftlichen Gruppe ein Kandidat f\u00fcr so einen grauen Freundeskreis w\u00e4re. Allerdings war das auch nicht nur ermutigend, was man da h\u00f6rt. Also zum Beispiel gibt es in diesen grauen Freundeskreisen dann wieder rote Graue und schwarze Graue. Der Zusammenhalt ist da teilweise doch noch schlechter. Was dann wiederum nachteilig ist, wenn es darum geht, irgendwelche Abstimmungsverhalten abzustimmen. Aber ganz allgemein sage ich, w\u00e4re es, glaube ich, schon von Vorteil, wenn es nicht so klar nach parteipolitischer Zuordnung zuginge, sondern wenn man hier offen von Fraktionen und nicht von Freundeskreisen sprechen w\u00fcrde. Es daf\u00fcr auch eine Gesch\u00e4ftsordnung g\u00e4be und die sich dann eben anders schneidet als z. B. in den Parlamenten.  <\/p>\n<p><strong>J\u00f6rg Wagner<\/strong> [00:03:13] <strong>W\u00e4re nicht die goldene L\u00f6sung, wenn jeder sozusagen wie so ein Abgeordneter frei w\u00e4re in der Wahl und sich auch selbst mit Informationen versorgen m\u00fcsste?<\/strong><\/p>\n<p><strong>Prof. Dr. Leonhard Dobusch<\/strong> [00:03:21] Als jemand, der auch in seiner wissenschaftlichen Arbeit zu Transparenz und offenen Organisationsformen forscht, m\u00f6chte ich davor warnen, zu glauben, dass man, indem man solche Abstimmungsrunden abschafft, mehr Transparenz schafft. Ich kann selbst auch berichten: Diese Freundeskreise wirken von au\u00dfen vielleicht etwas heimlichtuerisch. Aber nach innen sind sie eigentlich ein Transparenzinstrument. W\u00fcrde man die heute abschaffen, dann g\u00e4be es noch undurchschaubare Absprachen, weil zu glauben, dass in einem 60-k\u00f6pfigen quasi parlamentarischen Gremium keine Vorabsprachen stattfinden, das w\u00e4re wirklich naiv.<\/p>\n<p><strong>J\u00f6rg Wagner<\/strong> [00:03:52] <strong>Man h\u00f6rt es an Ihrem Dialekt, Sie kommen aus \u00d6sterreich, sind als Ausl\u00e4nder sozusagen hier berechtigt &#8230;<\/strong> <\/p>\n<p><strong>Daniel Bouhs<\/strong> [00:03:59] <strong>Eingeflogen.<\/strong> <\/p>\n<p><strong>J\u00f6rg Wagner<\/strong> [00:04:00] <strong>&#8230; eingeflogen. Aber EU-B\u00fcrger nat\u00fcrlich, aber haben den super Vergleich zum ORF, wo jetzt auch der Stiftungsrat wahrscheinlich genauso nachdenkt dar\u00fcber, wer Alexander Wrabetz folgen darf als ORF-Generaldirektor. Nennen Sie bitte drei Unterschiede zum ZDF und ORF!<\/strong> <\/p>\n<p><strong>Prof. Dr. Leonhard Dobusch<\/strong> [00:04:18] Bei der Wahl zwischen Generaldirektor und Intendant der erste und manchmal noch fast wichtigste Unterschied ist: Die Wahl des ZDF-Intendanten wird geheim stattfinden. Das hei\u00dft, jeder und jedes Mitglied des Fernsehrats hat wirklich eine Gewissensentscheidung zu treffen, die beste Person auszuw\u00e4hlen. Beim ORF ist es so: Die Wahl findet offen statt. Und obwohl dort keine Parteipolitiker im Stiftungsrat sind, macht das quasi eigentlich dann die M\u00f6glichkeit, parteipolitischen Druck auszu\u00fcben, noch viel st\u00e4rker. Der zweite Unterschied ist, dass der Stiftungsrat nur halb so gro\u00df ist und dass die \u2026 ein viel gr\u00f6\u00dferer Anteil des Stiftungsrats unmittelbar von der Regierung bestimmt ist. Im ORF ist es echt so, dass nach einer Nationalratswahl, so also in \u00d6sterreich das Parlament, wenn das neu gew\u00e4hlt wird, wenn sich dort die Mehrheiten \u00e4ndern, \u00e4ndert sich auch die Mehrheit im Stiftungsrat. Das ist im ZDF-Fernsehrat \u00fcberhaupt nicht so. Bei der Bundestagswahl, egal wie die ausgeht, wird sich der Fernsehrat \u00fcberhaupt nicht \u00e4ndern. Und das finde ich auch sehr gut so. Der dritte Unterschied ist, dass es in Deutschland eben ein h\u00f6chstrichterliches Urteil gegeben hat, 2014, das die Staatsferne der Aufsichtsgremien betont hat. Das ist der Grund, warum ich hier stehe, weil ein Vertreter z. B. f\u00fcr das Internet erst im Nachgang eingef\u00fchrt wurde. Und ich w\u00fcrde sagen, in all diesen drei Punkten kann man sehen, dass ich der Meinung bin, dass die Staatsferne und damit auch die Glaubw\u00fcrdigkeit der \u00d6ffentlich-Rechtlichen in Deutschland eigentlich ein St\u00fcck besser abgesichert ist als in \u00d6sterreich.<\/p>\n<p><strong>Daniel Bouhs<\/strong> [00:05:36] <strong>Jetzt stehen wir vor der Wahl, der Nachfolge von ZDF-Intendant Thomas Bellut. Zwei Kandidat:innen, sage ich jetzt auch mal, sind im Rennen. Das eine ist Norbert Himmler. Das ist der Programmdirektor des ZDF, also mit einem gewissen Heimvorteil, sicher. Und das andere ist Tina Hassel, die Leiterin des ARD- Hauptstadtstudios, selbst vom Westdeutschen Rundfunk kommend. Himmler ist der Kandidat, hei\u00dft es, der Schwarzen und Hassel die Kandidatin der Roten. Es gab ja gestern vorbereitende Sitzungen der beiden Freundeskreise, bei denen sich beide auch vorgestellt haben. Sind das tats\u00e4chlich Kandidatin und Kandidaten der jeweiligen Lager? Sage ich jetzt mal. Und wie haben die sich Ihnen pr\u00e4sentiert?<\/strong><\/p>\n<p><strong>Prof. Dr. Leonhard Dobusch<\/strong> [00:06:20] Also das ist wirklich eigentlich mein Eindruck, dass es hier gar nicht so stark um die politische Verortung geht. Ich w\u00fcrde auch sagen, ich selbst k\u00f6nnte von au\u00dfen jetzt betrachtet gar keinen so gro\u00dfen weltanschaulichen Unterschied zwischen den beiden Kandidatinnen und Kandidaten hier festmachen. Was allerdings sehr unterschiedlich ist, ist das Kompetenzprofil der beiden Kandidat:innen. Norbert Himmler, als Programmdirektor hier im ZDF verankert, hat bereits auch Erfahrung im Management einer gro\u00dfen Organisationseinheit im ZDF. Andererseits Tina Hassel als Leiterin des ARD-Hauptstadtstudios ein ganz klar journalistisches Profil. Und genau diese Unterschiede haben sie auch in ihren Pr\u00e4sentationen versucht, herauszuarbeiten. Tina Hassel hat das journalistische, ihre journalistische Arbeit, ihren Hintergrund im Journalismus betont und auch das als Antwort auch auf die Herausforderungen \u00f6ffentlich-rechtlicher Medien im digitalen Zeitalter betont.<\/p>\n<p><strong>Daniel Bouhs<\/strong> [00:07:10] <strong>Wie sieht ihre Antwort aus?<\/strong> <\/p>\n<p><strong>Prof. Dr. Leonhard Dobusch<\/strong> [00:07:12] Also die Antwort von Tina Hassel, die sie gegeben hat und die sie wahrscheinlich heute auch noch einmal pr\u00e4sentieren wird, war ganz noch verst\u00e4rkt auf Qualit\u00e4tsjournalismus zu setzen. Und die Rede war quasi die verschiedenen Lagerfeuer, die im Netz lodern, wo \u2026 vor denen sich Menschen versammeln, zusammenzubringen und hier Br\u00fccken zu bauen. Wie das dann im konkreten Einzelfall aussehen wird, das, glaube ich, wei\u00df ich ja auch selbst noch nicht ganz genau.  <\/p>\n<p><strong>Daniel Bouhs<\/strong> [00:07:39] <strong>Und Himmler war es nicht wichtig?<\/strong> <\/p>\n<p><strong>Prof. Dr. Leonhard Dobusch<\/strong> [00:07:41] Himmler hat genauso wie Tina Hassel sehr stark die Bedeutung, die die \u00f6ffentlich-rechtlichen Medien f\u00fcr den Zusammenhalt haben, betont. Und hat aber st\u00e4rker auch betont, welch\u2018 \u2026 wie das Gesamtprogramm, wie auch dieser Zusammenhalt, der gesellschaftliche Zusammenhalt auch im Bereich von Unterhaltung eben in seiner Dom\u00e4ne forciert werden kann. Das hei\u00dft nat\u00fcrlich nicht, dass er sich quasi die journalistischen Zielsetzungen von \u00f6ffentlich-rechtlichen hier nicht zugeordnet h\u00e4tte.<\/p>\n<p><strong>J\u00f6rg Wagner<\/strong> [00:08:05] <strong>Hat eine Rolle gespielt, dass das ZDF noch nie eine Intendant-in hatte?<\/strong> <\/p>\n<p><strong>Prof. Dr. Leonhard Dobusch<\/strong> [00:08:11] Die Frage des Geschlechts der Bewerber:innen hat in den Befragungen, in den Vorstellungen keine Rolle gespielt. Aber sie war nat\u00fcrlich jedem pr\u00e4sent. <\/p>\n<p><strong>Daniel Bouhs<\/strong> [00:08:20] <strong>Wie ist denn Ihre Prognose? Ist z. B. \u201eIhr\u201c in Anf\u00fchrungszeichen Freundeskreis, der Rote jetzt, steht geschlossen also hinter Tina Hassel, weil das ja die Kandidatin ist, die aus diesem Kreis auch nominiert wurde. Also wird das eine knappe Kiste werden? Oder ist Himmler als sozusagen der Nachfolger von Thomas Bellut etabliert im ZDF gesetzt?<\/strong><\/p>\n<p><strong>Prof. Dr. Leonhard Dobusch<\/strong> [00:08:42] Also ich kann nur auch hier vor allem f\u00fcr mich sprechen. Ich wusste, wie ich hierher gefahren bin nach Mainz, noch nicht, wen ich w\u00e4hlen werde. Und ich habe auf jeden Fall gesagt, ich schaue mir an, wie sich die beiden Kandidat:innen hier pr\u00e4sentieren. Und ich wei\u00df auch von anderen Kolleg:innen im Fernsehrat, die im gesellschaftlichen Gruppen zugeordnet sind, dass sie das nicht sicher wissen. Und da muss man einfach sagen, selbst wenn nur eine Minderheit von so 15, 20 Personen von den 60 Mitgliedern nicht wei\u00df, wen sie w\u00e4hlen, reicht das bei weitem aus, um entweder f\u00fcr eine Entscheidung im ersten Wahlgang zu sorgen oder einen zweiten oder dritten Wahlgang herbeizuf\u00fchren.<\/p>\n<p><strong>Daniel Bouhs<\/strong> [00:09:15] <strong>Wenn es heute eine Entscheidung gibt, wer macht das Rennen?<\/strong> <\/p>\n<p><strong>Prof. Dr. Leonhard Dobusch<\/strong> [00:09:19] Meine Prognose w\u00e4re, dass heute <a href=\"https:\/\/www.wwwagner.tv\/?p=49900\" rel=\"noopener\" target=\"_blank\">Norbert Himmler<\/a> gew\u00e4hlt wird. <\/p>\n<div style=\"height:20px;\"><\/div>\n<\/blockquote>\n<p><\/div><\/div><\/p>\n<hr \/>\n<div style=\"height: 5px;\"><\/div>\n<p><html><br \/>\n     <head><\/p>\n<style type=\"text\/css\">\n       body {\n                     background: #DADADA;\n       }\n      <\/style>\n<p>     <\/head><br \/>\n     <body><br \/>\n<\/body><br \/>\n    <\/html><br \/>\n<script src=\"https:\/\/apis.google.com\/js\/plusone.js\" type=\"text\/javascript\">\/\/ < ![CDATA[ {lang: 'de'} \/\/ ]]><\/script><br \/>\n<script src=\"http:\/\/twittercounter.com\/embed\/?username=medienmagazin&amp;style=avatar\" type=\"text\/javascript\"><\/script><\/p>\n<p><noscript><a href=\"http:\/\/twittercounter.com\/medienmagazin\">medienmagazin on Twitter Counter<\/a><\/noscript><\/p>\n<p><\/span><\/span><\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>No audio playback capabilities, please download the audio belowDownload Audio: Closed Format: MP3 Was: Interview \u00fcber die Struktur und Freundeskreis-Logik des ZDF-Fernsehrates Wer: * Prof. Dr. Leonhard Dobusch, Uni Innsbruck, ZDF-Fernsehratsmitglied (roter Freundeskreis) * Daniel Bouhs, Freier Medienjournalist * J\u00f6rg Wagner, Freier Medienjournalist Wo: Rheingoldhalle, Mainz Wann: rec.: 02.07.2021, 08:20 Uhr; ver\u00f6ffentlicht in einer 8:37-Fassung [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_monsterinsights_skip_tracking":false,"_monsterinsights_sitenote_active":false,"_monsterinsights_sitenote_note":"","_monsterinsights_sitenote_category":0,"footnotes":""},"categories":[17],"tags":[517,50],"class_list":["post-49937","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-aktuell","tag-fernsehrat","tag-zdf"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.wwwagner.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/49937","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.wwwagner.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.wwwagner.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.wwwagner.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.wwwagner.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=49937"}],"version-history":[{"count":16,"href":"https:\/\/www.wwwagner.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/49937\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":50079,"href":"https:\/\/www.wwwagner.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/49937\/revisions\/50079"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.wwwagner.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=49937"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.wwwagner.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=49937"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.wwwagner.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=49937"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}