{"id":50586,"date":"2021-09-20T18:05:27","date_gmt":"2021-09-20T16:05:27","guid":{"rendered":"https:\/\/www.wwwagner.tv\/?p=50586"},"modified":"2021-10-02T01:35:11","modified_gmt":"2021-10-01T23:35:11","slug":"medien-und-depression","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.wwwagner.tv\/?p=50586","title":{"rendered":"GRENZSITUATIONEN: Journalismus \u00fcber Suizid und Depression"},"content":{"rendered":"<p><figure id=\"attachment_50588\" aria-describedby=\"caption-attachment-50588\" style=\"width: 1100px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.wwwagner.tv\/wp-content\/uploads\/20210920_DSC6207_hegerl_urlich_1100\u00d7550.jpg\" alt=\"\" width=\"1100\" height=\"550\" class=\"size-full wp-image-50588\" srcset=\"https:\/\/www.wwwagner.tv\/wp-content\/uploads\/20210920_DSC6207_hegerl_urlich_1100\u00d7550.jpg 1100w, https:\/\/www.wwwagner.tv\/wp-content\/uploads\/20210920_DSC6207_hegerl_urlich_1100\u00d7550-300x150.jpg 300w, https:\/\/www.wwwagner.tv\/wp-content\/uploads\/20210920_DSC6207_hegerl_urlich_1100\u00d7550-768x384.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1100px) 100vw, 1100px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-50588\" class=\"wp-caption-text\">Ulrich Hegerl | Foto: \u00a9 J\u00f6rg Wagner<\/figcaption><\/figure><br \/>\n<span style=\"font-size: 11pt; font-family: tahoma,arial,helvetica,sans-serif;\"><\/p>\n<div style=\"height:30px;\"><\/div>\n <audio   controls > <source src=\"http:\/\/www.wwwagner.tv\/audio\/20210920_hegerl_ulrich_depression_192.mp3\" type='audio\/mpeg' \/> <object   type=\"application\/x-shockwave-flash\"  data=\"https:\/\/www.wwwagner.tv\/wp-content\/plugins\/wphtml5player\/inc\/flowplayer.swf\"  width=\"400\"  height=\"30\"> <param name=\"movie\" value='https:\/\/www.wwwagner.tv\/wp-content\/plugins\/wphtml5player\/inc\/flowplayer.swf' \/><param name=\"allowfullscreen\" value='false' \/><param name=\"cachebusting\" value='true' \/><param name=\"bgcolor\" value='#000000' \/><param name=\"flashvars\" value='config={\"plugins\":{\"controls\":{\"height\":30,\"autoHide\":false,\"fullscreen\":false}},\"clip\":{\"autoPlay\":false,\"url\":\"http:\\\/\\\/www.wwwagner.tv\\\/audio\\\/20210920_hegerl_ulrich_depression_192.mp3\"},\"playlist\":[{\"autoPlay\":false,\"url\":\"http:\\\/\\\/www.wwwagner.tv\\\/audio\\\/20210920_hegerl_ulrich_depression_192.mp3\"}],\"play\":{\"opacity\":0}}' \/>  No audio playback capabilities, please download the audio below<br \/><strong>Download Audio:<\/strong> Closed Format: <a href=\"http:\/\/www.wwwagner.tv\/audio\/20210920_hegerl_ulrich_depression_192.mp3\">MP3<\/a> <\/object> <!-- Generated by HTML5 Multimedia Framework (http:\/\/code.google.com\/p\/html5videoplayer) --> <\/audio>  \n<div style=\"height:10px;\"><\/div>\n<p><u>Was<\/u>: Interview \u00fcber Medien und Depression am Rande der 16. Tutzinger Radiotage<br \/>\n<u>Wer<\/u>:<br \/>\n* Ulrich Hegerl, Vorsitzender der <a href=\"https:\/\/www.deutsche-depressionshilfe.de\/\" rel=\"noopener\" target=\"_blank\">Stiftung Deutsche Depressionshilfe<\/a><br \/>\n* Daniel Bouhs, Freier Medienjournalist<br \/>\n* J\u00f6rg Wagner, Freier Medienjournalist<br \/>\n<u>Wann<\/u>: 20.09.2021, 18:05 Uhr; ver\u00f6ffentlicht in einer 12:32-Minuten-Fassung im radioeins-Medienmagazin vom <a href=\"https:\/\/www.wwwagner.tv\/?p=50568\" rel=\"noopener\" target=\"_blank\">25.09.2021<\/a>, 18:10 Uhr und in einer Kurzfassung im rbb-Inforadio, am 26.09.2021 um 10:43 Uhr.<br \/>\n<u>Wo<\/u>: Tutzing, Akademie f\u00fcr politische Bildung<\/p>\n<p>Bei Suizidgefahr: gibt es die Empfehlung, den Notruf 112 anzurufen.<br \/>\nDie Telefonseelsorge erreichen Sie unter 0800\/111-0-111 oder -222.<br \/>\nDas Info-Telefon Depression: 0800\/33 44 533<br \/>\nMo, Di, Do: 13:00 \u2013 17:00 Uhr<br \/>\nMi, Fr: 08:30 \u2013 12:30 Uhr<\/p>\n<div style=\"height: 10px;\"><\/div>\n<div class=\"BorlabsCookie\"><div class=\"_brlbs-content-blocker\"> <div class=\"_brlbs-embed _brlbs-video-youtube\"> <img class=\"_brlbs-thumbnail\" src=\"https:\/\/www.wwwagner.tv\/wp-content\/plugins\/borlabs-cookie\/images\/cb-no-thumbnail.png\" alt=\"YouTube\"> <div class=\"_brlbs-caption\"> <p>Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerkl\u00e4rung von YouTube.<br><a href=\"https:\/\/policies.google.com\/privacy\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener noreferrer\">Mehr erfahren<\/a><\/p> <p><a class=\"_brlbs-btn _brlbs-icon-play-white\" href=\"#\" data-borlabs-cookie-unblock role=\"button\">Video laden<\/a><\/p> <p><label><input type=\"checkbox\" name=\"unblockAll\" value=\"1\" checked> <small>YouTube immer entsperren<\/small><\/label><\/p> <\/div> <\/div> <\/div><div class=\"borlabs-hide\" data-borlabs-cookie-type=\"content-blocker\" data-borlabs-cookie-id=\"youtube\"><script type=\"text\/template\">PHA+PGlmcmFtZSBsb2FkaW5nPSJsYXp5IiB3aWR0aD0iNjAwIiBoZWlnaHQ9IjMzOCIgc3JjPSJodHRwczovL3d3dy55b3V0dWJlLW5vY29va2llLmNvbS9lbWJlZC9aeEwxbEpuSEpOUSIgdGl0bGU9IllvdVR1YmUgdmlkZW8gcGxheWVyIiBmcmFtZWJvcmRlcj0iMCIgYWxsb3c9ImFjY2VsZXJvbWV0ZXI7IGF1dG9wbGF5OyBjbGlwYm9hcmQtd3JpdGU7IGVuY3J5cHRlZC1tZWRpYTsgZ3lyb3Njb3BlOyBwaWN0dXJlLWluLXBpY3R1cmUiIGFsbG93ZnVsbHNjcmVlbj48L2lmcmFtZT4=<\/script><\/div><\/div><br \/>\nKurt Kr\u00f6mer und Torsten Str\u00e4ter in \u201eChez Kr\u00f6mer\u201c \u00fcber ihre Depressionserkrankung<br \/>\nQuelle: &#8222;Chez Kr\u00f6mer\u201c, 22.03.2021, rbb<\/p>\n<div style=\"height: 10px;\"><\/div>\n<hr \/>\n<p><span style=\"font-size: 11pt; font-family: tahoma,arial,helvetica,sans-serif;\"><br \/>\n<div id='stb-container-8358' class='stb-container-css stb-custom-container stb-no-caption stb-image-none stb-ltr stb-border stb-side'><aside class='stb-icon'><img src='http:\/\/www.wwwagner.tv\/wp-content\/plugins\/wp-special-textboxes\/themes\/stb-dark\/heart.png'><\/aside><div id='stb-box-8358' class='stb-custom_box stb-box' ><\/p>\n<p>(w\u00f6rtliches Transkript, H\u00f6rverst\u00e4ndnisfehler vorbehalten)<\/p>\n<div style=\"height: 20px;\"><\/div>\n<blockquote>\n<p>Ulrich Hegerl [00:00:00] Mein Name ist Ulrich Hegerl. Ich bin Vorsitzender der Stiftung Deutsche Depressionshilfe und ich habe eine Professur an der Klinik f\u00fcr Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie an der Goethe-Universit\u00e4t in Frankfurt am Main.<\/p>\n<p>Daniel Bouhs [00:00:14] <strong>Wir machen eine monothematische Sendung &#8222;Verantwortung des Journalismus&#8220; vom Starnberger See, Tutzinger Medientage. Welche Verantwortung haben Journalistinnen und Journalisten, haben Medien, wenn es um das Thema Depression geht?<\/strong> <\/p>\n<p>Ulrich Hegerl [00:00:29] Ja, bei diesem Thema ist es hilfreich, wenn man ein bisschen wei\u00df, was eine Depression ist. Und da ist vor allem wichtig zu verstehen, was nicht ganz einfach ist, dass Depression doch eine recht eigenst\u00e4ndige Erkrankung ist, eben auch eine Erkrankung, die Hirnfunktionen betrifft und mehr ist als eine Reaktion auf schwierige Lebensumst\u00e4nde. Denn, wenn man es nicht versteht und das ist bei den meisten Menschen zun\u00e4chst der Fall und bei mir war das auch so zu Beginn, dann kommt man zu einer ganze Reihe von Fehlentscheidungen. Dann meint man z.B., wenn einer in der Arbeit in die Depression rutscht und sich v\u00f6llig ersch\u00f6pft f\u00fchlt, die Arbeit sei Schuld, obwohl es die in der Regel gar nicht ist. Man f\u00fchlt sich immer in jeder Depression ersch\u00f6pft und dann kann man m\u00f6glicherweise Fehlentscheidungen machen. Oder man hat den Eindruck, Depression ist vor allem jetzt eine Folge von Partnerschaftskonflikten. Und dann versteht man auch nicht, was Antidepressiva sollen. Erst wenn man versteht, dass es auch eine Erkrankung ist, die die Hirnfunktion beeintr\u00e4chtigt, eine richtige Erkrankung, dann macht es z.B. auch erst Sinn, Antidepressiva zu nehmen, sonst w\u00fcrde man das ja gar nicht verstehen. <\/p>\n<p>J\u00f6rg Wagner [00:01:35] <strong>Aber wie erkennt man jetzt eine echte Depression von einer Abgeschlagenheit, die man gern mal als Depression bezeichnet? Also wo ist da genau f\u00fcr eine Selbstdiagnostik der Unterschied? <\/strong><\/p>\n<p>Ulrich Hegerl [00:01:46] Das ist ein ganz entscheidender Punkt, dass man versucht abzugrenzen, eine nachvollziehbare Reaktion auf schwierige Lebensumst\u00e4nde von der schweren, oft lebensbedrohlichen Erkrankung Depression. Und f\u00fcr einen Facharzt ist es in der Regel gut m\u00f6glich, denn der Mensch ver\u00e4ndert sich meistens v\u00f6llig. Er kennt sich oft selbst nicht wieder. Er neigt zu Schuldgef\u00fchlen. Er ist dauerangespannt. Das hei\u00dft, er sagt: Ich bin m\u00fcde. Aber er ist nicht schl\u00e4frig. Es hei\u00dft, er schl\u00e4ft nicht gut ein, kann auch nicht durchschlafen, sondern f\u00fchlt sich permanent wie vor einer Pr\u00fcfung. Oft gibt es Tagesschwankungen mit Morgentief. Nach dem Schlaf ist die Depression oft schwerer als vor dem Schlaf. Am Abend, wenn sich so ein Schlafdruck wieder aufbaut. Dann berichten manche, dass die Depression besser wird. Dann ist es eine Erkrankung, die durch Schlafentzug besser wird. Das wird in Kliniken z.B. als Behandlung oft angeboten und zur \u00dcberraschung der Betroffenen bessert sich dann eine oft seit vielen, vielen Wochen bestehende Depression nur dadurch, dass sie die zweite Nachth\u00e4lfte wachbleiben. Allerdings ist das kein Wundermittel, weil nach dem Schlaf in der darauffolgenden Nacht ist die Depression meistens wieder zur\u00fcckgekommen. Aber das sind alles Dinge, die wieder zeigen, dass Depressionen halt eine richtige Erkrankung ist. <\/p>\n<p>J\u00f6rg Wagner [00:02:58] <strong>Und der Weg zum Arzt ist unumg\u00e4nglich. Und wenn man sich also mit den Symptomen, die Sie gerade genannt haben, besch\u00e4ftigt, sollte man unbedingt einen Facharzt aufsuchen und in jedem Fall. Aber wie berichten jetzt &#8230; <\/strong><\/p>\n<p>Ulrich Hegerl [00:03:09] Aber wenn ich Sie unterbrechen darf. Das ist ein ganz wichtiger Punkt. An wen wendet man sich? Im Grunde gibt es drei Anlaufstellen. Der Facharzt f\u00fcr psychische Erkrankungen &#8211; Depression ist eine Erkrankung &#8211; ist der Psychiater. Da haben Sie v\u00f6llig recht. Dann gibt&#8217;s aber noch die Gruppe der psychologischen Psychotherapeuten. Das sind Psychologen mit einer Spezialausbildung. Die k\u00f6nnen Psychotherapie anbieten und wie die \u00c4rzte \u00fcber die Kasse abrechnen. Und dann gibt es noch die Haus\u00e4rzte. Und die meisten Menschen, die ambulant behandelt werden, meist mit Antidepressiva, werden vom Hausarzt behandelt. Also es sind im Grunde drei Anlaufstellen. Wenn die Depression schwer und hartn\u00e4ckig ist oder gar Suizidgedanken kommen, w\u00fcrde ich aber immer den Weg zum Facharzt empfehlen, also zum Psychiater. <\/p>\n<p>J\u00f6rg Wagner [00:03:51] <strong>Wie berichten aber nun die Medien \u00fcber diese Krankheit? Sind Sie damit zufrieden?<\/strong><\/p>\n<p>Ulrich Hegerl [00:03:56] Verst\u00e4ndlicherweise ist die Versuchung immer gro\u00df, eine Kausalit\u00e4t herzustellen zu Lebensumst\u00e4nden, obwohl die gar nicht diese gro\u00dfe Rolle spielt, wie man immer meint. Wenn ein Sportler eine Depression kriegt, dann ist es der Leistungsdruck pl\u00f6tzlich. Der sei schuld. Das ist z.B. etwas, was meist nicht stimmt oder ein anderer, der in der Arbeit das Gef\u00fchl hat, er ist \u00fcberfordert und es hat jeder Depressive hat immer das Gef\u00fchl, es \u00fcberfordert. Da hat man das Gef\u00fchl, die Arbeit hat ihn krank gemacht oder was auch immer. Diese Kausalit\u00e4t herzustellen ist halt so verf\u00fchrerisch, dass das eigentlich den Journalisten schwerf\u00e4llt, es nicht zu tun. <\/p>\n<p>Daniel Bouhs [00:04:33] <strong>Wenn wir uns einzelne konkrete F\u00e4lle mal angucken, damit wir das auch besser verstehen. Also Sportler sozusagen, da f\u00e4llt einem nat\u00fcrlich sofort Robert Enke als Beispiel ein. Sie hatten jetzt hier auf den Tutzinger Medientagen aber z. B. auch das Beispiel gebracht &#8222;Kulkwitzer See&#8220;. Was war bei dieser Berichterstattung das Problem?<\/strong><\/p>\n<p>Ulrich Hegerl [00:04:53] Hier geht es um die Frage von Nachahmungstaten. Denn man muss sich vorstellen, wenn jemand in die Depression gerutscht ist, in der sich alles verengt und aussichtslos wie eine Sackgasse erscheint. Da ist es manchmal schon ausreichend, dass jemand, den man kennt, so eine schreckliche Tat gemacht hat. Und dann folgt der Erkrankte diesem Weg nach. Das nennt man Nachahmungssuizide oder auch den Werther-Effekt.<\/p>\n<p>J\u00f6rg Wagner [00:05:21] <strong>Von Goethe, die Leiden des jungen Werther.<\/strong> <\/p>\n<p>Ulrich Hegerl [00:05:23] Genau da, wo sich diese Romanfigur das Leben genommen hat aus Liebeskummer. Und das hat eben damals Nachfolgetaten nach sich gezogen, sodass das Buch in Frankfurt sogar verboten worden ist. Und dieser Mechanismus, den sollte man nat\u00fcrlich versuchen, m\u00f6glichst zu vermeiden, was, gerade wenn Prominente sich das Leben genommen haben, nat\u00fcrlich sehr schwierig ist. Aber einige Dinge kann man da schon ber\u00fccksichtigen. Man kann verhindern, dass man die Methode im Detail beschreibt. Man sollte ja auch im Titel am besten jetzt nicht gleich von Suizid oder Selbstt\u00f6tung sprechen oder gar von Selbstmord, was man ja eher nicht verwenden soll das Wort, da im Mord etwas Heimt\u00fcckisches steckt oder Freitod, was eigentlich noch ung\u00fcnstiger ist, denn in aller Regel ist der Suizid nicht eine freie Entscheidung, sondern fast immer eine Folge einer meist nicht optimal behandelnden psychiatrischen Erkrankungen. Also die Berichterstattung sollte was romantisierendes, heroisierendes das vermeiden. Die sollte versuchen auch hier wieder sofort Kausalit\u00e4ten herzustellen. Denn in der Regel ist es nicht die Arbeit, die Schuld war oder der Leistungssport, sondern einfach eine Erkrankung. Und man sollte es in einem medizinischen Kontext stellen, wo es in der Regel hingeh\u00f6rt. Die allermeisten Suizide 90 Prozent mindestens erfolgen vor dem Hintergrund einer psychiatrischen Erkrankungen. Nicht nur Depression. Das ist die wichtigste, aber auch schizophrene Erkrankung. Manisch depressive Erkrankung, Suchterkrankungen, auch Essst\u00f6rungen, Anorexia nervosa. Das sind alles Erkrankungen, die mit einer deutlich erh\u00f6hten Suizidgef\u00e4hrdung einhergehen.<\/p>\n<p>Daniel Bouhs [00:06:56] <strong>Aber damit wir den Fall nochmal, das Beispiel verstehen Was haben Medien da falsch gemacht? Wie waren die Schlagzeilen? Wie war die Berichterstattung und was h\u00e4tte vermieden werden sollen?<\/strong><\/p>\n<p>Ulrich Hegerl [00:07:07] Na bei diesen &#8230; Berichterstattungen zun\u00e4chst ist es ja nicht n\u00f6tig, \u00fcber Suizide immer zu berichten. Das ist ja nicht n\u00f6tig, es sei denn, sie finden erst mal so im \u00f6ffentlichen Raum statt, dass man es nicht vermeiden kann. An diese Regel halten sich ja auch die meisten Medien \u00fcbrigens. Die meisten Suizide werden ja nicht berichtet. Gott sei Dank. Manchmal l\u00e4sst es sich nicht vermeiden, dann sollte man berichten. Aber dann eben ohne Angabe des Ortes, wo das genau passiert ist und auch m\u00f6glichst wenig schreiben \u00fcber die vermuteten Hintergr\u00fcnde. Also im Grunde das tun, was man sonst eigentlich als Journalist immer tun sollte. Das sollte man genau hier versuchen nicht zu tun oder sehr sparsam hier zu sein und eben Hilfsangebote mit einbauen, den medizinischen Kontext herstellen, vielleicht Helfer interviewen und das in einen bissel anderen Kontext stellen.<\/p>\n<p>Daniel Bouhs [00:08:01] <strong>Und in dem Fall am Kulkwitzer See war das ja so, dass eine Berichterstattung konkret beschrieben hat, was da passiert ist und es dann, wenn ich es richtig erinnere, am n\u00e4chsten Tag gleich den n\u00e4chsten, sehr \u00e4hnlichen Fall gab. Also Nachahmer.<\/strong><\/p>\n<p>Ulrich Hegerl [00:08:13] Genau. Das gab es ja auch in Wien. Da wurde sehr viel \u00fcber Schienen-Suizide berichtet und da waren dann immer Schlagzeilen. Schon wieder ein Horror-Wochenende, wo sich zwei, drei Menschen das Leben genommen haben und dann konnte man sehen, wie die immer steil nach oben gingen. Die Schienen-Suizide in Wien und dann haben sich die Journalisten zusammengetan und \u00fcberhaupt nicht mehr berichtet und dann sofort gingen die Zahlen wieder runter. <\/p>\n<p>J\u00f6rg Wagner [00:08:35] <strong>Aber ist so ein Fall wie der prominente Fu\u00dfballer Robert Enke, der sehr \u00f6ffentlich auch dann &#8211; ich sag mal &#8211; in Gedanken zu Grabe getragen wurde, nicht auch ein Hinweis f\u00fcr viele unentdeckte Krankheitstr\u00e4ger, sich an Ihre Beratungsstelle zu wenden? Hilft das nicht, wenn man das \u00f6ffentlich zelebriert?<\/strong> <\/p>\n<p>Ulrich Hegerl [00:08:55] V\u00f6llig richtig. Das hat immer Vor- und Nachteile, alles. Wenn man sieht, dass auch so ein erfolgreicher Fu\u00dfballer wie Robert Enke an Depression erkranken kann, hat es auch was Entstigmatisierendes bez\u00fcglich Depression. Und das ist immer gut. Depression ist eine Erkrankung, die muss entstigmatisiert werden. Dass es die Leute leichter haben, sich Hilfe zu holen. Und da &#8230; das ist sicherlich ein gro\u00dfer Beitrag, der meiner Meinung nach auch viel Positives bewirkt hat. Aber die Dinge sind halt zweischneidig. <\/p>\n<p>Daniel Bouhs [00:09:23] <strong>Bei Robert Enke war das ja so, dass das erst im Nachhinein, also nach seinem Tod bekannt wurde und dann auch gro\u00df thematisiert wurde. Es gibt ja diverse, auch Prominente, die an die \u00d6ffentlichkeit gehen, weil sie Depressionen haben oder hatten. Nora Tschirner ist da ein aktuelles Beispiel. Walter Kohl, der Sohn von &#8230; einer der S\u00f6hne von Helmut Kohl. Inwiefern hilft Ihnen, Ihrer Arbeit und damit auch m\u00f6glicherweise der Gesellschaft, wenn Prominente sich \u00f6ffnen?<\/strong> <\/p>\n<p>Ulrich Hegerl [00:09:51] Zun\u00e4chst muss man wissen: Depression wie jede Erkrankung ist eine Privatsache. Es besteht kein Imperativ, keine Aufforderung, keine implizite, dass man da jetzt an die \u00d6ffentlichkeit damit geht. Es gibt aber einige Menschen, die haben das als so belastend erlebt, wie gering das Verst\u00e4ndnis f\u00fcr diese Erkrankung in der Allgemeinheit ist, sodass sie sich eigentlich zur Aufgabe gemacht haben, damit offen umzugehen. Und wenn man sich das gut \u00fcberlegt hat, alle Vor- und Nachteile, die das halt nach sich &#8230; mit sich bringt. Dann ist es nat\u00fcrlich sehr hilfreich, weil es eben vielen auch Mut macht. Und die bekommen dann meist auch sehr, sehr viel dankbare Zuspr\u00fcche von Betroffenen, wenn jemand dann offen \u00fcber seine Erkrankung spricht. Aber das ist in keiner Weise etwas, was man jetzt unbedingt tun muss. Das muss man sich sehr gut \u00fcberlegen. <\/p>\n<p>J\u00f6rg Wagner [00:10:38] <strong>Haben Sie zuf\u00e4lligerweise Reaktionen bekommen auf die Kurt-Kr\u00f6mer-Sendung, als er neulich auch seine Erkrankung \u00f6ffentlich machte, in Zusammenhang mit einem Gast, den er mit \u00e4hnlichen Symptomen vorgestellt hat?<\/strong> <\/p>\n<p>Ulrich Hegerl [00:10:49] Ja, so was gibt&#8217;s ja sehr h\u00e4ufig inzwischen. Und ich denke, Kurt Kr\u00f6mer ist ja auch sehr bekannt und hat sehr viel Follower. Das hat sicherlich auch Kreise gezogen und wir haben in den Social Media viele Aktivit\u00e4ten. Da kommt st\u00e4ndig irgendetwas rein. <\/p>\n<p>J\u00f6rg Wagner [00:11:03] <strong>Nun befinden wir uns seit anderthalb Jahren in einer Extremsituation. Die Gesellschaft ist gestresst durch Corona. Wie ist Ihre Perspektive auf die Corona-Krise?<\/strong> <\/p>\n<p>Ulrich Hegerl [00:11:11] Zun\u00e4chst glaube ich nicht, dass wir wegen der Ma\u00dfnahmen gegen Corona jetzt eine Epidemie an Depressionen kriegen, weil das doch relativ eigenst\u00e4ndige Erkrankungen sind und weniger eine Folge von \u00e4u\u00dferen Belastungen. Also diese Reaktionen, die es ja hier gibt, dass die Menschen irgendwie demoralisiert sind oder gestresst durch Homeschooling und Homeoffice oder jetzt berufliche Sorgen haben, das sind eine ganz normale menschliche Reaktionen und keine Erkrankungen. Aber was wir gefunden haben und das ist wirklich Grund zu ganz gro\u00dfer Sorge, das ist, dass bei den etwa f\u00fcnf Millionen Menschen, die jedes Jahr in Deutschland an einer Depression leiden, dass bei denen etwa 50 Prozent angegeben haben, dass sich ihre Erkrankung verschlechtert hat durch die Ma\u00dfnahmen. <\/p>\n<p>Und da gibt&#8217;s zwei Hauptwege. Das eine ist, dass die Qualit\u00e4t der medizinischen Versorgung runtergegangen ist. Das haben auch sehr, sehr viele berichtet. Station\u00e4re Behandlungen wurden abgesagt, Ambulanzen haben den Termin runtergefahren, Patienten waren so ver\u00e4ngstigt, dass sie selber Termine abgesagt haben beim Psychiater, beim Psychotherapeuten, Selbsthilfegruppen sind ausgefallen. Also die medizinische Versorgung ist schlechter geworden. <\/p>\n<p>Und das zweite ist, dass die Ma\u00dfnahmen das Verhalten sehr ung\u00fcnstig beeinflussen und zwar ganz spezifisch auch f\u00fcr Depressionen. Zum Beispiel ist es schlecht, man weniger Sport macht, was sehr viele berichtet haben. Denn Sport ist ein unterst\u00fctzender Behandlungsweg in der Depression. Dann berichten sehr viele, dass sie fr\u00fch ins Bett gegangen sind, l\u00e4nger liegen geblieben sind, sich tags\u00fcber hingelegt haben. Das ist bei den allermeisten Menschen mit Depressionen sehr, sehr ung\u00fcnstig. Schlafentzug ist ja eher etwas, was antidepressiv wirkt und durch lange Bettzeit und langer Schlaf wird die Depression erstaunlicherweise eher schlechter. Also dieses Ersch\u00f6pfungsgef\u00fchl geht nicht weg durch Schlaf bei der Depression. Und dann ist der Tag unstrukturiert. In der Depression kann man sich nicht gut organisieren und die Menschen liegen dann halt gr\u00fcbelnd auf der Couch. Und das erkl\u00e4rt, warum so viele gesagt haben: Bei mir hat sich&#8217;s verschlechtert, ich habe einen R\u00fcckfall erlitten, ich habe Suizidgedanken entwickelt. Es gab sogar 16 Menschen, die bei der Befragung angegeben haben, dass sie in den letzten sechs Monaten einen Suizidversuch begangen haben. Das ist ein Riesenproblem, weil es ist eine schwere Erkrankung. <\/p>\n<p>Und wenn man das jetzt hochrechnet, entspricht es ja der Tatsache, dass zwei Millionen Menschen gesagt haben: Bei mir ging es abw\u00e4rts durch die Ma\u00dfnahmen und das wirft dann doch die f\u00fcr mich alles entscheidende Frage auf, die die Journalisten den Politikern eigentlich t\u00e4glich stellen m\u00fcssten: Was, glauben Sie, ist die Relation zwischen dem Leid und Tod, das durch die Ma\u00dfnahmen verhindert wird und das durch die Ma\u00dfnahmen verursacht wird? Und da ist das, was wir bei der Befragung herausgefunden haben, ja nur eine Facette, n\u00e4mlich die Facette der Mensch mit psychischen Erkrankungen. Aber das ist schon eine riesengro\u00dfe Facette, die wir hier gesehen haben und die Grund zur Sorge ist. Ich habe die Sorge, dass die Politiker sich darum nicht systematisch k\u00fcmmern, nicht systematisch Daten erheben, Daten zusammentragen und systematisch auswerten. Aber wenn man das nicht macht, dann kann man die Ma\u00dfnahmen nicht optimieren und man kann nicht beim n\u00e4chsten Mal \u00fcberlegen: Wie k\u00f6nnen wir es denn besser machen? Und haben wir vielleicht \u00fcbertrieben und vielleicht sogar mehr Leid und Tod verursacht als verhindert? Die Frage kann man dann nicht beantworten.<\/p>\n<p>Daniel Bouhs [00:14:31] <strong>Aber, werden Sie sagen, da gibt es eine Nachl\u00e4ssigkeit auch bei Medien entsprechende Fragen dann zu stellen oder eben nicht zu stellen.<\/strong> <\/p>\n<p>Ulrich Hegerl [00:14:38] Mich wundert es, warum Herr Lauterbach diese Frage nicht st\u00e4ndig vorgesetzt bekommt. Mich wundert es. Ich w\u00fcrde sehr gerne mal h\u00f6ren, was er darauf sagt. Wahrscheinlich wird er sagen: Wahrscheinlich \u00fcberwiegen eindeutig die Vorteile, aber wenn man ihn fragt, auf welcher Datenbasis er das denn vermutet, dann denke ich wird er Sorgen haben, wird er Probleme haben, darauf gut zu antworten, weil es nach meinem Kenntnisstand nicht proaktiv und systematisch erfasst wird. [26.3s]<\/p>\n<p>Daniel Bouhs [00:15:05] <strong>Sie haben ja Empfehlungen letztlich aufgestellt, wie Medien berichten sollten, wenn Sie \u00fcber Depressionen berichten. Was sind aus Ihrer Sicht so die drei wichtigsten dieser Hinweise?<\/strong> <\/p>\n<p>Ulrich Hegerl [00:15:16] Ich denke, in einen medizinischen Kontext stellen. Vermeiden, dass man Orte und Methoden prominent darstellt, keine Bilder des Tatortes, um dann nicht an genau diesem Ort Nachahmungstaten zu induzieren. Alles heroisierende vermeiden &#8230; <\/p>\n<p>Daniel Bouhs [00:15:34] <strong>&#8230; dass man jetzt bei den Engeln sei, wo nichts mehr &#8230; wo keine Gefahr mehr drohe.<\/strong><\/p>\n<p>Ulrich Hegerl [00:15:38] &#8230; romantisierend oder Verst\u00e4ndnis f\u00fcr diese Tat suggerieren. Und wie immer vermeidend, dass man da vorschnelle Kausalit\u00e4ten herstellt, warum das Ganze passiert ist. Also der Stress im Leistungssport oder was auch immer &#8230; was einem ja immer gerade einf\u00e4llt. Da gibt&#8217;s immer bei jedem von uns irgendeinen Grund. Und das ist meistens aber nicht der wirkliche Grund.<\/p>\n<p>J\u00f6rg Wagner [00:15:58] <strong>Wer sich weiterhin f\u00fcr Ihre Arbeit interessiert, hat Gelegenheit, einen <a href=\"https:\/\/www.ndr.de\/nachrichten\/info\/podcast5110.html\" rel=\"noopener\" target=\"_blank\">Podcast<\/a> zu h\u00f6ren &#8222;Raus aus der Depression&#8220;, den Sie mit dem Norddeutschen Rundfunk produzieren in Kooperation mit Harald Schmidt, dem uns allen noch vertrauten Entertainer, Satiriker. Vielleicht ein ganz kurzer Hinweis. Wer sollte diesen Podcast h\u00f6ren? Nur Kranke, oder &#8230;?<\/strong><\/p>\n<p>Ulrich Hegerl [00:16:19] Ja, das ist f\u00fcr alle, die an dem Thema interessiert sind. Das ist ja ein Thema, mit dem fast jeder irgendwann mit dem Leben in Kontakt kommt. <\/p>\n<p>J\u00f6rg Wagner [00:16:28] <strong>Durch Angeh\u00f6rige z. B. <\/strong><\/p>\n<p>Ulrich Hegerl [00:16:30] Ja durch Freunde, durch &#8230; <\/p>\n<p>J\u00f6rg Wagner [00:16:31] <strong>Und durch Medien, nat\u00fcrlich durch Schlagzeilen.<\/strong><\/p>\n<p>Ulrich Hegerl [00:16:33] &#8230; durch Medien, die man liest. Und da bissel ein Verst\u00e4ndnis zu entwickeln, was das eigentlich ist, ist nat\u00fcrlich gut, aber nat\u00fcrlich auch Angeh\u00f6rige, die ja wie bei jeder schweren Erkrankung nat\u00fcrlich auch eine riesen Belastung haben. Das hat man auch, wenn man jetzt einen pflegebed\u00fcrftigen, aus anderen Gr\u00fcnden pflegebed\u00fcrftigen Menschen zu Hause hat. Aber die Depression macht vielleicht noch ein bisschen schwerer, weil man vielleicht glaubt, man hat jetzt die Aufgabe, den Menschen da rauszuholen. Oder man ist selber schuld, weil es Stress in der Beziehung gegeben hat. Das macht es dann oft noch ein bisschen komplizierter. Bei der Depression und da sich zu informieren, um das richtig einsch\u00e4tzen zu k\u00f6nnen auch das ver\u00e4nderte Verhalten des Erkrankten, dass das nicht ein sich Gehenlassen in Lieblosigkeit ist. Das ist etwas, was wichtig ist. Sich informieren z. B. auf den <a href=\"https:\/\/www.deutsche-depressionshilfe.de\/\" rel=\"noopener\" target=\"_blank\">Seiten<\/a> der Stiftung Deutsche Depressionshilfe, wo es evidenzbasierte Informationen gibt.<\/p>\n<p>J\u00f6rg Wagner [00:17:22] <strong>Nun haben wir auch Verantwortung hier in diesem Interview. W\u00e4re das auch die Anlaufstelle? Wer jetzt durch genau diese  Thematik im Radio &#8211; ich sag mal, so ist das m\u00f6glicherweise ja geradezu noch anziehender durch so ein Dialog jetzt, wenn jemand betroffen ist &#8211; Hilfe zu suchen? Wir k\u00f6nnen die nicht geben. Wir sind keine ausgebildeten Psychologen. An wen soll man sich jetzt, wer akute Probleme hat, sofort hin wenden?<\/strong> <\/p>\n<p>Ulrich Hegerl [00:17:46] Das sind die drei Anlaufstellen, die ich vorhin genannt habe, also der Facharzt, der Psychiater, die psychologischen Psychotherapeuten. <\/p>\n<p>J\u00f6rg Wagner [00:17:53] <strong>Aber gibt&#8217;s sowas wie eine bundeseinheitliche Telefonnummer zum Beispiel?<\/strong> <\/p>\n<p>Ulrich Hegerl [00:17:56] Nein. Es gibt jetzt &#8230; nat\u00fcrlich gibt&#8217;s auch noch Krisenhotlines, aber ich w\u00fcrde vor allem denken, man muss zum Arzt gehen. Das ist &#8230; das ist der allerbeste Weg. <\/p>\n<p>Daniel Bouhs [00:18:04] <strong>Ulrich Hergerl, Vorsitzender der Stiftung Deutsche Depressionshilfe, hier im Gespr\u00e4ch am Rande der Tutzinger Radiotage \u00fcber die Verantwortung der Medien bei der Berichterstattung \u00fcber Depressionen und Suizide. Vielen Dank.<\/strong> <\/p>\n<p>Ulrich Hegerl [00:18:17] Danke sch\u00f6n. <\/p>\n<div style=\"height:20px;\"><\/div>\n<\/blockquote>\n<p><\/div><\/div><\/p>\n<hr \/>\n<div style=\"height: 5px;\"><\/div>\n<p><html><br \/>\n     <head><\/p>\n<style type=\"text\/css\">\n       body {\n                     background: #DADADA;\n       }\n      <\/style>\n<p>     <\/head><br \/>\n     <body><br \/>\n<\/body><br \/>\n    <\/html><br \/>\n<script src=\"https:\/\/apis.google.com\/js\/plusone.js\" type=\"text\/javascript\">\/\/ < ![CDATA[ {lang: 'de'} \/\/ ]]><\/script><br \/>\n<script src=\"http:\/\/twittercounter.com\/embed\/?username=medienmagazin&amp;style=avatar\" type=\"text\/javascript\"><\/script><\/p>\n<p><noscript><a href=\"http:\/\/twittercounter.com\/medienmagazin\">medienmagazin on Twitter Counter<\/a><\/noscript><\/p>\n<p><\/span><\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>No audio playback capabilities, please download the audio belowDownload Audio: Closed Format: MP3 Was: Interview \u00fcber Medien und Depression am Rande der 16. Tutzinger Radiotage Wer: * Ulrich Hegerl, Vorsitzender der Stiftung Deutsche Depressionshilfe * Daniel Bouhs, Freier Medienjournalist * J\u00f6rg Wagner, Freier Medienjournalist Wann: 20.09.2021, 18:05 Uhr; ver\u00f6ffentlicht in einer 12:32-Minuten-Fassung im radioeins-Medienmagazin vom [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_monsterinsights_skip_tracking":false,"_monsterinsights_sitenote_active":false,"_monsterinsights_sitenote_note":"","_monsterinsights_sitenote_category":0,"footnotes":""},"categories":[17],"tags":[1282],"class_list":["post-50586","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-aktuell","tag-depression"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.wwwagner.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/50586","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.wwwagner.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.wwwagner.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.wwwagner.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.wwwagner.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=50586"}],"version-history":[{"count":14,"href":"https:\/\/www.wwwagner.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/50586\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":50602,"href":"https:\/\/www.wwwagner.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/50586\/revisions\/50602"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.wwwagner.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=50586"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.wwwagner.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=50586"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.wwwagner.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=50586"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}