{"id":50875,"date":"2021-11-05T14:00:45","date_gmt":"2021-11-05T12:00:45","guid":{"rendered":"https:\/\/www.wwwagner.tv\/?p=50875"},"modified":"2021-11-19T12:59:46","modified_gmt":"2021-11-19T10:59:46","slug":"die-zukunft-der-ard-mediathek","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.wwwagner.tv\/?p=50875","title":{"rendered":"Die Zukunft der ARD-Mediathek"},"content":{"rendered":"<figure id=\"attachment_50887\" aria-describedby=\"caption-attachment-50887\" style=\"width: 1100px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.wwwagner.tv\/wp-content\/uploads\/20211105__DSC6513_bratzler_clemens_mS.jpg\" alt=\"\" width=\"1100\" height=\"597\" class=\"size-full wp-image-50887\" srcset=\"https:\/\/www.wwwagner.tv\/wp-content\/uploads\/20211105__DSC6513_bratzler_clemens_mS.jpg 1100w, https:\/\/www.wwwagner.tv\/wp-content\/uploads\/20211105__DSC6513_bratzler_clemens_mS-300x163.jpg 300w, https:\/\/www.wwwagner.tv\/wp-content\/uploads\/20211105__DSC6513_bratzler_clemens_mS-768x417.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1100px) 100vw, 1100px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-50887\" class=\"wp-caption-text\">Clemens Bratzler | Foto: \u00a9 J\u00f6rg Wagner<\/figcaption><\/figure>\n<div style=\"height:20px;\"><\/div>\n<div style=\"height:30px;\"><\/div>\n <audio   controls > <source src=\"http:\/\/www.wwwagner.tv\/audio\/20211105_bratzler_clemens_192.mp3\" type='audio\/mpeg' \/> <object   type=\"application\/x-shockwave-flash\"  data=\"https:\/\/www.wwwagner.tv\/wp-content\/plugins\/wphtml5player\/inc\/flowplayer.swf\"  width=\"400\"  height=\"30\"> <param name=\"movie\" value='https:\/\/www.wwwagner.tv\/wp-content\/plugins\/wphtml5player\/inc\/flowplayer.swf' \/><param name=\"allowfullscreen\" value='false' \/><param name=\"cachebusting\" value='true' \/><param name=\"bgcolor\" value='#000000' \/><param name=\"flashvars\" value='config={\"plugins\":{\"controls\":{\"height\":30,\"autoHide\":false,\"fullscreen\":false}},\"clip\":{\"autoPlay\":false,\"url\":\"http:\\\/\\\/www.wwwagner.tv\\\/audio\\\/20211105_bratzler_clemens_192.mp3\"},\"playlist\":[{\"autoPlay\":false,\"url\":\"http:\\\/\\\/www.wwwagner.tv\\\/audio\\\/20211105_bratzler_clemens_192.mp3\"}],\"play\":{\"opacity\":0}}' \/>  No audio playback capabilities, please download the audio below<br \/><strong>Download Audio:<\/strong> Closed Format: <a href=\"http:\/\/www.wwwagner.tv\/audio\/20211105_bratzler_clemens_192.mp3\">MP3<\/a> <\/object> <!-- Generated by HTML5 Multimedia Framework (http:\/\/code.google.com\/p\/html5videoplayer) --> <\/audio>  \n<div style=\"height:10px;\"><\/div>\n<p><u>Wer<\/u>:<br \/>\n* Clemens Bratzler, Programmdirektor Information, Sport, Film, Service und Unterhaltung des SWR<br \/>\n* Daniel Bouhs, Freier Medienjournalist<br \/>\n* J\u00f6rg Wagner, Freier Medienjournalist<br \/>\n<u>Was<\/u>: Gespr\u00e4ch \u00fcber die Rolle des Linearen<br \/>\n<u>Wann<\/u>: rec.: 05.11.2021, ca. 14:00 Uhr, gesendet in einer 18:05-Fassung im radioeins-Medienmagazin am 13.11.2021, 18:35 Uhr<\/p>\n<div style=\"height:10px;\"><\/div>\n<div id='stb-container-1733' class='stb-container-css stb-custom-container stb-no-caption stb-image-none stb-ltr stb-border stb-side'><aside class='stb-icon'><img src='http:\/\/www.wwwagner.tv\/wp-content\/plugins\/wp-special-textboxes\/themes\/stb-dark\/heart.png'><\/aside><div id='stb-box-1733' class='stb-custom_box stb-box' ><br \/>\n<span style=\"font-size: 11pt; font-family: tahoma,arial,helvetica,sans-serif;\"><br \/>\n(w\u00f6rtliches Transkript, H\u00f6rverst\u00e4ndnisfehler vorbehalten)<\/p>\n<div style=\"height: 20px;\"><\/div>\n<blockquote><p>\nClemens Bratzler [00:00:00] Mein Name ist Clemens Bratzler, ich bin seit zwei Jahren Programmdirektor beim SWR, dort zust\u00e4ndig f\u00fcr Information, Fiktion, Dokumentation, Sport, Service und Unterhaltung. Vertrete den SWR in der ARD-Video-Programm-Konferenz und bin deswegen auch an der ARD-Strategie und am ARD-Programm beteiligt und f\u00fcr die SWR-Zulieferungen verantwortlich. <\/p>\n<p>J\u00f6rg Wagner [00:00:21] <strong>Was war so Ihr letztes Highlight, was Sie eigenh\u00e4ndig auf&#8217;s Kiel geschoben haben?<\/strong><\/p>\n<p>Clemens Bratzler [00:00:25] Also ein besonderes Highlight war <a href=\"https:\/\/www.swr.de\/unternehmen\/ich-bin-sophie-scholl-instagram-serie-102.html\" rel=\"noopener\" target=\"_blank\">&#8222;Ich bin Sophie Scholl&#8220;<\/a>. Das Projekt l\u00e4uft ja noch, weil ich mit diesem Erfolg dieses Instagram-Projekts nicht gerechnet habe. Wir waren total angefixt, dass das eine gute Sache wird und dass das ein spannendes Experiment ist, hatten vorher getippt, wie viele Leute wir damit erreichen. Und ich habe gesagt, wenn wir 200.000 Follower:innen haben, w\u00e4re es super. Wir sind bei \u00fcber 800.000, hatten streckenweise \u00fcber 900.000 und die Resonanz ist gigantisch. Das war und ist ein tolles Projekt. <\/p>\n<p>Daniel Bouhs [00:00:57] <strong>Wir reden in diesem Gespr\u00e4ch ja \u00fcber den nonfiktionalen Bereich und das ist ja f\u00fcr alle Sender so eine Art Zerrei\u00dfprobe, weil sie ja einerseits das klassische Gesch\u00e4ft weiterf\u00fchren wollen, weil das auch noch nach wie vor bei den \u00e4lteren Zuschauerinnen und Zuschauern ja ein Magnet ist. Und gleichzeitig wollen Sie auf die diversen Plattformen gehen. &#8222;Sophie Scholl&#8220; haben Sie erw\u00e4hnt, ein Instagram-Projekt, das auch aufwendig produziert wurde, nicht einfach nur mit einem Smartphone und einer Person. Da stand ja ein ganzes Team dahinter, wie man das von Filmsets her auch kennt. Wie meistern Sie denn diese Zerrei\u00dfprobe, die ja dann auch hei\u00dft: Man muss einzelne Dinge auch beispielsweise bei Dokus vielleicht lassen, damit man die Mittel hat, auch Neues auszuprobieren.<\/strong> <\/p>\n<p>Clemens Bratzler [00:01:40] Das ist ein echtes Umdenken f\u00fcr uns und ist eine Herausforderung. Das eine ist, dass unsere Mittel begrenzt sind und wir mehr Plattformen bedienen m\u00fcssen. Und es funktioniert eben nicht so, dass ein und derselbe Inhalt auf allen Plattformen gleich gut l\u00e4uft. Das kann in Einzelf\u00e4llen funktionieren, ist aber nicht die Regel. Das hei\u00dft, wir m\u00fcssen plattformspezifisch arbeiten und dann auch an der einen Stelle weniger machen, wenn wir an der anderen mehr machen. Und das wird ja dann h\u00e4ufig auch kritisiert. Also insofern ist das echt eine Herausforderung f\u00fcr uns. Wir merken auch, dass bestimmte Formate wie zum Beispiel Magazine im Informationsbereich, in der nonlinearen Welt in der Regel nicht funktionieren. Man kann einzelne Beitr\u00e4ge distribuieren auf Social Media oder YouTube, aber in der Mediathek werden solche Magazine nicht nachgefragt oder auch Talkshows, auch viele Unterhaltungssendungen sind eher klassisch linear und &#8230; <\/p>\n<p>Daniel Bouhs [00:02:36] <strong>&#8230; die Sie aber gleichwohl ja weiter im Programm haben &#8230; <\/strong><\/p>\n<p>Clemens Bratzler [00:02:39] Ja, wobei wir &#8230; <\/p>\n<p>Daniel Bouhs [00:02:39] <strong>\u2026 auch im SWR Fernsehen. <\/strong><\/p>\n<p>Clemens Bratzler [00:02:40] Wir machen, aber wir reduzieren und wir diskutieren. Und das ist die Gratwanderung. Uns sind alle gleich wichtig. Wir haben in der Vergangenheit vielleicht unsere Ressourcen ungerecht verteilt, dass wir sie im Fernsehbereich gr\u00f6\u00dftenteils f\u00fcr die \u00e4ltere Zielgruppe eingesetzt haben. Irgendwann kam dann \u201efunk\u201c dazu. Ist ja auch ein gro\u00dfer Erfolg. Aber das kann nicht alles sein, sondern wir m\u00fcssen die Mittel umverteilen. Das bedeutet aber auch, dass das Stammpublikum hier und da auf Dinge verzichten muss. Und da geht es um Reduktion von Schlagzahl, dass man weniger Ausgaben von bestimmten Unterhaltungssendungen macht. Aber wir \u00fcberpr\u00fcfen zum Beispiel im SWR gerade jetzt, haben wir eine Arbeitsgruppe, die mal alle Unterhaltungssendungen, die wir im Regionalen machen, nebeneinanderlegen soll und priorisieren soll, welche m\u00fcssen wir unbedingt erhalten, welche sind nice to have und welche brauchen wir nicht mehr? Und wir werden am Ende dieses Prozesses uns von bestimmten Formaten dann auch verabschieden. Also das l\u00e4uft \u2026 dieser Prozess. Und auch in der ARD-Programmstrategie haben wir ja jetzt zum Beispiel im Unterhaltungsbereich bestimmte Mindestmengen im Linearen zum Beispiel 20 Samstagabendshows pro Jahr. Das ist das, was abgefordert wird. Momentan sind es noch mehr und es werden sicherlich mit der Zeit auch noch weniger werden. <\/p>\n<p>J\u00f6rg Wagner [00:03:59] <strong>Ich bin noch nicht ganz \u00fcberzeugt davon, dass bestimmte Formate in Mediatheken oder on-demand-Plattformen nicht funktionieren, weil sie eine andere Erz\u00e4hlweise brauchen oder weil sie sagten, Magazin-Elemente werden dort nicht nachgefragt. Das kann ja auch daran liegen, dass man gar nicht wei\u00df, dass man die da Nachgucken kann in dem Sinne. Also wenn ich zum Beispiel einen Magazinbeitrag sehen will \u00fcber eine Sprengung eines Sendemastes, gehe ich zuerst auf YouTube, weil ich wei\u00df, da ist es garantiert. Da muss ich nicht lange suchen und dann gucke ich nicht in der Mediathek nach, ob es da vielleicht auch noch irgendwo denselben Beitrag gibt. Ist das nicht vielleicht so, dass die ARD-Mediathek nicht gen\u00fcgend vielleicht \u00d6ffentlichkeitsarbeit macht, was man, wo, wann, wie sehen kann und dass das auch leicht zug\u00e4nglich, navigierbar ist? Dass da eher das Problem ist und nicht in der Art und Weise wie \u00e4sthetisch formatiert wird? <\/strong><\/p>\n<p>Clemens Bratzler [00:04:46] Also ich glaube beides. Beides stimmt. Also, dass wir da Nachholbedarf haben bei dem Punkt, wie wir die Sachen distribuieren, wie wir eine Suchfunktion gestalten, das ist uns v\u00f6llig klar. Also da arbeiten wir dran. Der SWR ist ja technischer Federf\u00fchrer der Mediathek. Und wir wissen, das Team um Benjamin Fischer in Mainz sitzend, arbeitet hart daran, die Plattform schrittweise zu verbessern. Das ist als Nutzer immer schnell gefordert und oft technisch schwer gemacht. Da gebe ich Ihnen v\u00f6llig recht. Aber wir untersuchen ja sehr genau, wie Nutzerinnen und Nutzer sich verhalten und welche Inhalte sie, wo suchen. Und die Mediathek ist eine Nutzungssituation &#8211; wir nennen das auch so ein bisschen lean-back-Situation &#8211; man m\u00f6chte dort Inhalte, die eine bestimmte L\u00e4nge haben, f\u00fcr die man sich dann entscheidet, sei es ein Spielfilm, eine Serie oder eben auch eine l\u00e4ngere Produktion. Und wir merken, so Dinge unterhalb von, sagen wir mal, 20 Minuten entsprechen nicht dieser Situation. Viele rufen ja die Mediathek \u00fcber den Smart-TV ab von der Couch zu Hause. Das ist eine andere Situation als YouTube zum Beispiel, wo zum einen nat\u00fcrlich die Plattform super funktioniert, die Suchfunktion sicherlich gut funktioniert und wo man aber auch kleinteiliger unterwegs ist. Also wo ich mir auch dann die Sendemast-Sprengung anschaue oder einen Nachrichten-Beitrag zum Thema, das mich interessiert. Solche Inhalte funktionieren dort und deswegen platzieren wir sie auch dort und die sind entsprechend nicht der Nutzungssituation in der Mediathek. Also, ich glaube, es gibt eben unterschiedliche Situationen, wo Menschen unsere Inhalte nutzen. Und dann ist das Bed\u00fcrfnis ein anderes. Ich sage auch nicht, dass Magazine gar nicht funktionieren. Wie gesagt, die einzelnen Beitr\u00e4ge zum Beispiel auf YouTube funktionieren oft sehr gut oder wenn wir Teile davon auch in Social verwenden. Was aber nachweislich nicht ein Bed\u00fcrfnis ist, ist sich bewusst &#8211; also von einer Minderheit abgesehen &#8211; in der Mediathek ein multi-thematisches Magazin anzugucken, was wie eine Wundert\u00fcte daherkommt. Es gibt eher eine bewusste Entscheidung f\u00fcr eine Doku zu sagen: Mit dem Thema Wirecard, was auch immer, m\u00f6chte ich mich jetzt intensiv besch\u00e4ftigen. Und dann wei\u00df ich, jetzt kriege ich 45 Minuten da etwas geboten. <\/p>\n<p>J\u00f6rg Wagner [00:06:52] <strong>Da hilft auch nicht, das zu filetieren, sozusagen unter dem Stichwort &#8222;die Dekonstruktion des Linearen&#8220; einzelne Elemente aus so einem multi-thematischen Magazin herauszuschneiden, das neu zu etikettieren? Und dann, wenn man jetzt, ich sage mal, &#8222;Beinbruch&#8220; eingibt als medizinisches Thema, kriegt man dann aus allen Landesrundfunkanstalten, die besten Beitr\u00e4ge dazu, vom Knie bis hin zum &#8230; was wei\u00df ich, komplizierten Bruch. <\/strong><\/p>\n<p>Clemens Bratzler [00:07:17] Ja, die Suchfunktion das ist ein ganz wichtiger Punkt. Und wenn Sie tats\u00e4chlich so ein Beispiel haben &#8230; wir bieten das ja auch an. Also es ist ja nicht so, dass wir diese Inhalte nicht in die Mediathek stellen. Wir werden auch was die Magazinbeitr\u00e4ge angeht, versuchen, das jetzt zu optimieren. Zum Beispiel diese Investigativ-Dokus, die die politischen Magazine k\u00fcnftig machen sollen, werden dann quasi in direkter Nachbarschaft mit den Magazinbeitr\u00e4gen zu finden sein, so dass man vielleicht sagt: Ach, da gibt es doch ein Sieben-Minuten-St\u00fcck. Das m\u00f6chte ich mir auch angucken. Dem Mediatheksnutzer wird nichts vorenthalten. Aber das ist dann eher so ein Mitnahmeeffekt. Oder wenn ich ganz gezielt zu einem Thema etwas nutze und die meiste Nutzungssituation ist aber eher gepr\u00e4gt von: Ich m\u00f6chte jetzt etwas streamen und suche, ob ich ein dokumentarisches, ein Unterhaltungs- oder ein fiktionales Angebot finde, was mir gef\u00e4llt, <\/p>\n<p>Daniel Bouhs [00:08:13] <strong>Wenn wir \u00fcber die inhaltliche Machart reden, auch da verschiebt sich ja einiges. Nehmen wir die Dokumentation und Doku-Reihen. Da hat der SWR, wenn man sich Zahlen in der Mediathek, aber vor allen Dingen auch nach wie vor auf YouTube anguckt, ja auch gr\u00f6\u00dfere Erfolge. Sie haben Polizistinnen und Polizisten in Mainz <a href=\"https:\/\/www.ardmediathek.de\/sendung\/nachtstreife\/staffel-1\/Y3JpZDovL3N3ci5kZS9zZGIvc3RJZC8xMjQy\/1\/\" rel=\"noopener\" target=\"_blank\">begleitet<\/a>.<\/strong> <\/p>\n<p>O-Ton [00:08:32] <em>Die Nachtdienste sind f\u00fcr mich pers\u00f6nlich immer am spannendsten. Dann ist nat\u00fcrlich der Adrenalinspiegel immer hoch. &#8211; Wenn Sie jetzt nicht gehen &#8211; Sie kriegen Ihre Jacke jetzt nicht &#8211; landen Sie bei uns im Gewahrsam. &#8211; Im Beruf ist der Tod f\u00fcr uns fast allt\u00e4glicher Begleiter. Ich hab&#8216; Tod als Thema quasi erst kennengelernt in meinem Beruf.<\/em> <\/p>\n<p>Daniel Bouhs [00:08:54] <strong>Es gibt &#8211; die l\u00e4uft auch gerade &#8211; eine Serie <a href=\"https:\/\/www.ardmediathek.de\/sendung\/sos-grossstadtklinik\/staffel-1\/Y3JpZDovL3N3ci5kZS9zZGIvc3RJZC8xMzY3\/1\/\" rel=\"noopener\" target=\"_blank\">&#8222;SOS&#8220;<\/a> [Gro\u00dfstadtklinik], wie dort auch Pflegekr\u00e4fte und \u00c4rzte arbeiten in einem Klinikum in Stuttgart.<\/strong> <\/p>\n<p>O-Ton [00:09:04] <em>Nat\u00fcrlich habe ich Angst, etwas falsch zu machen. Also, ich glaube, das ist ganz menschlich. &#8211; F\u00fchle den Puls der SOS-Gro\u00dfstadt-Klinik! &#8211; Die Verantwortung haben wir zu jeder Minute. &#8211; Das ist einfach kein ganz normaler Beruf. Das ist schon ein gro\u00dfer Bestandteil meines Lebens. &#8211; ARD-Mediathek.<\/em> <\/p>\n<p>Daniel Bouhs [00:09:25] <strong>Was mir pers\u00f6nlich dabei auff\u00e4llt ist, das ist ja ein Trend aus der Zielgruppe f\u00fcr die Zielgruppe erz\u00e4hlt. Also die Perspektive \u00e4ndert sich, da kommt nicht der Reporter und recherchiert, sondern der Stoff lebt sozusagen im eigentlichen Milieu, um das es geht. Wie gehen Sie denn mit dem Trend um, der dann damit einher geht, dass dort sozusagen die kritische, die ganz klassisch auch mit Kritikern oder sogenannten Expertinnen\/Experten besetzen Ebene angeht, dass die aus dieser Machart letztlich ja rausfliegt, die wird ja verdr\u00e4ngt dadurch. Wird das Angebot dadurch, sagen wir mal, vielleicht auch unjournalistischer?<\/strong> <\/p>\n<p>Clemens Bratzler [00:10:02] Wir diskutieren das sehr intensiv zusammen. Also Sie sprachen das Beispiel <a href=\"https:\/\/www.ardmediathek.de\/sendung\/nachtstreife\/staffel-1\/Y3JpZDovL3N3ci5kZS9zZGIvc3RJZC8xMjQy\/1\/\" rel=\"noopener\" target=\"_blank\">&#8222;Nachtstreife&#8220;<\/a> an, wo wir \u00fcber sechs Folgen Mainzer Polizistinnen\/Polizisten letztlich beobachten und aus deren Perspektive den Alltag darstellen und gar nicht kommentieren. Und nat\u00fcrlich gab es die Frage: Es gibt auch so viel Kritik auch am Verhalten der Polizei. Es gibt so viel Hintergrundinformationen, die wir auch noch liefern m\u00fcssten. Das kommt da nicht vor. Das war eine Diskussion. Wir haben aber am Ende gesagt, f\u00fcr diese Doku entscheiden wir uns f\u00fcr diese Perspektive. Es w\u00e4re schlimm, wenn wir nur noch so was machen w\u00fcrden. Machen wir aber nicht, sondern das Thema Polizei findet auch nach wie vor in anderen Dokus statt. Wir haben dann auch zeitgleich eine Sendung gemacht, die sich kritisch auch zum Beispiel mit Polizeigewalt besch\u00e4ftigt. Also ich glaube, man muss davon wegkommen, dass man sagt: Ich versuche in dieser einen Doku das quasi von allen Perspektiven aufzuzeigen, weil wir auch von j\u00fcngeren Nutzerinnen\/Nutzern oft h\u00f6ren, wir wollen erst mal sehen, wie sieht der Alltag aus. Wir wollen unser eigenes Bild uns machen. Wenn wir dann interessiert sind, liefert uns die anderen Informationen. Und auch das ist ein Weg, den wir beschreiten, zu sagen, wir haben zum Beispiel so eine Doku-Serie und wer dann mehr wissen will, bekommt zum Beispiel im Netz erg\u00e4nzend auch noch andere Hintergrundinformationen. Also wir haben diesen Anspruch nach wie vor. Man darf ihn nur nicht in jeder einzelnen Sendung komplett von uns, glaube ich, verlangen, weil dann k\u00f6nnte man keinem gerecht werden. <\/p>\n<p>Daniel Bouhs [00:11:28] <strong>Haben Sie eigentlich schon Erfahrungen, ob diese &#8211; man sagt ja dann &#8211; authentischere Machart bei Doku-Serien tats\u00e4chlich auch kompatibel ist? Das ist ja auch Ziel der Programmreform, Programme zu schaffen, die sowohl in der Mediathek mit den Macharten dort gut laufen als auch im klassischen Programm, ob das vom klassischen, damit ja auch \u00e4lteren Publikum angenommen wird? Also geht diese Wette, man produziert etwas eigentlich f\u00fcrs Netzgemachte mit den Erz\u00e4hlweisen? Geht diese Wette auf, dass das dann auch im klassischen Fernsehen weiter funktioniert? <\/strong><\/p>\n<p>Clemens Bratzler [00:12:00] Wir machen positive und negative Erfahrungen. Das ist sehr unterschiedlich und man braucht teilweise auch ein bisschen langen Atem. Ich nehme mal ein Beispiel, was nicht von uns stammt, aber <a href=\"https:\/\/www.ardmediathek.de\/sendung\/feuer-und-flamme\/staffel-1\/Y3JpZDovL3dkci5kZS9mZXVlcnVuZGZsYW1tZQ\/1\/\" rel=\"noopener\" target=\"_blank\">&#8222;Feuer und Flamme&#8220;<\/a> beim WDR ist ja auch eine sehr ungew\u00f6hnliche Docutainment-Serie, nennt man es vielleicht &#8230;<\/p>\n<p>Daniel Bouhs [00:12:16] <strong>Da werden Feuerwehren begleitet &#8230; <\/strong><\/p>\n<p>Clemens Bratzler [00:12:17] Genau, wo ja auch im Prinzip aus der Perspektive der Feuerwehr, bei den Eins\u00e4tzen mit aufwendiger Kameratechnik, man ist nah dabei auch komplett O-Ton-erz\u00e4hlt ohne Sprechertext. Eine ungew\u00f6hnliche Machart. In der Mediathek mittlerweile ein gro\u00dfer Renner. Im WDR-Fernsehen inzwischen auch erfolgreich, aber es hat lange gedauert. Es war am Anfang \u00fcberhaupt nicht so und das zeigt, dass das Fernsehpublikum h\u00e4ufig ja so seinen Ritualen und gewohnten Erz\u00e4hlweisen nachh\u00e4ngt und man auch Geduld braucht, damit sich auch dieses Publikum auf etwas anderes einl\u00e4sst. Da hat das funktioniert, aber erst in den sp\u00e4teren Staffeln. Wir haben es bei der &#8222;Nachtstreife&#8220; gemerkt, dass wir da im Fernsehen nicht die Reichweiten hatten, die wir uns erhofft haben. Oder jetzt auch bei &#8222;Gro\u00dfstadtklinik&#8220;, was wir um 21 Uhr montags senden. Nach einem gut laufenden Gesundheitsmagazin dachten wir, das passt, sehen wir schon, dass dieses \u00e4ltere Publikum, was da ist, dann mit dieser Erz\u00e4hlart fremdelt. Und das m\u00fcssen wir aushalten. Man wird sehen, ob sich da auch Sehgewohnheiten ver\u00e4ndern, aber man kann, glaube ich, nicht immer den Kompromiss suchen, der dann irgendwie allen gerecht wird. Insofern nehmen wir dann auch eine schlechtere Quote im Linearen in Kauf. <\/p>\n<p>J\u00f6rg Wagner [00:13:27] <strong>Nun ist ja diese Entwicklung, wie sich Dokumentarfilme oder dokumentarische Formate gestalten, ja sehr stark auch technikgetrieben. Also dieses rundum mit Kameras beobachten, Jahrtausendwende mit Big Brother, jetzt ein anderes Format, also gar nicht so sehr dokumentarisch, aber dann doch irgendwie authentischer. Sehen Sie noch andere Dokumentar-Trends, die &#8230;? Also Drohnen ohne Ende sind nat\u00fcrlich eingesetzt worden mittlerweile. Aber was ist so der n\u00e4chste hei\u00dfe &#8222;Schei\u00df&#8220; auf dem Gebiet des Dokumentarfilms, was sich da m\u00f6glicherweise auch in Mediatheken testen lassen kann?<\/strong> <\/p>\n<p>Clemens Bratzler [00:14:01] Also es gibt, glaube ich, so zwei Trends. Das eine ist, was Sie so skizzieren, ist ja diese High-End-Doku, also wirklich optisch opulent mit aufwendigster Kameratechnik umgesetzt, was gerade bei historischen Dokus, also dort, wo Inszenierung auch eine Rolle spielt und das ist aber &#8211; finde ich oft auch &#8211; dar\u00fcber diskutiert: Dokumentation soll authentisch sein, also wenn ich eine historische Doku mache, kann ich nat\u00fcrlich oder muss ich zum Teil auch Reenactment machen. Also ich glaube, dass &#8230; <\/p>\n<p>J\u00f6rg Wagner [00:14:32] <strong>&#8230; also Szenen nachstellen &#8230; <\/strong><\/p>\n<p>Clemens Bratzler [00:14:34] &#8230; Szenen nachstellen bei Dokudramen &#8230; <\/p>\n<p>J\u00f6rg Wagner [00:14:34] <strong>&#8230;, weil es damals einfach noch keinen Film gab. <\/strong><\/p>\n<p>Clemens Bratzler [00:14:35] Also, das ist schon ein Trend. Und es ist nat\u00fcrlich immer die Grenze da erreicht, wo man dann das Gef\u00fchl hat, hier wird nicht mehr die Wirklichkeit dargestellt, sondern eine fernsehgerecht verdichtete Wirklichkeit. Das ist echt &#8230; finde ich eine Gratwanderung, weil &#8230; <\/p>\n<p>J\u00f6rg Wagner [00:14:51] <strong>Stichwort <a href=\"https:\/\/www.wwwagner.tv\/?p=49334\" rel=\"noopener\" target=\"_blank\">&#8222;Lovemobil&#8220;<\/a>.<\/strong> <\/p>\n<p>Clemens Bratzler [00:14:53] &#8222;Lovemobil&#8220; ist ja ein Skandal gewesen, wo im Prinzip die Dokumentarfilmerin dann nachtr\u00e4glich zugegeben hat, dass alle Protagonistinnen\/Protagonisten gar nicht authentisch waren, weil man nat\u00fcrlich \u2026 erst mal waren alle angefixt und dachten, so nah dran zu sein an so einer Prostitutionsszene, wie sie da entlang von Landstra\u00dfen irgendwo in Niedersachsen gibt, das haben wir noch nie gesehen. Ja, das war leider nicht echt, also einerseits fiktionale Sehgewohnheiten dann gerne auch im Dokumentarischen verl\u00e4ngert zu bekommen, ich glaube, da gibt es eine Grenze. Deswegen glaube ich, ist schon der Trend eher das, was wir sehen, die &#8230; diese wirklich wieder st\u00e4rker begleitende, sich Zeit nehmende Dokumentation, wo man \u00fcber &#8230; also nicht immer verdichtet, sondern wo man auch l\u00e4nger mit der Kamera dabei ist. Ich finde den Erfolg der Doku-Serie \u00fcber <a href=\"https:\/\/www.ardmediathek.de\/sendung\/kevin-kuehnert-und-die-spd\/staffel-1\/Y3JpZDovL25kci5kZS80NzI4\/1\/\" rel=\"noopener\" target=\"_blank\">Kevin K\u00fchnert<\/a> zeigt das ja, wo man \u00fcber sechs Folgen einen Politiker beobachtet. Klar, da findet auch Inszenierung statt. Wahrscheinlich inszeniert er sich auch selbst, aber man nimmt sich viel Zeit. <\/p>\n<p>J\u00f6rg Wagner [00:15:50] <strong>Mit Sicherheit.<\/strong> <\/p>\n<p>Clemens Bratzler [00:15:50] Ja mit Sicherheit. Aber man nimmt sich sehr viel Zeit. <\/p>\n<p>O-Ton [00:15:53] <em>Er will eine SPD, die anders ist. Kevin K\u00fchnert, Kanzlerkandidat. &#8211; Damit diese Partei wieder das ausstrahlt, was sie verdient auszustrahlen. Kevin K\u00fchnert, Juso-Vorsitzender. Kevin K\u00fchnert. Kevin K\u00fchnert, Kevin K\u00fchnert. Wir haben ein Interesse daran, dass hier noch was \u00fcbrig bleibt von diesem Laden. Verdammt noch mal!<\/em> <\/p>\n<p>Clemens Bratzler [00:16:13] Drei Jahre an der Umsetzung und dann f\u00fcr den Zuschauer, der Zuschauerin auch \u00fcber sechs Folgen. Und man kriegt einen Einblick, der einen noch mal einen ganz anderen gibt, als wenn ich das verdichtete. Und ich glaube diese auch Echtzeit-Experimente, sowas sehe ich schon noch als weiteren Trend an. Und eben das Erz\u00e4hlen aus anderen Perspektiven heraus. Themen aus einer Zielgruppe heraus erz\u00e4hlen. Das m\u00fcssen nicht immer nur Polizistinnen\/Polizisten sein, die sozusagen selbst auch ihre Perspektive darstellen und das m\u00f6glichst unkommentiert und nicht bewertet. <\/p>\n<p>Daniel Bouhs [00:16:52] <strong>Kommen wir &#8211; Sie haben die K\u00fchnert-Dokumentationsreihe &#8211; oder Portr\u00e4treihe ist es ja eigentlich eher &#8211; angesprochen, die vom Norddeutschen Rundfunk kam. Dort konnte man etwas sehen und Sie sind ja f\u00fcr die Mediathek &#8211; also der SWR ist ja Federf\u00fchrer in der ARD, was die Mediathek angeht &#8211; damit auch zust\u00e4ndig. Es stand der erste Teil der K\u00fchnert-Reihe &#8211; es waren, glaube ich, sechs Teile &#8211; &#8230;<\/strong><\/p>\n<p>Clemens Bratzler [00:17:14] Hm. <\/p>\n<p>Daniel Bouhs [00:17:14] <strong>&#8230; auf YouTube und nicht mehr die ganze Serie, sondern am Ende gab es dann einen Hinweis: Wenn Ihr die weiteren Folgen sehen wollt: Hier klicken weiter in die ARD-Mediathek. Das ist die sogenannte R\u00fcckf\u00fchrungsstrategie. Also die ARD bem\u00fcht sich, Leute von YouTube, wo man massig Material rein geschoben hat fr\u00fcher, auf die eigene Plattform zu holen, die mehr sein soll inzwischen als ein digitaler Videorekorder, sag ich jetzt mal, also eine Plattform, um Programm nachzuschauen. Hegen Sie tats\u00e4chlich realistisch die Hoffnung, dass Sie es schaffen, dass Publikum, das man \u00fcber Jahre daran gew\u00f6hnt hat, dass man auf YouTube auch alles findet, auf die eigene Plattform umzulenken am Ende?<\/strong> <\/p>\n<p>Clemens Bratzler [00:17:57] Was hei\u00dft &#8222;Hegen Sie die Hoffnung&#8220;? Ich halte das f\u00fcr essenziell, sich nicht abh\u00e4ngig zu machen von Drittplattformen. Ich gebe zu, dass wir lange Zeit eine andere Strategie gefahren haben &#8230; <\/p>\n<p>Daniel Bouhs [00:18:09] <strong>War das ein Fehler?<\/strong> <\/p>\n<p>Clemens Bratzler [00:18:11] W\u00fcrde ich &#8230; ja was. Fehler finde ich immer &#8230; also &#8230; <\/p>\n<p>Daniel Bouhs [00:18:14] <strong>So wie die Zeitungen hatten ja &#8230; sprechen ja inzwischen auch von einem Geburtsfehler ihrer Geschichte, was das Internet angeht, dass sie jahrelang kostenlosen Content ver\u00f6ffentlicht haben und jetzt pl\u00f6tzlich daf\u00fcr Geld wollen im Netz und genauso k\u00f6nnte man ja sagen, war es ein Geburtsfehler, beispielsweise von \u00f6ffentlich-rechtlichen Anstalten zu sagen: Komm, wir schieben mal unsere ganzen sch\u00f6nen Inhalte auf Plattformen wie YouTube.<\/strong> <\/p>\n<p>Clemens Bratzler [00:18:36] Ich sehe es nicht ganz so schwarz-wei\u00df, weil es tats\u00e4chlich, finde ich eine differenzierte Betrachtung ist. Ich denke, zun\u00e4chst einmal ist unsere Aufgabe, m\u00f6glichst die gesamte Bev\u00f6lkerung zu erreichen. Und wenn bestimmte Teile der Bev\u00f6lkerung sich nur noch oder haupts\u00e4chlich auf bestimmten Plattformen bewegen, dann sollten wir ihnen die Chance geben, dass sie unsere wertvollen Inhalte dort finden und wir diese Plattformen nicht privaten Anbietern \u00fcberlassen. Insofern bin ich nach wie vor auch ein Anh\u00e4nger derer, die sagen: Ja, wir m\u00fcssen auch Inhalte durchaus f\u00fcr Drittplattformen produzieren. Wichtig ist, dass erkennbar ist, dass sie von uns sind. Das ist wichtig. Da haben wir am Anfang vielleicht nicht genug Wert daraufgelegt und dass die Leute sehen: Okay, das wird vom Rundfunkbeitrag finanziert. So &#8230; <\/p>\n<p>J\u00f6rg Wagner [00:19:17] <strong>Das war bei &#8222;funk&#8220; am Anfang so ein bisschen versteckt, &#8230; <\/strong><\/p>\n<p>Clemens Bratzler [00:19:20] Genau. <\/p>\n<p>J\u00f6rg Wagner [00:19:20] <strong>&#8230; dass das als ARD\/ZDF &#8230;<\/strong><\/p>\n<p>Clemens Bratzler [00:19:22] Am Anfang haben wir so gedacht, das ist vielleicht uncool. Inzwischen hat man festgestellt, es wird auch bei jungen Leuten durchaus als Qualit\u00e4tsmerkmal angesehen und deswegen \u00e4ndern wir das. Also das finde ich am allerwichtigsten, dass der Inhalt mit uns verbunden wird. So dann &#8230; trotzdem wissen wir, eine Drittplattform wie auch YouTube kann jederzeit die Modalit\u00e4ten, den Algorithmus \u00e4ndern. Ob die Inhalte dann noch so verbreitet werden oder irgendwie runter priorisiert, das wissen wir, haben wir nicht in der Hand, weshalb wir uns davon nicht abh\u00e4ngig machen k\u00f6nnen. Deswegen sagen wir, muss trotzdem die Strategie sein, die Erstplattformen unserer eigenen Hand so stark wie m\u00f6glich zu machen. Das ist schwierig. Und ich w\u00fcrde nicht von einem Fehler reden, aber wir sind sp\u00e4t dran, ja? Wir haben sehr lange gebraucht, bis wir die Mediathek auch in einen Zustand gebracht haben, dass sie wirklich konkurrenzf\u00e4hig jetzt mehr und mehr wird und YouTube \u2026 <\/p>\n<p>J\u00f6rg Wagner [00:20:11] <strong>Also auch technisch.<\/strong> <\/p>\n<p>Clemens Bratzler [00:20:13] Auch technisch. YouTube ist nat\u00fcrlich eine Plattform &#8230; gut da sitzen wei\u00df nicht, wie viele Techniker, die diese Plattform seit Jahren machen. Das ist nat\u00fcrlich auch &#8230; es ist ein unklar &#8230; David gegen Goliath, ja? Und nat\u00fcrlich auch ich als Nutzer wei\u00df, das ist die einfachste Geschichte, was zu finden, die Empfehlungen, Dinge zu abonnieren: Das kann man kaum aufholen. Und wir untersuchen im Moment sehr intensiv, f\u00fcr welche Inhalte sind Nutzerinnen\/ Nutzer bereit, auch die Plattform zu wechseln und zu uns zu kommen? Und bei Fiktion zum Beispiel und auch hochwertiger Doku sind Sie bereit. Wenn es um einzelne Nachrichten oder Servicebeitr\u00e4ge geht, sind sie nicht zwingend bereit, die Plattform zu wechseln. Und dann w\u00e4re es ein Fehler zu sagen, das gibt es dann nur noch in der Mediathek. Also wir werden eine differenzierte Strategie fahren und das Beispiel, was Sie nannten: Eine Folge gibt&#8217;s, dann wer weiter sehen will, muss die Plattform wechseln, das ist jetzt genauso ein Versuch zu schauen. Und man sieht auch bei dem Beispiel, dass das funktioniert hat, dass &#8230; ich hab&#8216; die Zahlen nicht im Kopf, aber doch eine erkleckliche Zahl von Nutzerinnen\/ Nutzern dann auf die eigene Plattform gewechselt hat. Und wir probieren, wie gesagt, verschiedene Strategien, in verschiedenen Genres gerade aus, weil wir uns nicht komplett abh\u00e4ngig machen werden, aber es wird nicht so schwarz-wei\u00df sein, dass wir sagen, irgendwann gibt es nur noch Inhalte auf den Erstplattformen. <\/p>\n<p>J\u00f6rg Wagner [00:21:24] <strong>Sie haben jetzt die Millionengrenze geknackt bei den personalisierten Zug\u00e4ngen in die ARD-Mediathek. Ist das etwas, wo Sie sich noch mehr erhoffen? Oder ist das schon, sagen wir mal, ein Pfund, mit dem Sie wuchern k\u00f6nnen? Und wie wollen Sie, das die Anschlussfrage gleich mit ran &#8211; den Zuschauern, den Zuschauern schmackhaft machen, sich dort einzutragen? Weil der Trend geht ja eher dahin, dass man eigentlich nicht erkannt werden will.<\/strong> <\/p>\n<p>Clemens Bratzler [00:21:48] Ja, also erstmal es w\u00e4chst. Ich glaube, es sind 1,3 Millionen inzwischen. Und wer den Login nutzt, merkt nat\u00fcrlich auch, welche Vorteile er oder sie hat. <\/p>\n<p>J\u00f6rg Wagner [00:21:56] <strong>Nennen Sie die kurz.<\/strong> <\/p>\n<p>Clemens Bratzler [00:21:57] Na ja, gut, man kann wirklich die Nutzung personalisieren. Man kann dann wirklich Device-unabh\u00e4ngig weiterschauen. Man bekommt jetzt schrittweise auch mehr Inhalte empfohlen, die passen. Es wird im n\u00e4chsten Jahr eine M\u00f6glichkeit geben, regionale Inhalte zu bekommen. Also der Mehrwert wird immer gr\u00f6\u00dfer und wir arbeiten ja an einem sogenannten ARD-Login. Das hei\u00dft, im Prinzip ist die Vision, dass man sich mit dem Login f\u00fcr alle Plattformen anmeldet: Audiothek, Mediathek, also man im Prinzip damit auch plattform\u00fcbergreifend Inhalte passgenau bekommt. Wir haben da kein kommerzielles Interesse dran. Wir werden die Daten auch &#8211; anders als andere Anbieter &#8211; in keinster Weise kommerziell nutzen. Aber wir versuchen dem Nutzer zu zeigen: Du kriegst damit ein noch besseres Angebot und ich hoffe, dass da mehr Leute noch von Gebrauch machen. F\u00fcr uns hat es auch den Effekt, dass wir nat\u00fcrlich st\u00e4rker auch sehen k\u00f6nnen. Okay, was interessiert einen Nutzer, der sich f\u00fcr &#8230; <\/p>\n<p>J\u00f6rg Wagner [00:22:59] <strong>&#8230; als Marktforschungstool.<\/strong> <\/p>\n<p>Clemens Bratzler [00:23:01] &#8230; als Marktforschungstool. Insofern hat es f\u00fcr uns auch einen Wert. Aber in erster Linie glauben wir, dass wir passgenaue Angebote machen. Deswegen machen wir daf\u00fcr &#8230; nicht aktiv Werbung, aber versuchen, Leute zu \u00fcberzeugen. Und die Wachstumsraten sind auch so, dass es jetzt im Moment erst mal keinen Anlass besteht, daran zu zweifeln, dass das auch viele machen werden. <\/p>\n<p>J\u00f6rg Wagner [00:23:20] <strong>Sie haben nicht nur tats\u00e4chlich die Mediathek inzwischen entdeckt, als Videorekorder nachtr\u00e4glich, um sich das anzugucken, was man verpasst hat oder zeitsouver\u00e4n zu nutzen, sondern Sie haben auch webonly-Formate drin. Sie wollen das ausbauen und killen damit dem Fernsehen die Pr\u00e4mieren-Funktionen. Das kann man schon so sagen, ne? Also das Fernsehen ist jetzt nicht mehr sozusagen das Leitmedium und hier ziehen wir den Vorhang auf und Ihr seid jetzt alle wie um ein Lagerfeuer geschart dabei, wenn wir euch zum ersten Mal einen Film zeigen.<\/strong> <\/p>\n<p>Clemens Bratzler [00:23:52] Wobei, das stimmt nicht ganz, weil zum Beispiel der &#8222;tatort&#8220; immer noch Premiere &#8230; <\/p>\n<p>J\u00f6rg Wagner [00:23:58] <strong>Ja, aber Sie s\u00e4gen an dem Ast, an dem linearen Fernseh-Ast. Ist das innerhalb der ARD diskutiert, dass man m\u00f6glicherweise mit selbst dran schuld ist am Tod des linearen Fernsehens? <\/strong><\/p>\n<p>Clemens Bratzler [00:24:08] Also es wird dar\u00fcber diskutiert. Ich sehe es nur nicht so. Also ich betone, wir reden jetzt sehr viel \u00fcber Mediathek und Nonlineares, weil wir da so einen gro\u00dfen Nachholbedarf haben. Uns ist die Bedeutung des linearen Verbreitungsweges, das gilt ja f\u00fcrs Radio auch und vielleicht sogar noch st\u00e4rker, dass wir alleine im SWR-Sendegebiet zum Beispiel mit unseren Radiowellen jeden Tag sieben Millionen Menschen erreichen. Also das ist ein Wert, den wollen wir nicht abs\u00e4gen. Wir m\u00fcssen nur konstatieren, dass die Gewohnheiten sich beim Fernsehen aber ver\u00e4ndern.<\/p>\n<p>J\u00f6rg Wagner [00:24:38] <strong>Sie m\u00fcssen nichts zuerst zeigen. Das ist Quatsch. Also da zeitgleich etwas zu zeigen, da sind Sie auch bei den jungen Zuschauern.<\/strong> <\/p>\n<p>Clemens Bratzler [00:24:45] Ja, es gibt ja verschiedene Varianten. Ich wei\u00df nicht, wo der Nachteil jetzt liegt f\u00fcr zum Beispiel ein lineares Publikum, wenn eine Serie schon eine Woche vorher in der Mediathek ist. Man kann ja trotzdem, wenn man sie lieber linear schaut, dort schauen. Also die Frage ist, enthalten wir irgendjemandem etwas vor? Ja, und es gibt nach wie vor &#8230;<\/p>\n<p>J\u00f6rg Wagner [00:25:04] <strong>Der Glanz des Fernsehens wird dadurch geringer, dass man denkt, das ist das Abspielprogramm der Mediathek.<\/strong> <\/p>\n<p>Clemens Bratzler [00:25:09] Und umgekehrt kann man sagen: Die Mediathek darf auch nicht Wiederholungsprogramm des linearen Fernsehen sein. <\/p>\n<p>J\u00f6rg Wagner [00:25:14] <strong>Nein, zeitgleich zum Beispiel.<\/strong> <\/p>\n<p>Clemens Bratzler [00:25:14] Ja gut, aber was hei\u00dft zeitgleich? Also jetzt &#8230; nehmen wir zum Beispiel in der &#8230; wir haben bei den Mittwochsfilmen, die sind, glaube ich, f\u00fcnf Tage vorher in der Mediathek und dann findet das Publikum die dort. Das hat sich jetzt bei der linearen Quote in keinster Weise negativ bemerkbar gemacht. <\/p>\n<p>J\u00f6rg Wagner [00:25:31] <strong>Nein, es geht um das Image, dass man langfristig an dem &#8230; an dem &#8230;<\/strong><\/p>\n<p>Clemens Bratzler [00:25:34] Ja, aber die Frage ist ja, das wird immer so ein Paket gedacht. Wir ver\u00f6ffentlichen ja schon zeitnah und aber zum Beispiel es gibt dann eben das komplette Box-Set einer Serie auch komplett f\u00fcr die Mediatheksnutzung. Da warten wir jetzt nicht ab, bis im Fernsehen irgendwann die letzte Folge gelaufen ist. <\/p>\n<p>J\u00f6rg Wagner [00:25:48] <strong>Bei Netflix passiert das. Die machen \u2026 die sind inzwischen kl\u00fcger geworden und machen so Doppelfolgen. Und dann die n\u00e4chste Woche geht&#8217;s weiter.<\/strong> <\/p>\n<p>Clemens Bratzler [00:25:55] Ja, ich wei\u00df, wenn man es schafft. Also wenn Produkte, sag ich mal, dann es schaffen, dass Leute so hei\u00df drauf sind, dass sie dann auch sagen wir warten Woche f\u00fcr Woche, kann man das machen. Ich w\u00fcrde auch nicht ausschlie\u00dfen, dass wir so Wege gehen. Ich finde nur, also Sie werten es jetzt immer so ein bisschen. Es geht am Ende &#8230; <\/p>\n<p>J\u00f6rg Wagner [00:26:12] <strong>Ich provoziere Sie einfach.<\/strong> <\/p>\n<p>[00:26:13] Ja, Sie provozieren, aber ich empfinde es als Wertung. Ich sehe es so: Wir m\u00fcssen die Dinge verzahnen. Es wird Dinge geben, die werden wir nur f\u00fcr die Mediathek machen. Es gibt auch nach wie vor Dinge, die eigentlich nur f\u00fcr&#8217;s Lineare sind, auch wenn sie vielleicht in der Mediathek zu sehen sind. Es gibt Dinge wie den <a href=\"https:\/\/www.ardmediathek.de\/tatort\/\" rel=\"noopener\" target=\"_blank\">&#8222;tatort&#8220;<\/a>, wo wir sehr viel Wert darauflegen, dass dieses Event Sonntag 20:15 Uhr eines bleibt, wo es keine Vorab-Ver\u00f6ffentlichung gibt. Also ich glaube, es sind abgestufte Antworten und es geht nicht darum, nur noch ein attraktives lineares Programm zu machen. Aber man muss schon auch sehen, wenn sich Nutzungsverhalten \u00e4ndert, dass bestimmte Dinge m\u00f6glicherweise auf der einen Plattform besser aufgehoben sind als auf der anderen. <\/p>\n<p>J\u00f6rg Wagner [00:26:52] <strong>Aber sie \u00e4ndern sich ja nicht automatisch, sondern weil sie mit dran drehen. Das ist ja das, was ich meine, dass Sie vielleicht die Ursache sind f\u00fcr ein anderes Nutzungsverhalten, wenn sie dem linearen Fernsehen sozusagen den Glanz abgraben.<\/strong> <\/p>\n<p>Clemens Bratzler [00:27:06] Ja, die Frage w\u00e4re jetzt, an welcher Stelle graben wir ihm den Glanz ab? <\/p>\n<p>J\u00f6rg Wagner [00:27:09] <strong>Weil man eben eine Woche vorher schon das kriegt, was man eigentlich eine Woche sp\u00e4ter auch sehen k\u00f6nnte, weil es keinen Aktualit\u00e4tendruck gibt. <\/strong><\/p>\n<p>Clemens Bratzler [00:27:15] Also ich w\u00fcrde deshalb widersprechen, weil wir die Beobachtung machen, dass es dann oft auch so ist: Es l\u00e4uft die Woche vorher. Es gibt die erste Presseberichterstattung. Leute fangen an das zu gucken, empfehlen das weiter, ja? Ich habe oft schon meinem Vater, der eher linear guckt, gesagt: Ich habe das gesehen in der Mediathek, wenn das am Mittwoch l\u00e4uft, schau dir das an. Also ich w\u00fcrde widersprechen, zu sagen, dass das automatisch dem anderen Medium den Glanz nimmt. Das Thema Premiere ist ja ein Unterschied, ob etwas jetzt eine Woche in der Mediathek ist oder ob es altes Zeug ist, was seit drei Jahren irgendwo schon versendet wird. Ich glaube, das kann das Publikum schon unterscheiden. Das Ziel muss eigentlich sein, die beiden Ausspielwege optimal miteinander zu verzahnen und auch die Kraft beider Ausspielwege zu nutzen. Nicht umsonst &#8211; Sie sagen es ja &#8211; haben andere &#8230; Netflix hat in Frankreich eine Sendelizenz beantragt, weil sie wissen, dass das Lineare auch eine Kraft hat. Wir haben beides und es geht, glaube ich, darum, die Wege zu finden: Wie kann man die Inhalte so auf beide Plattformen kriegen, dass die sich gut erg\u00e4nzen? Und wir probieren da vieles aus. Also es ist im Moment noch nicht gesagt bei allem, wie es dann k\u00fcnftig l\u00e4uft. Wir experimentieren. <\/p>\n<p>Daniel Bouhs [00:28:23] <strong>Vielleicht abschlie\u00dfend. Zwei mal zwei. Mit welchen zwei nonfiktionalen und zwei fiktionalen Inhalten wird denn der SWR 2022 dazu beitragen, dass Menschen im Idealfall die ARD-Mediathek anw\u00e4hlen?<\/strong> <\/p>\n<p>Clemens Bratzler [00:28:37] Ich fange mal mit einem an, der beides ist. Wir werden im M\u00e4rz einen gro\u00dfen crossmedialen Themenschwerpunkt &#8222;Unser Wasser&#8220; machen zum Kampf um Wasser, gegen Wasserknappheit, Wasserrechte. Ein investigatives Projekt von Daniel Harrich, mit dem wir auch schon &#8222;Meister des Todes&#8220; gemacht haben zu Waffengesch\u00e4ften. Und das ist etwas, auf was ich mich wirklich freue, weil es alles bringt. Es wird eine Doku-Serie f\u00fcr die Mediathek geben. Es wird auch im Social-Media-Bereich Inhalte geben. Es wird Publikumsaktionen geben und es wird eine gro\u00dfe fiktionale Erz\u00e4hlung geben, mit wahren Hintergr\u00fcnden prominent besetzt, die linear wie auch in der Mediathek l\u00e4uft. Und die Hoffnung ist schon in dieser Ballung sozusagen der Formate dann beide Publika, sag ich mal, oder alle Publika auf unterschiedlichen Plattformen f\u00fcr ein Thema zu interessieren, was jetzt nicht so im Vordergrund steht, aber wo es wirklich sehr spannende, auch investigative Erkenntnisse gibt. Das ist sozusagen beides: Fiktion und Nicht-Fiktion, weil das f\u00fcr den SWR tats\u00e4chlich auch oft ein Weg ist, Hybrid-Themen umzusetzen. Und ein zweites fiktionales Beispiel ist &#8222;Das durchsto\u00dfene Herz&#8220; &#8211; die erste fiktionale Umsetzung der Flugschaukatastrophe von Rammstein. Ein sehr, sehr aufwendiger Fernsehfilm. Auch ein Wagnis, weil man nat\u00fcrlich immer Angst hat, da in einen Katastrophenfilm irgendwie zu schlittern. Das glaube ich, nach allem, was ich gesehen habe, dass das nicht passiert. Das wird sicherlich auch gro\u00dfe &#8230; gro\u00dfe Aufmerksamkeit nach sich ziehen. Und vielleicht als letztes Beispiel noch eine Doku-Reihe. Ich habe bei K\u00fchnert gesprochen, da wussten wir noch nicht, dass K\u00fchnert so erfolgreich wird. Aber wir haben eine Reihe in mache &#8222;100 Tage&#8220;, die Jungpolitikerinnen und Jungpolitiker in Berlin jetzt begleitet, 100 Tage nach der Wahl. Sehr dicht, pers\u00f6nlich, beobachtend. Was passiert da auf politischer Ebene, aber auch privat? Und auch das wird hoffentlich in der Mediathek Aufmerksamkeit bekommen. <\/p>\n<p>Clemens Bratzler [00:30:45] <strong>Wen haben Sie da begleitet?<\/strong> <\/p>\n<p>Clemens Bratzler [00:30:46] Es ist eine gro\u00dfe Spannbreite von J\u00fcngeren und schon etwas Etablierteren. Also der prominenteste ist Lars Klingbeil, der jetzt m\u00f6glicherweise SPD-Vorsitzender wird. Auf jeden Fall jetzt schon, dann doch in vorderster Front steht, der aber eben bereit war auch, sich in diese Weise jetzt \u00fcber 100 Tage von uns, von der Kamera beobachten zu lassen. Aber es ist auch Johannes Vogel, der Generalsekret\u00e4r der FDP von NRW dabei und auch weniger Prominente. Also wir haben eine Mischung gemacht aus schon etwas etablierteren Namen und weniger Etablierten, ja. <\/p>\n<p>J\u00f6rg Wagner [00:31:22] <strong>Vielen Dank f\u00fcr das Gespr\u00e4ch und toi, toi, toi dann f\u00fcr den weiteren Boost bei der ARD-Mediathek. Vielen Dank! <\/strong><\/p>\n<p>Daniel Bouhs [00:31:30] <strong>Clemens Bratzler, Programmdirektor des SWR und zunehmend nat\u00fcrlich auch jemand, der f\u00fcr digitale Plattformen mit sorgen muss. Danke sch\u00f6n!<\/strong> <\/p>\n<p>Clemens Bratzler [00:31:39] Danke Ihnen f\u00fcr das Interesse. Vielen Dank! <\/p>\n<\/blockquote>\n<p><\/div><\/div>\n<div style=\"height:10px;\"><\/div>\n<hr \/>\n<div style=\"height: 5px;\"><\/div>\n<p><html><br \/>\n     <head><\/p>\n<style type=\"text\/css\">\n       body {\n                     background: #DADADA;\n       }\n      <\/style>\n<p>     <\/head><br \/>\n     <body><br \/>\n<\/body><br \/>\n    <\/html><br \/>\n<script src=\"https:\/\/apis.google.com\/js\/plusone.js\" type=\"text\/javascript\">\/\/ < ![CDATA[ {lang: 'de'} \/\/ ]]><\/script><br \/>\n<script src=\"http:\/\/twittercounter.com\/embed\/?username=medienmagazin&amp;style=avatar\" type=\"text\/javascript\"><\/script><\/p>\n<p><noscript><a href=\"http:\/\/twittercounter.com\/medienmagazin\">medienmagazin on Twitter Counter<\/a><\/noscript><\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>No audio playback capabilities, please download the audio belowDownload Audio: Closed Format: MP3 Wer: * Clemens Bratzler, Programmdirektor Information, Sport, Film, Service und Unterhaltung des SWR * Daniel Bouhs, Freier Medienjournalist * J\u00f6rg Wagner, Freier Medienjournalist Was: Gespr\u00e4ch \u00fcber die Rolle des Linearen Wann: rec.: 05.11.2021, ca. 14:00 Uhr, gesendet in einer 18:05-Fassung im radioeins-Medienmagazin [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_monsterinsights_skip_tracking":false,"_monsterinsights_sitenote_active":false,"_monsterinsights_sitenote_note":"","_monsterinsights_sitenote_category":0,"footnotes":""},"categories":[17],"tags":[955,957,460],"class_list":["post-50875","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-aktuell","tag-ard-mediathek","tag-plattformen","tag-swr"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.wwwagner.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/50875","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.wwwagner.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.wwwagner.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.wwwagner.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.wwwagner.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=50875"}],"version-history":[{"count":8,"href":"https:\/\/www.wwwagner.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/50875\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":50888,"href":"https:\/\/www.wwwagner.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/50875\/revisions\/50888"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.wwwagner.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=50875"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.wwwagner.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=50875"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.wwwagner.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=50875"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}