{"id":50907,"date":"2021-11-20T18:06:56","date_gmt":"2021-11-20T16:06:56","guid":{"rendered":"https:\/\/www.wwwagner.tv\/?p=50907"},"modified":"2021-11-24T05:04:18","modified_gmt":"2021-11-24T03:04:18","slug":"propagandaschlacht-die-lage-an-der-belarussisch-polnischen-grenze","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.wwwagner.tv\/?p=50907","title":{"rendered":"PROPAGANDASCHLACHT: Die Lage an der belarussisch-polnischen Grenze"},"content":{"rendered":"<figure id=\"attachment_50917\" aria-describedby=\"caption-attachment-50917\" style=\"width: 1100px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.wwwagner.tv\/wp-content\/uploads\/20211124_wilczynski_martha_mS_1100\u00d7546.jpg\" alt=\"\" width=\"1100\" height=\"546\" class=\"size-full wp-image-50917\" srcset=\"https:\/\/www.wwwagner.tv\/wp-content\/uploads\/20211124_wilczynski_martha_mS_1100\u00d7546.jpg 1100w, https:\/\/www.wwwagner.tv\/wp-content\/uploads\/20211124_wilczynski_martha_mS_1100\u00d7546-300x149.jpg 300w, https:\/\/www.wwwagner.tv\/wp-content\/uploads\/20211124_wilczynski_martha_mS_1100\u00d7546-768x381.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1100px) 100vw, 1100px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-50917\" class=\"wp-caption-text\">Martha Wilczynski | Foto: ARD<\/figcaption><\/figure>\n<div style=\"height:20px;\"><\/div>\n<div style=\"height:30px;\"><\/div>\n <audio   controls > <source src=\"http:\/\/www.wwwagner.tv\/audio\/20211120_1805_radioeins_belarus_wilczynski_martha_192.mp3\" type='audio\/mpeg' \/> <object   type=\"application\/x-shockwave-flash\"  data=\"https:\/\/www.wwwagner.tv\/wp-content\/plugins\/wphtml5player\/inc\/flowplayer.swf\"  width=\"400\"  height=\"30\"> <param name=\"movie\" value='https:\/\/www.wwwagner.tv\/wp-content\/plugins\/wphtml5player\/inc\/flowplayer.swf' \/><param name=\"allowfullscreen\" value='false' \/><param name=\"cachebusting\" value='true' \/><param name=\"bgcolor\" value='#000000' \/><param name=\"flashvars\" value='config={\"plugins\":{\"controls\":{\"height\":30,\"autoHide\":false,\"fullscreen\":false}},\"clip\":{\"autoPlay\":false,\"url\":\"http:\\\/\\\/www.wwwagner.tv\\\/audio\\\/20211120_1805_radioeins_belarus_wilczynski_martha_192.mp3\"},\"playlist\":[{\"autoPlay\":false,\"url\":\"http:\\\/\\\/www.wwwagner.tv\\\/audio\\\/20211120_1805_radioeins_belarus_wilczynski_martha_192.mp3\"}],\"play\":{\"opacity\":0}}' \/>  No audio playback capabilities, please download the audio below<br \/><strong>Download Audio:<\/strong> Closed Format: <a href=\"http:\/\/www.wwwagner.tv\/audio\/20211120_1805_radioeins_belarus_wilczynski_martha_192.mp3\">MP3<\/a> <\/object> <!-- Generated by HTML5 Multimedia Framework (http:\/\/code.google.com\/p\/html5videoplayer) --> <\/audio>  \n<div style=\"height:10px;\"><\/div>\n<p><u>Wer<\/u>:<br \/>\n* <a href=\"https:\/\/www1.wdr.de\/unternehmen\/der-wdr\/standorte\/auslandsstudios\/martha-wilczynski-100.html\" rel=\"noopener\" target=\"_blank\">Martha Wilczynski<\/a>, ARD Moskau, vor Ort in Belarus<br \/>\n* Daniel Bouhs, Freier Medienjournalist<br \/>\n* J\u00f6rg Wagner, Freier Medienjournalist<br \/>\n<u>Was<\/u>: Leitungsgespr\u00e4ch \u00fcber die journalistischen Arbeitsbedingungen und verschiedenen Interessen der Beteiligten im Fl\u00fcchtlingsgebiet<br \/>\n<u>Wann<\/u>: 20.11.2021, 18:05 Uhr, im radioeins-Medienmagazin am 20.11.2021 und in einer gek\u00fcrzten Fassung im rbb Inforadio, 21.11.2021, 19:43 Uhr<\/p>\n<div style=\"height:10px;\"><\/div>\n<div id='stb-container-1118' class='stb-container-css stb-custom-container stb-no-caption stb-image-none stb-ltr stb-border stb-side'><aside class='stb-icon'><img src='http:\/\/www.wwwagner.tv\/wp-content\/plugins\/wp-special-textboxes\/themes\/stb-dark\/heart.png'><\/aside><div id='stb-box-1118' class='stb-custom_box stb-box' ><br \/>\n<span style=\"font-size: 11pt; font-family: tahoma,arial,helvetica,sans-serif;\"><br \/>\n(w\u00f6rtliches Transkript, H\u00f6rverst\u00e4ndnisfehler vorbehalten)<\/p>\n<div style=\"height: 20px;\"><\/div>\n<blockquote><p>\nMartha Wilczynski [00:00:01] <em>Dicht dr\u00e4ngen sich die rund 30 Kinder an den Absperrzaun. Ihre Kleidung ist schmutzig und abgewetzt, ihre Augen aber leuchten vor Freude und Aufregung. Viktor Liskovic schaut sich die Szene zufrieden an, zust\u00e4ndig f\u00fcr die Region Grodno und damit auch f\u00fcr das vor wenigen Tagen in einem Logistikzentrum unweit der polnischen Grenze neu errichtete Fl\u00fcchtlingslager. Die Spielsachen, erkl\u00e4rt er, seien Spenden von belarussischen Kindern und Familien. Auch den belarussischen Fernsehteams gefallen die Bilder. Sie filmen, wie Liskovic und seine Mitarbeiterin die Gruppe animieren, englische S\u00e4tze in ein Megafon zu rufen. \u201eIch liebe Belarus und Danke Belarus.\u201c Ebenso scheint ihnen zu gefallen, dass wir als deutsches Radio- und Fernsehteam diese Szenen mitbekommen. Nicht selten sind die Kameras vor allem auf uns gerichtet.<\/em> (Auszug, Reportage \u201cZwischen Hoffnung und Verzweiflung, Migranten in Belarus\u201d, 20.11.2021)<\/p>\n<p>Daniel Bouhs [00:01:01] <strong>Das war unsere Kollegin Martha [Wilczynski] aus dem ARD-Studio Moskau mit ihrer aktuellen Reportage an einem Fl\u00fcchtlingscamp in Belarus f\u00fcr den ARD H\u00f6rfunk. Wir begr\u00fc\u00dfen sie, wenn jetzt technisch alles geklappt hat, auch live vor Ort an der polnisch-belarussischen Grenze streng getaktet. Wir haben einen Slot seit 18:05 Uhr. Hallo!?<\/strong><\/p>\n<p>Martha Wilczynski [00:01:20] Hallo, guten Abend!<\/p>\n<p>J\u00f6rg Wagner [00:01:22] <strong>Genau. Bevor wir zu dem f\u00fcr ein Medienmagazin wichtigen Aspekt kommen, Frau Wilczynski, wie ein und derselbe Vorgang von beiden L\u00e4ndern vielleicht unterschiedlich in den Medien verbreitet und vielleicht auch instrumentalisiert wird: Wie stellt sich denn f\u00fcr Sie im Moment die aktuelle Lage dar? Wo sind Sie gerade und wie informieren Sie sich?<\/strong><\/p>\n<p>Martha Wilczynski [00:01:41] Also tats\u00e4chlich, wir sind ja gestern vor Ort in diesem Fl\u00fcchtlingslager gewesen. Heute war mein Kollege auch noch mal da. Ich war stattdessen in der Stadt Grodno unterwegs, die ungef\u00e4hr eine halbe Stunde von der Grenze entfernt ist. Also wir versuchen, mit m\u00f6glichst vielen Menschen hier vor Ort zu sprechen, wenn wir jetzt endlich mal die Chance haben, wieder vor Ort in Belarus sein zu k\u00f6nnen. Wir hatten ja \u00fcber Monate versucht, eine journalistische Arbeitserlaubnis, eine Akkreditierung hier zu bekommen und die ist uns immer verwehrt worden. Und erst in dem Moment, wo dieses provisorische Fl\u00fcchtlingslager errichtet wurde, hie\u00df es dann: \u201eSo, jetzt d\u00fcrft ihr kommen.\u201c Also man wollte auch tats\u00e4chlich, dass wir uns das hier angucken, dass wir dar\u00fcber berichten. Es klang ja in dem Beitrag schon an, als wir dort gedreht haben, waren wir f\u00fcr die belarussischen Staatsmedien auch die Sensation. Man will auch nach innen spiegeln: Guckt mal, die westlichen Medien kommen. Die berichten hier r\u00fcber, die schauen sich das an, wie wir hier vermeintlich gut mit den Fl\u00fcchtlingen umgehen und f\u00fchren sich selber quasi den Spiegel vor, dass das Europa eben so grausam ist, diese Fl\u00fcchtlinge nicht reinzulassen. Das ist das Narrativ, was hier verwendet wird.<\/p>\n<p>Daniel Bouhs [00:02:53] <strong>Sie haben auch in Ihrer Reportage, aus der wir einen kleinen Ausschnitt eben h\u00f6ren konnten, schon angedeutet, wie wichtig die Medien vor Ort sind. Haben Sie den Eindruck, dass Sie im konkreten Fall Augenzeugin auch einer Inszenierung geworden sind?<\/strong><\/p>\n<p>Martha Wilczynski [00:03:06] Ja, absolut. Es war wirklich diese Szene mit den Kindern. Es ist nat\u00fcrlich immer schwierig. Einerseits ist es ja sch\u00f6n, wenn Kinder, die in so einer trostlosen Situation sind, auch Spielsachen bekommen. Und ich w\u00fcrde auch sagen, die Geschichte kann ja durchaus wahr sein, dass eben auch andere Kinder gesammelt haben, dass diese Kinder da Spielsachen bekommen und irgendwie ein bisschen Aufheiterung in diesen trostlosen Alltag, aber eben, dass sie dann sp\u00e4ter Megafone bekommen haben, angetrieben wurden, noch mal \u201eIch liebe Belarus!\u201c zu rufen \u2013 es wurden dann auch noch mal H\u00e4nde-hoch-Wellen inszeniert und die Kameras haben das alles mitgenommen. Also man versucht schon Bilder zu produzieren, die man hier im Staatsfernsehen senden kann. Und es waren auch tats\u00e4chlich die Bilder, die wir vorher, bevor wir hierher kommen konnten, aus Moskau dann auch immer beobachtet haben in den belarussischen Staatsmedien: Sehr viele Fl\u00fcchtlinge, die sich bei Belarus bedanken, die sagen, dass sie froh sind \u00fcber diese Aufnahme in diesem Lager. Aber wenn man nat\u00fcrlich mit denen spricht: Klar erz\u00e4hlen die uns dann, wie die Grenzsch\u00fctzer mit ihnen umgegangen sind, bevor sie in dieses Lager gekommen sind. Jetzt in diesem Lager \u2013 okay, sie haben Decken bekommen, sie bekommen auch zu essen. Auf der anderen Seite m\u00fcssen sie dieses Essen auch teuer bezahlen. Also es ist tats\u00e4chlich immer dieses zweischneidige Schwert und es ist dann immer die Frage, worauf man den Fokus legt.<\/p>\n<p>J\u00f6rg Wagner [00:04:29] <strong>Nun ist es aber offenbar ja auch ein objektives Desaster f\u00fcr die Betroffenen. Also dass man Europa, also der EU diesen Spiegel vorh\u00e4lt, kann ich nachvollziehen. Aber wie l\u00e4uft der Kampf um die mediale Deutungshoheit tats\u00e4chlich aus Ihrer Perspektive als ARD-Korrespondentin ab? Es gibt ja auch noch die polnische Seite und es gibt auch eben das, was Sie berichten. Wo m\u00fcssen wir uns da jetzt konkret als Nutzerinnen und Nutzer tats\u00e4chlich die Wahrheit suchen?<\/strong><\/p>\n<p>Martha Wilczynski [00:04:57] Also ich hatte heute ein sehr interessantes Erlebnis, als ich hier in der Stadt Grodno unterwegs war und in der Fu\u00dfg\u00e4ngerzone einfach mal Menschen angesprochen habe, was sie eigentlich \u00fcber diese Fl\u00fcchtlings-, Migrantenkrise an der Grenze denken, waren es gerade die \u00c4lteren, die quasi eins zu eins hier die Staatspropaganda wiedergegeben haben und auch wirklich sehr hart gegen die Polen gewettert haben. Also eine Frau sagte wirklich: \u201eDie Polen sind wie die Tiere, sie verhalten sich absolut unmenschlich.\u201c Es kursiert hier in den Medien das Ger\u00fccht, dass dem Pfefferspray, das sie gegen die Migranten verwendet haben, auch noch Pestizide beigemischt worden seien, um die Menschen absichtlich zu verletzen. Und w\u00e4hrend ich eine Frau vor dem Mikrofon hatte, die all das wiedergab, kam eine polnische Frau auf uns zu, die sagte: \u201eIch kann das ja alles absolut nicht ertragen. Ihr seid doch die, die die Migranten auf uns scheucht. Wir mussten uns wehren.\u201c Also sie kam dann aber auch wieder mit dieser polnischen Erz\u00e4hlung, dass diese Migranten eine Gefahr darstellen und dass quasi diese harte Reaktion des polnischen Grenzschutzes wirklich eine Art Selbstschutz ist. Und die beiden haben sich dann quasi mit den jeweiligen nationalen Darstellungen gestritten. Und es war tats\u00e4chlich einfach sehr spannend zu beobachten, wie da wirklich im echten Leben diese beiden Darstellungsformen aufeinandergeprallt sind.<\/p>\n<p>Daniel Bouhs [00:06:23] <strong>Heute, am Samstag, hat die polnische Regierung der F\u00fchrung in Belarus einen Strategiewechsel vorgeworfen. Der Verteidigungsminister erkl\u00e4rte im \u00f6rtlichen Radio: Kleinere Gruppen von Menschen versuchten an vielen Orten die Grenze zu \u00fcberqueren. Es sei keine Frage, dass diese Angriffe von belarussischen Beh\u00f6rden gesteuert w\u00fcrden. Wie gehen Sie mit solchen Vorw\u00fcrfen um? K\u00f6nnen Sie so etwas \u00fcberhaupt \u00fcberpr\u00fcfen vor Ort?<\/strong><\/p>\n<p>Martha Wilczynski [00:06:47] Also das Problem ist tats\u00e4chlich, dass wir es nicht \u00fcberpr\u00fcfen k\u00f6nnen. Deswegen sind wir sehr vorsichtig zu sagen, es ist so. Also uns ist gestern noch zugesagt worden, dass wir wirklich direkt an die Grenze k\u00f6nnen. Gestern Vormittag hie\u00df es dann: Ne, d\u00fcrfen wir doch nicht. Wir d\u00fcrfen lediglich in dieses Fl\u00fcchtlingslager und uns die Situation dort vor Ort anschauen. Das hei\u00dft, wir von unserer Warte k\u00f6nnen nicht sagen, wie sieht das jetzt in den W\u00e4ldern aus. Aber aus den Gespr\u00e4chen mit den Fl\u00fcchtlingen wissen wir \u2013 also jeder, mit dem wir gesprochen haben, hat gesagt, sie wollen nicht aufgeben, sie wollen weiter versuchen, in die EU zu kommen, sie wollen dort bleiben, sie wollen auch nicht dieses Angebot annehmen, eventuell mit Fl\u00fcgen zur\u00fcck in den Irak zum Beispiel zu kehren. Das hei\u00dft, die Wahrscheinlichkeit, dass es einige versuchen k\u00f6nnten, ist nat\u00fcrlich da. Und was in diesem Fall aber hinzukommt, dass Alexander Lukaschenko im Interview mit der BBC sogar gesagt hat: \u201eJa, vielleicht haben doch sogar belarussische Grenzsch\u00fctzer den Fl\u00fcchtlingen geholfen, nach Polen zu kommen. Ja, und? Wei\u00df ich doch nicht.\u201c Also das war so eine typische Lukaschenko-Aussage, wo man am Ende nat\u00fcrlich nicht wei\u00df, ist es so, ist es nicht so? Aber auch er hat diese Option letzten Endes in den Raum gestellt und da m\u00fcssen wir dann eben gucken, wie wahrscheinlich ist diese Darstellung, und dann aber dennoch vorsichtig bleiben.<\/p>\n<p>Daniel Bouhs [00:08:06] <strong>Belarus hatte in den vergangenen Monaten ja Kolleginnen und Kollegen teilweise auch polizeilich festgehalten, also Journalistinnen und Journalisten und ihre Kamerateams und dann auch ausgewiesen. Es war auch jemand aus Ihrem Team vom Studio Moskau betroffen. Dann gab es nur sehr wenige Presse-Visa. Inzwischen klappt das wieder. Sie sind das beste Beispiel \u2013 wenn ich das richtig mitbekommen habe, ja auch unterwegs zusammen mit dem Fernsehkollegen Demian von Osten. Warum, glauben Sie, hat sich da die Praxis jetzt gerade wieder ge\u00e4ndert?<\/strong><\/p>\n<p>Martha Wilczynski [00:08:34] Also ich glaube tats\u00e4chlich, dass man jetzt will, dass wir uns das anschauen, wie hier mit den Fl\u00fcchtlingen umgegangen wird, dass wir uns eben auch anschauen, wie es in dem Lager aussieht. Es ist ja doch schon so, dass die Leute, die jetzt dort untergebracht sind, zumindest neue Decken, neue Schlafs\u00e4cke, neue Zelte erhalten haben, also in einer Art und Weise schon eine Art von Hilfe ihnen zukommt. Und es k\u00f6nnte tats\u00e4chlich eine doppelte Strategie sein, eben einerseits, dass man hier nach innen kommuniziert, dass man recht gut mit diesen Fl\u00fcchtlingen umgeht. Also das war zum Beispiel auch, kam aus den Gespr\u00e4chen heraus, die ich heute in der Stadt gef\u00fchrt habe, dass vor allem eben Menschen, die Staatsmedien konsumieren, sagen: \u201eSeht doch, es ist doch m\u00f6glich, man kann sich um diese armen Menschen k\u00fcmmern.\u201c Also das ist gerade dieses Narrativ, man muss diesen Menschen helfen und der gute Staat Belarus tut das. Auf der anderen Seite ist es aber eben auch ein Druckmittel nach au\u00dfen, n\u00e4mlich in dem wir nat\u00fcrlich berichten, wie es diesen Menschen geht, n\u00e4mlich dass sie eng an eng in dieser Lagerhalle ausharren m\u00fcssen, was zwar besser ist, als in den W\u00e4ldern zu \u00fcbernachten, aber immer noch kein guter Zustand, will man dar\u00fcber nat\u00fcrlich auch wieder Druck auf die EU aufbauen, dass es da vielleicht doch zu irgendeiner Art von Einigung kommt.<\/p>\n<p>J\u00f6rg Wagner [00:09:50] <strong>Wir haben noch eine Minute die Leitung. Vielleicht ganz kurz noch die Frage: Sind Sie in irgendeiner Form embedded und wie lange sind Ihre Visa g\u00fcltig?<\/strong><\/p>\n<p>Martha Wilczynski [00:09:57] Also ich habe tats\u00e4chlich nur ein Kurzzeit-Visum bis Dienstag. Das werde ich jetzt so gut nutzen, wie es nur geht. Der Kollege hat ein Langfrist-Visum bekommen, was absolut selten ist, worauf wir Monate jetzt gewartet haben. Direkt sind wir nicht embedded. Wir machen, was wir wollen. Uns ist da bisher keiner in die Quere gekommen und wir hoffen, dass es auch dabei bleibt.<\/p>\n<p>J\u00f6rg Wagner [00:10:18] <strong>Unsere Kollegin Martha Wilczynski aus dem ARD-Studio Moskau vor Ort an der belarussischen Seite der Grenze zu Polen mit aktuellen Einsch\u00e4tzungen. Vielen Dank und toi, toi, toi.<\/strong><\/p>\n<p>Martha Wilczynski [00:10:27] Danke auch!<\/p>\n<p>Daniel Bouhs [00:10:28] <strong>Sicheres Arbeiten w\u00fcnschen wir nat\u00fcrlich.<\/strong><\/p>\n<\/blockquote>\n<p><\/div><\/div>\n<div style=\"height:10px;\"><\/div>\n<hr \/>\n<div style=\"height: 5px;\"><\/div>\n<p><html><br \/>\n     <head><\/p>\n<style type=\"text\/css\">\n       body {\n                     background: #DADADA;\n       }\n      <\/style>\n<p>     <\/head><br \/>\n     <body><br \/>\n<\/body><br \/>\n    <\/html><br \/>\n<script src=\"https:\/\/apis.google.com\/js\/plusone.js\" type=\"text\/javascript\">\/\/ < ![CDATA[ {lang: 'de'} \/\/ ]]><\/script><br \/>\n<script src=\"http:\/\/twittercounter.com\/embed\/?username=medienmagazin&amp;style=avatar\" type=\"text\/javascript\"><\/script><\/p>\n<p><noscript><a href=\"http:\/\/twittercounter.com\/medienmagazin\">medienmagazin on Twitter Counter<\/a><\/noscript><\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>No audio playback capabilities, please download the audio belowDownload Audio: Closed Format: MP3 Wer: * Martha Wilczynski, ARD Moskau, vor Ort in Belarus * Daniel Bouhs, Freier Medienjournalist * J\u00f6rg Wagner, Freier Medienjournalist Was: Leitungsgespr\u00e4ch \u00fcber die journalistischen Arbeitsbedingungen und verschiedenen Interessen der Beteiligten im Fl\u00fcchtlingsgebiet Wann: 20.11.2021, 18:05 Uhr, im radioeins-Medienmagazin am 20.11.2021 und [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_monsterinsights_skip_tracking":false,"_monsterinsights_sitenote_active":false,"_monsterinsights_sitenote_note":"","_monsterinsights_sitenote_category":0,"footnotes":""},"categories":[17],"tags":[1196],"class_list":["post-50907","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-aktuell","tag-belarus"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.wwwagner.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/50907","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.wwwagner.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.wwwagner.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.wwwagner.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.wwwagner.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=50907"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/www.wwwagner.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/50907\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":50918,"href":"https:\/\/www.wwwagner.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/50907\/revisions\/50918"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.wwwagner.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=50907"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.wwwagner.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=50907"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.wwwagner.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=50907"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}