{"id":50956,"date":"2021-11-20T18:21:39","date_gmt":"2021-11-20T16:21:39","guid":{"rendered":"https:\/\/www.wwwagner.tv\/?p=50956"},"modified":"2022-02-07T00:11:53","modified_gmt":"2022-02-06T22:11:53","slug":"der-berliner-verlag-auf-schlinger-oder-erfolgskurs","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.wwwagner.tv\/?p=50956","title":{"rendered":"Der Berliner Verlag auf Schlinger- oder Erfolgskurs?"},"content":{"rendered":"<figure id=\"attachment_50958\" aria-describedby=\"caption-attachment-50958\" style=\"width: 1100px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.wwwagner.tv\/wp-content\/uploads\/20191115__DSC2266_berliner_verlag_1100\u00d7604.jpg\" alt=\"\" width=\"1100\" height=\"604\" class=\"size-full wp-image-50958\" srcset=\"https:\/\/www.wwwagner.tv\/wp-content\/uploads\/20191115__DSC2266_berliner_verlag_1100\u00d7604.jpg 1100w, https:\/\/www.wwwagner.tv\/wp-content\/uploads\/20191115__DSC2266_berliner_verlag_1100\u00d7604-300x165.jpg 300w, https:\/\/www.wwwagner.tv\/wp-content\/uploads\/20191115__DSC2266_berliner_verlag_1100\u00d7604-768x422.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1100px) 100vw, 1100px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-50958\" class=\"wp-caption-text\">Berliner Verlag | Foto: \u00a9 J\u00f6rg Wagner<\/figcaption><\/figure>\n<div style=\"height:20px;\"><\/div>\n<div style=\"height:30px;\"><\/div>\n <audio   controls > <source src=\"http:\/\/www.wwwagner.tv\/audio\/20211120_1821_radioeins_knuth_hannah_192.mp3\" type='audio\/mpeg' \/> <object   type=\"application\/x-shockwave-flash\"  data=\"https:\/\/www.wwwagner.tv\/wp-content\/plugins\/wphtml5player\/inc\/flowplayer.swf\"  width=\"400\"  height=\"30\"> <param name=\"movie\" value='https:\/\/www.wwwagner.tv\/wp-content\/plugins\/wphtml5player\/inc\/flowplayer.swf' \/><param name=\"allowfullscreen\" value='false' \/><param name=\"cachebusting\" value='true' \/><param name=\"bgcolor\" value='#000000' \/><param name=\"flashvars\" value='config={\"plugins\":{\"controls\":{\"height\":30,\"autoHide\":false,\"fullscreen\":false}},\"clip\":{\"autoPlay\":false,\"url\":\"http:\\\/\\\/www.wwwagner.tv\\\/audio\\\/20211120_1821_radioeins_knuth_hannah_192.mp3\"},\"playlist\":[{\"autoPlay\":false,\"url\":\"http:\\\/\\\/www.wwwagner.tv\\\/audio\\\/20211120_1821_radioeins_knuth_hannah_192.mp3\"}],\"play\":{\"opacity\":0}}' \/>  No audio playback capabilities, please download the audio below<br \/><strong>Download Audio:<\/strong> Closed Format: <a href=\"http:\/\/www.wwwagner.tv\/audio\/20211120_1821_radioeins_knuth_hannah_192.mp3\">MP3<\/a> <\/object> <!-- Generated by HTML5 Multimedia Framework (http:\/\/code.google.com\/p\/html5videoplayer) --> <\/audio>  \n<div style=\"height:10px;\"><\/div>\n<p><span style=\"font-size: 11pt; font-family: tahoma,arial,helvetica,sans-serif;\"><br \/>\n<u>Wer<\/u>:<br \/>\n* Hannah Knuth, &#8222;Die ZEIT&#8220;, Autorin<br \/>\n* Daniel Bouhs, Freier Medienjournalist<br \/>\n* J\u00f6rg Wagner, Freier Medienjournalist<br \/>\n<u>Was<\/u>: muPRO-Schaltgespr\u00e4ch \u00fcber Recherchen von Hannah Knuth zur &#8222;Berliner Zeitung&#8220;<br \/>\n<u>Wann<\/u>: 20.11.2021, 18:21 Uhr, im radioeins-Medienmagazin am <a href=\"https:\/\/www.wwwagner.tv\/?p=50897\" rel=\"noopener\" target=\"_blank\">20.11.2021<\/a> und in einer gek\u00fcrzten Fassung im rbb Inforadio, 21.11.2021, 19:43 Uhr<\/p>\n<div style=\"height:10px;\"><\/div>\n<div id='stb-container-3524' class='stb-container-css stb-custom-container stb-no-caption stb-image-none stb-ltr stb-border stb-side'><aside class='stb-icon'><img src='http:\/\/www.wwwagner.tv\/wp-content\/plugins\/wp-special-textboxes\/themes\/stb-dark\/heart.png'><\/aside><div id='stb-box-3524' class='stb-custom_box stb-box' ><br \/>\n<span style=\"font-size: 11pt; font-family: tahoma,arial,helvetica,sans-serif;\"><br \/>\n(w\u00f6rtliches Transkript, H\u00f6rverst\u00e4ndnisfehler vorbehalten)<\/p>\n<div style=\"height: 20px;\"><\/div>\n<blockquote><p>\nJ\u00f6rg Wagner [00:00:04] <strong>So, jetzt sind wir erst mal telefonisch verbunden, ich hoffe, das macht jetzt keinen gro\u00dfen Unterschied, qualitativ ist das ein kleiner Abfall zur eben geh\u00f6rten <a href=\"https:\/\/www.wwwagner.tv\/?p=50907\" rel=\"noopener\" target=\"_blank\">Leitung<\/a> nach Belarus. Aber Daniel Bouhs?<\/strong> <\/p>\n<p>Daniel Bouhs [00:00:18] <strong>Ja. Mich interessiert erst mal J\u00f6rg, ob du eigentlich inzwischen auf TikTok bist?<\/strong> <\/p>\n<p>J\u00f6rg Wagner [00:00:24] <strong>Das \u00fcberrascht mich jetzt in diesem Zusammenhang mit unserem Thema, was wir jetzt vorhaben. Aber ich kann ja nicht \u00fcberall sein. Ich war bei Google+. Ich war bei Pinterest. Ich war &#8230; also, nein.<\/strong> <\/p>\n<p>Daniel Bouhs [00:00:33] <strong>Nein. Also ich kann Dir sagen, dass ich da gelegentlich durchaus ja mich durchswipe. Und ich folge dort unter anderem auch einem Amerikaner, der seit etwa 20 Jahren in Berlin lebt. Er macht Comedy, ist aber auch Journalist. Andrew Bulkeley hat im vorigen Jahr 2020 bei der &#8222;Berliner Zeitung&#8220; &#8211; und hier kommen wir zum Thema &#8211;  das englischsprachige Angebot aufgebaut &#8230; <\/strong><\/p>\n<p>J\u00f6rg Wagner [00:00:56] <strong>&#8230; mit dem die Verleger-Familie Friedrich eine neue Zielgruppe adressieren wollte eigentlich.<\/strong> <\/p>\n<p>Daniel Bouhs [00:00:59] <strong>Genau. Aber dann postete Bulkeley diesen Clip:<\/strong> <\/p>\n<p>Andrew Bulkeley [00:01:02] <em>Also, ich habe vor ein paar Wochen gesagt, ich sei Journalist bei einer Berliner Tageszeitung, aber ich muss jetzt ein kleines Update geben. Betriebsbedingte K\u00fcndigung, Baby! Jetzt bin ich Lebensk\u00fcnstler.<\/em> <\/p>\n<p>Daniel Bouhs [00:01:15] <strong>Englischsprachige Texte erscheinen praktisch keine mehr. Der letzte im Oktober, wenn ich das richtig gesehen habe. Ein offensichtlich f\u00fcr die &#8222;Berliner Zeitung&#8220; gescheitertes Experiment. Wobei es ja gut ist, dass experimentiert wird. Und die &#8222;Berliner Zeitung&#8220; ist schon seit zwei Jahren im Besitz der Verleger-Familie Friedrich.<\/strong> <\/p>\n<p>J\u00f6rg Wagner [00:01:33] <strong>Und jetzt kommen wir zu dem Thema eigentlich: Wie geht es der &#8222;Berliner Zeitung&#8220; und dem &#8222;Berliner Verlag&#8220; heute? Und genau diese Frage hat sich auch eine Kollegin der &#8222;ZEIT&#8220; gestellt, die wie der &#8222;Tagesspiegel&#8220; in der &#8222;Holtzbrinck&#8220;-Gruppe erscheint. Hannah Knuth hat in der aktuellen &#8222;ZEIT&#8220; einen Text ver\u00f6ffentlicht, die Eigent\u00fcmer Holger Friedrich zeigt und den Titel tr\u00e4gt <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/2021\/47\/berliner-zeitung-holger-friedrich-verleger-redaktion?utm_referrer=https%3A%2F%2Fwww.google.com%2F\" rel=\"noopener\" target=\"_blank\">&#8222;Ihr Erl\u00f6ser. Oder ihr Untergang&#8220;<\/a>. Zwei Jahre nach der \u00dcbernahme g\u00e4be es viel Probleme und einen mysteri\u00f6sen, anonymen Autor.<\/strong> <\/p>\n<p>Daniel Bouhs [00:02:00] <strong>Klingt also alles nicht besonders vorteilhaft. Wir sind auf jeden Fall jetzt verbunden mit Hannah Knuth. Hallo!<\/strong><\/p>\n<p>Hannah Knuth [00:02:05] Hallo, guten Abend! <\/p>\n<p>Daniel Bouhs [00:02:07] <strong>Was hat es denn mit diesem mysteri\u00f6sen, anonymen Autor auf sich?<\/strong> <\/p>\n<p>Hannah Knuth [00:02:11] Hinter diesem anonymen Autor steckt nach meinen Informationen der Eigent\u00fcmer Holger Friedrich selbst, der in diesem Jahr einmal im Sommer und einmal im Winter, also im Herbst jetzt, zwei meinungsstarke St\u00fccke geschrieben hat. Er hat aber nicht seinen eigenen Autorennamen dar\u00fcber geschrieben, sondern nennt sich &#8222;ein Bewohner dieser Stadt&#8220;. <\/p>\n<p>J\u00f6rg Wagner [00:02:33] <strong>Nun hat die Deutsche Presseagentur (dpa) in dieser Woche die Meldung verbreitet: &#8222;Berliner Verlag rechnet mit ausgeglichenem Betriebsergebnis.&#8220; F\u00fcr das vierte Quartal bestehe mit einem erwarteten Umsatz von 11,7 Millionen Euro erstmals der Ausblick auf ein ausgeglichenes Betriebsergebnis nach Abschreibungen und Zinsen. Wie der &#8222;Berliner Verlag&#8220; selbst mitgeteilt habe. Das klingt doch eigentlich danach, Hannah Knuth, dass der Verlag, der ja sehr angeschlagen war, durch eine Odyssee \u00fcber &#8222;Gruner + Jahr&#8220;, &#8222;Holtzbrinck&#8220; &#8211; Ihrem Mutterhaus, dem Finanzinvestor Montgomery, Neven DuMont! bis hin zu den Friedrichs, die Wende doch irgendwie geschafft hat, oder?<\/strong> <\/p>\n<p>Hannah Knuth [00:03:12] Wir haben die Nachricht auch bekommen am Dienstag als Antwort auf einen Fragenkatalog, den wir dem Verlag zugekommen haben lassen. Und ich &#8230; nat\u00fcrlich, also ich habe mir ja vor allem in erster Linie die &#8222;Berliner Zeitung&#8220; angeguckt f\u00fcr das St\u00fcck, das jetzt in der &#8222;ZEIT&#8220; erschienen ist. Friedrich hat in diesem Jahr aber das Berliner Anzeigenblatt verkauft, und auch die Plattform &#8222;berlin.de&#8220; ist mittlerweile wieder in der Hand vom Land Berlin. Insofern ist da sicher Geld auch reingekommen, das nun auch dazu beitr\u00e4gt, dass es Aussicht auf ein solches Betriebsergebnis gibt. <\/p>\n<p>Daniel Bouhs [00:03:49] <strong>Sie schreiben ja in Ihrem Text, Sie haben es gesagt, es geht vor allen Dingen um die &#8222;Berliner Zeitung&#8220; und auch eher sozusagen publizistisch, journalistisch: Was ist da redaktionell los? von einem Klima der Angst teilweise. Also dass es auch eine gewisse Reibung oder auch Distanz geben soll, wenn ich es sozusagen mal zusammenfasse, zwischen den Leuten, die teilweise das Blatt machen und der Gesch\u00e4ftsleitung, der Chefredaktion. Nun kennen wir das als Journalisten\/Journalistin ja, auch wenn man so eine Geschichte recherchiert: Wie ist die Stimmung in einem Unternehmen? Was tut sich da? Dann kann es sein, dass sich einem da gar nicht das ganze Bild zeigt, vor allem, wenn die Gesch\u00e4ftsleitung oder die Inhaber weitgehend schweigen bei der Recherche. Die Belegschaft wei\u00df ja auch nicht immer alles. Insofern haben wir nat\u00fcrlich auch versucht, mit Holger Friedrich ins Gespr\u00e4ch zu kommen als Erst-Quelle. Du J\u00f6rg hast sogar mit ihm gesprochen. Aber?<\/strong> <\/p>\n<p>J\u00f6rg Wagner [00:04:39] <strong>Das war nat\u00fcrlich ein vertrauliches Gespr\u00e4ch, was in solchen F\u00e4llen nicht un\u00fcblich ist. Darin haben wir ausgelotet, welche M\u00f6glichkeiten eine Radiosendung bietet, hier fair, offen und auch sachlich einen Beitrag zur Wahrheitsfindung zu leisten. Letztlich ging dieser Prozess der Meinungsbildung so \u00fcber zwei, drei Tage. Holger Friedrich m\u00f6chte sich hier zur Zeit im Medienmagazin noch nicht \u00e4u\u00dfern. Noch nicht. Wir bleiben da diesbez\u00fcglich optimistisch.<\/strong> <\/p>\n<p>Daniel Bouhs [00:05:06] <strong>Hannah Knuth, Sie haben ja mit Menschen im Verlag gesprochen und mit Menschen, die den Verlag inzwischen verlassen haben aus unterschiedlichsten Gr\u00fcnden. Mit wem genau, wissen wir nicht. Stichwort: Quellenschutz. Da ist ja auch viel anonym unterwegs. Was haben Ihnen denn diese Kolleginnen und Kollegen erz\u00e4hlt?<\/strong> <\/p>\n<p>Hannah Knuth [00:05:22] Also vielleicht, um das gleich einmal vorweg zu sagen, ist mir nat\u00fcrlich auch der Hinweis wichtig, dass die Menschen, mit denen ich gesprochen habe, nicht nur solche sind, die den Glauben an Holger Friedrich verloren haben, sondern ich auch mit Mitarbeitern gesprochen habe, die noch an ihn glauben, oder auch mit Menschen, die ihn beruflich gut kennen. Das ist nat\u00fcrlich immer wichtig bei solchen Geschichten, dass man, wie Sie gerade gesagt haben, versucht, eben ein Rundumblick zu bekommen. Was mein Eindruck war nach mehreren Wochen der Recherche ist, dass viele Redakteurinnen und Redakteure relativ verzweifelt sind. Also das kann man schon so sagen. Es gibt viele, die den Glauben an die Vision, so es denn eine gibt, von Holger Friedrich verloren haben und die nicht mehr erkennen, was &#8230; wohin ihr Blatt steuern soll, was sie eigentlich machen, mit wem und f\u00fcr wen sie schreiben. Und insofern war das doch eine Redaktion, die ja etwas verst\u00f6rt war in ihrem Zustand. Also das h\u00e4ngt auch mit vielen Ver\u00e4nderungen zusammen, die Friedrich \u00fcber die letzten Jahre gemacht hat. Also es gibt beispielsweise keinen Chefredakteursposten mehr. Er hat die Redaktionen in unterschiedliche Gesellschaften zerlegt und viele fragen sich eben, wo das hingehen soll. Und ich habe eben eine Redaktion erlebt, die &#8230; ja die total unsicher ist, in dem, was sie eigentlich tut.<\/p>\n<p>Daniel Bouhs [00:07:02] <strong>Sie haben ja gesagt, dass Sie da viele Wochen recherchiert haben, mit vielen Menschen gesprochen haben. Ich habe mich auch ein bisschen umgeh\u00f6rt, sicher nicht so intensiv wie Sie, um das sozusagen ein bisschen abzuklopfen, was da anonym unterwegs ist. Ein Kollege sagte \u00fcber Ihren Text s\u00fcffisant: Da steht noch gar nicht alles drin. Also nach dem Motto: Da gibt es noch ganz andere, schlimme Geschichten. Jemand anderes war dann aber doch eher auch von einigen \u00c4nderungen in der Redaktion, im Verlag angetan, weil man sich so von unn\u00f6tigem Ballast, gewisserma\u00dfen trenne, also auch Freiraum f\u00fcr Neues habe. Vor allem scheint aber ja auch eine Schwierigkeit, dieser Clash der Kulturen zu sein. Friedrich als Eigent\u00fcmer, der vor allem aus der IT- und Berater-Welt kommt, mit einem gewissen Mindset sozusagen unterwegs ist hier und etablierte Journalistinnen und Journalisten dort. Er hat ja auch, das war bei Kress zu lesen, einem Branchendienst, schon vor einer ganzen Weile im Prinzip Volont\u00e4rsseminare besucht, sich also mit Journalismus besch\u00e4ftigt, was ja eigentlich ein guter Ansatz ist, sich diesem Milieu auch zu n\u00e4hern. Was haben Sie denn bei Ihren Gespr\u00e4chen gesp\u00fcrt? Gibt es da inzwischen, sagen wir mal, so ein bisschen was wie eine kulturelle Ann\u00e4herung auch nach zwei Jahren?<\/strong> <\/p>\n<p>Hannah Knuth [00:08:11] Kaum. Und ich glaube, das tr\u00e4gt auch sehr dazu bei, dass es gerade diese Stimmung in der &#8222;Berliner Zeitung&#8220; gibt, also selbst Menschen, die eng mit ihm arbeiten, beschreiben einen Eigent\u00fcmer und Verleger, der so richtig kein Verst\u00e4ndnis f\u00fcr das hat, was er eigentlich verkauft, also den Journalismus, der kein Gesp\u00fcr daf\u00fcr hat, was eine gute Geschichte ist, der auch gar nicht versteht, mit welchem Aufwand bestimmte Recherchen betrieben werden m\u00fcssen, bevor man etwas in die Zeitung schreiben kann. Und das h\u00e4ngt sicher &#8230; oder das ist sicher einer der Gr\u00fcnde, warum die sich gegenseitig so richtig nicht verstehen. Also als Friedrich kam vor zwei Jahren, war man ja in gro\u00dfen Teilen skeptisch, weil man eben \u00fcber Jahre Erfahrungen gemacht hatte mit Eigent\u00fcmerwechseln, aber im Prinzip hoffnungsvoll. Da stand jemand, der sich sehr erfolgreich mit Digitalisierung besch\u00e4ftigt hatte, der aus Ost-Berlin kam, also auch ein Ost-Berliner zur\u00fcck zur Ost-&#8222;Berliner Zeitung&#8220;. Und man hatte nat\u00fcrlich gehofft, dass er vielleicht das bringen kann, was andere H\u00e4user &#8211; Sie sprachen das eben an &#8211; die Verlage, die vorher da in Verantwortung waren, eben nicht geschafft haben. Und insofern war das nat\u00fcrlich ein Experiment, weil von Anfang an klar war, die kommen aus unterschiedlichen Welten, aber es war keins, was von Anfang an zum Scheitern verurteilt war. Und wenn man jetzt, zwei Jahre sp\u00e4ter auf dieses Haus guckt, dann sieht man doch, dass sich diese Kontraste eigentlich versch\u00e4rft haben. Also klar, Friedrich hat Kurse in Leipzig an der Uni belegt aber, das ist, nachdem wie das die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschreiben, keine &#8230; keine &#8230; also hat zu keiner gro\u00dfen Ver\u00e4nderung gef\u00fchrt im Umgang mit der Arbeit, die die dort machen. Ich denke, das zeigt sich auch ganz gut in der Art und Weise, wie Friedrich bis heute in die redaktionellen Belange oder in den redaktionellen Alltag eingreift. Das ist ja eigentlich, was total untypisches. Also f\u00fcr jedes Qualit\u00e4tsmedium gilt die Trennung von verlegerischen Interessen und journalistischen Inhalten als hohes Gut, damit man eben Unabh\u00e4ngigkeit bewahrt und frei ist vom Einfluss der Eigent\u00fcmer. Und dass die &#8222;Berliner Zeitung&#8220; nun einen Eigent\u00fcmer hat, der quasi anonym in ihrem Blatt publiziert, glaube ich, beschreibt ganz gut, wie unterschiedlich die Redakteurinnen und Redakteure oder die Redaktion und der Holger Friedrich auf das gucken, was sie eigentlich gemeinsam verkaufen wollen, n\u00e4mlich unabh\u00e4ngigen Qualit\u00e4tsjournalismus.<\/p>\n<p>Daniel Bouhs [00:11:10] <strong>Nun muss man sagen, dass es durchaus auch andere F\u00e4lle gibt in Verlagen, in denen sozusagen die eigene Zeitung genutzt wird, auch f\u00fcr eigene Interessen. Mathias D\u00f6pfner mit einigen Essays zur Medienpolitik oder auch Netzpolitik in der &#8222;Welt&#8220; sind da vielleicht ein ganz gutes Beispiel.<\/strong> <\/p>\n<p>Hannah Knuth [00:11:25] Hm. <\/p>\n<p>Daniel Bouhs [00:11:25] <strong>Aber aus dem Verlag, dem &#8222;Berliner Verlag&#8220;, drang offiziell nach Erscheinen Ihres Textes &#8211; so war es wiederum beim Branchendienst <a href=\"https:\/\/www.turi2.de\/aktuell\/zeit-berichtet-ueber-schwierige-wirtschaftliche-lager-der-berliner-zeitung\/\" rel=\"noopener\" target=\"_blank\">&#8222;turi2&#8220;<\/a> zu lesen, dass man Ihre Berichterstattung Zitat: &#8222;tendenzi\u00f6s, einseitig und unfair&#8220; empfinde. Ein angebotenes Gespr\u00e4ch mit einem leitenden Mitarbeiter h\u00e4tten Sie nicht rechtzeitig angenommen. Man sei emp\u00f6rt und entt\u00e4uscht. Wie nehmen Sie das wahr?<\/strong> <\/p>\n<p>Hannah Knuth [00:11:49] Ja, ich &#8230; ich kann das &#8230; ich kann also &#8230; wie soll ich sagen? Es ist nat\u00fcrlich nicht \u00fcberraschend, dass es Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei der Zeitung gibt, die &#8211; wir sprechen ja jetzt gerade von dem Chefredakteur der Wochenendausgabe, \u00fcber die es in meinem Text ja auch ging &#8211; die sich nat\u00fcrlich entsprechend \u00e4u\u00dfern. Mich erreichen seit der Berichterstattung mehrere Nachrichten von Redakteurinnen und Redakteuren aus dem Haus, mit denen ich f\u00fcr die Recherche nie gesprochen hatte und die sich bedanken f\u00fcr diese Berichterstattung und hoffen, dass sich dadurch etwas ver\u00e4ndert. In dem Fall der Konfrontation, die Sie ansprachen, das haben wir ja auch richtig gestellt auf <a href=\"https:\/\/www.turi2.de\/aktuell\/die-zeit-widerspricht-vorwuerfen-der-berliner-zeitung-unsauber-gearbeitet-zu-haben\/\" rel=\"noopener\" target=\"_blank\">&#8222;turi2&#8220;<\/a>. Das stimmte so nicht. Wir haben einen Fragenkatalog sowohl an Holger Friedrich als auch an die Gesch\u00e4ftsf\u00fchrung des &#8222;Berliner Verlags&#8220; geschickt und mit der Bitte um Beantwortung innerhalb von 24 Stunden, also eine ganz \u00fcbliche Frist und haben auch angeboten, wie das immer ist, dass man sich freut, wenn man ins Gespr\u00e4ch kommt. Und wir haben aufgrund unseres Redaktionsschlusses, der am Dienstag ist, quasi eine Frist gesetzt zum Vormittag\/Mittag, also nach 24 Stunden und haben nichts zur\u00fcck geh\u00f6rt. Und stattdessen meldete sich quasi mehrere Stunden nach Ablauf dieser Frist dann die Verlagsspitze mit dem Hinweis, man w\u00fcrde auf die Antworten nicht eingehen, aber ein Gespr\u00e4ch anbieten mit dem Kollegen. Und das Gespr\u00e4ch habe ich auch angenommen und um Terminvorschl\u00e4ge gebeten. F\u00fcr diese Berichterstattung war das jetzt aber zu sp\u00e4t. Das wussten sie ja auch. Wir hatten ja auf die Fristen hingewiesen. <\/p>\n<p>J\u00f6rg Wagner [00:13:43] <strong>Nun gucken wir noch mal auf Ihren Text. Sie fokussieren sich ja &#8211; das haben Sie auch selber einger\u00e4umt &#8211; sehr auf die &#8222;Berliner Zeitung&#8220;. Aber kann man die &#8222;Berliner Zeitung&#8220; wirklich ohne den Gesamtkomplex &#8222;Berliner Verlag&#8220; sehen? Als gesch\u00e4ftlich hat der Verlag ja einiges getan. Das neue Hochglanzmagazin &#8222;Eisern&#8220;, also das Fan-Magazin des Fu\u00dfball-Bundesligisten &#8222;Union&#8220;, scheint zu laufen, wenn auch nicht von der Medienkritik goutiert wurde, wie jetzt zum <a href=\"https:\/\/uebermedien.de\/65306\/nicht-mal-union-berlin-hat-eine-so-schlechte-zeitschrift-verdient\/\" rel=\"noopener\" target=\"_blank\">Beispiel<\/a> bei uebermedien.de. Es gibt seit einiger Zeit eine neue Wochenendausgabe &#8211; Sie haben sie erw\u00e4hnt &#8211; der &#8222;Berliner Zeitung&#8220;, die ebenfalls wie ein Magazin wirkt. Und der Verlag entwickelt nach allem, was zu h\u00f6ren ist, auch eine eigene Software, auf die man zum Beispiel beim &#8222;Tagesspiegel&#8220; respektvoll sieht, weil sie schneller l\u00e4uft, effizienter ist, was ja auch letztlich ein Gesch\u00e4ft sein k\u00f6nnte, wenn andere Zeitungsh\u00e4user damit arbeiten w\u00fcrden. Gibt es denn f\u00fcr Sie &#8211; auch jetzt unter dem Eindruck der Stimmen, die kritisch sind &#8211; vielleicht dann doch nicht gute Puzzleteile? Oder ist das alles nicht wirklich erw\u00e4hnenswert?<\/strong> <\/p>\n<p>Hannah Knuth [00:14:46] Ich denke, das ist in jedem Fall erw\u00e4hnenswert und es ist auch spannend, dass in den n\u00e4chsten Jahren zu verfolgen. Also, wenn man sich vorstellt, dass Holger Friedrich vor zwei Jahren den Verlag \u00fcbernommen hat, und in den letzten zwei Jahren ja, so hat er das vergangenes Jahr im Spiegel mal gesagt, sechs bis sieben Millionen investiert hat, dann ist das nat\u00fcrlich was, wo man, glaube ich, jetzt an einen guten Zeitpunkt kommt, an dem man ablesen kann, ob sich das gelohnt hat, also ob die Investitionen z\u00fcnden. Und das gerade mit Blick auf die Plattform, die er da noch schafft und auf die Frage: von was trennt er sich und was will er intensivieren &#8230; also ich hatte es ja angesprochen: Das Anzeigenblatt zum Beispiel hat er verkauft und auch die Plattform &#8222;berlin.de&#8220;, \u00fcber die er ja anfangs noch sagte, das sei ja der eigentliche Schatz dieses Deals, das ist jetzt auch wieder zur\u00fcck. Also es passiert nat\u00fcrlich total viel in diesem Verlag und ich glaube, man sollte ganz vorsichtig sein, den Verlag in irgendeiner Art und Weise abzuschreiben oder \u00e4hnliches. Aber in diesem Fall l\u00e4sst sich nat\u00fcrlich schon viel abzeichnen \u00fcber die Kultur, die dort herrscht und eben auch \u00fcber das Grund-Produkt, f\u00fcr das nat\u00fcrlich der &#8222;Berliner Verlag&#8220; steht. Und das ist sein Journalismus. Und deshalb war eben auch unser Fokus ganz konkret auf dieses Traditionsblatt und auf die &#8222;Berliner Zeitung&#8220; und wie die sich unter ihm entwickelt hat. <\/p>\n<p>J\u00f6rg Wagner [00:16:26] <strong>Nun haben wir in der 25j\u00e4hrigen Geschichte des Medienmagazins sehr oft die &#8222;Berliner Zeitung&#8220; hier im Fokus gehabt. Und ich sage Ihnen mal: Auch unter fr\u00fcheren Besitzern der &#8222;Berliner Zeitung&#8220; h\u00e4tte man ein \u00e4hnliches Stimmungsbild aufschreiben k\u00f6nnen, wie Sie es jetzt getan haben. Das wurde auch gemacht. Ich erw\u00e4hnte ja vorhin das &#8222;ZEIT&#8220;-Mutterhaus &#8222;Holtzbrinck&#8220;, das durch eine Entscheidung des Bundeskartellamts bei der \u00dcbernahme der &#8222;Berliner Zeitung&#8220; durch &#8222;Gruner + Jahr&#8220; aufgefordert wurde, sich vom &#8222;Tagesspiegel&#8220; wegen marktbeherrschender Stellung zu trennen, sich dann tats\u00e4chlich trennte und dann den ehemaligen &#8222;Holtzbrinck&#8220;-Manager Pierre Gerckens mit einspannte, der das dann kaufte. Das wurde wiederum vom Bundeskartellamt als Strohmann-Gesch\u00e4ft nicht anerkannt und &#8222;Holtzbrinck&#8220; war wieder Besitzer des &#8222;Tagesspiegel&#8220; und die &#8222;Berliner Zeitung&#8220; schwebte w\u00e4hrend dieser Zeit der unprofessionellen Kauf-R\u00fcckkaufaktion in so einer seltsamen Situation der Besitzlosigkeit und damit in dramatischer Unsicherheit abgeschnitten von n\u00f6tigen Investitionen. Und da verlie\u00dfen ebenfalls Journalisten das Blatt. Auch da gab es externe und extreme Unzufriedenheit, pardon, extreme Unzufriedenheit und auch Unverst\u00e4ndnis. Der Aderlass ging dann unter den Finanzheuschrecken weiter. Verleger Alfred Neven DuMont, der danach den &#8222;Berliner Verlag&#8220; kaufte mit dem Motto &#8222;Wir lieben Zeitungen&#8220;, der ist inzwischen tot und die Nachfolger lieben nun nachweislich nicht mehr Zeitungen. Sind denn die Friedrichs, vor allem Holger Friedrich, als Seiteneinsteiger nicht vielleicht doch die letzte Hoffnung f\u00fcr den &#8222;Berliner Verlag&#8220;? Oder k\u00f6nnen Sie sich einen Plan B vorstellen, falls der Atem bzw. in dem Fall ja das Kapital vielleicht dort nicht ausreichen sollte?<\/strong> <\/p>\n<p>Hannah Knuth [00:18:01] Hm, also ich fand es sehr eindr\u00fccklich. Ich hatte auch im vergangenen Jahr schon zur &#8222;Berliner Zeitung&#8220; recherchiert und es l\u00e4sst sich ganz gut abzeichnen, wie die Hoffnung an ihn, an den erfolgreichen Tech-Mann nach und nach sinkt. Von daher, wenn ich jetzt beschreibe, was ich aus den vergangenen Wochen in den Gespr\u00e4chen mitbekommen habe, w\u00fcrde ich sagen: Redaktionell ist so richtig viel Hoffnung nicht mehr da. Nat\u00fcrlich ist die Frage, ob das, was er jetzt in den vergangenen zwei Jahren angesto\u00dfen hat, auch au\u00dferhalb der &#8222;Berliner Zeitung&#8220; dazu f\u00fchrt, dass sich die Gesamtlage entspannt und eben auch emotional entspannt. Das wird sich zeigen. Ich glaube, es ist ganz schwierig zu prognostizieren, was er vorhat mit dieser Zeitung. Das sagen auch viele, die ihn gut kennen und die eng mit ihm arbeiten. Also, dass er frustriert sein soll von dem, was &#8230; oder von dem wenigen, das sich aus seiner Sicht offenbar bislang hat durchsetzen lassen. Und es gibt aber auch viele, die sagen, dass er noch \u00fcberhaupt nicht aufgegeben hat. Und zwei Jahre sind jetzt ja auch kein Zeitraum &#8230; also in der Tech-Welt ist nat\u00fcrlich was anderes, aber in der Verlagswelt sind zwei Jahre ja nun kein Zeitraum, in dem sich das abschlie\u00dfend beurteilen lie\u00dfe. Von daher geh\u00f6re ich &#8211; sicher wie Sie auch &#8211; zu denen, die da weiterhin mit Spannung hingucken werden. <\/p>\n<p>Daniel Bouhs [00:19:38] <strong>Wir bleiben vor allen Dingen auch gespannt, ob Holger Friedrich vielleicht doch demn\u00e4chst noch mal die M\u00f6glichkeit nutzt, ins Gespr\u00e4ch auch mit uns zu gehen. Und seine Sicht der Dinge darzustellen. Ich glaube, das w\u00e4re auch wichtig in dieser Debatte. Hannah Knuth, Sie haben es erw\u00e4hnt, Sie hatten schon vor einem Jahr \u00fcber die &#8222;Berliner Zeitung&#8220; berichtet, Sie haben es in dieser Woche wieder getan. Wir sind gewisserma\u00dfen gespannt \u00fcber Ihren Text im n\u00e4chsten Jahr. Also im Jahr drei von Holger Friedrich, sagen aber.<\/strong><\/p>\n<p>Hannah Knuth [00:20:02] Mal gucken. <\/p>\n<p>Daniel Bouhs [00:20:03] <strong>&#8230; erstmal vielen Dank f\u00fcr Ihre Zeit.<\/strong> <\/p>\n<p>J\u00f6rg Wagner [00:20:04] <strong>Ja.<\/strong> <\/p>\n<p>Hannah Knuth [00:20:05] Ja, danke sch\u00f6n <\/p>\n<p>J\u00f6rg Wagner [00:20:06] <strong>Und vielen Dank, dass Sie sich unseren Fragen gestellt haben. Wunderbar! Danke sch\u00f6n.<\/strong> <\/p>\n<p>Daniel Bouhs [00:20:09] <strong>Und l\u00f6sen wir doch noch auf, wie es dem fr\u00fcheren englischsprachigen Redakteur der &#8222;Berliner Zeitung&#8220; geht. Andrew Bulkeley. Oder sagen wir, er macht es wieder selbst in einem seiner TikToks:<\/strong><\/p>\n<p>Andrew Bulkeley [00:20:21] <em>Es gibt einen Spruch: Be careful what you wish for. Und ich habe das immer ge\u00e4ndert in: Be careful what you joke about. Weil jahrelang habe ich immer gesagt: Wenn alle Stricke rei\u00dfen, wenn nichts mehr geht, kann ich immer bei der &#8222;Deutschen Welle&#8220; arbeiten. Das ist so ein Nachrichtensender von der Regierung hier in Berlin und auch in Bonn. Und ja, da arbeite ich jetzt. Ich bin nur teilzeit-freier Mitarbeiter, Fernsehproduzent. Also ich gucke einfach, dass alle Teile zusammenkommen und was richtig geil ist, ich muss niemand fremd anrufen. Also ich hatte ein anderen TikTok gemacht, wo ich gesagt: Ich bin super sch\u00fcchtern. Das war immer ein Problem als Journalist. Jetzt muss ich nur mit Kollegen reden. Die sind nicht unbedingt alle nett, aber immerhin: Im Moment machts Spa\u00df. Vielleicht sollen wir reden in sechs Monaten.<\/em> <\/p>\n<p>Daniel Bouhs [00:21:03] <strong>Tja, und vielleicht reden wir auch bald mit Andrew Bulkeley &#8211; auch wenn wir Fremd-Kontakte f\u00fcr ihn w\u00e4ren &#8211; demn\u00e4chst mal, denn er und ein anderer Kollege, der auch das englischsprachige Angebot gemacht hatte bei der &#8222;Berliner Zeitung&#8220; und dort auch nicht mehr ist, sie haben inzwischen auf eigene Faust einen Newsletter gestartet &#8222;20 Percent Berlin&#8220; f\u00fcr die 20 Prozent der Berlinerinnen und Berliner, die keinen deutschen Pass haben. Also nicht f\u00fcr J\u00f6rg und mich, aber vielleicht f\u00fcr Sie? 20percent.berlin auch die Adresse.<\/strong> <\/p>\n<\/blockquote>\n<p><\/div><\/div>\n<div style=\"height:10px;\"><\/div>\n<hr \/>\n<div style=\"height: 5px;\"><\/div>\n<p><html><br \/>\n     <head><\/p>\n<style type=\"text\/css\">\n       body {\n                     background: #DADADA;\n       }\n      <\/style>\n<p>     <\/head><br \/>\n     <body><br \/>\n<\/body><br \/>\n    <\/html><\/span><\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>No audio playback capabilities, please download the audio belowDownload Audio: Closed Format: MP3 Wer: * Hannah Knuth, &#8222;Die ZEIT&#8220;, Autorin * Daniel Bouhs, Freier Medienjournalist * J\u00f6rg Wagner, Freier Medienjournalist Was: muPRO-Schaltgespr\u00e4ch \u00fcber Recherchen von Hannah Knuth zur &#8222;Berliner Zeitung&#8220; Wann: 20.11.2021, 18:21 Uhr, im radioeins-Medienmagazin am 20.11.2021 und in einer gek\u00fcrzten Fassung im rbb [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_monsterinsights_skip_tracking":false,"_monsterinsights_sitenote_active":false,"_monsterinsights_sitenote_note":"","_monsterinsights_sitenote_category":0,"footnotes":""},"categories":[17],"tags":[692,380,912],"class_list":["post-50956","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-aktuell","tag-berliner-verlag","tag-berliner-zeitung","tag-die-zeit"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.wwwagner.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/50956","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.wwwagner.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.wwwagner.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.wwwagner.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.wwwagner.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=50956"}],"version-history":[{"count":15,"href":"https:\/\/www.wwwagner.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/50956\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":51259,"href":"https:\/\/www.wwwagner.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/50956\/revisions\/51259"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.wwwagner.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=50956"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.wwwagner.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=50956"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.wwwagner.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=50956"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}