{"id":51499,"date":"2022-03-12T11:00:14","date_gmt":"2022-03-12T09:00:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.wwwagner.tv\/?p=51499"},"modified":"2022-03-18T00:23:50","modified_gmt":"2022-03-17T22:23:50","slug":"kessler-toralf","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.wwwagner.tv\/?p=51499","title":{"rendered":"Ke\u00dfler, Toralf"},"content":{"rendered":"<p><figure id=\"attachment_51500\" aria-describedby=\"caption-attachment-51500\" style=\"width: 1100px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.wwwagner.tv\/wp-content\/uploads\/20220317_2014_kessler_toralf_1100x546.jpg\" alt=\"\" width=\"1100\" height=\"546\" class=\"size-full wp-image-51500\" srcset=\"https:\/\/www.wwwagner.tv\/wp-content\/uploads\/20220317_2014_kessler_toralf_1100x546.jpg 1100w, https:\/\/www.wwwagner.tv\/wp-content\/uploads\/20220317_2014_kessler_toralf_1100x546-300x149.jpg 300w, https:\/\/www.wwwagner.tv\/wp-content\/uploads\/20220317_2014_kessler_toralf_1100x546-768x381.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1100px) 100vw, 1100px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-51500\" class=\"wp-caption-text\">Hotel Ukraina, Kiew 2014 &#8211; Toralf Ke\u00dfler (Mitte)  | Foto: privat<\/figcaption><\/figure><br \/>\n<span style=\"font-size: 11pt; font-family: tahoma,arial,helvetica,sans-serif;\"><\/p>\n<div style=\"height:20px;\"><\/div>\n<div style=\"height:30px;\"><\/div>\n <audio   controls > <source src=\"http:\/\/www.wwwagner.tv\/audio\/20220312_1100_kessler_toralf_192.mp3\" type='audio\/mpeg' \/> <object   type=\"application\/x-shockwave-flash\"  data=\"https:\/\/www.wwwagner.tv\/wp-content\/plugins\/wphtml5player\/inc\/flowplayer.swf\"  width=\"400\"  height=\"30\"> <param name=\"movie\" value='https:\/\/www.wwwagner.tv\/wp-content\/plugins\/wphtml5player\/inc\/flowplayer.swf' \/><param name=\"allowfullscreen\" value='false' \/><param name=\"cachebusting\" value='true' \/><param name=\"bgcolor\" value='#000000' \/><param name=\"flashvars\" value='config={\"plugins\":{\"controls\":{\"height\":30,\"autoHide\":false,\"fullscreen\":false}},\"clip\":{\"autoPlay\":false,\"url\":\"http:\\\/\\\/www.wwwagner.tv\\\/audio\\\/20220312_1100_kessler_toralf_192.mp3\"},\"playlist\":[{\"autoPlay\":false,\"url\":\"http:\\\/\\\/www.wwwagner.tv\\\/audio\\\/20220312_1100_kessler_toralf_192.mp3\"}],\"play\":{\"opacity\":0}}' \/>  No audio playback capabilities, please download the audio below<br \/><strong>Download Audio:<\/strong> Closed Format: <a href=\"http:\/\/www.wwwagner.tv\/audio\/20220312_1100_kessler_toralf_192.mp3\">MP3<\/a> <\/object> <!-- Generated by HTML5 Multimedia Framework (http:\/\/code.google.com\/p\/html5videoplayer) --> <\/audio>  \n<div style=\"height:10px;\"><\/div>\n<p><span style=\"font-size: 11pt; font-family: tahoma,arial,helvetica,sans-serif;\"><br \/>\n<u>Wer<\/u>:<br \/>\n* Toralf Ke\u00dfler, langj\u00e4hriger Freier Journalist, Produzent, 2014 Freier Kriegsreporter in der Ukraine<br \/>\n* Daniel Bouhs, Freier Medienjournalist<br \/>\n* J\u00f6rg Wagner, Freier Medienjournalist<br \/>\n<u>Was<\/u>: muPRO-Schaltgespr\u00e4ch zum Ukraine-Krieg Russlands 2014\/2022<br \/>\n<u>Wann<\/u>: 12.03.2022, 11:00 Uhr, ver\u00f6ffentlicht im radioeins-Medienmagazin am 12.03.2022 um 18:34 Uhr und in einer gek\u00fcrzten Fassung im rbb Inforadio, 13.03.2022, 10:43 Uhr\/19:43 Uhr<\/p>\n<div style=\"height:10px;\"><\/div>\n<div id='stb-container-5756' class='stb-container-css stb-custom-container stb-no-caption stb-image-none stb-ltr stb-border stb-side'><aside class='stb-icon'><img src='http:\/\/www.wwwagner.tv\/wp-content\/plugins\/wp-special-textboxes\/themes\/stb-dark\/heart.png'><\/aside><div id='stb-box-5756' class='stb-custom_box stb-box' ><\/p>\n<div style=\"height: 20px;\"><\/div>\n<blockquote><p>\n<figure id=\"attachment_51502\" aria-describedby=\"caption-attachment-51502\" style=\"width: 600px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.wwwagner.tv\/wp-content\/uploads\/20220317_volodya_kessler_toralf_600\u200a\u00d73\u200a48.jpg\" alt=\"\" width=\"600\" height=\"348\" class=\"size-full wp-image-51502\" srcset=\"https:\/\/www.wwwagner.tv\/wp-content\/uploads\/20220317_volodya_kessler_toralf_600\u200a\u00d73\u200a48.jpg 600w, https:\/\/www.wwwagner.tv\/wp-content\/uploads\/20220317_volodya_kessler_toralf_600\u200a\u00d73\u200a48-300x174.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-51502\" class=\"wp-caption-text\">Micheil Saakaschwili, Ex-Regierungschef von Georgien &#8211; Toralf Ke\u00dfler | Foto: privat<\/figcaption><\/figure><\/p>\n<p><span style=\"font-size: 11pt; font-family: tahoma,arial,helvetica,sans-serif;\"><br \/>\n(w\u00f6rtliches Transkript, H\u00f6rverst\u00e4ndnisfehler vorbehalten)<\/p>\n<p>Toralf Ke\u00dfler [00:00:00] <em>&#8222;In der Regel ist es so, dass man sehr professionell und auch vorsichtig vorgehen muss, da man in der Regel ja auch ein Team von Mitarbeitern hat, die man dort vor gef\u00e4hrlichen Situationen zu sch\u00fctzen gilt. Wir selber haben sowohl in Kiew als auch w\u00e4hrend des Referendums auf der Krim und im Osten der Ukraine sehr viel Zeit auch darauf verwendet, obwohl man einen Druck nat\u00fcrlich hat, wenn man auch im Aktuellen arbeitet, die Sicherheit zu pr\u00fcfen. Es ist so, dass ein hohes Ma\u00df an Disziplin, Organisiertheit scheinbar bei den Besetzungen von administrativen Geb\u00e4uden in der Ukraine herrscht, an den Checkpoints dann allerdings die unzufriedenen Teile der Bev\u00f6lkerung, sage ich mal, abgesetzt werden und man deren Handlungsweise nicht immer prognostizieren kann.&#8220; <\/em> <\/p>\n<p>J\u00f6rg Wagner [00:00:44] <strong>Das war ein Ausschnitt aus dem Medienmagazin vom <a href=\"https:\/\/www.wwwagner.tv\/?p=25060\" rel=\"noopener\" target=\"_blank\">31. Mai 2014<\/a>, als der freie Journalist Thoralf Ke\u00dfler und in dem Fall Kriegsreporter unter anderem f\u00fcr Arte uns \u00fcber seine T\u00e4tigkeit in der Ukraine berichtete. Er ist uns jetzt nach fast acht Jahren wieder zugeschaltet. Toralf, bevor wir h\u00f6ren, was du heute machst, wie nimmst du die Arbeit der heutigen Kriegsreporterinnen und -Reporter wahr unter dem sicherlich noch mal verst\u00e4rkten Kriegsdruck einer russischen Invasion?<\/strong> <\/p>\n<p>Toralf Ke\u00dfler [00:01:12] Ja, das ist eine v\u00f6llig &#8211; im Gegensatz zu 2014 &#8211; sicherlich eine v\u00f6llig ver\u00e4nderte Situation. Dort war auf der einen Seite die Annexion der Halbinsel Krim, die, ich sage mal, mit sehr wenig milit\u00e4rischen Handlungen zu tun hatte, ja? Also wenn wir uns erinnern, die &#8222;gr\u00fcnen M\u00e4nner&#8220; kamen ohne Abzeichen, haben in Windeseile strategische Punkte besetzt und es gab dort im Prinzip nicht eine einzige richtige Kampfhandlung. Im Osten der Ukraine sah das anders aus. Es flackerte dort auf und wie wir wissen, ist dort seit acht Jahren de facto Krieg. Das war aber 2014 in den Anf\u00e4ngen in keinster Weise mit dem vergleichbar, was im Moment mit einer gro\u00dfen milit\u00e4rischen Operation, Intervention, Okkupation vergleichbar w\u00e4re. Insofern ist nat\u00fcrlich auch die Situation f\u00fcr die Journalisten sozusagen eine v\u00f6llig andere, weil es im Prinzip in so einer Situation eigentlich den wirklich professionellen Kriegsreportern vorbehalten ist, dort zu sein und es sicherlich einige lokale Journalisten gibt, die dort versuchen zu arbeiten. Und wir haben auf der anderen Seite auch noch, ich sag mal, eine weitere Entwicklung in den letzten Jahren dahin gehabt, dass dieser Krieg in den sozialen Netzwerken, also gerade auf Twitter, auf Instagram, auf Telegram in einer Art und Weise dokumentiert wird, die es f\u00fcr Journalisten auch &#8230; wie soll ich sagen &#8230; auf der einen Seite m\u00f6glich macht, Videomaterial, Fotomaterial zu bekommen, aber die Arbeit, dies zu verifizieren, nat\u00fcrlich ungleich gr\u00f6\u00dfer ist. <\/p>\n<p>Daniel Bouhs [00:02:45] <strong>Aber wenn wir noch mal auf das blicken, was Kolleginnen und Kollegen vor Ort machen, welche Risiken sie auch eingehen, da hat man ja den Eindruck, dass Privat-Medien von &#8222;CNN&#8220; bis &#8222;Welt&#8220; mehr riskieren als die \u00d6ffentlich-rechtlichen zum Beispiel, sich mehr dorthin begeben, wo es ja &#8222;knallt&#8220;. Wie hast du es vor acht Jahren selbst gehalten? Gewisse Risiken wird es ja vermutlich auch da gegeben haben. Und wie blickst du auf das, was heute Journalisten und Journalistinnen ja riskieren?<\/strong> <\/p>\n<p>Toralf Ke\u00dfler [00:03:13] Ja, ich finde, das ist f\u00fcr jeden Journalisten sicherlich dann vor Ort ein pers\u00f6nliches Abw\u00e4gen. Und dass das im Moment so ist, da gebe ich dir v\u00f6llig recht, dass man den Eindruck hat, Paul Ronzheimer ist \u00fcberall und dort auch mit seiner sehr emotionalen Berichterstattung vor Ort. Der ist ja auch im Prinzip die ganzen Jahre dort gewesen. Das ist schon so, dass man den Eindruck gewinnen kann. Und ich glaube, dass &#8230; <\/p>\n<p>Daniel Bouhs [00:03:35] <strong>&#8230; also der stellvertretende Chefredakteur der Bild-Zeitung.<\/strong> <\/p>\n<p>Toralf Ke\u00dfler [00:03:37] Genau. Das dem auch so ist und dass die Verantwortung der \u00f6ffentlich-rechtlichen Medien auch f\u00fcr ihre Mitarbeiter dort in einer anderen Weise wahrgenommen wird. Das kann ich schwer einsch\u00e4tzen. Ich finde das auf der anderen Seite schwierig, wenn man wenig direkte Informationen von Journalisten, denen man vertraut, hat aus den Gebieten, wo es tats\u00e4chlich brennt und zur Sache geht, weil es nach wie vor ja darum geht, dass wir uns ein Bild machen, ein Bild machen von der Gesamtsituation, ein Bild machen von den Verh\u00e4ltnissen und den katastrophalen Verh\u00e4ltnissen, in denen die Menschen dort im Moment leben und \u00fcberleben m\u00fcssen. <\/p>\n<p>Daniel Bouhs [00:04:14] <strong>Reden wir vielleicht \u00fcber das Stichwort &#8222;Schutzausr\u00fcstung&#8220; auch. Eine Kollegin, die unter anderem auch f\u00fcr die ARD arbeitet, hatte ja vor &#8230; naja gut anderthalb Wochen getwittert, als sie selbst noch in der Westukraine war, dass sie keine Schutzausr\u00fcstung hat. Wie war das damals eigentlich bei dir? Du warst doch f\u00fcr Arte dann unter anderem unterwegs, aber vermutlich ja als Freier. Muss man sich also alles selbst beschaffen und auch selbst sich &#8230; na ja, mindestens innerlich trainieren auf das, was man da vor sich hat?<\/strong><\/p>\n<p>Toralf Ke\u00dfler [00:04:45] Ja, das ist de facto &#8230; ist das so als freier Journalist. Und es ist ja auch in so einer Situation schwierig, ich sag mal, schnell an das ben\u00f6tigte Material zu kommen. Also es ist ja nicht so, dass du in jedem kleinen Kaufhaus oder in jedem kleinen Laden \u00fcber Land irgendwo eine vern\u00fcnftige Schutzweste oder einen Helm bekommst, der was taugt. Das ist einfach so. Da muss man auch, wenn man in so einer Situation berichtet, glaube ich Vorsorge treffen. Es gibt Organisationen wie &#8222;Reporter ohne Grenzen&#8220;, die das jetzt auch in der Ukraine versuchen, professionell von Lemberg aus zu organisieren. Es ist jetzt aber so, dass wir seit \u00fcber zwei Wochen im Krieg sind, wo also mit schwerem Gesch\u00fctz und &#8230;  also mit allen erdenklichen Mitteln, die wir gar nicht mehr f\u00fcr m\u00f6glich gehalten haben sicherlich so in Europa, aber gek\u00e4mpft wird. Und das ist f\u00fcr Journalisten ein Zustand, wo sie sich nat\u00fcrlich professionell sch\u00fctzen m\u00fcssen und selber auch daf\u00fcr sorgen m\u00fcssen, a) mit der Situation umzugehen. In der Regel hat man ja auch Leute von vor Ort, die einem \u00fcbersetzen, die einem die Interviews organisieren, die einen Transportm\u00f6glichkeiten organisieren. Und f\u00fcr die ist man dann auch verantwortlich und muss auch daf\u00fcr sorgen, dass das die Personen gesch\u00fctzt sind. <\/p>\n<p>J\u00f6rg Wagner [00:05:55] <strong>Nun ist ja die Ukraine seltsamerweise in den letzten Jahren nahezu vollst\u00e4ndig aus dem Berichterstattungsfokus deutscher Medien verschwunden, obwohl es dort ja wie du sagtest weiter K\u00e4mpfe gab und Menschen starben, was den Begriff &#8222;Krieg&#8220; rechtfertigen w\u00fcrde. Es mag vereinzelt Berichte \u00fcber die Jahre gegeben haben, zum Beispiel auch durch die Recherchen \u00fcber die Hintergr\u00fcnde des Abschusses eines Verkehrsflugzeugs mit der Flugnummer MH17 der Malaysia Airlines. Aber von Krieg sprach doch kaum jemand. Kann man hier von einem Medienversagen sprechen?<\/strong> <\/p>\n<p>Toralf Ke\u00dfler [00:06:25] Tja, Medienversagen ist ein weiter Begriff. Die Medien haben halt den Fokus dort zu sein, wo es am meisten brennt oder wo es scheinbar am meisten brennt. Also wir haben jetzt ein Ph\u00e4nomen, was f\u00fcr mich, ich will nicht sagen neu ist, aber bemerkenswert ist, weil ich hatte vor acht Jahren das Gef\u00fchl, dass auch da das Interesse so m\u00e4\u00dfig war und dass wir, egal ob &#8230; wir haben &#8230; im Jemen haben wir zum Beispiel zurzeit auch Krieg. Da h\u00f6ren wir im Moment auch gar nichts dar\u00fcber, sondern wir fokussieren dort, wo im Moment nach der Meinung der Medien-Verantwortlichen das meiste von Relevanz oder von Interesse los ist. Und dort schauen wir ganz gezielt hin. Nun hat ja Russland, wie soll ich sagen, das professionalisiert so schwelende Konflikte. Und sicherlich kann man da auch \u00fcber die Definition streiten. Aber Georgien &#8230; Georgien, S\u00fcdossetien dort ist nach wie vor &#8230;. ist dort ein Belagerungszustand oder &#8230; ja ein Zustand milit\u00e4rischer Pr\u00e4senz, wo auch im Prinzip fast w\u00f6chentlich die Grenze verschoben wird. Da schauen wir dann nicht mehr hin, weil es nicht so &#8230; wahrscheinlich, weil es nicht so doll kracht oder weil es uns nicht so sehr betrifft. Und insofern also &#8230; Medienversagen ist f\u00fcr mich ein sehr, sehr gro\u00dfer Begriff. Allerdings ist es tats\u00e4chlich so, dass wir dazu neigen, immer mehr stark zu fokussieren und dann die Unsch\u00e4rferelation halt eintritt und wir das, was drumherum passiert, vernachl\u00e4ssigen. Und die Diskussion haben wir ja auch &#8230; im Prinzip ist das schon eine lange Diskussion das: Was ist mit den Nachrichten, die wir nicht mitbekommen oder \u00fcber die die Medien nicht berichten? Die es immer gegeben hat und die es halt gibt. <\/p>\n<p>Daniel Bouhs [00:08:01] <strong>Nun bist du nicht mehr aktiv als Berichterstatter, hast quasi ja die Seiten gewechselt. Du organisierst derzeit Hilfstransporte, du bist Aktivist, Unterst\u00fctzer. Weil das mehr hilft als zu berichten?<\/strong> <\/p>\n<p>Toralf Ke\u00dfler [00:08:13] Das w\u00fcrde ich jetzt in dieser Brisanz so nicht sagen, weil es mehr hilft, als zu berichten. Bei mir ist es so gewesen, dass ich vor einigen Jahren, also konkret vor zwei Jahren durch die Corona-Pandemie den Medien den R\u00fccken kehren musste und es mittlerweile auch so ist, dass das so bleiben wird. Und ich nicht mehr als Berichterstatter oder als Produzent f\u00fcr Berichterstattung arbeite. Als Journalist wei\u00df ich nicht, ob ich in der Lage dazu gewesen w\u00e4re, eine Seite zu unterst\u00fctzen, auch wenn ich innerlich sozusagen davon \u00fcberzeugt gewesen w\u00e4re, dass es hier einen Aggressor gibt und jemand, der angegriffen wird, weil dort f\u00fcr mich schon die, ich sag mal, die klare Sicht auf die Dinge das Wichtigste war. Und wenn man sich dann sehr engagiert, ist es meiner Meinung nach sehr schwierig, einen klaren Blick auf die Dinge zu werfen und die Sachen so objektiv wie m\u00f6glich beim Namen zu nennen. Bei mir ist es jetzt so, dass ich nicht mehr im Journalismus oder in den Medien t\u00e4tig bin und &#8230;. aber was ich vorhin kurz erl\u00e4utert habe, dass man Leute um sich herum hat, die organisieren, die \u00fcbersetzen, die die Interviewanfragen und Drehgenehmigungen besorgen, um sich hat. Und ich habe damals in der Ukraine knapp drei Monate mit einem Menschen zusammengearbeitet, dem ich dann sehr vertraut habe, den ich in dieser Zeit kennengelernt habe, dessen Familie ich kennengelernt habe. Und habe jetzt zu Beginn des Krieges mit vielen in der Ukraine Kontakt aufgenommen. Und unser ehemaliger Stringer, so nennen wir die Leute, die f\u00fcr uns dann vor Ort die Dinge organisieren und zum Laufen bringen, sagte, er ist in Kiew in einer milit\u00e4rischen Einheit und bereitet sich darauf vor, die Stadt zu verteidigen. Ich habe jetzt t\u00e4glich mit ihm Kontakt und hoffe jeden Morgen, dass er sich &#8230; dass er antwortet und habe mich aus dem Grund, weil er mir dann auch mitteilte, an was es fehlt, wo sie denken, dass man unterst\u00fctzen kann, mich dort entschlossen zu helfen. Und mit anderen Menschen, die ich kenne, dann versucht, dort etwas aufzubauen bzw. auch eine bestehende Hilfsinfrastruktur, die ein &#8230; auch ein guter Freund von mir in Berlin angefangen hatte, mit genutzt habe, um dort <a href=\"https:\/\/getethermap.org\/m\/leipzig-donation-for-ukraine\" rel=\"noopener\" target=\"_blank\">Hilfe nach Kiew<\/a> zu organisieren. <\/p>\n<p>J\u00f6rg Wagner [00:10:25] <strong>Toralf Ke\u00dfler, er berichtete vor acht Jahren aus der Ukraine unter anderem f\u00fcr Arte und organisiert aktuell Hilfstransporte f\u00fcr die ukrainische Bev\u00f6lkerung. Daf\u00fcr w\u00fcnschen wir Dir eine breite Unterst\u00fctzung.<\/strong> <\/p>\n<p>Toralf Ke\u00dfler [00:10:35] Ich danke. <\/p>\n<p><\/span><\/p><\/blockquote>\n<p><\/div><\/div>\n<div style=\"height:10px;\"><\/div>\n<hr \/>\n<div style=\"height: 5px;\"><\/div>\n<p><html><br \/>\n     <head><\/p>\n<style type=\"text\/css\">\n       body {\n                     background: #DADADA;\n       }\n      <\/style>\n<p>     <\/head><br \/>\n     <body><br \/>\n<\/body><br \/>\n    <\/html><\/span><\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>No audio playback capabilities, please download the audio belowDownload Audio: Closed Format: MP3 Wer: * Toralf Ke\u00dfler, langj\u00e4hriger Freier Journalist, Produzent, 2014 Freier Kriegsreporter in der Ukraine * Daniel Bouhs, Freier Medienjournalist * J\u00f6rg Wagner, Freier Medienjournalist Was: muPRO-Schaltgespr\u00e4ch zum Ukraine-Krieg Russlands 2014\/2022 Wann: 12.03.2022, 11:00 Uhr, ver\u00f6ffentlicht im radioeins-Medienmagazin am 12.03.2022 um 18:34 Uhr [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_monsterinsights_skip_tracking":false,"_monsterinsights_sitenote_active":false,"_monsterinsights_sitenote_note":"","_monsterinsights_sitenote_category":0,"footnotes":""},"categories":[114,129],"tags":[113,510],"class_list":["post-51499","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-a-z","category-k","tag-krieg","tag-ukraine"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.wwwagner.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/51499","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.wwwagner.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.wwwagner.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.wwwagner.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.wwwagner.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=51499"}],"version-history":[{"count":7,"href":"https:\/\/www.wwwagner.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/51499\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":51514,"href":"https:\/\/www.wwwagner.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/51499\/revisions\/51514"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.wwwagner.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=51499"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.wwwagner.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=51499"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.wwwagner.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=51499"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}