{"id":52493,"date":"2022-12-09T14:30:55","date_gmt":"2022-12-09T12:30:55","guid":{"rendered":"https:\/\/www.wwwagner.tv\/?p=52493"},"modified":"2023-03-06T19:03:27","modified_gmt":"2023-03-06T17:03:27","slug":"klare-sprache-mit-ki-besser-hoeren","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.wwwagner.tv\/?p=52493","title":{"rendered":"KLARE SPRACHE: Mit KI besser h\u00f6ren"},"content":{"rendered":"<p><figure id=\"attachment_52494\" aria-describedby=\"caption-attachment-52494\" style=\"width: 1100px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.wwwagner.tv\/wp-content\/uploads\/20221212_IMG_E3527_hdsx_kronoton_1100\u00d7566.jpg\" alt=\"\" width=\"1100\" height=\"566\" class=\"size-full wp-image-52494\" srcset=\"https:\/\/www.wwwagner.tv\/wp-content\/uploads\/20221212_IMG_E3527_hdsx_kronoton_1100\u00d7566.jpg 1100w, https:\/\/www.wwwagner.tv\/wp-content\/uploads\/20221212_IMG_E3527_hdsx_kronoton_1100\u00d7566-300x154.jpg 300w, https:\/\/www.wwwagner.tv\/wp-content\/uploads\/20221212_IMG_E3527_hdsx_kronoton_1100\u00d7566-768x395.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1100px) 100vw, 1100px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-52494\" class=\"wp-caption-text\">Der Soundoptimizer HDSX von Kronoton hinter dem TV-Ger\u00e4t | Foto: \u00a9 J\u00f6rg Wagner<\/figcaption><\/figure><br \/>\n<span style=\"font-size: 11pt; font-family: tahoma,arial,helvetica,sans-serif;\"><\/p>\n<div style=\"height:20px;\"><\/div>\n <audio   controls > <source src=\"http:\/\/www.wwwagner.tv\/audio\/20221209_1430_soundoptimizer_kron_gunnar_wagner_joerg_320.mp3\" type='audio\/mpeg' \/> <object   type=\"application\/x-shockwave-flash\"  data=\"https:\/\/www.wwwagner.tv\/wp-content\/plugins\/wphtml5player\/inc\/flowplayer.swf\"  width=\"400\"  height=\"30\"> <param name=\"movie\" value='https:\/\/www.wwwagner.tv\/wp-content\/plugins\/wphtml5player\/inc\/flowplayer.swf' \/><param name=\"allowfullscreen\" value='false' \/><param name=\"cachebusting\" value='true' \/><param name=\"bgcolor\" value='#000000' \/><param name=\"flashvars\" value='config={\"plugins\":{\"controls\":{\"height\":30,\"autoHide\":false,\"fullscreen\":false}},\"clip\":{\"autoPlay\":false,\"url\":\"http:\\\/\\\/www.wwwagner.tv\\\/audio\\\/20221209_1430_soundoptimizer_kron_gunnar_wagner_joerg_320.mp3\"},\"playlist\":[{\"autoPlay\":false,\"url\":\"http:\\\/\\\/www.wwwagner.tv\\\/audio\\\/20221209_1430_soundoptimizer_kron_gunnar_wagner_joerg_320.mp3\"}],\"play\":{\"opacity\":0}}' \/>  No audio playback capabilities, please download the audio below<br \/><strong>Download Audio:<\/strong> Closed Format: <a href=\"http:\/\/www.wwwagner.tv\/audio\/20221209_1430_soundoptimizer_kron_gunnar_wagner_joerg_320.mp3\">MP3<\/a> <\/object> <!-- Generated by HTML5 Multimedia Framework (http:\/\/code.google.com\/p\/html5videoplayer) --> <\/audio>  \n<div style=\"height:10px;\"><\/div>\n<p><span style=\"font-size: 11pt; font-family: tahoma,arial,helvetica,sans-serif;\"><br \/>\n<u>Wer<\/u>: Gunnar Kron, Entwickler und Gesch\u00e4ftsf\u00fchrender Gesellschafter, Kronoton GmbH, Reinbek<br \/>\n<u>Was<\/u>: muPRO-Schaltgespr\u00e4ch \u00fcber Soundoptimierung<br \/>\n<u>Wann<\/u>: rec.: 09.12.2022, 14:30 Uhr, radioeins-Medienmagazin vom 10.12.2022<\/p>\n<div style=\"height:10px;\"><\/div>\n<div id='stb-container-3634' class='stb-container-css stb-custom-container stb-no-caption stb-image-none stb-ltr stb-border stb-side'><aside class='stb-icon'><img src='http:\/\/www.wwwagner.tv\/wp-content\/plugins\/wp-special-textboxes\/themes\/stb-dark\/heart.png'><\/aside><div id='stb-box-3634' class='stb-custom_box stb-box' ><\/p>\n<div style=\"height: 20px;\"><\/div>\n<blockquote><p>\n(W\u00f6rtliches Transkript. H\u00f6rverstehfehler vorbehalten.)<\/p>\n<p><span style=\"font-size: 11pt; font-family: tahoma,arial,helvetica,sans-serif;\"><br \/>\n<strong>J\u00f6rg Wagner<\/strong> [00:00:00] <strong>Es bleibt technisch, aber auch jetzt mit einem hohen Alltagswert. Vielleicht kennen Sie ja den Marketing-Begriff &#8222;Klare Sprache&#8220;. Vereinfacht gesagt, wird mit einem technischen Verfahren seit einem halben Jahr auf <a href=\"https:\/\/www.ard-digital.de\/inklusion\/klare-sprache\" rel=\"noopener\" target=\"_blank\">ausgew\u00e4hlten HD-Fernsehkan\u00e4len<\/a> und in den Mediatheken ein zus\u00e4tzliches Audioangebot gemacht, das in Echtzeit mit KI die Sprache in der Dominanz st\u00e4rkt. Pl\u00f6tzlich verstehen Sie zum Beispiel die Dialoge im &#8222;Tatort&#8220; besser. Die Ursache f\u00fcr eine schlechte Text-Verst\u00e4ndlichkeit kann im Einzelfall eine schlechte Ton-Mischung sein. Der Regelfall ist eher, dass ein Film mit zu unterschiedlichen Ger\u00e4ten wiedergegeben wird. Die G\u00fcte der Lautsprecher-Systeme, die ja die Audios ausspielen, schwankt erheblich. Da muss man bei der Mischung einen Kompromiss finden, der jedoch nicht das schlechteste Ton-System in einem d\u00fcnnen Display zur Referenz hat. CD-Musik zum Beispiel wurde und wird in der Regel auch nicht f\u00fcr Dusch-Radios optimiert. So weit so gut. Software hilft also hier, Verst\u00e4ndlichkeit zu erh\u00f6hen. Doch was ist, wenn Sie einen Sender oder Streaming-Anbieter erwischen, der das nicht anbietet? Wenn Sie DVDs abspielen m\u00f6chten, die im Regelfall f\u00fcr Kino-Anlagen optimiert sind? Als ich \u00fcber die letzte IFA lief in Berlin, fiel mir ein K\u00e4stchen auf, etwas kleiner als eine Zigarettenschachtel. Ich freute mich, dass genau zu diesem Problem inzwischen eine Hardware, die mit Software arbeitet nat\u00fcrlich, auch mit KI, angeboten wird. Ich freue mich, den Entwickler hinter diesem Optimizer, so hei\u00dft das Ger\u00e4t, jetzt in der Leitung zu haben. Ein Hallo zu Gunnar Kron von Kronoton in Reinbek in der Metropolregion Hamburg.<\/strong> <\/p>\n<p><strong>Gunnar Kron<\/strong> [00:01:34] Hallo, ich freue mich, hier zu sein. <\/p>\n<p><strong>J\u00f6rg Wagner<\/strong> [00:01:36] <strong>Ihr K\u00e4stchen kann noch mehr als Sprache klarer machen. Bevor wir ins Detail gehen, Herr Kron, was war denn Ihr Impuls, sich der Sound-Optimierung \u00fcberhaupt hinzugeben?<\/strong> <\/p>\n<p><strong>Gunnar Kron<\/strong> [00:01:46] Der Impuls, das war ich selber. Ich sa\u00df auf meinem Sofa vor dem Fernseher und war total genervt von diesen Lautst\u00e4rkeschwankungen, den best\u00e4ndigen und auch der teils unverst\u00e4ndlichen Sprache bei TV und Streaming. Also diese Lautst\u00e4rkeschwankungen innerhalb von Programmen oder wenn man Programme wechselt oder auch Anbieter wechselt. Und eben was wir alle kennen, da kommt die laute Explosion, kommt der leise Dialog, die laute Explosion. Na ja, und dann habe ich mir gesagt: Ich bin ja Ton-Experte mit meiner Firma Kronoton. Wir besch\u00e4ftigen uns ausschlie\u00dflich mit Klangverbesserungsalgorithmen und -Produkten. Alle mit dem gleichen Ziel. Und dann habe ich mir gesagt: Ich guck mal, ob ich der Einzige bin, der dar\u00fcber genervt ist und hab&#8216; ein bisschen im Internet gesucht und hab&#8216; festgestellt: Nein, wir sind ganz viele. Es gibt Foren, es gibt ganze Seiten, die sich mit diesem Thema besch\u00e4ftigen. Tausende reden jeden Tag dar\u00fcber. Und dann habe ich mir gesagt: Gut, es ist ein Problem, was jeder kennt. Und meine Firma Kronoton ist immer darauf erpicht, Probleme zu l\u00f6sen, die jeder kennt mit neuen L\u00f6sungen. Und so entstand der <a href=\"https:\/\/www.hdsx.com\/\" rel=\"noopener\" target=\"_blank\">&#8222;HDSX TV-Sound-Optimizer&#8220;<\/a>, den man einfach zwischen ein Fernsehger\u00e4t und ein externes Soundsystem steckt und der dann in Echtzeit die Lautst\u00e4rkeschwankungen intelligent ausgleicht und die Sprache durchweg verst\u00e4ndlich macht, sodass man sich einfach nur zur\u00fccklehnen muss und genie\u00dfen kann, was man da sieht und h\u00f6rt. <\/p>\n<p><strong>J\u00f6rg Wagner<\/strong> [00:03:15] <strong>So einfach ist es nicht ganz. Also man braucht schon erst mal nicht nur Ihr K\u00e4stchen, sondern auch die F\u00e4higkeit, das Ger\u00e4t anzuschlie\u00dfen. Das ist jetzt nicht so trivial, wie es vielleicht klingt, aber auch nicht Raketenwissenschaft. Also was braucht man \u00fcberhaupt f\u00fcr Equipment, um das Ger\u00e4t dann da zuschalten zu k\u00f6nnen?<\/strong> <\/p>\n<p><strong>Gunnar Kron<\/strong> [00:03:34] Ja, die Fernseher sind nicht daf\u00fcr ausgestattet, einen extern optimierten Ton selber wiedergeben zu k\u00f6nnen. Und insofern ist es so, dass man einen Fernseher nat\u00fcrlich braucht und dann aber ein fernsehexternes Soundsystem. Das kann eine Soundbar sein, eine HiFi Anlage, das kann auch ein AV-Verst\u00e4rker sein, an den Lautsprecher angeschlossen sind,  sogar ein Mobile Speaker und auch Kopfh\u00f6rer. Also, es muss etwas sein, was Lautsprecher hat und dann wird der Ton aus dem Fernsehger\u00e4t mit unserem Optimizer verbunden. Das hei\u00dft, der Fernseher hat dann einen Ton-Ausgang. Wir bieten da zwei Variationen, entweder den digital-optischen Ton-Ausgang oder den HDMI-ARC-Ausgang, wird mit einem Kabel mit unserem HDSX TV-Sound-Optimizer verbunden, geht von unserem Ger\u00e4t dann in das TV-externe Soundsystem, was dann eben, wenn unser K\u00e4stchen aktiviert ist, den optimierten Ton wiedergibt. Und parallel dazu ben\u00f6tigen wir nat\u00fcrlich noch Strom, den wir meistens dann vom Fernseher oder vom externen Soundsystem beziehen, in Form von f\u00fcnf Volt USB-Strom, also ganz wenig. Und das hat den Vorteil, dass eben unser Ger\u00e4t nicht extra an- und abgeschaltet werden muss, sondern es schaltet sich dann mit dem Ger\u00e4t, an das es angeschlossen ist, ein und aus. Man kann es also vergessen. Wir nennen das so &#8222;plug and forget&#8220;. Es arbeitet dann im Hintergrund quasi best\u00e4ndig und man merkt auch nicht, dass da irgendwas manipuliert wird. <\/p>\n<p><strong>J\u00f6rg Wagner<\/strong> [00:04:59] <strong>Jetzt kommen wir doch mal zu den Manipulationen. Da ist dann Ihr Geschmack einprogrammiert? Also was ist optimal?<\/strong> <\/p>\n<p><strong>Gunnar Kron<\/strong> [00:05:06] Also optimal war bei uns in der Entwicklung eine Steuerung, die sich auf den Content einstellt, also auf die Inhalte einstellt, die ich sehe und h\u00f6re. Das hei\u00dft, die Automatik, die da drin ist, die richtet sich nach dem Kontext. Das hei\u00dft, was kam rein, was kommt als n\u00e4chstes und bildet quasi immer in Bezug auf das, was gerade l\u00e4uft, den besten Wert? Und was ist der beste Wert? Der beste Wert ist in Sachen Lautst\u00e4rke, dass es eben nicht zu doll nach oben oder zu doll nach unten schwankt, aber gleichzeitig interessant zu h\u00f6ren bleibt. Wir nennen das die sogenannten Kurzzeit-Dynamiken, die wir da einbehalten, das hei\u00dft der Ton, wenn man ihn jetzt immer gleich laut machen w\u00fcrde, wer ja auf Dauer auch so ein bisschen langweilig. Und insofern machen wir neben dieser Echtzeit-Lautst\u00e4rke-Nivellierung noch diese Kurzzeit-Dynamiken mit rein, die wir belassen, sodass der Ton doch lebendig bleibt. Und das ist f\u00fcr uns der ideale Wert. Wenn n\u00e4mlich Sie als Zuschauer und H\u00f6rer sagen: Das ist so produziert worden, mir f\u00e4llt \u00fcberhaupt nicht auf, dass da irgendein Ger\u00e4t im Hintergrund arbeitet, dann ist das f\u00fcr uns der ideale Wert. Auf Sprache bezogen ist es so, dass ich ja den Akteuren best\u00e4ndig folgen m\u00f6chte, das hei\u00dft, ob sie nun in einer lauten Szenerie stehen, mit ganz viel Hintergrundger\u00e4uschen, ganz viel Musik oder ob sie nun leise, ganz intim miteinander sprechen, sind zwei unterschiedliche Szenarien. Und da haben wir drauf geachtet bei der Entwicklung, dass eben auch die Sprache jetzt nicht immer die gleiche Lautst\u00e4rke hat oder nicht unnat\u00fcrlich in bestimmten Frequenzen angehoben ist, dass sie zu spitz klingt, sondern dass die intime Szene intim bleibt, aber durchg\u00e4ngig wortverst\u00e4ndlich. W\u00e4hrend diese Szene mit viel Musik und viel Hintergrundger\u00e4uschen eben lebendiger bleibt, aber trotzdem die Sprache davor steht. Und ich denke, das ist noch eine Besonderheit, die wir da rein entwickelt haben. Wir stellen die Sprache vor die Musik und vor das Ger\u00e4usch. Das ist wirklich r\u00e4umlich, dass wir das davor stellen, sodass also die Sprache aus sich selbst heraus schon mal mehr Platz hat und dann man sie gar nicht so verfremden muss in den Frequenzen, damit sie wortverst\u00e4ndlich bleibt. <\/p>\n<p><strong>J\u00f6rg Wagner<\/strong> [00:07:19] <strong>Das nennt man KI. Dass sie also Software so programmieren, dass die erkennt, um welche Sprach-Charakteristik es sich handelt. Das ist sicherlich, wenn man mal \u00fcberlegt, dass das Digitale Satellitenradio fr\u00fcher nur angefangen hat mit Spracherkennung und Musikerkennung und dass man da f\u00fcr den pers\u00f6nlichen Geschmack sich das einprogrammieren konnte vor 30 Jahren ein enormer Fortschritt, aber dennoch bleibt es ja die subjektive Einstellung der Programmierer. Das ist jetzt wahrscheinlich der Einfachheit halber geschuldet. Aber k\u00f6nnte man nicht auch f\u00fcr den individuellen Geschmack ein K\u00e4stchen entwickeln mit unterschiedlichen Parametern?<\/strong> <\/p>\n<p><strong>Gunnar Kron<\/strong> [00:07:57] Definitiv. Doch. Und das war bei uns eine gro\u00dfe Diskussion, ob wir das machen, also ob wir einstellbare Parameter mitliefern oder ob wir, wof\u00fcr wir uns dann letztendlich entschieden haben, quasi dieses Prinzip machen, Anstellen und dann nicht mehr ver\u00e4ndern k\u00f6nnen. Also der Grund, warum wir uns daf\u00fcr entschieden haben, keine Parameter anzubieten, das war, dass wir selber Tests gemacht haben. Wir haben drei Jahre lang entwickelt und getestet. Und ein Beispiel. Also, wenn man jetzt ein Parameter macht, ich w\u00fcrde jetzt einen Drehregler an unser Ger\u00e4t bringen, was es mir erm\u00f6glicht, die Sprache weiter nach vorne zu drehen oder weiter nach hinten zu drehen. Oder selbst wenn man Raster machen w\u00fcrde 1-2-3-4. Und je weiter man nach oben geht, desto mehr wird es, haben wir festgestellt &#8230; <\/p>\n<p><strong>J\u00f6rg Wagner<\/strong> [00:08:41] <strong>Oder wie bei Equalizern eben mit verschiedenen Band-Reglern selber, was wei\u00df ich, die V-Form hinkriegen oder eine lineare.<\/strong> <\/p>\n<p><strong>Gunnar Kron<\/strong> [00:08:49] Ja genau. Und da haben wir festgestellt bei unseren Tests, dass das in Bezug auf Sprache zum Beispiel eher so eine Unzufriedenheit f\u00f6rdert, weil, man stellt es ein, man h\u00f6rt sich was an, aber man wei\u00df ja, es gibt auch noch andere M\u00f6glichkeiten und vielleicht ist das andere, was ich gerade nicht eingestellt habe, vielleicht doch besser. Und das ist eine Sache, die l\u00e4sst einen nicht mehr los, so unsere Erfahrung, sodass man immer das Gef\u00fchl hat, ich m\u00fcsste nochmal ran, ich stelle nochmal nach, ich will noch mal den Vergleich h\u00f6ren. Und dass wir da &#8230; als wir das festgestellt haben, dass man quasi nie fertig wird und das ist auch nicht so praktikabel w\u00e4re zu sagen, ich gucke jetzt einen Film, da stelle ich auf eins und dann wei\u00df ich, ich gucke eine Musiksendung, stelle ich auf vier oder so, haben wir uns daf\u00fcr entschieden, wirklich so lange intensiv zu tunen, wie es so sch\u00f6n hei\u00dft in unserem Bereich, also Einstellungen vorzunehmen, bis es quasi mit allem Content, der da kommt, optimal funktioniert und wir unser Versprechen einhalten k\u00f6nnen, egal was da kommt, dass man eben alles versteht und dass man eben nicht die Lautst\u00e4rke mehr manuell nachregeln muss. Und das war &#8230; noch ein Argument gibt es f\u00fcr uns, das ist, dass das externe Soundsystem, was nach uns kommt, diese M\u00f6glichkeiten zum Beispiel, die Sie angesprochen haben, eines Equalizers hat. Also, wenn man sagt, ich m\u00f6chte individuell jetzt mehr Bass oder so, mehr H\u00f6hen, mehr Mitten, dann kann man das auch am externen Soundsystem einstellen. Daf\u00fcr brauchen wir dann uns nicht. Und dieses Sammelsurium der \u00dcberlegungen hat letztendlich dazu gef\u00fchrt zu sagen: Und damit sind wir auch sicher f\u00fcr alle, die sich nicht mit Technik auskennen. Wir schaffen dieses Golden Preset, wie es so sch\u00f6n hei\u00dft. Man stellt es an, es funktioniert und man muss sich um nichts mehr k\u00fcmmern. <\/p>\n<p><strong>J\u00f6rg Wagner<\/strong> [00:10:34] <strong>Nun gibt es ja &#8230; und das werden gerade HiFi-Puristen wissen, wenn sie UKW-Radio h\u00f6ren, unterschiedliche Auffassungen, wie weit man ein Signal manipulieren sollte. Es ist kein Geheimnis, dass radioeins zum Beispiel auch den Ton am Sender noch mal optimiert mit dem sogenannten Optimod. Ein in der Radiowelt sehr bekanntes Ger\u00e4t. Die einen Radio-Anbieter hauen da v\u00f6llig alles hoch, was da nur hoch zu regeln ist, damit der Sound m\u00f6glichst ja knallt, damit er, wenn man im Auto sitzt, denkt, man ist ausgesch\u00e4umt und so weiter und so fort. Und andere gehen damit sehr sensibel um, um die Klangmanipulation m\u00f6glichst gering zu halten, aber dennoch die Verst\u00e4ndlichkeit zu erh\u00f6hen. Wie haben Sie denn mehr oder weniger jetzt den Klang im Ohr gehabt? Also ist das Signal, was man da h\u00f6rt letzten Endes, dem Original sehr \u00e4hnlich? Oder ist das dann doch schon so, dass man merkt, dass da manipuliert wurde?<\/strong> <\/p>\n<p><strong>Gunnar Kron<\/strong> [00:11:37] Also wenn man jetzt den A-B-Vergleich h\u00f6rt einer dynamischen Szene, eines Films zum Beispiel, dann h\u00f6rt man deutlich, dass sich da bei uns etwas ge\u00e4ndert hat. Einfach in dem Sinne, dass wenn im Original jetzt eine laute Szene war, eine laute Explosion und danach wird ganz leise gesprochen, dann kommt wieder diese laute, n\u00e4chste Szene, dann ist es ja ohne uns, wie ich das beschrieben habe, wie so eine Wellenform, laut, leise, laut. <\/p>\n<p><strong>J\u00f6rg Wagner<\/strong> [00:12:01] <strong>Wir k\u00f6nnen das mal, damit das nicht zu trocken klingt &#8230; Sie haben ja ein Soundbeispiel vorbereitet. H\u00f6ren wir uns mal das erste Beispiel an und ich hoffe, dass man das trotz Optimod am Sendeweg von radioeins erst mal in der Unperfektheit \u00fcberhaupt wahrnimmt. Also die Sprache m\u00fcsste jetzt bei Ihnen am Lautsprecher zu Hause oder da, wo Sie uns auch immer h\u00f6ren, leiser klingen als das Umgebungsger\u00e4usch. Fahren wir mal ab.<\/strong> <\/p>\n<p><strong>O-Ton<\/strong> [00:12:30] (Original)<\/p>\n<p><strong>J\u00f6rg Wagner<\/strong> [00:12:44] <strong>So, jetzt hat Ihre Software erkannt, da ist leise Sprache, leiser Dialog und eine extrem spontane, laute Detonation mit teilweise auch Musik. Und jetzt sagen Sie der Software: Also, das Runterregeln, das andere hoch? Ist das so einfach?<\/strong> <\/p>\n<p><strong>Gunnar Kron<\/strong> [00:13:01] Nein. Wir haben eine neue Technologie entwickelt zur Lautst\u00e4rkeregelung, die folgenderma\u00dfen funktioniert: Unsere Technologie erkennt, was in der maximalen, optimalen Lautst\u00e4rke vorhanden ist und was in dem Kontext dazu in Echtzeit zu leise ist f\u00fcr die Wahrnehmung dessen, der h\u00f6rt. Und das, was laut ist, das fassen wir nicht an, nur was zu leise ist in diesem Kontext, das wird gehoben, und zwar auch nicht als Ganzes, sondern frequenzgenau da, wo es wichtig ist, quasi die Verst\u00e4ndlichkeit und den Kontext der Szene besser wahrzunehmen in Sachen Lautst\u00e4rke. Und wenn dann die n\u00e4chste laute Szene wieder kommt und sie ist optimal laut, wird sie nicht angefasst. Das hat den gro\u00dfen Vorteil, dass anders als bei klassischer Kompression, bei dem man laute Stellen quasi nach unten dr\u00fcckt und damit auch Teile des Klangs zerst\u00f6rt, wir diese volle Klangqualit\u00e4t behalten und nur da eingreifen und sehr sensibel eingreifen, wo wir eben wissen, das ist dann nicht so optimal wahrgenommen werden w\u00fcrde, w\u00fcrden wir diesen Eingriff nicht tun. Und wenn Sie gleich das Beispiel mit Optimizer spielen, dann h\u00f6rt man auch ganz deutlich, hoffentlich auch mit dem Optimod, dass eben die H\u00f6rwahrnehmung grunds\u00e4tzlich die gleiche bleibt. Das hei\u00dft, man hat nach wie vor das Gef\u00fchl, diese Flugzeugger\u00e4usche sind laut. Und das hat bei mir den Effekt: Oh das ist &#8230; das ist eine &#8230; eine intensive Szene. Aber dennoch verstehe ich die Schauspieler wesentlich besser. Beides gemeinsam haben wir hinbekommen. <\/p>\n<p><strong>O-Ton<\/strong> [00:14:40] (optimiert)<\/p>\n<p><strong>J\u00f6rg Wagner<\/strong> [00:14:57] <strong>Also, f\u00fcr mich ist das sehr erstaunlich. F\u00fcr manche am Radioger\u00e4t m\u00f6glicherweise nicht, weil die erste Aufnahme eben durch den Optimod im Sendeweg schon etwas klangkorrigiert oder lautst\u00e4rkekorrigiert wurde. Deswegen empfehle ich auf jeden Fall den Medienmagazin-Podcast, wo also diese M\u00f6glichkeit den A-B-Vergleich wahrzunehmen besser ist. Zus\u00e4tzlich. Also wer jetzt noch nicht \u00fcberzeugt ist. In der Nacht zum Montag erscheint der Podcast wieder in der ARD-Audiothek. Aber nochmal zur\u00fcck zu dem, was Sie gemacht haben. Normalerweise ist das so, das kenne ich aus der Tonbearbeitung, wenn man ein Signal anhebt, weil es zu leise ist, dann kommt Rauschen dazu. Wie schaffen Sie es denn da, nicht irgendwelche Artefakte, Fehler mit zu verst\u00e4rken?<\/strong> <\/p>\n<p><strong>Gunnar Kron<\/strong> [00:15:42] Das ist &#8230; also Artefakte, die finden ja ganz unterschiedlich statt. Also gerade auch bei komprimierten Audiodateien tauchen sie pl\u00f6tzlich sprunghaft auf. Und das ist f\u00fcr uns etwas &#8230; bis zu einem gewissen Level, muss ich dazu sagen &#8230; also wenn Artefakte auftauchen, die nicht sehr dominant sind, dann schaffen wir durch unsere Regelung, die quasi ein bisschen zu reduzieren in Richtung, dass wir sie ein bisschen wegwischen, weil wir das betonen, wo sie halt nicht sind. Aber wenn es Artefakte sind, die \u00fcbers ganze Audio verteilt sind, also Rauschartefakte zum Beispiel, die in allen Frequenzen vorkommen, dann ist es so, wir verschlimmern die quasi nicht, aber wir rechnen sie jetzt auch nicht in Echtzeit automatisch raus. Das w\u00fcrde zu lange dauern, letztendlich f\u00fcr den Prozessor und dann w\u00e4ren wir nicht mehr lippensynchron. Zum Gl\u00fcck ist es aber so, also f\u00fcr uns als Gl\u00fcck, dass die Content Creator, mit denen wir zu tun haben, das sind alles ja Professionelle, au\u00dfer bei YouTube, jetzt bei dem Streaming Kanal, wo jeder quasi seinen Content hochladen kann. Das hei\u00dft, der Fernsehcontent oder Streamingcontent ist sehr hochwertig und die Artefakte gibt es eigentlich so gut wie gar nicht. <\/p>\n<p><strong>J\u00f6rg Wagner<\/strong> [00:16:52] <strong>Jetzt bleibt nur noch die Gretchenfrage: Wie halten Sie es mit dem Preis? Da steckt da viel Entwicklungsarbeit drin, haben Sie selber gesagt. Drei Jahre und intelligente Software. Was muss man daf\u00fcr hinlegen?<\/strong> <\/p>\n<p><strong>Gunnar Kron<\/strong> [00:17:04] Ja, also wir haben uns gesagt, wir wollen, obwohl wir wirklich mit Komponenten arbeiten, wie zum Beispiel dem DSP-Chip, den wir drin haben, der normalerweise in Highend-Automotive-Anlagen eingesetzt wird, haben wir uns immer orientiert, dass wir sagen, wir m\u00f6chten eine neue L\u00f6sung, eine hochwertige L\u00f6sung, aber zu einem bezahlbaren Preis. Wir haben zwei Modelle, die im Unterschied haben, dass sie diese unterschiedlichen Anschlussvarianten an TV- und Soundsystem abdecken. Das ist einmal der HDSX TV-Sound Optimizer mit digitaloptischen Ein- und Ausg\u00e4ngen, der kostet 129. <\/p>\n<p><strong>J\u00f6rg Wagner<\/strong> [00:17:39] <strong>Also mit diesem roten Licht.<\/strong> <\/p>\n<p><strong>Gunnar Kron<\/strong> [00:17:39] Genau. Das mit dem roten Licht, diese quadratische Buchse. Das ist die eigentliche am meisten verbreitete Buchse tats\u00e4chlich nach wie vor bei TV- und externen Soundsystemen. Der kostet 129 \u20ac und der HDSX TV-Sound-Optimizer HDMI ARC hat die gleichnamigen Anschl\u00fcsse. Das hei\u00dft, es ist ein HDMI-ARC-Anschluss, eine modernere Schnittstelle. Aus dem Grunde es gibt sie noch nicht so lange wie die digitaloptische und komplettiert somit die Anschlussm\u00f6glichkeiten. Das Gute aber in diesem Zusammenhang ist, dass wir uns in der Weihnachtszeit befinden und wir f\u00fcr beide Ger\u00e4te exklusive Angebote machen. Man kann jetzt also sparen. Insofern gibt es jetzt den digitaloptischen f\u00fcr 114,99 statt 129 und die HDMI-ARC-Variante f\u00fcr 119,99 anstatt 139.<br \/>\n<\/div><\/div>\n<div style=\"height:10px;\"><\/div>\n<p><span style=\"font-size: 11pt; font-family: tahoma,arial,helvetica,sans-serif;\"><br \/>\n<strong>Hinweis:<\/strong><br \/>\n* radioeins sendet inzwischen, seit 16.05.2022 nicht mehr mit dem Optimod, sondern mit einem Omnia.<br \/>\n* F\u00fcr dieses Schaltgespr\u00e4ch erhielt ich zwei Leihger\u00e4te, die wieder zur\u00fcckgehen. Es floss auch kein Geld. Die Initiative f\u00fcr das Interview ging von mir aus, weil das Ger\u00e4t nach meiner Einsch\u00e4tzung in dieser G\u00fcte und Funktionalit\u00e4t im Handel ein Alleinstellungsmerkmal besitzt.<\/p>\n<hr \/>\n<div style=\"height: 5px;\"><\/div>\n<p><html><br \/>\n     <head><\/p>\n<style type=\"text\/css\">\n       body {\n                     background: #DADADA;\n       }\n      <\/style>\n<p>     <\/head><br \/>\n     <body><br \/>\n<\/body><br \/>\n    <\/html><\/span><\/span><\/p><\/blockquote>\n<p><\/span><\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>No audio playback capabilities, please download the audio belowDownload Audio: Closed Format: MP3 Wer: Gunnar Kron, Entwickler und Gesch\u00e4ftsf\u00fchrender Gesellschafter, Kronoton GmbH, Reinbek Was: muPRO-Schaltgespr\u00e4ch \u00fcber Soundoptimierung Wann: rec.: 09.12.2022, 14:30 Uhr, radioeins-Medienmagazin vom 10.12.2022 Hinweis: * radioeins sendet inzwischen, seit 16.05.2022 nicht mehr mit dem Optimod, sondern mit einem Omnia. * F\u00fcr dieses Schaltgespr\u00e4ch [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_monsterinsights_skip_tracking":false,"_monsterinsights_sitenote_active":false,"_monsterinsights_sitenote_note":"","_monsterinsights_sitenote_category":0,"footnotes":""},"categories":[17],"tags":[1336,1335],"class_list":["post-52493","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-aktuell","tag-klang","tag-klare-sprache"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.wwwagner.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/52493","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.wwwagner.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.wwwagner.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.wwwagner.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.wwwagner.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=52493"}],"version-history":[{"count":14,"href":"https:\/\/www.wwwagner.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/52493\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":52511,"href":"https:\/\/www.wwwagner.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/52493\/revisions\/52511"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.wwwagner.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=52493"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.wwwagner.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=52493"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.wwwagner.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=52493"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}