{"id":54084,"date":"2024-09-21T11:45:08","date_gmt":"2024-09-21T09:45:08","guid":{"rendered":"https:\/\/www.wwwagner.tv\/?p=54084"},"modified":"2024-09-23T22:09:54","modified_gmt":"2024-09-23T20:09:54","slug":"heike-raab-zum-ard-zdf-reformpaket-ab-sommer-2025","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.wwwagner.tv\/?p=54084","title":{"rendered":"Heike Raab zum ARD\/ZDF-Reformpaket ab Sommer 2025"},"content":{"rendered":"<p><figure id=\"attachment_49819\" aria-describedby=\"caption-attachment-49819\" style=\"width: 1100px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.wwwagner.tv\/wp-content\/uploads\/20200514_raab_heike_1100\u00d7589.jpg\" alt=\"\" width=\"1100\" height=\"589\" class=\"size-full wp-image-49819\" srcset=\"https:\/\/www.wwwagner.tv\/wp-content\/uploads\/20200514_raab_heike_1100\u00d7589.jpg 1100w, https:\/\/www.wwwagner.tv\/wp-content\/uploads\/20200514_raab_heike_1100\u00d7589-300x161.jpg 300w, https:\/\/www.wwwagner.tv\/wp-content\/uploads\/20200514_raab_heike_1100\u00d7589-768x411.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1100px) 100vw, 1100px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-49819\" class=\"wp-caption-text\">Heike Raab | Foto: \u00a9 RLP Marc-Steffen Unger<\/figcaption><\/figure><br \/>\n<span style=\"font-size: 11pt; font-family: tahoma,arial,helvetica,sans-serif;\"><\/p>\n<div style=\"height:10px;\"><\/div>\n<p>Die Rundfunkkommission der L\u00e4nder erarbeitete eine Vorlage f\u00fcr einen Reform-Medienstaatsvertrag, der deutliche Ver\u00e4nderungen in der Struktur und im Programm bei ARD und ZDF vorsieht.<\/p>\n<div style=\"height:10px;\"><\/div>\n<p><span style=\"font-size: 11pt; font-family: tahoma,arial,helvetica,sans-serif;\"><\/p>\n<div style=\"height: 20px;\"><\/div>\n <audio   controls > <source src=\"http:\/\/www.wwwagner.tv\/audio\/20240921_1145_reformpaket_raab_heike_wagner_joerg_blog_112.mp3\" type='audio\/mpeg' \/> <object   type=\"application\/x-shockwave-flash\"  data=\"https:\/\/www.wwwagner.tv\/wp-content\/plugins\/wphtml5player\/inc\/flowplayer.swf\"  width=\"400\"  height=\"30\"> <param name=\"movie\" value='https:\/\/www.wwwagner.tv\/wp-content\/plugins\/wphtml5player\/inc\/flowplayer.swf' \/><param name=\"allowfullscreen\" value='false' \/><param name=\"cachebusting\" value='true' \/><param name=\"bgcolor\" value='#000000' \/><param name=\"flashvars\" value='config={\"plugins\":{\"controls\":{\"height\":30,\"autoHide\":false,\"fullscreen\":false}},\"clip\":{\"autoPlay\":false,\"url\":\"http:\\\/\\\/www.wwwagner.tv\\\/audio\\\/20240921_1145_reformpaket_raab_heike_wagner_joerg_blog_112.mp3\"},\"playlist\":[{\"autoPlay\":false,\"url\":\"http:\\\/\\\/www.wwwagner.tv\\\/audio\\\/20240921_1145_reformpaket_raab_heike_wagner_joerg_blog_112.mp3\"}],\"play\":{\"opacity\":0}}' \/>  No audio playback capabilities, please download the audio below<br \/><strong>Download Audio:<\/strong> Closed Format: <a href=\"http:\/\/www.wwwagner.tv\/audio\/20240921_1145_reformpaket_raab_heike_wagner_joerg_blog_112.mp3\">MP3<\/a> <\/object> <!-- Generated by HTML5 Multimedia Framework (http:\/\/code.google.com\/p\/html5videoplayer) --> <\/audio>  \n<p><span style=\"font-size: 11pt; font-family: tahoma,arial,helvetica,sans-serif;\"><\/p>\n<div style=\"height: 10px;\"><\/div>\n<p><b>Was<\/b>: Schaltgespr\u00e4ch zum geplanten Reformpaket f\u00fcr ARD und ZDF ab Sommer 2025<br \/>\n<b>Wer<\/b>:<br \/>\n* Heike Raab, Staatssekret\u00e4rin, Bevollm\u00e4chtigte des Landes Rheinland-Pfalz beim Bund und f\u00fcr Europa und Medien, Koordinatorin in der <a href=\"https:\/\/rundfunkkommission.rlp.de\/\" rel=\"noopener\" target=\"_blank\">Rundfunkkommission<\/a> der L\u00e4nder<br \/>\n* J\u00f6rg Wagner, freier Medienjournalist (u. a. rbb-Medienmagazin)<br \/>\n<b>Wann<\/b>: rec.: 21.09.2024, 11:45 Uhr<br \/>\nVer\u00f6ffentlicht im rbb-Medienmagazin bei radioeins (<a href=\"https:\/\/www.wwwagner.tv\/?p=54099\" rel=\"noopener\" target=\"_blank\">21.09.2024<\/a>, 18:05 Uhr, 2 Teile) und in einer 9-Minuten-Fassung im rbb24 Inforadio (22.09.2024, 09:20+13:20 Uhr)<\/p>\n<div style=\"height:20px;\"><\/div>\n<div id='stb-container-2401' class='stb-container-css stb-custom-container stb-no-caption stb-image-none stb-ltr stb-border stb-side'><aside class='stb-icon'><img src='http:\/\/www.wwwagner.tv\/wp-content\/plugins\/wp-special-textboxes\/themes\/stb-dark\/heart.png'><\/aside><div id='stb-box-2401' class='stb-custom_box stb-box' ><\/p>\n<p>(w\u00f6rtliches Transkript, H\u00f6rverst\u00e4ndnisfehler vorbehalten)<\/p>\n<div style=\"height: 20px;\"><\/div>\n<blockquote><p>\n<strong>Susanne Daubner, tagesschau<\/strong> [00:00:01] <em>&#8222;Die Rundfunkkommission der Bundesl\u00e4nder will die \u00f6ffentlich-rechtlichen H\u00f6rfunk- und Fernsehprogramme deutlich reduzieren. Geplant ist, dass bundesweit 20 Radioprogramme und 4 bis 5 Fernseh-Spartenkan\u00e4le wegfallen. Welche Angebote gestrichen werden, k\u00f6nnen ARD und ZDF demnach selbst bestimmen. Die Fernsehprogramme k\u00f6nnen alternativ als Online-Stream fortgef\u00fchrt werden. \u00dcber die Pl\u00e4ne entscheiden jetzt noch die Ministerpr\u00e4sidentenkonferenz und alle Landesparlamente.&#8220;<\/em> <\/p>\n<p><strong>J\u00f6rg Wagner<\/strong> [00:00:32] <strong>Die tagesschau am 19. September 2024, am Donnerstagabend zu einem finalen Reformpapier, das in einen Medienstaatsvertrag m\u00fcnden soll. Ich begr\u00fc\u00dfe jetzt zugeschaltet Heike Raab, Koordinatorin der Rundfunkkommission der L\u00e4nder, Staatssekret\u00e4rin, Bevollm\u00e4chtigte des Landes Rheinland-Pfalz beim Bund und f\u00fcr Europa und Medien. Frau Raab, die geplanten Ver\u00e4nderungen beim \u00f6ffentlich-rechtlichen Rundfunk sind deutlich und un\u00fcbersehbar auf Reduktion der Struktur und des Programms ausgelegt. Weil Sie den Rundfunkbeitrag nicht erh\u00f6hen wollten, obwohl die unabh\u00e4ngige Kommission KEF genau das empfohlen hat?<\/strong> <\/p>\n<p><strong>Heike Raab<\/strong> [00:01:06] Hallo Herr Wagner, ja, herzlichen Dank f\u00fcr die Frage. Ich will sagen, das ist eine Reform des \u00f6ffentlich-rechtlichen Rundfunks, der den \u00f6ffentlich-rechtlichen Rundfunk auch zukunftsfest machen soll. In allererster Linie. Denn die Welt wird immer digitaler. Und das geht nat\u00fcrlich auch nicht an den Medien vorbei. Und deshalb ist die Frage: Was braucht man linear-analog oder geht man ins Streaming, in die on-demand-Bereiche hinein? Und an allererster Linie steht hier: Wir schaffen auch eine gemeinsame digitale Plattform. Und dahinter steht nat\u00fcrlich auch die Frage: Was braucht man dann analog? Und nat\u00fcrlich spielt auch immer das Thema &#8222;Wie kann alles finanziert werden?&#8220; eine Rolle. Wir L\u00e4nder haben uns am Mittwoch darauf verst\u00e4ndigt, nach einem langen Diskussionsprozess, wir wollen den Auftrag des \u00f6ffentlich-rechtlichen Rundfunks qualitativ noch mal anheben und deutlich machen, wof\u00fcr wir Qualit\u00e4tsmedien brauchen. Wir wollen ihn aber auch quantitativ beschr\u00e4nken und in die digitale Zukunft \u00fcberf\u00fchren. <\/p>\n<p><strong>J\u00f6rg Wagner<\/strong> [00:02:15] <strong>Als wir uns im November 2022 in Mainz am Rande der ConCon \u00fcber das \u00f6ffentlich-rechtliche System unterhalten hatten, sagten Sie:<\/strong> <\/p>\n<p><strong>Heike Raab<\/strong> [00:02:23] <em>&#8222;Hier ist ein Wildwuchs entstanden. Deshalb &#8230;<\/em> <\/p>\n<p><strong>J\u00f6rg Wagner<\/strong> [00:02:27] <em>Darf ich Sie kurz unterbrechen? Kontrollierter Wildwuchs?<\/em> <\/p>\n<p><strong>Heike Raab<\/strong> [00:02:30] <em>Unkontrollierter Wildwuchs.&#8220;<\/em> <\/p>\n<p><strong>J\u00f6rg Wagner<\/strong> [00:02:31] <strong>Frau Raab, ist der Reformstaatsvertrag jetzt das Zur\u00fcckschneiden des &#8218;unkontrollierten Wildwuchses&#8216;? <\/strong><\/p>\n<p><strong>Heike Raab<\/strong> [00:02:37] Es ist ein Neusortieren. W\u00fcrden wir heute den &#8230; 2024 den \u00f6ffentlich-rechtlichen Rundfunk neu erfinden und wir m\u00fcssten ihn neu erfinden &#8211; gegen Fake News, gegen Desinformation sind Qualit\u00e4tsmedien ein ganz wirksames Mittel &#8211; dann w\u00fcrden wir ihn aber etwas anders strukturieren. Und wir haben die ARD in ihrer f\u00f6deralen Verfasstheit mit den neun Anstalten. Wir haben das ZDF, das Deutschlandradio. Wir haben kleine und gro\u00dfe Anstalten. Wir haben unendlich viele H\u00f6rfunkwellen und das ist alles sehr diversifiziert. Und zudem gibt es noch unfassbar viele Apps. Es gibt die Vollprogramme von ARD und ZDF. Dann darunter auch noch zehn weitere Kan\u00e4le, die sehr unterschiedlich sind. Und wir wollen hier auch im Sinne der Konsolidierung und der st\u00e4rkeren Nutzung im digitalen Bereich konsolidieren. Und das muss auch sein. Man kann nicht immer nur was obendrauf satteln. Dann wird n\u00e4mlich ein System immer teurer und es wird auch zum Teil nicht mehr so intensiv analog genutzt. Und deshalb wollen wir den Rahmen neu definieren, aber werden dabei nat\u00fcrlich keinesfalls in die Programmfreiheit und Programmhoheit der Sender eingreifen. <\/p>\n<p><strong>J\u00f6rg Wagner<\/strong> [00:03:58] <strong>Sie wollen rund die H\u00e4lfte der TV-Spartenkan\u00e4le reduzieren und es den Anstalten \u00fcberlassen. Wer streicht denn freiwillig den KiKA oder tagesschau24 oder Phoenix? Das klappt ja noch nicht mal in der ARD mit one oder ARD alpha. Warum folgen Sie nicht der biblischen Lehre: &#8222;Der Herr hat&#8217;s gegeben, der Herr hat&#8217;s genommen&#8220;? Also in dem Fall die Medienpolitik und sagen ganz genau konkret, was nicht mehr beauftragt wird und dann ist gut?<\/strong> <\/p>\n<p><strong>Heike Raab<\/strong> [00:04:22] Wir haben mit einem Staatsvertrag, die kriegen ja alle von uns immer Nummern, dem dritten Medien\u00e4nderungsstaatsvertrag schon mal diesen Digitalisierungsgedanken aufgegriffen und haben den Anstalten gesagt: Ihr k\u00f6nnt linear abschalten und k\u00f6nnt in die digitalen Welten \u00fcberf\u00fchren, wie das Netflix und andere auch tun, die man gar nicht linear empfangen kann, die Streamingplattformen. Da haben sie aber nicht von Gebrauch gemacht. Und jetzt haben wir gesagt: Aber wir wollen es nicht einfach hinnehmen, dass immer mehr geschieht, weil die digitale Plattform soll auch noch on top kommen und deshalb folgen wir einem Gedanken, den wir vor Jahren mal bei der Etablierung des Jugendprogramms funk verfolgt haben. Es kommt was Neues und daf\u00fcr m\u00fcssen alte Z\u00f6pfe abgeschnitten werden. Neu kommt jetzt die digitale Plattform und daf\u00fcr m\u00fcssen andere Dinge wegfallen. Jetzt haben wir entlang des Auftrages des \u00f6ffentlich-rechtlichen Rundfunks so K\u00f6rbe gebildet oder Portfolios. Im Auftrag steht klar: Der \u00f6ffentlich-rechtliche Rundfunk soll Kultur auch weiter verbreiten. Er soll Information, Dokumentation und Bildung verbreiten. Und das ist jetzt ein neuer, wichtiger Schwerpunkt: Wir haben gesehen, das Durchschnittsalter der Nutzerinnen und Nutzer der \u00f6ffentlich-rechtlichen Angebote ist ganz sch\u00f6n gestiegen. Die Vollprogramme sind in der Regel weit \u00fcber 50, 60, 70, 80 Jahre. Und wir d\u00fcrfen die j\u00fcngeren Generationen nicht verlieren. Deshalb ist der dritte gro\u00dfe Korb &#8222;j\u00fcngere Menschen&#8220;. Und wir haben bei der &#8222;Kultur&#8220; arte, der deutsch-franz\u00f6sische Kanal, ein Vollprogramm, staatsvertraglich abgesichert und 3sat mal gedanklich zusammengefasst. Wir haben im Bereich &#8222;Bildung, Dokumentation, Information&#8220;, ARD alpha, ZDFinfo, Phoenix und tagesschau24 zusammengefasst. Und wir haben bei dem Bereich &#8222;j\u00fcngere Menschen&#8220; nat\u00fcrlich den KiKA-Kanal, den niemand abschaffen will, funk, das sich an junge Menschen richtet, die eigentlich nur noch only online unterwegs sind und haben dann one und ZDFneo auch mal, noch mal geb\u00fcndelt. Und hier wollen wir die Forderung an die Anstalten richten, dass sie in diesen Bereichen entlang des Auftrages konsolidieren. <\/p>\n<p><strong>J\u00f6rg Wagner<\/strong> [00:06:46] <strong>Dann sind 20 Radioprogramme zu viel. Warum nicht 18? Oder warum nicht zehn? 18 w\u00fcrde ja viel sinnvoller sein, weil es neun Landesrundfunkanstalten gibt. Dann muss jede Landesrundfunkanstalt zwei Programme einstellen. Aber Sie kommen auf 20! Wieso denn das?<\/strong> <\/p>\n<p><strong>Heike Raab<\/strong> [00:07:00] Wir haben sehr unterschiedliche ARD-Rundfunkanstalten. Wir haben den NDR, wo vier L\u00e4nder mitwirken. Wir haben den WDR, der 17 Millionen oder 18 Millionen nordrhein-westf\u00e4lische Menschen versorgt. Und wir haben Radio Bremen und Saarl\u00e4ndischen Rundfunk, die eine viel kleinere Nutzerzahl aufgrund der geografischen Gegebenheiten haben. Deshalb haben wir eine Formel entwickelt, weil man nicht alles \u00fcber einen Kamm scheren kann. Wir sagen: vier H\u00f6rfunkwellen pro Anstalt, dann ein Add on, ein Plus f\u00fcr die Mehr-L\u00e4nderanstalten, damit man auch die regionalen Besonderheiten in den Blick nehmen kann. Und die Anstalten wie Nordrhein-Westfalen und Bayern, wo wir einfach eine ganz hohe Einwohnerzahl haben, die k\u00f6nnen nat\u00fcrlich auch ein Plus haben. Das ist aber die Obergrenze. Man kann nat\u00fcrlich auch darunter bleiben, wie es der Hessische Rundfunk gerade vormacht, der auf drei H\u00f6rfunkwellen sich konzentrieren will. Also wir machen hier eine Ma\u00dfgabe nach oben mit dem starken Input, dass mehr Regionalit\u00e4t seitens der H\u00f6rfunkwellen in der ARD pr\u00e4sentiert werden muss. Die nationalen Wellen sind die, die das Deutschlandradio anbietet. <\/p>\n<p><strong>J\u00f6rg Wagner<\/strong> [00:08:20] <strong>Ich habe die Logik dahinter noch nicht ganz verstanden, denn es ist ja eigentlich egal, ob 18 Millionen wie in NRW zuh\u00f6ren oder nur 4 Millionen im Ballungsraum Berlin-Brandenburg. Die Bev\u00f6lkerung differenziert sich ja nicht nach der St\u00e4rke der Einwohnerzahl aus, sondern nach der Art und Weise, wie sie zusammengesetzt ist. Und da ist nat\u00fcrlich Berlin als Schmelztiegel verschiedener Kulturen geradezu differenzierter als m\u00f6glicherweise NRW. Also wieso machen Sie das so mit &#8230; ja, ich sage mal, mit dem Taschenrechner und sagen: Mehr Einwohner, auch mehr Radiosender?<\/strong><\/p>\n<p><strong>Heike Raab<\/strong> [00:08:51] Ich will mir die Brille des l\u00e4ndlichen Raumes aufsetzen und ich will jetzt einfach mal das Beispiel aus meiner Heimatregion Rheinland-Pfalz und Baden-W\u00fcrttemberg, die gemeinsam den SWR als H\u00f6rfunkgebiet haben, benennen. Dialekte spielen in der Lebenswirklichkeit und im Alltag der Menschen auch eine ganz gro\u00dfe Rolle. Und hier gibt es durchaus eine Klangf\u00e4rbung in den Sendern. Es gibt unterschiedliche regionale Nachrichten, die in den H\u00f6rfunkwellen auch eine besondere Rolle spielen. Und da interessiert die Menschen in Stuttgart vielleicht nicht unbedingt, was rund um den erste FC Kaiserslautern am Betzenberg passiert. Deshalb: Die Regionalit\u00e4t kann sich und soll sich auch sehr gerne im H\u00f6rfunk widerspiegeln. Das ist auch identit\u00e4tsstiftend. Und das ist auch eine &#8230; eine wichtige Aufgabe des \u00f6ffentlich-rechtlichen Rundfunks neben Information, Kultur, Bildung, auch Unterhaltung, dass er nat\u00fcrlich auch in der Gesellschaft als f\u00fcnfte S\u00e4ule in der Demokratie, auch durch die Berichterstattung, die lokalen Ereignisse, eine Rolle spielt. <\/p>\n<p><strong>J\u00f6rg Wagner<\/strong> [00:10:02] <strong>Mit dieser Definition ist ja SWR 3 als Popwelle bei Ihnen dann gar nicht streichbar, weil auch da regionale Informationen verbreitet werden. Aber durch die Klangfarbe kann man sich nat\u00fcrlich vorstellen, dass alle Popwellen dasselbe spielen, weil es ein Massengeschmack ist. Also das wird noch mal sehr schwierig werden, da jetzt Programme zu streichen. Aber sind das nun beitragssenkende Ma\u00dfnahmen, die Sie im Reformpaket beschlie\u00dfen, oder gibt es trotzdem eine Beitragsanpassung vielleicht zu einem sp\u00e4teren Zeitpunkt?<\/strong> <\/p>\n<p><strong>Heike Raab<\/strong> [00:10:26] Das wird in Zukunft den Beitrag senken. Aber wir m\u00fcssen ja den Ist-Stand betrachten. Diese Reformen, die wir vorschlagen, werden erst in Zukunft ihre Wirkung entfalten, weil ja auch Spartenkan\u00e4le oder H\u00f6rfunkwellen nicht sofort und unverz\u00fcglich abgestellt werden k\u00f6nnen. Wir haben aber die Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs um ein Sondergutachten gebeten, dass sie das bewerten, wann und wie es wirksam sein wird. Und erste Hinweise deuten darauf hin, jetzt die KEF-Empfehlung umzusetzen, das hei\u00dft den Beitrag ganz moderat anzuheben, um dann in der n\u00e4chsten und \u00fcbern\u00e4chsten Beitragsperiode Reformen umzusetzen und dann langfristig f\u00fcr eine relative Beitragsstabilit\u00e4t zu sorgen. Da aber der Staatsvertrag rein technisch wegen der Verfahrensabl\u00e4ufe auch noch nicht zum 1. Januar umgesetzt sein wird, sondern erst fr\u00fchestens im Sommer 2025 ratifiziert ist, k\u00f6nnte das aber auch erst im kommenden Jahr, Mitte des Jahres greifen. <\/p>\n<p><strong>J\u00f6rg Wagner<\/strong> [00:11:33] <strong>Sie haben noch ein anderes Problemfeld identifiziert: die Presse\u00e4hnlichkeit im Netz \u00f6ffentlich-rechtlicher Angebote. Nun hat einer Ihrer Vorg\u00e4nger bereits 2008 hier im Medienmagazin gesagt:<\/strong> <\/p>\n<p><strong>Martin Stadelmaier<\/strong> [00:11:45] <em>&#8222;Zun\u00e4chst mal ist der Begriff &#8218;presse\u00e4hnlich&#8216; der Versuch, Schutzbereich zu definieren. Das hei\u00dft zu sagen: Was soll der \u00f6ffentlich-rechtliche Rundfunk nicht machen? Und er soll nicht ein presse\u00e4hnliches, zeitungs\u00e4hnliches Angebot im Netz unterbreiten. Dies wird dann, wie viele andere Rechtsbegriffe auch in der Bundesrepublik durch konkrete Ansehung und durch konkrete Rechtsprechung auch ausgef\u00fcllt. Und vielleicht finden wir zwischen den \u00d6ffentlich-rechtlichen und den Verlegern auch noch einen Weg, der erlaubt, die Dinge g\u00fctlich voneinander zu trennen und zu besprechen. Wir haben solche Vorbilder in der Vergangenheit. Beim Bildschirmtext gab es zum Beispiel einen gemeinsamen Ausschuss zwischen den \u00f6ffentlich-rechtlichen und den Verlegern, und ich k\u00f6nnte mir vorstellen, dass man auf \u00e4hnliche Regularien, Regelungsmechanismen auch hier zur\u00fcckgreift, um die Situation zu befrieden. Und ich glaube, nach wenigen Jahren wird sich das so sortiert haben, dass niemand mehr dar\u00fcber reden wird.&#8220;<\/em> <\/p>\n<p><strong>J\u00f6rg Wagner<\/strong> [00:12:47] <strong>Nun m\u00fcssen wir dar\u00fcber reden, Frau Raab. Warum?<\/strong> <\/p>\n<p><strong>Heike Raab<\/strong> [00:12:50] Es w\u00e4re sch\u00f6n, dieser Kompromiss damals h\u00e4tte gehalten. Es gab dann vor f\u00fcnf, sechs Jahren den erneuten Versuch, wieder das gleiche Ziel zu verfolgen im dualen System von \u00f6ffentlich-rechtlichen und privaten Medien hier Leitplanken einzuziehen, die allen ein ausk\u00f6mmliches Miteinander erm\u00f6glichen. Und durch die fortschreitende Digitalisierung ist nat\u00fcrlich auch total viel m\u00f6glich geworden, weshalb wir da noch mal nachgearbeitet haben und haben hier in der digitalen Welt &#8222;Presse\u00e4hnlichkeit&#8220;, &#8222;Sendungsbezug&#8220; wieder als Rechtsbegriffe fortentwickelt und haben f\u00fcr die Streitf\u00e4lle, die es unbenommen immer gegeben hat, eine Schlichtungsstelle erm\u00f6glicht &#8230; <\/p>\n<p><strong>J\u00f6rg Wagner<\/strong> [00:13:39] <strong>Die wurde aber nicht in Anspruch genommen, wenn ich richtig informiert wurde.<\/strong> <\/p>\n<p><strong>Heike Raab<\/strong> [00:13:41] Es gab dann eine Schlichtungsvereinbarung und eine Schlichtungsstelle, aber diese ist in den Streitf\u00e4llen leider nie angerufen worden. Stattdessen wurden &#8230; laufen im Moment Klageverfahren, weshalb wir seitens der Rundfunkkommission erstens bedauern, dass diese Schlichtungsvereinbarung gek\u00fcndigt worden ist einseitig, sehen jetzt oder h\u00f6ren, dass es wieder Gespr\u00e4che dazu gibt, eine neue Schlichtungsvereinbarung zu vereinbaren. Das w\u00e4re der beste Weg. Aber f\u00fcr den Fall, dass es nicht gelingt und auch nicht mit Selbstverpflichtungserkl\u00e4rungen seitens der \u00d6ffentlich-rechtlichen, hier mehr Klarstellung, mehr Selbstdisziplin vielleicht auch zu \u00fcben, werden wir andere Formulierungen f\u00fcr den Reformstaatsvertrag vorsehen. <\/p>\n<p><strong>J\u00f6rg Wagner<\/strong> [00:14:36] <strong>Das hei\u00dft, Sie werden jetzt vorgeben, wie viel W\u00f6rter presse\u00e4hnlich sind in einem Text?<\/strong> <\/p>\n<p><strong>Heike Raab<\/strong> [00:14:40] Das macht gar keinen Sinn. Denn es ist klar, dass bei den \u00f6ffentlich-rechtlichen die audiovisuellen Inhalte, das hei\u00dft Bild und Ton, das Bewegtbild im Vordergrund stehen soll, w\u00e4hrend die Zeitung wie das gedruckte Papier auch nicht mehr der Bezugspunkt ist. Wir sehen, dass die Zeitungsverlage heute ja auch multimediale Angebote liefern, auch um ihre Leserinnen und Leser zu erreichen. Aber es gibt ja &#8211; es ist sehr abstrakt &#8211; ein sogenanntes Ebenenmodell. Wenn Sie beispielsweise die App der tagesschau \u00f6ffnen, muss auf den ersten Blick, auf der ersten Ebene ganz klar das Bewegtbild und der Ton stehen. Und erst auf der zweiten und dritten Ebene kann Text sein. Und jetzt besteht die Frage darin: Wie viel Text ist es? Und gibt es noch einen Sendungsbezug? Und wir haben in der Vergangenheit festgestellt, dass die \u00f6ffentlich-rechtlichen Anstalten den Sendungsbezug sehr, sehr weit ausgelegt haben. Man hat Texte zu Sendungen gemacht, die irgendwann im Jahr mal gelaufen sind. Wir w\u00fcrden uns politischerseits w\u00fcnschen, dass man hier im Zuge des kooperativen Miteinanders L\u00f6sungen findet. Und wir werden auch im Staatsvertrag L\u00f6sungen f\u00fcr die Zeitungsverlage vorsehen. Wenn zum Beispiel in den \u00f6ffentlich-rechtlichen Beitr\u00e4gen eine Verlinkung &#8230; war bisher die Verlinkung zu den Angeboten der Tageszeitung verboten, weil die oft hinter einer Paywall sind. Aber das werden wir jetzt zum Beispiel lockern und erm\u00f6glichen. Kooperation ist besser als Konfrontation. M\u00f6glichmachen statt Verhindern. Aber auch alles in einem Rahmen, der allein das wirtschaftliche Arbeiten im Qualit\u00e4tsmedienbereich erm\u00f6glicht. <\/p>\n<p><strong>J\u00f6rg Wagner<\/strong> [00:16:37] <strong>Wir reden immer noch \u00fcber einen Entwurf, wenn er auch final ist, weil er muss dann erst von den Ministerpr\u00e4sidenten und -pr\u00e4sidentinnen abgezeichnet werden sozusagen. In der rbb-Rundfunkratssitzung vom 19. September gab es Kritik an der Tatsache, dass die Gremien offenbar bei diesem doch deutlichen Ver\u00e4nderungswunsch nicht einbezogen wurden. H\u00f6ren wir mal dazu einen Ausschnitt aus der Rundfunkratssitzung.<\/strong> <\/p>\n<p><strong>Oliver B\u00fcrgel<\/strong> [00:17:03] <em>&#8222;Herr Dr. Offenberg.<\/em> <\/p>\n<p><strong>Moshe Abraham Offenberg<\/strong> [00:17:04] <em>Ja, Herr Vorsitzender, wir haben doch kurz auch dar\u00fcber schon im Programmausschuss gesprochen. Dar\u00fcber, dass \u00fcber die anstehende Reform des \u00f6ffentlich-rechtlichen Rundfunks unter Ausschluss der Rundfunkr\u00e4te diskutiert werden soll. Das haben offenbar die L\u00e4nder so vereinbart. Und wir dachten, es w\u00e4re doch angebracht, wenn der Rundfunkrat auch dazu sagt: Wir sind auch noch da und wir m\u00f6chten auch f\u00fcr den rbb, aber vielleicht hat das auch eine Signalwirkung auch f\u00fcr andere, mitdiskutieren.&#8220;<\/em><\/p>\n<p><strong>J\u00f6rg Wagner<\/strong> [00:17:37] <strong>Das war der Vertreter der J\u00fcdischen Gemeinde, Dr. Moshe Abraham Offenberg. Gibt es denn eine M\u00f6glichkeit, da noch mitzudiskutieren? K\u00f6nnen Sie Entwarnung geben?<\/strong> <\/p>\n<p><strong>Heike Raab<\/strong> [00:17:45] Aber klar wird mitdiskutiert. Erstens mal habe ich schon eine Reihe von Diskussionen auch mit Gremienmitgliedern und der Gremienvorsitzendenkonferenz gehabt. Aber wir waren jetzt dabei und haben einen Text abgestimmt, der gerade in eine Form gebracht wird, die wir zur \u00f6ffentlichen Anh\u00f6rung stellen wollen und dar\u00fcber, \u00fcber diesen Entwurfstext werden sich im Laufe der n\u00e4chsten Woche die Ministerpr\u00e4sidentinnen, Ministerpr\u00e4sidenten beugen. Und dann hoffe ich, dass wir Ende der Woche zum n\u00e4chsten Wochenende hin den Text auch auf der <a href=\"https:\/\/rundfunkkommission.rlp.de\/\" rel=\"noopener\" target=\"_blank\">Seite <\/a>der Rundfunkkommission \u00f6ffentlich zur Anh\u00f6rung stellen k\u00f6nnen. Das wird eine kurze Frist diesmal sein, weil wir noch Ende Oktober, wenn alles gut laufen w\u00fcrde, im Idealfall die sogenannte Paraphe, das hei\u00dft die Zustimmung aller 16 Regierungschefinnen\/-chefs unter diesen Staatsvertrag bekommen k\u00f6nnten. Denn dann startet erst das parlamentarische Verfahren. Ein solcher Staatsvertrag geht zweimal in alle Parlamente. Und selbstverst\u00e4ndlich werden wir in dieser Phase auch gerne diskutieren. Und ich darf das auch f\u00fcr alle meine L\u00e4nderkolleginnen und -kollegen sagen: Wir brauchen die Diskussion. Wir brauchen die Diskussion \u00fcber die Medien in unserer demokratischen Welt und wie sie aussehen, wie Kontrolle stattfinden kann, wie Transparenz \u00fcber die Zahlungen l\u00e4uft. Das ist mir und das ist uns allen ganz wichtig. <\/p>\n<p><strong>J\u00f6rg Wagner<\/strong> [00:19:25] <strong>&#8230; meint Heike Raab, Koordinatorin der Rundfunkkommission der L\u00e4nder, Staatssekret\u00e4rin, Bevollm\u00e4chtigte des Landes Rheinland-Pfalz beim Bund und f\u00fcr Europa und Medien. Vielen Dank f\u00fcr diese ausf\u00fchrliche Transparenz zu Ihrem Reformentwurf \u00fcber einen Medienstaatsvertrag, den \u00f6ffentlich-rechtlichen Rundfunk betreffend. Dann sind wir gespannt auf die weiteren Verhandlungen und Unterschriften und was die Parlamente letzten Endes dann final dazu sagen. Vielen Dank!<\/strong> <\/p>\n<p><strong>Heike Raab<\/strong> [00:19:52] Ganz herzlichen Dank auch Ihnen, Herr Wagner. <\/p>\n<\/blockquote>\n<p><\/div><\/div>\n<hr \/>\n<div style=\"height: 5px;\"><\/div>\n<p><html><br \/>\n     <head><\/p>\n<style type=\"text\/css\">\n       body {\n                     background: #DADADA;\n       }\n      <\/style>\n<p>     <\/head><br \/>\n     <body><br \/>\n<\/body><br \/>\n    <\/html><br \/>\n<script src=\"https:\/\/apis.google.com\/js\/plusone.js\" type=\"text\/javascript\">\/\/ < ![CDATA[ {lang: 'de'} \/\/ ]]><\/script><br \/>\n<script src=\"http:\/\/twittercounter.com\/embed\/?username=medienmagazin&amp;style=avatar\" type=\"text\/javascript\"><\/script><\/p>\n<p><noscript><a href=\"http:\/\/twittercounter.com\/medienmagazin\">medienmagazin on Twitter Counter<\/a><\/noscript><\/p>\n<p><\/span><\/span><\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Rundfunkkommission der L\u00e4nder erarbeitete eine Vorlage f\u00fcr einen Reform-Medienstaatsvertrag, der deutliche Ver\u00e4nderungen in der Struktur und im Programm bei ARD und ZDF vorsieht. No audio playback capabilities, please download the audio belowDownload Audio: Closed Format: MP3 Was: Schaltgespr\u00e4ch zum geplanten Reformpaket f\u00fcr ARD und ZDF ab Sommer 2025 Wer: * Heike Raab, Staatssekret\u00e4rin, Bevollm\u00e4chtigte [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_monsterinsights_skip_tracking":false,"_monsterinsights_sitenote_active":false,"_monsterinsights_sitenote_note":"","_monsterinsights_sitenote_category":0,"footnotes":""},"categories":[17],"tags":[30,1316,834,1359,1268,423,794,50],"class_list":["post-54084","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-aktuell","tag-ard","tag-medienaenderungsstaatsvertrag","tag-mpk","tag-oerr","tag-programmreform","tag-rundfunkbeitrag","tag-strukturreform","tag-zdf"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.wwwagner.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/54084","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.wwwagner.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.wwwagner.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.wwwagner.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.wwwagner.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=54084"}],"version-history":[{"count":15,"href":"https:\/\/www.wwwagner.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/54084\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":54109,"href":"https:\/\/www.wwwagner.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/54084\/revisions\/54109"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.wwwagner.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=54084"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.wwwagner.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=54084"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.wwwagner.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=54084"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}