Zukunftsmusik: Neuer Audiostandard MPEG H

Thomas Schierbaum | Foto: © Jörg Wagner
Thomas Schierbaum | Foto: © Jörg Wagner


Sie kennen wahrscheinlich alle MP3. Sieben bis zehn Compact Discs passten plötzlich in akzeptabler Tonqualität auf eine CD-ROM. Doch in den letzten 20 Jahren hat sich seit dem Siegeszug von MP3 viel auf dem Gebiet der Audio-Kompression getan. Im Münchner Institut für Rundfunktechnik (IRT) arbeitet man an MPEG H, einem sogenannten objektbasierten Audiostandard, der auch das Radio revolutionieren wird.


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Was: Gespräch über den neuen Audiostandard MPEG H im EU-Projekt Orpheus
Wer: Thomas Schierbaum, Leiter Öffentlichkeitsarbeit, Institut für Rundfunktechnik GmbH (IRT), München
Wann: rec.: 26.10.2017, 10:33 Uhr; veröffentlicht in zwei bearbeiteten Radio-Fassungen im Medienmagazin von radioeins, rbb vom 28.10.2017 um 18:50 Uhr und im rbb Inforadio vom 29.10.2017, 10:44/15:24 Uhr
Wo: München-Riem, Messegelände am Rande der Medientage München 2017, IRT-Stand



(wörtliches Transkript/ Ausschnitt)

[0:00] Thomas Schierbaum: Mein Name ist Thomas Schierbaum und ich leite bei uns die Öffentlichkeitsarbeit im Institut für Rundfunktechnik.

[0:05] Jörg Wagner: Sie haben hier bei den Medientagen München interessante neuere Entwicklungslinien vorgestellt. Zum einen sind wir jetzt hier am Stand für objektbasiertes Audio. Was ist das genau?

[0:16] Thomas Schierbaum: Also, objektbasiertes Audio ist eine neue Form wie Audio codiert, übertragen und dargestellt werden kann. Aus der Vergangenheit kennt man kanalbasiertes Audio. Das heißt, ich übertrage in Stereo oder 5.1 und muss dann die Anzahl der Kanäle auch zum Zuhörer transportieren. Und beim objektbasierten Audio ist es so, ich habe eine ganze Anzahl an verschiedenen Objekten, die übertragen werden und dazugehörige Metadaten und im Endgerät wird dann quasi die Repräsentation des Audiomaterial nach dem Lautsprecher-Setup durchgeführt. Habe ich eine 5.1-Anlage habe ich eben entsprechend einen Raumklang. Habe ich nur einen Kopfhörer, dann wird es mit Stereo dargestellt.

[0:59] Jörg Wagner: Und wie muss man sich das vorstellen? Wird einmal so eine Art Container transportiert oder gibt’s dann tatsächlich auch so einen Zeitstrom mit nachrückenden Informationen?

[1:06] Thomas Schierbaum: Ja, das sind ganz viele Elemente. Eben die einzelnen diskreten Audiokanäle, aber eben dann auch zugehörige Metadaten, beispielsweise um das auf der Empfängerseite in der App neu abzumischen oder eben auch Text-Informationen zu übertragen oder verschiedene Sprachen beispielsweise, dass ich umschalten kann in der App von Deutsch auf englische Sprache.

(…)








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