Beckedahl, Markus

„Massivste Auswirkungen auf Meinungsfreiheit“

„Hollywood gegen das Internet“


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Am 17.01.2012 schaltete das englische Wikipedia aus Protest gegen die US-Gesetzes-Entwürfe Stop Online Piracy Act (SOPA) und Protect IP Act (PIPA) seine Internetseite schwarz (Screenshot unten). Die Hintergründe und die Auswirkungen auf Europa besprochen mit Markus Beckedahl:

Was: Interview
Wer: Markus Beckedahl, Vorsitzender Digitale Gesellschaft e. V.
Fragen: Jörg Wagner
Wo: Berlin, Keller der Raumstation c-base (Foto)
Wann: 17.01.2012, veröffentlicht in einer gekürzten Fassung am 21.01.2012 um 18:25 im radioeins-Medienmagazin, rbb

Vgl.:
* Videos und Fotos vom zweiten netzpolitischen Abend, 17.01.2012

(Foto 1: CC BY NC 3.0 Jörg Wagner)


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3 thoughts on “Beckedahl, Markus

  1. Hallo Jörg,

    ich finde deinen Vortrag zu SOPA und PIPA sehr gut. Wichtig ist auch, dass man die Zusammenhänge sichtbar macht. Weiterhin bin ich auch der Meinung, dass das Internet nicht zensiert werden darf, um Kreativität zu fördern und besonders wichtig, eine Informationsquelle für alle zu bilden (was ja in Afrika noch nicht der Fall ist). Die Wirtschaft sollte nicht vergessen, dass sie ihren Reichtum dem Volk bzw. den Konsumenten verdankt. Die mutmaßliche Meinung, durch eine Zensur zu noch mehr Profit zu gelangen, könnte sich ggf. auch umkehren – Trend und Gegentrend. Aber auch ein witziger Gedanke wäre, wenn sich SOPA und PIPA irgendwann durchsetzen – Wird dann Guttenberg im Internet verboten?

    mfg

    syndromXYZ

  2. @Dirk Martens Vielen Dank für Ihre Kritik, die auch ein generelles Dilemma deutlich macht. Ausgewogenheit innerhalb einer Interview-Sendung herzustellen, ist schwieriger, als mit sogenannten gebauten Beiträgen. Ich bemühe mich zwar darum, in dem ich durch Fragen versuche, auch andere Meinungen mit hinein zuholen in das Gespräch, aber nicht immer gelingt es offenbar im klassischen Ausgewogenheitsverständnis. Insofern ist das Medienmagazin eher ein Meinungsmagazin, das durch die verschiedenen Ausgaben, seriell sozusagen, die Ausgewogenheit herstellt, wenn sich z. B. auch Christoph Keese von Springer zum Leistungsschutzrecht mehrfach äußert.

  3. Lieber Herr Wagner,
    ich bin zwar bekennender Fan Ihres Medienmagazins, doch würde ich mir bei Beiträgen wie dem über die Urheberrechtsschutzdebatte mehr Ausgewogenheit wünschen. HIer allein Beckedahl ein Bühne zu bieten und ihn mit Stichworten zu bestärken, Andersmeinende pauschal als Kapitalisten zu diffamieren, die eine größere Kriegskasse hätten, wird dem komplexen Thema nicht gerecht. Auch wenn SOPA sicherlich das Kind mit dem Bade ausgeschüttet hätte, so gibt es doch auch noch Meinungen, die man ernst nehmen sollte. Im Bericht der Arbeitsgruppe Urheberrecht der Enquetekommission Internet und Digitale Gesellschaft wird die Dialektik des Problems deutlich. Es ist modern geworden, dass Urheberrecht zu schelten und zu sagen, wie man es nicht möchte. Besser wäre es, eine ernsthafte Debatte über Alternativen anzustoßen, denn bislang erkenne ich hier noch keine überzeugenden Ansätze, die sowohl der Kreativwirtschaft eine Existenzberechtigung zusprechen (wahrlich nicht nur Kapitalisten) als auch im „digitalen Lager“ Konsens findet.

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