Radio neu Denken – Radiotage Tutzing 2015

“Recherchieren, erzählen, teilen”

Radiotage Tutzing © Jürgen M. Edelmann

Vom 21. bis 23.06.2015 trafen sich zum elften Mal im bayerischen Tutzing öffentlich-rechtliche und private Radiomacher aus ganz Deutschland, um sich über Aspekte und Herausforderungen ihrer Arbeit auszutauschen. Das Treffen fand unter dem Motto „Recherchieren, erzählen, teilen“ statt.


Download (verlinkte Audio-Quelle: rbb, radioeins)

Was: Studiogespräch über die Radiotagung Tutzing 2015
Wer:
* Jürgen M. Edelmann, Journalist und Dozent
O-Töne von:
* Dr. Christian Vogg, dem Radiochef der EBU
* Schiwa Schlei, Leiterin der Europaredaktion und Online-Beauftragte von Funkhaus Europa
Wann: veröffentlicht am 27.06.2015, 18:30 Uhr im radioeins-Medienmagazin (rbb) und in einer gekürzten Fassung im rbb Inforadio, 28.06.2015, 10:44, 15:24 Uhr

Vgl.:
* Tagungsprogramm als PDF
* Wasmitmedien-Blog

Dr. Christian Vogg
Dr. Christian Vogg

Dr. Christian Vogg:
Radio sieht sich schon heute einer riesengroßen Konkurrenz gegenüber. Das war vor 15, 20 Jahren nicht so. Die Konkurrenz kommt sehr stark natürlich aus dem Internet, wo viele Aggregationsplattformen existieren. Da läuft sehr viel über Musik, ob bezahlt oder nicht bezahlt. Es gibt auch Textaggregationsplattformen. Und jeder kann sich natürlich vor allem auch im Internet ausdrücken. Das heißt, die Konkurrenz auf‘s Radio nimmt zu, weil auch die Hörerschaft einfach weniger Zeit hat, Radio zu hören. Sprich auf der anderen Seite die Anforderungen an Radiomacher nehmen auch zu. Sie müssen noch attraktiver sein. Sie müssen noch stärker versuchen, am Puls der Zeit, am Puls ihrer Hörerschaft zu sein. Und das gilt natürlich eigentlich für alle Hörerschichten, ob man jetzt junges Programm macht oder Spartenprogramm, egal was. Die Anforderungen werden sicher noch mehr zunehmen, dass man wirklich genau weiß, für wen man sendet. Aber gleichzeitig immer auch noch das überraschende Element auch bietet, für das Radio auch bekannt ist.

Schiwa Schlei; © Jürgen M.. Edelmann
Schiwa Schlei

Schiwa Schlei:
Das Teilen hat für mich eine sehr große Bedeutung, weil letztlich machen wir ja alle Programm, mit dem wir möglichst viele Leute erreichen möchten. Und indem ich dieses Programm, was ich früher klassischer Weise nur über UKW gesendet habe, so zugänglich mache, dass es Menschen auch in sozialen Netzwerken teilen können, kann ich es mehr Menschen zugänglich machen und ich glaube, das ist das Ziel einer jeden journalistischen Tätigkeit, dass ich mit dem, was ich recherchiert habe, möglichst eine große Audience erreiche.

(Fotos: © Jürgen M. Edelmann)


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