Buch-Tipp: „Uncreative Writing. Sprachmanagement im digitalen Zeitalter“ | Kenneth Goldsmith

Vera Linß | Foto: © Jörg Wagner
Vera Linß | Foto: © Jörg Wagner

Uncreative Writing. Sprachmanagement im digitalen Zeitalter“ von Kenneth Goldsmith
Aus dem amerikanischen Englisch von Swantje Lichtenstein und Hannes Bajohr
Verlag: Matthes & Seitz, Berlin 2017,
351 Seiten, 30 Euro
ISBN: 978-3-95757-252-3


Der New Yorker Autor Kenneth Goldsmith ist Hochschullehrer an der University of Pennsylvania und bekannt für seine Kunst, in der er Textschnipsel des Alltags lyrisch verarbeitet. Er selbst nennt sein Vorgehen „unkreatives Schreiben“. Auch seine Studenten hält er dazu an, sich darin auszuprobieren. Etwa in Seminaren wie „Zeit verschwenden im Internet“ oder indem er ihnen den Auftrag erteilt, Texte einfach nur abzuschreiben und nichts Eigenes hinzuzufügen. Jetzt hat Goldsmith in einem Buch dieses Konzept erklärt.


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Wer: Vera Linß, freie Medienjournalistin
Was: Studiogespräch zum Buch
Wo: Medienstadt Potsdam-Babelsberg, rbb Radiohaus, radioeins-Senderegie
Wann: 16.12.2017, 18:50 Uhr im radioeins-Medienmagazin (rbb) und in einer gekürzten Fassung im rbb Inforadio vom 16.12.2016, 10:44/15:24 Uhr

„Es ist nur eine Frage der Zeit, bis die verschiedenen Institutionen sich gezwungen sehen, ihre Vorstellungen von Literatur zu ändern. Jedes Mal, wenn jemand in einen Plagiats-Skandal gerät, denke ich mir, wie viel einfacher es gewesen wäre, wenn derjenige von Anfang an zugegeben hätte, dass er Teile des Buches nicht selber geschrieben hat. Dann hätte keiner ein Problem damit gehabt. Aber dieses Vertuschen macht, dass man sich schlecht fühlt. Ich denke, es ist Zeit, Plagiate zu entkriminalisieren.“








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