Karas, Harald

Harald Karas 2008 im aktuellen "Abendschau"-Studio | © rbb/Oliver Ziebe
Harald Karas 2008 im aktuellen „Abendschau“-Studio | © rbb/Oliver Ziebe

Was: Interview zum journalistischen Werdegang und den Anfängen der Abendschau
Wer: Harald Karas, u. a. Abendschau-Moderator (1958-1984), Abendschau-Chef (1960-1984), „Stadtgespräch“ (1984-1991)
Wo: Berlin, Zollpackhof, Elisabeth-Abegg-Straße 1, 10557 Berlin
Wann: 14.08.2008, nach 19 Uhr

Harald Karas in den Anfangsjahren im  "Abendschau"-Studio | Screenshot: rbb
Harald Karas in den Anfangsjahren im „Abendschau“-Studio | Screenshot: rbb


rbb trauert um Harald Karas

Der Rundfunk Berlin-Brandenburg (rbb) trauert um Harald Karas, einen der profiliertesten und beliebtesten Fernsehjournalisten Berlins.

Karas starb am Donnerstag (3. Dezember) im Alter von 88 Jahren in Berlin. rbb-Intendantin Dagmar Reim: „Harald Karas hob 1958 als Moderator im Sender Freies Berlin (SFB) die ‚Abendschau‘ aus der Taufe und begleitete die Berlinerinnen und Berliner mehr als 25 Jahre durch ihre Stadt. Er prägte damit das Bild Berlins wie kaum ein Zweiter. Er war ein herausragender Journalist und außergewöhnlicher Kollege, ein Vorbild für ganze Journalisten-Generationen, bescheiden und zugewandt. Bis in die letzten Lebenstage hinein hat er seine ‚Abendschau‘ gesehen. Wir verdanken ihm viel und werden ihn nicht vergessen.“

Harald Karas, geboren 1927 in Ottendorf in Sachsen, kam 1949 nach Berlin. Nach dem Studium der Publizistik und Soziologie an der FU Berlin begann er seine journalistische Laufbahn beim damaligen NWDR. Dort arbeitete er mehrere Jahre als Nachrichtensprecher und Reporter für die Sendung „Rund um die Berolina“. 1958 baute Harald Karas mit Günther Piecho die „Berliner Abendschau“ des Sender Freies Berlin auf.

Am 1. September 1958 moderierte Karas die erste „Abendschau“ aus dem Studio im Deutschlandhaus am heutigen Theodor-Heuss-Platz und schrieb damit Berliner Fernsehgeschichte. 1960 wurde er Leiter der „Abendschau“. 26 Jahre informierte Harald Karas die Zuschauer regelmäßig über die wichtigsten Ereignisse in der Stadt, die Sendungen erzielten Marktanteile von 60 – 70 Prozent. Auch nach dem Mauerbau blieb sein Gesicht in ganz Berlin bekannt. Karas charakterisierte die „Abendschau“ selbst so: „Sie ist für Berlin und die Berliner unverzichtbar.“

1984 übernahm Karas die Diskussionssendung „Stadtgespräch“ und moderierte mehr als 100 Ausgaben. Im August 1991, nach mehr als 40 Jahren Radio und Fernsehen in Berlin, verabschiedete er sich in den Ruhestand.

(Quelle: rbb, 04.12.2015, 13:08 Uhr)








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