Rienäcker, Gerd

Wer: Prof. Dr. Gerd Rienäcker, Musikwissenschaftler
Was: Interview über Brechts Radiotheorie und die Chance einer Realisierung
Wo: Berlin, Brecht-Zentrum
Wann: rec.: 10.01.1990



Aus der Biographie der Humboldt-Universität

Prof. Dr. Gerd Rienäcker (3.5.1939 – 3.2.2018)
studierte von 1959 bis 1964 Musikwissenschaft (Nebenfach: Kunstwissenschaft) bei Ernst Hermann Meyer, Georg Knepler, Walther Vetter, Peter H. Feist und Carl Heinz Claasen an der Humboldt-Universität Berlin, zugleich Komposition bei Hans Georg Görner.

Von 1964 bis 1966 arbeitete Gerd Rienäcker als Musikdramaturg (für Oper, Operette, Konzert) am Landestheater Eisenach. 1966 wurde er wissenschaftlicher Aspirant, 1967 bis 1985 wissenschaftlicher Assistent am Institut für Musikwissenschaft der Humboldt-Universität. Dort wurde er 1973 mit einer Arbeit über dramaturgische Prinzipien in Opern von Paul Dessau, Siegfried Matthus, Udo Zimmermann und Robert Hanell promoviert. 1984 habilitierte er sich mit einer Arbeit über die Dramaturgie des Finales in Opern von E.T.A. Hoffmann, L. Spohr, C. M. v. Weber und H. Marschner. 1985 wurde er zum Dozenten, 1988 zum außerordentlichen Professor, 1990 zum ordentlichen Professor für Theorie und Geschichte des Musiktheater an die Humboldt-Universität berufen. Seit 1996 lehrt er an mehreren deutschen Hochschulen.

Seine Forschungsinteressen galten einerseits der Theorie des Musiktheaters als Institution und Gattung, der Geschichte der Oper und Operette, Wagners Opern und Dramen und Bertolt Brechts Bedeutung für das Musiktheater; andererseits der europäischen Kompositionsgeschichte der Neuzeit und methodologischen Problemen der Musikgeschichtsschreibung und Musikanalyse. Aus diesen Interessen resultierten sowohl die Inhalte und Methoden seiner Lehrveranstaltungen (u.a. zur Dramaturgie des Musiktheaters, zur Geschichte der Notation und zur Instrumentation, zur Analyse von Werken der Oper und Operette, zur Analyse von Musiktheater-Inszenierungen) als auch die Themen mehrerer Bücher (Richard Wagner, Nachdenken über sein Gewebe, Berlin 2001; Musiktheater im Experiment, Berlin 2004; Aufsätze und Vorträge über Richard Wagner, Berlin 2000) und vieler Aufsätze.








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