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Ralph
Aug 2, 2011 14:03

Ich bin ja ein bisschen erschrocken über Richard Gutjahrs unglücklichen Vergleich auf dem NRW Medienforum. Redet der Junge sich da nicht um Kopf und Kragen? Dabei finde ich seine Arbeit gut. Nur: auch die der Öff-Rechtl. finde ich gut. Symptomatisch für die Kritik an der vermeintlichen Zurückgebliebenheit in Sachen Social Media ist – nicht nur bei Gutjahr -, dass dieser a) keine Konkretisierung folgt und b) kein Beispiel, wie’s andere besser machen. Wär doch mal ein Thema fürs Medienmagazin: Ein Best Practice Beispiel des Arbeitens mit Facebook & Co auf einem journalistischen Kanal. Klar, der Guardian featured Twitter-Streams aus der Revolutionszone. Das ist toll für Blogger, Journalisten und News Junkies. Aber mir als „normalem“ Nachrichtenkosumenten ist die fundierte Analyse eines inhatlich erfahrenen, seit Jahren mit dem Thema vertrauten Journalisten wichtiger als das Gefühl, bei der Entfaltung des Ereignisses hautnah dabei zu sein. Ich habe das Gefühl, da geht den Gutjahrs & Co ein bisschen das Pferd durch ob der tollen Möglichkeiten, die das Netz bietet. Gutjahrs live-Berichte vom Tahrir Platz waren toll, aber eben nur eine Facette von Journalismus. Da haben die Öffis ein Defizit, ok. Aber die Frage ist für mich wirklich: Ist das Defizit wirklich so bedeutend wie Gutjahr es sieht?

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