gfu-Chef: Marktanteilsdenken schadet

Hans-Joachim Kamp
Hans-Joachim Kamp während der IFA-Weltpressekonferenz 2013, Sardinien

Wer:
* Hans-Joachim Kamp, Aufsichtsratsvorsitzender Gesellschaft für Unterhaltungs- und Kommunikationselektronik (gfu) mbH; Aufsichtsratsvorsitzender der Philips Deutschland GmbH und der Philips Technologie GmbH
* Vera Linß, Medienjournalistin
Was: Interview über den Zustand der Branche
Wann: rec.: 19.04.2013, gesendet in Teilen 20.04.2013 im radioeins-Medienmagazin, rbb
Wo: Sardinien, IFA 2013 Global Press Conference

00:00
Vera Linß: Herr Kamp, kritische Worte waren zu hören an die Consumer Electronic Industrie. Das ist ein Novum. Was ist der Grund dafür?

Hans-Joachim Kamp
Hans-Joachim Kamp: Auf der einen Seite haben wir eine in dem vergangenem Jahr stark wachsende Indistrie gehabt. Auf der anderen Seite aber auch eine Situation, wo im letzten Jahr über 10 Milliarden Euro Verlust realsiert worden sind. Und diese Verluste sind insbesondere im TV-Geschäft gemacht worden. Da können wir uns fragen, was sind die Gründe dafür. Lagen vielleicht die Planungen oder Markteinschätzungen auf der verkehrten Seite? Das war nicht der Fall. Haben vielleicht die Industriefirmen zu hohe Kosten? Da kann ich sagen, das ist auch nicht der Fall. Sie haben in der Vergangenheit ihre Verkaufsprozesse so angepasst, dass die Vertriebskosten signifikant reduziert worden sind. Oder ist es vielleicht, dass das Marktanteilsdenken eine höhere Priorität hat, als die Fokussierung auf Ergebnisse? Und Ergebnisse sind notwendig, um die erforderlichen Ausgaben in die Forschung und Entwicklung zu investieren, damit wir morgen wieder so viel Innovationen haben, wie wir sie heute haben und gestern haben.

(…)

Vgl.:
* IFA 2013 Global Press Conference

Vera Linß
Vera Linß am Ort der IFA-Weltpressekonferenz, Sardinien

(© Fotos: Vera Linß)


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