OBS: „Chancen und Grenzen der Kontrollgremien im öffentlich-rechtlichen Rundfunksystem“

Medienpolitische Tagung 2013
Die Otto-Brenner-Stiftung der IG Metall veranstaltete eine Woche nach dem Beginn der Anhörungen des Bundesverfassungsgerichts zur ZDF-Normenkontrollklage eine medienpolitische Tagung zum Thema der Staatsferne von Gremien, die hier im Audio dokumentiert wird.
Vgl.: Otto-Brenner-Stiftung

Fritz Wolf
Fritz Wolf

Wer:
* Fritz Wolf, freier Journalist;
Autor der Studie „Im öffentlichen Auftrag – Selbstverständnis der Rundfunkgremien, politische Praxis und Reformvorschläge“
* Jürgen Zurheide, u. a. Deutschlandfunk
Was: Interview
Wo: Berlin, Hotel Pullmann Berlin, Schweizerhof, Budapester Straße 25
Wann: 12.11.2013

Tabea Rößner
Tabea Rößner

Wer:
* Tabea Rößner, MdB, medienpol. Sprecherin der Bundestagsfraktion Bündnis90/Die Grünen
* Jürgen Zurheide, u. a. Deutschlandfunk
Was: Interview
Wo: Berlin, Hotel Pullmann Berlin, Schweizerhof, Budapester Straße 25
Wann: 12.11.2013

Kurt Beck
Kurt Beck

Wer:
* Kurt Beck, Vorsitzender Friedrich-Ebert-Stiftung, Vorsitzender des ZDF-Verwaltungsrates, ehem. MP Rheinland-Pfalz, SPD
* Jürgen Zurheide, u.a. Deutschlandfunk
Was: Interview
Wo: Berlin, Hotel Pullmann Berlin, Schweizerhof, Budapester Straße 25
Wann: 12.11.2013

Hubertus Gersdorf
Hubertus Gersdorf

Wer:
* Prof. Dr. Hubertus Gersdorf, Uni Rostock, Gerd Bucerius-Stiftungsprofessur
* Jürgen Zurheide, u.a. Deutschlandfunk
Was: Interview
Wo: Berlin, Hotel Pullmann Berlin, Schweizerhof, Budapester Straße 25
Wann: 12.11.2013

Michael Sommer
Michael Sommer

Wer:
* Michael Sommer, DGB-Vorsitzender, Mitglied im ZDF-Fernsehrat
* Jürgen Zurheide, u.a. Deutschlandfunk
Was: Interview
Wo: Berlin, Hotel Pullmann Berlin, Schweizerhof, Budapester Straße 25
Wann: 12.11.2013

Ruth Hieronymi
Ruth Hieronymi

Wer:
* Ruth Hieronymi, Vorsitzende des WDR-Rundfunkrates
* Jürgen Zurheide, u.a. Deutschlandfunk
Was: Interview
Wo: Berlin, Hotel Pullmann Berlin, Schweizerhof, Budapester Straße 25
Wann: 12.11.2013

Podiumsdiskussion
Podiumsdiskussion

Was: Medienpolitische Tagung, Podiumsdiskussion
Wer: (v.l.n.r.)
* Tabea Rößner, MdB, medienpolitische Sprecherin der Bundestagsfraktion Bündnis90/Die Grünen
* Kurt Beck, Vor. Friedrich-Ebert-Stiftung, Vors. des ZDF-Verwaltungsrates, ehem. MP Rheinland-Pfalz, SPD
* Prof. Dr. Hubertus Gersdorf, Uni Rostock, Gerd Bucerius-Stiftungsprofessur, Jurist
* Michael Sommer, DGB-Vorsitzender, Mitglied im ZDF-Fernsehrat
* Ruth Hieronymi, Vorsitzende des WDR-Rundfunkrates
* Jürgen Zurheide, Journalist u. a. Deutschlandfunk (nicht im Bild)
Wo: Berlin, Hotel Pullmann Berlin, Schweizerhof, Budapester Straße 25
Wann: 12.11.2013, ca. 16:00 Uhr

Kurt Beck
Kurt Beck

Wer: Kurt Beck, Vorsitzender Friedrich-Ebert-Stiftung, Vorsitzender des ZDF-Verwaltungsrates, ehem. MP Rheinland-Pfalz, SPD
Was: Interview zum Auftakt der Beratungen über die Normenkontrollklage zum ZDF-Staatsvertrag
Wo: Berlin, Hotel Pullmann Berlin, Schweizerhof, Budapester Straße 25
Wann: 12.11.2013, ca. 18:10 Uhr

Tabea Rößner
Tabea Rößner

Wer: Tabea Rößner, MdB, medienpolitische Sprecherin der Bundestagsfraktion Bündnis90/Die Grünen
Was: Interview zum Auftakt der Beratungen über die Normenkontrollklage zum ZDF-Staatsvertrag
Wo: Berlin, Hotel Pullmann Berlin, Schweizerhof, Budapester Straße 25
Wann: 12.11.2013, ca. 18:21 Uhr

Fritz Wolf
Fritz Wolf

Wer: Fritz Wolf, freier Journalist; Autor der Studie „Im öffentlichen Auftrag – Selbstverständnis der Rundfunkgremien, politische Praxis und Reformvorschläge“
Was: Interview zur Studie
Wo: Berlin, Hotel Pullmann Berlin, Schweizerhof, Budapester Straße 25
Wann: 12.11.2013, ca. 18:27 Uhr

Vgl:
* ZDF, heute show, 08.11.2013

* ZDF, heute show, 05.04.2013

(Fotos: © Jörg Wagner)


Print Friendly, PDF & Email

3 thoughts on “OBS: „Chancen und Grenzen der Kontrollgremien im öffentlich-rechtlichen Rundfunksystem“

  1. I.
    Der interessanteste Teil der Einlassung von Stefan Gebhardt ist die Aussage (im indirekten Zitat der Mitteldeutschen Zeitung), MDR Jump würde mit seinen Werbeerlösen werbefreie Angebote finanzieren. Im Klartext: Das Programm versteht sich von vornherein als kommerzielles Produkt. Ich kann nicht erkennen, daß die Rundfunkordnung so etwas vorsieht. Unter diesen Prämissen wäre das Programm eigentlich in eine Tochter-GmbH auszugliedern. Ob Herr Gebhardt dieses Faß wirklich aufmachen wollte…?

    II.
    Die verlinkte Seite der Otto-Brenner-Stiftung (die übrigens zwar auf zwei andere Hörfunkbeiträge zu diesem Thema verweist, nicht aber auf den hier vorliegenden) führt wiederum zu einem Text von Heiko Hilker, der ein Mitglied (Geschlecht: weiblich) eines Rundfunkrates wie folgt zitiert: „… eine Reihe von klugen und in ihren jeweiligen Bereichen kompetenten Menschen, die aber bei der Beurteilung grundlegender medienpolitischer Fragen, die auch von hochbezahlten Experten kontrovers diskutiert werden, hoffnungslos überfordert ist.“

    III.
    Die dort konstatierte Überforderung spricht deutlich aus den hörfunkbezogenen Äußerungen von Stefan Gebhardt und Ruth Hieronymi. Das Wort „hoffnungslos“ paßt da durchaus.

    IV.
    Im Falle von Ruth Hieronymi fiel dann allerdings fast noch unangenehmer auf, wie ihre völlig deplazierte, sich auf eine vermeintliche Autorität berufende Verteidigung des Programms von Antenne Bayern vom Deutschlandfunk ohne jede Hinterfragung gesendet, quasi als wichtige These zur medienpolitischen Diskussion betrachtet wurde. Was ich als weiteren Beleg für meine These sehe, daß Hörfunk schon niemanden mehr interessiert.

    V.
    Ja, mit „vermeintliche Autorität“ ist das Grimme-Institut gemeint. Mit der Dschungelcamp-Nominierung haben sich aus meiner Sicht weitere Anmerkungen dazu erübrigt.

  2. Wir haben in Sachsen-Anhalt gerade so einen Fall: gegen MDR Jump wird wegen vermuteter Schleichwerbung ermittelt – man hatte massenhaft Oberklasseautos unters Volk geworfen und wochenlang im Programm penetrant beworben (es dürfte faktisch der gesamte Wortanteil außer Nachrichten, Wetter und Verkehr in diesen Wochen gewesen sein).

    Und was passiert? Da stellt sich ein Rundfunkratsmitglied des MDR, es sitzt für die Linken in diesem Gremium, hin und sagt „es ging mit dem Gewinnspiel darum, Marktanteile zu sichern – das ist gelungen.“ Vgl. hier http://www.mz-web.de/kultur—medien/gewinnspiel-2012-schleichwerbe-verdacht-gegen-mdr-jump,20642198,25459660.html

    Wer in einem Rundfunkrat sitzt und solche Ansichten zu den Aufgaben eines öffentlich-rechtlichen Rundfunks hat, hat nichts, aber auch gar nichts verstanden und sollte sofort ausgeschlossen werden. Kann ja meinetwegen in irgendeinen Anteileigner-Kontrollrat einer Privatfunkklitsche gehen, aber doch nicht in eine öffentlich-rechtliche Anstalt. Der MDR ist schon schlimm genug, aber wenn seine Kontrollgremien noch so unfassbar dilettantisch besetzt sind, kanns ja nie besser werden.

    Es gibt also leider auch den Grund „Uneignung wegen nicht-Verstandenhabens des Auftrages des öffentlich-rechtlichen Rundfunk“. Ein ähnlicher Fall scheint – noch tragischer – Rundfunkratsvorsitzende des WDR zu sein. Da hat jemand im Fall Weber sehr peinlich gezeigt, wie ahnungslos man im Rundfunkrat sein kann.

    Das ganze Gelump ist doch inzwischen so weit entwertet, daß mans getrost abschalten kann.

  3. Meiner Meinung nach sollte jeder mit einem deutschen Pass sich für ein Sitz in einem Rundfunkgremium bewerben können und entschieden wird durch ein Los verfahren (Zufall).

    Diese Gremien dürfen nicht besetz werden durch irgendwelche Vereine oder Religionsgruppen oder durch die Politik.

    Man muss schauen dass so wenig Interessengruppen wie möglich hier vertreten werden, denn diese sind nicht repräsentativ. Nur der Zufall ist es in diesem Fall!

Comments are closed.