Unruhe im Deutschlandradio

Stefan Raue | Foto: © Jörg Wagner
Stefan Raue | Foto: © Jörg Wagner

Was: Interview über Etatdefizite und Programmveränderungen
Wer: Stefan Raue, seit September 2017 Deutschlandradio-Intendant
Wann: rec.: 28.06.2018, 13 Uhr; veröffentlicht in einer 9:07-Fassung im radioeins-Medienmagazin (rbb) vom 30.06.2018, 18:47 Uhr und in einer Kurz-Fassung im rbb-Inforadio am 01.07.2018, 10:44 und 15:24 Uhr
Wo: Berlin, Hans-Rosenthal-Platz 1, Deutschlandfunk Kultur, Intendanz

(wörtliches Transkript)

[00:00:00] Stefan Raue: Ich bin Stefan Raue. Ich bin der Intendant von Deutschlandradio.

[00:00:03] Jörg Wagner: Wie entsteht eigentlich in einer planwirtschaftlichen Einheit der Eindruck, dass es hier Defizite gibt in sechsstelliger Höhe?

[00:00:11] Stefan Raue: Gemessen an 250 Millionen Gesamthaushalt ist ein Jahresdefizit zwischen 500.000 und einer Million die ein Prozent. Das ist eine Schwankung, die entsteht in einem laufenden Verfahren, setzt sich allerdings aus zwei Dingen zusammen im letzten Jahr: nämlich einmal, dass die Gehaltserhöhungen, dass die Kostensteigerung pro Arbeitsplatz durch die Zuweisung der KEF nicht aufgefangen sind. Also sie sind dann unterdurchschnittlich gewesen, die jährlichen Steigerungen, die die KEF uns zugesteht. Das andere: gibt’s aber auch Sondereffekte. Beispielsweise haben wir sehr große Umstellungsprojekte 2017 gehabt, die es notwendig machten, dass Menschen ihren Urlaub verschoben haben. Dadurch haben wir hohe Urlaubsrückstellungen. Das ist ja nicht verbranntes Geld, sondern das ist eine Rückstellung, die wir bilanzmäßig auffangen müssen und sehr viel Aushilfstätigkeit. Also, wir haben doch einen hohen sechsstelligen Betrag allein für Aushilfen ausgegeben, weil die Mitarbeiter, die die Aufgaben normalerweise gemacht haben, eben in diesen Projekten gebunden waren. Das so erklären wir uns und so erklären uns unsere Haushälter, dass wir 2017 mit ’ner … Brutto mit einer Million minus rausgegangen sind, die wir jetzt in den nächsten drei Jahren auffangen müssen.

[00:01:27] Jörg Wagner: Nun hat man ja immer den Eindruck, dass der öffentlich-rechtliche Rundfunk der stärkste kontrollierte Betrieb überhaupt bundesweit ist. Wie kann das passieren, dass da keine Alarmglocken läuten, dass man das sozusagen wieder einfangen muss?

[00:01:39] Stefan Raue: Naja, es gibt ja keine Realtime-Kostenrechnungen, kann es ja gar nicht geben, weil bestimmte Kostenpositionen erst mit einer gewissen Schleppe überhaupt ankommen. Die Jahresabrechnung eines Arbeitsplatzes, was Sozialabgaben angeht, was kann Krankenkassenbeiträge angeht, was die Einbeziehung von Höhergruppierungen angeht usw. können sie ja nicht jeweils auf Knopfdruck machen. Da gibt es eine Linie. Im Frühjahr gibt es einen Haushaltsabschluss des letzten Jahres 2017. Den haben wir im Frühjahr bekommen, haben gesehen, was sich da verändert hat und haben mit zwei Finanzklausuren drauf reagiert. Ich finde das ziemlich schnell.

[00:02:12] Jörg Wagner: Nun gibt es ja eine Ankündigung „der Ausgleich der Defizite“ – wurde zumindest in einer internen Kommunikation im Mai angekündigt – mit „erheblichen Sparanstrengungen ab sofort in allen Programmenbereichen“. Was ist damit gemeint?

[00:02:25] Stefan Raue: So etwas können sie dadurch auffangen, dass sie sagen: Wir stellen großflächig Programm ein. Das wollten wir nicht, sondern wir haben sehr darauf gedrängt, dass in allen Bereichen die Vorgaben auch eingehalten werden. Wir hatten in den letzten Jahren immer mal: der eine Bereich gibt mehr aus. Das wird durch Einsparungen in anderen Bereichen ausgeglichen. Jetzt sind wir in einer Situation, wo wir darauf bestehen müssen, dass in jedem einzelnen Bereich auch auf plus/minus Null gearbeitet wird und hoffen so, dass wir da eine Stabilisierung haben. Wie gesagt, aber es ist keine … es ist keine Katastrophe. Es ist auch keine … kein Weltuntergang. Es ist kein … es ist ein normales Verfahren, wenn es zu einer leichten Delle … wie gesagt, wir reden über 500.000, die wir jetzt ausgleichen müssen im Vergleich zu 250 Millionen Gesamtetat. Das ist die Realität.

[00:03:18] Jörg Wagner: Ausgleichen tatsächlich damit: Programmkürzungen, Programmveränderung? Ist das, was jetzt angekündigt wurde, zumindest nach draußen drang, dass Sie überlegen zum Beispiel diese Kindersendung Kakadu werktags einzustellen, eine Reaktion auf diese Defizite?

[00:03:33] Stefan Raue: Nein. Es gibt verschiedene Formen von Maßnahmen. Zunächst einmal muss jede Sendung schauen, dass sie vernünftig haushaltet und wirtschaftet. Und überlegt: muss jeder Beitrag so aufwändig sein? Kann ich mit einem wiederholten Beitrag auch arbeiten? Muss die Form so sein? Kann sie nicht anders sein? Das gehört aber zum Handwerk. Das muss jeder private oder öffentlich-rechtliche Sender und jede Zeitung … muss das sich so überlegen. Das ist nicht der Punkt. Es wird bestimmte Dinge geben, wo wir sagen, das sind Sendezeiten, wo wir nicht besonders viele Menschen erreichen. Muss der Aufwand, den wir da haben noch so sein oder sollten wir unsere Mittel nicht konzentrieren auf die Sendestrecken, wo wir sehr viele Menschen erreichen? Das ist der zweite Punkt. Der dritte Punkt ist – und das betrifft Kakadu – dass wir uns schon länger darüber Gedanken machen, ob eine Kindersendung um 15 Uhr linear ausgestrahlt, noch da richtig sitzt. Wir haben sehr viel Marktforschung betrieben, haben festgestellt, dass die Zielgruppe bis 13/14 eigentlich für die Marktforscher in dieser Zeit nicht präsent ist, was durch viele Dinge auch bedingt sein kann. Die Kinder haben andere Tagesabläufe. Die Schule dauert länger. Die Kinder nutzen vielleicht auch Medien anders. Das kann man im einzelnen noch untersuchen. Auf jeden Fall haben wir festgestellt, dass diese 15-Uhr-Kakadu-Sendung nicht so angenommen wird von Kindern, wie wir uns das vorstellen. Wir müssen uns überlegen, wie wir damit umgehen.

[00:05:06] Jörg Wagner: Die Mediaanalyse ist ja nicht das richtige Tool, um so etwas bewerten zu können, weil, die setzt ja erst ab Alter 14 ein. Außerdem ist sie sehr stark ausgerichtet auf Programme, die werbefinanziert sind. Sie haben nun das große Glück nicht nur zu werben „bundesweit und werbefrei“, sondern es tatsächlich auch sein zu können, nun eben auf solche Zahlen im Prinzip nicht Rücksicht nehmen zu müssen.

[00:05:30] Stefan Raue: Also, zum einen, da gibt’s verschiedene Antworten darauf. Zum einen ist es so, dass es für ein Programm insgesamt erfolgreich ist und zwar für jedes Format, was in diesem Programm stattfindet. Von der klassischen Musik über das Hörspiel bis zu den Nachrichten, bis zu den Hintergrund-Angeboten, auch für ein Kinderprogramm, wenn der Programmfluss funktioniert. Das heißt, wenn sie nicht in jeder halben Stunde ein neues Publikum aufbauen müssen, sondern wenn sie davon ausgehen können, das Publikum sich über den Tag hinaus praktisch den Staffelstab weiterreicht …

[00:05:59] Jörg Wagner: … muss ich mal dazwischen grätschen. Warum ist das erfolgreicher? Der Deutschlandfunk macht das zum Beispiel mit Halbstunden-Sendungen, die sehr zielgruppenorientiert ausgerichtet sind erfolgreich über Jahre. Also, da kann man Literatur gezielt einschalten, Sport gezielt einschalten, Wissenschaft und Technik gezielt einschalten und auch Medien gezielt einschalten und nie wird man gezwungen, sage ich mal, weiter zu hören, sondern da kommt immer wieder neue Kundschaft dazu.

[00:06:21] Stefan Raue: Das kann man so sehen. Man kann es aber auch so sehen, dass Deutschlandfunk in Köln sehr stark davon profitiert, dass es mit dem Vormittagsprogramm ein sehr strammes Fundament auch aufgebaut hat und auf diesem Fundament es sich auch während des Tages weiterentwickelt. Da kommen immer wieder, haben Sie völlig recht, Menschen dazu, die genau diese Sendung hören möchten und keine andere. Aber es gibt eben auch eine andere Ausgangsbasis, einen anderen Absprungpunkt für ein Gesamtpublikum. Fest steht, dass eine halbstündige Kindersendung inmitten von sehr erwachsen geprägtem Programm ein bisschen fremd wirkt. Das kann man so machen, wenn wir den Eindruck hätten, dass dieser Sendeplatz, diese Sendung dort auch angenommen wird von Kindern. Da haben, sagen wir mal, unsere Experten haben da gewisse Zweifel. Was wir nicht machen werden, wir werden uns nicht von der Idee von Kinderradio verabschieden. Also, wir werden nicht den Kakadu sterben lassen. Es geht jetzt im Augenblick darum, wie können wir den Kakadu an Mädchen und Jungen so bringen, dass sie auch, die Sendung gehört wird, rezipiert wird, dass die Kinder damit auch etwas anfangen können. Und da haben wir verschiedene Ideen, werden das aber jetzt, die zweite Jahreshälfte dazu nutzen, um da mit der Redaktion, mit denjenigen, die das über viele Jahre machen, da viel sachkundiger sind noch als ich, mit denen da zu Ergebnissen kommen, die für alle auch dann gut und zukunftsträchtig sind.

[00:07:53] Jörg Wagner: Wäre das nicht auch eine Gemeinschaftsaufgabe mit dem ARD-Hörfunk zusammen? Also, ich weiß, dass der Mitteldeutsche Rundfunk ja immer wieder mal wellenartig versucht, Kindersendungen zu popularisieren mit ’ner Kinderradio-App zum Beispiel. Der Westdeutsche Rundfunk arbeitet daran. Als Modell könnte doch Cosmo dienen, wo man ja auch weiß, da arbeiten verschiedene Funkhäuser zu.

[00:08:14] Stefan Raue: Das kommt dazu. Also, zum einen werden wir – und das werden wir jetzt noch in diesem Sommer starten – ein Projekt aufsetzen, das sich damit beschäftigt auch: Was machen wir mit dem Kakadu im nächsten Jahr? Und das betrifft auch das lineare Programm. Auch wenn wir sagen, werktags trägt das nicht so, sind wir am Wochenende richtig aufgestellt? Könnte man sich das vorstellen, mehr am Wochenende zu machen? Wenn das Hörerverhalten von Kindern viel mehr nahelegt, dann auch mal Radio zu hören und sich die Zeit auch dazu zu nehmen, verbunden mit digitalen Angeboten, also Podcast-Angeboten. Das wird ja zu prüfen sein jetzt. Und dazu kommt aber noch, dass wir uns wirklich – und da werde ich mich als Intendant auch mit einsetzen und das auch persönlich betreiben – wir werden uns umschauen, ob wir Kooperationspartner finden, ob wir Kooperationsprojekte finden, ob wir mit anderen Kinderradio- und Kinderfernseh-Projekten unter Umständen näher zusammenarbeiten. Das ist auf jeden Fall auf der Agenda. Und das betrifft auch die Geschäftsleitung und mich jetzt persönlich als Intendant.

[00:09:18] Jörg Wagner: Was spart bei den Deutschlandfunk-Kultur-Nachrichten das Streichen von Originaltönen? Das haben Sie ja vor.

[00:09:25] Stefan Raue: Das Streichen von Originaltönen in dieser Sendung spart zunächst mal nix. Aber sie sparen, wenn sie die Spät-Nachrichten anders positionieren, sparen sie Arbeitsschichten, Bearbeitungsschichten. Und das ist der Spareffekt davon.

[00:09:43] Jörg Wagner: Also, kein ästhetisches Problem, dass man sich dem Deutschlandfunk annähert in der Nachrichtenanmutung, dann möglicherweise auch zentrale Nachrichten plant für die Zukunft?

[00:09:52] Stefan Raue: Nein, das auf keinen Fall. Das habe ich den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern hier ganz klar gesagt. Wir haben uns das auch überlegt. Wir haben uns überlegt, wollen wir nicht im Prinzip arbeitsteilig arbeiten, beispielsweise, dass die Nachrichten aus Köln kommen können. Ich halte das für keine gute Idee. Ich glaube, dass es hier im Funkhaus eine Nachrichten-Tradition gibt. Ich glaube, dass unser orangenes Programm, also unser Kulturprogramm auch Aktualitätsgefühl haben muss. Die Themen, die während der Sendungen, während des Tages müssen auch deutlich einordbar sein in eine aktuelle Situation. Die können nicht jenseits von Raum und Zeit stattfinden. Und dafür ist eine eigene Nachrichten-Kompetenz auch notwendig. Die Frage ist, ob man das mit O-Ton-Nachrichten oder nicht machen soll und ob, wie das Programm davor und danach sich so zu einem Nachrichten-Block verhalten. Und da kann man so oder so der Meinung sein. Aber, ich glaube, dass wir mit dem Konzept einer kürzeren knappen Nachrichtensendung da durchaus nicht schlecht aussehen.

[00:10:51] Jörg Wagner: Das Deutschlandradio ist bisher nicht aufgefallen als ein Unternehmen, das sehr militärisch geführt wird, also wo es einen gibt, der sagt, was gemacht wird und andere müssen es dann tun, sondern hier war auch immer sehr viel Kreativität in der Diskussion zu ziehen. Wie versuchen Sie jetzt oder wie beobachten Sie es jetzt, die Konfrontation, die nach außen dringt, die als schlechte Stimmung gekennzeichnet wird – man konnte auch lesen: „Die Nerven liegen blank“ – wie kommt man aus ihrer Position heraus?

[00:11:21] Stefan Raue: Die wertvollste Ressource in diesem Zusammenhang ist Vertrauen. Weil wir können nicht alle Programmdirektor sein. Wir können nicht alle Intendant sein. Wir können nicht alle Chefredakteur oder Wellenchef sein. Wir müssen arbeitsteilig arbeiten. Wir müssen unseren Mitarbeitern und unseren Führungskräften auch vertrauen in Dingen, die wir selbst möglicherweise persönlich gar nicht so einsehen. Das ist die Schwierigkeit der ganzen Geschichte. Man kann alles sehr lange diskutieren und debattieren, dann muss aber entschieden werden und fordert es von allen, dass sie sich auch an den Entscheidungen orientieren. Dann kann man das Fass nicht am nächsten Tag wieder aufmachen. Das setzt aber ein Grundvertrauen voraus, dass Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sagen: Ich bin jetzt anderer Meinung, aber die haben ja auch Erfahrung und die haben ja auch einen Horizont, um bestimmte Dinge entscheiden zu können. Also, gehen wir mal in diese Richtung. Und da müssen wir daran arbeiten. Und da arbeiten wir auch dran.

[00:12:12] Jörg Wagner: Sie kommen ja vom Mitteldeutschen Rundfunk. Wenn Sie so Vergleiche ziehen: beim mdr der Umzug von mdr aktuell von Halle wieder zurück nach Leipzig und Sie sehen, ich sage mal, das Konfliktpotenzial in Berlin und Köln. Wie würden Sie das bewerten?

[00:12:26] Stefan Raue: Na, zum einen sind die überschaubaren, ich sags nochmal, sehr kleinen Finanzprobleme, die wir hier haben, die sind für den Mitteldeutschen Rundfunk und seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gelernt. Der mdr hat durch die besonderen Aufgaben in diesen drei Ländern und die späte Geburt usw. von Anfang an mit … mit sehr sparsamer Struktur und Strategie gearbeitet und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter kennen, sagen wir, die Diskussion darüber, welches Programm können wir noch finanzieren, welches nicht mehr, wo müssen wir uns stärker konzentrieren und so weiter. Das hat Deutschlandradio und haben seine Programme nie gebraucht. Sie waren immer auskömmlich finanziert. Die Nichtanpassung des Rundfunkbeitrags und die aber ständig steigenden Kosten im Personal- und Sach-Bereich führen irgendwann mal dazu, dass man an die Wand stößt. Jetzt sind wir an die Wand gestoßen. Jetzt müssen wir mit dieser Sache umgehen. Das gehört zur Profession und da müssen wir alle erwachsen mit umgehen. Das muss aber hier noch auch gelernt werden. Das werf‘ ich niemandem vor. Das ist so. Da muss man schauen, dass man die Dinge auch konzentriert und auch mal auf Dinge verzichtet. Das ist beim mdr immer anders diskutiert worden. Das würde ich so als den Hauptpunkt sehen. Jetzt muss man auch sehen, dass im Fernsehbereich die Veränderungsgeschwindigkeit viel größer als im klassischen Hörfunk ist. Also, im Fernsehen wird viel schneller auch mal eine Sendung eingestellt, wieder eine neue aufs Gleis gebracht, werden im Programmablauf stärker Veränderungen gemacht. Fernsehprogramm-Macher sind Meister in dem Optimieren von Audience Flow. Das ist für solche Programme, wie wir sie unter dem Dach des Deutschlandradio haben, erstens noch nicht so gelernt und zweitens ist es auch nicht unbedingt notwendig, es so zu optimieren, wie es im Fernsehbereich notwendig ist.








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One thought on “Unruhe im Deutschlandradio

  1. Interessantes Interview. Da ist der geneigte Radio-Eins-Hörer besser informiert als der Hörer des Deutschlandfunks (der ich eigentlich die meiste Zeit des Tages bin). Danke dafür
    Soso, podcast als Lösung. Nungut, ich habe diesen Beitrag auch gerade als podcast gehört. Wobei ich das nicht mal genau zu sagen weiß, weil, sind nicht podcasts diese Sendungen, die man sich auf sein Dingens, seinen ipod(?) lädt (ich habe keinen, weder mit noch ohne i)? Wie auch immer, Jedenfalls habe ich eine Sendung online zeitversetzt gehört. Aber auch nur, weil ich die Sendung vorher kannte und nur die spezielle, ein paar Tage zuvor ausgestrahlte Folge nicht hören konnte. Das ist dann nicht der Fall, wenn es die Originalsendung gar nicht mehr im Hörfunk gibt. Deshalb halte ich diesen Glauben an Podcasts als alleinige Lösung für einen Irrweg. Als Zusatzangebot haben sie durchaus ihren Sinn. Aber dazu braucht es das Original, daß es im Radio gibt.
    Und O-Ton-Nachrichten? Ich wäre sehr dafür, wenn es die im DRadio nicht mehr gäbe. Meiner Erinnerung nach könnten sie zusammen mit der Umbenennung von DRadio Berlin in DRadio Kultur eingeführt worden sein (weiß das noch jemand?), und für mich ging damals einiges vom früheren Charakter des Programms verloren. Ist mir inzwischen, nach dem baldigen Wechsel zum DLF recht egal geworden, solange das Kölner Programm nicht beschnitten wird. 🙂

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