ORF vor größter existenzieller Krise?

ORF-Zentrum, Würzburggasse 30, Wien | Foto: © Jörg Wagner
ORF-Zentrum, Würzburggasse 30, Wien | Foto: © Jörg Wagner


Der ORF-Redakteursausschuss, RedakteurssprecherInnen aus allen Bereichen (Radio, TV, Online, Teletext und Landesstudios) trat diese Woche (14.11.2018) mit einer Resolution an die Öffentlichkeit: “Dem ORF droht derzeit die größte existenzielle Krise seit seinem Bestehen. Wir befürchten die absichtliche Zerstörung des öffentlich-rechtlichen Senders – über einen wirtschaftlichen und politischen Zangenangriff.”


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Wer: Dieter Bornemann, Vorsitzender des ORF-Redakteursrates, ORF-ZiB-Redakteur & Eco-Moderator
Was: Interview über die veränderte politische Lage bezüglich des ORF
Wo: Berlin < ---> Wien
Wann: rec.: 16.11.2018, 15:45 Uhr, veröffentlicht in einer gekürzten Fassung im radioeins-Medienmagazin vom 17.11.2018, 18:50 Uhr und in einer Kurz-Fassung im rbb Inforadio am 18.11.2018, 10:44/15:24 Uhr

Vgl.:
* radioeins-Medienmagazin vom 12.05.2018
* Festrede von Armin Wolf vom 19.11.2018 (Transkript)








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One thought on “ORF vor größter existenzieller Krise?

  1. Von einer (nach wie vor) starken Sympathie für das ORF-Jugendkulturradio FM4 geprägt, berühren und beunruhigen derartige Beiträge doch erheblich (danke für diese Art der Berichterstattung, lieber Jörg Wagner). Der Wortlaut der „Resolution“ der ORF-Redakteursvertreter ist stellenweise „starker Tobak“ und verdient Beachtung sowie Unterstützung gleichermaßen. Wer, wenn wie ich auch nur gelegentlich, die Attacken der FPÖ (mit „stillem Wohlwollen“ der ÖVP…) gegen den ORF, gegen einzelne Personen (wie Armin Wolf) beobachtet, muss angesichts der Perfidität im Vorgehen laut aufschreien. Der plakatierte Vorwurf, der „ORF sei (politisch) nicht neutral“, wird selten mit Sachargumentation sondern i.d.R. mit Emotion vorgeführt. Die Masche verfängt nicht nur bei den üblichen Claqueren, sondern lässt offenbar auch die ORF-Generalintendanz an der einen oder anderen Stelle einknicken. Ein Beispiel, was auch in der „Resolution“ thematisiert wird, ist die Festlegung von „Social-Media-Guidelines“ für ORF-JournalistInnen, die de facto einer Selbstkastrierung gleichkommen (siehe z.B. https://www.krone.at/1730290). Bereits mit einer Umstellung der ORF-Webseite(n) im April 2017 sind bestimmte inhaltliche Formate wie auch Kommentarfunktionen verschwunden, die insbesondere bei FM4 gleichzeitig eine auffällige Reduktion kritischer Inhalte bedeutete (und ja, kritische Berichte über die „Verflechtung von FPÖ, rechten Burschenschaften und „echten“ Nazis halte ich durchaus für gesellschaftlich relevant und damit journalistich erforderlich) .
    Ich drücke den ORF-Redaktueren, sowohl einzeln als auch kollektiv, alle Daumen, dass sie standhaft und kritisch bleiben, und wünsche, dass irgendwann dieser (m.E. widerliche) FPÖ-Spuk vorüber ist. Für Deutschland bleibt gleichfalls die Hoffnung, dass bestimmte „Rückwärtsgewandte“ erst gar nicht zu diesem Einfluss gelangen.

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