Bendkowski, Halina

Halina Bendkowski | Foto: © Jörg Wagner
Halina Bendkowski | Foto: © Jörg Wagner

Wer: Halina Bendkowski, „Agentin für Feminismus und Geschlechterdemokratie“
Was: Interview über die SFB/rbb-Sendung „Zeitpunkte“ anlässlich des Sendestarts am 03.04.1979 vor 40 Jahren
Wo: Berlin-Charlottenburg
Wann: rec.: 04.04.2019, 11:00 Uhr; veröffentlicht in einer 7.30-Minuten-Fassung im radioeins-Medienmagazin vom 06.04.2019, 18:33 Uhr + Outtake im PodCast und in einer Kurzfassung im rbb Inforadio am 07.04.2019, 10:44/17:44 Uhr

Vgl.: rbb-Pressemitteilung zum 40. Jahrestag der Sendung „Zeitpunkte“

(wörtliches Transkript, Auszug, Hörverständnisfehler vorbehalten)

(…)

[16:19] Halina Bendkowski: Aber zurück zu Ihrer Frage. Der Herr Günther von Lojewski, der dachte wahrscheinlich: so jetzt wollen wir mal auch mal Tacheles machen. Also, er wollte keine Rücksicht mehr nehmen und hat die “Zeitpunkte” abgesetzt. Das war ja auch schon öfter vorher passiert, also diese Versuche. Das muss man sagen. Da haben wir aber mit kleinen Aktionen, Unterschriften-Aktionen das immer abwehren können. Genau deswegen war ich es – wie ich es Ihnen vorher beschrieben habe, also die gegenseitige Abhängigkeit: Befruchtung oder Interdependenz, wie man etwas soziologisch dann sagen würde, war ja ein Tatbestand. Zwischen den Zeitpunkten, also [der] täglichen Sendung und unseren täglichen Aktionen.

[17:01] Und noch immer denke ich, wie … also, wie dumm von diesen Männern. Ja, also ich meine … ich meine, heute denke ich, wie dumm von diesen Männern, also Herrn von Lojewski eingeschlossen. Aber damals empfand man das auch als … eigentlich nicht nur anmaßend, sondern auch entwertend. Es war ja auch entwertend gemeint. Ihr seid nicht wichtig genug! Wir können machen, was wir wollen. Und das war 1990. Wir wussten genau, also dass die Situation sich da verschärft hatte und deswegen war die große Unterstützungsaktion … das war auch gar nicht schwer zu organisieren … also … also obwohl wir kein Internet hatten, keine E-Mails, da lagen überall Unterschriftenlisten aus, die wurden auch überall unterschrieben und es kam ja, glaube ich, zu 6.500 Unterschriften in kurzer Zeit und die haben wir dann bei einer öffentlichen Sitzung, wo Herr von Lojewski … also auch von mir konfrontiert worden ist …

[17:52] Jörg Wagner: Es war ‘ne Rundfunkratssitzung sogar, ne?

[17:54] Halina Bendkowski: Es war ‘ne Rundfunkratssitzung. Ganz genau. War ja öffentlich und wir sind dann … also, aus den verschiedensten Zusammenhängen waren mehrere Frauen da. Und wir haben ihm dann die Unterschriftenliste gegeben und ihn herausgefordert, also nicht das zu tun, was er in stickum veranlassen wollte, was also …. das Auflösen der Zeitpunkte.

(…)








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