Der Troll Sascha Lobo auf der re:publica XI

„Dass sie mich anrufen mit meiner dämlichen Frisur ist eure Schuld! Und langsam nervt’s mich.“

Was: Vortrag: Jüngste Erkenntnisse der Trollforschung
Wo: Berlin, Friedrichstadt-Palast während der re:publica XI
Wann: 13.04.2011, 19:00-20:00 Uhr
Wer: Sascha Lobo, Autor und Strategieberater

Man muss seine Selbstdarstellungskünste nicht mögen, dennoch: Sascha Lobo hat ohne Zweifel einen hohen Unterhaltungswert. Das hilft dann, wenn man in langweiliger Kongressatmosphäre seinen Kreislauf ohne Kaffee übertakten möchte.

Lachen kann beleben, befreien, kollektiven Rausch erzeugen, allerdings auch Botschaften neutralisieren. Obwohl Lobo seinen einstündigen Vortrag über das als Trollen bezeichnete Pöbeln, Provozieren im Netz mit trolligen Attitüden auflädt, kommt seine Provokation zu sanft und comedyhaft daher. Die Publikumsbeschimpfung verliert seltsamerweise ihre Schärfe in der Lustigkeit.

Dabei sind die Vorwürfe an die sicher auch im Saal sitzenden Internetdeppen klar und deutlich: er sei deswegen so erfolgreich als „Experte“, weil die anderen zu doof seien. Entweder zu doof, sich aus der eigenen Isolation des Internets herauszubegeben oder weil sie tatsächlich doof sind. So wie die Trolls, die man mit einfachen, vier Abwehrmaßnahmen bekämpfen könne. Da sie wahrscheinlich zu doof sind, diesen Vortrag hier zu sehen, kann man ihn ruhig online stellen.

(Video/sreenshots: Jörg Wagner)

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