Medienmagazin vom 12.11.2011

Gesamt-PodCast

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INTRO: „Ich stelle klar!“

„Ich bin vielleicht irre, aber kein Antisemit.“

O-Ton: Ken Jebsen, Fritz-Moderator via YouTube

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Vgl.:
* YouTube-Statement vom 06.11.2011

1. Wirbel um KenFM der rbb-Jugendwelle Fritz

„Zensur weise ich weit von mir.“

Interview mit Claudia Nothelle, rbb-Programmdirektorin

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Vgl.:
* Wörtliches Transkript


„Wenn sich da Menschen gekränkt fühlen, ganz besonders die Jüdische Gemeinde, tut mir das sehr leid.“

Interview mit Ken Jebsen, Fritz-Moderator

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Vgl.:
* Wörtliches Transkript


„Das wollte ich möglich machen: die Öffentlichkeit herstellen für einen unglaublichen Vorgang.“

Telefoninterview mit Henryk M. Broder, Publizist/Journalist

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Vgl.:
* Wörtliches Transkript
* Henryk M. Broder bei „Die Achse des Guten“

* fritz.de
* rbb-Presseinformation
* radioforen.de
* „Nichts gegen Juden“ in: Jüdische Allgemeine, Michael Wuliger
* „In meinen Augen ist das Antisemitismus“, Telefoninterview mit Tobias Gabrys, dem „YouTube-eMail-Partner“ von Ken Jebsen, im Gespräch mit DLF-Moderator Burkhard Müller-Ullrich; verlinkte Audioquelle: Deutschlandfunk, 13.11.2011, 17:38 Uhr in Kultur heute

2. Sex sells – Die Sexualisierung von Sportlern in den Medien

„Da ist auch ein Stoppschild jetzt angesagt.“

Ob David Beckham, der für Armani-Unterwäsche modelt, oder Fußballerinnen, die sich für den Playboy ausziehen – auch im Sport gilt: Wer seinen Marktwert steigern und öffentliche Aufmerksamkeit erhalten will, kommt an der medialen Sexualisierung seiner Person kaum vorbei. Doch was dem Einzelnen nützen mag, kann für den Sport insgesamt von Nachteil sein.

Studiogespräch mitt O-Tönen von
* Daniela Schaaf, Medienwissenschaftlerin Sporthochschule Köln
* Daniel Meuren, Sportjournalist faz.net.

Autorin: Vera Linß (Foto)

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Vgl.:
* Die Sexualisierung des Sports in den Medien
Daniela Schaaf / Jörg-Uwe Nieland (Hrsg.)
Herbert-von-Halem-Verlag, 2011, 312 S.

3. netzwerk recherche mit neuem Vorsitzenden

“Jetzt steht Transparenz an erster Stelle.“

Nach dem das netzwerk recherche (nr) wegen finanzieller Unregelmäßigkeiten im Sommer in die Schlagzeilen kam, Thomas Leif als Vorsitzender nicht mehr antritt, wurde die Vorstandswahl mit Spannung erwartet. Der Transparenz-twitter-Account @OliverSchroem war allerdings ein Fake (Foto).

Telefoninterview mit:
* Oliver Schröm, neuer nr-Vorsitzender und Leiter des Investigativressorts, stern

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Vgl.:
* netzwerk recherche

4. Medien, Freiheit und das Web

„Wir bauen ein besseres Internet.“

Was passiert, wenn Web-Programmierer auf Journalisten treffen?
Was passiert, wenn eine Software-Organisation den Online-Journalismus fördern will?
Bericht über das Mozilla Festival, das jetzt in London stattgefunden hat.

Studiogespräch mit O-Tönen von:
* Mitchell Baker, Vorsitzende der Mozilla Foundation
* Dan Sinker, Leiter des Knight-Mozilla News Technology Partnership
* Bilal Randeree, Al Jazeera
* Jim Colgan, Mobilecommons

Autor: Daniel Fiene

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Vgl.:
* Data Journalism Handbook

(Fotos: © KenFM; rbb/Steffen Jänicke; rbb/Stefan Wieland; ZDF, Jörg Wagner [2/M], Oliver Schröm/twitter [M] )


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2 thoughts on “Medienmagazin vom 12.11.2011

  1. @Ralph Ich gebe zu, es ist etwas unübersichtlich hier in meinem Blog gelöst, weil auf drei Seiten zu diesem Thema diskutiert wurde, unter den wörtlichen Transkripten der jeweiligen Interviews. Auf eine ähnliche Frage habe ich dort folgendermaßen geantwortet:

    Ich kann nachvollziehen, dass Ihre Erwartungen höher ausgefallen waren. Wäre mit wahrscheinlich genauso gegangen. Ich kann nur versichern, dass an diesem Freitag, als ich das Interview aufgezeichnet hatte, die Rahmenbedingungen nur für ein Stimmungsbild + selbstkritischer und kritischer Ersterklärung vorhanden waren. Ich kenne übrigens bis jetzt kein Interview, das darüber hinaus geht. Ich kenne eigentlich überhaupt keins. Insofern besteht der Wert des Interviews möglicherweise in dem kleinen Spalt, der sich geöffnet hat. Es ist ein authentischer O-Ton, den er in freier Rede einem anderen Menschen erzählt hat. Ohne Manuskript. Und nicht als Monolog. Nicht mehr. Nicht weniger. Es war das Machbare. Zumindest für mich.

    Die Alternative war Schweigen. Ich mache Ken Jebsen da keinen Vorwurf. Wenn man unter dieser medialen Beachtung steht und mit teilweise sehr beleidigenden Vorwürfen versehen wird, ist man gut beraten, seine Worte sorgfältiger zu wählen oder auch einfach mal länger nachzudenken und nichts zu sagen. Das erleichtert auch die Arbeit der Anwälte. In einer aufgehitzten Situation wie dieser, mit strafrechtlich relevanten Vorwürfen, ist es Ken Jebsen eher zu danken, dass er sich vor seiner Show hat von mir überreden lassen.

    Dieses Interview konnte jedoch nicht leisten, dass ich mit ihm jede Zeile besagter eMail durchgehe.

    —-

    Soweit meine Antwort auf der Seite:

    http://www.wwwagner.tv/?p=10819&cpage=1#comment-840

    Ergänzen möchte ich, dass ich die eMail auch deswegen nicht vorgelesen habe, weil es nur fair gewesen wäre, wenn ich von Ken hätte Antworten bekommen können. Durch den schwebenden Verdacht hier würde jemand eine Straftat nach §130 Abs. 3 begangen haben (Holocaustleugnung) mit bis zu 5 jahren Haft

    http://dejure.org/gesetze/StGB/130.html

    war dieses Problem journalistisch nicht aufzuarbeiten. Ich gebe zu, dass ich das moderativ hätte erläutern müssen. Das ist mein Versäumnis. Ich hatte auch schlicht angenommen, dass sechs Tage nach dem Vorfall die eMail nicht mehr so unbekannt ist, bzw. dass, wenn es denn doch so sein sollte, man einfach meiner Empfehlung kurz vor dem Thema 2 der Sendung folgen würde unter radioforen.de fehlende Bruchstücke nachzulesen. Es ging ja nicht nur um die eMail, sondern auch um drei Videos, die man auch nicht so einfach mit ein, zwei Sätzen erklären kann. Also das ist letztlich sehr komplex. Das, was dann lief, war mein Angebot, mehr, denke ich, als woanders, aber sicher nicht erschöpfend.

  2. Lieber Jörg Wagner – ich höre Ihre Sendung immer gerne, weil Sie alle Seiten ausführlich zu Wort kommen lassen, auch im Fall Ken Jebsen. Ich frage mich nur: Warum wird der Wortlaut des Zitats, um das es geht, an keiner Stelle genannt? Warum fragen Sie Herrn Jebsen nicht, wie er das gemeint hat, was er da von sich gegeben hat? Stattdessen rechtfertigst sich Ken Jebsen minutenlang für etwas, von dem ich gar nicht weiß, was es war, und ich muss mir aus den Aussagen des (unsäglichen!) Herrn Broder zusammenreimen, worum es ging. Sie sind Profi-Journalist genug, um einen Grund für das Verschweigen zu haben: Wollten Sie Herrn Jebsen nicht bloßstellen? Das Zitat ist ja wirklich unter aller Sau, mit Verlaub, und obwohl ich mir nachträglich denken kann, wie er es meinte, soll ihm diese Sache eine Lehre sein, dass man auch im privaten E-Mail Verkehr ein klein wenig aufpasst, wie man sich ausdrückt, zumal wenn man sich Journalist schimpft.

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