A-Z, Aktuell - Montag, 14. Mai 2012, 10:14 Uhr - 2 Kommentare
Gutjahr, Richard
Puppe mit Monitor
“… hat es eine Weile gedauert, bis es sich herum gesprochen hat, dass dieses Internet wahrscheinlich noch ein paar Jahre bleiben wird.”
Wer: Richard Gutjahr, Tilo Jung
Was: Interview zum Sendestart der rundshow am 14.05.2012
Wo: Berlin, Station, am Rande der re:publica 12
Wann: 03.05.2012
Richard Gutjahr mit dem Moderatoren-Kollegen Daniel Fiene im Smartphone-Selbst-Porträt
Update: meine erste Bilanz nach rundshow Nr. 1 #notizblock
Plus:
* die Sendung war nun endlich das erste Mal onair. Über TV und mit dem Web.
Für einen konventionellen Fernsehtanker ein Kraftakt. Der hat sich gelohnt. Weil ohne trial and error wird man sich nicht entwickeln. Das Experimentierfeld Drittes Programm wurde in den letzten Jahren generell nicht mehr sooft beackert, wie in den Anfängen. Dem Perfektionsgedanken der zu Vollprogrammen umgestrickten Regionalsender geschuldet
* transparenter Prozess z. B. der Themenfindung
* jetzt werden auch die Macher wissen, wo sie sich beim Trockentraining verrechnet haben
* wir dürfen beim Optimieren zusehen
Minus:
* das timing stimmte nicht – zu viele verschiedene Elemente, die nicht Tempo bringen, sondern Chaos #gottschalkliveeffekt
* Comedy-Elemente sind verzichtbar (Der gespielte Witz im Fahrstuhl, Bademantel)
* die Doppelmoderation ist eine aufgesplittete Einzelmoderation – unklar die Rollenverteilung. Wer ist hier der Sidekick? Oder gibt es ihn gar nicht?
* Warum wurde Fiene vorgestellt und Gutjahr nicht? Gutjahr ist zwar BR-Moderator, aber hauptsächlich bekannt als seriöser Schlips-Träger mit Moderatorenkärtchen
* Skype und google+Hangout bringen leider altbekannte Delay-Effekte = Verzögerungen und Verständigungsprobleme. Daher sollte der Einsatz dosierter sein.
* wer ist wer und warum ist er jetzt gerade in der Skypeleitung, Zufalls-Menschen? Bestellte?
* die Rundschau-Nachrichten sind ein Fremdkörper
* die Applaus-App + der WWW-TED blieben in ihrer Absicht/Funktion für TV-Zuschauer unklar
* Rückkanal zwar da, aber noch ohne Effekt
* Seltsam: Y-Titty wirken im Web lustiger – TV doch das Hochglanzmedium?
Fazit:
Weitermachen!
+++
Update: meine Bilanz nach rundshow Nr. 2 #notizblock
Plus:
* das Chaos ist ausgeblieben
* keine Hektik, keine Kompromisse
* klarere Struktur
* toller Studiogast
* sehr gute und vor allem schnelle Reaktion Handy-Video von @tknuewer vom Fußball
* Sixtus bereichert die rundshow, passt rein
* Rundschau ist nicht mehr Bestandteil der rundshow. Der Bruch war zu groß. Sehr schnelle und gute Entscheidung.
* Gutjahr und Fiene nicht mehr so unter Premierendruck
* Bademantel-Lift-Gag nicht mehr ganz so peinlich ![]()

Minus:
* verpasste Chance: aktuelle Reaktion durch Fußball-Eklat via Handyvideo zu ergänzen mit Hangout-Schnell-Umfrage. Fußball war gerade DER Aufreger.
* trotz des guten Zusammenspiels von Gutjahr und Fiene ist der Sinn einer Doppelmoderation noch nicht klarer geworden
* Thema Facebook hätte bei allem Contra auch ein Pro vertragen (Moderatorenrolle, wenn schon kein freiwilliger Gesprächspartner)
* Zielgruppendefinition der #rundshow bleibt weiterhin im Dunkeln: Insider?
* Y-Titty wird leider nicht besser, daher Philipp Waluli engarieren!
* Beifall- bzw. Buh-Funktion ist immer noch nicht klar. Hätte theoretisch der Studiogast bei Buh geschwiegen?
Fazit:
Der richtige Weg!
Vgl.: Best of #rundshow 2

(verlinkte Audio-Quelle: Annik Rubens)
+++
Update: meine Bilanz nach rundshow Nr. 3 #notizblock
Plus:
* Die Nachrichtensendung “Rundschau” ist nach Platzierung INNERHALB der Sendung (14.05.2012), NACH der Sendung (15.05.2012), nun offenbar auf der Idealposition VOR der rundshow angekommen. Oder man nimmt das Wechseln als Runninggag “Heute hier, morgen dort – Lasst Euch überraschen”
* der Fußballeklat kam für den Vortag zu plötzlich, gute Wahl ihn am Folgetag fundiert zum Tagesthema zu machen
* das gute, alte Telefon (hier mit Wählscheibe) ist keineswegs Oldfashion und klingt auch in einer www-Sendung sehr gut
* sehr fließender, natürlicher Wechsel zwischen den Info-Quellen: Skype, Telefon, iPad, Zuspieler, Hauptscreen, Studiogast
* sehr gute Lösung mit Y-Titty nur im Netz
* Verzicht auf Putzfrau im Bild erst nach Grübeln über Sendung aufgefallen
* Inhaltlich ausreichend erschöpfende Themenbehandlung, kein Gefühl der Oberflächlichkeit
* KMH war sehr gute Wahl (habe “Reichsparteitag”-Frage nicht vermisst)

Minus:
* Buh-/Jubel-App noch nicht überzeugend, zumal wenn bei schlechtem Skype-Ton gebuht wird
* Stichwortleiste in der Verlaufskurve bei Jubel und Buh wäre hilfreich
* “TED”-Umfrage eigentlich ohne Wert, wenn man nicht weiß, wieviel 100% sind
* animierter Einspielfilm wäre bei Verzicht nicht wirklich ein Verlust gewesen
Fazit:
Ich bin zufrieden.
Vgl.: Best of #rundshow 3
(Fotos: © Daniel Fiene, Richard Gutjahr, BR)
Zuletzt aktualisiert: Donnerstag, 17. Mai 2012, 22:22 Uhr
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